Manifesto, Minima, Feenstaub, Objektsegen und Geisteressenz

  • Rege Kaperung im Kleinigkeiten Thread hat mich dazu angeregt, diesen Thread aufzumachen, um das Ganze auszulagern.


    Generell stoßen sich die Geister daran, dass diese Zauber keinen Nutzen haben, außer ein Zauber auf Stufe 10 zu bieten, der zur Merkmalskenntnis hinzuzählt.

    Die Zauber scheinen für einige sonst keinen nutzen zu haben.


    Berechtigt wird erwähnt, dass manche dieser Zauber "zufällig" etwas beschwören.


    Dies ist ein Thread zur allgemeinen Diskussion, ich möchte aber auch einen eigenen Vorschlag einbringen:


    Gemäß der Idee von DSA5:

    Wenn etwas zufälliges Beschworen wird und es demnach eigentlich keine tatsächliche Auswirkung auf die Spielwelt hat, macht den Zauber zu einem Zaubertrick. Dafür sind sie da.

    Wenn ihr etwas tiefer in das Zauberkästchen greifen wollt, macht den Zauber gleichzeitig zu einem Zaubertrick und zu einem Zauberspruch.


    • Für 1AsP kann eine QS0 (sehr wenig) Menge beschworen werden (Zaubertrick).
    • Für 4AsP kann eine größere Menge gezielt beschworen werden (also nicht zufällig), die auch regeltechnische relevanz hat.

    Regeltechnische Relevanz?

    • Manifesto kann ein wenig Wasser herbeirufen (trinken), Feuer (anzünden), ein passender Türstoppstein, eine wenig Luft unter Wasser (das wäre vermutlich erschwert oder auch ein kühles Eis bei einer Beule. Natürlich kann man auch eine kleine Menge Humus herbeizaubern, was sicherlich auch seinen Nutzen finden kann.
    • Feenstaub kann Feenstaub (macht Dinge vorübergehend leichter?), silberne Flüssigkeit hat vielleicht minimal regenerative Kräfte? Who knows...
    • Geisteressenz kann mindestens zum Einschüchtern verwendet werden, aber auch Wachen ablenken usw. usf.
    • Invocatio minima kann Säure beschwören und damit Fesselseile lösen (ein bisschen Risikoreich...) oder schwefelige Dämpfe (Husten auslösend?), Flüssiges Feuer ist natürlich definitiv auch nicht uninteressant. Sicherlich lassen sich bei hohen QS und/oder erschwert auch Unmetalle beschwören. Natürlich kann er dabei auch aussuchen, welches Unmetall.

    Generell würde ich die Effekte relativ permanent lassen, denn die Dinge werden beschworen und nicht weniger. Klar, manche Dinge verflüssigen sich, andere aber nicht.


    Ähnliches lässt sich auch für andere Konzepte weiterdenken: Beispiel Objektsegen

    • Wird er für Fluff und Rollenspiel verwendet und soll keine schädliche Wirkung gegen Dämonen tragen, so ist er eine Segnung (die 13. oO; ein Glück, dass ich Informatiker bin und die 0 noch frei ist. Also die 0. Segnung :D )
    • Soll er relevante Wirkung zeigen, so sollte er tatsächlich Wirkung zeigen und zwar gemessen an den investierten KaP und AP. Zurecht wurde angemerkt, dass B zu teuer für einen solchen Fluff-Zauber ist. Die Gegenmaßnahme: A Zauber und zusätzliche Wirkung, dass mit einem gesegnetem Gegenstand der nächste Patzer keiner ist (innerhalb der Wirkungsdauer). Dadurch wird auch ein fehlplatziertes Saatkorn nicht die restliche Saat vernichten und der gesegnete Schmiedehammer nicht den Daumen des unvorsichtigen Schmiedes treffen. (natürlich sind andere vergleichbare Effekte ebenso akzeptabel; hier würde ich annehmen, dass der Geweihte zwar weiß, dass sein segen behütet, aber nicht was er genau macht.)
  • Packe aus balacing Gründen zu den Zaubern bitte noch den Objektsegen (B! Liturgie) dazu.


    Ich stimme dir in allen Punkten zu! Darüber hinaus sollte der Beschwörer beim Invocatio mnima festlegen können, welches Unelement er herbeirufen möchte.

  • Natan

    Changed the title of the thread from “Manifesto, Minima, Feenstaub und Geisteressenz” to “Manifesto, Minima, Feenstaub, Objektsegen und Geisteressenz”.
  • Ich wäre schon zufrieden, wenn die Ergebnisse nicht mehr zufällig sind, sondern sich aussuchen kann, was man da jetzt herbeiruft. Für Steigerung nach A und 4 AsP erwarte ich da natürlich keine Wunderdinge, aber eben nützliche kleine Helferlein, die über einen Zaubertrick hinausgehen.

  • Es kommt jetzt darauf an, wie man das Wort genau auslegt.


    Quote

    Meist handelt es sich um Schleim, Säure, schweflige Dämpfe oder flüssiges Feuer. Das genaue Ergebnis der Beschwörung lässt sich nicht beeinflussen.

    Das musst nicht zufällig bedeuten. Es ist genauso möglich, dass man z.B. schon Säure wählen kann, aber wie diese dann tatsächlich erscheint oder welchen nutzen es hat ist damit nicht garantiert.


    Auch wenn es bei dem Zauber nicht dabei steht kann man das dann gut über die QS abhanden.

    Und somit ernannte der Namenlose:

    Kha

    Also nehme den Namen und Titel Forenkha an und walte deines Amtes 😜

  • Kha Leider steht da nichts von auswählen, beim Manifesto hingegen schon.


    Zitat: Es manifestiert sich eine Handvoll eines bestimmten Elements nach Wahl des Zaubernden.

  • Da steht aber auch nicht, dass man nicht wählen darf, sondern nur, dass sich das genaue Ergebnis nicht beeinflussen lässt. RAI ist es also ohne Widerspruch möglich den Invocatio genauso zu regeln wie den Manifesto. Man wählt zwar was man "grob" haben will. Die genaue Ausprägung ist dann aber "zufällig".

    Und somit ernannte der Namenlose:

    Kha

    Also nehme den Namen und Titel Forenkha an und walte deines Amtes 😜

  • Salvete Sodales!


    Zum Punkt Manifesto versus Invocatio Minima: Ich habe das so aufgefasst, dass beim Invocatio durch die chaotische Natur der 7. Spähre zufälliges Material entsteht und durch die ordnende 2. Sphäre, die den elementaren Mächten zu Grunde liegen mehr Zuverlässigkeit entsteht.

    Also etwas analog dazu, dass beim Invocatio Ritual ja im Gegensatz zum Dschinnenruf die chaotische Komponente irgendwie mit verregelt würde.

    Ob jetzt gelungen sei mal dahingestellt, aber so hatte es sich mir erschlossen.


    Ansonsten finde ich den Minima schon stimmungsvoll z.b. in einem RP Forschungssetting, wo Magier versuchen mit den Substanzen alchimische "Innovationen" zu produzieren.<X:evil:

    "Pertinatia sapientiaque ad cognitionem cursus sunt."

  • Ich sehe das auch durch das Chaos der Niederhöllen schlüssig begründet. Aber als Zaubererweiterung, man kennt sich nun besser mit der 7ten Sphäre aus, wäre eine gezielte Beschwörung möglich. Es kommt ja bei den höheren Invocatios auch der gewünschte Dämon. Als Hausregel könnte ich mir das durchaus vorstellen.

  • Es ging mir primär darum für alle, die den Zauber in der gängigen Auslegung unnütz finden, den Zauber etwas aufzuwerten, indem ich ihn im Rahmen des geschriebenen etwas großzügiger auslege. Man kann sicherlich gleich auch immer alles Hausregeln was einem nicht gefällt, aber die meisten Regeln sind so ungenau formuliert, dass man sie einfach etwas anders auslegen kann.


    Der Manifesto kostet gleich viel AP und AsP, daher wäre es der minimalste Eingriff ins Spiel und würde sogar dem gängigen DSA5 System der Vereinheitlichung folgen.


    Auch wenn das jetzt schon wieder halb in Richtung Hausregel abdriftet, aber so ein Zauber hat ja auch QS. Je mehr QS umso besser ist der Zauber gelungen. Oder in diesem Fall umso näher liegt das Ergebnis des Zaubers an dem was ich erreichen wollte. Wenn man also gern Säure hätte und z.B. QS4 erreicht sollte es auch Säure sein. Bei QS 1 ist es dann vielleicht nur ein stinkender saurer Schleim.

    Und somit ernannte der Namenlose:

    Kha

    Also nehme den Namen und Titel Forenkha an und walte deines Amtes 😜

  • Also ich finde auch dass zumindest beim Invocatio Minima der Zufall schon seinen Sinn hat. Sollte ich mal einen Spieler haben der das kann würde ich mir auch bestimmt mehr Gedanken dazu machen. Aktuell sehe ich aber auch nicht dass er unnütz ist. Beispiel Säure, auch wenn ich nicht entscheiden kann das Säure auftaucht, Säure kann man ja im Reagenzglas aufheben und für Gifte oder andere Sachen später verwenden. Schleim kann auch ganz interessante zufällige Eigenschaften haben, wie wäre es mit einer extremen Klebwirkung, oder es ist besonders ölig und kann als Schmiere verwendet werden. Die Dämpfe könnten Atemschwierigkeiten auslösen, die Augen reizen, die Stimme piepsig klingen lassen oder so können alchemisch verflüssigt werden um wieder gänzlich andere Eigenschaften hervorzubringen. Flüssiges Feuer ist auch eine praktische Substanz, ein Feuer im Fläschchen? Das ist auch für den wohlhabenden Reisenden sicher ein nettes Gimmick, er muss ja nicht wissen dass es aus der Hölle stammt. Und wenn es flüssiges Feuer gibt dann gibt es sicher auch feste Luft! So ein dichtes aber ultraleichtes Material mit dem man sicher auch interessante Dinge anstellen kann. Also rein Fluff technisch sehe ich da sehr viele Möglichkeiten wie man als Dämonologe den Invocatio Minima für die Forschung, als Paraphernalien oder andere Dinge nutzen kann.


    Ich würde einem Beschwörer, falls ich mal einen habe, hierfür eine Tabelle erstellen. Und mit zusätzlichen Erweiterungen kann er dann auch gerne einzelne Varianten die er schon mal beschworen hat wieder gezielt beschwören, aber er wird nie alle Substanzen die in der Niederhölle vorkommen können kennen.


    Die Tabelle würde ich etwa so gestalten damit es auch etwas chaotisch bleibt. Bei Anwendung des Zaubers werden 3w6 gewürfelt, der erste steht für den Aggregatzustand (1 - Gasförmig; 2 - Flüssig; 3 - Dickflüssig; 4 - Schleimig; 5 - Geleeartig; 6 - Fest), der zweite für eine (un)elementare Zuordnung (1 - Luft; 2 - Feuer; 3 - Humus; 4 - Wasser; 5 - Eis; 6 - Erz) der dritte Würfel steht für die Potenz von 1 (harmlos) bis 6 ("tödlich"). Die Elementaren Zuordnungen haben dabei nicht zwangsläufig mit den Eigenschaften der Substanzen zu tun sondern dienen eher dazu die Substanz und ihre Wirkung zu beschreiben. Luft steht dabei z.B. für Leichtigkeit und Flüchtigkeit. Feuer für Schärfe, Feuer und Zerstörung. Humus für den Kreislauf von Leben und Tod und organisches, in der 7. Sphäre sind das Krankheitserreger, Nervengifte oder Lustrauschverursachende Substanzen. Wasser steht neben Unwasser für Wandelbarkeit und Wahnsinn. Eis steht, neben den allgemeinen Eigenschaften des Eises auch für Starre, Tod und Dunkelheit. Erz steht dabei für Sachen wie Unbeweglichkeit, Stärke und Masse.


    Ein "(Un)Luftgas" wäre demnach ein Gas leichter als Luft (etwa Helium) dass die Stimme piepsig machen kann oder bei hoher Potenz auch wie Lachgas betäubend und halluzinogen wirkt. Ein "Unfeuergas" ist sehr leicht entzündbar und kann kann Augen und Atemwege reizen. Ein "Unhumusgas" stink bestialisch so dass man je nach Potenz eine erschwerte Selbstbeherrschungsprobe ablegen muss um sich nicht zu übergeben, bei Potenz 5 und 6 ist es außerdem Krankheitserreger. Ein "Unerzgas" wiederrum ist immer giftig und tödlich und kann je nach Potenz relativ schnell zum Erstickungstod führen, während "Uneisgase" eine lähmend, paralysierende Wirkung hat. Eine Flüssigkeit mit der Ausprägung Luft fällt nach oben weil sie leichter als Luft ist. Flüssiges Feuer ist klar, die Potenz gibt das Hitzepotential vor. Flüssigkeit und Unhumus ergibt ein Nervengift, Flüssig und Wasser ist einfach charyptides Unwasser, flüssiges Eis ist ebenfalls klar und kann je nach Potenz sogar eine Revolution in der Kühltechnik darstellen. Flüssiges Erz ist eine Quecksilberartige Substanz nur gänzlich ohne den Glanz und die Oberflächsenpannung des Quecksilbers, es ist einfach eine dunkelgraue Flüssigkeit die sehr schwer ist und bei hoher Potenz auch extrem giftig. Dickflüssiges Feuer ist in einer schwachen Potenz eine Art scharfe Soße, bei hoher Potenz dickflüssiges Feuer eben. Bei Schleimigen Substanzen würde ich die Ausprägung Erz als Klebstoff auslegen, Luft als Ölige Schmiere, bei der Ausprägung Feuer kann es je nach Potenz starke Reizungen der Haut hervorrufen und bei Humus stammt die Substanz aus der Domäne Belkelels und verursacht je nach Potenz unnatürliche Brünstigkeit. Eine Geleeartige Substanz der Zuordnung Wasser könnte ein sich ständig chaotisch wandelnder Blob sein, und bei der Zuordnung Eis handelt es sich um reine Dunkelheit, die Oberfläche absorbiert 100% des Lichts so dass die Substanz kein Licht reflektiert und deshalb wie ein 2 Dimensionaler Fleck im Blickfeld wirkt der seine Umgebung aufzusaugen scheint. Feste Luft wäre an sich auch schon interessant und eine feste Substanz mit der Zuordnung Feuer explodiert vielleicht einfach an einem unbestimmten punkt während eine feste Substanz der Zuordnung Eis einfach nur niederhöllisches Uneis ist.


    Jetzt habe ich die Hausregel tatsächlich fast fertig obwohl ich sie nicht brauche :D


    Bei Feenstaub würde ich die Ergebnisse ebenso zufällig, aber vielleicht weniger gefährlich und abartig machen.


    Bei Geisteressenzen würd eich noch am ehesten den Spieler entscheiden lassen was er bekommt, wobei ich beim besten will nicht wüsste was genau damit alles beschwört werden könnte.

  • Ich reanimiere hier mal.

    Auch die Merkmalszuordnung erscheint mir unsinnig. Warum zählt der Geisteressenz als Elementar? Die fortführenden Rituale zählen auch als Sphärenzauber. Ist da mal was von der Redax gekommen bezüglich Fehlzuordnung, oder ist das so gedacht? Möchte man Geister- und Elementarbeschwörern dadurch die Merkmalskenntnis erschweren?