Aufstrebende Götter-Bereicherung oder Lückenquetscher


  • Außerspielerisch wäre die Frage, wie viel Macht wir den jeweiligen Göttern geben sollen, damit das Spiel einen Nutzen und keinen Schaden daran hat.

    So begrüße ich sehr den Aufstieg Ifirns, sie ist einfach die spielbare Firun. Oder auch den von Zakkarus angesprochenen Wandel Borons. Oder die Erschaffung Swafnirs.

    Bereichern Marbo, Kor, Numinoru, Mada usw. das Spiel? Oft habe ich den Eindruck, sie halten einfach nur als Zugeständnisse an Powergamer her. Vampire für DSA - Marbo, kein Problem. Düstere Tiefsee aber nicht gleich richtig Böse - Numinoru! Kloppen ohne Ende - Kor! Es fehlt Profil, weil viele Aspekte schon belegt sind.

    So klemmt sich der Kor in eine Ritze zwischen Rondra und Belhalhar, N. zwischen Efferd und Charypta. Wo ist Platz für Shinxir?

    Wie gesagt, ich finde ihn zu "Sandalenlastig für MEIN Aventurien".

    Also Kor ist definitiv nicht zu sehr eingeklemmt zwischen Rondra und Belhalhar - sondern eine schöne Bereicherung. Numinoru ist nicht Thema dieses Fadens. Ob Shinxir noch Platz findet? Wir werden sehen. Ich bin gespannt. Bisher haben neue Götter (oder generell: Neue Informationen) in unserer Gruppe zu neuen Konzepten geführt. Das ist schön.

    Das Thema kam im Rondra, Kor, Shinxir-Faden auf: Wie gut passen die ,,neuen" Götter in die bestehende Götterlandschaft? Sind Sie eine sinnvollere Erweiterung? und auch die erste Frage ist interessant: Wie mächtig sollten die neuen Götter sein/werden? Bedrohungen aus dem Schatten oder große Organisationen, die die etablierten Kirchen herausfordern können?


    Ich finde eigentlich den teilweise etwas dunkleren Touch der neuen Götter erfrischend. Numinoru mag Pläne so tiefgründig wie das Meer hegen, aber auch Efferd ist kein Kind von Unschuld (schließlich ist es die Unberechenbarkeit seines Zorns, die viele Menschen überhaupt zu Numinoru treibt).


    In der Tat fände ich es ( wie bereits hier dargestellt) toll, wenn jeder der Zwölfe einen oder mehrere Widersacher bekäme. Diese Widersacher brauchen dann natürlich ein klares Profil, etwas womit sie sich von den bisherigen Göttern abheben können. Meinetwegen müssen es aber auch nicht immer Vampire sein...


    Wie seht ihr das?


    Edit: Damit keine Verwirrung aufkommt- ursprünglich hieß der Faden ,,Neue Götter- Bereicherung oder Lückenquetscher", die Bezeichnung ,,aufstrebende Götter" trifft den Kern der Sache aber besser, weshalb ich den Namen geändert habe. Auf den ursprünglichen Threadtitel wird aber in vielen Beiträgen Bezug genommen.

  • Wie mächtig sollten die neuen Götter sein/werden? Bedrohungen aus dem Schatten oder große Organisationen, die die etablierten Kirchen herausfordern können?

    Ich würde mir wünschen, dass sie genug mächtig sind um einen neuen Machtfaktor in Aventurien darzustellen, aber nicht so mächtig dass sie es mühelos mit einer grossen Kirche aufnehmen könnten. Ich begrüsse dass mit dem erstarken der neuen/alten Götter am Sitz der bisherigen Kirchen gerüttelt wird und diese dazu gezwungen werden neue Wege zu gehen statt sich nur auf ihrer bisherigen Autorität auszuruhen. Das könnte für die Spielwelt äusserst bereichernd wirken, wenn sich verschiedene Gruppierungen tatsächlich um ihre Gläubigen bemühen müssten.


    In der Tat fände ich es ( wie bereits hier dargestellt) toll, wenn jeder der Zwölfe einen oder mehrere Widersacher bekäme. Diese Widersacher brauchen dann natürlich ein klares Profil, etwas womit sie sich von den bisherigen Göttern abheben können.

    Ich denke neue Götter sollten gerade nicht als Widersacher etabliert werden, sondern zuerst eine Identität abseits davon aufbauen. Numinoru sollte nicht nur ein Gegenpol Efferds sein, sonder auch auf eigenen theologischen Beinen stehen (wie von dir gefordert). Natürlich kann und sollten dabei Rivalitäten entstehen, diese sollten aber nicht der daseinszweck von Göttern sein. Wenn ich nur etwas gegen Efferd bräuchte habe ich ja schon Charyptaroth.

    Ich denke bei Numinoru hat es die Redaktion sehr gut hinbekommen. Er ist zwar ein Meeresgott, besitzt aber ein völlig eigenes Profil. Bei anderen Gottheiten vermisse ich dieses Profil noch ein bisschen, besonders bei Marbo. Von dem was ich bisher gelesen habe ist sie Boron in netter mit echt krassen Liturgien und Vampiren. Ich Kern ähneln sie sich aber zu sehr (bitte verbessern falls ich mich irre).


    Welche Rivalitäten haben wird denn schon?

    Efferd - Numinoru

    Rondra - Shinxir - Kor - Brazoragh

    Boron - Marbo - Tairach

    Phex - Tairach? (Scheint einen Streit um den Mond zu geben)

    Firun - Ifirn? (diese scheinen aber miteinander klar zu kommen)

    Peraine?

    Tsa?

    Travia?

    Praios?

    Ingerimm?

    Rahja?

    Hesinde?


    Viele Götter haben keinen auf Aventurien aktiven Rivalen und ich glaube es braucht auch nicht für jeden einen Gegenspieler, es gibt ja auch noch die Erzdämonen die diese Rolle gut ausfüllen können. Desweiteren glaube ich auch nicht, dass das Auftauchen neuer Götter zwangsweise in Rivalität enden muss, es wäre auch Interessant wenn es Kulte gäbe die eine Einbindung in den 12 Götterkanon erreichen wollen. So würden "neue" Halbgötter geschaffen, man hat ja mit Swafnir was ähnliches versucht (nur wars den Thorwalern ziemlich egal). Möglich wäre es auch, dass sich rivalisierende Kulte gemeinsam gegen einen Feind verbünden würden (z.b Rondra+Shinxir gegen Belhalhar).

  • Neu sind diese Götter nun mal nicht, einzig das es nun mehr Geschichten um sie gibt.

    Bekannt waren die meisten seit 1989.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)


  • Außerspielerisch wäre die Frage, wie viel Macht wir den jeweiligen Göttern geben sollen, damit das Spiel einen Nutzen und keinen Schaden daran hat.

    So begrüße ich sehr den Aufstieg Ifirns, sie ist einfach die spielbare Firun. Oder auch den von Zakkarus angesprochenen Wandel Borons. Oder die Erschaffung Swafnirs.

    Bereichern Marbo, Kor, Numinoru, Mada usw. das Spiel? Oft habe ich den Eindruck, sie halten einfach nur als Zugeständnisse an Powergamer her. Vampire für DSA - Marbo, kein Problem. Düstere Tiefsee aber nicht gleich richtig Böse - Numinoru! Kloppen ohne Ende - Kor! Es fehlt Profil, weil viele Aspekte schon belegt sind.


    Wie seht ihr das?

    Interessantes Thema.

    Ich glaube, daß der "Nischen-Powergaming-Zugeständnis-Eindruck" teilweise aus der "Regeln zuerst, Fluff irgendwann und dann für jeden Gott einzeln"-Veröffentlichungsstrategie zu den Göttern resultiert.


    Finde Numinoru vom Ansatz her sehr interessant und zumindest in Havena prima ins Setting eingebunden.


    Mit Marbo habe ich das Problem, daß die Geweihten regeltechnisch sehr mächtige Fähigkeiten in Richtung "D&D 3.0 Vampirassassinen" haben, während ich mir aus ein paar Abenteuern Fluff-Brotkrümel zusammensuchen muss, was die Göttin denn nun überhaupt will / wie ihre Anbetung aussieht etc. Hier wäre ein Vademecum wirklich überfällig.


    Kor finde ich von dem was ich bisher weiss (hab das Vademecum nicht) ganz gut. Er hat seinen Platz und man kann schönes Rollenspiel mit ihm betreiben.


    Zu Shinxir weiss ich als nach jahrzehntelanger Abwesenheit zu DSA Zurückgekehrter schlicht so gut wie nichts. Und das Bisschen was ich weiss hat mich bisher nicht wirklich begeistert.

    Edit: Ich les mir am WE mal den "Rondra, Kor, Shinxir"-Thread durch...

    Schickt Advocaten, Armbrüste und Dukaten!

    Edited 2 times, last by Pardel ().

  • Ich finde, bevor es an neue Götter geht, sollten erst die vielen Varianten des 12G Kultes ausgearbeitet werden. Wenn man sich mal anguckt, was die Menschen in den Bergen der Nordmarken, in Nostria, Andergast oder in Fasar und Thalusien glauben, hat das nicht mehr viel mit Silem-Horas zutun. Da gibt es so viele spannende Möglichkeiten, dass es erstmal keine neuen Götter braucht.

    Die neuen Götter, falls man nicht auf sie verzichten möchte, brauchen dennoch mehr Profil, sollten aber sehr regional begrenzt sein/bleiben.

    Was dringend ausgearbeitet werden sollte, sind die Kulte um Satuaria und Mada, es gibt schon ewig Hexen, zig Zauber und Regeln, aber zu ihrer Religion einfach zu wenig.

  • Wie mächtig sollten die neuen Götter sein/werden?

    Kuma hat es recht treffend beschrieben. Es sollte so mächtig sein um eine potentielle Konkurrenz darzuustellen.

    Ich gehe ohnehin nicht davon aus, dass 12 titaniumglänzende Stühle in Alveran stehen und die Götter wie Kinder bei der Reise nach Jerusalem rumtanzen und immer sind mehr Kinder als Stühle da, wer keinen hat fliegt raus.


    Ich denke stattdessen: Es gibt viele Götter und je mehr und inniger die Anhänger an einen Gott glauben, desto mächtiger ist er. [Magierphilosophischer Ansatz].

    Daher sind Götter, wei Swafnir und Ifirn durchaus Konkurrenten zu den bestehenden Göttern.


    In der Tat fände ich es ( wie bereits hier dargestellt) toll, wenn jeder der Zwölfe einen oder mehrere Widersacher bekäme.


    Sortiert nach Jahresablauf, und ergänzt, zusätzlich [] die aktuelle Stärke des "Hauptgottes":


    Praios - Ucuri, Horas, Kamaluq, Orhima (bin bei Kamaluq nicht sicher, ob er hierhin gehört) [nach Quanionsqueste gefestigt]

    Rondra - Shinxir - Kor - Brazoragh [nach Donnersturmrennen: nicht Herrin des Krieges, erstarken Orks, Aikar sucht Primärliturgie für Brazoragh, Hinweise auf Shinxir tauchen auf]

    Efferd - Numinoru [Numinoru taucht auf]

    Travia - ? [steht ziemlcih alleine]

    Boron - Marbo, Tairach, Zerzal [unklar, nach Tot von Selindian, Kirche immer noch gespalten in AlAnfer Ritus und Puniner, erstarkung Marbos]

    Hesinde - Mokoscha, Nandus (laut HA ist N ja gespalten?), Mada [um Mada tut sich etwas, weiß nicht was genau]

    Firun - Ifirn? (diese scheinen aber miteinander klar zu kommen)

    Tsa - Satuaria, Aves, Nurti

    Phex - Tairach? (Scheint einen Streit um den Mond zu geben)

    Peraine - ???

    Ingerimm - Simia

    Rahja - Levthan

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Ich persönlich würde bei den neuen Göttern vor allem wenige aber starke, fanatische Geweihte sehen wollen. Immerhin wurde sie ja vermtl. direkter von ihrem Gott erwählt. Der Gott muss zudem gute Gründe liefern, warum er "cooler" ist als der übliche Gott.


    Last but not least sollte der neue Kult natürlich deutlich schwächer sein als der etablierte. In offiziellen DSA5 Abenteuern wurde ja auch schonmal angedeutet, dass die neuen Götter (zumindest ein bestimmter neuer) schwächer sind als die offiziellen.


    Extremer Spielerspoiler zu einem aktuellen Heldenwerk

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir einen zweiten Eisenhower benötigen... :)

    Edamus meridiem!

    Jetzt wird Rom zurückgetrieben...

  • Die ollen Halbgötter können nicht plötzlich durchstarten und meht Power verpulvern als die Zwölf am Powerpool.

    Zudem warum spielt Aventurien, dieser Minikontinent so eine gewichtige Rolle auf Dere? Einige der Halbgötter sins bereits wichtige Götter in Myranor.

    Und Veränderungen brauchen Zeit.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ich würde auch zu bedenken geben, dass viele dieser "neuen" Gottheiten so neu gar nicht sind. Numenoru z. B. gibt es schon seit 1988 im DSA-Kosmos. Sie gehören zu den Achtgöttern. Shinxir ebenfalls. Marbo konnte ich nach kurzer Recherche bis 1995 zurückverfolgen.

    Sie sind schon lange Teil des Kanons. Bisher haben sie sich halt in Tharun, Myranor oder lange vergangenen Tagen herumgetrieben. Doch spätestens seit Borbarads Invasion ist die Welt im Umbruch. Enttäuschte Menschen suchen nach Alternativen. Mächteverhältnisse verschieben sich. Und schließlich fallen sogar Sterne. Ist es da völlig unplausibel, dass diese fast vergessenen Kulte Morgenluft wittern und erstarken? Ich finde nicht. Und mir gefällt es auch ganz gut, dass wenig beleuchtete, alte Setzungen im Kanon aufgegriffen, ausgebaut und verwendet werden. So wird Aventurien bunter und komplexer und bleibt doch Aventurien.

  • Bereichungen? Schaut mal nach Myranor.

    Shinxir und Numeru wurden als "grause" Antigötter denaventurischen Göttern Rondra und Efferd in DSAP gegenübergestellt; und die Aufgabe der Helden war es Tharun für die ZWÖLF zu "befreien".

    Das war aber einfach, wieil die Neugötter Tyrannen waren - oder nur so verehrt wurden.

    Aber bereits Boron wird sehr unterschiedlich verehrt, dazu brauchen wir nur nach Punin, AlAnfa und Havena reisen.


    Anfangs gab es bei DSA nur den Kriegertyp und den Söldner. Alle Kämpfertypen heute sidn nur Variantne dieser beiden Berufe.

    Und auch die neuen Geweihten - dei ja für ihre Götter werben - bieten nur andere Varaitante der bekannten Götter. Sie können mit kostenlosen Bonbons am Eingang werben, aber mehr können diese Geweihten oder iohre GFötter beiten als die Alten es seit Generationen taten. Die dämonischen Kulte hingegnen erhaltne plötzlich göttlicher Konkurrenz.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited once, last by zakkarus ().

  • das halte ich für ziemlich - fast notwendig; außer für windige - sicher falsch. Wer ist Gott des Fernkampfes? Wer ist Gott Zahl 8? Wer ist Gott des Missverständnis? Gott des Schicksals? Gott der Lawinen? Wer ist Gott der guten Küche? Wer ist Gott der Formulare? Gott der Wüste? Gott der Theateraufführungen? Gott der Sternenkunde?

    Klar kann man die 12 irgendwie drauf drehen und wenden, aber das hier ist kein Bastelwettbewerb.


    Da ist noch mehr als genug Platz für kleine Götter ;)

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir einen zweiten Eisenhower benötigen... :)

    Edamus meridiem!

    Jetzt wird Rom zurückgetrieben...

  • Gott des Schicksals - Los, Phex, Satinav. Kommt auf den jeweiligen Blickwinkel und den Priester an.

    Schon die Verehrung für Rondra bei den Amazonen ist anders als bei (vor allen männl.) Rondrianern.

    Und wie Phex in die alten Ländern wie Tulamidistan verert wird, darauf kämen niemand z.b im HR.

    Gott der Wüste - wer will schon freiwillig eine Wüste außer Rastullha - zudme dort öfters zu Efferd gebeten wird zwecks "Laß es mal wieder regnen!"

    Sternkunde = Phex, Thether = Kunst = Hesinde und /oder Aves und/oder Rahja. Gott der Küche - na, wer ist die Oberköchin = Travia.

    Fernkampf war schon früh auf Firun gepfeilt. Acht, moment, Praios 1, Rondra 2 ... nach wem wurde der 8. Monat benannt?


    Mißverständnisse ... was für eine namenlose Frage, bei Xeledon!

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Kamaluq würde ich sagen passt besser als wärmere Konkurrenz zu Firun, genauso wie Ankhatep, Mokoscha würde ich eher als Konkurrenz zu Travia sehen. Zerzal war bei den Hochelfen auch noch Kampf- und Jagdgöttin, passt also auch noch zu Firun und Rondra. Für Hesinde gibt es wohl auch noch Ojo-Sombri (oder wie wäre es mit Xeledon?) außerdem natürlich noch den sich regenden Raschtul als mächtigen Gegner Ingerimms.

  • Ich mag das Wort "Lücke" hier irgendwie nicht so richtig. Zum einen befestigt das die im Rollenspiel viel zu verbreitete Aufteilung der "üblichen" Themengebiete ins Pantheon, oft sogar als kosmologische Komponente ("Domänen"). Viel zu regelbasiert bzw. an einer arg theoretischen Version des griechischen Pantheons fixiert.


    Zum anderen wieso unbedingt "Krieg" die Lücke sein muss, während der Rest alleine gelassen wird. Gut, Ares-Athene wieder mal als Vorbild, aber kann man da nicht mal über den metzlerischen Tellerrand gucken?


    Schlussendlich, warum hier von aussen gestopft werden muss? Wir hatten ein paar ganz nette Ansätze innerhalb der Kulturen. Phex als tulamidischer Magiegott. Radscha als Göttin mit Kampfrausch (siehe hier auch Swafnir). Ich fände das würde die angenommene kosmologische Geschlossenheit der 12G auch etwas auflockern, damit nicht so ein "wir gegen sie" Status Quo etabliert wird und alles andere dann "anders" ist, Neugötter, Erzdämonen usw.


    Wenn man es auflockert, wäre ich allerdings für klotzen, nicht kleckern. Brazoragh hier, Moha Animismus da, Rastullah-Varienten für den Mittelnorden, Sekten die predigen dass alle Aventurier von kleinen Aliens aus Rigel VII abstammen/beseelt sind, usw.

  • Ich mag das Wort "Lücke" hier irgendwie nicht so richtig. Zum einen befestigt das die im Rollenspiel viel zu verbreitete Aufteilung der "üblichen" Themengebiete ins Pantheon, oft sogar als kosmologische Komponente ("Domänen"). Viel zu regelbasiert bzw. an einer arg theoretischen Version des griechischen Pantheons fixiert.

    Was würdest du stattdessen vorschlagen? Ich bin offen für Neuformulierungen.

  • Es würde den Rahmen dieses Buches (ähm, Heftchen von 64 Seiten), sprengen, wenn wir versuchen, alle aventurische (nicht derische!) Götter, Götzen und Dämonen zu beschreiben. ... Häufig handelt es sich bei diesen - weithin unbekannten Göttern aber nur um Varainten oder Umbenennung eines der zwölf "offiziellen" Götter. Um das Feld weiter zu verwirren, werden die zwölf Götter nicht in allen aventurischen Städten auf die gleiche Weise verehrt. (Ausbau-Box, S.25, 1985)

    Wie wahr, bereits 1989 hüpfen munter die Halbgötter Ifrin, Levthan, Saturia, Swafnir, Marbo, Simia, Kor, Aves, Ucuri, Nandus (S.43-46) zwishen den Eltern, aber auch andere, wie Rastuluh (S.50f), Kamaluq und Nipakau (S.53) guckten vorbei.Ebenso die Wölfe der Nivesen (grob auf S.54), Nurti und Zerza der Elfen (S.54f), Rur und Gror (S.56f), die ollen H'rangas, Mailam Rekdai und Orvai Kurim der Goblins und natürlcih Brazoragh, Tairach, Rikai und Gravesh der Orks (S.58f).

    Bereits 1987 riefen die Zwölf hochstufige Helden auf ins geheimnisvolle Innerdere zu steigen und den Kampf gegen die tyranichen Nuegötter aufzunehmen, die 1988 mit diesen Namen bekannt wurden (S.29ff):

    der adlerköpfige Sindayru - Gott des Lichts, die schöne Nanurta - Göttin der Fruchtbarkeit, der feurige Shin-Xirit - Gott des Schwertes, der monströse Zirraku - Gott der Tapferkeit und Todes, der katzenköpfige Pateshi - Gott der Heilung, der geheimnisvolle Ojo'Sombri - Gott des Verborgenen und Magie, der azurne Numinoru - Gott des Meeres und Unendlichkeit, und der dämonische Arkan'Zin - Gott der Rache und des Gesetzes.

    Nach zwei Aufträgen hörte man nichts mehr aus der Hohlwelt, wir müssen davon ausgehen das die tapfernen Helden scheiterten.

    Zu unser aller größten Schrecken mußten wir dann von einem Barden, der das ferne Güldenland besuchte, hören, das die dortigen Völker bereits den Tyrannen der Hohlwelt verfallen sind.

    Mögen die ZWÖLF uns Erbarmen. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Was würdest du stattdessen vorschlagen? Ich bin offen für Neuformulierungen.

    Nein, ich denke das Wort trifft's hervorragend. So kommt's mir in der Kriegsgötterecke auch vor. Ich stelle nur fest, dass mich diese Methode der wundersamen Göttervermehrung mehr stört als andere. Der Meta-Charakter der Abdeckung von Prinzipien und evtl. Spielertypen.

  • Was würdest du stattdessen vorschlagen? Ich bin offen für Neuformulierungen.

    Nein, ich denke das Wort trifft's hervorragend. So kommt's mir in der Kriegsgötterecke auch vor. Ich stelle nur fest, dass mich diese Methode der wundersamen Göttervermehrung mehr stört als andere. Der Meta-Charakter der Abdeckung von Prinzipien und evtl. Spielertypen.

    Da sprichst du einen interessanten Punkt an: Sollte es vollkommen neue Götter geben (also Götter, die im Dsa-Kosmos bisher noch nicht beschrieben wurden und jetzt mit dem Sternenfall das erste Mal beobachtbar eingreifen), und wenn ja, wie/unter welchen Gesichtspunkten sollten Sie gestaltet sein?


    Ich bin da so halb bei dir, es sollte schon darauf geachtet werden, dass es für die Optionen bei der Charaktererstellung einen Mehrwert gibt, aber wichtiger ist für mich eigentlich noch ihre Einbindung im Hinblick auf den Sternenfall und dem Götterzwist im Karmakorthäon.

  • Wobei die wundersame Göttervermehrung 1988 stattgefunden hat. Da kamen die Achtgötter dazu. Heute wird diesen schon sehr lange im DSA-Kosmos kanonisch gesetzten Gottheiten lediglich der Platz gewährt, der ihnen zukommt. ;) Diese Gottheiten sind schon länger Teil von DSA als ich Teil dieser Welt bin. :D

  • Als Myranor erschaffen wurde griff man auch einige der Acht-Götter wieder auf, ergänzte diese um neue Götter, fremde Zwölfernamen oder möglicherweise Vermischung mehrer Gottheiten.

    Wie es in Uthuria und Riesland aussieht, und an den unbekannten Küsten zwischen Riesland und Myranor sein mag, wissen wir noch nicht einmal.

    Selbst hinter der Gestalt eines Heiligen mag sich eine integrierte Gottheit verbergen.

    Dere ist gross - und auf Erden gab und gibt es viele grosse Pantheone. In Europa hatten - nach Ansicht der Römer - bereits die Götter je Volk andere Namen und Verehrungsformen.

    Und es mag schlafende Gottheiten geben, deren Priester in andren Zeitaltern alle starben ...

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)