Quo Vadis DSA 5 Hintergrund und Metaplot?

  • Das sehe ich allerdings anders. Klar Bote liegt ziemlich vor der Zeit (jüngster Artikel erzählt aus 1043 BF heraus, aber Namenlose Nacht und Eiserne Flammen sind mMn der klare Übergang von DSA4 zu DSA5 was den Metaplot (also die Abenteuer) angeht. Alles was folgte kann man nur schwer zu DSA4 Meta zählen.


    Der aventurische Podcast hat sich auch im letzten Monat über die DSA5 Meta unterhalten.

    Da Kha unsere Gefilde anscheinend verlassen hat, claime ich meinen Namen zurück!

  • Bezüglich Sternenfall und Offenbarung (sowie Niobara); Eigentlich wollte ich ja "... beginnt so richtig mit ..." schreiben. Stichwort Arivor. Dass er schon während der Splitterdämmerung in einem Ausmaß langsam anläuft, das nur Astronomen und Astrologen wirklich beschäftigt, stört mich nicht. Dass sich kaum ein Alrik um Arivors Schicksal schert, hingegen ungemein.

    Es gibt schon noch mehr Ausnahmen, z.B. "Ein Tod in Grangor" (EFF 1038 BF) oder Heldenwerke wie "Die Thorwalertrommel" (Phex 1038 BF) oder "Hexenreigen" (ab 1038 BF).

    Dazu ein paar frühe Heldenwerke mit einer technischen Datierung ab 103X B.F. (wegen lokaler Gegebenheiten) sowie ein paar Neuauflagen älterer Abenteuer (und Eiserne Flammen).

    Gut, Die Thorwalertrommel ist mir ob der Verbindung zur Theaterritter-Kampagne mental durch den Rost gefallen. Aber ansonsten stimmt das schon so, wie ich es geschrieben habe.

    CÉTERUM CÉNSEÓ IMPERIUM MEDIÁNUM ESSE FINDENDUM

  • Das meiste was man zu DSA5 wissen brauchte, steht hier auf dne ersten Seiten: RE: DSA, Realismus und Fantasy

    Wichtigste Aussage war das alle (geplanten) RSHs auf Stand 1040 BF sein sollten, also nicht vorher. Daher kann ich behaupten das der eigentliche Start von DSA5 ab 1040 BF - das nun die ersten Abenteuer sich an den DSA5-Boten orientierten - und sozusagen die spielbare Vergangeheit der DSA5-RSH darstellt, nunja. Was nun den Splitter-Zyklus angeht, der leider bei DSA5 nur ein Abenteuer einnimmt (auf die DSA5-Reglen für die anderen Teile warten wir noch immer), zeigt ja eher wie verknüpft auch DSA5 mit der DSA-Hisorie sein möchte ... wozu sonst wurde in der Übergangszeit ein HA ershaffen?

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Das sehe ich allerdings anders. Klar Bote liegt ziemlich vor der Zeit (jüngster Artikel erzählt aus 1043 BF heraus, aber Namenlose Nacht und Eiserne Flammen sind mMn der klare Übergang von DSA4 zu DSA5 was den Metaplot (also die Abenteuer) angeht. Alles was folgte kann man nur schwer zu DSA4 Meta zählen.


    Der aventurische Podcast hat sich auch im letzten Monat über die DSA5 Meta unterhalten.

    Das meiste was man zu DSA5 wissen brauchte, steht hier auf dne ersten Seiten: RE: DSA, Realismus und Fantasy

    Wichtigste Aussage war das alle (geplanten) RSHs auf Stand 1040 BF sein sollten, also nicht vorher. Daher kann ich behaupten das der eigentliche Start von DSA5 ab 1040 BF - das nun die ersten Abenteuer sich an den DSA5-Boten orientierten - und sozusagen die spielbare Vergangeheit der DSA5-RSH darstellt, nunja. Was nun den Splitter-Zyklus angeht, der leider bei DSA5 nur ein Abenteuer einnimmt (auf die DSA5-Reglen für die anderen Teile warten wir noch immer), zeigt ja eher wie verknüpft auch DSA5 mit der DSA-Hisorie sein möchte ... wozu sonst wurde in der Übergangszeit ein HA ershaffen?

    Dann beginnt mit Namenlose Nacht und Eiserne Flammen also das OT-Karmakorthäon und wir befinden uns von 1038- Praois 1040 BF weder in DSA4 noch in DSA5 😆

    Da Kha unsere Gefilde anscheinend verlassen hat, claime ich meinen Namen zurück!

  • Witzig? Aber so ähnlich stand es tatsächlcih in einem der 160er-Boten.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


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    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Da aber anscheinend von den damaligen Autoren/Redakteuren niemand mehr da ist, bleibt da so einiges unbearbeitet oder ist zeitlich nicht mehr umsetzbar.

    So sieht es aus. Alles neu macht DSA5.

    Naja, wenn denn nun bis mal alle RSHs auf Stand sind ein aventurisches Jahr vier Irdischen entsprechen würde, bliebe doch viel (irdische) Zeit, um den Metaplot dieser Jahre entsprechend zu füllen und voranzutreiben. Zudem wäre der Stand der RSHs nicht am Ende mehr als 10 aventurische Jahre auseinander. Hätte alles Vorteile, meine ich.

    Fände ich eine gute Idee. Kein 1:1-Metaplot ohne ... Metaplot. Es fehlen halt die Kapazitäten, die Massen an Leuten, die einen fetten Metaplot einst vorantrieben. Da könnte konsequenter Weise auch die Geschwindigkeit runtergefahren werden. Wen sollte das noch stören? Eine irdisch wie aventurisch parallel voranschreitende Zeit ist heute überhaupt nicht mehr sinnig. Ein Aufrechterhalten empfinde ich aktuell als ziemlich künstlich.

    "In den Rachen der Drachen hexen die Echsen!"
    getreulich gehört auf den Hesinde-Disputen 1030 BF

  • In den Autorenbriefen aus Asboran findet sich der eine oder andere Ausblick auf das, was 2021 kommen könnte. Aber caveat: Wie das so mit Aussagen über ungelegte Eier ist, sind die Ansagen nicht total konkret, schon alleine, weil heute niemand 100%ig sagen kann, wie 2021 läuft. :)

    Gaze no more in the bitter glass the demons, with their subtle guile,

    Lift up before us when they pass, or only gaze a little while;

    For there a fatal image grows that the stormy night receives,

    Roots half hidden under snows, broken boughs and blackened leaves.

    -- W. B.Yeats, The Two Trees

    Edited 2 times, last by Salaza Lautenspieler ().

  • Danke ... Kurzgeschichten (allso Romansammlung) klingt nach langer Lesedurststrecke gut. :)


    Was denn Lob angeht ... rechnet auf jede gehörte Kritit das Doppelte an unausgesprochenen Lob. ;)

    Das hilft vielleicht ... die Deutschen haben es nicht so mit dem Lob - leider.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ich füge nochmal den Link von Zakkarus aus dem Thread " Überschätzte Relevanz des Metaplots für die gegenwärtige Generation" hier herein, da er so glaube ich, besser passt:

    Ja - nur was ist der Metaplot?

    Dazu lade ich alle herzlich ein in die hoffentlich längere Wolkenturm-Globule zu blättern:

    Metaplot(s) in DSA / Etherisches Geflüster / Wolkenturm - auch wenn es nicht mehr sooo aktuell ist.

    Danke nochmal für den Link Zakkarus, wirklich höchst interessant. Wenn ich so schaue, scheinen einige Metaplots mittlerweile abgeschlossen zu sein, z.B. Mittelreich, der Hohe Norden, Aranien und Bornland (durch die Theaterritterkampangne?).


    Einige scheinen soweit ich es sehen kann mehr in den Fokus zu rücken und echte Metaplots zu werden, wie Skrechu, der Namenlose.


    Wie seht Ihr das?

  • Danke nochmal für den Link Zakkarus, wirklich höchst interessant. Wenn ich so schaue, scheinen einige Metaplots mittlerweile abgeschlossen zu sein, z.B. Mittelreich, der Hohe Norden, Aranien und Bornland (durch die Theaterritterkampangne?).


    Einige scheinen soweit ich es sehen kann mehr in den Fokus zu rücken und echte Metaplots zu werden, wie Skrechu, der Namenlose.


    Wie seht Ihr das?

    So, ich hoffe, meine Antwort ist jetzt auch das halbe Jahr Wartezeit wert :/ .


    Tatsächlich finde ich auch, dass bestimmte Plots mehr an Fahrt gewinnen, während andere in den Hintergrund rücken, ich begreife das allerdings eher als phasenartige Tendenzen, wobei ich an dieser Stelle doch anmerken muss, dass bestimmte Regionen, sehr viel durchgängiger behandelt werden als andere. Die Mordmarken beispielsweise waren eigentlich, trotz geringem Abenteueraufkommen, immer sehr präsent. Deshalb glaube ich auch nicht, dass bestimmte Metaplots, gerade regionale, tatsächlich ,,abgeschlossen" sind- im Hohen Norden beispielsweise wird sich bestimmt noch etwas mit den Setzungen, die durch Klingen der Nacht dort getroffen wurden, tun


    Auch die Bedrohung durch den Namenlosen empfinde ich tatsächlich immer wieder als sehr präsent, ich hoffe allerdings, dass die Pläne verschiedener Zirkel etwas mehr Profil bekommen.


    Darüber hinaus würde ich diese Gelegenheit gerne nutzen, um zu sagen, dass ich über das ,,wohin" für Dsa 5 und seinen Metaplot mittlerweile an Optimismus gewonnen habe- insbesondere die letzten Ausgaben des Boten haben durch ihren Aufbau, in denen mehrere Handlungsfäden in aufeinanderfolgenden Boten begleitet und abgehandelt werden, sehr gut, so habe ich seltener das Gefühl, dass Plotfäden versickern oder verloren gehen (ich wünschte nur, dass man bestimmte ältere Plotfäden aus dem Boten ebenso behandelt).


    Die Autorenbriefe von Asboran zeigen ja auch, dass durchaus an so einigen Abenteuern und sogar gleich mehreren Kampagnen gearbeitet wird, und da Rabenkrieg gut voranschreitet und Sternenträger auch langsam wieder in Fahrt zu kommen scheint sollten wir mit epischen Abenteuermaterial bald gut versorgt sein.


    Sehr positiv finde ich auch das neue Konzept der Regionalspielhilfen, durch das Regionalabenteuer den Status Quo einer Region zu gestalten/setzen und hoffe, dass dies bei der Sonnenküste ähnlich gut implementiert wird, wie es (meiner Meinung nach) bei den Dampfenden Dschungeln getan wurde.


    Na, es mag noch viel passieren, aber bis dato bin ich guter Hoffnung und freue mich auf all die bunten Geschichten, die bei den großartigen Dsa-Autoren und Redakteuren in der Mache sind.


    Der Metaplot ist tot? Lang lebe der Metaplot!


    Liebe Grüße

    Elbenstern

  • Es wäre schön wenn es mehr erlebbare Geschichten gäbe die Aventurien vorrantreiben, aber dazu braucht es überall Abenteuer. Die brauchen ncit die Welt retten, aber die NSC voranbringen, denn so wurdne damls die berühmten NSCs (u.a. Leonardo) erschaffen, mit kleinen gemütlichen und schon fast harmlosen Abenteuern.

    Wir streben ins Jahr 1044 BF vor, der Sternenfall erscheint wie ein Regen von Sternschnuppen der Spurlos an Aventurien vorbeirauschte ... die Rondrakirche jubelt sicherlich das sie so gut davon gekommen ist ... oh, Oberhaupt opferte sich, einer der wichtigsten Kultplätze wurde auf mystische Weise zerstört, dem Sternbild Schwert fehlt die Spitze ... aber nimmt anscheinend diese Omen für wichtig.

    Überall wird seit 1040/41 BF gebaut, u.a. Wehrheim, Mendena oder Löwenstein.

    Maraskan ...? Echsensümpfe ...?

    Und das druch Abenteuer eine Region "umgestaltet" wird bevor das aktuelle RSH herauskommt ist ja auch nicht so neu. Aber eine RSH sollte nicht die Aufgabe haben nachzuerzählen was in den letzten 5-7 Jahren dort passierte, das war mal die Aufgabe von Abenteuern, dem Boten und evtl. Romanen. Wie es die Einleitung zur Raben-Kampange gut zeigte - oder zum Sternenfall (nur erfüllte mich dort Sternenleere mit großer Hoffnung, aber nichts davon hörte man wieder).

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Und das druch Abenteuer eine Region "umgestaltet" wird bevor das aktuelle RSH herauskommt ist ja auch nicht so neu. Aber eine RSH sollte nicht die Aufgabe haben nachzuerzählen was in den letzten 5-7 Jahren dort passierte, das war mal die Aufgabe von Abenteuern, dem Boten und evtl. Romanen. Wie es die Einleitung zur Raben-Kampange gut zeigte - oder zum Sternenfall (nur erfüllte mich dort Sternenleere mit großer Hoffnung, aber nichts davon hörte man wieder).

    Für Dsa 5 zumindest ist das etwas Neues, vor allem in Hinblick auf die enge Verzahnung von Regionalspielhilfe und Regionalabenteuer. Wie das in vorausgehenden Editionen war, kann ich nicht beurteilen.


    Zum Rest absolute Zustimmung, hier sind auf jeden Fall Abenteuer das Opium für´s Volk :evil:.

    Wir streben ins Jahr 1044 BF vor, der Sternenfall erscheint wie ein Regen von Sternschnuppen der Spurlos an Aventurien vorbeirauschte ... die Rondrakirche jubelt sicherlich das sie so gut davon gekommen ist ... oh, Oberhaupt opferte sich, einer der wichtigsten Kultplätze wurde auf mystische Weise zerstört, dem Sternbild Schwert fehlt die Spitze ... aber nimmt anscheinend diese Omen für wichtig.

    Gab es da nicht auch mal Andeutungen, die Rondrakirche bzw. das Schwert der Schwerter würde nach den Ereignissen in Perricum nach einem neuen Standort für den Haupttempel Rondras suchen?


    P.S: Lieber Zakkarus, ich wäre dir sehr verbunden, wenn du vielleicht in Zukunft etwas mehr auf die Rechtschreibung achten könntest? Das ist jetzt wirklich überhaupt nicht böse gemeint, aber es würde meine Lesefreude an deinen von genauster Kenntnis der Dsa-Historie durchdrungenen Beiträgen noch steigern ;) .


    Liebe Grüße

    Elbenstern

  • Es gab gerade zu Borbarads Invasion eine "Verzahnung" mit Abenteuern, Botenberichten und Romanen - teilweise in "Echtzeit"; was vielleicht die Beliebtheit der G7-Story erklären mag.

    Borbarad war greifbar - eien Bedrohung, die sogar dazu führte das MR und HR einen Friedensvertrag unterzeichneten!

    (Un weswegen auch die Zeit 1:1 (irdisch wie aventurisch) angepaßt werden mußte.)

    Aber sonst ... jede Regionalspielhilfe (egal ob DSA1 oder DSA4) stellte den aktuellen "Ist"-Zustand da, auf den alle folgenden Pordukte aufbauten, bzw. diese Spielhilfen sammletne alle vorherigen Ereignisse aus Boten und Abenteuern und stellten so den jetzigen Ist-Zustand zusammen.

    Sieht man schön an der Bornland-SH, die Vor-Borbarad ist, und die Bornland-Box, die nach Borbarad ist.

    Daher kann man die Spielhilfen als Sammelstätten aller laufenden Plots ansehen, manche wagten gar in den MIs einen Blick in die Zukunft. Gleichzeitig öffnen sie neue (freie) Plotmöglichkeiten.

    Aber die meisten Plots entstehen durch Abenteuer - und wurden manchmal mittels Romane/Botenartikel ergänzt.

    Die Kaiserfamile ist einer der ältesten Dauerplots.


    (Wie wäre es mit einer Buchstabendreher-Entdreher-Funktion? ;) )

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ich möchte für den DSA 5 Metaplot mal eine Lanze brechen bzw. den einen oder anderen Aspekt ansprechen, der in diesem Thread noch nicht thematisiert worden ist.


    - Die Offenheit des Sternenfall-Plots, wie sie im Almanach auf S. 239 ff. beschrieben wird (die vier Möglichkeiten, mit dem Sternenfall umzugehen), finde ich klasse! Das gibt dem Meister ganz explizit sandboxartigen Spielraum, wie ich ihn zuvor nicht kannte von DSA.


    - Gut finde ich auch, dass metaplotlastige Abenteuer und Kampagnen (Offenbarung des Himmels; Theaterritter; Wächter der Feenpforte etc.) häufig bereits mit Einsteigerhelden bzw. mittelmäßig erfahrenen Helden gespielt werden können. Davor brauchte man häufig, um die richtig coolen, zentralen Ereignisse (Zug der 1.000 Oger; Löwe & Rabe; 7G etc.) am Spieltisch erleben zu können, superkrasse Helden mit entsprechendem Leumund, was in meinen Runden leider recht häufig dazu führte, dass man nicht soweit kam um sie tatsächlich auch zu spielen.


    Insofern empfinde ich die mangelnde Überregionalität von Metaplot-Elementen (bei aller berechtigter Kritik) in diesem Aspekt sogar als Vorteil: in Albernia kann eine Heldengruppe nach Abschluss eines je nach Perspektive durchaus episch anmutende Geschehnisse bietenden Wächter der Feenpforte

    allseits als die 'Helden von der Holdenhöh' bekannt sein - in Gareth schreit danach erstmal kein Hahn. Aber das ist letztlich Geschmackssache...


    - Hier im Thread wird u.a. eine mangelnde Einbindung des Metaplots in den Aventurischen Boten kritisiert, v.a. im Vergleich zu ältern Botenformaten. Ich kann durchaus verstehen, dass, wenn man z.B. Teil des legendären Briefspiels war, das u.a. viele ikonische NSCs in der Form wie wir sie kennenlernen durften hervorgebracht hat (Waldemar den Bären nicht zu mögen, ist wie Hunde Treten ;) ), das jetzige Format als oberflächlich und inhaltlich dünn empfindet. Meine ganz persönliche Meinung zu den Inhalten älterer Boten, der ich vermutlich viel mehr 'casual' bin als Viele hier: Einiges war cool, und Einiges war überflüssig, sperrig und hat sich um sich selbst gedreht.


    Ganz allgemein ist die Dichte von (Meta-)Plotaufhängern pro gedruckter Seite Bote oder Regionalspielhilfe bei DSA 5 mMn höher als davor.


    Ich persönlich hoffe einfach, dass in Zukunft vielleicht doch die Entwicklung der RSH (soweit ich weiß sieben inkl. Havena in sechs Jahren sind wirklich recht mau) ein wenig mehr auf Touren kommt - wovon hoffentlich auch der Fortschritt des Metaplot profitiert - und dass 2021 uns einen versöhnlichen Abschluss mit einem grandiosen Banner der Treue beschert.

  • Ich möchte für den DSA 5 Metaplot mal eine Lanze brechen bzw. den einen oder anderen Aspekt ansprechen, der in diesem Thread noch nicht thematisiert worden ist.


    - Die Offenheit des Sternenfall-Plots, wie sie im Almanach auf S. 239 ff. beschrieben wird (die vier Möglichkeiten, mit dem Sternenfall umzugehen), finde ich klasse! Das gibt dem Meister ganz explizit sandboxartigen Spielraum, wie ich ihn zuvor nicht kannte von DSA.

    Interessant, dass du das so wahr nimmst, bislang habe ich hier häufig gelesen, dass die wenigen Vorgaben die Schwäche des Sternenfall-Plots.

    Für mich persönlich bräuchte es noch ein, zwei Setzungen mehr, damit ich damit so vollkommen sandboxig umgehen könnte. Fallen nur die Sterne runter, von denen das offiziell gesetzt wurde, oder noch mehr? Was kann man mit so einem Stern alles anfangen? Nur das Quäntchen Information, das ich brauche, um eigene Abenteuer näher an den offiziellen Hintergrund zu binden.

    - Gut finde ich auch, dass metaplotlastige Abenteuer und Kampagnen (Offenbarung des Himmels; Theaterritter; Wächter der Feenpforte etc.) häufig bereits mit Einsteigerhelden bzw. mittelmäßig erfahrenen Helden gespielt werden können. Davor brauchte man häufig, um die richtig coolen, zentralen Ereignisse (Zug der 1.000 Oger; Löwe & Rabe; 7G etc.) am Spieltisch erleben zu können, superkrasse Helden mit entsprechendem Leumund, was in meinen Runden leider recht häufig dazu führte, dass man nicht soweit kam um sie tatsächlich auch zu spielen.

    Das kann man als Vorteil sehen, auf der anderen Seite kann das aber auch fürchterlich nach hinten losgehen (siehe Finale der Drachenchronik: Pardona ist kein Gegner, den man von ,,Erfahrenen" Helden besiegen lassen sollte"). Abgesehen davon gibt es leider vergleichsweise wenige Abenteuer für wirklich hochstufige Helden.

    - Hier im Thread wird u.a. eine mangelnde Einbindung des Metaplots in den Aventurischen Boten kritisiert, v.a. im Vergleich zu ältern Botenformaten. Ich kann durchaus verstehen, dass, wenn man z.B. Teil des legendären Briefspiels war, das u.a. viele ikonische NSCs in der Form wie wir sie kennenlernen durften hervorgebracht hat (Waldemar den Bären nicht zu mögen, ist wie Hunde Treten ;) ), das jetzige Format als oberflächlich und inhaltlich dünn empfindet. Meine ganz persönliche Meinung zu den Inhalten älterer Boten, der ich vermutlich viel mehr 'casual' bin als Viele hier: Einiges war cool, und Einiges war überflüssig, sperrig und hat sich um sich selbst gedreht.


    Ganz allgemein ist die Dichte von (Meta-)Plotaufhängern pro gedruckter Seite Bote oder Regionalspielhilfe bei DSA 5 mMn höher als davor.


    Ich persönlich hoffe einfach, dass in Zukunft vielleicht doch die Entwicklung der RSH (soweit ich weiß sieben inkl. Havena in sechs Jahren sind wirklich recht mau) ein wenig mehr auf Touren kommt - wovon hoffentlich auch der Fortschritt des Metaplot profitiert - und dass 2021 uns einen versöhnlichen Abschluss mit einem grandiosen Banner der Treue beschert.

    Das kann ich zwar nicht beurteilen, erscheint mir aber durchaus wahrscheinlich, wenn ich an den jetzigen Aventurischen Boten denke. Mein Problem ist eher, dass von den vielen Ideen, die seit dem Beginn von Dsa in den aventurischen Boten eingestreut wurden, vergleichsweise viele unter den Tisch fielen. Ich trauere immer noch den (bislang!) nicht erschienenen Fortsetzungen einiger sehr interessant klingender Botenartikel hinterher...


    So oder so hoffe ich aber, dass der Abschluss der beiden, gerade laufenden Kampagnen frischen Wind mit frischen Setzungen und Prämissen schaffen werden- gerade Rabenkrieg steht ja nun kurz vor dem Ende, und wenn Banner der Treue dann auch noch kommt sind wir fürs erste mit guten Geschichten versorgt- man muss nur warten, wir haben es bei Rabenkrieg und Sternenträger gesehen, letztendlich kommt es schon ;) .

  • Im neuesten Heldenwerk geht es zumindest ein bisschen metaplotlastiger zu (schamlose Eigenwerbung). Es hat immerhin einen zweiten Sternchen bei "Lebendige Geschichte" bekommen.


    Wobei ich es schon in Ordnung finde, wenn es auch Metaplotabenteuer für Einsteigerhelden gibt. Z. B. "Offenbarung des Himmels". Aber da geht es weniger darum, etwas von großer Tragweite zu verhindern, sondern der Metaplot liegt mE eher darin, tiefere Einblicke in die Machenschaften einer gewissen Entität zu erfahren, oder?

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    Neue Geister braucht das Land: Fanprojekt Aventurische Totengeister im Scriptorium und auf dem Forum

    • Official Post

    Definition von Sternen und als was/wie der Sternenfall individuell empfunden wird ist ein ganz eigenes Thema.



    EDIT:

    Und da einfach weiter gemacht wurde, wurde das ausgegliedert. Macht zukünftig sofort selbsttätig ein eigenes Thema auf.

  • Wie hat sich denn nun der Metaplot im Süden entwickelt? Mag hier jemand das Resultat und anderes Metaplot-Relevantes spoilern? 😉


    Tante Edith: ich mein natürlich das Ende der Rabenkriegskampagne, der Fluch der Hornechse ist ja jetzt raus und ich kann mir nicht alles leisten...

  • Wie hat sich denn nun der Metaplot im Süden entwickelt? Mag hier jemand das Resultat und anderes Metaplot-Relevantes spoilern? 😉


    Tante Edith: ich mein natürlich das Ende der Rabenkriegskampagne, der Fluch der Hornechse ist ja jetzt raus und ich kann mir nicht alles leisten...


    ***ACHTUNG SPOILER RABENKRIEG-KAMPAGNE & DAMPFENDE DSCHUNGEL****


    Stecke grad selbst in den Vorbereitungen zur Rabenkriegkampagne und war insofern sehr froh, dass viele der Unklarheiten und Entwicklungen dieses Feldzugs im letzten Band endlich erklärt und beschrieben wurden. Dort findet sich auch eine Schilderungen der künftigen Entwicklung der Region. Die wichtigsten Punkte habe ich unten zusammengefasst (was davon tatsächlich Metaplot-relevant ist, wird sich erst in Zukunft zeigen):


    1. Unmittelbare Konsequenzen des Feldzugs in Kemi

    • Tod von Königsmutter Peri III.
    • Installation von Prinzessin Rhônda als neue Nisut des Kemi-Reiches.
    • Königin Ela XV. muss ins Exil (zu ihrem Gemahl, dem Kronprinz von Brabak, Peleiston de Sylphur)
    • Chanya Al’Plâne geht nach Maraskan ins Exil. Derija Al’Plâne, von Rhônda als Gouverneurin der kemischen Inselkolonien bestätigt.
    • Elas Generalin Quenadya Mes’kha-rê taucht ab und baut eine Rebellentruppe auf, um den Kampf gegen Rhonda fortzusetzen.
    • Feierliche Aufkündigung der Goldenen Alianz mit dem Horasreich.
    • Verbot aller Kulte, die Boron nicht als Götterfürsten anerkennen (inkl. Puniner Kult, Rastullah; ausgenommen: Achaz-Kulte). Auf den Inselkolonien bleibt weitgehende Religionsfreiheit bestehen.
    • Corvikaner-Sekte wird als eigenständiger Orden der Kemi-Kirche anerkannt und darf die im Bürgerkrieg eroberten Gebiete im Westen selbst verwalten.
    • Beitritt des Káhet Ni Kemi zum Rabenpakt (von Al’Anfa angeführte Schwarze Allianz).
    • In Qinsay, Yleha und Khefu werden Stützpunkte Al’Anfas eingerichtet (offiziell zum Schutz vor horasischen Piraten/Freibeutern).

    2. Die Intrige der ehemaligen Rabenbund-Verschwörer

    • Sabotageversuche während des Feldzugs gipfeln in einem Attentat auf Oderin du Metuant selbst beim abschliessenden Siegesfest.
    • Die Hauptverschwörer des ehemaligen Rabenbundes Marvana Zornbrechts und Odilo Kugres-Estrazar scheitern letztlich und sterben bzw. verschwinden von der Bildfläche. Emilia Bonareth siecht in Al’Anfa dahin (vgl. Romane Rabenerbe+Rabenbund) und ist politisch isoliert.

    3. Wirtschaftliche und politische Auswirkungen auf die Region

    • Das Horasreich wurde von dem Feldzug völlig überrascht und konnte wegen der Unabhängigkeitsbestrebungen im Wilden Süden und den Zyklopeninseln keine militärische Antwort auf Al’Anfas Feldzug bieten. Kampf wird daher v.a. im Verborgenen fortgeführt (Partisanenkampf, Piraten). Die Goldene Alianz ist quasi zerschlagen (nur noch Horasiat + Brabak). Thalassokratie-Akte bleibt aber wirksam > Scheinfrieden zwischen Horasreich und Schwarzer Alianz (Rabenpakt). Horasiat setzt jetzt auf Diplomatie, Spionage und Sabotage.
    • Sylla fällt an Al’Anfa, Ghurenia tritt auf Al’Anfas Druck hin aus der Goldenen Alianz aus. Sylla spielt dabei ein doppeltes Spiel, indem es Ela-treue Rebellen im Hinterland heimlich unterstützt.
    • Selem bleibt trotz der offiziell pro-Al’Anfanischen Ausrichtung eher neutral gegenüber den Erfolgen der Schwarzen Alianz (Rabenpakt).
    • Chorchop (pro Al’Anfa) profitiert von der neuen Situation, indem es grosse Teile des vormals vom Horasreich kontrollierten Kemi-Handels übernimmt.
    • Vormals eher distanzierte Parteien wie Mengbilla und Thalusa nähern sich Al’Anfa an.
    • Handelsherrin Derija Al’Plâne festigt ihre Herrschaft über die kem’schen Inselkolonien weiter und bezwingt in der Schlacht von Morek Piraten, die den Machtwechsel in Kemi ausnutzen wollten, um einen eigenen Herrschaftsbereich zu etablieren.
    • Rat der Kapitäne von Charypso hält offiziell zu Al’Anfa/Kemi und bekräftigt Bündnisvereinbarungen mit der Schwarzen Allianz: Schiffe, die unter der Flagge Kemis segeln, sollen fortan nicht mehr überfallen werden (wird nicht von allen Schiffsführerinnen beachtet).
    • Al’Anfanische Besitzungen im Südmeer sind kaum von Machtverschiebungen betroffen. Das Gefängnis von Santobal ist kurzzeitig überlastet, als die Ela-treuen Kriegsgefangenen dort eintreffen.
    • Oderin du Metuant bekräftigt Sonderstatus des mittelreichischen Fürst-Protektorats Hôt-Alem. Er geht zudem deutlich gestärkt aus dem Konflikt hervor und zementiert seinen Ruf als unbesiegbarer Feldherr.
    • Decius Paligan wird nach dem Feldzug zu Verhandlungen an den Kaiserhof gesandt, um dort die offizielle Zustimmung für die neuen Verhältnisse in Medidiana zu verhandeln.
    • Die Boronkirche und v.a. Patriarch Amir Honak gehen gestärkt aus dem Krieg hervor (durch Ausdehnung des Dogmas auf den Süden und Einfluss auf die Kemi-Kirche).
    • Grösster Verlierer ist neben dem Horasreich das Königreich Brabak, das nun rundum von Bündnispartnern der Schwarzen Alianz umgeben ist. Man versucht sich wehrhaft zu präsentieren, um eine Annektion durch Al’Anfa zu verhindern. Auch gewisse Vorteile, da der horasische und nicht-al’Anfanische Handel mit Südwaren nun fast ausschliesslich über Brabak abgewickelt werden muss. Zahlreiche Ela-treue Kemi fliehen nach Brabak.

    4. Zukunft

    • Die gestürzte Königin Ela XV. regeneriert sich in Brabak und verzichtet auf einen Rachefeldzug bzw. Bemühungen den Thron zurückzuerobern. Stattdessen folgt sie ihren Visionen und plant eine Reise nach Uthuria, um die Wurzeln des Kemi-Volkes zu ergründen.

    In der Beschreibung der Nachwirkungen heisst es in „Der Fluch der Hornechse“ (S. 62): „Der Rabenkrieg und seine Folgen verursachen ein heftiges Beben im komplizierten Mächtegeflecht Südaventuriens, dessen politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen teilweise bis ins ferne Horasreich und Mittelreich spürbar sind.“ Es bleibt abzuwarten, wie dieses heftige Beben konkret in den kommenden ABs und RSHs zu den Stadtstaaten des Südens und des Horasreiches umgesetzt wird.

  • Anschlussfrage - als jemand der keine Ahnung vom Süden Aventuriens hat: Ist das jetzt viel? Ne große Änderung? Oder wird da nur eine unbedeutende Person auf einem unbedeutenden Thron gegen die andere ausgetauscht und man tut halt so als wäre das ein "heftiges Beben im Mächtegeflecht"?