Chrysir - Höhenflug & Wetterleuchten

  • Hi Leute,


    gedanklich beschäftige ich mich momentan auch wieder ein wenig mit der Wettergottheit Chrysir. Hatte da letztes Jahr schon viel recherchiert für ein leider letztlich doch abgelehntes Heldenwerk und überlege nun, ob ich da nicht eine kleine DSA5-Spielhilfe wie Unendlichkeit & Tiefenrausch daraus mache - oder sogar ein luftig-fluffiges Solo-Abenteuer für einen Unerfahrenen Helden, der sich darin zum Geweihten Chrysirs entwickeln kann.


    Bislang stellte ich mir den Kult so vor:



    Wer Lust hat, sich an diesem kreativen Prozess zu beteiligen oder schlicht seinen Senf abgeben möchte, stürze sich bitte auf folgende Fragen


    Was meint ihr zu obiger Kurzbeschreibung?


    Was gefällt euch an Chrysir, wie er offiziell bisher beschrieben ist?


    Was missfällt oder langweilt daran?


    Welche 2 regeltechnischen Aspekte würdet ihr wählen? (Dachte bisher an Witterung und Wacht)


    Was für Liturgien und Zeremonien könnte er haben?


    Wie sollte sein Zeremonialgegenstand sein? (Dachte bisher an einen kurzen Wurfspeer)


    Dank vorab mal wieder,

    R

  • In "Myranische Götter" heißt es:

    »Chrysir ist der zweite Sohn von Sumu und Nereton. Ihm gehört die

    Herrschaft über den gesamten Luftraum und er gebietet damit als

    Gott von Wind und Regen vor allem über das Wetter; die linde Brise

    und das sanfte Nieseln bis zum Regensturm und Orkan; aber auch

    Blitz und Donner werden von ihm gesandt. Die Frevler straft er mit

    seinem Blitzstrahl, doch nicht nur diese: Einen jeden kann sein Groll

    oder seine Gunst treffen.

    Chrysir ist allgemein als launisch bekannt, dessen Willen schwer zu

    erkennen ist, schnell und zerstörerisch in seinem Zorn. Ob er den lebensspendenden

    Regen gewährt oder verweigert, ist für den Bauern

    so unergründlich wie die Frage, ob er mit Hagelstürmen die Ernte

    zerstört. Der Seefahrer ist davon abhängig, dass Chrysir weder den

    Sturm noch die Flaute schickt, sondern eine gleichmäßige Bö aus der

    besten Richtung. Wenn der Gott die Sterblichen blind und taub machen

    will, ohne sie zu töten, so schickt er den dichten Nebel, der alle

    Bilder und Geräusche verschluckt und verzerrt.

    Gegen Chrysirs Willen hilft dem Sterblichen kein Aufbegehren und

    Hadern, nur treue Ergebenheit in die Launen des Gottes.«


    Gerade "Witterung", finde ich, passt also super als Aspekt. Die Unstetigkeit und Umtriebigkeit, Spontaneität wird aber auch häufig betont. Von daher scheint "Wacht" eventuell nicht so passend, denn für Wacht braucht man Geduld. Ich würde eher so in die Richtung "Bewegung", "Reise" etc. gehen. Das würde auch dazu passen, dass Seefahrer ihn anrufen, um eine Reise unter seinen Schutz zu stellen.


    Weiter heißt es dort:

    "Chrysir-Gläubige

    Zu ihnen zählen neben Seefahrern und Flussschiffern vor allem

    freie Bauern sowie Bogen- oder Belaschützen, die den Gott

    gewogen stimmen wollen. Die imperiale Lehre prägt ihnen vor

    allem ein, dass Ergebenheit in den göttlichen Willen die größte

    Tugend ist, ganz gleich, wie launenhaft oder willkürlich er auch

    erscheinen mag. Blaue Schärpen und Stirnbänder sind häufi g bei

    Gebet und Opferung angelegte Kleidungstücke."


    Von daher finde ich einen Wurfspeer als Zeremonialgegenstand gar nicht unpassend.

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    Neue Geister braucht das Land: Fanprojekt Aventurische Totengeister im Scriptorium und auf dem Forum

  • Mit gefällt, dass Chrysir auch für Lebenslust steht. Andere kampfassoziierte Gottheiten stehen oft für ein recht lebensverneinendes Ethos. Seine avebturischen Anhänger*innen haben die Skrechu als Bedrohung auf dem Schirm und nehmen sie, im Wahrsten Sinne des Wortes, in Angriff. Er ist quasi ein Gott der Luftwaffe - wie cool ist das denn? Immerhin steht er für Luft und hat bei den Achaz die Flugechse als heiliges Tier, die von Stammeskriegern geritten werden kann. Er verbitet List nicht als Taktik und damit gebietet er nicht, sich und Gefährten unnötig in Gefahr zu bringen. Er steht für Besonnenheit, statt Zorn und (Toll)Kühnheit. Als Gott der Übersicht ist er nicht nur etwas für Haudraufs, sondern auch für Strategen. Anders als Shinxir scheint er das Individuum nicht als wertlos zu erachten.

    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon und wer den Frevler zurechtweist, holt sich Schmach.

    Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse, rüge den Weisen, der wird dich lieben.

    Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.

    Spr9,7-9

  • Feindbilder: Verpestung der Luft, widernatürliche Flugwesen, Dominanz des Zwölfgötteredikts

    Toleranz gegenüber Andersgläubigen: groß

    Ist das nicht ein Wiederspruch?

    Eis ist nicht Tot, es ist Erinnerung.
    Eis will keine Starre, es will Geduld und Warten.
    Eis zerstört nicht, es bewahrt.
    Kälte bringt nicht Schmerz, sie sucht Stärke.
    Kälte ist nicht Leid, sie gebiert Hoffnung.
    Kälte fordert kein Leben, sie prüft es.
    Sein Zorn jedoch, so entfacht
    ist Tod, ist Starre, ist Zerstörung.

    Seine Strafe: Schmerz, Leid und Verderben


    33% Powergamer 38% Buttkicker 75%Tactican 33% Specialist 79% Method Actor 75% Storyteller 46% Casual Gamer

  • Seine avebturischen Anhänger*innen haben die Skrechu als Bedrohung auf dem Schirm und nehmen sie, im Wahrsten Sinne des Wortes, in Angriff. Er ist quasi ein Gott der Luftwaffe - wie cool ist das denn?

    Oh, cool. Deine Idee oder etwas Offizielles aus den Schwarzen Landen/Akrabaal?

  • In der Auflistung fehlt, dass er im aktuellen Aventurien einen Auserwählten hat, um den Kult zu erneuern, nämlich eine intelligente Flugechse in den Echsensympfen namens V'Crs'Sra.

  • Feindbilder: Verpestung der Luft, widernatürliche Flugwesen, Dominanz des Zwölfgötteredikts

    Toleranz gegenüber Andersgläubigen: groß

    Ist das nicht ein Wiederspruch?

    Stimmt, klingt so. Wollte ausdrücken, dass sie nicht die Zwölfgötter, wohl aber das Silem-Horas-Edikt abschaffen wollen.

  • Ein paar Worte zum alten Achazkult um diese Gottheit:


    "Aspekte: Luft, Wind, Sturm, Nebel

    Beinamen: der geflügelte Zerschmetterer, Herrscher der Lüfte

    Gestalt: Flugechse

    H’Ranga: V’Crs’Sra; Flugechsen, riesige Vögel (etwa auf Maraskan der Rote Maran)

    Heilige Artefakte: Tzch’Krss (seltsamer Echsenschwanzschmuck, soll das Wetter beeinflussen; verschollen), Tna’Kim Chr’Ssir’Ssr (beschwört Chr’Ssir’Ssrs Fluch, die Erdenschwere, herbei, in Akrabaal vermutet)

    Heilige Orte:Chrs H’Ranga (Treppe der Götter) nahe des Ortes Ssd’l in den Echsensümpfen

    Traditionelle Zuordnungen: Farbe Hellblau; blauer Coelestin

    Opfergaben: Vögel jeglicher Art, als Vögel verkleidete andere (denkende) Lebewesen


    »Lass es ruhig laufen. Chr’Ssir’Ssr wird sich ihm annehmen. Er wird es bis ans Ende der Welt verfolgen, es zu sich in die Luft holen und in die höchsten Höhen tragen.Von dort wird er es fallen lassen und es wird in die Titfe stürzen, um dort seine gerechte Strafe zu erlangen.«

    —Hohepriesterin Ssirissa von H’Rezxem zu einem Novizen über einen entflohenen Menschen


    Der Herrscher der Lüfte Chr’Ssir’Ssr gilt als ein leicht erregbarer H’Ranga, und doch (oder gerade deswegen) gibt es nur noch wenige seiner Tempel. Aber dort, wo ihm Vögel und nicht selten auch denkende Wesen geopfert werden, gilt der Herrscher der Lüfte und des Himmels meist auch als erster der Götter oder Mittler zu ihnen. Die Flugechse ist sein heiliges Tier, und gerade seinen Priestern ist es möglich, diese Tiere zu zähmen und zu reiten. Doch wehe dem Priester, der das Wohlgefallen seines Gottes verliert, denn sein Reittier wird ihn ohne Vorwarnung über alle Wolken tragen und dort oben abwerfen. Besonders heilige Orte des Chr’Ssir’Ssr gab es in Aventurien lange Zeit keine, bis sich vor einigen Jahren eine sprechende Flugechse an dem verfallenen Monumentalbauwerk Chrs H’Ranga in den Echsensümpfen zeigte und die Herrschaft des örtlichen Achazstammes übernahm. Seitdem sammels das V'Crs'Sra genannte Wesen viele der Anhänger Chr'Ssir'Ssrs an dieser 'Treppe der Götter', welche seinen Worten nach zur Ankunft des geflügelten Zerschnetterers auf Dere dient." (WdG 201)

    Oh, cool. Deine Idee oder etwas Offizielles aus den Schwarzen Landen/Akrabaal?


    "Zudem sind die Götter-Vorstellungen natürlich auch regional unterschiedlich. So wird mancherorts Chr’Ssir’Ssr als Oberster der Götter verehrt, während er in H’Rezxem auf einer Stufe mit Zsahh und H’Szint steht." (WdG 199)


    "Die dargebrachten Opfer sind von der Natur des Gottes abhängig. So werden Zsahh meist herausragende oder durch besondere Anomalien auffallende Schöpfungen der Natur geopfert, während Kr’Thon’Chh und Chr’Ssir’Ssr am liebsten das Blut von Warmblütern auf ihren Altären sehen." (WdG 205)


    "Je nach Region mag Chr’Ssir’Ssr nur der Bote oder auch Erster der H’Ranga sein, manchmal wird er auch als (Ver-)Mittler zwischen oder zu den Göttern gesehen. Je nach regionaler Ansicht differieren auch die Aufgaben seiner Priester. So können sie die geistliche Führung einer Achaz-Siedlung übernommen haben oder Mittler der einzelnen (möglicherweise verfeindeten) Tempel sein. In allen Fällen obliegt den Priestern jedoch die Überwachung des Himmels, dem Gebiet des Chr’Ssir’Ssr. Der Himmel liegt näher an den H’Ranga und ist außerdem deutlich schwächer bewohnt als die Erde. Daher erregt jeder Eindringling in diesen Raum die Aufmerksamkeit der H’Ranga- allen voran Chr’Ssir’Ssr. Nur die Priester des Chr’Ssir’Ssr haben die Stärke, in Chr’Ssir’Ssrs ureigenem Gebiet dieser Aufmerksamkeit zu entgehen. Daher ist es ihre Pflicht Wesen, die im Himmel nichts verloren haben

    , zu beseitigen. Dafür bedienen sie sich der Flugechsen, die vor allem von Priesters des Chr’Ssir’Ssr-Kultes versorgt und geritten werden. Mit dem Segen der Priesterschaft können jedoch auch andere Achaz der Aufmerksamkeit entgehen und Flugechsen reiten.

    Der Geflügelte Zerschmetterer stattet seine Priester mit Karmaenergie aus, die diese in Liturgien verwenden können, die zum Teil den Wind- und Wetterliturgien der Efferd-Geweihtenschaft ähneln. (Eigendich ähneln sie am ehesten der Liturgien der Chrysir-Priester; Details diesen Kräften finden Sie in einer zukünftig erscheinenden Spielhilfe zu den myranischen Göttern.)" (WdG 207)


    Oh, cool. Deine Idee oder etwas Offizielles aus den Schwarzen Landen/Akrabaal?

    Ich bin mir sicher, das war etwas offizielles, aber ich komme nicht mehr darauf, wo ich es herhabe. Vermutlich Schattenlande oder Rashduls Atem, wobei ich auf Letzteres tippe.

    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon und wer den Frevler zurechtweist, holt sich Schmach.

    Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse, rüge den Weisen, der wird dich lieben.

    Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.

    Spr9,7-9

  • Dank allen schonmal jetzt!

    Tatsächlich hatte ich bereits für das Heldenwerk angedacht, den echsischen und menschlichen Kult etwas aneinander anzunähern. Wer sich ggf. eine große Überraschung im Solo-Abenteuer erhalten möchte, überliest bitte folgenden Spoiler:


    PS: diesen Spoiler ausführlich zu diskutieren würde den Thread sprengen, hab ihn jetzt nur so zum besseren Verständnis reingestellt, um weiter Ideen für den Kult zu sammeln.

  • Angeführt wohl kaum, damals waren noch Efferd und Charyto hoch in der Gunst. Aber es könnte ein Priester - als Beobachter? - an Bord gewesen sein.

    Kap der Stürme ...?

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • [...] Gerade "Witterung", finde ich, passt also super als Aspekt. Die Unstetigkeit und Umtriebigkeit, Spontaneität wird aber auch häufig betont. Von daher scheint "Wacht" eventuell nicht so passend, denn für Wacht braucht man Geduld. Ich würde eher so in die Richtung "Bewegung", "Reise" etc. gehen. Das würde auch dazu passen, dass Seefahrer ihn anrufen, um eine Reise unter seinen Schutz zu stellen. [...]

    Wie wäre es "Richtung" wie in Himmelsrichtung falls das noch nicht vergeben ist?


    Edit: Wahrscheinlich fast alle Liturgien und Zeremonien des Aspekts Wind von Efferd werden auch bei Chrysir finden zu sein. Als Tiergestalt dann entsprechend Möwen und Falken in menschlichen Kulturen und Flugechse in der echsischen Variante? Genauso passend sind Rondra Liturgien und Zeremonien des Aspekts Sturm.

  • zakkarus Wie gesagt, ich will diesen Spoiler nicht groß zerreden, nur kurz dazu:

    Windweber  Der fast Kopflose und meiner Frage bezüglich der Aspekte:

    Japp, der Aspekt Wacht ist schwierig. Ich wollte da was Kämpferisches reinbringen, hatte auch Weitsicht, Aufmerksam- und Wachsamkeit auch im Kampf sowie scharfe Sinne ausdrücken wollen. Wacht ist aber echt unpassend, da er tatsächlich etwas Statisches ist. Work in Progress.

  • Vorsicht - damals könnte der Sturm alleine C. zugeodnet sein, mit seiner "Entmachtung" ging dieses Aritibut auf Rondra (oder Efferd) über.

    Beachtlich ist wie alt dertodbringende Chr'Ssir'Ssr bei DSA ist - einer der sterbendne Götter aus der Khombox (1990).


    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Zum Wesen Chrysirs:


    In Myranor scheint Chrysir vor allem ein "mystischer" Gott zu sein, also einer, der sich weniger um die pragmatischen Belange der Menschen kümmert. Bei den Hjaldingern ist der Aspekt der Lebenslust und -freude besonderns ausgeprägt, und auch in der Oktade gilt er als sprunghaft und unstet. Bei den Echsen hingegen wird der Aspekt des gnadenlosen Jägers hervorgehoben, der aus der Luft auf seine Beute hinabstürzt. In beiden Kulturkreisen sind Chrysir auch Blitze und Gewitter zugeordnet.


    Davon kann man sich inspirieren lassen, oder aber eigene Schwerpunkte setzen. Das Unstete und Sprunghafte hat sicherlich auch etwas mit dem Element Luft zu tun, das sind ja auch Aspekte, die dem Element selbst zugesprochen werden. Wobei Chrysir in keinem Zeitalter der Wächter über das Element Luft war, soweit ich das sehen kann.


    Auf jeden Fall sollte "Singen" ein wohlgefälliges Talent sein, finde ich -- Singen passt zum Element Luft, aber auch zu Lebensfreude!


    Wenn ich mir überlege, wie ein Chrysirgeweihter mit 2000 AP aussieht, dann stelle ich mir jemanden vor, dem mit Hilfe einer D-Liturgie Flügel wachsen, und so einer irdischen Walküre oder einem Engel gleich über das Schlachtfeld fliegt, und Schlachtengesänge schmetternd seinen Wurfspeer schleudert (der mit einer entsprechend hohen Zeremonialgegenstand-SF von alleine wieder zurückkommt, oder gleich ganz in Form eines Blitzes beim Gegner einschlägt).


    Mögliche Liturgien / Zeremonien:


    hier stelle ich mir z. B. karmale Varianten vor von:

    Adlerauge, Krötensprung, Sanfter Fall, Federleib, Himmelslauf, Hagelschlag und Sturmgebrüll


    Eventuell auch Dinge aus dem Repertoire von Rondra, Efferd, Aves, Firun oder Ifirn?

    Auge des Jägers, Blitzschlag, Fall ins Nichts, Sicherer Weg, Sturmruf, Windruf, Windhose, Göttliche Präzision, Jagdglück, Reisesegen,


    Dann braucht eine Geweihtenprofession natürlich noch eine -gestalt und evtl. einen -ruf. Möwengestalt? Flugechsenruf? Oder umgekehrt?


    Ansonsten eine D-Liturgie, mit der einem Flügel wachsen, und mit denen man (mit dem Talent Fliegen) fliegen kann. Liturgieerweiterungen geben dann die Möglichkeit (wie bei Hexenkrallen) die Flügel während der Wirkungsdauer ein- und wieder auszufahren. Höhere Liturgieerweiterungen geben evtl. die Möglichkeit, auch Manöver wie Flugangriff auszuführen? :D

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  • Wie wäre es mit Aspekt "Wachsamkeit" statt Wacht?


    Übrigens noch was aus meinen Manuskripten, wozu mich eure Meinung interessiert:


    Moralkodex Chrysir

    Ungebundenheit: Diener Chrysirs dulden keine Beschränkungen ihrer persönlichen Freiheit, weder örtlich noch sozial., Sie müssen stets davon überzeugt sein, um aus freien Stücken bei etwas oder jemandem zu verweilen. Lediglich die Launen des Schicksals nehmen sie als Fügungen ihres Gottes an.

    Beharrlichkeit: Die Fügungen des Schicksals sind zwar anzunehmen, aber das heißt nicht, dass sich ein Chrysirgeweihter damit auf Dauer abfinden muss. Steter Tropfen höhlt den Stein, wie auch Wind und Regen mit der Zeit ganze Berge abtragen können.

    Freigiebigkeit: Die Anhänger Chrysirs geizen nicht mit ihren Gaben und lassen alle an ihrem Wissen teilhaben, sie sind keine Geheimniskrämer. Auch alles Materielle ist Schall und Rauch, vergänglich und nützt niemandem, wenn es nicht geteilt wird. Chrysirs Regen fällt auf alle Welt.

  • Ungebundenheit und Freigiebigkeit passen sehr gut, finde ich. Beharrlichkeit scheint sich mit dem Aspekten Unsteten und Sprunghaften etwas zu beißen. Aber ich finde es völlig in Ordnung, wenn man sich nicht sklavisch an die Interpretation aus anderen Kulturen orientiert. Auf Aventurien hat sich halt ne andere Sichtweise auf das göttliche Wesen ergeben als auf anderen Kontinenten. Vor allem dann, falls der aventurische Kult von den Echsen beeinflusst wurde (die ja selbst sehr beharrlich sind).


    "Chrysirs Regen fällt auf alle Welt": In Myranor gibt es für diese Tatsache übrigens eine ganz eigene Interpretation von "Freigiebigkeit". Eine, die deutlich mehr zu "Lebenslust passt"... xD

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  • Ansonsten eine D-Liturgie, mit der einem Flügel wachsen, und mit denen man (mit dem Talent Fliegen) fliegen kann. Liturgieerweiterungen geben dann die Möglichkeit (wie bei Hexenkrallen) die Flügel während der Wirkungsdauer ein- und wieder auszufahren. Höhere Liturgieerweiterungen geben evtl. die Möglichkeit, auch Manöver wie Flugangriff auszuführen? :D

    Japp, alle Anregungen aus diesem Post passen mir gut ins Konzept, bzw. einiges davon hatte ich auch schon ähnlich auf dem Schirm. Was die Flügel angeht, hatte ich neben der Zeremonie auch an die Variante karmaler Hexen gedacht: Ein großes Ritual am höchsten Feiertag des Kultes, bei dem ein Flügel-Tattoo auf den Rücken aufgetragen wird. Das hat pKAP Aufladungen für je einmal Flügel entfalten und verblasst allmählich.


    PS: natürlich muss Chrysirs Speer wie Thors Hammer zurückkommen können 😉


    PS2: Freigebigkeit ergänzen klingt super *kicher*

  • Feindbilder: Verpestung der Luft, widernatürliche Flugwesen, Dominanz des Zwölfgötteredikts

    Toleranz gegenüber Andersgläubigen: groß

    Ist das nicht ein Wiederspruch?

    Man könnte es auch als klassisches Beispiel für das Toleranz-Paradoxon sehen. Wenn ich für Toleranz eintreten will, muss ich der Intoleranz und Intoleranten gegenüber intolerant sein. Mit dem Silem-Horas-Edikt werden die Zwölfe letztlich als einzige legitime Gottheiten bezeichnet, einige "Halbgottheiten" werden unter strenger Unterordnung noch akzeptiert, viele sogenannte "Götzen" sind aber direkt illegal. Der Zwölfgötterkult in seiner derzeitigen dominanten und dominierenden Form intolerant. Ein Kult, der sich für Toleranz einsetzt, muss ihm gegenüber darum ebenfalls intolerant sein.

    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon und wer den Frevler zurechtweist, holt sich Schmach.

    Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse, rüge den Weisen, der wird dich lieben.

    Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.

    Spr9,7-9

  • Hier würde ich es schön und auch passend finden, wenn er für Fernkampfeinheiten in Armeen ein alternative darstellt. Hier hätten sie dann einen Gott den sie direkt für ihre Belange anrufen können. Bisher sind es hauptsächlich die Jagdgötter die diesen Aspekt für sich beanspruchen. Hier könnte ich mir ein schnellere Verbreitung in den Armeen, dann auch durchaus vorstellen.



    Beispiele:

    "Wie stehen nicht in der Phalanx, deshalb ist Shinxir nicht der Richtige! Wir stehen dahinter, Chrysir gibt uns ein scharfes Auge, eine ruhige Hand und seine Kinder die Winde sind mit uns!


    "Die Korsjünger fühlen sich mitten im Kampfgetümmel und auf dem Arenaboden am wohlsten. Wir jedoch die Chrysir verehren, schleudern lieber den Speer, schießen mit dem Bogen oder feuern ein Armbrust/Balestrina gekonnt ab, auch das Bedienen und Zielen mit den Belagerungsgeschützen unterstellen wir seinem Segen."


    "Den Rondrianern sind wir nicht ehrenhaft genug, den Korjüngern nicht blutig genug und für Shinxiranbetern nicht genug aufeinander angewiesen oder besser von einander abhänig. Chrysir aber sind wir genug!"


    "Unser Geschosse spielen mit seinen Kindern den Winden, unsere Sehnen singen sein Lied, wir spielen seinen Instrumente und schicken den Tod aus dem Himmel auf unsere Feinde."


    "Den ehrenhaften Rondragläubigen trifft unsere schwere Armbrust und durchschlägt seine ehrenhafte Rüstung, die ihn vor Hieben der unehrenhaften Bauerwehren schützt. Der blutrünstige Korhuldiger wird von unseren Pfeilen und Bolzen auf dem Schlachfeld gespickt, wo er sich gerade durch einfache Gepresste metzelt. Die shinxirtreue Kohorte wird durch den Beschuss von unseren Feldgeschützen auseinandergetrieben. Mal sehen wie sie sich im Kampf Mann gegen Mann anstellen?"



    Neben einem Wurspeer könnte ich mir auch andere Fernwaffen je nach Kultur als Zeremonialgegenstände vorstellen:

    Wurfspeere (Aranien)

    Schleudern (Zyklopeninseln, Windhag)

    Wurfäxte (Thorwal, Albernia)

    Bögen (fast überall)

    Armbrüste/Torsionswaffen (Horasreich)

    Speere/Speerschleudern (fast überall)

    "Schick doch die Maraskaner, die werden wiedergeboren"

    Ausspruch Helme Haffax bei der Eroberung Medenas im Efferd 1029 BF

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