Praiosgeweihte

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    Ich befürchte, ein "liberaler", "sanfter" Praiot, der sich bemüht, sich ein wenig ins einfache Volk hineinzuversetzen, um "Alrik vom Land" besser den Praiosglauben schmackhaft zu machen, wird es bei solchen "Kollegen" wohl sehr schwer haben...


    Hat er, insbesondere wenn er besonders erfolgreich ist, jedenfalls geht das meinem Praiosgeweihten so.


    Es gibt ein paar Dinge, die man als (liberaler!!) Praiot immer in seinem Kopf haben sollte:
    Die Zwölfe sind eins und unteilbar, jeder von ihnen hat sein Gebiet in das ein anderer kein Recht hat herumzupfuschen, nur Praios allein! Es ist nicht wichtig zu unterwerfen sondern zu bekehren! Legales Glücksspiel ist weder Sünde noch moralisch verwerflich, schießlich wird es von einem einem der Zwölfe protegiert, doch es ist immer sinnvoll dem SPieler ins Gedächnis zu rufen maßvoll zu bleiben. Einzige Ausnahme sind Lüge und Diebstahl derer sich Phex nur angenommen hat weil irgendwer es ja tun musste. Magie ist per se schlecht, aber das ist ein Schwert auch. Das Ziel ist nicht den Einsatz von Magie einfach zu verbieten, sondern den Magiern klar zu machen, WARUM sie nicht zaubern sollen auch wenn sich Hesinde der Magie angenommen hat. Ein Praiot muss überwachen und abwägen. Ist es bei diesem Überfall dort vorne wichtiger in Tsas Sinne Leben zu bewahren oder müssen die Räuber im rondragefälligen Kampf besiegt und dabei eventuell getötet werden um den Besitz der Wanderer, die sie gerade ausrauben, zu beschützen? Ist rahjagefälliger Taumel hier angebracht oder ist es der falsche Zeitpunkt? Und so weiter und so fort.

    Requiro hoc vesperi res calidas / Etiam res calidas ista noctu / requiro hoc vesperi res calidas / Da mihi calida, da mihi amorem noctu

  • ich spiele zwar nur einen Praiosakoluthen, aber auch einen sehr überzeugten. Speziell wenn man sich der neuen Strömung der Braniborier zugehörig fühlt, kann man sehr volksnah und liberal agieren ohne allzuweit vom leider oft so schlecht dargestellten offiziellen Praiosgeweihten abzuweichen.


    Der Magiebann kann auch abgestuft werden. Mein Akoluth lehnt zum Beispiel jegliche Anwendung von Magie auf sich selbst kategorisch ab, bringt Artefakte die er findet zur Vernichtung oder Aufbewahrung und versucht so oft es geht den Gruppenmagiern Alternativen zu ihrer Magie zu bieten, wofür diese ob AsP Mangels auch durchaus dankbar sind.
    Ist es für das Höhere Gute nötig Magie anzuwenden (JdF bei uns) so ist es nicht so verwerflich, immerhin ist Hesinde auch eine Göttin. Wie Scaw schon richtig gesagt hat, es geht nicht zwingend um das verbieten sondern oft auch nur darum klar zu machen, wie groß die Gefahr und Verantwortung der Magie ist und das man sie keinesfalls leichtfertig nutzen sollte.


    Doch auch wenn man komplett die Finger von dem in vielen Gruppen problematischen Magieaspekt lassen will kann man sich als Praiosgeweihter ja stark in dem Ordnungs/Gerechtigkeits/Dämonenbekämpfenden Aspekt festkrallen. Es gibt mehr als genug Betätigungen für einen Praioten die er für seinen Gott machen kann ohne jedem Magier hinterher zu rennen. Und sei es das er nur darauf achtet, das der Codex Albericus eingehalten wird, bei dem die Praioten ja mehr oder weniger zugestimmt haben. Oder auch Rechtsseminare für die Büttel kleiner Dörfer abhalten, Adligen die Verantwortung an der Spitze der Lehnspyramide klarmachen und so das Los der Bauern bessern, oder auch einfach nur konsequent gegen die schwarzen Lande vorgehen und in diesem kampf die Hilfe der Grau- und Weißmagier schätzen.



    Meiner Meinung nach können Praioten wunderbare, nette Gruppenmitglieder sein, wenn man ihnen eine Chance gibt und nicht immer die Hexenverbrenner in ihnen sieht sondern stattdessen mal überzeugte Männer und Frauen, die für Gerechtigkeit in der Welt sorgen wollen, dafür, das an Stelle finsterer Verzweiflung strahlende Überzeugung in die Herzen der Menschen tritt und ein Leben ohne Dämonische Gefahren auf Dere wiederherstellen wollen. Wundervolle Ziele wie sie jeder Charakter nur allzugut nachvollziehen dürfte.

    Noctum Triumphat

  • Quote

    Dieser Charakter hatte schon die Erfahrung " Auch der Zweck heiligt die Mittel" (allerdings nicht ganz so krass).


    Das zum Beispiel finde ich so pauschal für Geweihtem, die nun mal ihren Moralkodex und die Prinzipien ihrer Gottheit vertreten und verinnerlicht haben sollten, für falsch.
    Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel und gerade Geweihte sollten darüber stehen, aus rein praktischen Gründen immer den einfachsten Weg zu gehen. Verantwortung, Höhe des Zieles und Konsequenzen sollten immer bedacht werden und es kann gut passieren, dass ein Geweihter im Zuge dessen einen Konflikt hat, aber er sollte sich dessen bewusst sein und abwägen und niemals leichtfertig handeln unter der Prämisse, dass der Zweck schon die Mittel rechtfertigt.


    Und gerade ein Praiot, der schlußendlich nicht nur vom Einbruch weiß, sondern sich auch noch dran beteiligt kann schon recht fragwürdig sein. Auch hier spielt eine Rolle um die Verantwortung und was das Ziel ist, aber die Darstellung liest sich wie "ging nicht, ging nicht, na, dann mache ich es anders". Ich gehe davon aus, dass sie sich im Spiel anders darstellte, aber ich denke, so etwas sollte wirklich ein tiefer Konflikt sein. Konflikte bereichern das Rollenspiel, zu viele einer solchen Art können aber auch ein Charakterkonzept kaputt machen oder unglaubwürdig und sollten nicht zu früh geschehen.


    Ein Geweihter, auch wenn er kirchenpolitisch verbannt und unten durch ist und daher "strafversetzt" wird, hat noch sein Ornat und seinen Rang. Solange Praios ihm nicht die KE entzieht, kann man ihn nicht zu einem Noviozen oder Akoluthen, dier Liturgien wirken kann, zurückstufen.

  • Geweihte sollten eigentlich immer nach folgendem Prinzip handeln, egal welchem Gott sie anhängen:


    Quote from "King Baldwin (Kingdom of Heavens)"

    A king may move a man, a father may claim a son. But remember that, even when those who move you be kings or men of power, your soul is in your keeping alone. When you stand before God you cannot say "but I was told by others to do thus" or that "virtue was not convinient at the time". This will not suffice. Remember that.

    "Rondra ist n Mädchen" (Leviathanas) Ich finde, das musste mal gesagt werden.

  • @ Schattenkatze
    Das mit dem strafversetzten Praiosgewehten und dem Akoluthen war ein ODER. Der Strafversetzte war ja immer noch vom Praios gesegnet und konnte Liturgien wirken. Der Akoluth hingegen wurde während seiner Ausbildung rausgeschmissen, und konnte aber (weil Praios ihn doch so lieb hatte) immerhin schon ein paar geringe Wunder wirken. Nac und nach hätten sich seine Fähikeiten steigern sollen, aber dazu ist es nie gekommen. Und wegend es Einbruches... der Patrizier hatte den Gegenstand nicht rechtens erworben, der Priester bestochen, die Mächtigen beugten das Recht so stark, dass es zu Unrecht wurde. Und daraufhin war der Geweihe der Auffassung, dass Praios ihnen die Gunst entzieht (da sie ihre Macht ausnutzen) und eben ein anderer Weg zu Gerechtigkeit führen muss... nämlich der Phexens. Das ist zwar ziemlich Dualistisch, aber der Geweihte vertrat die Auffassung, dass Alle Götter die Weltordnung halten (natürlich mit Praios als Chef). Gelingt es nicht über den Weg eines Gottes "das Gute", bzw. eine bessere Welt zu erreichen wird er einen seiner Geschwister um Hilfe bitten. In diesem Falle Phex. Praios gibt praktisch die Erlaubnis einen anderen Weg zu gehen. Ist doch auch logisch das die Götter zusammenarbeiten. Wieso sollte denn Praios denn sonst Phex (diebstahl, Lüge) oder Hesinde (Magie) neben sich dulden... weil er weiss , dass es mehr als seinen Weg zum grossen Ganzen gibt .Allerdings grenzt diese Auffasung nach aventurischen Verhältnissen an Häresie: Denn es macht den einzelnen Gott mitnichten Unfehlbar oder Vollkommen sondern nur als Pantheon sind sie wahrhaft perfekt. Ein Grund wieso ich in DSA monotheistische (Rastullah) oder im vornherein dualistische Religionen (Rur und Gor, Zwölfgöoterglaube im Svelltal) bevorzuge

    Wenn du dich nicht um mich kümmerst, werde ich dich verlassen.
    Viele Grüße
    Deine Demokratie

  • Quote from "Abaddon"

    Wieso sollte denn Praios denn sonst Phex (diebstahl, Lüge) oder Hesinde (Magie) neben sich dulden...


    Wieso denn neben sich? Unter sich :)


    Der Praiot ist nur zur Befolgung der Gesetze angehalten, wenn die Gesetze (selbst!) nicht im Widerspruch zu Praios Ordnung steht. Das zielt allerdings nicht auf die Situation, sondern ob die Gesetze praiosgefällig und somit gültig sind oder nicht. Sind sie gültig hat sich ein Praiot daran zu halten. Das schreibt ihm sein Kodex vor.

    "Rondra ist n Mädchen" (Leviathanas) Ich finde, das musste mal gesagt werden.

  • Abaddon: Weder Akoluthen noch Novizen können Liturgien oder Stoßgebete wirken. Ein Wunder kann ein wahrlich gläubiger Mensch vielleicht tatsächlich einmal vom GOtt gewährt bekommen, aber gezielt Liturgien oder Stoßgebete einsetzen können nur die Geweihten. Und Menschen allein können ein Geweihten nicht zum Novizen oder Akoluthen degradieren.

    Quote

    am besten einen der aus kirchenpolitischen Gründen rausgeschmissen bzw. zum Obersten Missionar der Khonwüste belobigt wurde, zu spielen. Er trägt dann zwar keine Ordenstracht mehr (evtl noch ein Akoluthengewand) aber der "Segen Praios" ruht trotzdem auf ihm.


    Und genau ein solcher Geweihter wird Geweihtentracht tragen, Geweihter sein und alle Rechte und Pflichten eines Geweihten inne haben, auch wenn er innerhalb seiner Kirche (kirchenpolitisch) vielleicht nichts mehr zu melden haben wird, vor Praios und den Menschen ist er noch Geweihter.


    Und gerade das Beispieles den Einruches erscheint mir immer noch fragwürdig: der andere hat gelogen und gestohlen und deshalb darf ich das auch machen? Auch ein Rondrianer kann nicht mit der Begründung, der andere hätte unehrenhaft gekämpft und von hinten zugeschlagen, dies ebenfalls machen.
    Man selber muss sich trotzdem an seine Richtlinien, Kodice, etc. halten. Und der des Praios verbietet gewisse Dinge und man kann als Geweihter einer Gottheit nicht sagen, dass man sich, wenn die eigenen nicht reichen, man sich dann an die Richtlinien eines anderen Gottes hält und damit die Sache dann ausreichend gerechtfertigt ist und alles ist.
    Man hat - auch regeltechnisch - nun mal diesen Moralkodex und zwar nur genau diesen einen und diejenigen, die sich wirklich an die Richtlinien aller Götter halten müssen, sind die vom Bund des Wahren Glaubens.
    Wie gesagt, ich gehe nicht davon aus, dass ein Geweihter niemals in die Situation kommen wird (oder gar niemals kommen sollte!), dass er nicht mal das eine oder andere Bestandteil seines Weltgefüges biegen muss zugunsten eines höheren Zieles, das auch im Sinne seines Gottes liegt. Doch dies sollte nicht leichtfertig geschehen und auch Auswirkungen auf den Geweihten selbst haben und eben nicht mit "der Zweck heiligt der Mittel, der da war böse also darf ich im Zweifelsfall diese unlauteren und bösen Dinge mit den gleichen Mitteln kontern, aber bei mir sind sie gut, weil ich damit den Bösen zur Strecke bringen werde".
    Das ist mir bei meiner Interpretation von Göttern, ihren Geweihten und dem Gefüge dazwischen doch zu einfach und vordergründig.

  • Du hast prinzipiell recht, mit ein Grund warum wir beschlossen haben keien Praiosgeweihten mehr zu spielen. Im übrigen ahben wir einen ganzen Spielabend damit verplempert, den Praiosgeweihten so hinzubiegen , dass des mit dem einbruch hinhaut... Seinne Teilnahem daran war nur möglich weil wir ihn damit geködert haben , dass wenn er nicht mitgeht noch grössers Unrecht geschehen könnte ("Wir brechen in ein Patrizierhaus ein , juchu, da liegen sicher wertvolle Gegnstände rum, und deer Praiosgeweihte ist nich da um mir auf die Finger zu schauen") und es zu einem Bluvergiessen kommt ("wenn wir den Patrizier im Schalf erwischen, ein kleiner schwerthieb un der tut nie mehr jemanden was"). Leichtfertig war da gar nichts. Der nächste Geweihte den ich spiele ist als Grundeinstellung sowiso Zwölfg¨tterbünler mit einer Weihe (also besondern verbundenheit zu Peraine... oder doch wiede rPraoisgeweihten )das in de Gruppe durchzuboxen wird schwierig). Ich bin allerdings immer noch der Meinung, das die Zwölfgötterreligion ein bisschen falsch dargestellt wird: Denn in jeder Polytheistishen religion gibt es vieleicht einen Chefgott, aber auch der ist wie die anderen Gottheiten nicht vollkomen sondern sie können nur gemeinsam und als ganzes die Welt erhalten. Sie streiten zwar, aber sie sind sich bewusst, dass sei nicht allmächtig sind (das sind tatsächlich vorstellungen des Hinduismus). Jeder Gott representiert nur einen Weg das grosse ganze zu erreichen. Allerdings ist Praios in DSA ein Gott mit monotheistischen Herrschaftsansprüchen und gleichzeitig aber in ein Pantehon eingeordnet. Wenn du also einen Praiosgeweihten spielst , dann musst du entweder einen Kompromissbereiten spielen oder einen der die andern Götter auf Praioshilfsdiener reduziert. Naja und als Spieler macht man weder seiner Gruppe eine Freude noch hat man eine lange Lebenserwartung, wenn man solche Fanatiker spielt

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    Viele Grüße
    Deine Demokratie

  • Zum Einbruch denke ich, dass ein AB auch einen anderen Weg ermöglichen solltem, nicht nur genau den einen über einen Einbruch. Von einem Geweihten der Rondra oder auch nur einem stark rondragläubigen Krieger würde ich auch erwarten, dass er da nicht mitmacht (meine tun das jedenfalls nicht - da wird ein vorgeschlagener Einbruch auch strikt abgelehnt und verboten und wenn die Streunerin keinen Hehl daraus macht, womit sie ihr Geld 'verdient', schränken sich ihre Möglichkeiten sehr ein, weil auf sie dann besonders ein Auge gehalten wird). Und wenn es wirklich keinen anderen Weg geben sollte (und es sollte immer mehr als einen Weg geben, ein Ziel zu erreichen), dann sollten die anderen SC schlau genug sein, den Praioten/ehrlichen Menschen, nach dem Motto "Was man nicht weiß, macht einen auch nicht heiß" nicht miteinzubeziehen.


    Ihn damit zu ködern, er müsse auf die anderen aufpassen, würde mir als Praiot aber über meine Gefährtern arg zu denken geben.^^


    Die Zwölfe, ihre Geweihten und ihre Kirchen arbeiten auch zusammen. Nicht ohne Grund haben sich die Rondrianer den Schutz der zwölfgöttlichen Gemeinschaft auf die Fahnen geschrieben. Die Kirchen arbeiten nicht gegeneinander. Es stehen einige Prinzipien gegeneinander, aber andere Prinzipien haben alle gemeinsam.


    Kompromissbereitschaft gehört immer dazu, aber Kompromisse sollten nicht (selten/ohne Weiteres) gewisse Grenzen überschreiten. Man kanauch als Rondrianer (die unter SC ja recht oft zu finden sind) nicht immer den eigenen Ehrenkodex auf andere übertragen und strikt durchsetzen. Man muss aber auf der anderen Seite auch nicht alles tolerieren, weil man kompromissbereit sein will.
    Gerade als Geweihter und erst recht Praiot, sieht man sich oft einer Gradwanderung gegenüber, wo man wirklich mit sich und seinem Gott ausmachen muss, was noch unter Berücksichtigung bestimmter Umstände geht und was doch nicht.

  • Wobei gerade bei einem Einbruch in ein Patrizierhaus meiner Meinung nach schon eine ganz klare Möglichkeit besteht:


    Ich würde als Praiot mich raus auf die Straße in eine belebte Menschenmenge stellen und einfach offen und ehrlich sagen: "ich habe den berechtigten Verdacht, dass der Patrizier Alrik in seinem keller ein gestohlenes Objekt verwahrt und werde dieses jetzt suchen gehen und bitte euch als Zeugen mitzukommen." Anschließend gehe ich zu dem Haus des Patriziers und verlange von den Wachen "Im Namen des Herrn Praios, ich verlange zutritt zu diesem Gebäude um dem Verdacht des (Verbrechen einsetzen) nachzugehen und die Schuld oder Unschuld eures Herren zu belegen. Die unschuldigen haben nichts zu befürchten." Was sollen die Wachen schon tun? Einem Praiosgeweihten den Zutritt verbieten? Wenn im Keller nichts ist, müssten sie es ja auch nicht... Ihn Angreifen? Nicht bei einem Geweihten. Ihn "verschwinden" lassen? Zu viele Zeugen, denn die ganze Menge ist so einer kleinen Show sicher nicht abgeneigt. Und auch wenn Büttel und Richter bestochen sind, wenn eine Menschenmenge von 30-40 Leuten alle die Beweise gesehen haben, dann können auch die nicht schummeln ohne ihre Korruption offensichtlich zu machen.

    Noctum Triumphat

  • Das ganze hat den einschneidenden Nachteil das falls der Praiot falsch liegt er damit nicht nur seinem, sondern den ruf der Ganzen Kirche schadet... betreff unfehlbarkeit etc.
    "Wer unschuldig ist hat nichts zu befürchten" ist keine grundlage für eine überwachung ;) weder heute (betreff Schäuble) nach in DSA.


    Wenn er sich allerdings sicher ist, also dann wirklich sicher, dann sollte die methode effektiv sein... aber dafür das die wachen einen praioten "verschwinden lassen" da muss da unten schon ein wirklich heftiges und götterlästerliches verbrechen begangen sein worden bei welchem die wachen (man müssen die gut bezahlt sein) und der Patrizier + gefolge, gerne ihre seelen für aufopfern...

  • Quote from "Ritter-Rondras"

    Das ganze hat den einschneidenden Nachteil das falls der Praiot falsch liegt er damit nicht nur seinem, sondern den ruf der Ganzen Kirche schadet... betreff unfehlbarkeit etc.


    Und wenn er beim Einbruch ertappt wird ist es viel besser? Unsinn. Er sollte es vielleicht nicht ganz so öffentlich machen um den Ruf des Patriziers zu wahren, aber ansonsten kann er es machen. Wenn er sich täuscht entschuldigt er sich beim Patrizier, der sich ärgert, sich vielleicht beschwert. Im schlimmsten Fall kriegt der Praiot einen vom seinem Vorgesetzten auf den Deckel, weil er die Klientel verprellt...


    Quote from "Ritter-Rondras"

    "Wer unschuldig ist hat nichts zu befürchten" ist keine grundlage für eine überwachung ;) weder heute (betreff Schäuble) nach in DSA.


    Das würde ich ja mal ganz anders sehen. Sicher ist das eine Grundlage für Ueberwachung in DSA! Aber sowas von. Keines, dass durchgehend und ständig eingesetzt wird, aber eines, das durchaus eingesetzt werden kann, wenn ausreichender Verdacht besteht. In Aventurien existieren viele der Grundrechte einfach nicht, die wir heute kennen (Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Persönlichkeitsrechte...)

    "Rondra ist n Mädchen" (Leviathanas) Ich finde, das musste mal gesagt werden.

  • Ich sehe schon das spielt jde Gruppe anders, das ist hier nicht zu klären. Aber genau aus dem Grund den Ritter - Rondras gesagt hat ging es nicht. Der Praiosgeweihte hatte sich sogar an seinen Vorgesetzten gewand der hatte ihn mit genau der Begründung abgewiesen ... "und was ist wenn ihr euch irrt?" . Und noch etwas anderes hat er gesagt " Selbst ewnn ihr recht hättet ,diese Unatt würde zu Unruhen unter dem Volk führen"- Die Praioskirche hat ihre Hände tief in der Politik, und ist gegenüber Adeliger nämlich schon bereit ein Auge zuzudrücken"Damit es nicht zum Hämmern gegen die zwölfgöttliche Ordnung kommt". Sein Beitrag zum Einbruch bestand im übrigen an der Haustür zu randalieren um die Wachen und den Patrizier abzulenken . Mitzugehen traute er sich dann doch nicht (und so fehlte am Schluss etwas mehr in dem Patrizierhaus :gemein: )

    Wenn du dich nicht um mich kümmerst, werde ich dich verlassen.
    Viele Grüße
    Deine Demokratie

  • In einer Spielergruppe einen Fanatiker zu spielen ist, denke ich, generell ziemlich schwer. Zumindest, wenn man eine heterogene Gruppe hat und auch für den Meister ist ein fanatischer Praiot keine Freude, da so einer doch arg behindern kann. Aber auch ein gemäßigter Praiot würde unter keinen Umständen in irgendeiner Weise bei einem Einrbuch mitwirken oder einen solchen zulassen. Dann soll die Gruppe lieber ohne sein Wissen agieren. Wie der Praiot dann auf die Gruppe reagiert ist wieder eine andere Geschichte. Meiner Meinung nach ist es ja gerade der Reiz dieses Charakters, dass er so geradlinig und gesetztreu ist und dass ihn das in ziemlich tiefe Konflikte stürzen kann. Immerhin funktioniert das "wahre Leben" ja dann doch nicht so, wie man das im Tempel beigebracht bekommt. Und wie Pyroalchie schon gesagt hat, kann ein Praiot ja durchaus offiziell ein Haus durchsuchen oder zumindest den Bütteln entsprechende Anweisungen geben. Man muss da dann nur aufpassen, dass sich der Spieler nicht alles herausnimmt, aber wenn er sich an seinen Kodex hält, sollte das ja an sich kein allzu großes Problem sein :laechel:


    Was Praios als höchsten Gott angeht, hatte ich mir das immer wie eine Art Adelsfamilie vorgestellt: Praios ist der Fürst und regiert. Seine Geschwister haben deshalb nicht wirklich weniger Macht, sie sind halt nur später geboren, aber trotzdem dem ja auch Fürsten. Ich würde es nicht so sehen, dass Praios quasi allmächtig ist, sonst hätte er doch wohl z.B. den Boron-Glauben in Al'Anfa unterbunden. Ich sehe diese Darstellung immer eher als Kirchenpolitik, als als göttliches Gefüge

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Entschuldigt bitte, aber ich sehe das Problem nicht wirklich. Ein Praiot ist nicht "fanatischer" als ein Polizist heutzutage. Er ist einer der wenigen gesetzestreuen, die es scheinbar noch zu geben scheint. Seltsam, dass das allgemein als so negativ gesehen wird. Er ist nicht aufrechter als ein Novadi, nicht worttreuer als ein Thorwaler und nicht sturer als ein Zwerg. Kein Problematischer Charakter würde ich sagen. Nicht problematischer als ein Streuner (der nur unter Spielern, nicht aber aventurisch verbreiteter ist).

    "Rondra ist n Mädchen" (Leviathanas) Ich finde, das musste mal gesagt werden.

  • Na soviele Praiosgeweihte wie Gassenjungen gibts dann doch wieder nicht :zwinker: . Und dein Praiosgeweihter ist um einiges Gesetzestreuer als die Polizei .... naja bei uns nicht , aber generell wird ja der Praiosgeweihte eher mit dieser Meinung gespielt: Es werde Gerechtigkeit auch wenn die Welt darüber untergeht. Ein Praiosgeweihter ist ein ziemlicher Moralist dem aber ein bisschen das praktische Abwägen zwischen Werten fehlt. Geh mal einen Tag zu unserer Polizei : Also im gesetzlichen Rahmen bewegt sich das schon nochm aber in einem moralisch dunklen Graubereich. Was das gebluffft, gelogen und vorgetäuscht wird.... mach mal ne Verkehrskontrolle mit, bei der Polizisten langweilig ist und dich echt drankriegen wollen ... oder genau andersrum ... wenn du vielleicht doch ein Glas zu viel hattest den Polizisten aber sympathisch bist.... da würde einem Praiosgeweihten echt übel werden. Und deswegen ist er auch so schwer zu spielen weil er ziemlich schnell unglaubwürdig oder Menschenverachtend wird. Unmöglich ist es aber nicht.

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    Viele Grüße
    Deine Demokratie

  • Man sollte sich auch bewusst sein, dass Recht nicht gleich Gerechtigkeit ist.
    Und Praioten vertreten das Recht, das praiosgegebene Recht, was nicht unbedingt (je nach Sichtweise) Gerechtigkeit sein muss.
    Vermutlich werden die meisten Praioten ein (persönliches) Gerechtigkeitsempfinden nicht über das geltende Recht stellen, also wohl nicht das praiosgegebene Recht brechen, um einer Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen.
    (Das ist ja schon bei uns so "Ja, das ist ungerecht, aber das Gesetz besagt nun mal dies und jenesw, so dass man da nichts machen kann.")

  • Hmm, das würde ich jetzt nicht so unterschreiben. Ich denke schon, dass ein Praiot auch zwischen Recht und Gerechtigkeit abwägt. Generell wird er zwar sagen: "Das Gesetz sagt nunmal...", aber wenn etwas wirklich schreiend ungerecht ist, wird er schon handeln. Immerhin dient ja auch Branibor als Drache der Gerechtigkeit Praios. Demnach sollte die Praios nicht so ganz egal sein. Und ich glaube gelesen zu haben, dass Praioten einem Recht nur solange zustimmen, wie es nicht unmenschlich ist. Wenn also z.B. so ein Baron seine Leute derart auspresst, dass die nichts mehr zu Essen haben und dann einer wildert, denke ich mir, dass sich der Praiot eher den Baron, als das kleine Bäuerlein vorknöpfen wird. So jedenfalls stelle ich mir die Praioten vor :laechel:

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Ein Baron, der seine Bauern auspresst handelt entgegen den Abmachungen der Feudalgesellschaft, aber es muss sich halt jemand finden, der ihn dessen bezichtigt. Das ist der schwierige Teil der Sache, da der Bauer nicht einfach zum Praioten rennen kann.


    Aber stimmt schon. Praios hat den Beinahmen "der Gerechte" und nicht "der Rechtsbringer". Recht ist nur das Gerüst, in dem jeder Gerechtigkeit erfahren sollte, aber da es von Menschenhand ist, ist es fehlerhaft. Das wird auch ein Praiot sehen und sich eher den moralischen Prinzipien unterwerfen. Allerdings ist er sich dessen bewusst, was die auf dem Spiel steht, wenn man die Gesellschaftsstrukturen zersetzt.

    "Rondra ist n Mädchen" (Leviathanas) Ich finde, das musste mal gesagt werden.

  • Praios hat als einen seiner Aspekte Gesetz, nicht Gerechtigkeit. Und einem Praiosgeweihten obliegt Schutz von Gesetz und Staat, ein Geweihter soll demnach einen Bruch des Gesetzes beurteilen und ahnden (so es nötig ist). Obendrein ist er gehorsam gegenüber Autoritäten und dem Adel verpflichtet.
    Daher sehe ich die Differenzierung schon als wichtig an. Es mag etwas ungerecht sein, aber wenn es gesetzlich abgedeckt ist ...
    Ich sage nicht, dass jeder Praiosgeweihte nur nach dem Gesetz geht und Gerechtigkeit außen vor lässt, aber die Pflichten und der Moralkodex sagen schon recht deutlich, was Priorität hat. Der Praiot kann such auch nicht der Gerechtigkeit willen gegen einen Adeligen stellen, solange dessen Tun vom Gesetzt abgedeckt ist.