Aufstrebende Götter-Bereicherung oder Lückenquetscher

  • Aber genau da liegt ja der Hase im Pfeffer begraben, die Treppe wurde nicht vergessen- die Treppe ist der Sternenfall.

    Der Hase im Pfeffer ist der Regelfuchser, der Beschreibungen und Regeln so ins klein klein zerpflückt, bis er Aussagen reduziert hat wie Bratesoße, die schon fest ist.

    Bis der Mensch (Spieler/ Meister), dann sagt: RAW gibt es keine Treppe, wiel sie nicht beschrieben ist. Aber der Zahnstocher ist auch nicht beschrieben. Dennoch steht er dort auf dem Tisch (ich kann ihn sehen - du nicht?)

    Oh je... da hast du die arme Metapher aber ganz schön geschunden, kannst du das nochmal in klareren Worten sagen? Ich fürchte, deine Intention entzieht sich gerade meinem Verständnis :D .

  • Ich versuch es noch einmal mit klaren Worten zu sagen:


    Es gibt Spieler (auch Meister) die dem geschribenen Wort sehr viel Bedeutung zumessen, aber sehr genau darauf achten, was geschrieben steht.

    Das ist oft sehr gut, denn tatsächlich gibt es einen Unterschied zwischen SP und TP.


    Oftmals herrscht hier im Forum dann die Aussage RAW (rule as wirtten): Wenn etwas nicht explizit erwähnt ist, gibt es das auch nicht.

    Beipsielsweise eine Ochsenherde mit mehr als 3 Kugeln.


    Dann steht in einer Raumbeschreibung keine Treppe: Ergo gibt es keine Treppe. DAs ist natürlich Blödsinn.

    Nur weil nicht geschrieben steht: Es steht eine Dose mit 11 Zahnstochern auf dem Tisch, heißt es nicht, dass sie nicht da stehen, sondern für mich erstmal nur:; Sie waren dem Autor nicht wichtig. Fragt ein Spieler (Warum auch immer): Stehen Zahnstocher auf dem Tisch, überlege ich mir hingegen, ob es plausibel ist.


    Ich hofe das ist verständlciher? :iek:

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Oftmals herrscht hier im Forum dann die Aussage RAW (rule as wirtten): Wenn etwas nicht explizit erwähnt ist, gibt es das auch nicht.

    Ich denke die bessere Formulierung ist: "Wenn etwas nicht explizit verboten ist, so ist es erlaubt."

    Das dem nicht so ist, zeigt leider der ellenlange Faden: "Fragen an die Redaktion."

    Das DSA5 Regelwerk war nie dazu gedacht ein in sich völlig logisches Werk zu sein, sondern wurde von Markus P. bei der letzten UOC als modulares Werk / modulares Konzept bezeichnet, welches halt beliebig erweiterbar ist. Aber ich schweife ab.

    Bezueglich des Fluffs heisst es wohl im Sinne der Modularität: Was noch nicht beschrieben ist, kann irgendwann mal beschrieben werden - d.h. es existiert potentiell.

  • Die Spieler löcherten seit 1984 die Redakrtion mit Fragen; wunderschöne -dämliche. Beispiele sind in dne ersten Boten abgedruckt.

    Das sich viele Fragen einfach - heute in Foren - lösen lassen, oder"mit gesunden Menschenverstand" (hust, in der heutigne Zeit?) ... oder einfah mal mit der Gruppe entscheiden das ein Hexenbesen doppelt so schnell wie ein Pferd - oder schwedische Schwalbe - reitet.

    Und bei DSA wurde schon vieles erklärt und/oder beschrieben, dann aus Platzgründen etc. im nächsten Regionalband weggelassen, u.a. die Stadtbeschreibung von Methumis im Boten inkl. Karte und die Stadtchronik von Lowangen. Dazu kommen dutzend unbeschriebene Flecken in Aventurien, ua. alle "leerstehnde" Häuser, jeder Paß (nur zwei wurden dank Abenteuer mal genauer erforscht, samt Dörfern) usw.

    Wir Spieler wissen heute anscheinend mehr über die alveranischen Götter als über die höchsten Gipfel Aventuriens. Götter sind anscheinend interssanter - obwolh die Aussicht nach Alveran zu kommen recht klein ist, als Sümpfe, Gebirge oder Uthuria. Wer weiß wie die Küsten zwischen Myranor und Riesland aussehen? Ja, da ist eine große Lücke auf der derischen Landkarte ... naja, mag für Aventurier egal sein wenn sie bald im Kampf zwischen den Kulten Kors und Rondras entschieden müssen auf welche Seite sie stehen wollen. Der Namen lose und die Erzdämonen bieten eine dritte Alternative an.

    Ich liebe die Erforschungsabenteuer, woi es noch um die Rätsel von Aventuruien ging - akutell läuft eine Kampange dazu - naja, Trolel haben keine KUltur, außer Honiglecken - und kannten nie irgendwelche Götter.

    Hm, die Trolel könnten uns einiges über die Götter erzählen - "Das Greifenopfer" hat schon einen Phexgeweihten zum Nachdenken gebracht, u.a. das die Orkgötter ebnenso göttlich sind wie die Zwölf.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Von den anderen Totengöttern hat sich einzig Tairach bis in die aventurische Gegenwart halten können und auch nur bei den Orks.

    Und dann ist Tayrach (mit y) bei den Gjalskern zuständig für Rache, Erkenntnis und Kampfrausch, und Zwanfir (der Wal) der Todesgott.

    Kein Wunder, dass man sich auch in Aventurien schon mal aus religiösen Gründen gegenseitig den Schädel einschlägt, wenn die Gottheiten (gerne die alten) unterschiedlich zugeteilt und definiert werden.

    Und die ist bei den "auferstehenden Göttern" verschollen/ muss noch entworfen werden? Oder können die 12G- Kirchen "zur Zeit" (Epoche: Sternenfall) keine Ordination durchführen? (Widerspruch zu: Akoluthen-Weihe nach Meisterentscheid/ Kosten: 1000 AP [zu hoch, da etwa Doppeltes von Vorteil "Geweihter"?]

    Alle Liturgien sind Menschenwerk - außer der Ordination (Primärliturgie). Wenn die einmal verloren geht, weil der Kult ausstirbt, können keine Geweihten mehr erhoben werden, sollte der Kult später noch mal neu ins Leben gerufen werden. Die Gottheit kann einzelnen Auserwählte mit Karmaenergie ausstatten, aber sie kann/darf nicht die Primärliturgie geben. Und die eben nicht durch göttliche Gunst neu erfindbar.

  • In den bestehenden Kirchen ist die Ordination gut verbreitet. Gelehrt werden kann sie von Geweihtem zu Geweihtem. Nur nicht von einem Menschen erfunden werden. Dass sie kostbar ist, ist bekannt. Aber so oft passiert es nicht, dass Religionen/Kirchen untergehen und Jahrhunderte später wieder kommen.

  • Aber alle Primärliturigen liegne in Myranor vor ... und es gibt -seltene- Handelsverbindungen zwischen dne Kontinenten; auf eine dieser Fahrten kam ein heutiger machtvoller Zauberkundiger nach Aventurien.

    Es wäre für die Götter "einfach", einen Priester nach Aventurien zu schicken, nur nicht im Sinne der Autoren. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Die Ordination dürfte den meisten Tempelvorsteher*innen zur Verfügung stehen. Bei weitem nicht alle Geweihte beherrschen sie, aber einer pro Tempel vermutlich schon (außer es ist ein ganz winziges Tempelchen am Ende der Welt. ^^ ) Tempel der Zwölfe finden sich jeweils in den größten Teilen Aventuriens - selbst in Al'Anfa findet sich ein Firun-Tempel. In naher Zukunft ist es höchst unwahrscheinlich, dass eine der zwölf Hauptkirchen der Primärliturgie völlig verlustig geht, selbst wenn ganze Reiche sich gegen sie wenden. So hat z. B. die Rondra-Kirche die Zeit der Priesterkaiser ja auch überstanden, deren Reich gewaltig war und die diese Kirche gezielt verfolgt haben. In naher Zukunft sehe ich da keine Bedrohung. Wie Marbo und Brazoragh sowie gar nicht wenig andere aber beweisen, kann das durchaus passieren. Allerdings liegen mir keine Hinweise vor wie das geschehen ist. Man vergleiche nur hier die Listen der Karmaspender im modernen Aventurien mit der aus den Dunklen Zeiten! Von Ankhatep bis Ucuri gibt es zahlreiche Gottheiten, deren Primärliturgie nach Ausrufung des Silem-Horas-Ediktes verloren gegangen sind. Wird es im neuen Zeitalter auch den Zwölfen so ergehen? Nun, niemand kann wirklich in die Zukunft blicken. ;) Aber da reden wir von sehr, sehr langfristigen Entwicklungen. In den nächsten 100 Jahren sehe ich die Kirchen des Zwölfgötterkultes nicht vom Aussterben bedroht.


    EDIT

    Alle Liturgien sind Menschenwerk - außer der Ordination (Primärliturgie). Wenn die einmal verloren geht, weil der Kult ausstirbt, können keine Geweihten mehr erhoben werden, sollte der Kult später noch mal neu ins Leben gerufen werden.

    Es ist aber möglich, die Primärliturgie zu rekonstruieren:

    "Die Überlieferung von Glaubensinhalten gehört zu jeder Religion. Selten kommt es auch zu überraschenden Entwicklungen: Eine von ihrer Umwelt abgeschlossene Forschergruppe entdeckt im Dschungel die Überreste eines alten Kultes und rekonstruiert die nötigen Gebete zur Ordination so gut, dass sie einen möglicherweise ‘schlafenden’ Gott wieder erwecken." (WdG 311)

    Beispiele sind der Aikar Brazoragh und Anhänger*innen der Marbo, die genau daran arbeiten.

    Edited once, last by Gast ().

  • Hätte Satinav 1988 den Autoren zur neun Götterspielhilfe ein Schwarzes Wurmauge ins Jahr 2020 gegeben, wer weiß wie die Zwölferkulte heute aussehen würden; ob alle "Halbgötter" ihre Wunder erhielten und Tharun im Zeichen der Wahren Götter erobert wäre ... wir sprechen über ein Puzzle, wo manche Teile öfters gedreht wurden, mnache nicht so recht zusammenpassen wollen, und viele Teile erst nach Jahren dazugelegt werden, wie u.a. die Primärliturige (wohl als anfängliche Erklärung für Brazoragh (in der Orkbox noch in der offiziellen MI möglicherweise ein Dämon, aber auf keinen Fall ein Gott) und Saturia (seit der Khombox im Team).

    Möglich das wir den "Sterbenden Göttern" der Kohmbox die erweiterte Vielfalt verdankten, denn 1990 stellte der MI-Teil diese erstmals vor (und wie Menschen diese sehen): Zsahh & H'Szint, Sad'huarr & Ssad'Navv, und Chr'Ssir'Ssr. Ebenfalls 1990 wurde - wie in Götter 1989 angekündigt - der Sternenhimmel mit dem Zwölfkreis und all seinen (bekannten?) Planeten beschrieben: Horas, Ucuri (gitl als Schutzzeichen der Herrscher und Sieger), Simia (steht für Neuerung und kraftvollen Beginn), Kor (als Symbol von Kireg und Streit), Nandus (Nachdenklichkeit), Aves (Freiheit), Marbo (gilt als Botin von Tod und Ende, Abschluß und Vollkommenheit), Levthan (unter deisme Stern Geborenen neigen zu Pessimismus und Gemütsschwankungen bis zur Selbstzerstörung).

    Wenn Planetne und Sternbilder -angeblich- Auswirkungen auf das Leben derr Sterblichen haben sollen, dann sieht man das selbst die angeblichen Halbgötter gar nicht so machtlos sind, und das dies nie ganz vergessen wurde.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Es ist aber möglich, die Primärliturgie zu rekonstruieren:

    "Die Überlieferung von Glaubensinhalten gehört zu jeder Religion. Selten kommt es auch zu überraschenden Entwicklungen: Eine von ihrer Umwelt abgeschlossene Forschergruppe entdeckt im Dschungel die Überreste eines alten Kultes und rekonstruiert die nötigen Gebete zur Ordination so gut, dass sie einen möglicherweise ‘schlafenden’ Gott wieder erwecken." (WdG 311)

    Beispiele sind der Aikar Brazoragh und Anhänger*innen der Marbo, die genau daran arbeiten.

    Natürlich ist dies theoretisch möglich, immerhin versucht der derzeitige Aikar das seit mehreren Jahrzehnten (das ist eines seiner größten und wichtigsten Ziele), sie zu finden oder zu rekonstruieren, bislang allerdings vergeblich.

  • Da das Thema Primärliturgie recht komplex ist, habe ich dazu mal einen eigenen Faden aufgemacht:


    Gast