Hangover in Al'Anfa, MI - Das Lächeln des Raben

  • Hey, meine Al'Anfa-Gruppe steuert gerade auf das Fest der Freuden zu und ich würde gerne einen Plot im Stil von Hangover oder der Skyrim-Quest "Eine denkwürdige Nacht" integrieren. Die Helden wachen mittags nackt im Rahja-Tempel auf und müssen herausfinden, was sie so getrieben haben (und ihren Besitz finden). Dabei möchte ich das Intro von "Das Lächeln des Raben" aus der Anthologie Bardensang und Gaukelspiel einbauen.

    Jetzt suche ich nach guten Ideen von witzigen (oder ernsten) Ereignissen, die sich gut zu einer Schnipseljagd verzahnen lassen. Die erste Station werden wohl die Paligan-Thermen, da man sehr sauber und nackt in den Rahjatempel gekommen ist. Vor Ort finden sich dann tatsächlich Ausrüstungsgegenstände der Helden, aber nicht alle oder alternativ welche, die einem eigentlich nicht gehören. Damit soll dann die nächste Station angelaufen werden. Habt ihr vielleicht Ideen, die sich gut einbauen lassen?


    Zur Gruppe:
    Wir spielen 1029, also vor den großen Unruhen und Umstürzen. Die Gruppe hat nen ganz guten Draht zu Tsaiane Ulfhart, ist aber sonst nicht so im gehobenen Metier unterwegs. Alle wohnen in der Altstadt und arbeiten mehr oder minder regelmäßig für einen Mann, der in allerhand illegale Geschäfte verwickelt ist. An Charakteren hätten wir:
    Cankuna, eine aus Mirham entlaufene Sklaven-Botenläuferin, die in Al'Anfa untergetaucht ist.
    Ramon, einen Arzt der an der Universität gelernt hat und nun seine Dienste in der Altstadt gegen Gefälligkeiten eintauscht.
    Esme, eine halbelfische Einbrecherin, die im Schlund aufgewachsen ist.

  • So spontan fällt mir nichts ein ...


    Was sind denn so abgesehen vom Beruf die Charakterzüge der Gruppe? Sprich, was würden sie unter Drogeneinfluss für eine gute Idee halten, und was auf gar keinen Fall?


    Mit Al'Anfa habe ich mich noch nicht so eingehend beschäftigt, habe aber gehört, dass die Paligan-Thermen eine eher gehobene Institution sind in die nur reinkommt wer zahlungsfähig aussieht?


    Hat man eventuell vor Besuch der Thermen mit Angehörigen der gehobenen Gesellschaft (die ebenfalls betrunken oder sonstwie unter Drogen waren) die Kleidung getauscht, weil man das unter Drogen für einen echt lustigen Witz gehalten hat? Und muss die Tauschpartner jetzt aus den Schwierigkeiten befreien, in die sie zwischenzeitlich geraten sind? (Vielleicht wollten die ja mal die authentische Gosse sehen, und haben jetzt Schwierigkeiten, irgendwem ihren echten sozialen Status zu beweisen?)

    Schätze ich es richtig ein, dass die Gruppe aus ziemlich dahergelaufenen Halunken besteht, die aber insgeheim ein Herz aus Gold haben, und durchaus motiviert wären, Leute die durch sie in Schwierigkeiten gekommen sind zu retten?

  • Die Frage lässt sich eher für die einzelnen Charaktere beantworten.

    Der Arzt ist sehr auf seinen Ruf bedacht, besonders in höheren Kreisen, in die er aufschließen möchte. Er würde also selbst unter Drogeneinfluss nichts tun, was ihn bei den Granden in ein schlechtes Licht rücken würde.

    Die Einbrecherin hat ein gutes Herz und unterstützt mit ihren Streifzügen ein Waisenhaus im Schlund. Aber sie ist auch für extremen Alkoholkonsum und damit verbundenen Eskapaden bekannt. Solange sie niemandem aktiv großen Schaden zufügt ist bei ihr alles denkbar.

    Bei der Botenläuferin ist es recht tricky, da es ihre erste Drogenerfahrung wird. Normalerweise ist sie arg drauf bedacht kein Aufsehen zu erregen, da sie Angst hat erkannt und eingesperrt zu werden. Sie vergöttert alle "Gelehrten" und verachtet jede Form von Lustsklaverei. Aber sie hat auch einen unbändigen Freiheitsdrang und möchte sich beweisen (sie hat sich z.B. verdeckt für Arenaspiele angemeldet). Generell ist sie an vielen Stellen recht unerfahren und bastelt sich ein krudes Weltbild aus ihren Erfahrungen zusammen.


    Die drei wollen sich verkleiden und dann das Fest genießen, ohne erkannt zu werden. Ob das funktioniert wird sich zeigen ^^


    Und was die Thermen angeht: Die Gruppe hat extra Geld gespart und sich ziemlich teure Kleidung gegönnt. Mit dem, was sie von Hekmat als Belohnung in der Nacht erhalten sollte es kein Problem sein, zumindest den öffentlichen Teil der Therme betreten zu können. In den großen exklusiveren Abschnitt werden sie eher nicht kommen.

    Die Kleidertausch-Idee find ich aber klasse. Da kann man definitiv eine gute Station einbauen.

  • Der Arzt ist sehr auf seinen Ruf bedacht, besonders in höheren Kreisen, in die er aufschließen möchte. Er würde also selbst unter Drogeneinfluss nichts tun, was ihn bei den Granden in ein schlechtes Licht rücken würde.

    Hmmm... aber was wenn doch? ;)

    Es ergibt sich doch ein tolles Spannungsfeld und das Potential für Komik und Drama, wenn er etwas Hochpeinliches getan hat, was aber geradenoch, irgendwie unter großen Anstrengungen vertuschbar wirkt.

    Schickt Advocaten, Armbrüste und Dukaten!

  • Wie drückt sich "Vergöttert alle Gelehrten" aus? Könnte die Botenläuferin unter Drogeneinfluss einen peinlichen Fanbrief an eine berühmte Gelehrte verfasst haben, der jetzt unbedingt dem Boten wieder abgenommen (oder gar aus dem Privathaus geklaut werden) muss bevor sie sich vor einer Person die sie sehr bewundert schrecklich blamiert ... und viel zuviel Aufmerksamkeit auf sich zieht?


    Und der Arzt mag ja versucht haben, seinen Ruf zu wahren, aber unter Drogeneinfluss tut man so manches, was man für eine gute Idee hält ... sich aber nüchtern gesehen als doch nicht so gute Idee herausstellt.

    Vielleicht hat er einem wahnsinnigen Granden getrocknete Froschpillen (oder was immer man in Aventurien verabreicht damit Wahnsinnige halluzinieren sie seien normal) untergejubelt, um diesem zu helfen und so eventuell den eigenen sozialen Aufstieg zu fördern ... und bemerkt erst beim Nüchternwerden, dass a) wahnsinnige Leute es nicht toll finden, wenn man ihren Wahnsinn diagnostiziert oder b) es eigentlich niemand toll findet, Medikamente ohne sein Wissen untergejubelt zu bekommen, selbst wenn er sie braucht. Je nachdem ob er etwas in die Essensvorräte geschmuggelt oder nur einen hilfreichen Brief mit einem Pillenfläschchen an prominenter Stelle hinterlegt hat.


    (Natürlich könnte er auch einfach irgendwas getan haben, was die Granden auch lustig finden, betrunkene Eskapaden dürften in einer derartig dekadenten Stadt ja auf Verständnis stoßen, aber es ist wahrscheinlich interessanter, wenn irgendwas wiedergutgemacht werden muss?)



    ... ach ja, Schindluder mit Statuen ist auch immer gut. Vielleicht hat die Statue einen lustigen Hut auf ... oder die Unterhose eines der Helden hängt irgendwo an ihr. In vorindustrieller Zeit war Stoff einiges mehr wert als heute, es gilt also, die Unterhose zurückzubekommen ohne als Statuenverunstalter erwischt zu werden ... oder es war doch keine Unterhose, sondern der heißgeliebte Hut, das teure Hemd, etc?



    Und vielleicht hat die Einbrecherin ihr gesamtes Geld plus Besitz im Drogenrausch dem Waisenhaus vermacht und muss jetzt zusehen, wie sie zumindest dringend benötigte Ausrüstungsgegenstände irgendwie zurückkriegt ohne direkt das Waisenhaus zu bestehlen?

  • Hmmm... aber was wenn doch? ;)

    Es ergibt sich doch ein tolles Spannungsfeld und das Potential für Komik und Drama, wenn er etwas Hochpeinliches getan hat, was aber geradenoch, irgendwie unter großen Anstrengungen vertuschbar wirkt.

    Ja, war vielleicht ungünstig ausgedrückt. Er würde nichts tun, was ihm in diesem Zustand als ne dumme Idee mit Folgen für seinen Ruf vorkommt und mir als SL ist natürlich wichtig ihm da auch nichts reinzudrücken, was er nicht irgendwie wieder kitten kann.


    Wie drückt sich "Vergöttert alle Gelehrten" aus? Könnte die Botenläuferin unter Drogeneinfluss einen peinlichen Fanbrief an eine berühmte Gelehrte verfasst haben, der jetzt unbedingt dem Boten wieder abgenommen (oder gar aus dem Privathaus geklaut werden) muss bevor sie sich vor einer Person die sie sehr bewundert schrecklich blamiert ... und viel zuviel Aufmerksamkeit auf sich zieht?

    Das ist auch ne richtig coole Idee. Vielleicht finden die noch zusammengeknüllte Rohschriften und wissen selbst nicht, ob es einen fertigen Brief gibt der abgeschickt wurde.

    Grundsätzlich vertraut sie jeder Person, von der sie weiß, dass sie an einer Akademie/Universität war und versucht krampfhaft deren Fehler und Macken irgendwie so zu erklären, dass andere daran schuld sein müssen. Außerdem lässt sie sich von Gelehrten gerne Vorträge über alle möglichen Dinge halten, die sie aber häufig nichtmal im Ansatz versteht.


    Vielleicht hat er einem wahnsinnigen Granden getrocknete Froschpillen (oder was immer man in Aventurien verabreicht damit Wahnsinnige halluzinieren sie seien normal) untergejubelt, um diesem zu helfen und so eventuell den eigenen sozialen Aufstieg zu fördern

    Dafür ist er zu bewandert in der Behandlung von psychischen Krankheiten und Problemen. Aber sein liebstes Steckenpferd ist Behandlung mit Akupunktur, die mit fehlender Feinmotorik unter Drogeneinfluss ziemlich schief laufen könnte.


    ... ach ja, Schindluder mit Statuen ist auch immer gut. Vielleicht hat die Statue einen lustigen Hut auf ... oder die Unterhose eines der Helden hängt irgendwo an ihr. In vorindustrieller Zeit war Stoff einiges mehr wert als heute, es gilt also, die Unterhose zurückzubekommen ohne als Statuenverunstalter erwischt zu werden ... oder es war doch keine Unterhose, sondern der heißgeliebte Hut, das teure Hemd, etc?

    Auch klasse. Es gibt ja einen ganzen Platz voller Statuen und wenn man es extrem haben möchte den Koloss. Die Botenläuferin hat ne instinktive viertelmagische Begabung, mit der sie quasi überall hin klettern könnte. Vielleicht ist es ja auch kein eigenes Kleidungsstück, das fehlt, sondern eins von den Leuten, mit denen man Klamotten getauscht hat. Und dann gilt es eine fulminante Ablenkung für die ganzen Gaffer zu inszenieren um unbemerkt an das gute Stück zu kommen.


    Das mit dem Waisenhaus wird so nicht klappen, da der Vorsteher ihr Ziehvater ist und sehr auf ihr Wohl bedacht ist. Ich fänds auch für den grundplot gut, wenn die Gruppe mehr Geld hat als zu Beginn des Abends, da sie von Hekmat welches bekommen haben und erstmal rätseln werden, wie sie da rangekommen sind.

  • Das mit dem Waisenhaus wird so nicht klappen, da der Vorsteher ihr Ziehvater ist und sehr auf ihr Wohl bedacht ist. Ich fänds auch für den grundplot gut, wenn die Gruppe mehr Geld hat als zu Beginn des Abends, da sie von Hekmat welches bekommen haben und erstmal rätseln werden, wie sie da rangekommen sind.

    Das ist was Neues, normalerweise wachen Leute nach betrunkenen Eskapaden eher mit weniger Geld auf ...


    Wie göttergläubig ist denn die Einbrecherin? Wäre ein im Suff abgelegtes Gelübde vor Phex, irgendeinen so richtig riskanten Einbruch abzuziehen, denkbar?


    Gerade, wenn sie nicht mehr weiß, wie sie an die Menge Geld gekommen sind, und vermutet, dass das Phexens im Voraus erfolgte Gegenleistung sein könnte...


  • Das ist was Neues, normalerweise wachen Leute nach betrunkenen Eskapaden eher mit weniger Geld auf ...

    Genau da seh ich halt die Würze. Ein bisschen weg vom Klischee. Aber vielleicht wird es auch ne Kombination. Erst ist das Geld weg und dann trifft man auf die Person, die es einem abgenommen hat, die so eingeschüchtert wird, dass sie den prallen Beutel rausrückt und sich tausendfach entschuldigt schon einen Teil ausgegeben zu haben. Trotzdem ist da deutlich mehr drin als erwartet.


    Wie göttergläubig ist denn die Einbrecherin? Wäre ein im Suff abgelegtes Gelübde vor Phex, irgendeinen so richtig riskanten Einbruch abzuziehen, denkbar?

    Das wäre auf jeden Fall nen schöner Plot-Aufhänger, aber die Gruppe muss nach der Nacht ja eh bei Hekmat einbrechen. Zwei gefährliche Einbrüche direkt hinter einander ist wohl zu repetativ. Aber eine Sklavin zu klauen muss ja nicht in einem Einbruch enden. Da könnte man einen anderen Weg einfädeln und tatsächlich gut die Charaktermotivationen verknüpfen. Vielleicht haben sie auch schon den Coup durchgezogen und plötzlich ne entlaufene Sklavin an der Backe, die sie irgendwie sicher aus der Stadt bringen müssen.