Generierungsregeln - nur für SC, oder für alle Aventurier?

  • Das jeder Krieger Prinzipien hat, jeder Händler ein Vermögen oder jeder Magier Schulden sagen die Schablonen nicht aus.

    Das sagen sie meiner Meinung nach sehr wohl, und sie sagen in keinem Fall, dass es nicht so ist. Ich wüsste nicht, wie man eine Ausbildung absolvieren und abschließen kann, wenn man nicht die dort vermittelten Überzeugungen und Fähigkeiten sich aneignet, und dass man diese Ausbildung nicht durchlaufen kann, ohne die Voraussetzung zu erfüllen.

    Man kann einfach so tun als ob. Wenn die Ausbilder mir eine bestimmte Überzeugen aufzwingen wollen an die ich nicht glaube kann ich auch einfach so tun als ob um nicht anzuecken... So einfach könnte das gehen.

    Da gehst du aber in der Tat davon aus, dass der entsprechende Auszubildende hinreichend ausgebildet ist, eine solche Überzeugung abzulehnen- denn es würde mich überraschen, wenn militärische Ausbildung in einer pseudomittelalterlichen Fantasywelt mehr Wert auf kritische Reflexion als auf Gehorsam legt. Ganz abgesehen davon findet diese Ausbildung über mehrere Jahre hinweg in einer besonders kritischen Entwicklungsphase für jeden Menschen statt- der Pubertät.


    Wenn du es einfach nur abnicken müsstest, könnte ich mir ja noch vorstellen, dass jemand, der mit einer solchen Haltung nonkonform geht, es einfach verbirgt, aber gerade, wenn es um den kriegerlichen Ehrenkodex geht? Denn wenn man die Regeln des rondragefälligen Kampfes nicht verinnerlicht hat, ist es vermutlich schwer, das in Stresssituationen, wie zum Beispiel Kämpfen, zu verbergen- und das fällt dann nun mal auf.

  • Das sagen sie meiner Meinung nach sehr wohl, und sie sagen in keinem Fall, dass es nicht so ist. Ich wüsste nicht, wie man eine Ausbildung absolvieren und abschließen kann, wenn man nicht die dort vermittelten Überzeugungen und Fähigkeiten sich aneignet, und dass man diese Ausbildung nicht durchlaufen kann, ohne die Voraussetzung zu erfüllen.

    Das die Grenzen fließend sind, kann man sehr gut an DSA 5 erkennen. Dort werden Professionen an den AP Stand angepasst und bei wenig AP, starten die Helden auch mit niedrigeren Werten.


    Letztendlich sind der unfähige Schmied, der Lehrling mit der abgebrochenen Ausbildung, der Barbarenhandwerker mit Metallerfahrung oder das Wunderkind mit dem Hammer alles "Schmiede" - aber ihre Fähigkeiten können weit auseinander liegen. Das der abgebrochene Lehrling keine Freisprechung seiner Zunft hat ist klar, aber die hat der schmiedende Ritter oder der barbarische Meisterschmied auch nicht.


    Auch Prinzipien kann man strickt befolgen, ohne wirklich dahinterzustehen. Gründe gibt es genug: vom Gesellschaftszwang über die Angst Ansehen zu verlieren bis hin zur Erwartungshaltung der Familie oder sonst wem. Aber im Inneren kann das völlig anders sein. Prinzipientreue ist die Strafe aus dem eigenen Kopf und die ist ganz sicher nicht bei jedem Abgänger auf dem gleichen Niveau. Manche sehen es streng, andere locker und manche auch nur als Scharade, die man aufrechterhalten muss. Letzteren Krieger macht es sicher kein schlechtes Gewissen unehrenhaft zu kämpfen. Das es niemand erfährt, ist viel eher seine Sorge.


    Und die Voraussetzungen sind auch nicht wirklich sinnvoll. Im Spiel braucht nicht mal ein Meisterschmied eine mindest KK, aber jeder Lehrling ist ein Bodybuilder. Natürlich gehen solche Dinge oft Hand in Hand, aber das muss nicht zwangsläufig so sein.


    "(Meist) Solide Vorschläge" ist eine gute Bezeichnung für die Schablonen, aber "Einzige Wahrheit" nicht.


    Die großen Abenteuervorlagen sind voll von Helden, die nicht den Zwängen und Gewohnheiten ihrer Professionen und Herkünfte entsprechen.

  • Das liegt vor allem an dem damit verbundenen zeitlichen Mehraufwand. Zu Beginn hatten wir noch keine Heldensoftware. Ich bin doch nicht bekloppt und verbringe drei Stunden damit Werte für einen Räuberhauptmann aus dem Heftchen zusammenzuschreiben und diese dann hochzusteigern, wenn ich auch einfach zur Funktion der Figur in der Geschichte passende Werte festlegen kann und dann stattdessen in 5 Minuten damit fertig bin.

    Es ist nicht meine Frage, ob NSC vollständig mit allem Pi-Pa-Po erstellt werden. Deshalb schrieb ich weiter oben, dass sie auch nur ein Name und eine Profession und einige im Bedarfsfall aus dem Ärmel geschüttelte Werte haben können.

    Ich bin nämlich auch nicht bekloppt und erstelle für jeden Tavernenwirt oder jeden Seefahrer in der Mannschaft einen kompletten Bogen, wenn die gerade durchs Bild laufen oder minor-wichtige Dinge tun, für die ich mir eben einen passenden Wert bei Bedarf ausdenke (aber diese passenden Werte denke ich mir auf der zu Grunde liegenden Schablone aus, die besagt, dass ein Seefahrer dies und das gut und jenes schlecht kann, weshalb die guten Werte nicht unterschritten werden können, aber schlechte Werte im Talentspiegel mittlerweile im Bedarfsfall ausgebaut worden sein könnten).

    Die Frage ist: wenn ihr z.B. einen NSC-Ritter auftreten lasst, als Wegbegegnung, im Turnier, als Gegner, völlig egal, auch ohne Bogen, ohne komplette Werte, weil eh nur 3 oder 4 Werte gebraucht werden, hat der Prinzipientreue und ritterlichen Ehrenkodex, oder hat er ihn nicht, weil Ritter auch ohne ausgebildet werden können?


    Denn die PT in DSA sind nicht nur Lippenbekenntnis (sonst würden sie nicht in der Profession als konkret umrissene Nachteile stehen, sonst würde der Ritter (also: die ganze Ritterschaft) in der SH in SdR nicht umrissen werden, dass das durchschnittliche mittelreichische Volk alle Ritter als ehrenhaft einschätzt, weil Ritter diesen Kodex haben, und sonst würde es die Abzüge nicht geben. Und wenn nur SC die PT verinnerlichen, stellt sich mir die Frage, warum sie nicht die Einstellung ihres Ausbilders übernehmen, der sie von seinem hat, und so fort.


    Letztendlich sind der unfähige Schmied, der Lehrling mit der abgebrochenen Ausbildung, der Barbarenhandwerker mit Metallerfahrung oder das Wunderkind mit dem Hammer alles "Schmiede" - aber ihre Fähigkeiten können weit auseinander liegen.

    Das ist unbestritten und habe ich auch oben erwähnt. Der schlechte Schmied wäre noch bei Startwert oder kaum drüber, der super-Schmied bei ebenfalls Ausbildungsende bei einem höheren Wert.

    Der für mich in dieser Diskussion wichtige Teil ist, dass der schlechte Schmied eben nicht TaW 5 mit Ausbildungsende haben kann, und KK 9. Wenn ich als NSC einen unfähigen Schmied, und sei es nur als kurze Begegnung in der Stadt (also ohne komplette Erstellung, ohne auch nur annähernde Erstellung) haben wollte, würde er also die Mindestvoraussetzungen erfüllen.

  • Die Frage ist: wenn ihr z.B. einen NSC-Ritter auftreten lasst, als Wegbegegnung, im Turnier, als Gegner, völlig egal, auch ohne Bogen, ohne komplette Werte, weil eh nur 3 oder 4 Werte gebraucht werden, hat der Prinzipientreue und ritterlichen Ehrenkodex, oder hat er ihn nicht, weil Ritter auch ohne ausgebildet werden können?

    Das kommt darauf an, welche Rolle diese Figur in der Spielwelt einnehmen soll.


    Früher unter DSA 4.0/.1 hätte ich mir z.B. überlegt, ob jener Ritter z.B. ein "guter Ritter TM" sein soll oder nicht doch eher ein Schurke oder etwas ganz anderes. Und davon hätte ich dann seine Darstellung im Spiel abhängig gemacht. Prinzipientreue und ritterlichen Ehrenkodex hätte ich dann im ersten Fall unter den Stichworten zur Darstellung der Figur stehen gehabt.


    Dieser Prozess ging aber nicht von den üblichen Professionspaketen und deren Aufbau her, sondern halt von der Rolle der Figur im Spiel und unserer gemeinsamen Vorstellung davon, wie unser Aventurien so aussehen soll.


    Heute bei Ilaris mache ich das immer noch genauso. Nur dass es da halt gar keine regeltechnischen Nachteile wie Prinzipientreue mehr gibt. Für meine Art mich auf das Leiten einer Runde vorzubereiten macht das allerdings eh gar keinen Unterschied.

  • Ich finde da einen Abschnitt aus Wege der Helden (DSA4.1) S. 259f ganz interessant:


    "Natürlich sind, zum einen im Bereich der Schlechten Eigenschaften (siehe Seite 268), zum anderen bei den körperlichen Behinderungen, noch eine Vielzahl zusätzlicher Nachteile denkbar (Sammelleidenschaft, Naivität, Kleptomanie, Schüttelkrämpfe, Verlust des Geschmackssinns ...). Aber [...] [wir sind] der Meinung, dass blinde, taube oder gelähmte Personen sich in einer Fantasywelt extrem schlecht als Helden eignen – und um die Generierung von Spieler-Helden geht es schließlich beim Thema Vor- und Nachteile in erster Linie. [...] Wenn Sie für eine Meisterperson diese Behinderung zur Generierung benötigen, dann können Sie Blind und (Querschnitts-)Gelähmt mit –40 GP bewerten, Taub mit –25 GP."


    Die Redaktion sah WdH also eigentlich nur für Spielerheld*innen als relevant an, rechnete aber zugleich damit, dass es auch für Meisterpersonen verwendet werden könnte und gab darum sogar GP-Werte für Blind, Gelähmt und Taub an.

    Aber auch die Namensliste ab S. 307 dient ausdrücklich auch für Meisterpersonen (und einige Namen sind eher für solche sinnvoll):


    "Falls Sie der Meinung sind, einige der von uns aufgelisteten Namen hätten einen gar zu seltsamen Klang, bedenken Sie bitte, dass die Namen ja auch vom Spielleiter zur Kennzeichnung von Meisterpersonen gebraucht werden. Hier kann es oft nicht schaden, einen etwas kauzigen – und damit sehr einprägsamen – Namen zu verwenden."


    Ganz gültig scheinen die Generierungsregeln für NPCs in meinen Augen nicht zu sein - aber auch nicht ganz ungültig!

  • Die Frage ist: wenn ihr z.B. einen NSC-Ritter auftreten lasst, als Wegbegegnung, im Turnier, als Gegner, völlig egal, auch ohne Bogen, ohne komplette Werte, weil eh nur 3 oder 4 Werte gebraucht werden, hat der Prinzipientreue und ritterlichen Ehrenkodex, oder hat er ihn nicht, weil Ritter auch ohne ausgebildet werden können?

    Ganz einfach, ist es nur ein random Ritter den man für den Wettbewerb braucht, dann wohl ja, gehört halt dazu. Soll er aber ein hinterlistiger Antagonist sein dem Ehre nichts bedeutet und vllt. sogar heimlich Zauberartefakte nutzt, dann halt nicht.


    Denn die PT in DSA sind nicht nur Lippenbekenntnis (sonst würden sie nicht in der Profession als konkret umrissene Nachteile stehen, sonst würde der Ritter (also: die ganze Ritterschaft) in der SH in SdR nicht umrissen werden, dass das durchschnittliche mittelreichische Volk alle Ritter als ehrenhaft einschätzt, weil Ritter diesen Kodex haben, und sonst würde es die Abzüge nicht geben. Und wenn nur SC die PT verinnerlichen, stellt sich mir die Frage, warum sie nicht die Einstellung ihres Ausbilders übernehmen, der sie von seinem hat, und so fort.

    1. Die Aussage "Heldengenerierungsregeln gelten nur für Helden" besagt nicht, weder direkt noch implizit, dass für alle nicht Helden das Gegenteil wahr ist was für die Helden bzw. deren Generierungsregeln gilt.


    2. Menschen sind sozial hochkomplexe Lebewesen die in ihrem Leben viele verschiedene soziale Kontakte aufbauen, die moralische Einstellung einer Person ist nicht durch den Ausbilder vorherbestimmt, diese Annahme ist geradezu absurd. Ganz davon abgesehen dass ein Mensch im Leben viele Personen kennen lernen kann die ihre Einstellung prägen können, und diese Einstellung sich auch ändern kann.

  • Sicher wird der Raubritter keine ehrenhafte PT mehr haben. Aber er wäre bei mir da irgendwie durch seine Entwicklung hingelangt (OT: Er hat die PT abgebaut, und würde ich ihn erstellen, würden AP dahingehend investiert werden), und würde so nicht anfangen oder sehr früh in seiner Entwicklung hingelangen.

    Oder er war schon bei einem Raubritter Knappe, dann kann er tatsächlich ohne angefangen haben.


    Ähnliches gilt für einen generischen Thorwaler, der aus Thorwal stammt. Der ist sehr wahrscheinlich abergläubisch, und ist er es ist nicht, würde ich im Hinterkopf haben, das gegen GP abgebaut zu haben, oder das wäre in seinem späteren leben passiert.

  • Sicher wird der Raubritter keine ehrenhafte PT mehr haben. Aber er wäre bei mir da irgendwie durch seine Entwicklung hingelangt (OT: Er hat die PT abgebaut, und würde ich ihn erstellen, würden AP dahingehend investiert werden), und würde so nicht anfangen oder sehr früh in seiner Entwicklung hingelangen.

    Oder er war schon bei einem Raubritter Knappe, dann kann er tatsächlich ohne angefangen haben.

    Ja und die Heldengenerierungsregeln besagen jetzt dass der Raubritter, weil er ja nicht mehr ehrenhaft ist, automatisch unerfahrener sein muss als der ehrenhafte Ritter, schließlich muss er die Unehrenhaftigkeit mit knapp verfügbaren AP/GP bezahlen. Wo ist den da die Logik? Die Logik hinter den AP Kosten für diesen Nachteil ist eine rollenspielerische Einschränkung, was ist der Sinn solche Einschränkungen bei NSCs zu bepreisen und zu verrechnen wenn diese sowieso nur eine vom Plot vorgegebene Funktion erfüllen? Antagonisten AP wegzunehmen damit sie nicht Ehrenhaft sein müssen ist doch völliger Unsinn.

  • Es ist ein Generierungssystem, das versucht, mit Zahlen und Regeln etwas abzubilden. Dass es gegenüber realen Bedingungen (oder jener der Logik) in die Knie geht, ist unvermeidlich, wie es ein jedes Regelsystem in vielen Belangen macht.


    Ich fände es allerdings unfair, wenn der NSC etwas bekäme oder hätte, wofür der SC mit AP/GP zahlen müsste, so wie ich es ebenfalls umgekehrt unfair finde. Ein Regelsystem, das für alle gilt (außer jenen wenigen, die ganz klar vom Regelwerk nicht mit abgedeckt werden - aber das ist in meinen Augen nicht der generische Aventurier vom Bauern bis zum Schwertkönig, sondern Entitäten wie Pardona).

  • Ich fände es allerdings unfair, wenn der NSC etwas bekäme oder hätte, wofür der SC mit AP/GP zahlen müsste, so wie ich es ebenfalls umgekehrt unfair finde.

    Das DSA 4 Heldengenerierungssystem ist so unfair dass sogar SCs Dinge bekommen wofür andere SCs AP/GP zahlen müssten, wieso sollte "fairness" zwischen SCs und NSCs wichtiger sein als sogar zwischen SCs untereinander?

  • Das ist wieder eine andere Geschichte, aber grundsätzlich liegt zumindest das selbe Regelwerk zu Grunde, das meinem Verständnis nach die Rahmenbedingungen anzeigt für SC und NSC. Hier geht es nicht darum, Fairness oder Möglichkeiten oder nicht des einen oder anderern Regelwerks/Edition zu diskutieren.

  • Ich kann den Diskussionsstrang um die Fairness bei NSCs überhaupt nicht nachvollziehen.


    Ist es bei euch in der Gruppe vereinbart, dass die SL NSCs mit einem von der Gruppe festgelegten maximalen AP-Volumen erstellt?

    Denn sonst ist es unter dem Gesichtspunkt der Fairness reichlich irrelevant, ob da jetzt etwas dazu- oder weggekauft wurde, da die SL in der Regel einfach festlegt, was ein NSC so kann. Es spielt unter dem Gesichtspunkt der Fairness doch überhaupt keine Rolle, ob da jetzt Mal rein hypothetisch Prinzipientreue gestanden hätte oder nicht und ob diese mit AP weggekauft oder einfach ausradiert worden ist oder nicht, wenn die SL die Figur nach eigenem ermessen mit AP ausstatten kann.


    Oder wie in den meisten Runden AP einfach ignoriert und die Werte von NSC nach ihrer Rolle direkt festlegt ohne die Generierungsregeln vollständig zu befolgen.

  • Wer kennt die Werte von hohen Persönlichkeiten des Mittelreichs u.a. Kaiser Hal oder Answin von Rabenmund aus "Die Verschwörung von Gareth"?

    Die wahren absolut peinlich - ein NSC sollte schon für dne SL anhand der wichtigsten Werte erkennbar sein was diese Person kann, bzw. welchen Beruf sie hat.

    Teilweise bekam ich als SL das Gefühl das meine Gruppe bessere TWs hatte, und damit eher regieren sollte als die aventurischen Könige und Kaiser.

    Das läßt sich nur verhindern indem solche NSCs genauso entworfen werden wie ein SC, und dabei auf ihre zukünftige Rolle konzentriert wird.

    Gut, die Spieler sehen die Werte normalerweise, und vielleicht wäre es sinnvoll bei friedvollen NSCs nur zu umschreiben, ausgezeichneter Fechter, Rethoriker, mäßiger Stratege - sagt manchmal mehr als Kriegskunst 5. Aber eine Staatskraft die bei Staatskunde unter 11 (DSA2-DSA4) liegt ... kein Wunder das es mit Avneturien stets bergab geht.

    Oder ein berühmtes Bespiel aus VvG; der berüchtigte Jast Gorsam (DSA1.5, erster Auftritt):
    Stufe 8; MU13/14, KL11, CH10, GE14, KK14, LE56, AT14, PA12, Reiten 11 - und der kommt noch gut weg. ^^

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ist es bei euch in der Gruppe vereinbart, dass die SL NSCs mit einem von der Gruppe festgelegten maximalen AP-Volumen erstellt?

    Die ersten (und einzigen) meines Wissens nach überhaupt vollständig erstellten NSC, von denen ich weiß, seit wir DSA 4 seit 2003/2004 spielen, sind die aus einer gewissen, bekannten Wettfahrt, die dauerhaft dabei sind. Die habe ich vollständig erstellt (weil sie natürlich dieselben Proben ablegen müssen wie die SC) und dazu natürlich R/K/P aus WdH genommen, weil das die einzigen Regelkonstrukte zum vollständigen Bau von Charakteren sind (gleich Spieler-Charaktere oder SL-Charaktere), und auch die die gemeinsame Grundlage für den Bau von SC und NSC.

    Bei uns sind SC und NSC gleich, leben in der selben Welt, haben vergleichbare Mittel und Möglichkeiten, und die zugrunde liegenden Rasse, Kultur und Profession sind mit Grundlage.

    Einige dieser NSC haben deutlich mehr AP, andere weniger. Sie basieren auf denselben Regeln wie die SC.



    Oder wie in den meisten Runden AP einfach ignoriert und die Werte von NSC nach ihrer Rolle direkt festlegt ohne die Generierungsregeln vollständig zu befolgen.

    Das sowieso. Ich kenne es üblicherweise auch nur so, dass NSC die Talente oder SF oder Attribute an die Hand bekommen, die sie brauchen. Aber diese kommen ja irgendwoher, weshalb der arbeitende Dorfschmied nicht schmieden 6 haben kann, und der Ritter auf dem Turnier auch seine PT hat, die beim Ausspielen beachtet werden würde, auch wenn sie auf keinem Schmierzettel steht.


    Die wahren absolut peinlich - ein NSC sollte schon für dne SL anhand der wichtigsten Werte erkennbar sein was diese Person kann, bzw. welchen Beruf sie hat.

    Noch immer leiden NSC häufig darunter häufig schlechte Werte zu haben, aber das ist wieder ein anderes Thema.

  • Das ist wieder eine andere Geschichte, aber grundsätzlich liegt zumindest das selbe Regelwerk zu Grunde, das meinem Verständnis nach die Rahmenbedingungen anzeigt für SC und NSC. Hier geht es nicht darum, Fairness oder Möglichkeiten oder nicht des einen oder anderern Regelwerks/Edition zu diskutieren.

    Aber du benutzt "Fairness" als Argument für ein System dass per Design NICHT fair ist. Das selbe Regelwerk liegt auch zugrunde wenn man NSCs ohne Heldenerschaffungsregeln erstellt, der Unterschied ist blos dass man sich nicht von arbiträr zusammengestellten Paketen, Paketboni und Vergünstigungen einschränken lässt. Und ne Editionsfrage ist es ja trotzdem, der Unterschied zwischen den beiden Editionen ist dass man bei DSA 5 keine vorgegebenen Pakete hat die das ganze Einschränken könnten. Das heisst wenn man sich entscheidet NSCs mit Heldenerschaffungsregeln zu erstellen entsteht bei DSA 5 kein Unterschied, während man bei DSA 4 seine NSCs schwächer bauen muss wenn man nicht optimiert oder Autovorteile entfernen muss.

  • Das läßt sich nur verhindern indem solche NSCs genauso entworfen werden wie ein SC, und dabei auf ihre zukünftige Rolle konzentriert wird.

    Du bleibst hier eine schlüssige Begründung schuldig, warum sich das nur genauso verhindern lässt und nicht anders.


    Meine Vorgehensweise bei der Erstellung von Figuren mit unbegrenzten AP/EP/wasauchimmer ist nämlich folgende:


    1. Schaue ich mir an, was das Regelsystem so hergibt und wie die Mechanismen funktionieren.

    2. Überlege ich mir welche Rolle die Figur im Spiel haben soll.


    Danach setze ich die Werte dazu passend dann einfach fest.


    Interessanterweise ist es dabei theoretisch eigentlich auch egal, ob es sich bei der Figur um SCs oder NSCs handelt, da der Knackpunkt hier die unbegrenzt zur Verfügung stehenden Punkte sind.


    Gut, die Spieler sehen die Werte normalerweise [...]

    In den mir bekannten Runden war es nicht gängige Gepflogenheit die Wertekästen aller Figuren am Tisch herumzureichen, so dass sie sich jeder angucken kann. Ich habe bisher von einer einzigen Runde gelesen in der das anders war. Die haben aber ohne SL gespielt.


    Natürlich werden trotzdem einzelne Werte bekannt, wenn auf sie offen gewürfelt wird und die Spieler minimal mitdenken.


    Wie läuft das denn bei euch ab, dass es dazu kommt, dass die Spieler die Werte alle komplett sehen?

  • Es war bei uns früher gängig nach dem Abenteuer da mal reinzubkättern, um zu sehen was nicht gesehen wurde, die Bilder und so sah man auch die Originalwerte - die ja jeder SL an seine Gruppe anpasst.

    Es gibt leider nie eine Art Richtlinie welche Grundwerte pro Beruf vorliegen sollten; bei meinem Jast oben lässt sich seine 1.Stufe zurückrechnen, durchschnitt.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Aber du benutzt "Fairness" als Argument für ein System dass per Design NICHT fair ist. Das selbe Regelwerk liegt auch zugrunde wenn man NSCs ohne Heldenerschaffungsregeln erstellt, der Unterschied ist blos dass man sich nicht von arbiträr zusammengestellten Paketen, Paketboni und Vergünstigungen einschränken lässt.

    Es ist nicht fair, weil GP unterschiedliche etwas Wert sind und die einen mehr für GP bekommen als andere, ja. DSA 3 war unfair, weil man würfeln musste und einige SC oder NSC u.U. sehr viele Attributspunkter mehr oder weniger haben konnte, und bei dem einen die TaW viel schneller stiegen als beim anderen, und die LeP auch unglaublich unterschiedlich ausfallen konnte nach einigen Stufen.

    Es ist in meinen Augen jedoch fair, dass jeder Ritter PT hat, jede Profession Mindestanforderungen mitbringt, die erfüllt sein müssen, auch wenn man seinen Streuner eigentlich lieber mit CH 11 statt 12 ausstattet, und der NSC-Streuner dann eben nicht mit CH 11 daher kommt und man den Punkt lieber für etwas anderes benutzt.

    Ich jedenfalls würde mich ziemlich über den Tisch gezogen fühlen und mich im völlig falschen Aventurien wähnen, wenn der der/die junge Praiot*in ungerührt lügen kann, weil es SL gefiel, einen Praioten ohne Moralkodex hinzustellen, mit der Begründung, was für SC gilt, gilt nicht für NSC, und NSC könnten genau so sein, wie man sie braucht, auch wenn Regeln inklusive der Generierungsregeln etwas anderes sagen mögen.

  • Aber du benutzt "Fairness" als Argument für ein System dass per Design NICHT fair ist. Das selbe Regelwerk liegt auch zugrunde wenn man NSCs ohne Heldenerschaffungsregeln erstellt, der Unterschied ist blos dass man sich nicht von arbiträr zusammengestellten Paketen, Paketboni und Vergünstigungen einschränken lässt.

    Es ist nicht fair, weil GP unterschiedliche etwas Wert sind und die einen mehr für GP bekommen als andere, ja. DSA 3 war unfair, weil man würfeln musste und einige SC oder NSC u.U. sehr viele Attributspunkter mehr oder weniger haben konnte, und bei dem einen die TaW viel schneller stiegen als beim anderen, und die LeP auch unglaublich unterschiedlich ausfallen konnte nach einigen Stufen.

    Es ist in meinen Augen jedoch fair, dass jeder Ritter PT hat, jede Profession Mindestanforderungen mitbringt, die erfüllt sein müssen, auch wenn man seinen Streuner eigentlich lieber mit CH 11 statt 12 ausstattet, und der NSC-Streuner dann eben nicht mit CH 11 daher kommt und man den Punkt lieber für etwas anderes benutzt.

    Ich jedenfalls würde mich ziemlich über den Tisch gezogen fühlen und mich im völlig falschen Aventurien wähnen, wenn der der/die junge Praiot*in ungerührt lügen kann, weil es SL gefiel, einen Praioten ohne Moralkodex hinzustellen, mit der Begründung, was für SC gilt, gilt nicht für NSC, und NSC könnten genau so sein, wie man sie braucht, auch wenn Regeln inklusive der Generierungsregeln etwas anderes sagen mögen.

    Jeder SL ist frei sein Aventurien so darzustellen wie er möchte, und wenn du der Meinung bist dass es aus Gründen der Fairness keine unehrenhaften Ritter oder uncharismatischen Streuner geben darf, dann hält dich natürlich keiner auf. Für mich ist es nicht nachvollziehbar was das mit Fairness zu tun haben soll, aber in meinen Gruppen ist auch von vorneherein klar das NSCs meistens keine Helden, sondern Statisten oder Schurken sind, und daher andere Werte und Hintergründe haben. Also kannst du dich da gerne über den Tisch gezogen fühlen solange du nicht behauptest es stünde irgendwo geschrieben, dass für alle NSCs die selben Generierungsregeln wie für Spielercharakter gelten müssten, weil dem ist einfach nicht so wie hier auch schon bewiesen wurde.

  • Nein steht nirgends, nur Spieler nehmen es immer einen NSC krunm wenn jener etwas besser kann - als er dürfte - oder ein Zauber/Wunder beherrsche. Umgekehrt stört es kaum jemanden wenn ein König nur Staatskunde 8 habe.

    Nscs sollten sich in den Scs wiederspiegeln können und umgekehrt

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)