Hexenverfolgungen

  • Interessanterweise hat Dimiona dann trotzdem direkt nach der Machtübernahme erst mal ne Magierakademie gegründet ... und zwar eine, die sich direkt auf die Schule des Hohen Blicks zu Elburum beruft, die in den Magierkriegen ebenfalls die Belkelel-Verehrung propagiert hat und damit einer der Hauptgründe für die spätere Entmachtung der Gilden war.

  • Wobei man fragen kann, in wie weit man Dimiona und Glorana noch als Töchter Satuarias bezeichnen kann. Sie wurden als Hexen ausgebildet, haben aber im Grunde die ganze Religion dahinter für finstere Dämonenkulte abgelegt. Hexen können sich auch sonst für erstaunliche Lebenswege entscheiden - wie Jadwiga Ehrwald, die es sogar zur Dozentin an einer Akademie der weißen Gilde und zur Priorin eines Boron-Klosters gebracht hat. Auch sie dürfte aber Satuaria abgeschworen haben:


    "Alle Zwölf- und Halbgötterkirchen ohne Ausnahme bestehen darauf, dass Hexen, Druiden, Geoden und Schmanen die Verehrung ihrer 'Götzen' aufgeben und sich von ihren Zirkeln und Schwesternschaften lossagen." (WdG 238)


    Und es gibt ja auch diverse "gute" Akademien, an denen Elfen, Druiden und Hexen ein und aus gehen. Es gibt enorme regionale Unterschiede, wie diese Naturzauberer gesehen werden und wie offen sie entsprechend auftreten. In Belhanka z. B. kommen gelegentlich Druiden als Gastdozenten, in der Akademie der Verformungen kann man schon mal Hexen und Druiden treffen, in Olport Druiden und Firnelfen, in Thorwal gleich Hexen, Druiden und Elfen, neben dem großen Einfluss der Elfen kommen auch Hexen und Druiden hin und wieder zum Kreis der Einfühlung, in Norburg mag man mal eine Hexe antreffen usw.

    Wie es eine fruchtbare Zusammenarbeit geben kann, kann es auch eine furchtbare Zusammenarbeit geben. Die Schule der Schmerzen darf wohl als Perversion der anderen genannten Akademien gelten.

    Dennoch - ein sehr schönes Beispiel dafür, dass Hexen es nicht überall in den zwölfgöttergläubigen Ländern gleich schwer haben müssen.

    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon und wer den Frevler zurechtweist, holt sich Schmach.

    Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse, rüge den Weisen, der wird dich lieben.

    Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.

    Spr9,7-9

  • Wobei man fragen kann, in wie weit man Dimiona und Glorana noch als Töchter Satuarias bezeichnen kann. Sie wurden als Hexen ausgebildet, haben aber im Grunde die ganze Religion dahinter für finstere Dämonenkulte abgelegt. Hexen können sich auch sonst für erstaunliche Lebenswege entscheiden - wie Jadwiga Ehrwald, die es sogar zur Dozentin an einer Akademie der weißen Gilde und zur Priorin eines Boron-Klosters gebracht hat. Auch sie dürfte aber Satuaria abgeschworen haben:


    "Alle Zwölf- und Halbgötterkirchen ohne Ausnahme bestehen darauf, dass Hexen, Druiden, Geoden und Schmanen die Verehrung ihrer 'Götzen' aufgeben und sich von ihren Zirkeln und Schwesternschaften lossagen." (WdG 238)

    Was dann die Frage aufwirft, wie weit sich die Madaschwestern im Horasreich von ihrem Glauben entfernt haben. Die sind ja fast alle gleichzeitig Mitglied in der Schwesternschaft der Mada (es ist übrigens gar nicht verwirrend, dass zwei sich personell und weltanschaulich überschneidende Gruppen fast den gleichen Namen haben, aber trotzdem separate Organisationen sind) und damit auf's engste mit der Hesinde-Kirche verbunden.


    Ist das dann eine satuarische Geheimloge, die sich innerhalb der Kirche gebildet hat und deren Gebote unterläuft oder fällt da ein wesentlicher Teil der horasischen Hexen vom Glauben ab und biedert sich beim hesindianischen Establishment an? Beides denkbar, beides irgendwie stimmig erklärbar, aber es sind eben auch diametral entgegengesetzte Erklärungen, die für eine meiner SC massive Auswirkungen auf das Charakterkonzept und ihr Verhältnis zu anderen Hexen, zu Magierinnen, zur Hesinde-Kirche und zum Horasreich allgemein hätten.


    Und es gibt ja auch diverse "gute" Akademien, an denen Elfen, Druiden und Hexen ein und aus gehen. Es gibt enorme regionale Unterschiede, wie diese Naturzauberer gesehen werden und wie offen sie entsprechend auftreten. In Belhanka z. B. kommen gelegentlich Druiden als Gastdozenten, in der Akademie der Verformungen kann man schon mal Hexen und Druiden treffen, in Olport Druiden und Firnelfen, in Thorwal gleich Hexen, Druiden und Elfen, neben dem großen Einfluss der Elfen kommen auch Hexen und Druiden hin und wieder zum Kreis der Einfühlung, in Norburg mag man mal eine Hexe antreffen usw.

    Wobei ich Jadwiga Ehrwald da als Extrembeispiel sehe, was "an einer Magierakademie ein- und ausgehen" bedeutet. Bei meiner Schlangenhexe spiele ich es so aus, dass sie zwar enge Freundschaften (teils auch mehr) zu Magierinnen pflegt und mit ihnen auch Wissen austauscht, dass sie öfter mal in der Bib recherchiert oder sich als Gasthörerin dazusetzt, dass sie sich aber im Leben nicht selbst in einen Hörsaal stellen und da für jeden die Geheimnisse ihrer Tradition ausplaudern würde. Wissen der Gilden nutzen, kein Thema. Aber in die andere Richtung ist das für sie nur in Ordnung, wenn sie die Leute persönlich kennt und ihnen so weit vertraut, dass sie sicher sein kann, dass ihre Informationen nicht in der nächsten Ausgabe des Spiegels der Schwarzmagie landen. Da zahlt sie dann lieber happige Bibliotheksgebühren, statt "umsonst" Zugang zu erhalten und dafür "nur ganz kurz einen einzigen Zauber" zu lehren.

  • Wobei ich Jadwiga Ehrwald da als Extrembeispiel sehe, was "an einer Magierakademie ein- und ausgehen" bedeutet.

    Würde ich tatsächlich auch. Ich wollte nur den negativen Extrembeispielen Dimiona und Glorana ein positives Extrembeispiel entgegenhalten, gerade was Integration und Anerkennung in zwölfgöttergläubigen Ländern betrifft, so die Hexe nur will (und vermutlich viel von ihrer eigenen (Sub-)Kultur aufgibt).


    Man sollte aber eines nie vergessen:

    "Hexen akzeptieren die vereinfachende Unterscheidung der meisten Menschen zwischen ‘Gut’ und ‘Böse’ nicht, denn für sie ist (fast) alles schließlich nur Ausdruck von Emotionen: Es ist ihr völlig selbstverständlich, einer Schwangeren die Wehen zu erleichtern und dem Kind auf die Welt zu helfen, gleichzeitig aber dem Dorf, dessen Bewohner die Hexe mit Steinen in den Wald gejagt haben, einen vernichtenden Hagelsturm zu schicken und somit die Ernte für den nächsten Winter zu zerstören und die Hälfte des Viehs zu töten. Ob dieser fehlenden Dualität – hier die guten Götter, dort die bösen Dämonen – sind Hexen durchaus auch bereit und in der Lage, dämonische Formeln und Kreaturen als ‘Rache der Mutter’ einzusetzen, die ihren überschlagenden Gefühlen angemessenen Ausdruck gibt." (WdZ 310)


    Zum Thema Hesinde und co. - das scheint bei Schlangenhexen nicht allzu ungewöhnlich zu sein:


    "Die Hexen der Schwesternschaft des Wissens vereint das Seelentier der hesin degefälligen Schlange. Diese Schwesternschaft bemüht sich – ähnlich wie auch Magier und Hesinde-Geweihte – um die Vertiefung ihres Zauberwissens und ist dabei manchmal auch ‘gildenmagischen’ Formalismen nicht abhold. Die Wissenden pflegen gute Kontakte vornehmlich zur Schwesternschaft der Mada (die ja, trotz ihres Namens, keine satuarische Schwesternschaft, sondern ein hesindegefälliger Orden ist) und selten auch zu aufgeschlossenen Gildenzauberern. Letzteres birgt großes Streitpotential mit ihren Schwestern, die die Geheimnisse ihrer Gemeinschaft in Gefahr sehen." (WdZ 312)


    Kontakte mit Kirchen und lizensierten Magier*innen zu pflegen ist sicherlich mit der beste Schutz vor Verfolgung.

    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon und wer den Frevler zurechtweist, holt sich Schmach.

    Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse, rüge den Weisen, der wird dich lieben.

    Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.

    Spr9,7-9

  • Wobei ich Jadwiga Ehrwald da als Extrembeispiel sehe, was "an einer Magierakademie ein- und ausgehen" bedeutet.

    Würde ich tatsächlich auch. Ich wollte nur den negativen Extrembeispielen Dimiona und Glorana ein positives Extrembeispiel entgegenhalten, gerade was Integration und Anerkennung in zwölfgöttergläubigen Ländern betrifft, so die Hexe nur will (und vermutlich viel von ihrer eigenen (Sub-)Kultur aufgibt).


    Man sollte aber eines nie vergessen:

    "Hexen akzeptieren die vereinfachende Unterscheidung der meisten Menschen zwischen ‘Gut’ und ‘Böse’ nicht, denn für sie ist (fast) alles schließlich nur Ausdruck von Emotionen: Es ist ihr völlig selbstverständlich, einer Schwangeren die Wehen zu erleichtern und dem Kind auf die Welt zu helfen, gleichzeitig aber dem Dorf, dessen Bewohner die Hexe mit Steinen in den Wald gejagt haben, einen vernichtenden Hagelsturm zu schicken und somit die Ernte für den nächsten Winter zu zerstören und die Hälfte des Viehs zu töten. Ob dieser fehlenden Dualität – hier die guten Götter, dort die bösen Dämonen – sind Hexen durchaus auch bereit und in der Lage, dämonische Formeln und Kreaturen als ‘Rache der Mutter’ einzusetzen, die ihren überschlagenden Gefühlen angemessenen Ausdruck gibt." (WdZ 310)

    Dämonologie und die ebenfalls übel beleumdeten Geisteranrufung sind allerdings auch die einzigen Herbeirufungen, die in satuarischer Repräsentation vorliegen. Ich gehe davon aus, dass post-Borbarad vielen, wenn nicht den meisten Hexen, klar geworden sein sollte, dass Dämonen Feinde der Schöpfung sind und sie schreckliche Verheerungen an der Mutter Sumu anrichten können. Und das einige dieser Hexen Elementarismus als eine gangbare und erstrebenswerte Alternative auffassen könnten - aber zu diesem Wissen fehlt ihnen ein praktikabler Zugang unter den DSA5-Regeln, die einerseits klarmachen, dass man erst mal klein anfangen und sich einen Grundstock an simplen Herbeirufungen aufbauen muss, andererseits aber bei der Generierung streng begrenzen, wie viele Fremdzauber man überhaupt besitzen darf. Sprich: Die DSA5-Hexe ist auf dämonische Invocationes angewiesen, wenn sie sich in diesem Bereich überhaupt mittelfristig sinnvoll betätigen will, solange der Elementarismus nicht in die satuarische Repräsentation übertragen wird. Eine meiner Hexen betrachtet es dementsprechend als anmaßende Dreistigkeit, dass man ihr "Dämonenbuhlschaft" vorwirft, während die Gildenmagier sich ihre Dschinnenpaläste bauen lassen.

    "Die Hexen der Schwesternschaft des Wissens vereint das Seelentier der hesin degefälligen Schlange. Diese Schwesternschaft bemüht sich – ähnlich wie auch Magier und Hesinde-Geweihte – um die Vertiefung ihres Zauberwissens und ist dabei manchmal auch ‘gildenmagischen’ Formalismen nicht abhold. Die Wissenden pflegen gute Kontakte vornehmlich zur Schwesternschaft der Mada (die ja, trotz ihres Namens, keine satuarische Schwesternschaft, sondern ein hesindegefälliger Orden ist) und selten auch zu aufgeschlossenen Gildenzauberern. Letzteres birgt großes Streitpotential mit ihren Schwestern, die die Geheimnisse ihrer Gemeinschaft in Gefahr sehen." (WdZ 312)


    Kontakte mit Kirchen und lizensierten Magier*innen zu pflegen ist sicherlich mit der beste Schutz vor Verfolgung.

    Sich Fürsprecher zu schaffen ist für meine Schlangenhexe auch ein Antrieb dabei, sich mit solchen Kreisen auszutauschen. Es gibt für sie aber (neben ihrer wie bei vielen Schlangenhexen sehr ausgeprägten Neugier) noch eine andere Motivation dafür: Sie sieht Gildenmagierinnen als "verlorene" Schwestern, die, buchstäblich mit dem Gildensiegel "gebrandmarkt", im Goldenen Käfig ihrer Gilde sitzen und möchte sie gerne befreien. Sie glaubt, dass Zauberinnen in einer Bruderschaft der Wissenden, die von Typen wie Thomeg Atherion dominiert wird, naturgemäß schlechter aufgehoben sind als bei den Schwestern des Wissens. Dass den Schwarzmagierinnen in ihrer hyper-individualistischen, oft auch egomanen Gilde eine fürsorgliche, sich um sie kümmernde Gemeinschaft fehlt, während Graumagierinnen in ihren verstaubten Studierstuben der Kontakt zu ihren Wünschen und Gefühlen verloren geht (bei Weißmagierinnen hält sie lieber Abstand, das scheint ihr zu riskant). Und das wirbelt sie eben gern etwas durcheinander - Schlangenhexen sind eben auch Verführerinnen, dementsprechend viel Spaß hat sie daran, Magierinnen ein paar Flausen in den Kopf zu setzen.


    Ist nur meine Interpretation für einen einzelnen SC. Man kann Schlangenhexen natürlich auch mehr Magier-artig und stärker an die Mehrheitsgesellschaft assimiliert spielen, gerade wenn sie mit einem Gildenmagier in einer Heldengruppe unterwegs sind und im Rahmen der ABs eh dauernd in irgendwelchen Akademien rumlungern. Aber mich reizt es gerade, dann doch die Unterschiede zu betonen und eine Hexe darzustellen, die zwar ebenso wissensdurstig ist wie ein Magier, aber trotzdem einen ganz anderen, gänzlich unakademischen Ansatz an den Erwerb von Wissen hat und die es zwar interessant findet, mal in einer horasischen oder al'anfanischen Universität zu sitzen, die aber letztlich ihre eigenwilligen Arten von Feldforschung und Experiment der etablierten Gelehrsamkeit vorzieht.

  • Ich möchte daran erinnern das über Hexenverfolgung gehext wird, weniger ob es paktierende Hexen gab/ibt etc. (theoretisch mußte jede Hexe die kräftig Fluchen wollte mit einem Erzdämon anbändeln).

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Weil (einige) der Hexenflüche (früher) mit "Dämonenmacht" verbunden waren.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Dämonische Magie führt ja nicht notwendigerweise zu einem Dämonenpakt. Vielmehr gilt:


    "Ob dieser fehlenden Dualität – hier die guten Götter, dort die bösen Dämonen – sind Hexen durchaus auch bereit und in der Lage, dämonische Formeln und Kreaturen als ‘Rache der Mutter’ einzusetzen, die ihren überschlagenden Gefühlen angemessenen Ausdruck gibt. Dass diese Kräfte dem Wesen Sumus zuwiderlaufen, ist ihnen jedoch klar, weshalb unter den Töchtern Satuarias ein Dämonenpakt als ähnlich verwerflich gilt wie unter Zwölfgöttergläubigen." (WdZ 310)


    Wobei Zwölfgöttergläubige ihnen freilich einen Hang zum Dämonischen unterstellen können.

    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon und wer den Frevler zurechtweist, holt sich Schmach.

    Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse, rüge den Weisen, der wird dich lieben.

    Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.

    Spr9,7-9

  • Korrekt, aber diese Theorie mögen einige Magier kennen, falls es in dem Band über Hexen & Druiden enthaltne ist, für einen durchschnittlichen Bürger ist jeder Hexenfluch Dämonenwerk!

    Und Schadenzauber sind ja sowieso verboten ... und wenn ich mir in Erinnerung rufe was einige dieser Flüche anrichten können, was aber teils natürlcih passieren könnte (ganz dem irdischen Vorbild?);
    dann mag ich die Ursachen der Hexenverfolgung hier finden.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Viele Hexenflüche haben tatsächlich Effekte, die auch einfach so auftreten können. Von "anderthalb Wochen schlechte Laune" über "einen Nachmittag lang richtig schlimm Rücken" bis hin zu "QSx6W6 TP auf QSx20.000qm" beim guten, alten Hagelschlag.


    Dass bei einem richtigen Hexenfluch immer auch eine Möglichkeit zum Lösen des Fluchs übermittelt werden muss und man so Fluch und natürliche Ursache sehr leicht und auf völlig unmagischem Weg unterscheiden könnte, weiß der praiosfürchtige Bauersmann vielleicht nicht unbedingt, aber dass er prima einen Hexenfluch verantwortlich machen kann, wenn er sein Traviagelübde gebrochen hat oder wenn dieses Jahr seine Kartoffeln einfach nicht werden wollen, darauf kommt er ganz schnell.


    Was die Auswirkungen von Hexenverfolgungen allgemein angeht: Hexen müssten eigentlich trotz ihrer geringeren Anzahl deutlich mehr jahrhundertealte, machtvolle Zauberer stellen als andere Traditionen, einfach weil Eigeborene gar nicht sooo extrem selten sind und nun mal nicht einfach auf natürlichem Weg wegsterben. Davon müsste es eigentlich ein paar mehr geben, als die offiziellen Beschreibungen nahelegen. Man beachte hierbei, dass eine der gängigen Rechtfertigungen bei der Tsa-Verfolgung unter den Priesterkaisern war, deren Anhänger besäßen das Geheimnis ewiger Jugend. Würde mich nicht überraschen, wenn unter den Priesterkaisern besonders die Eigeborenen gezielt verfolgt wurden.

  • Eigeboren sind ganz selten. ;)

    "Kornfäule - diese Hexenrache ist seit alter Zeit bekannt und gitl als ein sicheres Ziechen für die Präsenz einer Saturia-Anhängerin." (Magie, DSA3, S.68)

    "Hagleschlag - auch dieser Fluch gilt als klassische Hexenrache."

    Und dann folgt noch Viehverstümmelung und Unfurchtbarkeit.

    "Hex, kommst morgen, was zu borgen!; ein Spruch um eine Hexe zu überführen. Und so mancher Aberglaube um sich vor Hexereien zu schützen. (MA, S.23f)

    Geschätzt wurde im MA (S.25) das in ganz Aventurien 3500 Hexen leben. Veegelxcihen iwr diese Zahlk mit der Hexenverfolgungen/-hinrichtungen dürften weitaus mehr

    Nichthexen oder andere Zauberkundige mitverbrannt worden sein.

    "So nimmt es nicht wunder, daß viele 'finstere Töchter Satuarias' dieser Erzdämonin (Belzhorash) anhängen, um einerseits als begnadete Heilerin zu erscheinen, anderseits ihre Feinde aber mit Siechtum u schlagen, die Ernte zu verderben und die Leibesfrucht verdorren zu lassen." (MA, S.145)

    (Ich meine das zu DSA4 der dämonische Einfluß der stärken Flüche betont wurde.)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Der stärkste Hexenfluch Hagelschlag ist übrigens Merkmal Elementar ... und alle genannten Beispiele haben Effekte, die auch auf profanem Weg auftreten. Kornfäule ist in der Praxis einfach ganz normaler Schädlingsbefall, der in allen möglichen Formen auftreten kann. Da fliegt nicht Belzorash persönlich übers Feld, sondern da tauchen eben Heuschrecken oder Mehltau oder sonstwas auf. Das sichere Anzeichen für nen Hexenfluch ist nicht, dass Heuschrecken die Ernte fressen, sondern dass man ne mentale Botschaft erhält, dass Heuschrecken in 24 Stunden die Ernte auffressen werden, wenn man sich nicht sofort bei der uralten Zabraxa entschuldigt.


    Fluchmagie ist keine überraschende Zerstörung. Fluchmagie ist entweder fernmagische Erpressung (du erfüllst meine Bedingung oder es knallt) oder ein direkter Wutausbruch vor dem Opfer, wenn man die SF Spontaner Fluch hat. Wie gesagt, das wird nicht jedem vollgehagelten Bauersmann in Aventurien bewusst sein (es war anscheinend nicht mal den Autoren der entsprechenden Zitate in deinem Post bewusst), aber innerweltlich ist es tatsächlich so, dass jeder tatsächlich Verfluchte genau weiß, dass er verflucht ist, wer die Urheberin des Fluches ist, warum sie das gemacht hat und wie er den Fluch beenden kann.


    Wenn man sich fragt "könnte nicht auch diese Hex schuld sein?", dann ist es eindeutig kein Hexenfluch.

  • Ja, Kornfäule ist seit etwa 1780 kein Beweis mehr in Europa (!) für Hexerei, und ich hab keine Ahnung seit wir über den Mehltau wissen.

    In Aventurien können Hexne diesen Fluch auslösen, und dies ist bekannt ...!

    Und würdest du die verschiedenen Beispiele um sich vor Verflcuhung/Verzauberung eienr Hexe zu schützen aus DSA3 kennen, brauche ich mcih jednefalls nicht wundern, das es immer wieder zu Hexenverfolgungen kommt - aventurisch wie irdisch (wobei wir Erdlinge uns sicher sein sollten das es -hoffentlich- natürliche Gründe hat - oder es waren Außerirdische ;) ).

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.