Einschüchtern und Furcht

  • Bei mir wird Angst und die daraus resultierende Beeinflussung, regeltechnisch durch Furcht abgebildet.

    Kannst du machen, ist dann aber auerhalb der Regeln und macht weitere additive Furchteffekte ziemlich mächtig.


    Soetwas würde ich nur triggern, wenn der andere als Nachteil: "Angst vor ... " genommen hat. Z.b: Angst vor Trollzackern, Spinnen, etc.


    Ansonsten: Keiner (Ausnahme: psychiche Störung oder KOR Geweihte) haben Lust im Kampf verletzt zu werden...


    Ansonsten noch allgmeiner: Damit wertest Du das Konterelement: WIllenskraft unheimlich auf und jeder in Deiner Gruppe wird es ausmaxxen, um nicht beim 10ten Räuberhotzenplotz wieder die Buxen auszuwaschen... Oder er steigert "Schneiderei"... ist billiger, als Willenskraft. :D

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Grumbrak

    Mir geht es weniger darum, was in den Regeln nicht explizit genannt wurde, als viel mehr darum, wie es logisch sinnvoll ist. Zwei Formen von Angst einzuführen halte ich nicht für sinnvoll. Kannst du machen, ist dann aber außerhalb der Regeln 8o . Erschwernisse von 1-2 oder 1-3 Punkten (letzteres nur bei sehr niedgriger Willenkraft in Kombination mit misslungener Probe und einem extrem hohen Einschüchtern Wert bei einer Probe mit voller QS) sind alles andere als mächtig. Stacken kann man in diesem Fall ausschließen. Dafür scheint es mir realistisch/stimmig. Willenskraft ist extrem teuer. Das auszumaxen, um von einem Gegner keine Mali reingedrückt zu bekommen, der dafür auch erst einmal sehr viele Punkte in Einschüchtern haben muss, halte ich für eher unwahrscheinlich. PS: Den Witz mit dem Schneidern habe ich leider nicht verstanden. ;(

  • Dann scheinen wir die Regeln unterschiedlich anzuwenden.

    Das sowieso, aber ich beschreibe hier nicht meine Anwendung von Furcht, sondern wie ich RAW lese. Ich habe Furcht und Panik gehausregelt und den Zustand "Stress" mit eingeführt, welcher wie "Berauscht" funktioniert und alle 4 Stufen eine Stufe Furcht erzeugt.

    Kampfsituationen geben bei mir sofort 2 Stufen (modifiziert um SK) Stress.

  • Stört Dich dabei nicht der zusätzliche Verwaltungsaufwand? So sehr mir die Zustände teilweise missfallen, so senken sie zumindest doch den Verwaltungsaufwand.

  • Scoon

    Ist nur ein Zustand mehr und meist übernehmen es bei mir die Spieler ihre Zustände zu verwalten, ich muss sie im Prinzip nur verteilen und dann abnicken wenn diese sich abbauen! Aber wie gesagt funktioniert alles über eine Hausregel und ist sicher nicht in jeder Runde beliebt.

  • Einschüchtern ist mehr als Angst.

    Das kann auch Respekt, Zögerlichkeit, mangelnde Selbstsicherheit sein.


    Viele Männer sind von hübschen und klugen Frauen eingeschüchtert, wie weniger intelligente Menschen von Genies eingeschüchtert sein können und umgekehrt. Die Kreativität eines Menschen kann einschüchternd wirken wie auch körperliches Schaffen oder Mentale Leistungen.

    Der Erfolg einer Person kann mich einschüchtern wie auch der Ehrgeiz bzw. die Beharrlichkeit selber.


    Und in keinem der Fälle spreche ich von Furcht.

    Einschüchtern ist eine Art von Beeinflussung, die über das Verursachen von Angst hinausgeht.


    Ich finde es übrigens gut, dass es kein Talent gibt, das direkt einen Statuseffekt hervorrufen kann sondern, dass dies über Sonderfertigkeiten geschieht.


    Wenn wem keine Situationen einfallen wo Einschüchtern sinnvoll einsetzbar ist dem kann ich kaskadierende Proben oder vermehrte Sammelproben empfehlen.

    Gerade erstere begeistern mich enorm, wenn man mit einer vorangegangenen Probe sich eine weitere modifizieren kann.

    So kann man sich erst aufhübschen (lassen), um dann ggf. vereinfacht zu betören um dann mit dem Händler zu feilschen.

    Auf diese Weise können dann auch mehr Personen an einer Probe teilnehmen.

  • Das ist richtig, Ricordis, in der deutschen Sprache kann man mit dem Wort Einschüchtern viele Aspekte ausdrücken. Diese Aspekte gehen über das Erzeugen von Angst hinaus, tragen im Kern aber meist immer noch den Ursprung der Erzeugung von Angst, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Die Anwendungsgebiete: Drohung, Folter, Provokation, Verhör hören sich für mich tendenziell mehr nach der ursprünglichen Definition i.S. der Erzeugung von Angst an. In der Realität ist es auch möglich durch einschüchterndes Verhalten jemand in die Zustände von Furcht zu versetzen. Ein Talent, welches es ermöglicht einem Wesen solche Angst einzujagen, dass es seine eigenen Ideale fallen lässt und Dinge zugibt, welche es nie getan hat oder Personen ausliefert, die diesen Personen mehr bedeuten, als alles andere auf der Welt (siehe Folter zur Zeit der Hexenverfolgung), aber auf der anderen Seite nicht in der Lage ist, ein Wesen auch nur zu Beunruhigen, i.S. von Furcht 1 und damit den (winzigen) Malus von -1 zu bewirken, wirkt für mich albern. So viel zum logischen Aspekt der Frage. Was das Balancing anbetrifft, wäre ich mir nicht sicher. Einschüchtern ist ein B-Talent., unterliegt situativen Aufschlägen und kann mit Willenskraft geblockt werden. Der Horriphobus ist ebenfalls ein B-Zauber, muss die SK überwinden und ist dann nicht mehr aufzuhalten. Ich sehe noch nicht so recht, wo hier etwas ausgehebelt wird.

  • Natürlich ist die realistische Emotionspalette aber wenn du mal drüber nachdenkst entstehen diese ganzen vielen Emotionen aus Angst heraus, die Angst sich zu blamieren erzeugt mangelnde Selbstsicherheit, Zögerlichkeit und Respekt Personen gegenüber die sich Selbstsicher/Selbstbewusst verhalten.


    "Ich will hier nichts dummes sagen, die anderen sind so scheiß schlau" ist ein Gedanke der durch Unsicherheit beruht, welche gleichermaßen auf mangelndes Selbstbewusstsein aber auch Angst vor Ablehnung zurück geführt werden kann. Das mangelnde Selbstbewusstsein wird wiederum ebenfalls verschiedene Ursachen haben. Die Ur-Emotionen von Freude/Glück, Angst, Liebe sind starke Indikatoren welche eine Fülle von Emotions-Fasetten auslösen können.

    Die Anwendungsgebiete: Drohung, Folter, Provokation, Verhör hören sich für mich tendenziell mehr nach der ursprünglichen Definition i.S. der Erzeugung von Angst an.

    Da stimme ich zu, die Anwendungsgebiete sowie die Beschreibung im RGW:

    Quote from Regelwerk Seite 195

    Einschüchtern

    Probe MU/IN/CH

    Durch dieses Talent kann man sein Gegenüber bedrohen, beschimpfen oder beleidigen, um beispielsweise an Informationen zu gelangen oder jemandem Angst einzuflößen.

    [...]

    oder im Kompendium:

    Quote from Aventurisches Kompendium S. 31

    Einschüchtern


    Drohung

    Das Paradebeispiel für Einschüchtern ist die Drohung. Dabei wird versucht, mit Worten und Gesten sein Gegenüber zu verunsichern oder mit Angst zu erfüllen. [...]

    Das Angst eine große Rolle im Talent Einschüchtern spielt räumt also auch die Redax ein, der Punkt ist nur, das die Redax im Gegensatz zu Scoon nicht jede Angst einflößende Situation, auch gleich mit dem Zustand Furcht abzubilden gedachte.

    Furcht bildet jene Angst ab, die sich spürbar negativ auf körperliche wie auch geistige Handlungen auswirkt.

    Allerdings ist wie jede Emotion, auch die Angst, nichts das linear oder stufenweise ansteigt, sie ist fließend.

    Es gibt also im Prinzip auch Angst, die zwischen Stufe 0 und 1 oder zwischen 3 und 4 liegt, diese wird von den Regeln nur nicht abgebildet.

  • Einschüchtern wäre für mich sowieso Kampf irrelevant.

    Wenn man spielen will das Soziale Skills Zustände auslösen würde ich dann erst mal ein 5-10min "Gespräch erwarten".


    Danach kann man gerne mit Zustände spielen, sehe ich aber eher als Überflüssig an und wenn dann für alle gleich und nie mehr als 1 Stufe:


    Betören: 1 Stufe Betäubung (War das nicht mit "Lust" in WdV so geregelt, dass Lust etc Betäubung auslösen)

    Einschüchtern: 1 Stufe Angst

    Bekehren/Überreden: ?


    Sprich durch die Überzeugungskraft etc ist Person XY so von der Rolle das anderweitige Proben einfach erschwert werden um 1.

    Wobei ich da Regeln etc eigentlich für überflüssig empfinden würde.


    Das ein "Uh du schufft ich verhau dich gleich" in/vor einem Kampf zu 1 Stufe furcht führt, würde ich eher .... nennen wir es "befremdlich" wirken.


    Find das ganze sowohl regeltechnisch, balancetechnisch als auch rollenspieltechnisch keine wirklich gute Idee, bzw einfach überflüssig.

  • Einschüchtern wäre für mich sowieso Kampf irrelevant.

    Ist es auch, außer über die folgende SF:

    Provozieren - DSA Regel Wiki

    Betören: 1 Stufe Betäubung (War das nicht mit "Lust" in WdV so geregelt, dass Lust etc Betäubung auslösen)

    Du vermischst gerade im Kopf Begehren aus WdV und Berauscht welches Betäubung verursacht.

    Das ein "Uh du schufft ich verhau dich gleich" in/vor einem Kampf zu 1 Stufe furcht führt, würde ich eher .... nennen wir es "befremdlich" wirken.

    Wie gesagt, für RP ist das durchaus nachvollziehbar, aber generell wer etwas Realismus in den Kampf einbauen möchte, der kann die Todesangst sehr wohl mit einbauen. Selbst Spezialeinheiten die darauf trainiert werden lang andauernder Folter zu widerstehen, gehen nicht frei von Angst in eine Kampfsituation.

  • PS: Den Witz mit dem Schneidern habe ich leider nicht verstanden.

    Sollte heißen: Wenn sich meine Helden immer vor Angst in die Unterhose machen, steigere ich Willenskraft...oder schneiderei: Und schneidere mir lieber einen Satz neue (Statt sie auszuwaschen)....

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Wie gesagt, für RP ist das durchaus nachvollziehbar, aber generell wer etwas Realismus in den Kampf einbauen möchte, der kann die Todesangst sehr wohl mit einbauen. Selbst Spezialeinheiten die darauf trainiert werden lang andauernder Folter zu widerstehen, gehen nicht frei von Angst in eine Kampfsituation.

    Sowas würde ich aber nie über das Talent einschüchtern regeln sondern eher nach der Methode:

    Fraktion X steht einer riesige Horde von Gegnern gegenüber. Würfelt mal jeder eine Probe auf Willenskraft. Wer es nicht schafft bekommt 1 Stufe Furcht.


    Sprich einfach eine normale Situationsbedingte Probe.


    Du vermischst gerade im Kopf Begehren aus WdV und Berauscht welches Betäubung verursacht.

    Ja hatte da nur noch irgendwas ganz ganz hinten im Köpfchen dass da auch was war mit Status XY. Immerhin die ersten 2 Buchstaben waren richtig ;)

  • Geron Sturmkind

    Die Beeinträchtigung vor der 1. Stufe Angst sehe ich durch solche Proben abgedeckt, bei dehnen die Einschüchternprobe zwar gewinnt, aber nicht genügend QS für Furcht erzeugen kann.


    @Lyral

    Wenn Du Deine Charaktere so ausspielst, würde ich es als Spieler auch fragwürdig empfinden den Status Furcht zu vergeben. Dann schon eher den Status verwirrt, wegen unglaubhafter Charakterdarstellung. 8o Nicht bös gemeint, aber Dein Beispiel ist nun mal so offensichtlich verharmlosend angelegt, dass es maximal Einschüchtern auf Kindergartenniveau abbilden könnte, dass es für die eigentliche Frage keine Relevanz in meinen Augen hat. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, siehst Du durchaus die Möglichkeit, dass jemand im Kampf auch Abseits diverser Kampfzauber und Dämonenfähigkeiten Angst i.S. des Status Furcht erfahren kann. Allein Du siehst diesen Umstand nicht durch das Talent Einschüchtern bewirkbar. Das ist durchaus debattierbar.


    Mein Votum für den aktiven Einsatz ist der, dass es Beipiele dafür in der Realität gibt. Genau für diese Art der Kriegsführung haben unterschiedliche Völker in unterschiedlichen Zeiten diverse Methoden entwickelt, um den Gegner zu demoralisieren. Zum einen ist das für mich eine Implikation von Drohung zum anderen spiegeln, gerade die ersten beiden Zustände von Furcht beunruhigt und verängstigt, genau die Emotionen wieder, welche damit getriggert werden sollten.

  • Sowas würde ich aber nie über das Talent einschüchtern regeln sondern eher nach der Methode:

    Fraktion X steht einer riesige Horde von Gegnern gegenüber. Würfelt mal jeder eine Probe auf Willenskraft. Wer es nicht schafft bekommt 1 Stufe Furcht.


    Sprich einfach eine normale Situationsbedingte Probe.

    Klar solche Proben stehen dem Meister jeder Zeit frei, jedoch schreibt selbst die Redax, das Einschüchtern (Drohung) :

    Quote from Aventurisches Kompendium S. 31

    [...] das wilde Auftreten eines Fjarninger-Stammeskriegers, Wortdrohungen eines Schurken oder waffenschwenkende Thorwaler [...]

    Sein können.


    Ganz durchdacht ist die profane Anwendung von Einschüchtern also wirklich nicht und lässt eben viel Raum für Interpretation. Genauso wie die Anwendung von Zuständen (leider).


    Edit:

    Die Beeinträchtigung vor der 1. Stufe Angst sehe ich durch solche Proben abgedeckt, bei dehnen die Einschüchternprobe zwar gewinnt, aber nicht genügend QS für Furcht erzeugen kann.

    Ja, kann man so machen, ich benutze eben den eigenen Zustand "Stress", um die verschiedensten Stressfaktoren abzubilden, denen ein Charakter ausgesetzt sein kann... auch ohne "Angst vor engen Räumen", lösen die meisten Höhlen bei verschiedenen Kulturschaffenden ein Gefühl der Beklemmung aus. Wird man dann auch noch aus dem Hinterhalt von Wolfsratten Überrascht, kann diese Beklemmung + der Schock + der Ekel eine Stufe Furcht auslösen.

    Ohne "Stress" kann ich nur abbilden:


    Widerstehst du der Beklemmung der gruseligen Höhle?

    Wenn Nein = 1 Stufe Furcht

    Widerstehst du dem Schreck durch den Status "Überrascht"?

    Wenn Nein = 1 Stufe Furcht

    Widerstehst du dem Ekel vor Nagetiere, die Knie hoch werden?

    Wenn Nein = 1 Stufe Furcht


    Ich müsste in so einer Situation also an "Helden" 3 Stufen Furcht verteilen, um die verschiedenen Ängste abzubilden, denen ein Held ausgesetzt ist,das würde ich als viel zu übertrieben bewerten.

    Andererseits fänd ich es aber auch schade, den Spielern nicht zu verdeutlichen, wenn sich solche Ängste in ihnen auftun.


    In erfahrenen Runden wäre meine HR sicherlich zu kleinteilig, da die Spieler die beschriebene Beklemmung, den Schock und den Ekel einfach wunderbar ausspielen. Um aber die Optimierer und Stillen in meinen Runden diese Gefühle presänt zu machen, musste ich mir was überlegen.

  • Geron Sturmkind

    Ich würde die einzelnen Aspekte der von Dir beschriebenen Szene nicht aufsplitten, sondern als Gesamtsituation bewerten und dem entsprechend abschätzen, wie hoch der Aufschlag auf die Willenskraftprobe ist, um dann bei misslingen den Zustand zu vergeben, den ich für die Situation für angemessen halte.

  • Ja, wie gesagt. Diese HR ist nichts für jede Runde und deine Lösung setzt eben mehr Rollenspiel von Seiten der Spieler voraus.


    Wenn du bewertest:

    Diese Höhle ist unheimlich, aber noch keinen Zustand/keine Probe wert, so müssen die Spieler entscheiden wie sie mit dieser Situation umgehen.

    Dann flieht ein AP Schwerer Held eben auch mal vor dem Geruch von Riesenamöben (seitenzwicken Schattenkatze).


    PS: Willenskraft ist auch nicht pauschal als Gegenprobe für den Zustand Furcht vorgesehen. Die Anwendungsgebiete erlauben das widerstehen des Talents Einschüchtern und den Talenten die im sozialen Konflikt verwendet werden (Bekehren & Überzeugen, Betören, Überreden) und der Furcht vor Kreaturen her.

    Beschließt der Meister aber eine Stufe Furcht zu verteilen, so kann diese, nach RAW, nicht mit Willenskraft verhindert werden.


    Ich hab es daher in "Stress" mitverbaut:

    Helden können sich mit dem Talent Willenskraft und/oder einer Eigenschaftspobe auf Mut zur Wehr setzen. Der Meister entscheidet welche Probe angebracht oder ob beide erlaubt sind. Gelingt die Probe entgeht der Charakter dem neuen Stressfaktor und erhält keine weiteren Stufen "Stress".

  • Hallo zusammen, auch wenn der Thread schon etwas älter ist - mich beschäftigt die Frage schon länger und ich will nur mal kurz skizzieren, warum ich zwar auch gegen Automatismen von Talenteinsatz zu Furchtstufen bin - ich aber dennoch in Zukunft Proben auf Einschüchtern vs Willenskraft im Kampf einführen möchte, da es Situationsbezogen einfach richtig ist:


    8 Goblins in den Bäumen versteckt schießen Pfeile aus dem Hinterhalt auf 4 Helden. Dazu kommt ihr Anführer - ein hochgerüsteter Zwerg (fragt nicht...!).

    Nach der "Überraschungsrunde" stehen alle 4 Helden noch mehr oder weniger heile da. Der Magier holt mit einem Ignifaxius einen schreienden, fallenden und brennenden (!) Goblin von seinem Ast. Dem Zwerg tritt unbeeindruckt von der Überzahl, dem Hinterhalt und der Pfeilangriffen eine ebenso hoch gerüstete Heldin entgegen. Die Elfe hat einen weiteren Goblin entdeckt und holt den mit einem Fulmi vom Baum - schmerzschreiend. Der vierte Held klettert zu einem weiteren Goblin hoch.


    Wie reagieren die Goblins jetzt? War das "Rollenspiel" der kampferfahrenen Helden richtig, oder hätte sie nicht doch ein wenig Zweifel und Angst bzw. Furcht (!) ob der Übermacht (deren Anzahl die Helden nicht kannten) ausspielen sollen? Mal ehrlich - wer spielt die Kriegerin mit Zweifel und Zögern freiwillig in einer solchen Situation.


    Also MU-Proben für die Helden? Scheint plausibel. Eine Stufe Furcht bei Misslingen? Zumindest diskussionswürdig - letztlich jedoch SL-Entscheidung.


    Aber sehen wir uns die Gegenseite an:

    Auch in der dritten KR fallen durch machtvolle Zauber, geschickte Angriffsmanöver und herausragendem Würfelglück drei weitere Goblins von ihren Plätzen, z.T. brennend und schreiend und für alle ihre Kumpel (es sind nur noch 3) sichtbar. Was macht ein solch machtvoller Auftritt einer Heldengruppe mit dem Gegner? Einfach eine MU-Probe modifiziert ob sie fliehen oder kämpfen? Reicht das? Oder ist es nicht eher so, dass der Magier mit einer Aktion und einer Einschüchtern-Probe (seht her - ich bin der Goblin-Grillmeister!) die drei restlichen Goblins zur Aufgabe und Flucht bringt, weil er einfach Angst vor so einer machtvollen, feuerstreuenden, tödlichen Gestalt bei den Goblins erzeugt? Bleiben sie, wie von mir mit MU-Proben gewürfelt, haben sie dann keine Stufen von Furcht der ihren Bogenarm schwer macht - immer leicht bis sehr zitternd ob des soeben Erlebten?


    Was macht es mit dem Anführer - dem Zwerg, der im Zweikampf dennoch mitbekommt wie seine Goblins wie reife brennende Früchte vom Baum fallen?

    Macht es ihn wütend und unbeherrscht? Muss auch er eine MU-Probe bestehen - und was soll das Ergebnis sein? Aufgabe? Flucht? Blutrausch? Oder doch "nur" eine Stufe Furcht sollte er die um -3 erschwerte Willenskraftprobe gegen den einschüchternd auftretenden Magus nicht bestehen? Oder "Blutrausch" wenn er in der Vergleichsprobe auf das Provozieren der Kriegerin unterliegt?


    Fakt ist, auch in offiziellen Abenteuern (z.B. Finale Donnerwacht) werden solche Vergleichsproben von Einschüchtern und Willenskraft - auch mit Sonderfertigkeiten aber gerade eben auch "nur" Situationsbezogen und mit Fertigkeitsproben im Kampf mit Statuseffekt genutzt: Eine beeindruckende Schlacht, furchteinflößende Gegner, schreckliche Tode von Mitstreitern.


    Regeln entlassen den SL nicht aus der Verantwortung situationsgegeben Regeln einzusetzen - und das müssen keine Automatismen sein:

    Nicht jeder Ignifaxius löst gleich Furcht aus (technisch: Proben) - aber viellleicht 2, 3 zusammen mit einem Duplikatus von einem einzigen Magus, miterlebt von seinem Gegner - dann würde ich Vergleichsproben bei einer Aktion Einschüchtern durch Drohen und Gesten zulassen.


    Ich bin jedenfalls bestärkt auch mal "einfache" Flucht-MU-Proben durch ein Würfelduell von Einschüchtern und Willenskraft zu entscheiden.

    Auch den Helden hätte in der Überraschungs-KR eine Vergleichsprobe für eine Stufe Furcht gezeigt, dass die Helden - egal ob kampferprobt oder nicht (das sind ja letztendlich die FW Willenskraft) nicht aus Stahl oder Holz sind. Vielmehr sollten sie auch im Kampf Rollenspiel-Fluff mäßig beschreiben, wie sie sich fühlen und agieren ob dieser üblen Überraschung. Also dient das dem Rollenspiel -zum Glück sind wir alle im echten Leben noch nie in so einen Goblin-Hinterhalt geraten und können nicht ermessen, wie wir uns verhalten würden und müssen das auch nicht. Die Vergleichsproben mit Ergebnismöglichkeit Furcht ermöglicht also eine Chance zu einem charakterorientierten Rollenspiel. DAS soll Regelwerk doch leisten. Und es ist meine Meinung, wann mal so eine Situation ist muss der SL improvisieren oder vorher in seinem Spielplan festlegen um besseres Rollenspiel zu ermöglichen - darum geht es doch oder? Ich weiß aber auch nicht, ob ich mit der daraus resultierenden Unsicherheit bzgl. Regeleinsatz die Unsicherheit die das Abenteurerleben ausmacht befeuere (was gut wäre) oder Frust und "tyrannisierende" SL verbreite - muss sich zeigen... wie seht Ihr das?


    P.S.: Umgekehrt kennen wir das Ändern von Status-Stufen durch Fertigkeitsproben schon länger sicher eingebettet im Regelwerk: Linderung von Schmerz bei Heilkunde Wunde, Aufheben von Panik bzw. Furcht durch Heilkunde Seele etc. ...

  • Was macht es mit dem Anführer - dem Zwerg, der im Zweikampf dennoch mitbekommt wie seine Goblins wie reife brennende Früchte vom Baum fallen?

    Macht es ihn wütend und unbeherrscht? Muss auch er eine MU-Probe bestehen - und was soll das Ergebnis sein? Aufgabe? Flucht?

    Moin, es gibt im AKI oder AKII die

    Fluchtregeln

    Hier gibt es auch die Sektion "Zauber wurde gewirkt" Nehme ich mir immer vor damit zu spielen, allerdings bis jetzt immer vergessen 😅

  • Hallo Kra3h,


    .... sowas, naja ich hab die Bücher zwar aber die Details...; Danke für den Regelhinweis - klingt auch nach einer plausiblen Lösung für diesen Teil!


    Umgekehrt würde ich aber sagen ist das auf Helden nicht zugeschnitten - soll's auch offensichtlich gar nicht sein. Dann doch die Sache mit einer Statusänderung durch Vergleichsproben bei angemessenen Situationen - auch und gerade im Kampf. Was würdet Ihr als Spieler sagen: Kein Automatismus durch "Wenn Ignisphäro (Gegner) ... dann Vergleichsproben" sondern nach Situation (Spielleiterentscheidung) Vergleichsproben auch "gegen" die Spieler eingesetzt als Chance für besseres Charakterrollenspiel?