Währungen, Portemonnaies, Geldgewicht und Wechselstuben

  • Wie wichtig ist Geldwirtschaft in euren Gruppen? 40

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    Hallo Orkies,


    ich muss sagen ich spiele in letzter Zeit mit mehr und mehr neuen und unterschiedlichen Gruppen und mache selbst nach 17 Jahren DSA dadurch neue Erfahrungen und lerne auch nicht zuletzt durch euch hier mehr und mehr dazu.


    In meiner alt eingesessenen Runde ist es nun so, das Reichtum nichts mehr allzu besonders ist. Wir spielen nun mittlerweile unter DSA5 die 3. Heldengruppe, die es geschafft hat, den Sprung zu Ruhm, Ehre und eben Wohlstand zu erlangen (4000+ AP bei DSA5 also wirklich late-late game).

    Aber wie ich nun in anderen Gruppen gemerkt habe, wird das wirtschaftliche in dieser besagten Runde wohl sehr ernst genommen.

    Geldbeutel fassen nicht unbegrenzt Kapital und wenn sie nicht ausdrücklich versteckt werden, befinden sie sich am Gürtel (was bei uns wohl in bestimmten Stadtteilen einer jeder Stadt als Einladung gilt, sich phexgefällig bei den SCs zu bedienen). Aber auch lokale Unterschiede nehmen wir ernst, wenn man in den Thorwal oder Al'Anfa mit Dukaten Zahlen möchte, so erschwert das Verhandlungen mit lokalen Händlern rapide.


    Banken, Wechselstuben und zwielichtige 'Kreditgeber' bauen wir gerne in Abenteuer und Städte ein.


    Durch das Spiel mit den unterschiedlichsten Gruppen merke ich aber das dieser rollenspielerische Teil, der Vorbereitungsphase, eines Abenteuers wohl gerne geskippt oder gar ignoriert wird. Ich wollte also mal eure Erfahrungen und Meinungen sammeln und eine Umfrage starten wie ihr es Hand habt.

  • Wenn nicht AB relevant, weil der zwielichtige Geldwechsler z.B. als Antagonist auftaucht, wurde das meist gehandwedelt. Mit Familie und Arbeit ist Spielzeit knapp, sodass "Nebensächlichkeiten" mit einem kurzen Satz abgetan werden. Ich mag aber auch die DSA 5 Lebensstil-Regeln genau aus diesem Grund.


    Wechselkurse, Inflation, ökonomische Situation der Region etc. haben wir auf der Arbeit und der Finanzverwaltung im "Real Life" genug.

    "Pertinatia sapientiaque ad cognitionem cursus sunt."

  • Finde auch: In Rollenspielen finde ich dies einer der irrelevantesten Punkte überhaupt. Dürfte gleich nach "Wie oft geht ein Held aufs Klo" kommen.

    Sehe da einfach wenig Sinn noch Spielspaß förderndes zu schauen das ich in Geldbeutel A 3 Dukaten Stücke habe, 27 Silberstücke, und 9 Kreuzer habe und in Geldbeutel B habe ich 10 Goldstücke und in Geldbeutel C 3 Batzen und 4 Groschen. Aber leider nimmt der Kerl vor mir nur Nostrische Kronen weswegen ich erst einmal eine Wechselstube aufsuchen muss um mir ein Leib Brot zu kaufen.


    Genauso denke ich nicht, dass ich sehr oft in Erinnerungen schwelgen werde von Spieleabende die inhaltlich etwa so aufsahen:

    "Du Balrik"

    "Was los Alrik?"

    "Hast du den Brotpreis gesehen?"

    "Ja Alrik!"

    "Und was sagst du dazu? Eine Frechheit oder? Letztes Jahr hat der verdammte Calrik seine Leiber noch für 15 Kreuzer das Stück verkauft. Und jetzt? Die Sind nicht mal mehr halb so groß wie früher und dazu auch noch einen Kreuzer teurer geworden."

    "Mensch Alrik so ist das nun mal. Bei jedem Zyklus der 12e steigen die Preise. Die Armee braucht Korn. Peraine meinte es letztes Jahr nicht gut mit uns, dazu hatten wir schon seit Jahren keine Seuche mehr, Die Stadt wächst, es gibt mehr Mäuler zu stopfen. Da ist es halt normal dass es jedes Jahr teurer wird. Angebot und Nachfrage, Alrik. Angebot und Nachfrage."

    "Balrik halts Maul. Das wollt ich gar nicht wissen. Mecker einfach mit mir und trink dein Bier und sag mir dass das so ist weil der verdamme Hund Calrik seine geliebte mit dem Geld durchfüttert dass er uns aus der Tasche zieht. Und dann schauen wir uns mal morgen an was der Karottenpreis so macht. Ich glaub Bauer Dalrik, der hat nicht nur eine Geliebte."

    "Prost Alrik"

    "Prost Balrik"


    Kurz um. Wäre nicht so unbedingt das was ich von einem coolen Abend erwarten würde, Vor allem wenn die am Nachbartisch damit prahlen, dass sie die süße Prinzessin vom bösen fiesen Drachen gerettet haben.


    Wäre für mich simpel einfach ein timesink ohne jeglichen Mehrwert, dass bei jeder Rübe die ich kaufe machen zu müssen.

    Wenn ich Lust auf Wirtschaftssimulation habe dann kann ich das in anderer Form besser haben als bei einem Pen and Paper Rollenspiel.

  • Hauptsache der Bierpreis bleibt stabil!

    Die Bierwährung kommt bald! *lacht*


    Wir spielen es in bestimmten Situationen aus, die auch Abenteuerrelevant sind.


    Ankunft in Al'Anfa aus Festum komend... klar.

    Geldwechseler ist / könnte Plotrelevant werden.

    Besonderheiten der Region / Flair.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Ich schließe mich an. In meiner aktuellen Runde ist niemand, der oder dem an so einem Simulation-Spiel, ikl. den alltäglichen Kleinigkeiten gelegen ist. Auch Tavernenpreise improvisiere ich meist, habe da die groben Richtwerte im Kopf. Ist aber auch gut möglich, dass wir das manchmal vollkommen vergessen. Auch die Reise und Unterkünfte "zwischen den Abenteuern", also wenn ich anfangs kurz zusammenfasse (und auf der Karte einzeichne), wie die Gruppe an den aktuellen Schauplatz gekommen ist, ist eigentlich immer "kostenlos".


    Bisher haben Geldwechsler*innen auch noch nie eine Rolle in einem Abenteuer gespielt. Ich erwähne die neue Währung aber dennoch meistens, um das "regionale Flair" zu unterstreichen, z.B. als wir eine Reihe von Abenteuer in den Tulamidenlanden, bzw. Aranien gespielt haben. Dann gehen wir aber meist stillschweigend davon aus, dass die Gruppe genügend Geld "off camera" wechselte, oder es gibt manchmal auch Kommentare zu dem seltsamen Mittelreichischen Geld, dass dann aber oft doch akzeptiert wird, immerhin ist da ja auch echtes Gold und Silber drin...

  • Meine Gruppe ist, ehrlich gesagt, immer durch Aventurien gehoppst. Wir haben uns selten Gedanken gemacht, warum und wie die Gruppe jetzt hinkam, wo sie war. Wir haben es genossen, Aventurien in seiner bunten Vielfalt zu genießen. Da ständig Geld wechseln zu müssen wäre extrem lästig. Solche simulationistischen (wenn auch realistischen) Sachen haben wir weggelassen und es hat uns nie gefehlt. Auch beim Gewicht haben wir erst so im dreistelligen Dukatenbereich vielleicht mal gefragt, wie man das alles mit sich rumschleppt. Ein Chorhoper Magier und ein fasarer Feqzgeweihter haben auch mal ein kleines Handelsimperium aufgebaut, als das Budged da war und sich Gelegenheiten aufgetan haben. Aber da haben sie eher für die Zeit nach dem Heldenleben vorgesorgt.

  • Wir spielen das recht detailliert aus. Trotz Job und Familie liegt uns viel daran in eine andere Welt abzutauchen und da gehören die alltäglichen Probleme schlicht dazu. Es fördert die Immersion, wenn die Aranierin den 'ungläubigen' Marawedi nicht nehmen will oder maximal 15 Schekel dafür gibt. Oder man merkt, dass man gar keine 'paar Kreuzer' mehr hat, die man dem Gossenkind zu werfen kann und stattdessen einen Heller nimmt, was das Kind natürlich völlig anderes reagieren lässt. Oder man nicht weiß, wie man den Inhalt der Schatzkammer nach Hause trägt...


    Doch bei uns ist alles was die SCs machen in irgendeiner Form 'Abenteuerrelevant' oder kann es noch mehr werden. "Ja, die sind mir auch schon unangenehm aufgefallen, die kommen mit ihren Marawedis bestimmt direkt aus dem Kalifat und wollen hier spionieren."

    Als Welt und SL will auf die Handlungen der SCs reagieren, genauso auf den 'Kleinscheiß'. Auch haben die wenigsten SCs bei uns die Motivation Ruhm, Ehre oder Wohlstand zu erlangen. Meist haben sie schlicht wichtigeres zu tun und letzteres ist häufig vorhanden, was einen nicht vor Konflikten oder Problemen schützt. ;)

    I ♡ Yakuban.

  • Bei uns ist es halt so, dass wir selten lange Reise Abenteuer spielten. Meine alte Gruppe blieb oft über viele ingame Monate oder sogar Jahre, in ein und der selben Region Aventuriens und spielte innerhalb dieser Region ihren Aufschwung zu bekannten Helden, bevor wir überhaupt ans reisen dachten.


    Das funktioniert selten mit den offiziellen Abenteuern oder der Meta...

    Die Rakorium-Kampange entführte den/die Protagonisten direkt mal vom Bornland in den Tiefen Süden, von der Philleason Saga brauche ich garnicht erst sprechen.


    Klar Reisen ist irgendwo das spannende am Abenteurer-Leben, aber mir ist bewusst geworden, dass mein erster Spielleiter mir etwas eingeimpft hat, das ich wunderbar finde und immer bei behielt:

    "Wenn man ständig von Abenteuer zu Abenteuer hechelt und dazu auch noch von Region zu Region reist. Was ist dann noch besonders daran?!"

    Und:

    "Reisen sollte immer Gefahr bedeuten, Aventurien ist ein kleiner Kontinent der ständig von vielen Konflikten durchzogen ist, der Zerfall von Retos großem Reich oder des Diamantenen Sultanats, Orkstürme, Borbarad, Heptarchen. Reisen ist etwas das gut geplant und vorbereitet sein sollte, das Geld verschlingt und egal welche Straßen man nutzt, immer ein Risiko beinhaltet. Egal für was für einen großen Fisch man sich hält, der kluge Abenteurer weiß, es gibt immer einen noch größeren Fisch."


    Wir spielten mit dieser Gruppe einen schlüssiges Leben der Abenteurer. Da wir gerne die Charaktere ausführlich ausschmückten, habe ich einige der schönsten Erinnerungen an Tavernenabende, Einkaufstouren, die Planung und Umsetzung des Magierturms meines Weißmagiers.

    Seit ich diese aventurische Sandbox leite und nicht mehr bespiele, kamen noch so viele interessante Abende hinzu, die ich nie geplant hatte und diese Art zu meistern erfreut mich ungemein, ich zwinge die Helden nicht in ein Gespräch mit Auftraggebern oder überhaupt irgendwelchen NSC und wenn dadurch der Plot gesprengt wird, c'est la vie, spiel ich eben mit dem was die Spieler mir vorsetzen, es ändert nichts daran, daß die Helden in einer phantastischen Welt mit eigenen Regeln und Gesetzen zuhause sind und bietet viel spannende Möglichkeiten.

  • Währungen: ja, haben wir. Zwecks einfacherer Berechnung haben wir die Wechselkurse meist ins Dezimalsystem übertragen. Das wird mal ausgespielt, mal nur mit "Wir gehen zur Wechselstube und lassen Summe X uns einwechseln" gehandhabt.

    Ausgaben werden nachgehalten.

    Daher sind Punkt 1 und 2 wohl treffend. Größere Tendenz zu eher Tor 2 nehmen, da Stadtgebühren und Zölle bei uns nicht mit eingebunden werden (wobei es sie ironischerweise insgesamt in Aventurien gibt und durchaus wichtige Einnahmequellen sind). Ich habe dennoch 1 und 2 gewählt. EDIT (des EDITS): Mit Währungen, mit durchaus auch ausgespielten Geldwechslungen, weil die Geldwirtschaft der Charaktere von Relevanz ist EDIT Ende

    Geld wächst nicht auf Bäumen, und Reisen (die bei uns ganz oder weitestgehend ausgespielt werden, aber in keinem Fall sind die Charakter mit einem Satz am Ziel angekommen) Ausrüstungen, Übernachtungen, sich manchmal was Schönes gönnen kostet (oder gar vorhandene Schulden ...), all das braucht Geld, das wächst aber nicht im Geldbeutel selbsttätig nach. EDIT: Ausgaben und Einnahmen werden also nachgehalten, weil das gerade, wenn man nicht viel Geld hat, wichtig ist, ob man so viel Geld hat, oder ggf. dabei hat. Und ob man sich leisten kann, was mann braucht, oder sich selber und die Erwartungen anpassen, oder mehr drum kümmern muss, etwas zu bekommen. EDIT Ende

    Preise variieren auch. Man kann billig, normal oder eben teuer seine Sachen kaufen und Unterkünfte wählen, es gibt Orte, da gibt es nur überhöhte Preise, das variiert dann auch in den möglichen Ausgaben.

    Ausrüstung (auch Geld) hat bei uns auch Gewicht, auch wenn wir mit etwas veränderten Traglast-Regeln spielen.

    Mit Zöllen spielen wir allerdings nicht. Nachzuhalten, wann wie viel Brücken überquert werden, ist sogar mir zu kleinteilig.

    An Städten muss man sich allerdings an den Toren anstellen und sich fragen lassen, ob man etwas zu verzollen hat, und/oder eventuell irgendwas abgeben (z.B. Artefakte vor Havena, oder sich erfolgreich durchlügen).

    Den Punkt, dass alle Charaktere (hemmungslos) reich sind, haben wir eigentlich noch nie gehabt (manchmal durchaus zu meinem Verdruss). Die 7G-Charaktere sind mit Ende der Kampagne sehr gut situiert gewesen, aber die meisten (nicht alle) waren es vorher nicht (in großen Maße).


    Zumindest (mehr oder weniger) ähnliche Fäden zum Thema:

    Umgang mit Geld

    Geld verdienen in DSA?

    Löhne, Preise und der Wert der Geldes

    Lebensstandard-Ausgaben

    Belohnungen - wo kommen sie her?

  • Ich habe mal "Nach Bedarf" und "Mit allem drum und dran" ausgewählt, weil es sehr von den Charakteren und dem Guthaben abhängt. Bei meiner Grangor-Kampagne war es das Ziel der SC, sich als Handelsgrüppchen zu etablieren, entsprechend war Geldwirtschaft wichtig, aber sobald sie ein halbwegs stabiles Einkommen hatten, mit dem sie etwa über die Runden kamen, habe ich nur noch für mich Unterhalt, Gondelfahrten, Brückenzölle etc. nachgehalten und das vom Gewinn am Ende des Monats abgezogen (sie hatten genug Rücklagen in der Nordlandbank, dass auch Verluste nicht bedeuteten, dass sie auf einmal Pleite waren).

    Bei der neuen Gruppe ist das Geld noch knapp, entsprechend wird da auch mit Habichtsaugen über die Heller gewacht. Grenzzölle und so werden ausgespielt, aber manche Preise (Mahlzeiten in Gasthäusern) werden auch mal eher überschlagen, wenn's gerade die Handlung auf etwas anderes hindrängt.

    Wechselgebühren kamen bei mir noch nicht vor, bisher hielten sich alle Gruppen immer in einer Währungszone auf. Aber vermutlich würde ich auch das ausspielen, und sei es nur mit einer vergleichenden Handeln-Probe und ein, zwei kurzen Sätzen zur Szene.

    Ich schreibe aus der Warte eines mit DSA5 eingestiegenen Aventurologen. Mein Wissensstand basiert auf 5 allein.

    „Knie nieder! - Sei ohne Furcht im Angesicht deiner Feinde, sei tapfer und aufrecht, auf das Gott dich lieben möge, sprich stets die Wahrheit, auch wenn dies den eigenen Tod bedeutet, beschütze die Wehrlosen, tue kein Unrecht, dies sei dein Eid (ohrfeigt Balian) Und das ist dafür, dass du ihn nicht vergisst.“ - Königreich der Himmel


    DSA5-Waffenstatistik

  • "Ausspielen" ist halt relativ. Meine Spieler müssen schon sagen, wann sie wo wie viel Geld wechseln, da es durchaus bedeutsam ist, welchen Münzfüßen fremder Länder die Händler vertrauen, und - vor allem - welche die Herrscher in ihren Landen überhaupt erlauben. Aber das ist in der Regel in ein paar Sätzen abgehakt, sofern dabei nichts Besonderes passiert. Und abgehandelt wird der Einfachheit halber alles in (Rechen-)Talern, egal in welchen Währungen die Transaktionen physisch erfolgen. Valvationstabellen sind mir dann doch zu viel.


    Bezüglich Gewicht muss ich vorausschicken, dass die technischen Daten der Münzen in unserem Aventurien deutlich abweichen, da die offiziellen schlicht zu unglaubwürdig sind.

    • Kreuzer: 2,5 g (1 Teil Silber, 9 Teile Kupfer)
    • Heller: 5 g (1 Teil Silber, 1 Teil Kupfer)
    • Taler: 25 g (9 Teile Silber, 1 Teil Kupfer)
    • Dukat: 25 g (18 Teile Gold, 1 Teil Silber, 1 Teil Kupfer)

    Realhistorisch gesehen sind Kreuzer und Heller ja vertauscht, aber das anzugleichen, würde bei Preistabellen ständig für Verwirrung sorgen, und die Herleitung ist ja ausgesprochen arbiträr, also wieso in Aventurien nicht anders herum? Und Dukaten (Gulden) müssten eigentlich (Dere-gerecht gerundet) so schwer wie Kreuzer und so viel wert wie Taler (Guldiner) sein, aber ist ja nicht so, als würde im Wort "Dukat" eine Wertangabe stecken, und worauf es mir im Endeffekt ankommt, ist, dass Gold nicht absurd billig ist. (Die WFRP-Ausprägung des karolingischen LSD-Systems entspricht übrigens beinahe meinem Idealtypus einer stabilen Münzwährung, aber dies sei hier nur am Rande erwähnt.) Was nun die Geldbeutel der Helden angeht, so werden die Silbermünzen in höchster vorhandener Einheit angenommen und aufgerundet, um das Wechselgeld darzustellen. Dukaten werden separat verwaltet.

    Daher sind Punkt 1 und 2 wohl treffend. Größere Tendenz zu eher Tor 2 nehmen, da Stadtgebühren und Zölle bei uns nicht mit eingebunden werden (wobei es sie ironischerweise insgesamt in Aventurien gibt und durchaus wichtige Einnahmequellen sind). Ich habe dennoch 1 und 2 gewählt. EDIT: Nachdem die Optionen anders verteilt und unbenannt wurden: Nun 3 und 4. EDIT Ende

    Ich denke, du verwechselst da die Auswahlauflistung der Antwortmöglichkeiten mit der Ergebnisauflistung, bei der Antworten ohne fixe Reihenfolge nach Häufigkeit geordnet sind.

    CÉTERUM CÉNSEÓ IMPERIUM MEDIÁNUM ESSE FINDENDUM

  • Also bei uns hat es sich so eingebürgert das jeder separat so ein bisschen Handgeld aufschreibt. Sprich was er immer bei sich hat. Ob das alles in der Geldkatze ist, ist ein anderes Thema. Meine Phexgeweihte hat derzeit 10 Goldstücke, 269 Silber, 9 Kreuzer und 5 Heller an der Frau.

    Das große Geld ist in Nordlandbank Scheinen, Edelsteinen, Perlen, Goldstücken und Schmuck im Gepäck verteilt.

    So fand sich neulich auch eine halbe Zechine in der Gruppenkasse.. da kam die Frage auf wo die denn her ist... wohl irgendwie in Aranien nicht ausgegeben worden.. 😉

    Normalerweise spielen wir das wechseln auch nicht wirklich aus, ein Goldstück hat ein Gewicht, und das ist ja überall gleich, soweit ich das weiß. Jedenfalls spielen wir das so. Wechseln müsste man ja nur wenn das Goldstück in Aranien 6/7 Unzen schwer ist, im Mittelreich 1 Unze und im Bornland 5/8... Aber wer will das wirklich? Meine Spieler und ich wollen Abenteuer erleben und auch mal dummes Zeug machen... vielleicht auch mal ein Geschäft, aber nicht den Geldwechsler ausspielen.

    Natürlich, das liegt in dem Char den spiele liegt der Reiz im Geschäfte machen. Meine Phexgeweihte ist halt auf Handeln spezialisiert. So hat die vor einiger Zeit im tiefen Süden einen Beutel Perlen erworben, Wert 60 Goldstücke runtergehandelt auf 50 Goldstücke, und die dann später mit Hilfe der Liturgie Sternenglanz und einer Handelnprobe mit 5 QS für 90 Goldstücke in Albenhus an einen Zwergenhandwerker verkauft. Aber sowas finde ich dann typisches Charakter ausspielen und hat einen Reiz (hätte ja auch schief gehen können) und natürlich geht dann auch eine größere Spende an den hiesigen Phextempel (in dem Fall 9 Goldstücke).

    Überführte, kleptomanische Witze-Diebin

  • Unsere Gruppe spielt die Geldwirtschaft in Aventurien eher lockerer aus. Es wird auf solche Dinge wie überteuerte Waren, Zollgebühren, unterschiedliche Währungen nur geachtet, wenn man die Mitspieler vor besondere Herausforderungen stellen möchte oder für die Story relevant ist.

    Tavernen haben bei uns meist einen Festpreis für eine Nacht (Aufgespalten in Gruppen o. Einzelzimmer) bei der auch die Verpflegung dabei ist. Somit weiß eigentlich jeder über die Gegebenheiten schnell Bescheid. Natürlich gibt es auch hier mal Ausnahmen, wie z.B. besonders luxuriöse Unterkünfte.

    Worauf aber eher geachtet wird ist das mitführen von Geld. Sollte jemand wirklich so naiv sein und auf einen vollen Marktplatz mit vielen armen Leuten gehen und seinen Geldbeutel unbedingt mit 50D füllen wollen, dann ist die Chance relativ hoch, dass dieser ein paar Begegnungen in einer Gasse haben wird. Diese Ereignisse werden natürlich auch ausgespielt. Das übrige Geld wird häufig in der Nordlandbank untergebracht. Haben jetzt aber auch einen Plot gehabt, bei dem in eines der Bankschließfächer eingebrochen worden ist.

    Zollgebühren oder weitere Abgaben, werden eher weniger berücksichtigt, da wir mit vielen Charakteren unterschiedlichsten Fortschritts (AP und Geld) spielen und somit einige Leute chronisch nicht an der Story teilhaben könnten, außer durch ein durchgängiges durchmogeln bei den Stadtwachen oder ein stetiges anpumpen der Mitspieler nach Geld.

    Bisher sind sich dort alle einig, jedoch haben mich die Beiträge auch auf den Geschmack gebracht, vllt. etwas frischen Wind im Umgang mit der Geldwirtschaft mal auszuprobieren und zu schauen wie die Reaktionen sind! ;)

  • twincast in Aventurien sind Kreuzer Eisenmünzen und Heller sind aus Bronze (nicht weiter definiert).

    Warum habt ihr das Material geändert?

    Weil das keine authentischen Münzmetalle sind. Eisen hat da mal so was von gar nichts drin zu suchen. Bronze und Messing wären zwar theoretisch denkbar, waren aber aus gutem Grunde in der entsprechenden Zeit hierzulande nicht erlaubt. Außerdem reagiere ich allergisch darauf, wie (dank Olympia) ständig Bronze in seiner Natur mit Kupfer vertauscht wird.

    CÉTERUM CÉNSEÓ IMPERIUM MEDIÁNUM ESSE FINDENDUM

  • Quote from twincast

    Realhistorisch gesehen sind Kreuzer und Heller ja vertauscht, aber das anzugleichen, würde bei Preistabellen ständig für Verwirrung sorgen, und die Herleitung ist ja ausgesprochen arbiträr, also wieso in Aventurien nicht anders herum? Und Dukaten (Gulden) müssten eigentlich (Dere-gerecht gerundet) so schwer wie Kreuzer und so viel wert wie Taler (Guldiner) sein, aber ist ja nicht so, als würde im Wort "Dukat" eine Wertangabe stecken, und worauf es mir im Endeffekt ankommt, ist, dass Gold nicht absurd billig ist. (Die WFRP-Ausprägung des karolingischen LSD-Systems entspricht übrigens beinahe meinem Idealtypus einer stabilen Münzwährung, aber dies sei hier nur am Rande erwähnt.) Was nun die Geldbeutel der Helden angeht, so werden die Silbermünzen in höchster vorhandener Einheit angenommen und aufgerundet, um das Wechselgeld darzustellen. Dukaten werden separat verwaltet.

    twincast in Aventurien sind Kreuzer Eisenmünzen und Heller sind aus Bronze (nicht weiter definiert).

    Warum habt ihr das Material geändert?

    Weil das keine authentischen Münzmetalle sind. Eisen hat da mal so was von gar nichts drin zu suchen. Bronze und Messing wären zwar theoretisch denkbar, waren aber aus gutem Grunde in der entsprechenden Zeit hierzulande nicht erlaubt. Außerdem reagiere ich allergisch darauf, wie (dank Olympia) ständig Bronze in seiner Natur mit Kupfer vertauscht wird.

    Ich sehe zwar keinen Mehrwert darin Münzmetalle in Fantasy Welten zu 'irdifizieren' aber Gewichte und Reinheitsgebote bezüglich Münzmetallen, habe auch ich für mein Aventurien geschrieben. Um Falschgeld und Erkennungsproben verregeln zu können.