Marbopriester und Kriegskunst

  • Hallo liebe Community,


    ich wundere mich wiederholt über den hohen Talentwert in Kriegskunst der Profession. Gibt es irgendwo einen Bezug zu Krieg und Kampf den ich einfach jedesmal überlese :D ? Hab auch noch kein eErrata dazu gefunden , das eigentlich ein anderes Talent derart hoch sein soll - oder ich bin blind und blöd (nicht auszuschließen *g*)

  • Seit der Marbo-Kult bzw. die Marbiden zum ersten Mal beschrieben wurden, wird erwähnt, dass sich Angehörige des Marbo-Kults (namentlich die Marbiden) mehrheitlich auf den Schlachtfeldern des Borbarad-Krieges um die Schwerverletzten und Sterbenden kümmerten bzw. kümmern.

    Man muss ja nicht unbedingt selbst Kämpfer sein, um Kriegskunst, d.h. berühmte Strategien und Strategen, Aufstellungen, Truppenarten und die anderen Wissensinhalte parat zu haben. So wäre zumindest meine Deutung dieses Talentwertes.

  • Ich habe Kriegskunst immer für die Fähigkeit gehalten, Strategien (mit-) zu entwickeln/ sich/ andere strategisch aufzustellen. Geht es aber um das Verstehen/ Nachahmen bekannter Strategien, so würde ich das doch zu Geschichte rechnen und allgemein als Waffenkunde behandeln statt jede "Kampftechnik" für sich aufzuzählen...

  • Seit der Marbo-Kult bzw. die Marbiden zum ersten Mal beschrieben wurden, wird erwähnt, dass sich Angehörige des Marbo-Kults (namentlich die Marbiden) mehrheitlich auf den Schlachtfeldern des Borbarad-Krieges um die Schwerverletzten und Sterbenden kümmerten bzw. kümmern.

    Man muss ja nicht unbedingt selbst Kämpfer sein, um Kriegskunst, d.h. berühmte Strategien und Strategen, Aufstellungen, Truppenarten und die anderen Wissensinhalte parat zu haben. So wäre zumindest meine Deutung dieses Talentwertes.


    Bisschen seltsam ist es dennoch ... fragt man denn, bevor man einem Sterbenden Schmerzmittel gibt, warum diese Schlacht verloren wurde?


    Einen niedrigen Wert könnte man ja noch mit "das schnappt man zwangsläufig auf" erklären (so mancher sterbende Offizier mag in seinen letzten Atemzügen eine dumme Entscheidung bereuen), aber je höher es wird, desto eher würde ich eine Ausbildung für nötig halten.


    Oder kriegen die standardmäßig beigebracht, bei welcher Lage einer Schlacht es sinnvoller ist, ganz fix die Beine in die Hand zu nehmen? Oder nach welcher Taktik es besonders viele Sterbende zu versorgen gibt, weswegen man sich dorthin begeben sollte? :/


    Aber naja, ich war auch in DSA 4 teilweise überrascht, was manche Professionen so können, beziehungsweise eben nicht können müssen.

  • Bisschen seltsam ist es dennoch ... fragt man denn, bevor man einem Sterbenden Schmerzmittel gibt, warum diese Schlacht verloren wurde?

    "Was ist passiert?" dürfte in den meisten Fällen genügen, mehr über eine Schlacht zu erfahren als man wissen möchte. Denn jeder Kampf hinterlässt Spuren - die wenigsten sichtbar und noch weniger durch Kräuter, Trank und ein paar Stunden Schlaf heilbar. Krieg verändert. Alles. Schlagartig. Und prägt den Rest des Lebens. Bei guter Grundausbildung (Heilkunde Seele) und durchschnittlicher - hoher Intelligenz, kann man sich die Zusammenhänge (ziemlich realitätsnah) zusammenreimen.


    Ein Gegenbeispiel zu den Marbiden wären da die Gildenmagier (Al'Anfa, Punin). Kriegskunst auf aktiv, aber wer steigern will, hat ein beachtliches AP- Loch zu stopfen (Erfahren).

  • Ich denke, ein weiterer Grund, warum Marbiden/Marbogeweihte sich etwas in Kriegskunst mitnehmen ist, dass sie im Tross / auf dem Schlachtfeld dabei sind. Auch wer nicht ganz vorne mithackt oder, wie Valariel als Beispiel nennt, Feuerbälle aus Al' Anfa wirft, kennt sich nach einer Weile trotzdem mindestens ein bisschen mit der Versorgung, dem Aufbau etc. von Kriegstruppen aus, da man ja als Versorger dabei ist.

  • "Was ist passiert?" dürfte in den meisten Fällen genügen, mehr über eine Schlacht zu erfahren als man wissen möchte.

    Nicht von Seiten der einfachen Soldaten, die man gerade zusammenflickt, denn die haben meist selber keine nennenswerte Ahnung von Taktiken und Strategien und wie die eigenen Einheiten aufgestellt wurden und welche Seite welches Manöver durchzog und was gut klappte und was nicht und warum auch noch. Und wenn man gerade Verletzte in großer Zahl versorgt und sich um Sterbende kümmert, ist da nach meinem Verständnis auch nicht viel Zeit und Gelegenheit, sich über so etwas zu informieren.

    Vor allem wäre so etwas dann persönliches Interesse, aber es ist aber eine Fähigkeit, die alle Marbo-Geweihten (so man mit dieser fertigen Profession spielt, statt sich den Charakter selber zusammenzustellen) beherrschen, die also irgendwo schon fest zur Ausbildung gehört. Nur gibt es doch gar keine Ausbildung, weil es keine Primär-Liturgie gibt.


    Auch die Handwerker, Fuhrleute oder Wäscher und was sonst noch so im Tross mitzieht, sind deshalb nicht alle ordentliche Kriegskundler.

  • Lateiner, Griechen (alle mit Latein-/ Altgriechischkenntnissen) und Geschichtskundige an die Front (weil der nicht-philosophische Teil vermutlich über Politik: Kriege geht/ ging). 😁


    Je nach Schwere der Verletzung wird sich ein Rekrut/ Soldat daran erinnern können, was mit seinen Mitkämpfern im Umkreis von wenigen Schritt geschehen ist; was (vom Zusammenprall der ersten Reihen) fehlt, könnte er zumindest durch Boten/ Gerüchte im Lager zu hören kriegen. Dass der Nachschub überhaupt keine "Besprechungen" (also weitergeleiteten Befehle am Morgen/ Abend erhalten soll, kommt mir doch komisch vor. Zumindest in der selben Gruppe (z.B. "Rabenkrallen") müssen "Absprachen" gehalten werden; sei es auch nur der "Besuch eines Ranghöheren".


    Schema:


    "Wir versteckten uns in Wäldern; nicht einmal diejenigen, die klettern können, wagten sich auf die Bäume. Ich lauschte. Presste meinen Bauch fester gegen die warme Erde. Wenige Schritt von mir knackte ein Ast. Mein Körper erzitterte, und ich hoffte, betete zu Boron, dass der Dampf auch die Geräusche ersticken möge. Etwas streifte mein Gesicht. Ich drückte die Wange ins Moos, wobei ich einen Blick auf einen meiner Kameraden erhaschte. Sein Name war... Er legte die schmutzigen Finger an die Lippen und verteilte den Dreck wie Schminke. Da begriff ich und folgte seinem Beispiel...


    Ich hatte bereits geahnt, dass unser "Training" niemals reichen würde, und die Mission von Anfang an zum Scheitern verurteilt war; dennoch krampfte mein Herz, während ich dem Ortskundigen mehr über Stock als Stein nachstolperte. Einen Verband um Mund und Nase gebunden, um den Gestank von Metall von den Atemwegen fernzuhalten... Jemand rief in meiner Muttersprache. Ich verstand kein Wort... Nur langsam ließ der Druck auf der Tränendrüse nach, und der weiße Schleier lichtete sich..."



    Nur gibt es doch gar keine Ausbildung, weil es keine Primär-Liturgie gibt.

    Für Boron- Geweihte schon. Und das sind die Marbiden "im Grunde" doch. 🤔

  • Ich möchte nochmals darauf hinweisen das die Professionenpakte reine Vorschläge sind. Ich DSA5 kann ich meinen Charakter so generieren wie ich ihn will.

    Also kann man das, weil es ja nur Vorschläge sind, Talente so anpassen wie die einem persönlich sinnvoll erscheinen..

    Möchte ich einen Marbiden spielen der nur so n einem Hospiz arbeitete, lasse ich Kriegskunst ganz weg.

    Überführte, kleptomanische Witze-Diebin

  • Die vorgestellte Profession des Boron-Priesters im GRW hat kein Talent Kriegskunde.

  • Mir ist klar, dass es um eine Marbo-Profession geht, das steht im so im ersten Beitrag. Ich schrieb, dass ich eine Marbo-Profession mit Kriegskunst auch deshalb schwierig finde, weil der Kult keine Novizen ausbilden kann, und Valariel schrieb, dass die Boron-Kirche ja Novizen ausbildet, die alle Kriegskunst mitbringen könnten. Deshalb erwiderte ich, dass die Boron-Kirche aber kein Kriegskunst vermittelt, jeweils, wenn man mit diesen fertigen Professionen überhaupt spielt, was ich auch erwähnte, weil sich wohl häufiger selber etwas erstellt wird.

    Aber die Ausgangsfrage war ja, wie die vorgestellte fertige Profession an einen fixen Kriegskunstwert kommt.

  • [...] Aber die Ausgangsfrage war ja, wie die vorgestellte fertige Profession an einen fixen Kriegskunstwert kommt.

    Und der ist wirklich nicht unwesentlich, mit dem Startwert von 6.

  • Hört doch mal auf mit diesen Profesionspaketen! Die sind seit DSA4 Geschichte! Nutzt das überhaupt jemand das beste von DSA5, die absolut Freie Generierungen???? Diese absolut überflüssigen Profesionspakete fressen in jedem Buch nur unnötige (teuer bezahlte) Seiten.

    Ich wäre froh hier mal jemanden zu lesen der es ganz wie Pipi Langstrumpf hält… „ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt“.

    Es ist doch absolut irrelevant wieso das „Professionspaket“ Kriegskunst auf x hat! Von der Spielwelt her macht es keinen Sinn und ist über den Hintergrund auch nicht zu erklären.

    Die einzige plausible Erklärung ist, irgend ein Autor an AG2 hat Spaß an einer bornländischen Marbidin mit Kriegskunst 6… wahrscheinlich hat er die sich mal so gebastelt und so gespielt. Egal ob es Sinn macht oder nicht.

    Überführte, kleptomanische Witze-Diebin

  • Professionspakete sind hilfreich, wenn es um die nebenbei Sachen geht. Die ein/zwei Punkte in einer Sache, die man gerne mal vergisst, es aber eigentlich total Sinn macht, dass man schon zumindest davon gehört hat. Oft machen sie den Charakter ein bisschen lebendiger weniger fokussiert, auf diese eine Sache.


    Eine Inspirationsquelle, man kann ja auch nur Kleinigkeiten ändern. Meine Marbogeweihte braucht keine Kriegskunst, aber Fahrzeuge für den Leichenwagen! :/

    I ♡ Yakuban.

  • Ich würde tatsächlich beim Marbopriester erstmal empfehlen, dass Professionspaket zu ignorieren. Marbopriester ist halt einfach aktuell noch keine Profession zu der man ausgebildet wird. Ich würde - wenn man Professionspakete nutzen möchte - stattdessen empfehlen, eine andere Profession auszuwählen und dann in Richtung Marbopriester umzubauen.


    Ein Professionspaket macht aus meiner Sicht erst Sinn, wenn die Kirche sich stärker etabliert hat.