HR: BALSAM für den Einsatz gegen Wunden

  • Hi Orkis,


    ich spiele meist in meiner DSA5 Gruppe mit Trefferzonen und Verwundungen.


    Nun wurde der Balsam ja, um auf die Grundregeln angewendet werden zu können, auf einen reinen Gewinn von LePs beschränkt.

    Was ich gerne ändern würde.

    Wie würdet ihr den Zauber angehen?

  • Ich würde es so machen:

    Jedesmal wenn die Wundschwelle überschritten wird, wird auch eine Verwundung geheilt.

  • Du meinst wenn der Heiler die Wundschwelle (KO ÷ 2 +/- Vor-/Nachteile) wird eine Wunde geheilt?

    Das wären nach aktuellen Regeln, aber sehr teure Balsam, vorallem kennt der Heiler so etwas wie die Wundschwelle ja nicht.

    Ich würde auch gerne die QS mit einfließen lassen, um die Qualität der Heilung zu bestimmen. (QS 1= Blutung gestoppt bis QS 6 = "Da war jemals eine Verletzung?")


    Was meint ihr?

  • Geron Sturmkind

    Ich würde den Balsam gleichzeitig auch LeP heilen lassen, damit ist er nicht mehr so teuer. An die QS das ganze zu knüpfen, wäre natürlich schön, aber das ist dann wieder zu weit vom ursprünglichen Zauber weg. Schön wäre es nämlich auch gewesen, wenn der Zauber generell an die QS geknüpft wäre...

  • Der fast Kopflose

    Dazu gibt es die Fokusregel Spezielle Verletzungen und Behandlung

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    @all


    Ich habe nun eine Hausregel, die die Ideen kombiniert, ich freu mich auf euer Feedback:


    BALSAM SALABUNDE

    Der klassische Heilzauber. Mitels Balsam kann der Zauberer durch Handauflegen heilen.

    Probe: KL/IN/FF

    Wirkung: Der Zauber kann AsP 1 zu 1 in LeP umwandeln, er muss min. 4 AsP dabei aufbringen. Wird die ZLE einer verwundeten Zone dabei auf 100% geheilt, so heilen sämtliche Wunden. Ursachen von Krankheiten oder Vergiftungen können so nicht geheilt werden, wohl aber kann LE zurückgewonnen werden, die durch Selbige eingebüßt wurden. Das Ziel wird, nach dem Gelingen des Zaubers, über die nächsten 6 Minuten geheilt. Für jede QS sinkt die Zeit um 1 Minute.

    Der Zauberer kann die Reihenfolge der zu heilenden Zonen selber bestimmen.

    Extrem schlimme Verletzungen können auf diese Weise nicht geheilt werden.

    Wird der Zauber vor dem Ablauf der durch den Konstitutionswert angegebenen Frist für den Tod eines Helden begonnen, kann er gerettet werden. Wird der Zauber jedoch unterbrochen, überlebt der Patient danach nur noch die verbliebenen Kampfrunden.

    Zauberdauer: 16 Aktionen

    AsP-Kosten: 1 AsP pro LeP, mindestens jedoch 4 AsP (Kosten sind nicht modifizierbar)

    Reichweite: Berührung

    Wirkungsdauer: sofort

    Zielkategorie: Kulturschaffende

    Merkmal: Heilung

    Verbreitung: allgemein

    Steigerungsfaktor: B

    Zaubererweiterungen:

    #Arkane Chirurgie (FW 8, 2 AP): Der Zauberer kann gezielt eine 'schlimme Verletzung' nach der anderen versorgen. Dazu muss er allerdings AsP in höhe der Wundschwelle seines Ziels für den Balsam aufbringen.

    #Zielkategorie Lebewesen (FW 12, 4 AP): Der Zauber umfasst auch die Zielkategorie Lebewesen.

    #Extrem schlimme Verletzungen (FW 16, 6 AP) Der Zauberer kann gezielt, extrem schlimme Wunden heilen, dazu ist die Probe jedoch um -3 erschwert.

    Er kann keine Körperteile nachwachsen lassen.


    *Ein gewöhnlicher BALSAM SALABUNDE kann nur Kulturschaffende heilen. Verfügt ein Held aber über die Zaubererweiterung Zielkategorie Lebewesen, kann er den Zauber auch auf Pflanzen anwenden. Allerdings muss der Zauber binnen 24 Stunden nach dem Tod der Pflanze bzw. nach dem Ablauf der Haltbarkeitsdauer erfolgen. Er kostet bei Pflanzen immer 4 AsP, um ihnen wieder die volle Haltbarkeitsdauer zu geben.

  • Du meinst diese Regeln? Oder?


    Eingangsfrage: grundsätzlich fehlt mir da schon die Angabe, wie bei natürlicher Heilung die Trefferzonen-Wunden abgebaut werden.


    Zunächst würde ich dem karmalen und klerikalen Heiler zugestehen, dass er 'gezielt' auf eine Wunde einwirken kann.


    Für die primär-magische Heilung ist dann die entscheidende Frage: muss der Zonen-Schaden sozusagen 'rückabgewickelt' werden (d.h. es müsste eine Heilung in Höhe der Wundschwelle durchgeführt werden) oder muss nur der Zonenschaden unter den Wert der Wundschwelle gedrückt werden.


    Der zweite Ansatz ist logischer und belohnt auch kleine Heilungen. Plötzlich kann der Kleine Heilsegen der große Bringer sein!

    Der Nachteil ist der höhere Dokumentationsaufwand, weil der genaue Schaden nachgehalten werden muss, der zum Wundeffekt geführt hat. (Allerdings ist dies auch günstig, wenn man sich fragt, ob der Wundeffekt nach 1..2..3 Regenerationsphasen und anteiliger Heilung in der verwundeten Zone aufgehoben wird - siehe Eingangsfrage)


    Ich bin unentschieden. Wirklich. Exakt unentschieden.


    Und wenn man für sich selber geregelt hat, wie Regeneration die Wundeffekte aufhebt, kann man exakt diesen Mechanismus auch für Balsam verwenden.

  • Du meinst diese Regeln? Oder?

    Bei uns kommen noch diese, die hier und die dazu - aber ja! (Im Prinzip alle Fokusregeln aus dem Beiheft des Trefferzonen-Sets)

    Zunächst würde ich dem karmalen und klerikalen Heiler zugestehen, dass er 'gezielt' auf eine Wunde einwirken kann.

    Ist jetzt in der ersten Erweiterung mit verbaut.

    Für die primär-magische Heilung ist dann die entscheidende Frage: muss der Zonen-Schaden sozusagen 'rückabgewickelt' werden (d.h. es müsste eine Heilung in Höhe der Wundschwelle durchgeführt werden) oder muss nur der Zonenschaden unter den Wert der Wundschwelle gedrückt werden.

    Das kann man so oder so für sich handhaben.

    Eingangsfrage: grundsätzlich fehlt mir da schon die Angabe, wie bei natürlicher Heilung die Trefferzonen-Wunden abgebaut werden.

    Generell kann das der Meister bestimmen, da Wunden ja nach dem abklingen des Wundeffektes keine Nachteile mehr mit sich bringen.

    Z.Z. gibt es auch keine Regel zu Wundbrand oder dergleichen.

    Der zweite Ansatz ist logischer und belohnt auch kleine Heilungen. Plötzlich kann der Kleine Heilsegen der große Bringer sein!

    Die Frage ist, ob man das möchte.

    Sollte jede Runde für sich entscheiden.

    Und wenn man für sich selber geregelt hat, wie Regeneration die Wundeffekte aufhebt, kann man exakt diesen Mechanismus auch für Balsam verwenden.

    Kein Wundeffekt hält so lange, das eine Reg.-Phase ihn nicht kurriert, von daher erspart der Balsam nun nur der Gruppe ingame Zeit.

  • Finde, dass sieht ganz okay aus, wobei der Zauber exakt auf die Regeln zugeschnitten ist. Das verschwinden der Wundeffekte, sobald ein Zonenbereich vollständig geheilt ist, passt auch soweit.

    Gezielte Heilung ab erweitertem Kenntnis.. check!

    Amputationen sind einem Meister des Balsam möglich.. check!


    Kleiner Heilsegen der Bringer.... für einen KaP etwas übertrieben, aber ich kann mir den gezielten Eingriff direkt integriert im normalen Heilsegen vorstellen (also ohne zusätzlich Erweiterung). Das würde das geordnete Verhalten der Göttermacht unterstreichen.


    Aber das sind persönlich Empfindungen. Ich wünsche großen Spielspaß und hoffentlich kannst du Geron Sturmkind uns ein paar Erfahrungsberichte zu kommen lassen.

  • Geron Sturmkind

    Verstehe ich nicht.

    Die Regel Trefferzonen-Lebensenergie, wenn Ihr sie benutzt, macht Deine Frage überflüssig: wenn an der entsprechenden LE geheilt wird kann man direkt ablesen ob die Zone noch 'ausfällt' oder nicht.

    Außerdem setzen diese Regeln die Wundschwelle/Effekt-Regel außer Kraft. Jedenfalls as_written sind sie eine Alternative und nicht zusätzlich wirksam.

    Oder wo habe ich mich vergaloppiert?

  • Geron Sturmkind

    Verstehe ich nicht.

    Die Regel Trefferzonen-Lebensenergie, wenn Ihr sie benutzt, macht Deine Frage überflüssig: wenn an der entsprechenden LE geheilt wird kann man direkt ablesen ob die Zone noch 'ausfällt' oder nicht.

    Außerdem setzen diese Regeln die Wundschwelle/Effekt-Regel außer Kraft. Jedenfalls as_written sind sie eine Alternative und nicht zusätzlich wirksam.

    Oder wo habe ich mich vergaloppiert?

    Ich habe den Balsam so formuliert, dass er sowohl mit, als auch ohne die Fokusregel "Lebensenergiezonen" benutzt werden kann.


    Wie komplex wir kämpfe "auswürfeln" hängt von der Wichtigkeit und dem Flair des Kampfes ab. Außerdem spielen wir wichtige duelle auch mit der Fokusregel "Schlimme Verletzungen", welche zwar die Regel "Lebensenergiezonen" nicht voraussetzt jedoch durchaus damit kompatibel ist.


    Spielt die Gruppe ohne LEZ, benötigt der Zauberer die erste Erweiterung. Was ich durchaus fair finde, denn ohne LEZ ist der reine Gewinn von LeP durchaus ausreichend.

    Bei Benutzen der LEZ kann diese auf 100% geheilt werden um diesen wieder zu "reanimieren" (was außer auf dem Torso, nicht viel AsP verlangt). Ich fänd es einfach lame, wenn eine Zone mit 1 LeP plötzlich wieder einsatzfähig wäre, als wäre nichts gewesen, damit würde der "kleine Heilsegen" wirklich mächtig werden, was aber mMn am Fluff und Flair der Liturgie vorbei geht.

    Außerdem finde ich die Idee gut, dass es für den Zauberer anstregender ist einen ausgefallenen Torso zu heilen als Arme und Beine. (Am liebsten würde für mich der Kopf noch mehr AsP verschlingen, als der Torso, aber das würde die HR viel zu komplex werden lassen.)

    Mit der kombination LEZ, spart die erste Erweiterung dann dem Zauberer AsP, meist zwar nur auf dem Torso. Da er hier "nur" die Wundschwelle an AsP ausgeben muss und nicht den Torso auf 40% der Gesamt-LE heilen muss. Die anderen Zonen sind wahrscheihnlich günstiger wieder auf 100% zu bringen.


    Ich hoffe diese Erklärung konnte deine Verwirrung ausräumen.


    Edith 07.10.20:

    Ich hab noch mal einige Sätze klarer definiert und wie @E.C.D korrekt anmerkte, die Heilung von Wundschwelleffekten entfernt.