Umfrage - Wie wichtig ist für euch der Metaplot?

  • Wie wichtig ist der Metaplot für euer Spiel? 101

    1. unverzichtbar (24) 24%
    2. eher wichtig (39) 39%
    3. eher unwichtig (35) 35%
    4. ignoriere ich völlig (3) 3%

    Nachdem hier heiß um den Metaplot diskutiert wird, will ich einfach mal wissen, wie Relevant er überhaupt für die Spielerschaft ist.

  • Für mich ist er das unverzichtbare Alleinstellungsmerkmal von DSA. Ich spiele wegen der lebendigen Welt, nicht wegen der Regeln/des Systems DSA.

  • Sehr repräsentativ wird diese Umfrage nicht ausfallen...das ganze Forum hier ist offensichtlich eine Echochamber von Leuten die seit Dekaden spielen und den Metaplot lieben.

  • Hm ... ich sehe mich zwischen "eher wichtig" und "eher unwichtig" hin und her gerissen und vermisse die Auswahlmöglichkeit in der Mitte zwischen den beiden. So etwas wie "manchmal wichtig" oder "halbwegs wichtig".


    Einen jeweils aktuellen aventurischen Metaplot haben wir noch nie bespielt. Mit der 7G haben wir über Jahre einen wichtigen Metaplot bespielt (der zu dem Zeitpunkt aber auch erstmals 10-20 Jahre früher publiziert worden war), der aber am Ende mit dem offiziellen Aventurien auch nicht mehr konform ging.

    Ich als SL greife gerne auf offizielle Figuren und Ereignisse und Orte zurück, ändere da aber um und verlege, wenn es mir als sinnig oder angemessen erscheint, ignoriere andere Ereignisse, und präferiere so etwas auch als Spielerin. Also ein bisschen "lebendige Welt" ist schon immer dabei, aber selten im Vordergrund stehend.

    Ohne Auswahl in der Mitte würde ich wohl "eher unwichtig" nehmen müssen. Weil ... so wichtig und präsent ist er meist nicht in meinen Runden gewesen, und wenn doch, machen wir da unser Ding draus.

    Eigentlich haben wir fast immer vor Borbarad gespielt und tun es auch jetzt gerade wieder.

  • Hmmm.... ich glaube, ich gehöre zu den wenigen die DSA auch wegen der Regeln spielen und wegen der detaillierten Welt. Ein wenig Metaplot ist hilfreich, allerdings muss er nicht in der größe einer G7 oder Jahr des Feuers sein.

  • Mir geht es ähnlich nur zwischen 'eher unwichtig' und 'ignoriere ich völlig'. Ich bespiele Aventurien zwar weitgehend ohne und vor allem keine Kampagnen, aber halt nicht ganz und immer. Wenn etwas gefällt wird es übernommen, auch verändert oder nur die Idee genutzt (Putsch in Rashdul!). Aber das ist dann nicht mehr 'völlig'. Also von mir eigentlich ein 'ignoriere ich fast'. ;)


    Der Grund warum ich mit DSA statt D&D angefangen habe, lag in der Darstellungen und den ingame Möglichkeiten der Weiblichkeiten. Schließlich will man keine Alltagsprobleme in der Freizeit bespielen. :D

    I ♡ Yakuban.

  • Für mich ist er zwar interessant, aber wichtig ist er bei weitem nicht. Ich würde Aventurien auch ohne ihn bespielen.

    Kha schrieb:

    Hiermit verurteile ich @Sturmkind für 13 Äonen zum Spielleiter und nehme ihm seinen Namen, als Strafe hier einfach ungefragt geistiges Eigentum anderer zu zitieren.:zwerghautelf:

  • Same here. Ich spiele sehr gerne die alten Abenteuer vor Borbarad und liebe es meine Spieler an dieser Geschichte teilhaben zu lassen. Allerdings hatte ich bei dem einzigen Großereigniss, welches ich als Spieler miterleben durfte, ein ziemliches Railroadingerlebnis (JdF). Daher bin ich zwiegespalten, was den Metaplot angeht.

  • Ich brauche echt keinen Metaplot mehr, nicht nur in DSA. Die angedeuteten Handlungsstränge sind cool, aber ich begreife das alles eher als Anregung denn als tatsächlichen Plot. Wenn es kein offizielles Abenteuer dazu gibt, sind es nur Möglichkeiten und selbst dann schreibe ich immer wieder was um.

    Das Leben ist hart, unnachgiebig, brutal, langweilig, kurz, tränenreich, gefühllos,
    arm an Freude und Wundern, aus kosmischer Sicht nutzlos und schlichtweg schön.
    Gibt es einen besseren Grund um zu lächeln?

    Edited once, last by Rogolan ().

  • Sehr repräsentativ wird diese Umfrage nicht ausfallen...das ganze Forum hier ist offensichtlich eine Echochamber von Leuten die seit Dekaden spielen und den Metaplot lieben.

    Das ist erstmal eine Vermutung. Echokammer klingt alleni schon nach Voruteil... *zwinkert*

    Ich brauche echt keinen Metaplot mehr, nicht nur in DSA. Die angedeuteten Handlungsstränge sind cool, aber ich begreife das alles eher als Anregung denn als tatsächlichen Plot. Wenn es kein offizielles Abenteuer dazu gibt, sind es nur Möglichkeiten und selbst dann schreibe ich immer wieder was um.

    Ich glaube du weißt nicht, was einige unter Metaplot verstehen. Da gibt/ gab es schon viele Abenteuer zu... Sogar bei DSA5 findet man auf der Rückseite die Einstufung: "Lebendige Geschichte" die angibt wie dicht das AB mit der Welt und dem Metaplot verknüpft ist... Je höher der Wert, desto mehr "Bekannte" Personen tauchen auf, desto wichtiger die Entscheidungen für die Spielwelt. Niedrige Werte sind dann eher: Einstiegsabenteuer, Leute die in der weiteren Geschichte nicht mehr auftauchen...

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • *schmunzel* Wo ist der Abstimmungspunkt: "Ich bin zwar gespannt wie es in DSA weiter geht, neugierig was es mit dem Sternenfall auf sich hat, was bei den Göttern passiert, aber ich sterbe nicht wenn es noch 3-4 Jahre dauert bis dahingehend etwas raus kommt".


    Metaplot ist nice aber nicht der Punkt der DSA für mich lebendig macht deswegen "eher unwichtig"


    Edit: Ok über das Ergebnis erstaunt. Hätte spontan gedacht dass viel mehr sagen DSA ohne Metaplot nicht funktioniert

    Edited once, last by Gast ().

  • Der Metaplot ist für mich unverzichtbar, da es kein schöneres Erlebnis für mich gibt als die Geschicke Aventuriens zu beeinflussen. Anschließend in offziellen Publkationen zu lesen, dass wackere Helden Aventurien vor einem bestimmten Unheil bewahrt haben und dabei zu wissen, dass meine Freunde und ich dies vollbracht haben, löst in mir absolutes Rollenspielglück aus.:love:

    Veciaaaaaaaaano, Mircaoli ist fertig ! Fantastico Mama :love:

  • Ich finde, was für den eigenen Charakter und das eigene AB nicht gerade unverzichtbar ist, kann man auch getrost außer Acht lassen oder umgestalten. Nur weil die Redax etwas publiziert, muss man das ja nicht nutzen.

    'Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?' he asked. Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.'

    [quote]

    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • Wer den Metaplot nicht braucht, kann diesen auch getrost ignorieren. Das ist ein Angebot... Jeder kann sich auch das Aventurien kreieren, das er oder sie möchte.

    Niemand wird durch den Metaplot eingeschränkt, wenn er das nicht will.


    Allerdings ist (oder vielleicht besser war) der Metaplot das Alleinstellungsmerkmal von DSA.

    Ansonsten könnte ich auch D&D oder ein anderes generisches Fantasy-RPG spielen.

  • Habe mal mit "eher unwichtig" abgestimmt, hätte eine "teils teils" Kategorie gewählt. Was relavant war wurde und wird teilweise genutzt, vieles aber einfach weggelassen auch mangels Zeit für tiefe Auseinandersetzung oder lange Kampagnen.


    Schön finde ich an DSA, dass die Möglichkeit besteht oberflächlich und generisch zu spielen und bei Interesse extensiv in Geschichte, Hintergrund und Langzeit-Plot einzusteigen.

    "Pertinatia sapientiaque ad cognitionem cursus sunt."

  • Wie in so vielem ist die diversifizierte dsa Community auch in dieser Frage geteilter Meinung. Der Teiler der Wahrheit er ist der einzig wahre Prophet!

  • Der Teiler der Wahrheit

    Klingt wie ein Dämonenname: Rh'osch'zulam der brutale Teiler der Warheit, der Foltermeister der Zwillinge, Wächter der Kaverne von Zul'Schimm.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Ich liebe den Metaplot. Und habe angekreuzt: eher unwichtig.

    Aufgemerkt: einmal, nämlich in der Überschrift, wird gefragt, wie wichtig der für mich ist.

    In der Umfrage wird gefragt, wie wichtig er für unser Spiel ist.

    Denkt man nicht, aber das sind zwei vollkommen unterschiedliche Fragen!


    Wenn es den Metaplot / die lebendige Geschichte nicht gäbe, dann wäre der Kontinent historisch tot:


    Wenn man als Neuling in ein Setting einsteigt, kann man einen Artikel über die Geschichte lesen und sagen, "aha, die Blutelfen sind also so wie sie sind, weil sie sich vor 100 Jahren damit für die Dämonen 'uninteressant' gemacht haben". Ein momentanes Setting wird historisch unterfüttert, und dann ist erst einmal alles fein.


    Natürlich ist die lebendige Geschichte besonders für DSA-Veteranen wichtig, weil sie sich von einem solchen Punkt Meilen entfernt haben. Um bei den Blutelfen von Earthdawn zu bleiben: die Dämonen sind längst keine Bedrohung mehr, seit in Kampagne X der Dämonensturm Y unterbunden werden konnte. Wenn man das Spiel nun geduldig weiterspielt, dann wird ein stabiler status quo bei den Blutelfen unplausibel. Die Räder der Geschichte halten nicht an, und in der Dauerbetrachtung ist eine Welt ohne Entwicklung um eine für mich und viele von uns sehr entscheidende Dimension ärmer.


    Für mein Spiel und auch für meine Veröffentlichungsbeobachtung in den Jahren 2019 und 2020 spielt das allerdings überhaupt keine Rolle. Stellt sich nämlich ein Beobachter bei den Blutelfen in den Dornenwald, dann wird er in einem Tag, in einem Monat, selbst in einem Jahr ein Voranschreiten der Geschichte dieses Volkes überhaupt nicht vermissen!


    Es ist falsch, einen sprudelnden Brunnen bedeutender Veränderungen zu verlangen.

    Dinge die jetzt sind, sind immer Momentaufnahmen und erst mit gehörigem Abstand werden sie zu einem historischen Moment oder verschwinden in den Gruben des Vergessens.

    Daher fehlen meinen Helden niemals und auch jetzt nicht die historischen Bezüge, und damit ihrem Spieler und seiner Spielgruppe auch nicht.

    Würde allerdings noch immer ein schmieriger Möchtegern zu allen Orten und zu allen Zeiten dem jungen Prinzen Brin von Gareth nach dem Leben trachten - dann wäre ich als Spieler doch schon lange ausgestiegen. Stünde der Metaplot still, wäre es für DSA 2030ff wirklich schlimm! Dass man aber neben ihm steht wie neben einem Gletscher und sein Vorankommen nicht spürt, ist nur richtig.


    Wer der Geschichte keine Zeit geben will, muss den aventurischen Weltkrieg wollen. Und der macht auch nicht länger Spaß als eine Handvoll Jahre.

  • Für mich ist der Metaplot wichtig, alleine weil es schon spannend ist zu lesen, was alles passiert ist, was sich andeutet und noch kommen wird, auch wenn's mal länger dauert ;).

    In einem AB als Spieler oder SL ändere ich auch gerne mal Sachen bzw. baue Sachen ein, die mir in dem Fall nutzen und da ist es mir egal ob der Ort X offiziell existiert oder nicht und wenn er existiert, ob im Dereglobus ein Rondra-Tempel eingezeichnet ist, bei mir aber nicht. Das bietet das DSA-Setting und dass sollte auch genutzt werden. Auf was ich achte (und hier kommt der Metaplot mal wieder ins Spiel) ist, dass zB. eine Phileasson-Kampagne vor Borbarad stattfindet.

  • Für mich ist der Metaplot "eher wichtig". Allerdings halte ich mich - wenn ich meistere - nicht sklavisch daran. Heißt: bestimmte Ereignisse kann man auch nach vorn verlegen. Bei den Dämonenschlachten bleibt's im jeweiligen Jahr.


    Bestimmte NPCs können durchaus auch etwas länger leben als von der Redax ursprünglich geplant.


    Insgesamt aber spiele ich wohl im Regelfall politisch-orientierte Helden, die sich wirklich dafür interessieren, was so aktuell auf Dere passiert. Auch, wenn's und besonders um ihre Kirche geht.

    "Sich beugen ist eine Ehre. Sich beugen lassen, eine Schande."