Suche Guide für DnD Einstieg

  • (Wenn man die Einschränkungen von Klassensystemen nicht schätzt, dann wird man glaube ich weder mit Pathfinder noch mit D&D wirklich glücklich, zu fest sind in beide Systeme die Klassen eingepflegt, dein Held wird primär durch Rasse und Klasse bestimmt - das war einer der Gründe, weshalb ich zu Das Schwarze Auge 5 wechselte, das Regelsystem hat einen ganz anderen Ansatz zum Charakterbau).

    Dafür hat DSA5 andere Probleme. Es hat ein stufenloses Kaufsystem. Dafür braucht man irgendeine "Währung", um Verbesserungen zu kaufen. Sowohl bei Pathfinder als auch bei D&D 5e kann man eigentlich auf Erfahrungspunkte vollständig verzichten. Der SL legt fest, wann eine neue Stufe erreicht wird. Auch wenn dieses "Meilensteinsystem" eigentlich nur bei D&D 5e als Alternative zum Erfahrungspunktesystem vorgestellt wurde, lässt es sich sehr gut in allen Rollenspielregelsystemen verwenden, wo man Erfahrungspunkte nur für den Stufenaufstieg benötigt.

  • Dafür hat DSA5 andere Probleme. Es hat ein stufenloses Kaufsystem

    Gewiss, aber ich glaube, das hier zu diskutieren bringt nicht viel, deshalb hatte ich das in Klammern gesetzt, quasi als kleine themenfremde Ergänzung und zudem als persönliche Meinung gekennzeichnet.

  • Zusammengefasst kann man bezüglich der Wahl des Systems doch eh nur sagen: "Es ist Geschmackssache." Alles andere wäre falsch. Es gibt aktuell so viele verschiedenen Systeme mit zig Settings, da wird für jeden was dabei sein. Was für einen das Beste ist, muss man natürlich herausfinden, aber dafür gibt es ja Einsteigerboxen o.ä.

  • Hallo, ich versuche mich auch mal am Gespräch hier zu beteiligen:).


    Ich habe DnD auch schon in der Second gespielt und später recht viel 3.5.

    Da die 4. in Deutschland nicht gut ankam, wurde diese Edition von uns ausgelassen (mMn ein Fehler, den wir damals gemacht haben, da die Designer ihrer Zeit einfach voraus waren und die Spielerschaft nicht damit klarkam. Story mal aussen vor).


    Zu der Zeit gründete ich noch eine eigene Spielgruppe und einer meiner Mitspieler kaufte sich Pathfinder und war recht angetan davon, da es quasi ein DnD 3.75 war.

    Zudem mit einer neuen und frischen Welt (sprich Setting) daherkam. In DnD finde ich die vielen Welten die es dort gibt nicht so gut, weil viele Fans eben immer hoffen, dass ihr Setting bedient wird. Es ist mir bis heute ein Rätsel, warum das default Setting Forgotten Realms in der 5er keinen eigenen Band spendiert bekommt und zb. Eberon schon. Und nein es gibt nicht nur die Schwertküste in Faerun.


    Dann haben wir bis 2014 PF1 gespielt.


    2014 kam das langerwartete DnD5 raus und durch einen sehr fanatischen Kumpel war ich extrem drauf gehyped und habe in unserer Gruppe das System gewechselt.

    Seitdem leite ich DnD5 (hin und wieder auch mal andere Spiele, aber davon meistens nichts langes wie eine Kampagne oder so).


    Dann wurde ich auf Starfinder aufmerksam. Nach Jahren der Fantasy habe ich gehofft mal bissel frischen Wind in unsere Gruppe zu bekommen, aber was soll ich machen, die Leuts stehen halt einfach zu Highfantasy.


    Warum bin ich nun wieder von DnD5 weg und hin zu PF2.


    - ich spiele es nun seit 6 Jahren und finde es komisch, wie lange so ein Spiel braucht, bis es in Deutschland auch endlich mal ankommt

    - mir sind die Optionen mitlerweile zu langweilig, sowohl bei der Chargenerierung als auch bei den Monstern (Monster sind auch zu schwach, wenn die Spieler Talente nutzen)

    - wir spielen meistens Kaufabenteuer, die gehen aber fast immer nur bis Stufe 13 (warum geht dann der Lvl-Bereich bis Stufe 20?)

    - zumal sind die Kaufkampagnen meist alter Wein in neuen Schläuchen

    - mir reicht die taktische Tiefe nicht und bei uns sind Kämpfe sehr wichtig (inklusive Figuren, Battlemats usw.)

    - ich finde den Adv. Disad. Mechanismus einfach nicht feinkörnig genug

    - das Fertigkeitssystem gefällt mir auch nicht mehr und die Atttribute haben da Zuviel Gewicht, vor allem Geschicklichkeit

    - es gibt für das Defaultsetting Faerun keinen eigenen Band

    - WotC gestehen dem Kunden keine PDF zu, ausser über Umwege, wie etwa DnD Beyond

    - Die Bücher haben auf deutsch schon einen stolzen Preis (zb Spielerhandbuch kostet mit über 300 Seiten 50€ und PF2 mit über 600 Seiten 60€, hat dafür aber einiges an Setting für den ersten Überblick mit drin und zb auch alle magischen Gegenstände. Dafür darf man in DnD den SL-Band kaufen und wäre da schon auf 100€)


    Bei PF2 gibt es ein hervorragendes Setting und das kommt gleich zu Anfang an mit raus, so wie viele andere Dinge auch.

    Die Kampagnen gehen bis Stufe 20, so dass man eine Klasse auch mal bis zum Ende „durchspielen“ kann.

    Die Klassen sind individueller erstellbar, d.h. das nicht jeder Paladin gleich aufgebaut ist. In DnD5 merkt man schnell, welche Feats reinkrachen und da kann man an einer Hand abzählen, was die Leute so wählen. Das spiegelt sich übrigens auch in so ziemlich jedem Forum wieder und ist nicht nur auf unsere Gruppe zu beziehen.

    Es gibt alles als PDF und in Buchform. Ulisses ist auch was den deutsch Support angeht echt ordentlich dabei. Man muss auch sagen, dass Paizo eine ordentliche Schlagzahl fährt, was neue Produkte angeht. Da kommt so gut wie jeden Monat was raus. Was dadurch das Überkomplexe angeht, muss man einfach schauen, was einen in der Gruppe interessiert und was nicht. Man braucht ja nicht immer alles. MMn traut sich Paizo auch mehr was Setting und Abenteuer angeht. Da wird’s auch mal ein bissel wilder oder futuristischer und nicht so ein langweiliger Abklatsch wie in anderen Spielen. Zb. geht es in einer Kampagne darum, dass die SC Mitglieder einer Zirkustruppe sind, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Paizo hat sich wirklich einen herausragenden Ruf erarbeitet. Meine Wahl tendiert definitiv zu PF2 und ich lese mich gerade ein, weil unsere nächste Kampagne die Zeit der Asche sein wird.


    Und was ich schon sehr oft gelesen habe, dass Anfängern ein leichteres Regelwerk empfohlen wird (übrigens PF2 passt sich da auch an und die Mechaniken sind teils vereinfacht zu PF1) und habe dazu eine differenzierte Meinung.

    Ich habe damals mit 9 oder 10 Jahren mit Shadowrun 1 angefangen, Rollenspiel für mich zu entdecken. Klar versteht man nicht immer alles direkt, aber da gab es auch noch kein Internet und YT, Foren usw. wo man alle erdenkliche Hilfe bekommt. Jetzt kann man sagen, dass die Seitenzahl abschreckt, aber das tut es auch bei 300 Seiten und unser Hobby tendiert eben mal zum Studium dicker Bücher. Wenn es einen interessiert, bleibt man auch dran. Zumal man ja nicht alles direkt lesen muss. Und es sind ja nicht alles nur Regeln, sondern auch Setting usw. Man wächst an seinen Aufgaben und ich würde mich an deiner Stelle noch ein bisschen zu den beiden System informieren. Auch mal ins Regelwerk via SRD reinschnuppern. Wenn Freunde von dir eh schon Tendenzen zu PF habe, kann ein Blick ja nicht schaden. Kommt auch darauf an, ob ihr einfach mehr Vielfalt oder ein schneller abzuhandelndes System haben möchtet.


    Als letztes noch der vielleicht wichtigste Vorteil an PF.

    Ich fand es immer gut neu mit einem System einzusteigen, was auch gerade neu herauskommt. DnD5 gibt es nun schon seit 6 Jahren und dazu gibt es schon jede Menge Bücher. PF2 ist auf deutsch noch nicht lange erhältlich und das Abenteuer „Der Untergang von Peststein“ ist super und zeigt auf, was das System kann. Dabei wird man mMn auch als unerfahrener SL gut an die Hand genommen.

  • Paizo hat vielleicht eine deutlich bessere Veröffentlichungspolitik als WotC, aber trotzdem halte ich PF2 für den größten Fehler, den Paizo hätte machen können. Statt das sehr populäre System von PF1 von einigen Altlasten und umständlichen Regeln zu befreien, was sie ja damals gemacht haben, als sie PF1 auf Basis von D&D v3.5 entwickelt haben, bringen sie mit PF2 ein vollkommen neues Regelwerk heraus, welches sich zu dem in einigen Sachen an D&D 4e orientiert!


    Einsteigerfreundlichkeit hängt nicht nur von den Regeln ab, sondern auch davon wie die Regeln erklärt werden. Und in dieser Hinsicht liegt Paizo weit vor WotC. Trotzdem kann ich PF Einsteigern nicht empfehlen. Die Regelwerke sind viel zu kleinteilig. Da verliert ein Einsteiger viel zu schnell die Übersicht.

  • Ist wie gesagt Geschmackssache.

    Man kann durchaus auch mit Pathfinder anfangen, wenn das Interesse groß genug ist.

    Ich habe seit kurzem einen neuen Mitspieler, der hatte 0,0 Vorerfahrung und ist gleich bei uns mit Starfinder eingestiegen.

    Das Spiel finde ich sogar noch ein bissel komplexer, weil es eben neben allem was PF hat auch noch Raumschiffe, Raumkampf und Raumregeln etc dazukommen.

    Und es war absolut kein Problem.


    Ich fand PF1 auch super und im Nachhinein könnte ich mich Ohrfeigen, meine Spieler seinerzeit von DnD überzeugt zu haben.

    Trotzdem finde ich jetzt den Schritt von Paizo richtig, dass System mal ordentlich zu überarbeiten (komplett neu finde ich übertrieben, ist ja jetzt auch nix neues mit dem D20 System), um der Sache einen eigenen Stempel aufzudrücken und sich von DnD ein Stück weit zu entfernen.


    Allein mit dem frischen Setting schaffen sie das allemal.

  • Trotzdem finde ich jetzt den Schritt von Paizo richtig, dass System mal ordentlich zu überarbeiten (komplett neu finde ich übertrieben, ist ja jetzt auch nix neues mit dem D20 System), um der Sache einen eigenen Stempel aufzudrücken und sich von DnD ein Stück weit zu entfernen.

    Aber genau dies ist der Fehler, PF1 war so erfolgreicdh weil es eigentlich D&D v3.5 war, etwas überarbeitet, aber sonst reines D&D. PF2 sieht für mich danach aus als, wollte man die spieler, die man an D&D 5e verloren hat mit einem ähnlichen aber komplexeren System zurückgewinnen. Aber dabei verwenden sie Sachen, die den Fans schon bei D&D 4e nicht gefallen hat.

  • Auch dem würde ich gerne widersprechen.


    Ich fand wie bereits geschrieben, die Mechaniken der 4e aus heutiger Sicht bahnbrechend.

    Zb. finde ich die Schablonen aus der 4e um einiges praktikabler umzusetzen als die ollen Dinger, die wir jetzt immer noch sowohl in der 5e wie auf PF2 haben.

    MMn war die Community einfach noch nicht so weit, aus ihren alten Gewohnheiten auszubrechen.


    Heute erleben wir Rollenspiel mannigfaltiger als jemals zuvor.


    Und mal ehrlich, möchte man lieber ein Abklatsch oder billige Kopie sein, oder möchte man sich wie ein Phönix aus der Asche erheben und was neues sein?

    Natürlich ist es komplexer. Aber das ist zumindest für mich ein Punkt warum ich auf PF2 wechsle. Mir hat DnD einfach zu krass Ballast abgeworfen.


    Mir geht es mit der 4e übrigens nicht alleine so. Es gibt viele Leute die es früher verschrieen haben und es heute zumindest von den Mechaniken gut finden und zum Teil sogar wieder nachkaufen.


    Warum mir persönlich PF2 auch mehr taugt als PF1 hat auch mehrere Gründe:


    - ich hatte in der Zeit dazwischen alles verkauft :)

    - ich spiele gerne aktuelle Spiele, statt altem hinterherzulaufen und es gäbe für PF1 genug, um mein restliches Rollenspielleben zu füllen

    - mittlerweile ist PF1 10 Jahre alt und ich bin sicher das Community und Designer auf genug Sachen getroffen sind, die keinem mehr Spass machen

    - die Optik von PF2 ist schon sehr modern und für mich ansprechend

    - Und um mal einen wichtigen Punkt zu nennen, PF1 war genauso wie DnD 3.5 in keinster Weise balanciert. In der 2. sieht das schon wesentlich besser aus, vor allem was mundan und Zauberei angeht. Das war in der 4e übrigens auch schon wesentlich besser


    Ich möchte natürlich nicht absprechen, dass es Paizo auch um Geld und Marktanteile geht, so ist Business eben. Ich unterstütze das gern, nur um mal nicht weiter auf den DnD Hypetrain aufzuspringen:).


    Und ich sage das alles obwohl ich fast alle DnD5 Bücher im Schrank habe und es jetzt 6 Jahre gespielt habe.

  • Kaskantor

    Ich habe nie gesagt, dass D&D 4e ein schlechtes System ist. Es ist nur einmal radikal anders und zu 100% inkompatibel zum rest von D&D. Was aber so gewollt war. Deshalb musste es am Ende scheitern. Es ist ein gutes System und hätte unter einem anderen Namen sehr erfolgreich sein können, aber es hat den Namen D&D nicht verdient.

    Wenn wir mal etwas weiter in der Zeit zurückgehen wollen, stoßen wir auf AD&D 2e. Hier ist interessant, dass man damals schon viele Ideen hatte, sie aber absichtlich nicht in AD&D 2e eingebaut hat, weil man befürchtete, dass die Fans zu viele Änderungen (gegenüber AD&D 1e) ablehnen würden. Deshalb übernahm TSR bei AD&D 2e viele alte Regeln von AD&D 1e, während sie die neuen Ideen bei Gamma World einbauen konnten. WotC hatte hingegen nie solche Bedenken. Das sieht man allein schon daran, dass D&D 3e schon nach sehr kurzer Zeit vollkommen überarbeitet werden musste. Das Scheitern von D&D 4e hat viele Gründe. Der Erfolg von D&D 5e hingegen liegt hauptsächlich in der Mühe, die man sich gemacht hat. Man hat auch wieder auf die Fans gehört. Das man sich drei Jahre lang nur auf die Entwicklung einer neuen Regeledition konzentriert und dabei sehr großen Wert auf das Feedback der Fans legt, ist eigentlich selten.

    Paizo hat in meinen Augen mit PF2 den gleichen Fehler gemacht, den WotC mit D&D 4e gemacht hat. Zu viele und zu radikale Änderungen auf einem Schlag. Inklusive einiger Konzepte, die man auch so in D&D 4e findet, genau dem Regelwerk, weshalb viele damals von D&D zu Pathfinder gewechselt sind.

    WotC ist mit D&D 5e erfolgreich auf den OSR-Zug aufgesprungen. Paizo hingegen hat meiner Meinung nach mit PF2 den Anschluss verpasst.


    Wer mich hier genauer kennt, weis, dass ich ein Gegner radikaler Regeländerungen bin. Eine Regelevolution ist mir lieber als eine Regelrevolution. In dieser Hinsicht müssen meiner Meinung nach sowohl WotC als auch Paizo noch sehr viel lernen. Schau dir doch mal die vielen kleineren Verlage an. Da bedeutet eine neue Regeledition keine Regelrevolution. Nein, man verändert nur die Regeln, von denen man meint, dass man sie verbessern könnte, und probiert nicht irgendetwas radikal neues aus. Am Ende kann es gut sein, dass die aktuellste Edition nicht mehr viel mit der ersten Edition zu tun hat, aber zwischen diesen beiden Editionen liegen dann oft Jahrzehnte und viele andere Editionen.


    Aber dies alles hat nun wirklich nichts mehr mit dem ursprünglichen Thema zu tun.

  • Der TE hat ja PF auch mal ins Rennen geworfen, ebenso wie den Vergleich zwischen diesen beiden Riesen.

    Ich respektiere deine Meinung und es gibt bestimmt einige, die das auch so sehen.


    Aber ich teile deine Meinung nicht. Aus meiner Sicht brauchen wir kein DnD und eins mit einer abgefeilten Nummer.

    PF soll sich deutlich von DnD unterscheiden und nur so werden sie vermutlich auch Erfolg haben.

    Dennoch sehe ich den Apfel hier nicht allzuweit vom Stamm entfernt.

    - 1w20 + irgendwas gegen einen SG oder RK? Check

    - typischen Völker und Klassen? Check

    - Highfantasy mit typischen mächtigen magischen Gegenständen, Götter die aktiv in die Geschicke der Bewohner von Golarion eingreifen? Check

    - Erkundung, Begegnungen, Gespräch? Check

    - Roll for Initiative? Check (und zumindest für mich ist das jetzt kein Beinbruch, ob ich da Wahrnehmung, Geschick oder sonstiges nehme)

    - usw.usf


    Dafür gibt es aber mal ein paar neue Features und ich nenne hier nur mal ein kleines. Der Schild kann jetzt mal aktiv verwendet werden, um auch mal Schaden abzuwenden und nicht nur für die ollen +2 RK.


    Die, die das nicht wollen, haben doch auch mit PF1 mehr Material, als sie jemals spielen können.


    Ich denke, damals hat zb. WoW viel zu den Designentscheidungen der 4e beigetragen.


    Zu den kleinen Verlagen mit den kleinen Spielen.

    Die haben einen unheimlichen Vorteil. Die können probieren und designen was sie möchten und auch mal richtig mutig sein.

    Warum können sie das? Na weil sie eben nicht um die Spitze kämpfen müssen und wissen, dass sie gegen die althergebrachten eh kein Land sehen, zumindest was die Kohle betrifft.


    Aber in einem Punkt werden wir wohl nicht zusammen kommen.

    Du möchtest wenig, bis keine Änderung und ich stehe hier wohl für den Fortschritt und auch mal mutig sein, was das designen angeht.


    Sry fürs entführen. Wenn jemand weiter diskutieren oder mehr über meine Ansicht PF2, DnD5 erfahren möchte, kann mich ja via PN anschreiben oder wir machen einen eigenen Faden dafür auf.

  • Aus meiner Sicht brauchen wir kein DnD und eins mit einer abgefeilten Nummer.

    PF1 war nichts anders als ein überarbeitetes D&D v3.5. Es war ein System, was man kannte und schätzte. Und da viele D&D 4e als ein "MMORPG für Stromausfälle" ansahen, war es kein Wunder, dass genug Spieler zu PF1 wechselten. (Das vielen aber dies System zu komplex war, sieht man ganz gut an der großen OSR-Szene und daran, dass D&D 5e viel erfolgreicher ist als PF1). PF1 war so erfolgreich, weil es gerade ein D&D v3.5-Klon ist. Dies und wirklich nur dies, ist der Grund des Erfolges.

    Zu den kleinen Verlagen mit den kleinen Spielen.

    Die haben einen unheimlichen Vorteil. Die können probieren und designen was sie möchten und auch mal richtig mutig sein.

    Warum können sie das? Na weil sie eben nicht um die Spitze kämpfen müssen und wissen, dass sie gegen die althergebrachten eh kein Land sehen, zumindest was die Kohle betrifft.

    Genau das Gegenteil ist der Fall. Sie können es sich in der Regel nicht leisten, zu experimentieren. Verlage, die experimentieren, geraten in Gefahr, Kunden zu verlieren. Und so klein sind die Verlage nun auch nicht.

    Du möchtest wenig, bis keine Änderung und ich stehe hier wohl für den Fortschritt und auch mal mutig sein, was das designen angeht.

    Es kommt immer darauf an, wie extrem die Veränderungen sind und wie kompatibel man zur direkten Vorgänger-Edition ist. Wie sieht es mit den Charakteren aus? Kann ich mein Charakter mit geringen Anpassungen übernehmen? Oder muss ich ihn von Grund auf neuerstellen? Wie sieht es mit alten Abenteuern aus? Wieviel Zeit muss ich investieren, damit ich sie mit den neuen Regeln spielen kann?


    Zurück zum eigentlichen Thema:

    Tank175

    Sowohl D&D als auch Pathfinder haben Einsteigerboxen.

    Der D&D-Einsteigerbox liegen bis auf die Charaktererschaffung die gleichen Regeln bei, die es auf Englisch auch Online gibt. Das beiliegende Abenteuer ist deutlich länger, aber es gibt nur fünf vorgefertigte Charaktere. Eine Charaktererschaffung fehlt leider. Das Essential Kit behebt zwar diesen Mangel, aber sie wird es leider nie auf Deutsch geben.

    Die Pathfinder-Einsteigerbox hat drei Vorteile gegenüber der von D&D. Zum einen gibt es eine Charaktererschaffung (3 Rassen (Mensch, Elf, Zwerg) und 4 Klassen (Kämpfer, Kleriker, Magier, Spitzbube)) und zum anderen sind die Regel viel rollenspieleinsteigerfreundlicher erklärt. Und es gibt Figuren und eine Battlemap. Das Abenteuer besteht dafür aber nur aus einem einzigen kleinem Dungeon. Und sie ist leider nicht mehr erhältlich.

    Die Regeln von D&D 5e sind deutlich einfacher. Es ist ein relativ regelleichtes Rollenspiel. Pathfinder hat hingegen viel mehr Optionen und ist von den Regeln her viel komplexer und auch komplizierter. Dafür gibt es aber das vollständiger Regelwerk (alle Bände!) kostenlos im Netz! Die OGl macht es möglich...


    Wenn ihr es eher regelleicht haben wollt, seid ihr mit D&D 5e deutlich besser bedient als mit Pathfinder. Wenn ihr hingegen eher a komplexe Regeln und Optionen steht, ist Pathfinder für euch das richtige System.

  • Da würde ich fast allen deinen Punkten widersprechen, aber a) scheint das zu nix zu führen und b) back to Topic.


    In einem Punkt sind wir uns einig, es gibt Möglichkeiten in beide Systeme reinzuschauen und das richtige für dich und deine Spieler zu finden.


    Ich möchte noch anmerken, dass PF nicht einfach nur komplexer ist, sondern auch zu seinem Setting steht (mit einer ordentlichen Weltenbeschreibung) und zum anderen auch Kaufkampagnen zu Ende führt.

  • Da würde ich fast allen deinen Punkten widersprechen

    Sorry, aber leider liegst Du bei den ersten beiden Punkten falsch. Über den letzten kann man sich streiten.

    Du glaubst wirklich, dass der Erfolg von PF1 nichts damit zu tun hat, dass es sich um ein leichtüberarbeitetes D&D v3.5 handelt? Was ist Deiner Meinung nach der Grund, weshalb Pathfinder schon vom ersten Moment an, so erfolgreich war?

    Du glaubst wirklich, dass kleinere Verlag es sich leisten können zu experimentieren? Nenne mir mal ein Rollenspiel eines kleineren Verlags, dessen Regelwerk sich bei wirklich jeder Regeleditionen so stark verändert hat, wie es bei D&D und Pathfinder der Fall war. Außer bei Lizenz-Rollenspielen (wie z.B. Star Wars, Star Trek, Herr der Ringe usw.) kenne ich nur zwei: Traveller* und MechWarrior**. Aber 99% der Rollenspielentwickler setzen eher auf Evolution statt Revolution.


    * Und zwar seit Traveller: the New Era. GDW wollte damals alle seine Rollenspiele auf das gleiche Regelgrundgerüst bringen. Seitdem hat jede Traveller-Edition ein vollkommen anderes Regelwerk. Die verschiedenen Lizenz-Versionen sind da nicht berücksichtigt.

    ** FASA und Nachfolger braucht lange bis sie ein vernünftiges Regelwerk für ein BattleTech-Rollenspiel auf die Beine gestellt haben.

    Ich möchte noch anmerken, dass PF nicht einfach nur komplexer ist, sondern auch zu seinem Setting steht (mit einer ordentlichen Weltenbeschreibung) und zum anderen auch Kaufkampagnen zu Ende führt.

    Naja, D&D hat nicht nur ein Setting, und sehr viel Hintergrund-Material aus früheren Editionen, welches fast alles als PDF erhältlich ist.

    Und, was ist das Ende einer Kampagne? Stufe 20? Oder die Erfüllung des letzten Auftrags? Erteres wird selbst bei Pathfinder nicht immer erreicht. Und letzteres ist ebi D&D eigentlich immer der Fall. Ich kenne keine D&D-Kampagne, die nicht zu Ende geführt wurde. Bei allen wurde am Ende das eigentliche Ziel erreicht.

  • Kaskantor:

    Die zweite Hälfte meiner Antwort ist eindeutig IT, auch wenn es eine mit einer Frage verbundene Reaktion auf Deine Antwort war.

  • Ich könnte auf deinen Post antworten, auch ausführlich.

    Ich denke aber, dass es lediglich meine Lebenszeit verschwendet, da deine Meinungen schon recht festgefahren scheinen und es nicht so aussieht, dass ich dich mal für eine andere Denk- oder Sichtweise begeistern kann.

    Da werde ich jetzt lieber einen Earl Grey trinken und mir dabei weiter das PF2 GRW zu Gemüte führen und mich an all den kleinen durchdachten Änderungen erfreuen.


    Das ist jetzt auch das letzte, was ich hier dazu schreiben werden, weil mir langsam der Ton nicht mehr gefällt, der hier angeschlagen wird.

    Nur weil du meinst, dass ich falsch liege, heisst das nicht, dass es auch so ist!


    @ Tank, solltest du dich für DnD5 entscheiden rate ich dir, dir die Einsteigerbox wegen dem echt guten Abenteuer (Minen von Pandelver) anzuschauen, auch wenn du das mit dem richtigen GRW leiten magst.

    Es geht von Stufe 1-5 und gibt dir somit einen gescheiten Einblick ins Spiel. Es ist vielleicht das beste Abenteuer was wir mit der 5e gespielt haben. Falls es PF2 sein sollte, finde ich der Untergang von Peststein auch echt gelungen.


    Eine Sache noch, ihr spielt Shadowrun oder? Dann sollte die Komplexität eigentlich kein Thema sein und nein es ist nicht kompliziert, einfach nur komplex :)