Rüstungen für Magier und CA

  • [infobox]Schattenkatze: Aus den Kleinigkeiten ausgegliedert.[/infobox]


    Wenn ich den Wattierten Waffenrock meines Magiers mit einem Lederinnenfutter ausstatten lasse, wäre das mit dem codex albyricus vereinbar? Würdet ihr den RS und Behinderungen dann ähnlich einer Lederrüstung sehen?

  • Wenn ich den Wattierten Waffenrock meines Magiers mit einem Lederinnenfutter ausstatten lasse, wäre das mit dem codex albyricus vereinbar?

    Auslegungssache ^^


    "»[...]Im Bereich der Rüstungen sind untersagt “Rüstungen von Metall oder gehärtetem Leder oder Horn oder Holz, gleich an welchem Körperteil”. Interessant ist der letzte Halbsatz, der den bisherigen, bisweilen umstrittenen Begriff der Corpuswehr ablöst. Bei der Beschaffenheit sei darauf hingewiesen, dass hiermit jeweils Rüstungen gemeint sind, die zu überwiegendem Anteil aus den genannten Materialien bestehen. Darüber hinausgehende Dispense sind von der jeweiligen Akademie abhängig und, wie erwähnt, vielfältig.«

    —M.M. S. Kosmaar; Commentariolus, Punin 1023 BF" (Wege der Zauberei S. 296; DSA 4.1)


    EDIT


    "Als erlaubte Rüstungen gelten nur die Tuchrüstung und der Gambeson (Wattierter Waffenrock), jedoch auch die Iryanrüstung und die Krötenhaut, wobei letztere bereits durch ihre größere Eisenmenge beim Zaubern hinderlich ist." (ebd.)

  • Nach DSA-5-Regeln kann man Rüstungen nicht kombinieren, also einen Gambeson nicht mit Lederrüstung.

    Ob Du ihn innen mit lästerlichen Schmähzeichen oder Leder auskleidest, bleibt weitgehend Dir überlassen.

    Wenn eine eigentliche Lederrüstung als außen Stoffi daherkommt, ist das nicht im Sinne des Codex.

    Wäre meine Bewertung IT und vor allem OT.

    Das setzt aber natürlich voraus, dass man den Codex Albyricus in DSA5 als (weiterhin) existent annimmt, was nicht erwiesen ist, oder täusche ich mich?

  • Das setzt aber natürlich voraus, dass man den Codex Albyricus in DSA5 als (weiterhin) existent annimmt, was nicht erwiesen ist, oder täusche ich mich?

    Du täuschst dich. Die Kleiderordnung des CA steht sogar im Grundregelwerk auf Seite 365 und er wird bei den Magier Professionen mehrfach erwähnt.

  • Warum nicht einfach die Stoffrüstung um +1 verbessern? Geht nach DSA5 Regeln. Das mit dem Lederinnenfutter stelle ich mir schon hässlich vor 🤓

  • Warum nicht einfach die Stoffrüstung um +1 verbessern? Geht nach DSA5 Regeln. Das mit dem Lederinnenfutter stelle ich mir schon hässlich vor 🤓

    Kannst du mir eine Quelle nennen, die beschreibt, wie das bei einer Stoffrüstung regeltechnisch funktioniert.

  • Kannst du mir eine Quelle nennen, die beschreibt, wie das bei einer Stoffrüstung regeltechnisch funktioniert.

    ei logisch: Herstellung


    Für die Rüstung wäre die Herstellungsprobe um 5 erschwert, Zeitfaktor ebenfalls um 5. Dann aber Rüstungsschutz +1

    So eine Rüstung sollte dann schon teuer - sehr teuer sein.

  • Rüstungen aus weichem Leder (wie die Krötenhaut oder die Iryanlederrüstung) oder nur geringem Eisenanteil (wie die Krötenhaut) sind übrigens nicht verboten und damit erlaubt. Saldor Foslarin, Chef der Akademie S&S zu Gareth und Oberboss der weißen Gilde schmiedet übrigens eine Rüstung aus Endurium und Stahl für sich.


    "In seiner knappen Freizeit arbeitet er geduldig an einem Zwergenharnisch aus Stahl und Endurium, mit dem er den Drachen Naugadar stellen will, der einst seinen Zwillingsbruder Galdor tötete." (Angroschs Kinder S. 118; DSA4)


    Mit dem richtigen Dispenz geht also scheinbar viel, wenn nicht alles. ;)

  • Gegenfrage:
    Gibt es einen guten Grund, der gegen einen Dispens spricht? (Oder zB einen größeren Gefallen beim angesehen, aber tattrigen Magister gut - kommt halt aufs gleiche raus)

    Wenn du einen Magier mit Lederrüssi spielen willst, tu das. Den ganzen Quatsch mit "das ist aber nicht CA-konform!" kann man einfach ignorieren als Magier, wenn man es darauf anlegt. Alles, was nicht direkt Vorgarten der richtig strengen Akademien ist und wo man sich Feinde in der Gilde gemacht hat, sollte mit dieser Kombination machbar sein.


    Und wenn der SL findet, dass Magier +3RS +Armatrutz einfach zu stark ist, ändert "das ist nach CA aber nur grenzwertig, kein Verstoß" daran eben wenig.

    Wie immer gilt also die goldene Regel des PnP: Sprich einfach mit deinem SL/deiner Gruppe, gerade wenn man eben keinen Kampfmagier spielt, ist RS6 sicher nützlich.

    Wenn er höhere AT, höhere PA, Schadenszauber und dann auch noch mehr RS als der Krieger hat, wird das auch schnell Mitspieler frustrieren.


    Metallrüstungen gehen halt einfach nicht. Punkt. Lederrüstungen gehen, sind aber grenzwertig. Bedeutet, dass eben der SL sein ok geben sollte (und ein Dispens für den SL eben genau einmal Nicken bedeutet) und er halt unter Magiern als Wilder gelten kann. Wenn man quasi noch einen Kriegerbrief zum Gildensiegel möchte, sollte man der Gilde halt entsprechende Dienste erwiesen haben etc, genau wie der Krieger nicht im ersten AB ein vollendetes Langschwert findet (zB +2 AT, +2 TP).


    Ich postuliere jetzt hier einfach mal:

    Am Spielfortschritt "vorbeischummeln", indem man aber eine Detailregel auskramt, ist dem Spielerlebnis nicht zuträglich (=kein rollenspielerischer Mehrwert). Wenn der SL etwas nicht will, dann gibt es das nicht (oder es fallen halt zufällig Steine vom Himmel, was eindeutig die schlechtere Variante wäre für mich).

  • Ich finde es nicht grenzwertig nach dem CA, sondern einen klaren Verstoß gegen die neuste Fassung:

    Oder etwas neuere offizielle Quelle:

    Quote from Aventurische Magie S. 12

    [...]

    Gildenmagier sind meist hoch angesehene, bisweilen mit einem gewissen Misstrauen behaftete Forscher. Sie können ihre magische Kunst offen ausüben, solange sie sich dabei an geltendes Recht halten. Entsprechend tragen sie ihre Standessymbole, wie den Magierstab, das meist in der Handfläche tätowierte Siegel der jeweiligen Akademie oder die oftmals aufwendig bestickte Magierrobe, voller Stolz.

    //Hervorhebung durch mich

    Standessymbole: Magierstab; Siegel; Magierrobe

    Gleichwertig und mMn gleich bedeutend nebeneinander.

    Quote from Aventurische Magie S. 15

    Das Magiergewand


    Eines der wichtigsten Merkmale der Magierschaft ist neben dem Magierstab das Magiergewand. Wir stellen dir an dieser Stelle nicht nur die unterschiedlichen Gewänder vor, wie sie im Codex Albyricus beschrieben sind, sondern auch einige ihrer Besonderheiten:

    • Leichtes Gewand: [...]
    • Großes Gewand: [...]
    • Beschwörungsgewand: [...]
    • Konventsgewand: [...]
    • Reisegewand: Für die Reise schreibt der Codex eine schlichte Robe aus grauem oder weißem Leinen vor. Je nach Witterung kann sie mit Mantel und Hose kombiniert werden, ebenso schlicht wie die Robe selbst. Keine andere Bekleidungsvorschrift wird so oft gebrochen oder gedehnt wie diese.
    • Neutrale Robe: [...]

    //Hervorhebung durch unterstreichen durch mich

    Der CA selber drückt sich sehr klar und eindeutig in der Bekleidungsvorschrift aus.

    Die Frage ist nur wie streng die jeweiligen Region den CA als Gesetzesschrift anwendet.

    Aber ein Kürass oder gar eine ganze Rüstung egal ob aus Leder, Holz oder Stahl ist auf jeden Fall ein Verstoß gegen den CA und keine "Dehnung der Vorschriften".

    Gibt es einen guten Grund, der gegen einen Dispens spricht?

    Die Berufs- und Standesehre ist mMn ein guter Grund!

    Das beantragen einer solchen Dispens geht unter Magiern jawohl unter keine Kuhhaut, um mal salopp zu sprechen! 😉

    Rüstungen aus weichem Leder (wie die Krötenhaut oder die Iryanlederrüstung) oder nur geringem Eisenanteil (wie die Krötenhaut) sind übrigens nicht verboten und damit erlaubt. Saldor Foslarin, Chef der Akademie S&S zu Gareth und Oberboss der weißen Gilde schmiedet übrigens eine Rüstung aus Endurium und Stahl für sich.


    "In seiner knappen Freizeit arbeitet er geduldig an einem Zwergenharnisch aus Stahl und Endurium, mit dem er den Drachen Naugadar stellen will, der einst seinen Zwillingsbruder Galdor tötete." (Angroschs Kinder S. 118; DSA4)

    Nettes Hobby und solange er es (noch) nicht trägt, wohl auch kein Verstoß, sondern ein berufliches Experiment.

    Mal sehen ob er sich nach dem Rachefeldzug gegen Naugadar selber anzeigt. 😉

  • Zugegeben ein vllt leicht spammiger Kommentar aber ich frage mich wie man geduldig an einer Endurium-Rüstung arbeitet? Wartet man darauf dass das Endurium irgendwo her angeflogen kommt oder die Dukaten die das Zeug kostet?

    ;)

  • Zugegeben ein vllt leicht spammiger Kommentar aber ich frage mich wie man geduldig an einer Endurium-Rüstung arbeitet? Wartet man darauf dass das Endurium irgendwo her angeflogen kommt oder die Dukaten die das Zeug kostet?

    ;)

    Was soll des denn für eine Rüstung sein? Ketten- oder Ringhemden werden erst die Kettenglieder oder Ringe geschmiedet und später verknüpft. Plattenrüstungen sind halt auch nicht unbedingt aus einem Stück. Armteile, Vorderteil(e),m etc etc. Und wenn das so schwer zu schmieden und so schwer zu bekommen ist, braucht man sicherlich lange dafür. :P

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    Rollenspiele von neu bis alt: Twitch


    Meine Lieblingscharaktere:

    Pepelios Claritas - Streiter für das Gute, Wahrheit und Gerechtigkeit

    Gelrat Torek - Schmied und Handwerker aus Leidenschaft

    Silvana Alriks - Wer sagt, dass in Andergast nur Männer zaubern können?

  • Was soll des denn für eine Rüstung sein?

    "In seiner knappen Freizeit arbeitet er geduldig an einem Zwergenharnisch aus Stahl und Endurium, mit dem er den Drachen Naugadar stellen will, der einst seinen Zwillingsbruder Galdor tötete." (Angroschs Kinder S. 118; DSA4)

    //Hervorhebung durch mich

    Harnisch – Wikipedia

  • Schattenkatze Magst du die Diskussion um Rüstugen und CA vielleicht auslagern? Sie beginnt hier. :)


    EDIT


    Schattenkatze Dankeschön! :)


    Hier und hier haben wir z. B. auch schon Threads zu ähnlichen Themen.

    ich frage mich wie man geduldig an einer Endurium-Rüstung arbeitet?

    Ich vermute, es geht um die "knappe Freizeit" - er kann nur gelegentlich daran arbeiten und dann nur kurz. Darum macht er langsam Fortschritte und braucht Geduld. Ist jetzt aber nur meine Interpretation.


    Ich habe das jetzt auch nur eingebracht, weil er als Boss der schneeweißen Akademie S&S zu Gareth und Oberboss der weißen Gilde sowie Ausbilder der Pfeile des Lichts (die Verstöße gegen den CA kompromisslos ahnden) vermutlich nicht gegen den CA verstoßen würde. Ein Hinweis darauf, dass man einen Dispenz selbst für einen Metallharnisch bekommen kann, wenn man die richtigen Beziehungen und Gründe hat. Möglicherweise aber auch nur für ein bestimmtes Vorhaben, wie einen mörderischen Drachen zur Strecke zu bringen. Vielleicht darf er den Harnisch nur während dieser Queste tragen und danach nicht mehr. Wann, wer, warum, wie und wo einen Dispenz wofür erhält, ist abseits fester Regelungen bei Akademien leider meines Wissens nie klar gesagt worden. Wer weiß - vielleicht steht in Rohals Erben ja mehr? ;)


    EDIT II


    Hier ist noch eine sehr alte Diskussion dazu.

    Edited once, last by Gast ().

  • Der CA selber drückt sich sehr klar und eindeutig in der Bekleidungsvorschrift aus.

    Die Frage ist nur wie streng die jeweiligen Region den CA als Gesetzesschrift anwendet.

    Aber ein Kürass oder gar eine ganze Rüstung egal ob aus Leder, Holz oder Stahl ist auf jeden Fall ein Verstoß gegen den CA und keine "Dehnung der Vorschriften".

    In den zitierten Abschnitten geht es nur um Bekleidung, nicht um Rüstung. Das klingt erst mal sehr haarspalterisch, schon klar. Aber wir haben eben auch die Situation, dass seit Jahr und Tag zumindest ein Gambeson als mit den Gildenvorschriften konforme Rüstung beschrieben und Magiern gestattet wird. Es gibt keine einzige DSA-Edition, die das verbietet, obwohl DSA in früheren Editionen deutlich restriktiver war, als es das heute in Bezug auf Waffen und Rüstungen für Magier ist.


    Man kann damit unterschiedlich umgehen. Man kann das streng auslegen und sagen "Rüstung fällt unter die Bekleidungsvorschriften, ist damit generell verboten und der CA wird einfach noch viel öfter und sogar in den strengsten Akademien des BdWP gebrochen."


    Eine andere Lesart wäre, dass Rüstungen einfach ein separates Kapitel unabhängig von der Bekleidung sind und die zitierten Angaben damit für dieses Thema nicht relevant sind.


    Eine dritte Lesart wäre, dass jede Rüstung einen speziellen Dispens erfordert, dass der bei Gambeson oder Tuchrüstung dem reisenden (!) Magus aber ohne große Diskussionen gewährt wird, sofern es einen erklärbaren Bedarf dafür gibt.

  • Wege der Zauberei (DSA4.1) erlaubt einige Rüstungsarten sogar ausdrücklich, da sie dem Gesetzestext wohl durch die Maschen gefallen sind - man kann also gezielt Gesetzeslücken ausnutzen.

    "»[...]Im Bereich der Rüstungen sind untersagt “Rüstungen von Metall oder gehärtetem Leder oder Horn oder Holz, gleich an welchem Körperteil”. Interessant ist der letzte Halbsatz, der den bisherigen, bisweilen umstrittenen Begriff der Corpuswehr ablöst. Bei der Beschaffenheit sei darauf hingewiesen, dass hiermit jeweils Rüstungen gemeint sind, die zu überwiegendem Anteil aus den genannten Materialien bestehen. Darüber hinausgehende Dispense sind von der jeweiligen Akademie abhängig und, wie erwähnt, vielfältig.«

    —M.M. S. Kosmaar; Commentariolus, Punin 1023 BF" (Wege der Zauberei S. 296; DSA 4.1)


    "Als erlaubte Rüstungen gelten nur die Tuchrüstung und der Gambeson (Wattierter Waffenrock), jedoch auch die Iryanrüstung und die Krötenhaut, wobei letztere bereits durch ihre größere Eisenmenge beim Zaubern hinderlich ist." (ebd.)

    Rüstungen, die nur zu geringen Teilen aus Metall, aus weichem Leder oder Stoff bestehen, sind nicht verboten. An der Akademie S&S werden die Abgänger*innen sogar gezielt an das Tragen eines wattierten Wappenrocks gewöhnt. Und an dieser Institution werden auch die Pfeile des Lichts ausgebildet, die bei Verstößen gegen den CA keinen Spaß verstehen.

  • Salamanderfeuer da liegst du nicht falsch, aber du interpretierst anders als ich.

    Ich gab ja nur meine Sicht auf die von mir gelieferten Quellen zum besten, sage aber auf keinen Fall das meine Interpretation die einzig Wahre ist.

    Wie schon hier geschrieben steht:

    In Foren-Diskussionen hat sich herausgestellt, dass viele Punkte der Gesetzgebung für die Spieler unklar sind und verschiedene Interpretationen zulassen. Das macht es fast unumgänglich, dass jede Spielgruppe ihre eigene Sichtweise für diese Punkte definiert, damit es nicht zu Problemen kommt.

    • [...]
    • Das gleiche für Kleidung: Kann ein Richter jemanden einfach wegen falscher Magierkleidung bestrafen? Machen das nur die Gilden selbst?

    Wie ich es sehe, geht es um "eines der wichtigsten Merkmale der Magierschaft [...] das Magiergewand."

    Ich habe – glaube ich – belegt, dass ein abweichen der auf AMA S. 15 aufgelisteten Gewänder ein Bruch mit dem Codex Albyricus bedeutet. Da die Kleidervorschrift für Magier nur die Gewänder aufzählt, die erlaubt sind, sind alle Abweichung ein Bruch oder zumindest eine Dehnung dieser besagten Kleidervorschrift.

    Da nicht ein einziges Magiergewand eine Rüstung gestattet. Ist jede Art von Rüstung ein Bruch mit dem CA.

    Regional wird dieser Bruch jedoch nie zu einer Anzeige gebracht (wie z.B. in Andergast).

  • Da die Kleidervorschrift für Magier nur die Gewänder aufzählt, die erlaubt sind, sind alle Abweichung ein Bruch oder zumindest eine Dehnung dieser besagten Kleidervorschrift.

    Da nicht ein einziges Magiergewand eine Rüstung gestattet. Ist jede Art von Rüstung ein Bruch mit dem CA.


    Allerdings hat @Windweber in seinem Beitrag über Deinem einen Kommentar zum CA zitiert, der sich speziell mit Rüstungen befasst. Daraus kann man folgern, dass es zu Bekleidung und Rüstung separate Abschnitte im CA gibt und Rüstungen in den Kleidervorschriften deshalb nicht erwähnt werden.

  • Salamanderfeuer meine Beiträge beziehen sich auf den gültigen vom AAK verabschiedet Codex Albyricus.

    Was Sirdon Kosmaar als Commentariolus publizierte mag inhaltlich hoch interessant sein hat aber doch keinen rechtlichen Eigenwert, sondern ist nur die Meinung eines Autors.

    Quote

    —M.M. S. Kosmaar; Commentariolus, Punin 1023 BF" (Wege der Zauberei S. 296; DSA 4.1)

    Diese Vorschrift mag nun in Punin gelten, hat aber sonst keine Bedeutung.

  • Vielleicht hilft etwas Kontext ja der Diskussion weiter?


    Die vergangenen Jahre haben im Verlauf des Borbarad-Krieges zu einer Unzahl von Dispensen und temporären Dispensen im Bereich der Waffen- und Rüstungs-Regularien geführt, von denen einige bereits wieder aufgehoben, andere jedoch auf Widerruf beibehalten wurden. Daher hier einige Erklärungen, damit speziell die reisenden Collegae sich auf der sicheren Seite des Gesetzes bewegen können.

    Gemäß der neuesten Fassung (1022 BF) des Codex Albyricus, speziell Folio I, sind lizenzierten Gildenmagiern üblicherweise nur “blanke Waffen, gleich ob am Halme oder am Griffe, bis zu drei Spann gesamter Länge [...] mit Ausnahme des Ehrendegens, welcher nicht mehr als vier Spann in gesamter Länge messen und nicht mehr denn einen Stein wiegen darf [...]; Hieb-Waffen bis zu einem Gewichte von zwei und einem halben Stein [...], Schusswaffen mit einer Bogenlänge unter zwei und einem halben Spann” erlaubt (interessanterweise jedoch nicht die modernen Torsionswaffen, welche aber lokal für Zauberer fast überall dort verboten sind, wo man von ihnen weiß). Im Bereich der Rüstungen sind untersagt “Rü stungen von Metall oder gehärtetem Leder oder Horn oder Holz, gleich an welchem Körperteil”. Interessant ist der letzte Halbsatz, der den bisherigen, bisweilen umstrittenen Begriff der Corpuswehr ablöst. Bei der Beschaffenheit sei darauf hingewiesen, dass hiermit jeweils Rüstungen gemeint sind, die zu überwiegendem Anteil aus den genannten Materialien bestehen. Darüber hinausgehende Dispense sind von der jeweiligen Akademie abhängig und, wie erwähnt, vielfältig.«

    —M.M. S. Kosmaar; Commentariolus, Punin 1023 BF


    Die obigen Ausführung bedeuten im Spiel folgendes: Da als ‘blanke Waffen, gleich ob am Halme oder am Griffe’ fast alle Waffen mit metallener Klinge gelten, egal ob an einem Stiel oder direkt in der Hand gehalten, als ‘Hieb-Waffen’ aber alle als Einhand- oder ZweihandHiebwaffen, Kettenwaffen und Zweihandflegel genannten Waffen, bleiben im Endeffekt nur folgende Waffen übrig: alle in Wege des Schwerts unter Dolche aufgeführten Waffen, dazu an Fechtwaffen der Magier- und der Stockdegen, der Lindwurmschläger, der (fast überall für Magier separat untersagte) Rabenschnabel und die Zwergenskraja, der kaum bekannte Kettenstab, die Geißel, die Neunschwänzige und die Peitsche, der Holzspeer, Kampfstab und Magierstab sowie alle Handgemengewaffen (und etliche improvisierte Waffen). Dazu kommen die im Folgenden aufgeführten, nach den neuen Gesetzen gefertigten Waffen, erstere vornehmlich bei etwas weltlicher orientieren horasischen oder südaventurischen Magiern zu finden, letztere auf Wunsch der Thorwaler Akademie gefertigt (Olport ignorierte schon vor dem Ausschluss die Waffengesetze). Der Magierstab ist hierbei von Haus aus keine Persönliche Waffe nach den Richtlinien von Wege des Schwerts 185, auch wenn er persönlich auf den Besitzer abgestimmt ist. Es ist jedoch durchaus möglich, einen Stab anfertigen zu lassen, der als Persönliche Waffe gilt. Dies gilt insbesondere für Zauberstäbe, die mit dem Vorteil Besonderer Besitz generiert wurde. Bei ihnen handelt es sich um eine Persönliche Waffe mit um je einen Punkt verbesserten WM (also einem endgültigen WM von 0/0 für die gewöhnliche Stabform). An Schusswaffen ist lizenzierten Magiern keinerlei Gerät erlaubt (obwohl einige Akademien den Umgang auf dem Akademiegelände üben dürfen), da selbst der Kurzbogen bereits zu den verbotenen Gegenständen gehört. Verwendbar sind damit an Fernwaffen Blasrohre und alle Wurfmesser (-dolche, -scheiben, -ringe), aber auch alle Wurfbeile, Diskusse, Schleudern und Netze. Als erlaubte Rüstungen gelten nur die Tuchrüstung und der Gambeson (Wattierter Waffenrock), jedoch auch die Iryanrüstung und die Krötenhaut, wobei letztere bereits durch ihre größere Eisenmenge beim Zaubern hinderlich ist. Die Verwendung von Schilden ist nicht reglementiert, da aber viele Zauber den Einsatz beider Hände erfordern, kann davon auch nur abgeraten werden. Ob eine Akademie einen besonderen Dispens besitzt, finden Sie jeweils bei der Beschreibung der Akademien ab S. 267." (Wege der Zauberei S. 296; Fette Markierungen durch mich; Kursive Texte sind Ingame, "normale" Outgame)


    Im Wege der Zauberei folgen diesen Texten weitere kurze Unterkapitel über Gewand, Schuhe, Schmuck und Haartracht.