Diskussion zu Elementarmagiern (Beschwörer)

  • Der Caldofrigo hält QS x 2 min, den Dschinn zu rufen mindestens 4 h. Würde ich nicht gestatten.

    Ich hab das nie so verstanden dass der Beschwörer 4 Stunden im Kreis tanzen muss und Kumbaya singen muss sondern dass die 4 Stunden, wie es auch im GRW steht, die Vorbereitung und andere für die Beschwölrung notwendigen Handlungen beinhaltet. Daher hätte ich kein Problem meinem Spieler zuzgestehen irgendwo zwischen drin einen Caldofrigo einzubauen, der dauert ja auch nur 5 Minuten. Und selbst wenn die kühlende Wirkung nur QS*2 Minuten hält, sogar in der heissen Sonne der Khom dauer es eine Weile bis ein -1000°C kaltes Objekt wieder seine ursprüngliche Temperatur erreicht hat. Wobei ich eine Beschwörung unter der Sonne in der Wüste wohl auch nicht erlauben würde. Aber du würdest Spielern auch keine Dienste zugestehen die ihnen regeltechnisch zustehen, daher haben wir vermutlich grundlegend unterschiedliche Spielphilosophien.


    Opfer für einen Humusdschinn? Der wäre wohl ganz schön sauer darüber.

    Tja dann ist es wohl ziemlich dumm von ihm dass er Humus braucht um sich zu Manifestieren, denn egal aus was er das tut, das Lebewesen ist danach wenn nicht schon davor 100% Tod. Oder kann man einen Humusdschinn auch ein lebendes Tier besetzen lassen? Wär sicher auch lustig.


    Es steht leider nirgens was ein Dschinn kann (bzw. zu ws er bereit ist) und was nicht.

    Doch. GRW S. 262 ist beschrieben wozu sie bereit sind. Und im GRW S. 359 sind die Werte des Feuerdschinns und in AMIII die der anderen 5.


    Aber es steht z.B. Humusdchinne kämpfen sehr ungern. Nach meinem Verständnis kämpfen und gar töten sie nur um dadurch mehr Leben zu erhalten. Regeltechnisch wird er gezwungen - das war totaler Mist und unüberlegte Regelgleichmacherei mit der Dämonenbeschwörung.

    Ob du das totaler Mist findest oder unüberlegt ist egal, es ist regeltechnisch möglich. Die Diskussion gab es schon in einem anderen Thread aber ich persönliche finde es besser so als dass man ein Humus Elementar irgendwie dazu überreden könnte gegen seinen Willen zu kämpfen, das fände ich noch größeren Mist.

  • Ob Dschinne OP sind, ist schwierig zu sagen, aber stark sind sie allemal. So stark, dass sie dem Kämpfer die Schau stehlen. In unserer Gruppe kam das nicht so gut an, da der Magier einen Nachmittag fleißig Holz sammelte und dann für 4h alleine die Beschwörung vollzogen hat. Diese Spaltung der Gruppe aufgrund eigener Interessen des Magiers (dass der Magier den Dschinn zum Schutz der Gruppe beschwört, wurde leider nicht wahrgenommen) wurde absolut nicht begrüßt, die Gruppe musste auf den Magier warten. Dass die Helden beim Holzsammeln helfen können oder in der Zeit andere nützliche Dinge tun können,wurde gar nicht gesehen, denn mehr als Gestöhne, dass im nächsten Kampf der Feuerdschinn alles alleine macht, gab es nicht. Der AP- und AsP-Aufwand, einen Dschinn zu beschwören, rechtfertigt mMn seine Macht, aber das bringt nichts, wenn die Gruppe im Kampf genervt dem Dschinn zuschaut. Das ist auf jeden Fall eine Sache, die man vorher detailliert mit der Gruppe durchgehen sollte, denn ein Machtmonopol des Magiers ist kaum vermeidbar, wenn er einen Dschinn in seinen Diensten hat.


    Ich finde die Gleichstellung der Beschwörungsregeln von Dämonen und Dschinnen störend. Denn das macht den Eindruck, dass Elementare wie Dämonen sind - nämlich Soldaten ohne Moral, die stur Befehle ausführen. Jetzt sind die Regeln aber erstmal wie sie sind und ausgiebige Hausregeln wurden zumindest in meiner Gruppe abgelehnt. Wir lassen Beschwörer ihren Dschinnen theoretisch alles befehlen und das müssen sie auch ausführen. Wenn ein Dienst aber gegen die Moral eines Dschinns geht, versucht er, Lücken in der Befehlsformulierung zu finden oder versteht Doppeldeutiges absichtlich falsch. Kein Dschinn wird dadurch seinem Beschwörer an den Kragen gehen, aber eben versuchen, die Dienste so schlecht wie möglich, aber so gut wie nötig, auszuführen. Das Gegenteil ist aber auch der Fall. Wenn man einem Dschinn etwas befiehlt, dass er auch freiwillig tun würde, erfüllt er den Dienst mit besonderem Einsatz und Engagement.

  • Timonidas ich finde du machst es dir sehr einfach jeden Dschinn überall beschwören zu können. Und genau das führt das meiner Meinung nach zu extremen Problemen. Denn mit deiner herangehensweise kann ich jeden Dschinn überall rufen (mit teilweise nur sehr geringem Aufwand). Aber da haben wir glaube ich einfach verschiedene Ansichten wie viel Aufwand man reinstecken muss. Für mich ist ein Eisdschinn mitten in blühenden Wäldern bei 30 Grad im Schatten einfach nur mit extrem großem Aufwand zu rufen und nicht mit ein paar 2-4 ASP Zaubern. Möglich ja aber nicht so leicht.


    Und zum Thema Humus einen Humus-Dschinn mit dem Opfer eines Lebewesens zu rufen würde von mir sofort eine Erschwernis von 2-3 Punkten für "schlechter Ritualplatz" geben.

    Im übrigen bin ich der Meinung das wir ein Aventurisches Elementarium benötigen... :)


    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Tja dann ist es wohl ziemlich dumm von ihm dass er Humus braucht um sich zu Manifestieren, denn egal aus was er das tut, das Lebewesen ist danach wenn nicht schon davor 100% Tod. Oder kann man einen Humusdschinn auch ein lebendes Tier besetzen lassen? Wär sicher auch lustig.

    Welche Passage sagt eigentlich dass das anwesende Element beim Beschwören vom Dschinn verzehrt wird?
    (Sozusagen ist das Freudenfeuer einfach aus nachdem der Dschinn beschworen wurde?)

    Ich habe das in DSA 5 so verstanden dass das Element nur anwesend sein muss um den Dschinn "anzulocken" welcher sowieso aus einer anderen Spähre dann kommt. Dementsprechend empfinde ich die Horde Scharfe am Beschwörungsplatz eigentlich eine Witzige Idee so dass der erscheine Humus-Dschinn erstmal kuscheln kann XD

  • Einem Elementar alles was man will befehlen zu können, negiert das Wesen der Elemente. Dann kann man sich den ganzen Elementarismus sparen.


    Beinhaltet ein Dienst im Sinne eines absoluten Befehls und unabdingbaren Gehorsams Dinge die Elementare ihrem Wesen nach nie tun würden bzw. gar nicht können? Etwa Greueltaten, wie man sie nur von Dämonen kennt? Ich glaube nicht, daher verweigere ich keinen Dienst, weil das gar keine Dienste sind.


    ich kann dem Erzdschinn auch nicht befehlen zu schwimmen, er kann das nicht.

    Aber du würdest Spielern auch keine Dienste zugestehen die ihnen regeltechnisch zustehen, daher haben wir vermutlich grundlegend unterschiedliche Spielphilosophien.

    Meine Spielphilosophie beruht in diesem Fall auf der innerweltlichen Beschreibung vom Wesen der Elemente und nicht auf RAW.

  • ich finde du machst es dir sehr einfach jeden Dschinn überall beschwören zu können. Und genau das führt das meiner Meinung nach zu extremen Problemen. Denn mit deiner herangehensweise kann ich jeden Dschinn überall rufen (mit teilweise nur sehr geringem Aufwand).

    Wenn überhaupt mache ich es meinen Spielern einfach da ich in der Regel meistere. Zu Problemen führt es eher wenn der Meister den Spielern willkürlich Sachen verbietet weil es keine Festlegung gibt wieviel eines bestimmten Elements der Spieler braucht.


    Für mich ist ein Eisdschinn mitten in blühenden Wäldern bei 30 Grad im Schatten einfach nur mit extrem großem Aufwand zu rufen und nicht mit ein paar 2-4 ASP Zaubern. Möglich ja aber nicht so leicht.

    Nur mal so ein 4 AsP Zauber um einen Eisdschinn zu rufen ist immer noch sehr viel mehr Aufwand als ein Erzdschinn oder Luftdschinn jemals benötigen könnten.


    Welche Passage sagt eigentlich dass das anwesende Element beim Beschwören vom Dschinn verzehrt wird?
    (Sozusagen ist das Freudenfeuer einfach aus nachdem der Dschinn beschworen wurde?)

    Steht so in "Mit Wissen und Wollen", wenn ich mich richtig erinnere braucht man mindestens einen halben Liter des Elements und das Element wird bei der Berschwörung verbraucht. Wenn man die Setzung ignoriert kann man tatsächlich überall Humusdschinne beschwören weil der Beschwörer ja selbst aus Humus besteht.


    Einem Elementar alles was man will befehlen zu können, negiert das Wesen der Elemente. Dann kann man sich den ganzen Elementarismus sparen.


    Beinhaltet ein Dienst im Sinne eines absoluten Befehls und unabdingbaren Gehorsams Dinge die Elementare ihrem Wesen nach nie tun würden bzw. gar nicht können? Etwa Greueltaten, wie man sie nur von Dämonen kennt? Ich glaube nicht, daher verweigere ich keinen Dienst, weil das gar keine Dienste sind.


    ich kann dem Erzdschinn auch nicht befehlen zu schwimmen, er kann das nicht.

    Das ist zwar sehr schön und theatralisch formuliert, aber auch sinnlos und falsch. Das Wesen der Elemente, oder der Elementare wird nicht dadurch negiert dass man ihnen seinen Willen aufzwingen kann, genausowenig wie das Wesen eines Menschen negiert wird weil er Sklave oder Leibeigener ist. Genau das ist Elementarismus, ein Elementarist frägt nicht das Feuer ob es seine Gegner töten möchte wenn er einen Ignifaxius einsetzt und er muss auch nicht mit dem Humus argumentieren damit sich eine Dornenwand bildet. Elementarismus IST die Beherrschung der Elemente. Warum das bei den Elementaren plötzlich anders sein muss und der Beschwörer nur als unterwürfiger Bittsteller auftreten darf erschließt sich für mich nicht, schon garnicht mit "dem Wesen der Elemente" als Begründung. Ein Humusdschinn würde nie ein Lebewesen angreifen, trotzdem kann man ihn per Dienst dazu zwingen. Das ist ein Dienst, ob dus willst oder nicht. Dem Spieler das zu verweigern ist Hausregeln. Und der Vergleich mit dem schwimmenden Erzdschinn ist völlig zusammenhanglos, Humusdschinne können nämlich kämpfen sie haben AT und TP Werte, Erzdschinne haben Schwimmen 0. Sie können es nicht weil sie es nicht können, nicht weil es ihrem Wesen widerspricht.


    Meine Spielphilosophie beruht in diesem Fall auf der innerweltlichen Beschreibung vom Wesen der Elemente und nicht auf RAW.

    Du vermischt hier Aussagen ohne Zusammenhang. Dass du einen Caldofrigo nicht als Teil der Elementarbeschörung zulässt hat absolut 0,00 mit dem Wesen der Elemente zu tun. Meine Spielphilosophie beruht IMMER darauf dass ich mich nicht zum Boss aufspiele und den Spielern Dinge verbiete die sie regeltechnisch können, auch wenn das im widerspruch zu veralteten Setzungen steht. Wenn ich mit einer Regel nicht glücklich bin erstelle ich eine Hausregel, dann definiere ich aber vorher was der Spieler nicht kann und entscheide das nicht einfach so.

  • Etwas zu beherrschen, heißt auch zu wissen, was man von diesem abverlangen kann. Wo seine Grenzen sind. Egal ob Dschinn, Schwert oder Sklave.


    Ich habe nie behauptet, Humusdschinne können nicht kämpfen (du hast mich sogar in post #41 zitiert bei meiner Aussage "sie kämpfen um damit leben zu retten"). Was sie nicht können, ist gegen das Leben, gegen ihr Wesen handeln.


    Meine Spielphilosophie beruht IMMER darauf dass ich mich nicht zum Boss aufspiele und den Spielern Dinge verbiete die sie regeltechnisch können, auch wenn das im widerspruch zu veralteten Setzungen steht. Wenn ich mit einer Regel nicht glücklich bin erstelle ich eine Hausregel, dann definieren ich aber vorher was der Spieler nicht kann und entscheide das nicht einfach so.

    Dann brauchst du kein Rollenspiel sondern kannst gleich alles auswürfeln.

  • Die Beschwörer haben ja seit AGÖ2 Konkurrenz von den Angroschgeweihten und Schamanen bekommen. Findet ihr das gut? Ja Ingerimm herrscht über Feuer und Erz, aber braucht es dann die Elementarschlüssel? Die Zitadellen? Diese magischen Kreaturen (Elementare) lassen sich von Magie naja nicht mögenden Götterdienern herumkommandieren? Andererseits, ich befehle dir im Namen des Herren von Feuer und Stahl ist eben auch ein Wort. ich bin da gespaltener Meinung. Firun, Peraine und Efferd sind hingegen nicht unter die Beschwörer gegangen.

    Das finde ich so naja. Aber nicht völlig schlecht! Zwerge und Elementare haben eine spezielle Beziehung. Sie haben vor ewigen Zeiten eine Art Vertrag mit dem Elementarherren des Erzes geschlossen, der ihnen fortan gegen Pyrdacor beistand. So etwas ist in der aventurischen Geschichte, meines Wissens, einzigartig ( zakkarus ?). Aber eigentlich waren immer Geoden für die Vermittlung zwischen den beiden Gruppen zuständig und nicht die Geweihten. Von daher ergibt es für mich Sinn, dass die Angroschim das können und die Menschen nicht. Und das Befehlen gefällt mir dabei dann auch nicht - in DSA4 war es eine Spezialfähigkeit einiger Paktierer des Nagrach, Agrimoth oder Charyptoroths und der Zauberweber der Shakagra, also eine durch und durch dämonische Fähigkeit, Elementaren befehlen zu können, statt sie zu bitten. Das hat die Sache von der Dämonenbeschwörung abgesetzt. In DSA4 waren Elementaristen potentiell extrem mächtig, während Geweihte da rein regeltechnisch gar nicht mithalten konnten. Diese neue Setung soll das vielleicht etwas (über)kompensieren. Richtig elegenant finde ich die Lösung nicht, aber auch nicht völlig daneben.

    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon und wer den Frevler zurechtweist, holt sich Schmach.

    Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse, rüge den Weisen, der wird dich lieben.

    Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.

    Spr9,7-9

  • Nein, Elementargeister sind ja als intelligente Tiere beschrieben, würde Sie wie Vertraute die menschliche Sprache verstehen lassen aber nicht sprachlich antworten, ggf aber Zeichen geben lassen (Dschinns hingegen aber in jedem Fall).

    Kurzer Einschub: Hier gibt es leider eine gewisse Regelinkonsistenz, denn der Beschreibungstext spricht von intelligenten Tieren, allerdings müsste dann regeltechnisch hinter dem KL-Wert ein (t) vermerkt sein, für tierische Klugheit bzw. Intelligenz. Das ist nicht der Fall. Die Regeln scheinen hier nicht ganz zuende gedacht worden zu sein. ;)


    An der Diskussion über die Mächtigkeit von Beschwörern möchte ich mich nicht (mehr) beteiligen. Dazu gibt es bereits mehrere Themensträge, wo das Thema m.E. ausgiebig und erschöpfend diskutiert wurde. :)

  • Windweber Ich dachte Elementare beherrschende Priester hätten die Geoden geschichtlich gesehen unnötig gemacht. Also die Geoden wären nicht zu Geoden geworden um mit den Elementen gegen Pyrdacor zu kämpfen bzw. sie ihm nicht zu überlassen, weil dies ja schon die Geweihten hätten tun können, doch zu Zeiten der Elementarkriege gab es noch keine Geweihten. Somit passt zumindest geschichtlich das Setting der beschwörenden Priester.


    Ich spiele übrigens einen Angroschgeweihten der keine Elementare rufen kann...und überlasse das Feld den Geoden.

  • Famburasch Ich habe nur die DSA4-Quelle Angroschs Kinder dazu. Wie ich die S. 10-12 verstehe kamen die Geweihten tatsächlich erst deutlich nach den Geoden auf und es gab einige extreme Konflikte zwischen den beiden Gruppen. Ein besonders extremer Fall war, dass ein bergkönig die unterirdischen Städte zerstören und mit seinem Volk als Jäger und Sammler an der Oberfläche leben wollte, da er die Drachen als besiegt betrachtete. Aber dass die Geweihtenschaft die Aufgaben der Geoden so weit übernahm, dass diese überflüssig wurden, konnte ich daraus nicht herauslesen. Aber ein Stück weit wurden sie freilich als Priesterschaft der Zwerge verdrängt und sind heute eher eine Randerscheinung, die vor allem Angroschim pflegt, die ihre Zwillingsbrüder vor der Feuertaufe verloren, daneben aber auch Kontakt mit den kräften der Natur pflegt. Das mag sich aber geändert haben. Angoschs Kinder ist selbst für eine DSA4-Quelle recht alt, da es Nummer 4 der 15 Regionalbeschreibungen ist. Ich sitze hinten auf den billigen Plätzen.^^

    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon und wer den Frevler zurechtweist, holt sich Schmach.

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    Spr9,7-9

  • wurde der Konflikt in eurer Gruppe irgendwie auf befriedigende Weise aufgelöst oder sind da jetzt alle unzufrieden mit der Situation?

    Das Problem ist noch ganz frisch und wir sind am ausprobieren. Der eigentliche Konflikt geht auch deutlich tiefer als das. Es geht ganz grob um Powergaming vs Rollenspiel, ob es Gegensätze sind oder sie sich ergänzen etc und wie wir mit Epik umgehen wollen. Die Gruppe hat jetzt ihre ersten ABs hinter sich und beginnt Aventurien und DSA mit einem weiteren Blick zu sehen. Es handelt sich also um eine Diskussion, die denke ich in den meisten Gruppen irgendwann kommen muss, da die Spieler an einem Punkt sind, wo sie ihren eigenen Rollenspielstil finden.

  • Ok das ist ja in der Tat etwas weiter gefasst als der spezifische Aufhänger jetzt. Dann mal viel Glück beim Finden einer für alle zufriedenstellenden Spielphilosophie!

  • Als Meister versuche ich, das ein wenig zu beeinflussen. Die Regeln zur Beschwörung sind ja da, aber - als Meister bestimmst ja immer noch DU, wie die ganze Welt drum rum aussieht.

    Er macht ein Feuer im Wald, um den Feuerdschinn zu beschwören. Schön blöd, wenns dann wie aus Kübeln anfängt zu regnen und sein lässiges Feuer ausgeht. Und wer sagt denn, dass nicht irgendwo in der Nähe sowieso eine kleien Fee unterwegs ist, die aber einen Dschin aus irgendwelchen Gründen so gar nicht toll findet und sich einmischt?

    Oder spiel den Magier vorher an, dass der so richtig AsP-Mangel hat. Stell 2 Gegener mehr hin, die mit schweren Armbrüsten auf den Magier schiessen - je stärker er Powergaming macht, umso mehr geht die Welt ihm an den Kragen.

    Es soll nie dazu führen, dass man als SL gegen die Spieler spielt, schliesslich ist man gemeinsam unterwegs um Spass zu haben. Aber die simplen "ich mach A, dann B wegen C" Gedankengänge darf man durchaus ein wenig untergraben. Ist in echt ja auch so - kein Plan überlebt den Erstkontakt mit dem Feind :)

    Alternativ darf der Oberbösewicht auch mal ein Artefakt besitzen, was Dschinne nicht mögen. Oder ein Bannzauberer hat einen miesen Tag.
    Ein Gegner nimmt einen aus der Gruppe als Geisel - ist dem Dschinn aber egal, solange sein Meister fein raus ist. Bämm, Gegner UND Kollege haben nun ein Problem und der Beschwörer überlegt sich in Zukunft zwei Mal, ob er für jeden Kampf beschwören will.

    Dann gibt es noch Götter, die schauen auch immer ein wenig wer was treibt auf Dere. Ihre Gegenspieler auch, und ein Beherrschungsgeiler Allezerstörer kann durchaus interessant sein für einen Erzdämonen - die suchen immer neues Spielzeug.


    Krankheiten gibts auch noch, hui... keine neuen AsP und bitte einmal alle Heilen.
    Und schon freuen sich alle, dass auch der Dschinnenfreund sich anstrengen muss ;)

  • Etwas zu beherrschen, heißt auch zu wissen, was man von diesem abverlangen kann. Wo seine Grenzen sind. Egal ob Dschinn, Schwert oder Sklave.

    Ich stimme dem mal sinngemäß zu. Ich denke auch ein Beschwörer wäre schön Blöd wenn er einen Humus Dschinn ständig zum kämpfen auffordert, aber deshalb nehme ich mir nicht das Recht raus dem Spieler seine Dienste zu verweigern die ihm zustehen. Den seit DSA 5 kann man den Humusdschinn dazu zwingen. Der Humusdschinn wird den Befehl halt möglichst ungünstig auslegen und den Beschwörer verfluchen. Worauf ich aber noch weniger Lust hätte wäre ein Gespräch auszuspielen bei dem der Beschwörer den Humudschinn (!) durch stichhaltige Argumente und Sympathie überzeugen kann gegen sein Wesen handeln, da ist mir persönlich die 1001 Version des Dschinnis lieber, der halt Wünsche erfüllen muss.

  • Nochmal, wieviel Liter Feuer hat den ein Freudenfeuer?

    500-1000 L: Großes Freudenfeuer *

    1000-3000L Riesiges Freudenfeuer*


    *frei nach Grumbrak

    Balsam (Heilzauber) haben nichts mit dem Element Humus zutun (seit DSA 5). Opfer für einen Humusdschinn? Der wäre wohl ganz schön sauer darüber.

    Das denke ich auch. Humus ist leben, nicht Kadaver...

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Das ganze ist ein schwieriges Thema. Ich halte persönlich auch nichts davon verpfuschte Regeln dadurch auszugleichen das man dem Spieler dann ständig Steine in den Weg erfindet, andersherum sind aber sehr viele Leute bei Hausregeln skeptisch. Ich halte es trotzdem für besser bei krasseren Fällen, wie es bei den Dschinnen der Fall zu sein scheint, die Sache anzusprechen und konkret zu Regeln.

  • Die Regeln kommen so rüber, als seien Elementare gute Dämonen. Das kann man in seinem Aventurien natürlich so handhaben, aber ich bin der Meinung, dass Elementare rollenspielerisch ausgeschmückt werden sollten. Sie haben eine Moral und eine eigene Meinung. Sie geben mit Sicherheit ihren Senf dazu, wenn sie vom Beschwörer zu Dingen gezwungen werden, die ihrer Natur widersprechen. Nun kann man sich da sicherlich interessante Rollenspieleinlagen ausdenken, aber am Ende kommt immer wieder der Spieler mit dem Regelteil, der sagt, dass er mit einem Dienst die im RGW und in AMA3 aufgelisteten Tätigkeiten verlangen kann, und das ist sein gutes Recht. Jetzt kann man als Meister zwar hergehen und sagen, dass ein Humusdschinn eigentlich nicht tötet und dass man in 4.1 eine Kontrollprobe brauchte usw. Ist dem Spieler egal und das darf es auch sein. Es ist denke ich für keine Partei ein schönes Gefühl, wenn man eine Mechanik im Spiel abschwächt. Der Spieler fühlt sich vielleicht in irgendeiner Form seinem Spaß beraubt und einfach Dinge über die Köpfe der Gruppe zu entscheiden, führt zu nichts. Wenn man ihnen etwas "wegnehmen" möchte, sollte man das mMn versuchen, auszugleichen. Außer natürlich, die Gruppe sieht Dschinne im Allgemeinen als zu stark an, aber dann sprechen wir von Spielbalance und nicht vom Bewahren inneraventurischer Lore. Daher könnte man es vielleicht so handhaben, dass Befehle, die dem Wesen des Dschinns widersprechen, mehr Dienste kosten. Dafür geht dann vielleicht ein Feuerdschinn auch mal ohne Dienst in den Kampf, wenn es gegen ihn verhasste Wesen geht.

  • Zephyrius

    Und schon bewegen wir uns wieder auf DSA4.1 zu. Da war der Kampf gegen Dämonen oder auch für ein Feuerlementar nur halb bzw. anderes herum für alle anderen (Situationen) doppelt so teuer. DSA4.1 hat versucht diese Hintergrundelemente in Regeln zu fassen, was ihr mal besser und mal schlechter gelungen ist. Auf jeden Fall hat es zu einem guten Packen Zusatzregeln geführt, was für den Spielleiter eine ordentliche Portion Mehraufwand bedeutete, um diesen Bereich zu meistern und/oder abschätzen zu können. DSA5 vereinfacht die Regeln, was für den SL sehr hilfreich ist. Gleichzeitig bricht sie damit noch mehr mit der flairtechnischen Hintergrundsetzung. Dieses Aussagen bleiben dabei unabhängig von der Frage des Balancings.


    Von der Seite der SPielbarkeit würde ich mir fast mehr wünschen, dass die Tops und Flops (oder NoGos) der einzelnen Elemente definiert werden. Interessant ist zum Beispiel, dass sich das Element Humus am laufenden Band selber vernichtet. Humus steht für das Leben, aber zum Leben gehört eben auch dazu, dass es sich gegenseitig auslöscht, um sich selbst zu erhalten. Ein Dschungel, als Beispiel für eine starke Humusausprägung, ist ein wahres Schlachtfeld an Vernichtung und Entstehung von Leben durch Leben. So gesehen wäre der Aspekt also eher der, dass die Tötung eines Lebens in Zusammenhang mit der Erhaltung eines Lebens steht.

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