Retcons und Regelmechaniken - wie damit umgehen?

  • @Haselbusch

    Es wird sicher noch was in der Richtung kommen. Aber vielleicht hilft es ja, der Redax eine liebe Mail zu schicken, in der man sich die alten Möglichkeiten wünscht. Vielleicht als Set zusätzlicher Zaubererweiterungen oder als Elfenlied (bin persönlich für letzteres). Nur sollte sowas jemand machen, der die alten Möglichkeiten kennt.

    (Bisher mochte ich den Haselbusch, jetzt nicht mehr so sehr. Hm)


    mal fix die beiden Nachzügler Beiträge noch aus Kleinigkeiten mitgezogen.


    Guter DSA-Djinn also der Haselbusch RAW in DSA5 wirkt 1 Tag, mit erweiterung 1 Woche, mit weiterer Erweiterung 1 Monat. Durch die Tradition Elf und der Tatsache das der Zauber verbreitung Elf besitzt wird das sogar nochmal verdoppelt (diesen Fakt habe ich hier leider noch gar nicht gesehen).

    Also einen B Zauber der 4 AsP kostet (mit SF und Kosten sparen also 1AsP, wir reden Effektiv von einem Zaubertrick) der 2 Monate anhält, ich denke selbst ohne Zauberwerkstatt ist das voll im Rahmen, nach Ende der Wirkungsdauer zerfällt die Pflanze ja nicht sondern unterliegt lediglich nicht mehr dem Willen des Zauberers, Ergo die Pflanze wächst wohl gewöhnlich weiter.

    Ds Elfisches Baumhaus das mal für ein Jahr verlassen wird wächst also um was, ein paar cm in eine nicht vom Elfen vorgesehene Richtung was er jedoch erneut mit lediglich einem 1 AsP anpassen kann.

    Also worüber wird sich hier eigentlich beschwert?

    Baumhäuser? Total möglich, mit Zauberwerkstatt auch über ... Jahre, Jahrzehnte?

    Pfeile? Erweiterung 1 klingt für mich genau danach, jedenfalls für den Pfeilschaft wenn eine Spitze und Federn werden natürlich noch immer benötigt.

    Lebensmittel? Also in Windwebers Zitat aus aLuT wird von diesen direkt nicht gesprochen, lediglich von Früchten und was spricht da jetzt dagegen wenn der Elf einen Apfel essen möchte? Schmecken wird er wohl, nur sättigen wird er nicht denn dafür gibt es ja das Ritual Zaubernahrung.
    Ich würde nur davon Abstand nehmen aus einem einzelnen Zauber ein schweizer Taschenmesser zu machen (Blitz dich find in DSA4.1 für jeden Zauberer in jeder Kampfsituation), daher finde ich es gut wie der Haselbusch aktuell ist, Regeltechnisch eine Kletterhilfe, rollenspieltechnisch Pflanzen beinflussen wie man lustig ist aber halt nicht mehr "ololololol ich kann damit alles aber der Meister hat zu entscheiden wieviel Erschwernis und AsP".

    Aus meiner Sicht also eigentlich die perfekte Lösung wenn man mal die "früher war mehr Konfetti" Brille absetzt.

  • Psiren Danke.

    Und: Danke für den Hinweis auf doppelte WD.

    Einzige Gegenrede: nach der Wirkungsdauer wächst der Baum nicht weiter, er schrumpft momentan wieder auf seinen vor-Zauber-Zustand. Leg Dir das auf Termin, Oilionmel-singt-den-Baum! :idea:

    Ein weiterer Aspekt, den man relativierend anführen kann ist, dass laut ALuT die Häuser oft aus mehreren Pflanzen komponiert werden. Dann sind es aber eben mehrere billige Anwendungen / WD und dem Baumhausbewohner bricht noch immer kein Zacken aus der Krone. Das ist ja bereits eine kann-Bedingung für Liebhaberei, ein einzelner Baum kann die praktischen Bedürfnisse eines Bewohners erfüllen.


    Nachtrag @Windweber

    Aus Licht und Traum (mangels Nachfolger) als noch gültig zu deklarieren, ist ein bisschen sportlich. z.B. ist für alle Neueinsteiger das Buch nur antiquarisch knapp unter 100€ erhältlich. Zudem sind Aussagen aus Werken der vorherigen Edition IMHO immer dann nicht mehr aktuell, wenn aktuellere Werke in Widerspruch stehen. (was hier ja Anstoß zur Diskussion war)

    Bzgl. des Umganges der Waldelfen mit der Natur hast Du natürlich Recht, sie nutzen sie nachhaltig - weniger aber nicht!

    Da war mit mir wohl der 'Baumkuschler' vor den Blick auf das 'Raubtier' im Elfenkleid geraten.

    Ansonsten alles was Psiren sagt, ich sehe auch keine Probleme mit den meisten zitierten Haselbusch-Anwendungen.

    Jetzt im Scriptorium: Die Kinder des 23sten Ingerimm

    Ich habe keine Macken, das sind special effects!

    Edited 6 times, last by E.C.D. ().

  • Bisher gab es doch bei jedem Editionswechsel mehr oder weniger gravierende Auswirkungen auf die Charaktere. Darunter fallen Zauberkosten und Astralvorrat, Fertigkeitswerte, Kampfwerte usw. Nun hat es alle Zauberer erwischt. Früher konnten sich Artefaktmagier aus einer Palette an Sprüchen bedienen, die sie mit dem Arcanovi verwurschtelten. Sie kannten den Reversalis und hatten mächtige Zauberspeicher! Sie hatten (DSA 3) Unmengen an Astralenergie. Dafür müssen sie heute keine Dämonen mehr kontrollieren. Usw, usf...


    Schlüssig kann man Regelveränderungen durch einen Editionswechsel nie mit ingame Ereignissen erklären. Sternenfall und Tralala, das wirkt immer hingebogen und zusammengereimt, also lieber gleich Erklärungsversuche lassen. Die Karten wurden neu gemischt und fertig. Neues Spiel neues Glück.


    Frag nicht warum mein Magier nur noch die Hälfte seiner Zauber kann. Jede Erklärung wäre lächerlich. Am besten neuen Charakter spielen und nicht konvertieren (das ging eigentlich nur halbwegs bei 2 auf 3).

  • Aus Licht und Traum (mangels Nachfolger) als noch gültig zu deklarieren, ist ein bisschen sportlich. z.B. ist für alle Neueinsteiger das Buch nur antiquarisch knapp unter 100€ erhältlich.

    Solange ein Quellenbuch nicht durch ein neueres ersetzt wurde, ist es noch gültig, selbst wenn das Buch schon lange nicht mehr erhältlich ist.

    Zudem sind Aussagen aus Werken der vorherigen Edition IMHO immer dann nicht mehr aktuell, wenn aktuellere Werke in Widerspruch stehen.

    Ganz so einfach ist das nun wirklich nicht. Wenn man nur Regeln betrachtet hast Du recht, neue Regeln ersetzen alte vollständig, selbst wenn in der neuen Regeledition bestimmte Regeln fehlen, die die alte aber hatte. Wenn man nur den Hintergrund betrachtet auch, neue Beschreibungen ersetzen alte. Aber anders als bei den Regeln bleiben hier die alten Beschreibungen solange gültig, bis neue Beschreibungen sie ersetzen. Somit ist der größte Teil der DSA4-Quellenbücher vom Hintergrund noch gültig, weil es noch keinen Ersatz dafür auf DSA5-Basis gibt.

  • Ganz so einfach ist das nun wirklich nicht. Wenn man nur Regeln betrachtet hast Du recht, neue Regeln ersetzen alte vollständig, selbst wenn in der neuen Regeledition bestimmte Regeln fehlen, die die alte aber hatte. Wenn man nur den Hintergrund betrachtet auch, neue Beschreibungen ersetzen alte. Aber anders als bei den Regeln bleiben hier die alten Beschreibungen solange gültig, bis neue Beschreibungen sie ersetzen. Somit ist der größte Teil der DSA4-Quellenbücher vom Hintergrund noch gültig, weil es noch keinen Ersatz dafür auf DSA5-Basis gibt.

    Es gibt aber Wechselwirkungen zwischen Regeln und Beschreibungen. Also eine Regel gibt vor was ein Charakter kann. Bisher fehlt der Reversalis, gibt es den noch, gab es den einmal, alles unklar. Letztes Jahr ein Reversalis Experiment gemacht, heute nicht mehr reproduzierbar. Bei Hesinde , die arme aventurische Forschung! Das beißt sich extrem. Daher sage ich am besten Edition von Edition trennen und nicht mit der gleichen Gruppe eine neue Edition starten.

  • Es gibt aber Wechselwirkungen zwischen Regeln und Beschreibungen. Also eine Regel gibt vor was ein Charakter kann. Bisher fehlt der Reversalis, gibt es den noch, gab es den einmal, alles unklar. Letztes Jahr ein Reversalis Experiment gemacht, heute nicht mehr reproduzierbar. Bei Hesinde , die arme aventurische Forschung! Das beißt sich extrem. Daher sage ich am besten Edition von Edition trennen und nicht mit der gleichen Gruppe eine neue Edition starten.

    Das mag sicher helfen, aber den Reversalis gibt es trotzdem noch in Aventurien. Nur weil dafür noch keine Regeln existieren, ist der Zauber nicht vom Erdboden verschluckt. Genauso ist es bei vielen anderen Bereichen der Artefaktzauberei, wozu auch noch ein Band erscheinen soll.


    Man muss mMn Aventurien von DSA trennen. Klingt erstmal komisch, ich weiß. Für mich ist Aventurien die Spielwelt und DSA ein Regelpaket, um die Welt am Spieltisch simulieren zu können. Die Regeln von DSA sind dabei natürlich auf den aventurischen Kontinent zugeschnitten, aber es gibt sicherlich auch andere Regelsysteme, die den Kontinent gut ablichten können. Mit den DSA-Regeln sollte das aber i. A. am besten gehen, da sie für Aventurien erfunden wurden.

    Im Falle des Haselbusch wurde nun schon mehrmals gezeigt, dass eflische Baumhäuser immer noch generell möglich sind, nur mit gewissen Einschränkungen. Nun könnte man meinen, dass der Haselbusch aus 5 die elfischen Baumhäuser schlecht simuliert. Dazu kommt aber das Problem Realismus vs Spielbalance. Die Spieler am Tisch möchten wahrscheinlich ein faires Spielerlebnis, dazu kann es nötig sein, die Welt mit dem Regelsystem zu verzerren. Diese Verzerrung geschieht aber eigentlich immer, nur mal mehr und mal weniger. Ein Regelsystem kann niemals eine vollständige Welt simulieren. Dazu ist es ja auch da, um die komplexe Spielwelt zu vereinfachen, sodass sie bespielbar ist.

    Ich sehe kein großes Problem im neuen Haselbusch. Wenn es einen wirklich stört, kann man da sicherlich mit wenig Aufwand hausregeln und diesen Teil der Spielwelt für seine eigenen Bedürfnisse anders darstellen.

  • Vielleicht sollten wir uns endlich von dem Gedanken verabschieden, dass die Spielregeln zugleich die ganze Welt modellieren sollen. Es sind Spielregeln. Sie sollen ein Spiel strukturieren. In unserem Fall heißt das Spiel "Das Schwarze Auge" und dreht sich um Held_innen, die Abenteuer erleben. Im Setting mag noch eine ganze Menge anderes Zeug passieren, aber das fällt außerhalb der Zuständigkeit der Regeln. Und zwar auch dann, wenn es mittelbar die Abenteuer der SC beeinflusst. Schlösser oder Fallen würden z.B. nicht einfach verschwinden, wenn man "Mechanik" von der Talentliste streichen würde. Es würde einfach nur heißen, dass das Anfertigen von Schlössern oder Fallen nicht mehr in das Spiel fallen würde (das Knacken/Entschärfen allerdings sehr wohl!). Man könnte die SF "Deichbau" entfernen, ohne dass Nostria plötzlich ein Raub der Wogen würde. Analoges gilt für Zauber.

    Dass man einige Spieler_innencharaktere nicht einfach von einer Edition in die andere "importieren" kann? Geschenkt. Aber ist das wirklich so schlimm?

  • weltanschauer

    Dies funktioniert aber nur, wenn man von dem Grundsatz verabschiedet, dass für SCs und NSCs die gleichen Regeln zu gelten haben.

  • Dies funktioniert aber nur, wenn man von dem Grundsatz verabschiedet, dass für SCs und NSCs die gleichen Regeln zu gelten haben.

    Diesen Grundsatz gibt es nicht, gab es nie und wird es nie geben. Es gibt den Grundsatz, dass Konflikte zwischen SC und NSC nach Regeln abgewickelt werden müssen (das wäre ansonsten auch unfair). Aber dass man alles NSC-Handeln - auch im Hintergrund - mit den Spielregeln simulieren muss, war nie ein Grundsatz. Damit würde man sich nur verrückt machen. Umgekehrt gibt es auch keinen Grund, alle Handlungsmöglichkeiten von NSC auch über Regelmechaniken für SC verfügbar zu machen. Weil DSA nämlich ein Spiel ist, in dem Held_innen Abenteuer erleben.

  • Nur weil dafür noch keine Regeln existieren, ist der Zauber nicht vom Erdboden verschluckt.

    Es könnte aber sein, dass es ihn nicht zukünftig nicht mehr gibt. So wie auch Orte in RSH verschwunden sind, in deren früheren Gegenstücken sie noch erwähnt wurden. Oder als es von DSA 3 auf 4 mehr Liturgien und Zauber gab als vorher, aber diese inneraventurisch nicht plötzlich aufploppten, sondern doch schon länger da sein sollten. Oder als es plötzlich Tierkrieger gab, die es vorher auch nicht gab.

    Mit jeder Edition kam und ging etwas OT, was inneraventurisch aber nicht genauso kam und ging.

    Das gab auch durchaus Probleme für einzelne AB, in denen etwas geschehen konnte, gegen das man damals inneraventurisch kein Mittel kannte, aber in späteren Editionen schon, weil in späteren Editionen vielfältigere und größere Möglichkeiten in Sachen Magie und Karma ergänzt worden waren.

  • Ok, um mich nochmal zu Wort zu melden: Ich wollte eigentlich mit meiner aus reiner Neugier gestellten kleinen Frage (die zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet wurde) gar keine Grundsatdiskussion losstoßen. Ich wollte nicht sagen, dass "DSA5 doof ist, weil es Zauber kastriert" (gerade als DSA4.1-Spieler kann ich die Entscheidung, da etwas zurechtzustutzen gut verstehen, phasenweise hatten wir nur Vollzauberer in der Gruppe). Ich wollte auch nicht unterstellen, dass die Regelschreiber keine Ahnung von der Welt hätten, die sie in Regeln fassen. Ich wollte einfach nur wissen, wie DSA5 mit den fancy Waldelfenhäusern umgeht und das wurde zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet (es geht grundsätzlich schon mit dem Haselbusch, aber vielleicht kommt auch noch was Besseres, ist halt alles noch etwas im Entstehungsprozess). Vielen Dank für eure Mühe, mir das zu erklären, obwohl ich wahrscheinlich nie DSA5 spielen werde. Ich bin in keiner DSA5-feindlichen Partei (mir fehlt auch schlicht die Datengrundlage, um eine differenzierte und fundierte Meinung zu DSA5 zu bilden) und will es nicht schlecht machen. Oder auch nur einen Versionenstreit provozieren (eigebtlich hätte ich ahnen müssen, dass das so endet.^^).

    Da meine Frage ausführlich und zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwotet ist und ich zu der Diskussion nichts beizutragen habe (sorry für die Zitate aus ALuT, irgendwie ist die "Baumkuschler-Unterstellung" über Elfen für mich immer noch ein rotes Tuch... (Firnelfen haben eine spezielle Waffe, um Robbenbabys zu töten, verdammt! Ruhig, Windweber, beim Thema bleiben:D) Das hätte ich einfach stehen lassen sollen. Darum steige ich jetzt hier aus, was freilich auf gar keinen Fall heißt, dass Diskussionsbedarf nicht weiter besprochen werden kann. Und wer eine Diskussion zum Thema "Elfen - Raubtiere oder Baumkuschler" führen will, der macht am besten gleich einen Thread auf, denn da bin ich sicher wieder dabei und das wird keine schnell geklärte Kleinigkeit.;)

  • Dies funktioniert aber nur, wenn man von dem Grundsatz verabschiedet, dass für SCs und NSCs die gleichen Regeln zu gelten haben.

    Diesen Grundsatz gibt es nicht, gab es nie und wird es nie geben. Es gibt den Grundsatz, dass Konflikte zwischen SC und NSC nach Regeln abgewickelt werden müssen (das wäre ansonsten auch unfair). Aber dass man alles NSC-Handeln - auch im Hintergrund - mit den Spielregeln simulieren muss, war nie ein Grundsatz. Damit würde man sich nur verrückt machen. Umgekehrt gibt es auch keinen Grund, alle Handlungsmöglichkeiten von NSC auch über Regelmechaniken für SC verfügbar zu machen. Weil DSA nämlich ein Spiel ist, in dem Held_innen Abenteuer erleben.

    Wenn ich mich recht entsinne waren bei DSA 3 und 4, wenn man die an 2 Händen abzählbaren verhüllten Meister mal abzieht mit ihrer Freizauberei, alle Chars und ihre Möglichkeiten nach Regelwerk entwickelt! Ich kann mich hier durchaus täuschen. (und ich glaube selbst Freizauberei wurde irgendwo verregelt)


    Und das ist auch mit der Regel gemeint das für SC und NSC die gleichen Regeln zu gelten haben. Wenn der NSCs mit Mut 10 plötzlich Fähigkeiten können die Mut 11 als Voraussetzung haben dann passt da etwas nicht.

    Das hat nichts damit zu tun das ALLES mit Spielregeln simuliert sein muss. Es sagt nur aus das alle die GLEICHEN Spielregeln haben sollten.

    Und das wiederum sorgte beim Umschwung von DSA 4.1 zu 5 für Probleme denn das Powerlevel wurde massiv gesenkt. (was ich i.O. finde)

    Aber dadurch sind wirklich mächtige Meisterpersonen nicht mehr sinnvoll durch die Regeln abbildbar. Oder sind alternativ einfach deutlich weniger mächtig als früher

    was dann zu einem gewissen Bruch mit dem Background führt.:)


    Auch hier wieder hinzugefügt ich mag DSA 4.1 und auch DSA 5 sehr gerne! Dies ist keine Systemkritik sondern nur meine Meinung zu den Änderungen und den "Problemchen" die durch die Änderungen herbeigeführt worden sind.

    Im übrigen bin ich der Meinung das wir ein zweites Aventurisches Elementarium benötigen... :)


    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • weltanschauer

    Sorry, aber viele Rollenspiele haben diesen Ansatz, der er bedeutet eigentlich nichts anderes, dass NSCs nach den gleichen Regeln erschaffen werden wie SCs. Das bedeutet aber auch, dass alles, was NSCs können, SCs eigentlich auch lernen könnten. Es gibt nichts, was nur NSCs vorbehalten ist. Deshalb wurden ja schon zu DSA2-Zeiten Zauber beschrieben, die überhaupt nicht in die Hände von SCs gehören.

  • Da jemand den "geniale" Sternenfall angesprochen hat - Wann war dieser? Um 1038 BF.

    Was passierte da - die Splitterdämmerung (DSA4-Ende, mit u.a. ein Versprech(er) später die DSA5-Reglen nachzureichen)) - und etwas später die Theaterritter-Kampange (DSA5). Einen Retcon später über eine Kampange auszukippen - und die Splitterdämmerung zu ignoriern - so etwas extremes gab es bisher nicht bei DSA. Und Zauberbarden gab es immer schon in Albernia - ja, toll, nur dann wäre die Geschichte dort wesentlcih anders verlaufen.

    Nix gegen Retcons, die ältere "Fehler" korrigieren, aber so sollte dies nciht gemacht werden.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz weshalb diese Regeländerungen für viele so eine große Rolle spielen. Wer will kann da für manches halt den Sternenfall als Erklärung nehmen, wem das zu blöde ist für den war es halt schon immer so. Gerade in balancetechnischer Hinsicht ist DSA4 einfach nur Unterirdisch, und will man das in einer neuen Edition gerade rücken musste da zwangläufig viel geändert werden. Wo gehobelt wird fallen halt auch ein paar Spähne...


    In DSA4 funktionieren viele High End Regeln auch nicht konform mit dem Fluff. Was bringt es groß theoretische Möglichkeiten für alle NPC Fähigkeiten zu erstellen, wenn man sie dann eh wieder über Traditionen und Verfügbarkeit einkassiert weil sie nicht funktionieren wenn die Spieler sie voll nutzen könnten. Mir ist es da lieber wenn sich die Autoren bei den Regeln auf das spielerisch Relevante konzentrieren.


    Nicht falsch verstehen, ich möchte hier keine DSA4 vs 5 Diskussion anzetteln. Ich spiele selber 4.1 und mag es sehr gerne (auch wenn mich manches ärgert), aber die Regeln ermöglichen hier auch vieles was der Fluff nicht wieder spiegelt.

  • Wenn der Sterenfall eine einmalige Himmelserscheinung gewesen wäre, der irgendwie AE und KE veränderte, schön. Aber da dieser den Sternenhimmel dauerhaft verändert - und während der Kiregs gegen Haffax nicht nur das Stenrbild Schwert einen Stern einbüßt, sondern als nächstes Perricum überfallen, das Schwert der Schwerter sich opfert - und wenig Jahre später ein Unglück Arivor verwüstet - zusätzlcih zum Blutzoll der Rondrakrieger gegen die Heptarchen - liegt der Rondrakult am Boden ... theoretisch. Reaktionen in Aventurien lassen seit 1040 BF auf sich warten.

    Bei Borbarads Rückkehr kamen alte Zauber, Wunder etc. wieder in Erinnerung - Tobrien wurde überfallen, etc. Dies wurde genutzt um Magie (CS) und Wunder (KKO) zu überarbeiten - im Schatten langjähriger Veränderungen.

    Schlechter war als historisch (irdisch nachträglich) die Gilden eingeführt wurden, demnach Weißmagier keine Dämonen beschwören - was Rohezal und Galotta aber in Abenteuern taten ... aber dies hatte sonst keine Auswirkungen auf irgendeinen Hintergrund.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Retcons waren aber nicht immer in innerweltliche Begebenheiten eingebunden worden. Die Boronis haben auch plötzlich rückwirkend noch nie Untote beschworen (was blieb, war, dass in Havena der Boronsanger separat liegt und Boron von den Havenermn gefürchtet wird), oder Tierkrieger waren auch schon immer da gewesen. Irgendwelche Begebenheiten kamen und gingen (durchaus auch unbemerkt).

    EDIT: Auch Personen haben ihr Aussehen schon mal unterwegs geändert, man vergleiche etwa Cuano ui Bennain in Beschreibung und Bild im alten Havena-Band "Seuche an Bord" mit seinen heutigen Beschreibung und Bild.)


    Es ist natürlich schön, wenn ein Charakter durch einen Editionswechsel mehr kann und hat, und schade, wenn er dadurch regeltechnisch weniger kann.

    Aber Änderungen sind eigentlich unvermeidlich, und sie alle innerweltlich zu erklären dürfte auch ein Unding sein.


    Inwieweit sie Retcons nötig und sinnvoll sind, ist natürlich eine Frage der eigenen, individuellen Vorlieben und Präferenzen (ich finde es ja auch unverzeihbar, was sie in der 2. Edition aus von 7te See (völlig unnnötigerweise, in meinen Augen) mit El Vago gemacht haben, aber das ist halt schlicht Geschmackssache).

  • Fast alles was die Spielwelt betrfitt von DSA1 wurde zu DSA2 überarbeitet - und von D&D-Echos (u.a. Klerikerzauber) bereinigt. Uangewtastet blieb die grobe Geschichtsbeschreibung und regionales - selbiges gitl für viele Ergänzungen im Boten (u.a. Herkunft des NL, etc.).

    DSA1 war sozusagen der Experimentbaukasten - u.a. mit Aliens und Weltentoren. ^^

    Das nachträglich umzuschreiben war mM sinnvoll.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Die von zakkarus beschriebene Entwicklung fand aber schon zu DSA1-Zeiten statt, war also nicht an den Editionswechsel gebunden.