Reiseberichte des ehrenwerten Ernesto Horatius P. von Lichtenstein

  • Spoileralarm zu älteren Abenteuern!

    Achtung: Im Text wird auf Ereignisse aus den Abenteuern B02, B17 und A08. Wer diese alten Abenteuer noch spielen möchte, sollte Abstand zu diesem Rückblick nehmen.

    A1040+

    Fall X-B02

    1. Ankunft in Nostria

    Ich schreibe dies während Gorwyn sich um Pferde kümmert. Ich habe keine Lust den ganzen Weg von Salzerhaven nach Joborn zu gehen. Die Anreise mit dem Schiff war ereignislos. Es war gut dass wir einen Tag vorher in Thorwal verbrachten, wo ich eine Karte dieser hinterwäldschen Region erstand. Hier ist so eine Karte undenkbar. Genauso das ich mal einen Fuß in diesen Landstrich setzen würde. Aber hätte ich Nein sagen sollen? Dabei wollte ich nur mein Notizheft an die Derenzeit verkaufen. Ich hätte die Dukaten nehmen sollen und verschwinden, aber ich bin zu nett. Wer wäre auch besser geeignet diese X-Fälle zu prüfen als ich selbst. Warum X-Fälle? Betrifft dies Xeledon? Mir einerlei. Aber warum dieses X um einen angeblichen Wald ohne Wiederkehr. Der Kartograph in Thorwal lachte nur und zeigte auf das dichtbewaldete Nostriandergast und wo überall solche Wälder sein sollen. Verständlich befinden sich alle in den Grenzregionen zwischen den streitenden Königreichen und Thorwal. Aber nur in einem dieser Wälder hauste der Magier der Nacht. Die Hintergründe dieses Falles sind so wirr das sie glatt erfunden sein können. Aber hinter diesem Abenteurerbosparano steckt vielleicht ein Körnchen Wahrheit. Wir werden dem Ingvall folgen und in Joborn Erkundigungen einholen. Aber mehr werden wir wohl erst ein Beilstatt erfahren. Wäre ich bloß schon dort.

    2. Nordvest

    Gorwyns Fuhrwagen ist auf diesen praiosverdammten Holperwegen eine Zumutung. Mir reicht's! Bis hierhin und nicht weiter mit diesem Ding. Kann der Zwerg maulen wie er will aber wir nehmen das nächste Boot nach Joborn. Falls ich es in diesem Kaff so lange aushalte. Hab mich in eine Taverne mit dem lächerlichen Namen 'Zum Ritter' gesetzt während wir auf das Boot warten. An einem der Tische war ein Metallschild angebracht: In Gedenken der Schicksalshelden. Ich machte den Fehler und fragte die Wirtin was es damit auf sich hätte. Um es kurz zu machen, vor längerer Zeit saß an diesem Tisch eine Gruppe die später das Schwert Schicksalsklinge fand und damit irgendwie die Orks in Thorwal beeindruckten. Klingt nach einem billigen X-Mythos. Notiert!

    3. Joborn

    Heute endlich in Joborn angekommen. Es regnet. Der Halt in Engasal, das sich selbst als Herzogtum sieht, zeigte erneut in was für ein Hinterwäldlerland wir unterwegs sind. Was ist das? Eine Notiz zu Ingvallspeugen: Visaristen? Warum hab ich das aufgeschrieben?

    Wir werden nach Beilstatt zu Fuß gehen müssen. Ratet mal wodurch? Durch einen Wald. Denn diese ganze Region ist nur ein einziger großer Wald mit einigen Löchern. Ich weiß jetzt schon dass dies mein Wald ohne Wiedersehen wird!

    Wir werden das Wetter nutzen und uns im Ort umhören. Ich hoffe dass wir nicht länger als einen Tag dazu brauchen. Am Abend werde ich dann unsere Erkundigungen auswerten.

    (Fortsetzung folgt...)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited once, last by zakkarus (January 12, 2021 at 8:33 PM).

  • Namensfindung

    (Der Name ist eher ein Zufallstreffer - Ernesto war einer von vielen Wahlvornamen, und irgendwie fand ich es lustig ihm als Nachnamen die Buchstaben HPL (Howard Philip Lovecraft) zu verpassen; und vielleichz gelingt es mir die Tonart des HPL uas "Ca<st a deathly Spell" einzufangen. Ja, auch über Redlum habe ich nachgedacht ... aber rasch verworfen. :))

    Ich bin eher auf das nächste X-Abenteuer gespannt, wenn ich B02 abgespoilert habe. ^^

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited once, last by zakkarus (January 11, 2021 at 7:01 PM).

  • (Als ich mir die Reiseroute mir ansah, dachte ich, hey, ging nicht NLT1 auch durch Kravik? JA! ^^ Ich hoffe man verzeiht mir das arrogante Weltbild dieses überstolzen Horasiers. ;))

    (Fortsetzung ...)

    Während ich im Wehrtempel mit den Priestern sprach, amüsierte sich Gorwyn im Bordell, betrank sich in einer Schänke und fing dort mit Holzfällern eine Prügelei an. Es ging um die Plörre, die dort als Bier verkauft werde, wie er mir erklärte als ich ihn abends aus dem Friedenkeller herausholte.

    Manchmal ist dieser Zwerg, wie läßt es sich ausdrücken; Nicht anstrengend, ein Zwerg halt.

    Ich habe für die Übernachtung ein Zimmer im Haus Joborn genommen, mit Frühstück. Überraschung, saubere frisch bezogene Betten. Morgen müssen wir nach Beilstadt. Über Murgol konnte ich soviel erfahren dass er damals aus beiden Königreichen Dokumente stahl und zusätzlich das andergastische Reichsszepter mitgehen ließ. Ja, genau dieses Szepter wird auch in meiner X-Notiz erwähnt. Anscheinend ist es gefunden worden, denn es ging als Pfand zusammen mit den restlichen Kroninsignien an die Nordlandbank. Armes kleines Königreich. Das ist interessant, beinahe wäre es im Jahr des Feuers geraubt worden; Gerüchten zufolge ist es ein magisches Artefakt. Warum nicht.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited 3 times, last by zakkarus (January 11, 2021 at 7:02 PM).

  • 4. Fast vorm Ziel:

    Endlich. Wir sind in Beilstadt Beilstatt angekommen. Eine Meile hinter der Joborner Garnison trafen wir auf eine Bauernfamilie die uns auf ihren Fuhrwagen mitnahmen. Es scheint sogar die Sonne. Der Bauer riet mir in der Schenke gegenüber des Firuntempels nach Kuno fragen. Der weiß angeblich so manche Geschichten aus der Gegend. Aber auf keinen Fall solle ich ihn auf das Donnersturmrennen ansprechen, dann gerät er ins Schwärmen. Aber wieso – das letzte Donnersturmrennen führte doch gar nicht nach Andergast. Es gibt hier gar eine Herberge. Ich ließ Gorwyn dort, nach dem Vorfall in Joborn möchte ich einen weiteren Schenkenvorfall vermeiden. Kuno war leicht zu finden, und nicht zu übersehen, oder sollte ich sagen, zu überriechen. Er trug eine abgewetzte, mehrfachgeflickte Soldatenuniform, langes graues Haar und ein Bart der jedem Zwerg alle Ehre gehalten hätte, wäre er auch gepflegt worden. Natürlich redet es sich besser mit einem oder zwei Bieren. Nach dem dritten kam er so richtig in Schwung das ich kaum mitschreiben konnte. Manches davon klingt eher nach dem wirren Gefasel eines Dorfidioten. Ich versuche es mal zusammenzufassen:  

    Murgol, ehemaliger Hofmagier Andergast, beraubte den König, überfällt als nächstes die alte Burg Andergast nahe Beilstatt, und erhebte dort alle Toten zu Untoten. Die Burg läßt er niederbrennen und verhext den Wald, weswegen niemand wiederkehrte. Der König Nostrias wollte seine Dokumente zurück, die Murgol ja ebenfalls raubte, und rief nach Freiwilligen. Tatsächlich fand sich eine Gruppe, die Murgol in der Burg besiegten und zugleich den Fluch vom Wald nahmen. Daheim lese ich spannendere Gruselschichten. Nun versteh ich auch das mit dem Donnersturmrennen. Ja, er hörte gar nicht auf mit dem erzählen, die Wirtin ließ sich seit einer Stunde nicht mehr blicken. Jedenfalls einige Jahre später war er am Thuransee stationiert, wegen irgend ein Nostriandergastvorfall, wo er glaubt diese Leute, diesmal Teilnehmer des Rennens, fast verhaftet hätte. Als nächstes begann er ein Soldatenlied zu singen, und er hörte damit nicht auf, selbst als ich die Schenke verlassen hatte. Da es spät geworden ist werden wir die Nacht in der Herberge verbringen. Morgen geht es in den Wald ohne Wiederkehr. Ich kann es kaum erwarten!

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited 2 times, last by zakkarus (January 11, 2021 at 9:32 AM).

  • In unserem Zimmer lag ein kleiner Stapel alter Botenausgaben, und da ich kaum einschlafen konnte, blätterte ich sie durch, mit leichter Hoffnung etwas Wissenswertes zu dieser Region zu entdecken. Wie spannend! Hier passierte wirklich wichtiges, sonst stände es kaum im Boten No.178 auf Seite 3. Ein Zwischenfall wegen eines umgekippten Grenzsteins nahe Beilstatt, der zu einer Klopperei von Greisen führte. Ja, bin ich unter die Dümmlinge geraten? Fangen beinahe einen Krieg wegen einen Stein an. Bei mir zu Hause duelliert man sich um die Ehre und Gunst einer Frau, aber niemals um einen Stein, außer er hat mehrere Karat. Falls es jemand interessiert, es endete mit kindischen Seilziehen. Ich geh ins Bett.  


      

    5. Ein Wald voller Ungeziefer. 

    Da war er nun, auf der anderen Seite des Ornib, der gefürchtete Wald ohne Wiederkehr. Lieber wäre ich im Bett geblieben, aber diesen Zwerg alleine dorthin schicken, keine gute Idee. Am Ende läuft er durch den ganzen Wald ins nächste Wirtshaus, und ich kann ihn wieder suchen.

    Ich erhielt eine Wegbeschreibung: Einfach den Kuhpfad bis zur alten Mühle folgen, dort nach Süden abbiegen und dann immer geradeaus auf den Wald zu. Klingt komisch, aber westlich des Ortes gibt es Wiesen und Äcker. Beinahe wären wir an der Mühle vorbeigegangen. Nur noch ein niedriger Steinkreis, völlig mit Moos überwuchert, ist vom Bauwerk übrig. Gorwyn entdeckte einen kaum sichtbaren Schotterweg der zum südlichen Waldrand führt. Ich überlasse ihm die Führung.

    So folgten wir den alten Weg in den ach so finsteren und furchteinflößenden Wald hinein, trafen auf vier Räuber, die so dämlich waren sich mit einem horasischen Degenstutzen und einem Zwerg mit seiner Lieblingsaxt 'Zweischneid' anzulegen, einen habe ich mit einem horasischen Schwinger zu Boden geschickt, und kamen wenig später an einen riesigen, stinkenden Sumpf raus. Es gab weder einen Knüppeldamm, noch ein Sumpfmonster oder ein Zwergkrakenmolch noch eine Burgruine vor dem Felshügel. Die einzigen Monster waren dicke, nervige Fliegen. Aus dem Sumpf ragte etwas was ich anfangs für einen großen toten Baumstumpf gehalten habe. Gorwyn machte mich auf den Steilhang aufmerksam, der so aussah als wäre ein gewaltiges Stück abgebrochen. Und was ich für einen Baumstumpf hielt waren die Überreste eines Turms. Anscheinend ist die gesamte Ruine im Sumpf versunken. Möglicherweise bereits nachdem der Nachtmagier besiegt ward und wenig später seine Hexenküche explodierte. Ich gehe nicht davon aus das die tollkühnen Helden das Feuer ausgemacht haben.

    Also, ich stehe hier an einem stinkenden Sumpf voller ekelhafter Fliegen, die Ruine ist weg, ebenso alle Monster, und es fängt an zu regnen. Gorwyn läßt seinen Frust an einer Weide aus. Wir haben für den Weg hierher etwa vier Stunden gebraucht, ich möchte in drei Stunden wieder in der Herberge sein!

    Hoffentlich treffen wir noch einmal auf die Räuber …

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited 3 times, last by zakkarus (January 12, 2021 at 11:41 AM).

  • 6. Der Weg nach Winhall 


    Ich schreibe dies bei einem guten Glas Wein nieder, während wir uns von den Strapazen der letzten Tagen ins das zivilisiertere Mittelreich erholen. Eigentlich lohnt sich nicht dafür Tinte zu verschwenden. Ich, wo soll ich anfangen? In Joborn suchten wir zur Entspannung den Rahjatempel auf; dies sollte auch die einzige Unterkunftsmöglichkeit sein, da sich die Schlägerei beim Holzfäller rumgesprochen hatte. Die Geweihten der Rahja schätzen solche Störung des Frieden nicht. Wenn gleichen mir zu Ohren ging das so manche Holzfäller sich über diese Ablenkungen erfreut zeigten, trotz blauer Augen. Wir erhielten die Gunst das berühmte Liebeslicht zu sehen – leider auch das einzige Licht auf dieser gesamten Reise. Per Boot ging's nach Andergast. Eine königliche Hauptstadt, wo Menschen und Schweine sich die morastigen Straßen teilen. Wir waren gezwungen die Nacht im Hotel 'Andergast Imperial' zu verbringen, das bei mir zu Lande gerade noch als billiges Gasthaus durchgehen würde, selbst in Drôl gibt es nicht solche Zustände. Wenigstens konnten wir über die Manufaktur erneut einen Fuhrwagen bekommen. So rumpelten wie die sogenannte Fürstenstraße entlang, wo wir erst in der Handelsstadt Thurana, eher ein größeres Dorf, einen längeren Halt einlegten. Ich wollte der Sache mit dem Donnersturmrennen auf dem Grund gehen, da wir seit Beilstatt öfters auf Hinweise stießen. Also schlenderte ich in die Tempel, und erhielt Antwort. Zufällig bewegten wir uns auf der Route des berühmten Rennens, das vor mehr als dreißig Jahren vom Schwertkönig geplant wurde. An dem Rennen nahm auch der spätere Reichsbehüter Brin teil. Leider hat das Rennen nicht zu einer Ausbesserung der Fürstenstraße geführt. Von Thurana war es dann nicht mehr weit bis zur Grenze, und wir konnten uns endlich von diesen kleinaristrokratischen Waldmenschen verabschieden. Ich hoffe dass mich nie wieder jemand dazu zwingt nach Nostriandergast wiederzukehren.  

    Zufällig fand ich zwischen meinen Notizen einen Vermerk zu Winhall; über einen heimlichen Boronkult mit Werwölfen, der vom Großinquisitor Dexter Nemrod zerschlagen wurde. Seltsam, der Name Al. Mengreyth erinnert mich an etwas. Vielleicht später.

    Diese Reise war ein totaler Reinfall bis auf die eine Nacht in Joborn. Den nächsten Fall suche ich aus, sonst schickt man uns noch in die Gor oder in die Sümpfe von H'Rabaal. Grangor wäre ganz hübsch, und zivilisiert!


      

    (Ende)

    Nachruf

    Alte Helden mögen sich an einiges erinnern was ich hier aus B02 "Der Wald ohne Wiederkehr", B17 "Das große Donnersturm-Rennen" und A08 "Der Wolf von Winhall" frei zitierte, ebenso die beiden Szenarios aus Bote 75+115. Auch bei den Ortsbeschreibungen griff ich meist auf die Abenteuerangaben zurück. Ohne WikiAventuricas Hilfe hätte ich länger gebraucht, und vermutlich manche Querverweise (u.a.Fürstenstraße) nicht entdeckt.

    Das Ernesto in der Gor nicht nach Raketen oder bei H'rabaal nach dem Purpurfeuer suchen möchte, ist wohl nachzuvolziehen. ^^

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Moin. 

    Wie die Überschrift es ausdrückte geht es um Reiseberichte. Dies soll nicht der letzte gewesen sein. Den gesamten Text werde ich 1-2 Mal gründlich nach Satzfehlern und (horasischen) Ausdruck überarbeiten - in paar Wochen. :rolleyes:


    Mir schwirren bereits weitere Grundthemen im Kopf herum: Grangor und Götter in Aventurien, und das rätselhafte, unglaubliche Verschwinden des göttlichen Kaiser Hals. Ich plane nicht die beiden (alleine) in den Hohen Norden noch in die Wüsten zu schicken. :)


    Wer aber einen X-Fall kennt oder sich erinnert, gerne solche ältere Abenteuer vorschlagen. Es ist nur wichtig dass es ein Abenteuer zu einem X-Fall gibt, keine RSH-Meisterinformation, irgendwie müssen ja Gerüchte entstanden sein. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Intermezzo

    Nachdem ich meinen Bericht für die Reaktion an einem Beilunker Reiter übergeben hatte, verließen wir Winhall, und reisten auf den schnellsten und direktesten Weg nach Havena. Da verbrachte ich einige Tage im Redaktionshaus der Havena-Fanfare, im Hesindetempel und besuchte das Wachsfigurenkabinett. 

    Gorwyn folgte mir nur am letzten Tag auf die Prinzessin-Emer-Brücke, wenig später waren wir an Bord unseres Schiffes das uns ins Horasreich bringen sollte. Wegen eines Sturms mussten wir die Nacht in Triveth vor Anker gehen. Leider blieb keine Zeit zu einem kurzen Gang in den legendären Schattengrundpaß. Auch das Vergnügen einen dieser Westwinddrachen zu sehen blieb mir verwehrt.  

    So kamen wir heute mit einem Tag Verspätung in Grangor an.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • X-Fall B24/102 wird etwas Größer als der letzte Fall; schon weil die "Spuren" 997 BF anfangen und etwa 20 Jahre später verflüchtigen.

    Achtung, folgender Text kann Abenteuerspoiler enthalten!

    So dürften folgende Abenteuer zitiert werden: Die 7 magischen Kelche (B04), Die Bettler von Grangor (B23), Der Orkenhort (B17), Das Geheimnis der Zyklopen (A03), Mehr als 1000 Oger (A09) ?, Schatten über Travias Haus (A12), Die Kanäle von Grangor (B24), Abenteuer in Grangor (A102), Das Donnerstrum-Rennen (B25), Khomkrieg & Phielasson-Saga (A21), (A28) ?, Visariten (AB36 & 48), NLT1 ?, Der Jüngling am Strand (AiA3), Greifenwunder (AB45+46 & JdG), Praiosschisma (AB49+52+58), (A61) ?, (AB54) ?, Das Fest der Schatten (A52), und DSAPI.

    Wobei ich versuchen werde mich nur auf die Ereignisse in Grangor zu konzentrieren - und zu entwirren. ^^ Und dazu werde ich auch einige Bücher gebrauchen, gut das in Grangor so viele Tempel etc. stehen. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited 3 times, last by zakkarus (January 18, 2021 at 9:48 PM).

  • A, 1040/41 BF: Die Voodoomorde von Grangor (Achtung, wer Die Geheimnisse von Grangor noch erleben möchte sollte ewas anderes lesen!)

    1. Die Brücken von Grangor 


    Erbauet auf mehr als vierzig Inseln ist die Stadt Grangor, mitten im Wasser, unwei8t dem Munde des Phecadi. So beginnt ein KGIA-Bericht aus dem Jahre 9 Reto, der irgendwie unter das Volk geraten ist. Nüchtern beschreibt es den Warenreichtum, die Tempel und Akademie, aber erwähnt keine einzige Brücke. Auf meinen Reisen gab es keinen Ort der sich mit der Schönheit von Grangor messen könnte, mag Belhanka noch einen so schöneren Rahjatempel besitzen. Wer noch nie mit einem geliebten Wesen auf einer Brücke des Norderwaats beim vollen Madamal stand, kennt nicht den Zauber dieser Stadt. Ja, es sind einige Jahre vergangen seid ich in Grangor als junger Mann gewesen bin. Die Stadt hat sich nicht verändert, selbst die Schäden des Thorwalerangriff anno 1023 BF sind verschwunden. Aber wir haben zurückgeschossen! Dabei weiß ich nur Gutes über Thorwal zu berichten.  

    Nun was führte mich nach Grangor. Bei meiner letzten Arbeitsstelle, ich möchte sie Omega nennen, fiel mir eine Liste in die Hände. Beginnend mit der Erhebung Kaiser Hals zu einem minderen Gott und endend mit den Sieg über Borbarad. Die Frage am Ende dieser Liste lautet: Gibt es das Mysterium von Kha wirklich? Jedem dürfte bekannt sein das dieses Mysterium den Göttern untersagt persönlich auf Dere einzugreifen. Im Jahre 997 BF muß Kaiser Hals Gottesstatus etwas ausgelöst haben, denn die Götter wurden sehr aktiv, so auch hier in Grangor als die Voodoomorde die Stadt in Angst und Alpträumen versinken ließ. Nur das Eingreifen der Göttin Rahja verhinderte dass die Stadt von einem finsteren Druidenzirkel vernichtet werden konnte. Doch deren Anführerin muß es mit einem niederhöllischen Pakt gelungen sein den Tod zu überwinden und Grangor regelmäßig heimzusuchen, bis zum Maskenfest 1017 BF, also genau 20 Jahre nach Gotterhebung Hals, konnte diesem Spuk endgültig Einhalt geboten werden. Dazwischen passierte so manches, auf das ich kurz eingehen möchte, bevor ich mich völlig dem Rahjawunder von Grangor widme.

    (Oberes Zitat stammt samt KGIA-Bericht aus der Land des Schwarzen Auges-Box.)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • 2. Götter auf Aventurien


    Es mag kein Zufall sein das im Jahre 997 BF auch die berühmten Kelche Siebenstreichs auftauchten, und in Sicherheit gebracht wurden. Oder das eine thorwalsche Expedition in einer geheimen Höhle mit dem Diebesgott Phex feilschten? Der Schwertkönig erwarb den Donnersturm und schickte dieses göttliche Gefährt in die Tausendogerschlacht, der einzige blutige Fleck auf dem Mantel des Friedenkaiser Hals. Die Hintergründe dazu sind so interessant, dass ich bei einer spät geplanten Reise ins Bornland sie noch einmal aufgreifen werde. 1004 BF offenbarte sich Travia auf der sogenannten Grüne Ebene. 1006 BF folgte am Jahresanfang das berühmte Donnersturm-Rennen, auf dessen Spuren ich bei meiner unsäglichen Nostriandergast-Reise gestoßen bin. Interessant an der Strecke sind die Wegpunkte, alles Heiligtümer der Zwölf. Ein Jahr später reisen zwei thorwalsche Kapitäne wegen einer Wettfahrt quer durch die Gewässer und Lande Aventuriens, und wieder folgen sie Hinweise der Zwölf. Was immer dem Gotte Boron, wieder ein Jahr später, bewogen haben mag den Patriarchen Tar Honak in die Wüste zu schicken, ja ihn angeblich unsterblich zu machen, es reicht den Boronkult zu stärken das selbst in Nostria sich eine Sekte – die Visaristen – versammelte, von denen ich zufällig bei Ingvallspeugen hörte. Doch dann starb Honak, und die Alanfer zogen sich aus der Khôm zurück. Und Boron? Es gibt tatsächliche Leute die ihn leibhaftig am Strand vor Havena gesehen haben wollen. Diesmal vergehen drei Jahre bis in verschieden Teilen Aventuriens die Boten Praios – die Greife – sich in die Geschicke der Menschen einmischen, wie in der Befreiungsschlacht von Greifenfurt. Das Praiosschisma von 1014 BF bis 1018 BF hingegen muß die Götter erzürnt haben, denn sie schwiegen in all diesen Jahren. Auch wenn es Gerüchte gibt das sie zu einigen Auserwählten in Visionen sprachen und auf eine gefahrvolle Reise weit im Westen schickten, aber nicht ins Güldenland sondern in ein mystisches Reich hinter den Welten, oder was man aus diesem kryptischen Satz herauslesen mag. Dann kam Borbarad und Rohal, angeblich zwei Halbgötter, und die Götter schickten die Gezeichneten in die Schlacht. Das war das letzte Aufflackern von Götterwirken bis zum Sternenfall.

    Ich stelle fest die Liste ist doch länger geworden. Und trotz dieser vielen Erscheinungen in nur fünfundzwanzig Jahren gibt es Menschen die das Eingreifen der Götter in der Zweiten Dämonenschlacht in Frage stellen, oder sollen sich tatsächlich alle Zeugen geirrt haben?

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ja, die Druidenrituale aus DSA1 erhielten diese Bezeichnung. Dieser Begriff plötzlich in meinem Kopf auf, ob es so bleibt ...

    Immer geht er ja nur Spuren einer etwas anderen Zeitung (Offenbarung) nach 😄

    Und ich fürchte für Ernesto das sich dies als falscher Zauber entpuppen könnte ^^

    Und ich stelle gerade fest das ein aktueller Reisebericht aus Grangor nicht mit einer Spielhilfe von 2001 funkionieren kann. ;)

    (Fortsetzung folgt...)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

    Edited 2 times, last by zakkarus (January 22, 2021 at 6:09 PM).

  • 3. Die Straßen von Grangor 


    Ich war ja nach Grangor gereist um hier eine mögliche Antwort zu finden. Mein treuer Begleiter Gorwyn wollte, da ich ihn bei dieser Suche nicht benötige, sich in Imdal mit alten Bekannten aus Schradok treffen. Später, wenn ich hier in Grangor fertig bin, würde ich ihn da ab holen. Und mir bleib damit das Drama erspart wenn er sich von seiner Axt hätte trennen müssen; die Waffengesetze innerhalb Grangor sind streng, da nützt auch das Lex Zwergia nichts.

    Aber erst einmal mußte ich aus dem Pilgerhafen raus. Die Bürokratie soll in Alt-Grangor erfunden worden sein, selbst die Grenzkontrollen zwischen Alten und Neuen Reich sind nicht so streng wie im Pilgerhaus. Das muß ich vergessen haben. Aber gut in Erinnerung hatte ich das Wirtshaus Handschlag, nur wenige Schritte vom Pilgerhafen gelegen, und Phex war mit mir das noch ein Bett frei war. Zu Feier- und Markttagen hätte es anders ausgesehen.

    Nachdem ich mich eingerichtet hatte, plante ich meinen nächsten Zug. Jeder andere wäre sofort zum Rahjatempel geeilte, ich aber nicht. Ich wollte als erstes mehr über diese Voodoo-Morde herausfinden, und wenn es um genaueres Wissen über Zauberei geht, dann gibt es eigentlich nur drei Anlaufpunkte: Einmal die Praiosgeweihten, die aber erst jeden über die Schädlichkeit von Magie aufklären bevor sie auf die gestellte Frage eventuell antworten – ich weiß wovon ich rede, ich war für ein Jahr auf einer Praiosschule. Dann natürlich die Diener der Hesinde, doch besitzt Grangor nur einen Schrein. Aber genau dieser Schrein befindet sich in der einzigen Magierakademie der Stadt, und dahin wollte ich gehen. Meine Wirtin versuchte mich zu einem Bootsleih zu überreden, hätte ich mal nachgegeben, aber der Weg ist nicht weit, führte gar am Stadthaus vorbei, und so kam ich nach etwa einer Stunde ans Ziel.

    Die Straßen sind so voll das das Tragen von Waffen völlig unmöglich wäre ohne jemanden zu verletzen. Und über die Brücken geht man nicht sondern wird man geschoben. Ich möchte gar nicht erleben wie es an den Festtagen hier zugeht.
    So, da stand ich nun vor einem gewaltigen Gebäude im klassischen Grangor Stil, das in den meisten Städten des Mittelreiches als besseres Rathaus bezeichnet würde, in Nostriandergast als Palast. Aber dies war nur die Akademie der Erscheinungen, angeblich einer der ärmsten Magierakademien. Es hätte mich nicht gewundert wenn all der Prunk nur Illusion wäre. Im Erdgeschoß beschritt ich die Halle der Weisheit, dem Schrein von Hesinde, der auch einem Tempel alle Ehre machen würde. Interessiert sah ich mich um. Es waren viele Leute hier, nicht so voll wie draußen, und ich meine gar einen Elfen erblickt zuhaben. Was ich aber nicht sah war ein Priester. Kein einziger. Dafür die offene Bibliothek im Zwischengeschoß.  

    Ob ich wohl … natürlich gelang es mir in diese Bibliothek zu gelangen, auch wenn es etwas Überredungskunst mit dem Pförtner samt einer kleine Geldspende verlangte. Mir wurde ein Eleve zur Seite gestellt, denn ich auf seinem Wunsch Alrico nennen werde. In der Bibliothek waren wir nicht alleine, und von unten dröhnten die Gebete der Schreinbesucher empor. Als ich Alrico fragte, wo ich ein Buch über Voodoo finden würde, hörte ich ein leises Lachen. Unbemerkt hatte sich eine Dame uns genähert, tulamidische Abstammung schätze ich, mit interessanten schwarzen Augen, aber mit einem Lächeln das mich an eine lauernde Katze erinnern ließ. Die unbekannte Dame möge meine Worte verzeihen. Wir sollten doch bei Geographie unter Meridiana und Wudu nachschlagen. Wir bedankten uns und Alrico suchte drei Bücher heraus.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • 4. Voodoo ist nicht gleich Wudu?

    Welcher von Hesinde verlassene und von Xeledon besessene hat dieses Notizbuch verfaßt?
    Ich bin müde. Komme gerade vom Abendessen und sitze nun im Kerzenlicht um meinen Tagesbericht zusammenzufassen. Ich habe kein gutes Gefühl mehr an diesen Fall. Aber jetzt schon aufgeben?  

    Wo war ich? Stundenlang blätterten wir uns durch Bücher, und so las ich erstmals in Die dampfenden Waelder. Dem Eleven Alrico verdanke ich viele interessante Informationen über das Leben an einer Akademie. Leider ist er zu jung um die Ereignisse der Morde zu kennen, noch besitzt er echtes Wissen über das Druidentum. Und so ein Fachbuch fehlte natürlich. Rat suchten wir in der umfangreichen Encylopadia Magica, in mehreren Auflagen und alle vor meinem Tsajahr gedruckt. Alrico kam schließlich auf den Einfall die abgegriffenen Salamanderausgaben von 995 BF bis 1000 BF durchzublättern, während ich mich durch alle Berichte zu Meridiana quälte. Schließlich wurde zum Essen geläutet, und ich höflich gebeten die Bibliothek zu verlassen.  

    Welche Erkenntnisse habe ich in diesen Stunden gesammelt?

    Ehrlich, ich weiß es nicht. Die Wudu waren anscheinend ein wildes, barbarisches Dschungelvolk, welches ihrem Todesgott Visar regelmäßig Menschenopfer brachte. Leser mögen sich erinnern dass in Nostria mal ein Visartempel stand, was erneut einiges über diesen Landstrich zu denken gibt. Die Wudu regierten während der Dunklen Zeit ein gewaltiges Reich, und ihr Gott schenkte ihnen die Macht über die Tierwelt zu herrschen und die Tote als Soldaten zu kontrollieren. Von Druiden wird gesagt das sie Meister in der Kontrolle über Tiere und Menschen seien, gar über das Wetter und so weiter. Die Verbindung ist nicht ganz schlüssig, wenn es überhaupt eine Verbindung zu einem Volk von Götzenanbetern geben kann das seit Jahrhunderten ausgestorben ist.

    Was das Wort 'Voodoo' angeht, wir fanden keinen einzigen Eintrag dazu! Ja, Xeledon, ich hör dich lachen.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • 5. Die Tempel von Grangor 

    Außer dem Schrein der Hesinde gibt es zwei Tempel die hoffentlich mehr Licht in diesen mysteriösen Fall bringen werden. Heute will ich die Häuser des Efferds und der Rahja per Boot aufsuchen. Wenn ich dort nicht die Antworten finde die ich suche, dann war's das!

    Sicherlich wird sich der ein oder andere Fragen was will er im Efferdtempel? Dank Alrico weiß ich das sich dort eine Stadtchronik befindet, wie ich sie im Stadthaus vermutet hätte. Zum Abendessen sollte ich meine neusten Erkundigungen niederschrieben können.

    (Es geht auf's Ende zu ...)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Weitere Ideen in Planung

    Da sich die Grangorreise langsam dem Ende nähert, denke ich schon über weitere Fälle nach.

    Als nächstes folgt "Auf der Suche nach Kaiser Hal", welches sein seltsames Verschwinden bis zur Dreikaiserschlacht nachforscht und nebenbei sich mit Hofmagier Galotta beschäftigen wird.

    Da ich bereits auf den anderen Reisen auf Leonardo gestoßen bin, werde ich mich an diese rätselhafte Person (ohne echten Hintergrund wie Galotta und Haffax) wagen; die es ohne HvW nicht geben würde. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Es ist Abend. Was ich erfahren habe läßt mich an die Gewissenhaftigkeit und Urteilsvermögen des Notizbuchverfassers zweifeln. Aber ich habe Antworten. Endlich eine Spur. 

    Die beste Entscheidung war zum malerischen Efferdtempel zu fahren. Als ich die Bitte aussprach Einblick in die Rolle der Jahre zwecks Nachforschung der Morde anno 997 BF zu bekommen, wurde mir dies nicht nur gewährt sondern auch ein Efferdbruder gerufen, der zu jener Zeit Novize war. Bruder Efferdon suchte auch mir die Einträge raus weswegen ich gekommen war. "Ihr sucht die Vanderzee!", murmelte er dabei, "kaum jemand erinnert sich noch daran." Damit meinte er fünf unheimliche Morde an den Altvorderen im Zeitraum 9.Phex bis 18.Peraine. Angeheuerte Leibwächter spürten schließlich die fanatische Druiden Vanderzee auf; die aus Grangor verbannt war und irgendwie an die Druidenkräfte gekommen war. Wie mir Bruder Efferdon erzählte, starb die Vanderzee an diesen Tagen, doch ihr Geist lebte lange unter der Bevölkerung weiter. So bei den Unruhen des Maskenfests 1017 BF. Und selbst nach Borbarad mißbrauchte 1023 BF eine Mörderin diesen Namen. Vanderzee. Als ich beim Mittagessen die Notizen durchlas fiel mir die Ähnlichkeit in der Schreibweise auf: Vanderzee und Voodoozirkel. Bei Xeledon, war dies die Antwort? 

    Prudenza, bei Praios und Hesinde. Prudenza! Kein Druidenzirkel, keine Menschenopfer, nur eine rachsüchtige Frau. Und wo bleibt die Göttin Rahja, deren Erscheinung mich eigentlich nach Grangor führte? Ich sollte es bald herausfinden. 


    Der Rahjatempel zu Grangor ist im klassischen Stil erbaut. Dass ich mal zu anderen Nachforschungen einen Rahjatempel aufsuchen würde hätte ich vor paar Jahren noch nicht gedacht. In der Vorhalle bat ich die liebreizende Priesterin, ob sie etwas über ein Rahjawunder vor dreißig Jahren wüßte. Sie stutzte ein wenig, führte mich in die benachbarte Bibliothek, wo ich warten solle, was ich selbstverständlich tat. Noch mehr Bücher, dachte ich. Doch zum Lesen kam ich nicht, da eine ältere Geweihte mit einem verzierten Gehstock hereinkam und sich als die Hohepriesterin Isora ter Bresefinck vorstellte. Ich erklärte ihr das ich einem Gerücht folge das 997 BF Rahja in diesem Tempel erschien. Sie lächelte als sei antwortete. Auch wenn sie um 997 BF noch nicht zu den Dienerin der Göttin gehörte, wisse sie dass es zu dieser Zeit und auch später es nie zu einer wahrhaftigen Erscheinung der Göttin gekommen ist. Wahr ist aber das sie im Jahre 1005 BF eine Vision gehabt habe als ihre Vorgängerin verschwand, in dem Rahja sie zur neuen Hohepriesterin erwählte. Verwirrt und bekümmert bedankte ich mich, und ließ mich dazu einladen zwei Stunden im Tempel zu verweilen. Was meine Laune um einiges aufbesserte.  


    Fazit: 997 BF ermordete eine Druidin fünf angesehene Bürger der Stadt und wurde von Leibwächtern zur Strecke gebracht. Die Göttin Rahja lebt in diesem Tempel so wie in jedem anderen ihrer Tempel Aventuriens. Nur die Geweihten vermögen die Stimme ihrer Gottheiten zu verstehen und ihre Worte deuten, so wie es 1005 BF geschah.

    Das war's dann wohl. Morgen übergebe ich einem Botenreiter meine Papiere und reise dann nach Imdal um Gorwyn zu treffen. Und dann werden wir uns entscheiden müssen, wohin uns dieses xeledonische Notizbuch diesmal hinschicken wird.

    Gedanken dazu

    (Ich hätte gern die Hochgeweihte des Efferdtempel genannt, nur glaube ich das Erlane, die bereits 997 BF anfang 50zig, nicht mehr lebt. Das Isora nicht die ganze Wahrheit sagt, dürfte bei den Hintergründen der Rahjaerscheinung sinnvoll sein. Angedacht war die möglichen Alpträume der Grangorer nach "Die Kanäle von Grangor" weiter zu erwähnen, mir fällt nur jetzt kein Bezugspunkt - außer die Wirtin oder Gondelier - ein.)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)