Überschätzte Relevanz des Metaplots für die gegenwärtige Generation

  • (Als Chronist nham ich den Hintergrund so enrst das es lange brauchte um einen "sicheren Ort" für die Chronisten zu erschaffen, und da bleib nur ein Berg (haben wir mit Drakonia bereits) und eine kleine Insel. Das nachvollziehbar-logisch in idese Welt einzugliedern brauchte Denkzeit; ich nutzte gar den Sternenfall um die Insel "verschwinden" zu lassen. Es ist noch viel Platz in Zeit und Raum Aventuriens. ;))

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Hier bitte zum Thema zurück. Das großen Wunschkonzert, was man sich wünscht, ist ein anderer Faden.

  • Ok weg vom Wunschkonzert: Das Problem am Metaplot ist aus meiner Sicht: Entweder man spielt eine Gruppe die wie die Kellyfamilie in ihren besten Tagen andauernd durch ganz Aventurien reist um alle Botenideen etc mitzunehmen, oder man entwickelt einzelne Ideen aus dem Boten weiter etc und dann kommt down the Line plötzlich etwas was die Planung und die Welt in denen die Gruppen spielen wieder durcheinander.


    Dadurch verliert der Metaplot für mich die Relevant. Ich spiele quasi immer nur Rückwärtsgerichtet, also was passierte bis X (Startzeitpunkt der aktuellen Gruppe) weil das Gefühl "Aventurien lebt" und kann von den Spielern beeinflußt werden hab ich als normale Spielgruppe (ohne Autoren am Tisch oder Briefspieler etc) nicht. Weil jede Entscheidung in der "großen" Politik, jede Änderung an nem NSC ewtc könnte halt die Geschichte ändern. Oder man spielt nur mit Bauernlevel NSC .. aber dann ist die lebendige Geschichte auch eher nen Aushang am Schwarzen Brett und nicht relevant für die Gruppe.


    Als Meister LIEBE ich die Ideen die kommen etc ... aber ehrlich gesagt ist der aventurische Bote für mich selber eher lästig. Zu Kurz die Ideen, zu Random. Dann liueber Heldenwerke da diese mehr Struktur haben.


    Wie schon oft gesagt den MEtaplot als regelmäßiges Werk das rauskommt in Buchform mit Timeline das passiert von XXX bis XXX+X , diese Abenteuer spoielen hier, hier und hier, hier gibt ex 5 Abenteuerideen die an die Geschichte anflanschen aber der Ausgang nicht von großen Belang ist etc.


    Das Spielfiguren System in meinen Augen ist genial, das müßte aber halt Größer angewand werden. Aslo was ist ein Bauern Ereignis ? Was ist eine Springer Region etc etc ....

  • Gab es ja, sozusagen, das waren die Jahresbücher.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


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    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Das Spielfiguren System in meinen Augen ist genial, das müßte aber halt Größer angewand werden. Aslo was ist ein Bauern Ereignis ? Was ist eine Springer Region etc etc ....

    Vom Prinzip her gibt es das ja schon. Dafür haben die Abenteuer hat vermerkt welchen Grad an Lebendiger Geschichte die Story hat, von 1 (Bauernereignis) bis 4 (Maximum Metaplot).

  • Ja leider gibt es aber nicht die Sicherheit das das schön Beschriebende Unwichtighausen nicht dann doch plötzulich von nem 4rer Abenteuer heim gesucht wird.

    Das ist mein Punkt. Es wäre halt schön wenn die Redax halt Orte beschreibt (weil dann Karte und Hübsch und so) aber dann nicht sagt .. HEY COOL, DAS IST JA TOLL GEWORDEN METAPLOTANGRIFF 5 ABENTEUER + 3 HELDENWERKE .. ich verstehe ja das DSA auch massiv ein Spiel der Autoren ist. Aber ews wäre halt schön das Autoren einen Ort / eine Region vorbereiten und dann den Spielern bewußt in die Hände geben und man weiß ok die nächsten 20 Jahre passiert hier in dem Ort nix offizielles. Somit kann es auch keinen Konflikt zwischen den Gruppen geben quasi. Was in Schnarchhausen passiert bleibt in Schnarchhausen sozusagen. Klar hat DSA immer noch die Globulen etc aber als Meister find ich den Kniff nur um nen kleinen Teil als Sandkasten ztu bekommen eher unschön.

  • Das Problem was ich darin sehe, das es selbst zu Regionen die diesen "Hier passiert in den nächsten 15-20 Ingame Jahren nichts"-Stempel bekommen, dann wieder gemeckert wird "Warum kommt zu Unwichtighausen nicht". Und damit besteht die Problematik ja weiter.

  • Ich muss mal ein Beil für das Thema dieses Fadens brechen.

    Denn wenn ich das richtig sehe, wurde auf den letzten 2 Seiten wieder nur von 'alten Hasen' diskutiert, "wie wichtig Ist die Meta für DSA" und man verliert immer wieder aus den Augen das es hier um "Neueinsteiger" gehen soll.


    Vielleicht sollten alle die sich schon länger als 10 Jahre mit dem Thema DSA beschäftigen mal eingestehen, dass sie nicht die Zielgruppe dieses Themas sind. Sie können subjektiv von ihrem Einstieg berichten aber die aktuelle Lage für Neueinsteiger ist doch eine völlig Andere.


    Nur Neueinsteiger können sich hier äußern, wie wichtig ihnen der Metaplot von 997 BF bis 1032 BF ist und wie wichtig ihnen der aktuelle Metaplot von DSA5 ist.

  • Naja ich hätte gerne halt mit Unwicxhtighausen sowas wie:


    T+2 Jahre: Der Tempel hat morsche Balken und er müsste erneuert werden (Ignorieren es die Helden macht es die Stadt halt selber)

    T+4 Jahre : Orküberfall

    T+7 Jahre: Missernte.


    Es werden also quasi die Ereignisse angegeben die für die weitere Geschichtsschreibung als passiert angenommen werden. Und dann kommt halt in 5-7 Jahren das nächste Kompendium oder so und es geht weiter. Aber es ist halt sicher das während der "Schonfrist" dort kein Abenteuer mit Metaplot relevanz vorbeikommt.



    EDIT:Und ich ich sehe mich als Neueinsteiger. Spiele DSA 5 seit weniger als 9 Monaten. Hatte an der Uni vor 12 Jahren mal nen Jahr gespielt ;)


    Ich finde Plot und Historische Ereignisse toll. Hasse aber das kontinuirliche an dem ganzen ...

  • LasseRFarnsworth

    Du sagst also, dir ist die bis zum JdF schon wichtig und du hättest gerne mal eine simple Chronik, möchtest aber in sogenannten 'Abenteuerphasen' nicht in der Rolle spielerischen Freiheit eingeschränkt werden, weshalb die aktuelle Meta für dich in den Hintergrund rückt?


    Verstehe ich dich da richtig?

  • LasseRFarnsworth

    Du sagst also, dir ist die bis zum JdF schon wichtig und du hättest gerne mal eine simple Chronik, möchtest aber in sogenannten 'Abenteuerphasen' nicht in der Rolle spielerischen Freiheit eingeschränkt werden, weshalb die aktuelle Meta für dich in den Hintergrund rückt?


    Verstehe ich dich da richtig?

    Ok als Newbie ist es für mich halt das Problem:


    1) Ich finde ein Abenteuer das für meine Gruppe passt. Es sind Zwerge, die Auswahl ist mehr als mau ...

    2) Es ist evtl DSA 4 ok .. ich kaufe es und konvertiere es ...

    3) Es sagt ok Spielt 1020 BF ... ich grummel aber ok ...

    4a) Es passiert nix was das Abenteuer in IRGENDEINER Weise in der Zeit fixiert.

    5) Ich ärgere mich über die Zeitangabe.


    3) Es sagt irgendwann nach 1020 BF

    4b) Es ist super Relevant für die Geschichte, aber das Abenteuer macht selbst klar das es an sich nur vor Event X war. Oh der war 1022 ...

    Toll was mach ich mit meiner 1043 BF Runde ?


    Als Neuling fehlt mir die Möglichkeit diue Abenteuer sinnvoll in einen Zeit / Raum Kontext zu bringen .. also ein Raumzeitproblem ;)


    Bei klarer "Staffelung" also Tech Level X, Y,Z wie bei Battletech Romanen, Source Books etc kann ich sagen: Ok meine Gruppe Spielt X.


    Was ist a) Losgelöst vom Tech Level (Also hier MEtaplot. D.H: Das Abenteuer ist auch WIRKLICH Zeitunabhängig (Also keine Stadt die Zerstört / Wieder aufgebaut wurde etc) und kann IMMER gespielt werden. Welches HW / AB funktioniert nur in Epoche X etc etc ...


    Als Meister kauf ich permanent AB (Toll für den Verlag) und dann stelle ich fest das ich zwar die Idee nutzen kann aber 90% des Abenteuers wegwerfen kann weil Bezug auf ein Ereigniss drin ist das gerade nicht mehr passt, bzw ich meinen Spielern 20 Seiten Meisterinfos rüberbringen muss.


    Icdh finde die neue Kennzeichnung von den AB bei DSA5 um LÄNGEN BESSER als der Kram von DSA 3 und 4 ... könnte aber in meinen Augen noch etwas besser sein ;)

  • Toll was mach ich mit meiner 1043 BF Runde ?

    1. Warten bis offizielle Abenteuer für diesen Zeitraum erscheinen und die Zeit mit eigenen Abenteuern füllen, die die Meta nicht tangieren.
    2. Auf die Meta scheißen und alte Abenteuer so weit modifizieren, daß sie in euer Aventurien 1043 BF passen.
    3. 1043 BF als start Punkt einer eigenen Aventurien Sandbox verwenden. Also mehr oder weniger eigene Abenteuer, mit komplett eigener Entwicklung einer eigenen Meta.

    Es gibt halt noch keine offiziellen Abenteuer die im Jahr 1043 BF starten, da die offizielle Meta dort ja gerade erst ankommt. Also kann man auch nicht die offizielle Meta in diesem Zeitraum bespielen.

  • Ich versuch mal etwas aufs Threadthema zurückzukommen, in dem ja die Generationenfrage eine Rolle spielt und möchte mal eine subjektive Beobachtung formulieren:


    Mir kommt es so vor, als würden langjährige Spieler eher dazu tendieren, viel Metaplot einfach nur zu lesen und interessiert die Geschichten zu verfolgen. Teilweise lese ich auch von Leuten, die kaum mehr zum spielen kommen aber dennoch die Entwicklung von Aventurien spannend finden und dabei bleiben. Ich kaufe und lese Abenteuer z.B. nur wenn ich sie in absehbarer Zeit meistern möchte. Vieles lese ich auch bewusst nicht, weil ich hin und wieder auch spiele und somit die entsprechenden Abenteuer ausscheiden würden.


    Aktuell spielen wir die Theaterritter-Kampagne, die wir im Mai mit zwei Heldenwerk-Vorabenteuern begonnen haben. Jetzt kommen wir langsam gegen das Ende von "Der Weisse See" und wir spielen ziemlich regelmässig alle zwei Wochen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird uns die Kampagne vielleicht noch zwei Jahre gut beschäftigen, was auch bedeutet, dass wir über zwei Jahre voll im Metaplot drinnstecken. Für mich hat das subjektiv den Effekt, dass ich mehr als genug Metaplot habe, denn Arivor, Rabenkrieg etc. ist ja noch nicht mal in Sichtweite.


    Jemand der aber den Metaplot vorallem lesend konsumiert und nicht spielend, wird viel schneller mit den aktuellen Entwicklungen durch sein und das Verlangen haben nach mehr. Ebenfalls fallen brachliegende Plotfäden so natürlich viel schneller auf. Ich möchte jetzt nicht entscheiden, welche Sichtweise mehr Legitimation hat aber ich denke daraus können schon verschiedene Perspektiven auf den Metaplot entstehen und wo die einen unzufrieden sind, sehen andere kaum ein Problem.

  • Also ich bin ja auch einer dieser 'alten Hasen', und weil ich hier les dass die den Metaplot lieben muß ich mal widersprechen.


    Für mich ist der auch nicht das Markenzeichen von DSA sondern die detailreich beschriebene Welt.

    Die liebe ich heiß, der Metaplot dagegen nervt weil er einem irgendwie aufgezwungen wird.


    Natürlich hab ich nichts dagegen dass es lange Plots in der Welt gibt, aber die hätte ich persönlich lieber lokal anstatt weltverändernd, weshalb ich auch vor Borbarads Rückkehr der kanonischen Geschichte den Rücken gekehrt habe.

  • und weil ich hier les dass die den Metaplot lieben muß ich mal widersprechen.

    Es ist hier aber auch sehr oft zu lesen von Leuten, die seit 20 + Jahren spielen, dass sie sich für den Metaplot wenig bis gar nicht interessieren.

  • BUH ... :)


    Ähm, ich bin bei den Schachfiguren vorsichtig - es gab bereits früher die sogenannten *-Mysterien, sozusagen MI-Ideen, die nicht wieterverfolgt werden - u.a. Tharun. Umgekhrt tauchte aus DSA1-2 öfters wieder was bei DSA3-4 auf, ohne das die Autoren das mal geplant hätten. Rakorium ist seit dem B03 (DSA1) dabei. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ist es nicht schwierig die detailreich beschriebene Welt vom Metaplot zu trennen? Also in seiner eigenen Runde klar, da verändern die Helden ja die Welt und ein eigner Plot entsteht. Aber wer gerade mit wem und so ergibt sich ja aus dem Metaplot. Es hat ja seine Geschichte warum der Fürst gerade Fürst ist usw.

    Eine super genau beschriebene Welt, die sich nicht verändert (abgesehen von den direkten Veränderungen durch eure Helden) fände ich irgendwie unnötig. Dann könnte man auch auf D&D Niveau vom Dichtegrad bleiben.

  • Ich würde mich als Jemand der "derzeitigen Generation" bezeichnen, da ich erst vor 5 Jahren das erste Mal mit DSA (4.1) Kontakt hatte. Habe für 2 Jahre gespielt und dann zu Beginn der Pandemie eine neue Runde in DSA 5 ins Leben gerufen mit 3 Freunden, die alle komplette Neulinge im P&P sind. Beim Lesen des Threads dachte ich aber immer wieder folgendes: Was ist die "derzeitige Generation"? Aktuelle Spielerschaft oder tatsächliche Neulinge? Und mit diesen beiden Gedanken ist es im ersten Fall interessant die Erfahrung der alten Hasen zu lesen, im zweiten Fall aber eher amüsant, wenn man bedenkt, dass Leute sich als "Neulinge" sehen, die bereits DSA spielten als meine Eltern einander noch nicht mal kannten. Ich probiere Mal den Blickwinkel eines halbwegs neuen Spielers darzustellen.


    Meine Metaplot Erfahrung als neuer Spieler sah wie folgt aus: ich konnte am Ende der 2 Jahre nichtmal die Zwölfe benennen, selbst wenn es prüfungsrelevant gewesen wäre. Mein SL hat mich machen lassen, obwohl er zu den alten Hasen gehört und es besser weiß. Ich fand das Regelkonstrukt bereits dermaßen erschlagend, dass eine Metaplot / Geschichtslektüre dazu geführt hätte, dass ich bereits vor der 1. Sitzung das Handtuch geschmissen hätte. DSA ist in meinen Augen alles andere als einsteigerfreundlich, aber das Thema verdient seinen eigenen Thread.

    Kurzgefasst: Die Metaplot Relevanz war als Neuling für mich gleich null. Aber ich bin Jemand der auch Serien und Filme trotz Plotholes genießen kann. Mir doch egal warum Gandalf die Adler nicht ruft, um den Ring ins Feuer zu werfen. Wird schon seine Gründe haben.


    Das Metaplot Interesse in meiner derzeitigen Gruppe (alle 3 Spieler komplette P&P Neulinge) sieht aktuell wie folgt aus: sie haben ein verlassenes Landgasthaus entdeckt, wollen es renovieren und ihre eigene Kneipe auf machen. Auf der anderen Seite wollen sie einen Drachen töten und die Grafschaft Heldentrutz von allem Bösen befreien (Wir spielen nach Hexenreigen die Einsteigerbox Geheimnis des Drachenritters und sind im letzten Drittel angekommen). Der Metaplot oder die Zeitlinie kümmert keinen von uns. Das einzige, was ich irgendwann Mal festgelegt habe ist, dass wir nach Borbarad spielen und hab gelegentlich Infos aus dem Almanach einfließen lassen.

    Folgende "Metaplot" Fragen kamen bisher in der Runde auf:

    - Sind Zwerge in DSA auch mit Orks verfeindet? Wollte dann etwas mit SL Wissen glänzen, aber mehr als dass Drachen die Erzfeinde der Zwerge sind hat dann auch keinen interessiert.

    - Sind Orks grün?

    - Wer ist nochmal König hier? -> Du meinst Kaiserin Rohaja? Ja wie auch immer. Ist die stark? -> keine Ahnung.

    Wir spielen wie oben erwähnt bald ein Jahr und für mich kristallisieren sich für uns Zwei Richtungen heraus:

    1. Wir retten die Welt und wollen als Helden gefeiert werden und jeder soll's wissen

    2. Sich wie die Axt im Walde benehmen und so richtig die Sau raus lassen.

    Der Metaplot ist nur für den 1. Fall interessant, aber anders als die Meisten es vielleicht vermuten würden. Stark überspitzt ausgedrückt: Ich bin hier der Protagonist. Ich bin der Metaplot. Ich bin das Zünglein an der Waage, beeinflusse aktiv die lebendige Geschichte und bin keine austauschbare Figur auf dem Schachbrett irgendwelcher NSCs von den ich noch nie gehört habe ohne ein Studium in Aventurologie zu haben. Die brauchen mich - nicht umgekehrt. Deswegen erfreut sich wahrscheinlich die G7 Kampagne einer so großen Beliebtheit. Gemäß dem Motto: Ich bin Ironman.

    Und das bringt mich zu meinem nächsten Punkt...


    Spieler, die jetzt neu dazu kommen haben einen komplett anderen Zugang zu RPGs und damit auch P&P wie DSA, wie es noch vor 20-30 + Jahren war. Berührungspunkte im Bereich Fantasy sind aus Herr der Ringe oder Game of Thrones - aber nicht die Bücher. Die werden von der Minderheit gelesen. Die meisten finden HdR auch überragend ohne das Simarilyon gelesen zu haben. Erfahrungen aus RPGs kommen aus WoW oder Skyrim und da hat man eben selbst die Welt gerettet und war damit die Hauptattraktion. Unsere Vorstellungen von Helden sind nicht Arthus, Conan oder Hercules, sondern Ironman, Captain America, Superman, Son-Goku, Luffy oder Naruto. Und auch hier ist der gemeinsame Nenner die eigene Plotrelevanz und die Charakteristik des Weltenretters. Niemand will Yamcha sein. Das sind wir schon im echten Leben. Und verschont uns mit irgendwelchen Filler Folgen von Nebencharakter xy. Die überspringt sowieso fast jeder.


    DSA 5 ist jetzt 5 Jahre alt. Nach 5 Jahren MCU wusste man gerade mal, dass irgendwo im Weltall wohl ein Bösewicht namens Thanos ist, aber was das alles bedeutet und die Folgen der einzelnen Filme waren dem durchschnittlichen Zuschauer, der eben nicht die Comics liest, halt bei weitem nicht klar. Und was genau der Sternenfall jetzt macht wird sich schon irgendwie irgendwann klären. Disney / Marvel hat auch 10 Jahre gebraucht und hat definitiv mehr Ressourcen als die DSA Redax bei Ulisses und kann auf mehr Material zurückgreifen, mit dem Autoren arbeiten können.


    Dennoch habe ich Verständnis für die Leute, die hier ihren Unmut äußern über offene Plotfäden und ausstehende Auswirkungen von Ereignis xy. Umso mehr man in einem Thema investiert ist, umso enttäuschter ist man, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden. Das ist Leidenschaft. Aber warum 20+ Jahre Erfahrung und Leidenschaft nicht eine andere Richtung lenken? Ich wage zu behaupten mit so einem Wissensschatz kann man problemlos den Metaplot für das eigene Aventurien gestalten oder gar Ideen in Form von ABs oder HWs mit Ulisses teilen. Autoren sind ja scheinbar Mangelware, wie man hier im Forum liest.

    Aber sie schweigende Mehrheit interessiert sich höchstwahrscheinlich nicht dafür was NSC a inzwischen macht oder was aus Ereignis b wurde, solange man selbst nicht daran mitwirken kann.

    Man sollte aber auch Verständnis für Ulisses haben, die mit einer Handvoll Ressourcen einen Spagat hinlegen müssen, um sowohl Neulinge, als auch alteingesessene Spieler zufrieden zu stimmen. Der regionale Metaplot scheint dieser Weg zu sein. Man lernt einen Winkel Aventuriens kennen und wird eben ein Held genau dieser Region. Wer weiß irgendwann kommen evtl. Alle regionalen Helden zusammen und schlagen den "Superbösewicht" im Finale.


    Abschließend kann ich dem Kommentar von BardDM nur unterschreiben.


    TL;dr: ja ich will mehr Metaplot. Aber ich will auch der Held sein. Kein Beiwerk. Meine Handlungen sollen eine direkte Veränderung in der Welt hinterlassen.

  • Ist es nicht schwierig die detailreich beschriebene Welt vom Metaplot zu trennen? Also in seiner eigenen Runde klar, da verändern die Helden ja die Welt und ein eigner Plot entsteht. Aber wer gerade mit wem und so ergibt sich ja aus dem Metaplot. Es hat ja seine Geschichte warum der Fürst gerade Fürst ist usw.

    Eine super genau beschriebene Welt, die sich nicht verändert (abgesehen von den direkten Veränderungen durch eure Helden) fände ich irgendwie unnötig. Dann könnte man auch auf D&D Niveau vom Dichtegrad bleiben.

    Ich glaub da sollte man mal den Begriff 'Metaplot' und 'Meta' klar definieren.

    Der Metaplot ist mMn nur ein Teil der Meta und zwar der offiziell Bespielbare. Alles drum herum, wie Boten Artikel, RSH Infos, etc., ist für mich Meta, aber kein Metaplot.

    Heißt der Metaplot fügt nur einen kleinen Teil zur 'Lebendigen Geschichte' und der detaillierten Welt hinzu.