Liebliches Feld darstellen

  • Hallo an alle,


    meine Gruppe hat es gerade ins Liebliche Feld geschafft (Jahr ist 1008) und natürlich möchte ich ihnen die "Mantel-Degen-Stimmung" näher bringen.


    Es gibt nur ein Problem: Ich habe selbst noch nie in der Gegend gespielt und der Regionalband ist groß und ich hab wenig Zeit. Ich fühle mich gerade etwas überfordert.


    Gibt es vielleicht irgendwelche typischen Szenen in der Gegend? Meine Gruppe ist gemischt aus alten Hasen und neuen Spielern, zwischen Klassikern und anspruchsvolleren Sachen ist also alles willkommen.


    Mir wurde gesagt, dass Visitenkarten, Ehre, Duelle und Intrigen dazu gehören, aber das alles wird wohl eher weniger eine Reisegruppe bestehend aus Bettlern, Thorwalern, Magiern (einer aus dem Lieblichen Feld) auf der Landstraße betreffen. :-/ Sie werden Drôl und Neetha besuchen, versuchen Handel zu treiben und möglichst ohne Ärger weiterzuziehen.

    Hat jemand ein paar Ideen wie man diese Kultur eindrucksvoll darstellen kann?

  • Moin!


    Wenn du wenig Zeit hast, ist es vielleicht gut zu wissen, welchen (dramaturgischen, erzählerischen) Zweck die Reise durchs Liebliche Feld haben soll. Also soll die Gruppe vielleicht fasziniert werden? Soll sie Ablehnung erfahren? Soll sie sich überfordert vom hiesigen Umgang miteinander fühlen? Soll sie hier gar jemanden oder eine Gruppierung kennenlernen? Oder geht es nur darum, dass ihr die Reisezeit nicht überspringen wollt, weil es unlogisch wäre?


    Wie ich es verstanden habe, wird die Gruppe ja nicht lange hier verweilen, also kannst du grundsätzlich ja sehr oberflächlich bleiben und das typische Horasreich aus einem bestimmten Blickwinkel darstellen.

  • Moin!


    Wenn du wenig Zeit hast, ist es vielleicht gut zu wissen, welchen (dramaturgischen, erzählerischen) Zweck die Reise durchs Liebliche Feld haben soll. Also soll die Gruppe vielleicht fasziniert werden? Soll sie Ablehnung erfahren? Soll sie sich überfordert vom hiesigen Umgang miteinander fühlen? Soll sie hier gar jemanden oder eine Gruppierung kennenlernen? Oder geht es nur darum, dass ihr die Reisezeit nicht überspringen wollt, weil es unlogisch wäre?


    Wie ich es verstanden habe, wird die Gruppe ja nicht lange hier verweilen, also kannst du grundsätzlich ja sehr oberflächlich bleiben und das typische Horasreich aus einem bestimmten Blickwinkel darstellen.

    Es ist das Phileasson AB, also Reisen und Handeln soll hier angegrissen werden (laut AB). Sie haben auch Bettler dabei, werden also auf... gewisse Ablehnung treffen.

    Einer der Hauptgründe warum ich es nicht komplett überspringen will, ist weil einer der Helden und ein Held eines ausgeschiedenen Spielers aus der Gegend stammen.


    Wenig Zeit: So in etwa 3Stunden hab ich schon. Ich weiß nur gerade nicht wo ich anfangen soll.


    Sie müssen niemanden kennenlernen oder die Gegend lieben lernen. Aber sie sollten schon merken, dass sie wenigstens da durchreisen. Überforderung für die Thorwaler und anderen Helden wäre aber eine gute Idee. :shy: Etwas was vielleicht klar macht, dass Sozialstatus und Etikette hier durchaus wichtig ist. "Flair" ist vielleicht das beste Wort für mein Ziel.

    Hau dir die alten 3 Musketier Filme rein ...

    Das mit dem Filmen ist vielleicht eine gute Idee, wenn das tatsächlich den Flair rüber bringt? :/

  • Hm, in der Saga ist das ja wirklich nur eine unbedeutende Stippvisite ohne weitere Ereignisse in der Saga.

    "Typisch horasisch" ist ja ganz viel und ganz unterschiedlich, je nach Ecke und Stand und überhaupt.

    Visitenkarten, Ehre, Duelle und Intrigen

    ... finde ich daher recht passend, ergänzt noch um das Stichwort "Kleidung" und vielleicht auch noch "Logen".


    Da die Gruppe ja aus der Khôm kommt, wäre eine Erwähnung Shafirs vielleicht auch ein guter Ansatzpunkt, der in den Bergen seinen Hort hat und einmal im Jahr eine Delegation des Staats empfängt.

    Vielleicht wird eben dieser Delegation begegnet (Hin oder Rückweg), und es ist etwas Zeit zum Austausch.


    Oder Du baust ein kleines AB ein? "Findet das Schwert der Göttin" wird manchmal an der Stelle in die Saga eingebaut, spielt in Neetha. Weil es ein altes Schätzchen ist, müsstest Du da aber einiges umbauen, um so einige der alten DSA-Jugendsünden zu entfernen, und horasisches Flair müsste dann noch rein, Duelle und Intrigen oder Visitenkarten gibt es da nicht.


    In den Phileasson-Romanen begegnet der Bettlerzug einem Trupp Soldaten, der ihnen entgegen geschickt wird, weil Sorge getragen wird, dass Bettler in Begleitung von Thorwalern zu wilden Heuschrecken werden und sich über das Land hermachen, oder die sich im Horasreich ansiedeln wollen würden. Die Soldaten begleiten sie dann bis zur Grenze, aber das wird dann nicht weiter beschrieben, und auch sonst geschieht da nicht (das Horasreich wird da nur kurz in der Passage gestreift).

  • Für mich ist ein Teil des Horasreich-Flairs, dass Gesagtes und Gemeintes für den Unkundigen schwer zu unterscheiden ist. Über allem liegt ein gewisser Schleier der Etikette und im sozialen Umgang eine "Maske" zu tragen, gilt nicht als falsch, sondern als gesittet. Das kann vor allem für sozial unerfahrene Gruppen zur Stolperfalle und Herausforderung darstellen. Spannend ist es vielleicht auch, wenn die Gruppe sowohl die horasische Überheblichkeit zu spüren bekommt als aus die Großzügigkeit und die Weltoffenheit der Bevölkerung kennenlernen darf.

  • Was man noch bedenken sollte, wenn ihr mit dem Hintergrund spielt:

    1008 gibt es noch keinen Horas, Amene III. ist Königin des Lieblichen Feldes und (wie auch die Zyklopeninseln) formell noch dem Kaiser in Gareth untertan bzw. tributpflichtig, was sich erst 1010 ändert.

    ROMANES EUNT DOMUS !

  • Für eilige Leser ist die alte Spielhilfe zu DSA 2 zu empfehlen, wäre auch genau in der Zeit. Und es macht immer wieder Spaß da durchzublättern

    Überführte, kleptomanische Witze-Diebin

  • Für eilige Leser ist die alte Spielhilfe zu DSA 2 zu empfehlen, wäre auch genau in der Zeit. Und es macht immer wieder Spaß da durchzublättern

    Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, wurde darin das LF eher an das irdische Barock angelehnt. Spätestens mit RdH befindet sich das LF aber eher in der Früh- oder Spätrenaissance.


    zum Thema: Drôl und Neetha würde ich beide nicht dem klassischen Mantel- und Degen-Genre zuordnen, sondern eher an Spanien nach der Reconquista, sodass ich mich eher an Don Quijote orientieren würde.

  • Nurmjo Aber wie gesagt, die SH war zu der Zeit Setzung wie die Phileasson Kampagne spielt/durchzieht. Noch dazu ist sie für unter €10 bei eBay zu bekommen. Und sie ist knapp und nicht so ausufernd.

    Überführte, kleptomanische Witze-Diebin