Wie könnte/sollte Aventurien auf den Sternenfall und dessen Auswirkungen reagieren?

  • Das kam in einer anderen Diskussion auf:


    Es entsteht eher ein Gefühl, oder eine bestimmt Stimmung: Neuaufbruch und grundlegende Veränderung.


    Entsteht das Gefühl von Neuaufbruch und Veränderung wirklich, wenn das regional an einzelnen Orten je geschieht, aber allgemein die Geweihten, die Gelehrten, das einfache Volk auf diese Geschehnisse und grundlegenden Änderungen nicht reagieren (außer, es findet gerade in ihrem Dorf oder Stadt statt)?

    Ich kenne DSA 5 nur von außen (ich lese darüber hier und in anderen Foren), habe aber von diesem Standpunkt aus eben nicht den Eindruck grundlegender Veränderungen (deshalb auch meine Frage dazu). Aventurien scheint mir trotz dieser gravierenden Einflüsse und Ereignisse recht unverändert (die karmale Regeneration ist anders, aber auch das scheint ja inneraventurisch eher als unhinterfragter Fakt angenommen zu werden).

    Es findet gerade eine große Veränderung in Aventurien statt, aber mir kommt es wie ein Selbstzweck vor, um einigen AB Stoff zu geben und einige regeltechnische Änderungen zu erklären, aber darüber hinaus hat es eben keine Auswirkungen - obwohl da gerade wirklich beängstigende, schwerwiegende, kaum zu erklärende Dinge auf dem ganzen Kontinent geschehen.


    Ich denke schon. Allerdings muss man dafür viele Abenteuer erlebt haben. Es ist aus meiner Sicht ein subtiler und langwieriger Prozess. Hier und da regt sich etwas. Ich glaube gar nicht, das die "die Geweihten, die Gelehrten, das einfache Volk" im allgemeinen auf so etwas reagieren können, oder sollten. Ich glaube nicht, dass es so eine Art der Öffentlichkeit in Aventurien überhaupt gibt. Bzw. es gab sie gezwungenermaßen in Reaktion auf Borbarads Invasion, da das ein Ereignis war, welches wirklich (fast) alle betroffen hat. Wenn in Dorf X ein neuer Kult entsteht macht das einfache Volk zu teilen mit, zu Teilen ist der Kult suspekt. Die Geweihten versuchen den Kult mit dem zwölfgöttliche Weltbild zu vereinbaren/ den Kult zu ignorieren, oder sie gehen gegen ihn vor. Viele DSA 5 Abenteuer sind sehr ergebnisoffen. Ob die Charaktere nun den Kult vernichten, oder bestehen lassen bleibt offen und eine Gruppenentscheidung, was ich richtig klasse finde. Ich liebe die ergebnisoffenen Abenteuer, da habe ich nicht das Gefühl ich müsste auf ein bestimmtes Ende hinarbeiten, um im Rahmen des "offiziellen Aventurien". Natürlich kann dieser Kult dann auch nicht mehr in anderen Abenteuern, oder im Boten aufgegriffen werden, aber das ist mir lieber als Railraoding zugunsten einer definitiven und "wahren" aventurischen Geschichte.


    Meine Rückfrage: Wie sollte denn "die aventurische Öffentlichkeit" auf so subtile und dezentrale Ereignisse Reagieren?

    Wie würde so eine Öffentlichkeit überhaupt aussehen? Kirchenräte? Magiergilden? Ich glaube "normale Leute" sind in Aventurien gar nicht gut genug informiert und vernetzt als dass es da jemals eine geeinte Front/ überregionale Debatte/ Reaktion geben könnte.


    Sternenbilder verändern sich. Sterne erlöschen. Liturgisches/karmales Wirken ändert sich. Städte (oder wenigstens, aber eine große und wichtige) werden zerstört. Bislang unbekannte/vergessene Kulte kommen (vermehrt) auf. Umtriebe des Namenlosen gibt es wieder vermehrt. Sterne/Sternenteile fallen auch abseits von Städten, und diese dabei zerstörend, herab. Bislang als größtenteils vergessen geltende Götter regen sich. Es gibt Geweihte von Gottheiten, von denen es bislang keine gab.

    Und das nicht nur in einem bisher ruhigen und abgeschiedenen Winkel Aventurien, sondern überall auf dem Kontinent.

    Gelehrte, Astronomen, Seher haben schon früh erkannt und gesehen, dass sich gravierende Änderungen anbahnen (Anthologie "Sternenleere").


    Das sind Ereignisse, die auch überregional bemerkbar sind, über die geredet und berichtet wird und von denen ich ausgehe, dass Reisende, Händler, Gelehrte (zu denen ich auch viele Magier zähle) davon weiter erzählen und sich darüber austauschen. Ich denke auch, dass es viele Untersuchungen dazu geben sollte, denn vieles davon ist nicht subtil oder schleichend.

    Aber es bricht nirgendwo Weltuntergangstimmung mit Weltuntergangskulten aus. Die Menschen sind nicht beunruhigt, die Geweihten geraten auch eher nicht in allgemeine Unruhe. Gerade wenn da irgendwelche Leute irgendwas drüber weiter geben, wird da im Stillen-Post-Syndrom jede Menge übertriebenes Falsches bei sein. was Weltuntergangsstimmung und durchaus auch eine gewisse Massenpanik auslösen könnte/sollte.

    Irgendwo fällt was runter, das wird im AB geregelt, und es schient, als wäre es damit gut und man kann wieder zum gewohnten Leben zurück.

    Das wirkt auf mich so wie: Der Himmel kann Aventurien auf den Kopf fallen, aber jeder ist entschlossen, sich daran nicht zu stören im gewohnten Alltagsleben, und man muss sich darum nicht weiter kümmern.

  • Sternenbilder verändern sich. Sterne erlöschen. Liturgisches/karmales Wirken ändert sich. Städte (oder wenigstens, aber eine große und wichtige) werden zerstört. Bislang unbekannte/vergessene Kulte kommen (vermehrt) auf. Umtriebe des Namenlosen gibt es wieder vermehrt. Sterne/Sternenteile fallen auch abseits von Städten, und diese dabei zerstörend, herab. Bislang als größtenteils vergessen geltende Götter regen sich. Es gibt Geweihte von Gottheiten, von denen es bislang keine gab.

    Und das nicht nur in einem bisher ruhigen und abgeschiedenen Winkel Aventurien, sondern überall auf dem Kontinent.

    Sehr schön zusammengefasst, wobei ich glaube, dass es bisher nur Arivor (und Umgebung) getroffen hat? Tiefhusens Untergang ist wohl auf ganz profane Ork-Aktivität zurückzuführen?

    Allerdings wäre mir neu, dass bisher irgendjemand im Spiel diese Zusammenhänge aufgezeigt hat. Vermutlich haben auch die Allerwenigsten überhaupt Zugriff auf alle Informationen, die man braucht, um diesen Zusammenhang zwischen Sternenfall, neuen (wiederentdeckten) Kulten und Gottheiten zu ziehen. Wir als Spieler*innen, die alle RSH und Boten (und viele Abenteuer) lesen und uns zudem in einem Forum austauschen haben bestimmt VIEL mehr Informationen und einen besseren Überblick als 99% aller vernunftbegabten Wesen in Aventurien. Und auch für uns ergeben sich diese Zusammenhänge nicht ohne weiteres, oder werden als Metaplot (an)erkannt, siehe dieser Thread.


    Nur ein Beispiel, zur Verdeutlichung (ohne Abenteuernamen, da Spoiler):

    Jemand in Altenbrück im Kosch bekommt wohl mit, dass in der Nähe des Dorfes ein Stern vom Himmel fiel und vielleicht auch, dass es daraufhin zu Aktivitäten eines Zirkels des Namenlosen gekommen ist. Das irgendwo im südlichen Almada ein weiterer Stern heruntergekommen und ein uraltes Marbo-Heilitum freigelegt hat wird sie (oder er) gar nicht wissen. Dass vor Kurzem in Arkosfurt in Aranien ein Ziegenkult etablierte wird in Altenbrück auch niemandem bekannt sein (oder irgendjemanden interessieren?). Genauso wenig, wie man in Arkosfurt jemals von Altenbrück und dem Meteorit gehört hat. Die drei obengenannten Ereignisse kommen alle aus Abenteuern und sind wohl teilweise auch im Boten berichtet worden. Allerdings bedarf es wohl einer Heldengruppe, die alle drei Abenteuer durchlebt hat, um hier überhaupt einen größeren Zusammenhang herzustellen.


    Das sind Ereignisse, die auch überregional bemerkbar sind, über die geredet und berichtet wird und von denen ich ausgehe, dass Reisende, Händler, Gelehrte (zu denen ich auch viele Magier zähle) davon weiter erzählen und sich darüber austauschen. Ich denke auch, dass es viele Untersuchungen dazu geben sollte, denn vieles davon ist nicht subtil oder schleichend

    Denke auch, dass das geschieht und in Gelehrtenkreisen diskutiert wird, aber wie vielen Leuten in Aventurien diese diese Diskurse zugänglich? 1% der Bevölkerung? Eher weniger?

    Aber es bricht nirgendwo Weltuntergangstimmung mit Weltuntergangskulten aus.

    Das ist in der Tat schade. Zumindest vereinzelt und Regional begrenzt könnte das passieren. Ich meine mich zu erinnern, dass es in Arivor auch solche Reaktionen gab und für viele Leute in Arvior war es ja auch der Weltuntergang. Aber wen kratzt das in Thorwal, in Al'Anfa, Festum oder Greifenfurt? Da hat man doch viel konkretere (alltags) Probleme um sich im großen Stil um eine Stadt im (evtl. gar verfeindeten) Horasreich großartig Gedanken zu machen.


    Ich glaube die Bedrohungslage (wenn es denn überhaupt eine Bedrohung ist) ist noch nicht groß genug, als dass man sich Kontinent-Weit ernsthafte Gedanken über eine gemeinsame Reaktion machen würde (das bräuchte evtl. schon einen neuen Borbarad?). Ohne das hier zu sehr Verwässern, bzw. verweltlichen zu wollen: auch die Klimakatastrophe wird teilweise noch immer geleugnet/verharmlost, dabei ist es vermutlich schon 5 NACH 12. Auf COVID wurde vielerorten auch erst reagiert als die Seuche da war (und das in einer globalvernetzten Welt in der fast allen alle Informationen zugänglich sind). Oder aventurischer: wie viele Jahre mussten die Gezeichneten um Gehör betteln, bevor es tatsächlich zu einer kontinent-weiten Reaktion kam? Und die war dann doch eher eine Reaktion auf eine ganz konkrete Invasion mit Armeen und Dämonenmacht. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass auch die Kirchen den Sternenfall und seine Auswirkungen solange es geht (und vermutlich noch länger) dementieren oder ignorieren werden. Würde das zumindest nicht für komplett unrealistisch halten. Ein Zeitungs- (oder Hörensagen-) Bericht alleine wird doch eher selten eine Massenpanik auslösen, und wenn doch bestimmt nicht überall zugleich.


    Aber ja. Ich fände ein Szenario um einen Weltuntergangkult, inspiriert vom Sternenfall interessant. Vielleicht ist es gar die Aufgabe der Gruppe schlimmeres zu verhindern, Gerüchte zu widerlegen und dafür zu sorgen, dass sich die Panik nicht Überregional ausbreitet?


    Und nochmal die Frage aus dem anderen Thread:

    Wer genau soll denn reagieren? Die Gilden? Die Kirchen? Einzelne Adelshäuser/ Stadträte? Leser*innen des Boten? Ich verstehe noch nicht so genau wie ein angemessene Reaktion aussehen sollte. Überregionale Massenpanik?

  • Frage: Was wäre im Mittelalter passiert, wenn eines Nachts der Mond für immer sein leuchten verlöre, viele Sternschnuppen über den Himmel - auch Tags fliegen - und durch ein Beben der Petersdom einstürzt. Ach nehmen wir noch Polarlichter dazu ... was würde geschehen?

    Ratlosigkeit, Angst, Panik - die Menschen würden in die Kirchen strömen, selbsternannte Propheten würden vom Weltuntergang, Zorn Gottes etc. predigen usw. (Machen aktuell einige wegen Corona!)

    Wir brauchen uns nur die große Anteilnahme ansehen als Notre Dame brannte oder die Türme vom WTC fielen.

    Im MA galten bereits einzelne Kometen als Unglücksboten ...


    Nun, der Sternenhimmel über Aventurien (1990):

    Es leuchtet jedem Av. ein, daß all diese Zusammenhänge am Sternenhimmel von tiefgründiger Bedeutung sind und daß sie auch mit den Vorgängen auf Dere in Verbindung stehen. (S.55)

    Der Zwölfkreis, dessen Sternzeichen den Zwölfgöttern zugeschrieben wird, da während jeden Monats das Symbol des Schutzgottes am höchsten steht. Das Schwert ist Rondra geweiht. Die Spitze deutet nach NW, als würde es von einem Krieger getragen.

    Die Schlange ist ein markantes Zickzack-Gebilde, das in seiner Form bereits den Geist der Synthese trägt, jene Kraft des Wissens und der Weisheit Hesindes. (S.56)

    Verdunklungen von Sonne und Madamal (außerhalb der Mondp.) gehören für den Av. zu den erschüttersten Ereignissen, greifen sie doch in die grundsätzlichsten der vertrauten Naturgesetze ein. Sonnen- und Mondfinsternisse beruhen stets auf überirdischem Eingreifen, sie es als Machwerk des NL oder anderer Dämonen oder als himmlisches Zeichen. Angeblich so zu den Dunklen Zeiten. (S.60)


    Die Ordnung der Welt. (Götter, 1994, S.11)

    Der Nordstern ist der hellste aller Sterne, als einziger unbeweglich, um den alle Bahnen von Sonne, Mond, Zwölfkries, Sternbilder und Sterne kreise - die Symbole der Götter und ihrer Weltordnung. Die hesindian. Astrologie zufolge sind die Sterne etc. gleichzeitig Symbol und Herrschaftsbereich der Unsterblichen und bilden zusammen den Sternenwall, der die 6.Spähre vor dem Chaos der 7.Spähre schützt.


    Die Kosmogonika der Illumnestra (S.27f):

    Es wird kommen ein Tag, da die Dämonen einbrechen und zerschlagen die Sphären.


    Praios: Alle Macht kommt vom Himmel, und über den Himmel herrscht Praios. (S.31)


    Ja, und was passierte in ganz Aventurien - selbst nachdem Perricum beschädigt, Arivor unterging und das Schwert seine Spitze verlor - hm? Weiß es jemand? Ja-nein? Niemand? Ja, es passierte absolut gar nichts! Außer in der tollen Geschichte "Der Marsch der Hundert" aus Sternenleere.

    Das MA, u.a. das Jahresende 999, bieten genügend Stoff wie mit einer dauerhaften Veränderung des Schutzwalls gegen die 7.Sphäre hätte umgegangen werden können - oder ähnliche Ereignisse aus der derische Geschichte, u.a. die Flutwelle von Havena.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Allerdings wäre mir neu, dass bisher irgendjemand im Spiel diese Zusammenhänge aufgezeigt hat.

    Es müssen doch keine Zusammenhänge erkennbar sein oder auch nur tatsächlich bestehen, um sich Sorgen zu machen. Ob nun eine schlimme Sache, die aus einem Dutzend Teilstücken besteht, aufdräut, oder 12 verschiedene schlimme Dinge kommen, die vielleicht auch gar nichts miteinander zu tun haben - ich denke, die erschreckenden Auswirkungen sollten ähnlich sein.


    Jedes Deiner Beispiel sollte für sich in seinem Umfeld für Angst, Sorge und Reaktionen sorgen. Und das das ja nicht nur im Kosch, sondern auch in Almada und in Aranien was Schlimmes passiert. Gerüchte reisen schnell, es wird (vermutlich in zunehmend entfremdender Form) weiter verbreitet werden.

    Und gleichzeitig fallen Sterne vom Himmel und Sterne verschwinden und Sternbilder ändern sich.


    Borbarads Anhänger fielen auch (fast) "nur" in Tobrien ein, trotzdem wusste das bald ganz Aventurien, auch wenn es in ganz Aventurien unterschiedlich ernst genommen wurde (der den Gezeichneten nicht glauben-Teil war auch vor der Invasion). Aber das "passiert ja nur woanders, nicht bei uns" gibt es jetzt nicht.

    Es passieren Dinge im Horasreich, im Bornland, in Aranien, in verschiedenen Regionen des MR, und, gut sichtbar, oben am Himmel, und das seit und über Jahre.

    Das bleibt bleibt in der Menge und Häufung, in den Ausprägungen, nicht regional beschränkt auf etwas Plausch, wenn man sich mal trifft, und macht dann weiter, weil es ja ganz woanders es.


    Es ist ja recht egal, ob die Gelehrten ihre Forschungen veröffentlichen, oder nicht. Aber es wissen viele Leute drum, man beschäftigt sich damit (oder wenigstens ist es zu erwarten), und eigentlich sind auch Untersuchungen und Forschungen zu erwarten. Es findet Austausch statt, und es werden auch entsprechende Stellen abseits von Gelehrten sich damit beschäftigen: der örtliche Adel, die Geweihten.

    Für mich sind größer werdende Kreise, Jahre Zeit zum rumsprechen, viele unterschiedliche Ereignisse, die nun mal nicht weit immer weg sind, Untersuchungen, Gerade in Wechselwirkung zueinander stehend unvermeidlich.


    Geweihte, Magiebegabte, Astrologen, all jene mit Sensibilitäten und Möglichkeiten der Einsichten, ich denke auch, dass die eine Menge mitkriegen.


    Wer genau soll denn reagieren? Die Gilden? Die Kirchen? Einzelne Adelshäuser/ Stadträte? Leser*innen des Boten? Ich verstehe noch nicht so genau wie ein angemessene Reaktion aussehen sollte. Überregionale Massenpanik?

    Es ist in meinen Augen von allen zu erwarten. Die einen, die Sorgen und Ängste und Panik haben, jene, die sie versuchen zu beruhigen, aber auch selber welche haben.

    Das wäre ein "sollen" im Sinne, wie es mMn nach durchaus zunehmend vorkommen sollte.


    Falls das andere "was sollen sie tun" gemeint ist im Sinne, was sie tun sollten, um damit umzugehen, dagegen anzugehen, was man tun kann und sollte - das ist natürlich für Tausende von Menschen und nicht-Menschen über Jahre nicht zu festzulegen.

    Bandbreite der Möglichkeiten: Panik, igorieren, sich drum kümmern, Beten, neue Kulte erheben, nach Zeichen und Hinweisen suchen, was falsch lief. Aber nicht nur eines davon.

  • Als die Kuppel der Stadt des Lichts zerstört und das hl. Licht verschwand, trat der Bote vor das Volk und hielt eine Ansprache die in etwa endete, aber die Kirche steht noch. Gleichzeitig begann die Suche nach dem Licht, so wie seit Jahren die Boronis nach Ersatz suchen.

    In Perainefurten wurden gegen die Bedrohung im Osten das Zwölfgölliche Konzil gegründet ... Ich hab keine Ahnung wann das letzte Treffen war, aber kurz nach Arivor wäre ein guter Zeitpunkt gewesen.

    Schaut euch mal die Berichte über den svellt. Sternenregen an.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Ich wünsche mir sowas wie die Quanionsqueste für jeden Gott, der zukünftig in Alveran sitzen soll. Die Kirchen müssen sich verändern und das kann großartige Plots hervorbringen. Gerade alle Kirchen deren Götter bereits zentrale Sterne verloren haben sollten massiv mit dem Zweifeln beginnen.

    Wenn am Ende eine Göttin wie Peraine einfach 0 Plot bekommt wäre es einfach eine verschenkte Chance. Peraine ist momentan schwach, hat aber im Grundregelwerk bereits Regeln und einer der ikonischen Helden ist ein Perainegeweihter. Da muss einfach mehr kommen.

  • Bzgl. Peraine... schau nach Ilsur und nochmal in die Splitterdämmerung. Da hatte Peraine einen wichtigen Punkt. Ich glaube Seelenernte war es


    So etwas wie eine Queste kann natürlich geeignet sein. Es sollte aber auch der Spielerschaft offen gelassen werden wie sie auf die anderen Götter reagiert. Es wäre etwas schwach eben diese als direkte Antagonisten darzustellen oder zumindest wenig NPCs zu liefern, die den Spielern zumindest etwas den Kopf verdrehen können. Zweifeln ist auch eine schöne Sache, sagte der Priester der Ratte.


    Argwohn seitens der Kirche würde direkt in die RSHs und Abenteuer aufhängen, insbesondere wenn die Gefahr eines Maulwurfs droht. Was jetzt hinter den Kulissen passiert (das Schwert der Schwerter wird sicherlich was zusagen gehabt haben), weiß man nie direkt. Ob Stolz verhindert eine eigene Schwäche zuzugeben? Machtkämpfe können wir schon beobachten. Siehe den letzten oder vorletzten Boten, die Firun-Kirche ist gerade alles andere als glücklich mit der Tochterkirche.

  • Gemeint ist hier nicht, was man sich für die Zukunft wünscht (dafür haben wir eigene Fäden), sondern wie die aventurische Bevölkerung auf die bisherigen Ereignisse mit und um und durch den Sternenfall reagieren sollte (oder ob so, wie es bislang beschrieben ist, alles gut ist).

  • Ups, mein Fehler. Wie gesagt, argwohn. Massenpanik wird wahrscheinlich noch gerade so von der Oberschicht im Zaum gehalten. Ich kann es mir aber auch vorstellen, das Bauern gegen ihre Herrscher aufbegehren. Ergibt das Sinn?

    Es kommt wahrscheinlich auf die Gesellschaft drauf an, kann ich leider nur sagen. Eine Nivesensippe wird den Sternenfall wieder anders wahrnehmen als der Al'Anfaner in der Villa.

    Im Endeffekt komme ich auf folgende Sachen:

    - die wissenschaftliche Elite wird versuchen den Sternenfall zu ergründen

    - der Klerus wird seine Position suchen oder versuchen standzuhalten

    - die ländliche Bevölkerung sollte eigentlich die Tempel einrennen

    - die bürgerliche Bevölkerung sollte sich Sorgen machen, ob ihre Welt noch in ein paar Jahren stehen wird

    Das sollte jetzt dem Thread entsprechen. Bitte wenn nötig nochmal Bescheid geben, ich bitte um Vergebung.

  • Ich glaube das diese Auswirkungen auf die Bevölkerung überschätzt werden. Klar, im ersten Moment mag so etwas Unruhe, vielleicht eine gewisse Panik hervorrufen - aber wenn dann eben nichts unmittelbar bedrohliches folgt gewöhnt man sich schnell daran. Nach Ork und Dämoneninvasion ist so eine Veränderung am Himmel halt doch eine sehr abstrakte Gefahr.


    Irdisch gab es auch immer wieder Katastrophen die zwar für einen kurzfristigen Aufschrei geführt haben, dann aber eben einfach hingenommen wurden. Das Erdbeben von Lissabon 1755 hat etwas vom Untergang Arivors, das hat aber dennoch zu keiner Panik in anderen Gebieten geführt.


    Insgesamt würde ich vor allem religiöse Eiferer erwarten die den Umkehr von den Sünden fordern o.ä., wobei denen durch echte Geweihte auch der Wind aus den Segeln genommen werden mag.

  • Irdisch hat eine kleine Eiszeit mit schlechter Ernte zu erneuten Hexenwahn(sinn) geführt.

    In Aventurien präsentieren die Sternbilder der ZWÖLF diese Götter.

    Rondra wurde während Borbarad bis zum Fall von Haffax ausgeblutet (Geweihte), ihr Sternbild verliert den wichtigsten Stern und zu allem Überfluß zerrstört göttlciher Zorn Arivor, das historische Herz des Rondrakults und der Theaterritter. Warum wechseln zufällig viele Rondrainer zu KOR, weil Rondra im Sterben liegt.

    Abstrakt - hinterm Sternenwall liegen die Niederhöllen - jedes Jahresende für 5 Tage deutlich sichtbar.

    Ist Lissabon etwa der Vatikan? Wohin haben die Zerstörung des WTC geführt - zu einem (dummen) Krieg ... aber Dere ist nciht Erde.

    Auf Dere sind die Götter spürbar, auf Dere wurde die Weltzeitwende angekündigt.

    Sagt mal wozu zitere ich eigentlich aus Hintergrundbänden wenn ihr diese Aussagen ignoriert; und selbst das wenige was zum Sternenfall im Almanach oder GRW steht, war in Aventurien nicht spürbar.

    Unsere Astronomen würden ausflippen wenn das Sternbild Orion über Nacht wie eine Schleife aussieht ... der Hesindekult schweig lange und ihre Geweihten erschietn es völlig Normal das ein Sternbild sich zusammenrollt.

    Die Reaktion auif dem Blutmond und dem Sternenfall überm Svellt waren dagegen deutlich anders!

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Aber es sind doch äußerst bedrohliche Dinge geschehen. Kann man am Himmel sehen. Eine Stadt ist zerstört. In kleineren Kreisen (?) machen Menschen böse Dinge (die Kulte). Und bis auf das zerstörte Arivor sind das Dinge, die beständig sind und sich über Jahre hinziehen, nicht nur einmal geschehen und das war es dann.


    Dass so einfach gar nicht zu geschehen scheint, oder nicht thematisiert wird und auch die Geweihtenschaft sich nichts weiter bei denkt, das finde ich für mich nicht plausibel.


    Wenn ich mich auch nur ganz oberflächlich zum Erdbeben in Lissabon 1755 durchlese, entdecke ich da sogar recht weitreichende Auswirkungen, gute und schlechte, in der Folgezeit. Es wurde in weiten Teilen Europas bemerkt und löste in weiten Teilen Europas auch Unterstützung (und eigene Reparaturen) aus.

    In Lissabon wurden umgehende Rettungs- und weitere Maßnahmen getroffen, die Stadt war innerhalb eines Jahres schuttfrei und man machte sich an einen geplanten Wiederaufbau mit größeren und breiteren Straßen und einer durchdachten Planung für die Zukunft.


    Ich bin so firm nicht mit den Folgen in DSA 5, und ob irgendwer Unterstützung in Form von Geld oder Leuten geschickt, bei Evakuierung, Beseitigung der Toten, Plünderer aufzuhalten, etc. geholfen hat. Aber nun, Jahre später, ist Arivor immer noch eine Ruine mit einigen wenigen Bewohnern.


    Vor allem auch: Bei Lissabon war es ein Erbeben mit Tsunami und Großbrand. In Arivor ist ein Meteor herunter gekommen, eine recht eindeutige Nebenwirkung der Veränderungen am Sternenhimmel, der das Erdbeben auslöste, und bei seinem Aufprall ein oder mehrere Dörfer vernichtete. Also nicht eine absehbar einmalige, schreckliche Katastrophe, sondern etwas, was man wirklich mit den Veränderungen am Himmel verbinden kann und sollte.

    Wenn der einen Stadt so etwas auf den Kopf fallen kann, dann auch anderen.

  • Ok, vermutlich habt ihr recht. Mir ging es in erster Linie darum das solche Ereignisse nicht automatisch zu größeren Umwälzungen in der Bevölkerung führen müssen, aber spürbar sollten sie schon sein und vor allem in Expertenkreisen ständiges Thema.

  • Die Reaktion ob in Abenteuern oder aktuellen Boten zu dem Zeitpunkt waren praktisch Null; das Extrablatt über Arivor eine Ausnahme, seitdem aber funkstille.

    Nirgens strömten Gläubige in Tempel, nirgends wurden Ansprachen an das Volk durchgeführt. Selbst die Geschichten aus Sternenleere wurden nicht aufgegriffen, obwohl gut 100 Menschen in einer Nacht aus Gareth verschwanden.

    Ähm, sehen nicht die Thorwaler in seltsamen Himmelohänomen Schicksalszeichen, oder gehören Sternbilder nicht dazu?

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  • Ich bin mir sicher, wenn ihr einen Artikel für den Aventurischen Boten schreiben würdet, der sich mit dem Thema auseinandersetzt, ist Johannes (eine gewisse Qualität vorausgesetzt) nicht abgeneigt den zu drucken.


    Ich hatte das ja im Aventurischen Boten 202 gemacht und sogar den Leitartikel dafür bekommen. Reicht doch einfach mal einen Pitch ein. Ich Sefira wartet auf eine Gegendarstellung. ;)


    Auch Berichte über einen Weltuntergangskult, einen verzweifelten Dorfpriester etc. könnte ich mir vorstellen. Aventurien lebt(e) doch von der Mitgestaltung durch Fans.

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  • Meine Bedenke dabei sind, dass es mit ein oder zwei Botenartikeln vermutlich nicht ausreichend wäre, sowohl kontinentweit eine gewisse Stimmung nachzuhalten, dies auch rückwirkend für mehrere Jahre, und auch zukunftsweisend. Ich glaube auch nicht, wenn das nicht in AB mit thematisiert wird, dass es viel Widerhall im Spielgeschehen und auf einer offiziellen Bühne bekommt

  • Auch Pitches für Heldenwerke kann man einreichen. ;)

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  • Sollen Botenberichte noch aus 1038-40 BF stammen? Ist es nie jemanden in den Sinn gekommen das der Untergang der Gründungsstadt der Theaterritter mit TRK zusammenfällt und daher eine "Reaktion" sein könnte? Warum gab es nie ein Kommentar/Treffen des Rondrakults oder des Zwöldg.Konzils oder Ordens?

    Das ist für mich unbegreiflich - wue auch das öftere Schweigen Merkels.


    PS: Falls isch jemand fragte worauf ich mit dem irdischen Jahr 999 anspielte; Die Legende vom Jahr 1000 - Hamburger Abendblatt


    Was das Problem ist, heute versteht keiner was von uns was "Galbuen" und "Gottesfrucht" bedeutet - also ich gehe nciht jende Sonntag in die Kirche weil ich unweigerlich gesündigt habe. Das war aber im MA normal - wie Interessierte im Buch "Als unser Deutsch erfunde wurde- Reise in die Lutherzeit". Zwar berichten alle MA-Bücher wie das Leben so war, wie die Kirchen stand etc. aber nichts zum Glauben selbst.

    Wenn man das erst einmal verstandne hat, sieht man die Hintergünde und damit den Sternenfall von Aventurien mit völlig anderen Augen, u.a. so:

    "Hätten wir nie Ostaventurien befreit. Verfluchter Borbarad! Die Rondraner haben dafür Blutzoll geleistet - und seht, die Löwin ist lahm geworden. Erst fiel das S.d.S., das Schwert ward stumpf und dann versank Arivor. Erkennt ihr nicht die Zeichen? Die Kriegsgöttin ist schwach geworden! Wer soll uns in Zukunft vor den Orken oder Ogern beschützen? Selbst ihren Donnersturm hat sie für Warunk geopfert ... wozu? Reichte der Schwertkönig nicht? Oder hat sich die Leuin von uns abgewendet? Habe wir sie enttäuscht? Ich habe Angst ..."


    PS2: Ein irdischerr Glaube hat übrigens mit einem Wetterballon (angeblich) zu tun, und beherrscht noch heute viele Menschen ... ;)

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    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

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  • Ich meinte nicht konkret auf den Untergang Arivors bezogen, sondern allgemein zum Thema.

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