Reiseberichte des ehrenwerten Ernesto Horatius P. von Lichtenstein

  • Von Mammuts zu Trondes Schicksal:


    Oder auch nicht! Mich irritierte dieser schwarze Turm, der wie ein mahnender Zeigefinger zum bedeckten Himmel zeigte. Natürlich fing es an zu regnen. Auf dem raschen Rückweg kam ich an einem großem Gebäude vorbei, das mir bereits oben aufgefallen war, und stellte ich mich dort am Eingang unter. "Schönes Wetter, nicht wahr!", sprach mich eine Gestalt aus dem Schatten an. So lernte ich Aleya Ambareth kennen, und sprach über den thorwalischen Regen, Hesinde, über die Stadt, dem Schwarzen Turm, und des Windzwingers Mammuts. Ja, die Mammuts gibt es wirklich. Sie waren die erste Aufgabe bei der irren Wettfahrt dieser berühmten Kapitäne, deren Namen mir gerade entfallen ist. Unsere Rote Harika hat die Welt umsegelt, das ist legendär! Das war noch zu Hetfrau Garhelts Zeiten. Da ihr Sohn Tronde rasch neuer Hetmann wurde, landeten die Eiselefanten auf seinem Gut außerhalb der Stadt. Damit war diese Geschichte beendet … fast so ein Reinfall wie hier in Frierstum!


    Hetmann Tronde – sie haben inzwischen sogar eine Brücke nach ihm benannt, oder war es ein Schiff? Ein Schwert wäre passender. Noch am selben Tage hörte ich von der Schicksalsklinge.

    Vergeßt eisige Elefanten, hier geht’s um eine mystische Waffe. So ähnlich muß ich gedacht haben, und wollte darüber einen großartigen Bericht schreiben. Auf die Idee mal einen Skalden zu fragen, kam ich leider nicht. Stattdessen ging ich nach dem Frühstück zum Swafnirtempel, denn Erfahrungsmäßig kennen sich Geweihte am besten mit der Geschichte aus. Als nächstes ging es zur Magiergilde, und nutze meinen Kontakt zu Magister Ambareth um die Bibliothek, nach einer kleinen Spende, zu besuchen. Meine Notizen wuchsen, wie meine Verwirrung.


    (Na, warum wohl? ;) )

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • (Ich habe bei diesem längeren Rückblick - außer ich schreibe über dieses "A(venturien)-Team" - viel Freiheiten über Thorwals Kampagnen (u.a. Orkland, Phielasson, Schicksalsklinge-Zyklus) Meinungen abzugeben, ebenso das Symbol Schwert, verschollene (?) Artefakte, Reime, etwas Borbarad (inkl. Fluch), die Zahl Sieben, u.a. aufzugreifen.
    Weitere Vorschläge - oder Bitten - sollten rechtzeitig hier KURZ vorgetragen werden. Ob ich alles verarbeiten kann - das überlasse ich Ernesto. ;) )

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Über 7 Klingem mußt du gehen ... (Anmerkung: Ich schreibe derzeit alles aus dem Kopf, und ich bin mir ischer es gab noch eine c) Geschichte zur Schicksalsklinge, aber das überprüfe ich zum Ende.)


    Wo fange ich an? Schwerter!

    Unsere Welt ist voller mystischer Schwerter. Der Kriegsgöttin Rondra ist ein Schwert als Sternsymbol an die Himmelssphäre gesetzt worden. Deswegen dürfen in manchen Ländern Adlige nur durch das Schwert gerichtet werden, anders als im Reich des dämonischen Schwarzelfen, der jeden mit seinem Henkersschwert bestraft. Wir hatten gar einen Schwertkönig, Besitzer zweier legendärer Klingen, und auserwählter Träger des göttlich-mystischen Siebenstreichs war. Schwerter sind zudem Symbole des Hochadels, berühmte Klingen sind die aus dem Hause Gareths oder Honks.

    Bei Thorwalern denke ich eher an Äxte anstatt Schwertern. Woher mag also diese Schicksalsklinge gekommen sein? Ich fragte etwas (Skalden, Tempeln, Magierakademie) herum. In einem Punkt waren sie sich alle Einig: Von den Zyklopeninseln. Woher sonst – und ich wäre jetzt gern auf Teremon, wo's warm ist als in dieser Nagrachkälte. Wißt ihr eigentlich das es hier einen Fluß gibt den die Bornländer Nagrach nennen! Und dann wundern sie sich das es hier so kalt ist. Die Akademien und Priester kommen anscheinend nicht auf den hesindischen Gedanken, die Bevölkerung aufzuklären, dass es nicht klug ist den Namen eines Erzdämonens zu preisen. Wir hingegen haben im Horasreich einige zu kluge Nanduraten, deren Volksbildungswahn hier sicherlich mal nützlich sein könnte.

    Jeder der sich ein wenig mit der jüngeren Geschichte der Westküste Aventuriens beschäftigte, dürfte der Name Hyggelik bekannt sein. Die Thorwaler nennen ihn einen großen Hetmann, die restlichen Historiker eine gewalttätigen Verbrecher. Bei einem seiner Ausflüge suchte er mal wieder die Zyklopeninseln heim, und jetzt wird's kompliziert; a) bestellte bei einem Zyklopen ein Schwert, oder b) raubte es vom Seekönig, der es zuvor von einem Zyklopen geschenkt bekam. Wie auch immer, er kehrte mit dem betitelten Schicksalsschwert nach Thorwal zurück. Es sollte ihm kein Glück bringen.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • (Heute stelle ich wirklich fest das ich einen großen Spaß daran habe die aventurische-lebendige Geschichte aus der Sicht eines bekennenden Horasiers zu zitieren - auf die Überarbeitung freue ich mich jedoch nicht.)


    In einem Buch las ich, daß Hyggelik sich das Schwert machen ließ um damit sein nächstes großes Abenteurer durchzuführen – ins Orkland zu reisen. Ja, eine große Axt reicht anscheinend nicht um Orkschädel zu spalten, und wenn schon ein richtiges Schwert, dann bittschön von einem echten Zyklopen geschmiedet. Was will ein Thorwaler im Orkland? Auch hier gibt es mindestens zwei Antworten: a) Er wollte sein Raubgut im Orkenhort verstecken, oder für einen Thorwaler passender, b) er wollte den Orkenhort plündern. Egal, er verschwand samt Mannschaft –zu Fuß! – irgendwo im Orkland. Sein Verschwinden gibt Rätsel auf, denn die einzigen Aussagen eines oder mehrerer Überlebenden die was von einem Orküberfall brabbelten, und das Hyggelik dabei umkam, waren von Wahn gezeichnet. Fakt ist, Hyggelik, seine Mannschaft, und Grimring, nennen wir das Schwert bei seinem Namen, blieben verschollen. Die Legende kennt keine Suche oder eine Vision, daß uns über das Schicksal Hyggeliks verrät. Und das, soviel möchte ich schon mal verraten, es eine Karte gab.

    Ein Verwandter von Hyggelik mag dieser Thorwaler gewesen sein, der erst um die halbe Welt reiste, um dann die Zollinsel von Festum zu erobern. Dummdreist oder xeledonischer Wahnsinn? Nun, ihm gelang die Unsterblichkeit, denn alljährlich feiert die Stadt den Sieg über diesen irren Zollkönig und schlägt dabei laut auf die Trommel. Bornländer!

    Ein Jahr nachdem die traviagefällige Hetfrau Garhelt starb, mußte ihr Sohn Tronde mit einer Gefahr beschäftigen, die er oder irgendein Geweihter träumend auf Thorwal zukommen sah. Es ist schwierig, nein, unmöglich, genaueres zu erfahren, was den frischen Hetmann veranlaßte, in der Stadt Ausrufer loszuschicken, um paar Freiwillige für eine gefahrvolle Mission zu finden. Das ausgerechnet im Traviamond, wo sich ganz Thorwal auf den Winter vorbereitet und die gütige Travia begeistert feiert.

    Es ist für mich kaum vorstellbar, wenn ich nie in Thorwal selbst gewesen wäre, das die trolligen, brüllenden, äxteschwingenden Barbaren das eigne Gastrecht hoch ehren, während sie auf Raubfahrten nicht Fragen, ob sie eintreten dürften. Anscheinend wollten die Thorwaler lieber zu Hause bei der Familie bleiben oder die Schiffe winterfest machen anstatt den Avesfreuden zu folgen. Aber es meldeten sich dann doch noch paar Freiwillige, und es wurden gerade die nicht aus Thorwal stammenden ausgewählt, um das Grab Hyggelik zu finden und die Schicksalsklinge dem Hetmann zubringen.

    Warum Tronde nicht selbst auf diese Queste mitging – vielleicht war mit den Füttern der Mammuts zu sehr beschäftigt.

    Diese Söldner, manche Quellen sprechen von Helden, nur niemand erwähnt wie groß die Gruppe war, ob Mann, Frau, Elf oder Zwerg mitgingen, noch ob ein Zauberer oder Geweihter darunter war, was so typisch für die aventurischen Helden ist, das war schon so bei der Sieben-Kelche-Gruppe, der Orklandkarte-Gruppe, der ranakischen Korisande-Gruppe, und natürlich bei den Sieben-Gezeichneten genauso. Nun werden sie sagen, aber man kennt doch die Namen der glorreichen Sieben. Falsch! Überliefert sind nur ihre mystischen Be-/Gezeichnungen. Bei einer spätabendlichen Runde während eines Hesindedisputes kam die interessante Frage auf, ob es sich bei dem Aventurien-Team immer um die gleichen Personen gehandelt haben könnte. Da es von den Kirchen so auslegt wird, das die Gezeichneten von den Göttern Auserwählte waren, könnte an dieser Metaidee – aber Phileasson wurde bekanntlich ja auch von unbenannten Auswärtigen begleitet, während zeitgleich andere bei Tronde vorsprachen. Was wußte Tronde? Den Namen eines der Nachfahren von Hyggeliks Mannschaft und das es angeblich eine Art Schatzkarte gäbe, die aus völlig unbekannten Gründen in neun Teile zerrissen wurde, und sich im Besitz von weiteren Nachfahren befinden sollten. Auf die Idee mal früher diese Karte ausfindig zu machen, kam aus reiner Plünderfreude vorher niemand.


    Das ist schon besser!

    Der gute Gorwyn kam vorbei und brachte einen Heißen Stein mit. Er sagte eine zwergische Bezeichnung, ich nenne es aber einen schönen warmen Stein. Sieht aus wie ein Stück Kohle, dem auf allen Seiten Zwergenrunen eingraviert ist. Ich hab keine Ahnung wie dieses Wunderding funktioniert, noch woher Gorwyn es hat, aber es wärmt das Zimmer das selbst die Ifirnsblumen am Fenster tauen.

    Gutgelaunt nahm ich mir mein Manuskript vor, las die letzten Seiten, und entschied nach langem Zögern mit dem Schreiben fortzufahren, als Erleichterung für meine Seele. Der Künstler in mir Schrie, wirf diesen Mist ins Feuer! Ich bin da sehr ehrlich.

    Folgendes habe ich bei meinen Abschweifungen vergessen zu erläutern, den Grund der Suche: ORKS!


    (Richtig müßte der eine Satz so lauten: Ein Jahr nachdem die traviagefällige Hetfrau Garhelt die Mammuts im Empfang nahm starb sie, und ihr Sohn Tronde mußte ..."
    Historisch ist das Startjahr der Schicksalsklinge umstritten.)


    PS: Bei mir laufen gedanklich die nächsten Schritte, u.a. was möchte ich erzählen/zeigen, wozu hat Ernesto keine Lust (Orks, ungemütliche Reisewege, Phexcaer,) was könnte ihn interessieren (... Drachen und Namenloses?), welche Quellen biete ich ihm an (Skalde & Historikerin).

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited 2 times, last by zakkarus: Gedanken ().

  • In den Wirren des Khômkrieg bemerkte kaum jemand das die Orks etwas planten. Doch die Götter waren mit dem frischen Hetmann. Da sich Thorwal aber anscheinend einer Invasion von Orks nicht gewachsen sah, erinnerte man sich an Hyggeliks Schwert. Grimring galt unter der Orks als Unglücksklinge – warum, wissen nur die Götter. Darum der Aufruf ... blablabla. Ich mußte unweigerlich an die legendären Sieben Gezeichneten denken, die ebenfalls eine Gefahr aus dem Osten mit göttlicher und mystischer Hilfe bekämpften. Borbarad mit dem Aikar der Orks zu vergleichen, naja, ist mir Schnuppe! Sollte sich jemand mit der Geographie nicht gut auskennen, Thorwal liegt nördlich der dämlichen Königreichen Andergast und Nostria, und geht östlich fließend ins Orkland über. Phexcaer liegt so auf der Grenze. Passend zu diesem Ort, der angeblich unter Phexens Segen steht.


    Ich wollte paar gute Antworten, und begann meine Suche in Thorwal. Bei einem phexischen Händler erwarb ich nach reichlichem Gefeilsche 'Die 49 Skaldengedichte des Skalden Olvir Gundridsson', die jener als schmale Sonderausgabe, eingewickelt in Botenpapier, aus dem Lager holte. Dieses rote Büchlein sah ich am selbigen Abend noch einmal, als wir Essen waren, und der Wirt so ein Büchlein unter den Tisch schob, damit dieser nicht mehr wackle. Mir fehlt bis heute die Einschätzung was ein gutes Gedicht ausmacht, aber bei Olvir glaube ich, daß jener im Boronmond geboren wurde. Das Büchlein ist die perfekte Einschlafhilfe. Ganz nutzlos für meine Informationsbeschaffung war es jedoch nicht. Es enthielt einen wertvollen Hinweis, eher einen Namen: Elaine Windenbek in Varnheim.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited once, last by zakkarus: Die "Schnuppe" hat gewonnen! ().

  • (Tja, die Anreise zu Frau Windenbek scheint sich etwas in die Länge zu ziehen. Der Zwerg will in Thorwal bleiben. Ernesto glaubte er schaffe die Strecke gut zu Fuß - bei schönen Wetter. Hoffentlich lebt Sie noch, und auch weiterhin in Varnheim. Sind ja einige Jahre - Jahrzehnte - vergangen. Erschreckend auch das Olvir seinen "Epos" mit Die Nordland-Saga in drei Teilen benannte.)


    Varnheim liegt nördlich von Thorwal, und da jeden Tag vom Hafen aus Boote in alle Küsten Thorwals segeln, versuchte ich dort mein Glück. Das ich überhaupt ein Boot nehmen konnte, verdanke ich dem Zwerg, der es Vorzug einige Tage als Gast bei den wenigen thorwalern Zwergen zu verbringen. Woher er nun wieder den Meister Dragosch aus der Akademie kannte? Bereits am Abend hatte er sich kurz mit ihm getroffen, und mir beim Frühstück dann etwas über eine alten Fluchttunnel unter der Zwingfeste erzählt, wo es anscheinend lange spukte. Inzwischen ist alles geflutet worden, aber vorher sollen da diese Helden einigen Schmugglern und dem Spuk ein Ende bereitet haben. Ich wundere mich bis heute wieso die Thorwaler sich nicht längst um diese Probleme gekümmert haben? Ich weiß, Aberglaube und so, aber wozu haben sie eine Akademie in der Stadt? Aber die Stadt und die Magierakademie ist so eine Geschichte für sich.


    In Varnheim angekommen, fand ich leicht zum Haus der Windenbeks. Ich erinnere mich dass es ein großes Langhaus war, davor ein hübscher Garten, und links und rechts schattige Bäume in denen Elstern nisteten. Gerade als ich anklopfen wollte, wurde die Tür aufgerissen, zwei blonde Wirbelwinde stürmten heraus, gefolgt von einem rothaarigen Kreischling. Bevor ich irgendwie reagieren konnte, stand schon eine junge Frau in der Tür: "Rhiana, bleib hier! Britt, Ronja, euch soll der Swafnir holen!", und lief den Kindern hinterher. "Zwillinge!", sprach jemand aus dem Schatten der Bäume. Erst da bemerkte ich, dass dort ein älterer Mann auf einer Bank saß. "Aber meine Tochter wollte ja noch unbedingt ein weiteres Kind. Wollten sie zu meiner Tochter oder zu meiner Frau?" Nachdem ich erklärte, dass ich eine Elaine suchte, ließ er mich ins Haus gehen, wo ich Elly – so nannte er sie, meine ich – in ihrem Studienzimmer finden könnte. An dieses Zimmer erinnere ich mich jedes Mal wenn ich einen Buchhändler aufsuche, denn es war vollgestopft mit Büchern, Pergamentrollen, Steinen, und ich glaub gar Knochen. An einem Tisch vorm Fenster saß eine ältere Frau mit schwarzem Haar, in dem sich das Weiß wie beim Gefieder der Elstern mischte. Nachdem sich Elaine ihre Wachskugeln aus den Ohren gezogen hatte, konnten wir uns über die Ereignisse der Suche nach der Schicksalsklinge unterhalten.


    (Ich spiele hier schon auf Ideen zu Grimring an, als ich mich mit dem Hintergrund von Elaine beschäftigte. Die Namen der Kinder dürften hingegen gut bekannt sein. :) )

    (Error: Es war natürlich Elaines Mann der sie Elly nennen darf.)

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    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited 2 times, last by zakkarus: Varnheim ...error! ().

  • (Falls sich jemand mal fragt wie ich auf den Namen kam; jedenfalls sein Psydo-Nachname ist ein Gag in doppelter Hinsicht, daß jeden auffallen dürfte, wenn er ihn mit Ernesto HPL abkürzt - Howard Philip Lovecraft. Ich konnte bei einem Sucher nach mystischen Wahrheiten nicht wiederstehen :) )


    Elaine ist eine der faszinierendsten Frauen die ich je traf. So voller Leidenschaft für die Geschichte Thorwals. Die Hetmänner haben es ihr besonders angetan. Und Hyggelik stach besonders heraus. Wann geht schon mal ein Hetmann im Orkland verloren? Sie erinnerte sich noch gut daran, daß ein Fremder an der Tür klopfe und sie nach Hyggeliks Schwert fragte. Das war noch zu ihrer Zeit als Lehrerein, Musik. Und sie ist eine überraschend gute Weinkennerin, was ich in Thorwal niemals erwartet hätte. Sie besaß ein Kartenstück, das sie in Phexcaer erworben hatte, und nur ungern hergab. Aber schließlich wurde man sich einig. Neugierig geworden verfolgte sie durch Bekannte in Thorwal die Suche der Gruppe. Dabei stießen sie auf Hinterlassenschaften aus der Zeit der Besiedlung oder Priesterkaiserzeit. So genau ließe sich das nicht feststellen. Erst nach dem Orkensturm besuchte sie eine Paßfeste, inzwischen verlassen, damals von einem seltsamen Zauberkundigen bewohnt. Bei ihrer Kartensuche mußte sich die Gruppe auch mit einem fehlgeleiteten Druiden, einem Geisterschiff und gar einem Drachen herumschlagen. Ich weiß bis heute nicht wieviel davon wahr ist, dem Wein verschuldet oder sie sich nur einen Spaß erlaubte. Als ich sie auf namenlose Umtriebe ansprach, wirkte sie jedenfalls stocknüchtern. Und sie wich der Frage anfangs geschickt aus. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie sie dasaß, ihr halbleeres Weinglas in der Hand, den Wein darin wie in eine Kristallkugel blickend betrachten, und mir dann nur ein Namen nannte: Grangor. Das muß so um 1005 BF gewesen sein, wo angeblich die Göttin Rahja Tempelbesuchern den Auftrag gab, das finstere Treiben eines Kultes des Rattenkindes zu beenden. Anscheinend mit Erfolg. Und bereits paar Jahre früher wurde in der Zyklopensee ebenfalls ein Kult vernichtet. Nur, fragte ich Elaine, was habe dies mit Thorwal zu tun. Alles, oja, genau das sagte sie, alles! Der Kult versuchte so viel wie möglich zu retten, und wo wäre ein besseres Versteck zu finden als in Thorwal, daß nicht gut auf Praioten zu sprechen ist. Aber das Gift schwappte allmählich auf einen Ort über: Daspota! Dies war der der wahre Grund, warum Hetmann Tronde diese Stadt schließlich befriedete. Die Kartensucher stießen dank göttlicher Fügung auf ihre Verstecke. Später sollten sie noch einmal im Svelltland auf diesen Kult stoßen. Hatte ich schon erwähnt dass dieser Barde Olvir seine Nordland-Saga in drei Teilen erzählt. Aber ich greife vor.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited once, last by zakkarus: Elaine erzählt: Teil 1 ().