Panther Als Vertrautentier

  • Hallo,


    ich wüsste ganz gerne wie ihr es handhabt bzw. handhaben würdet, wenn ein Hexer, der sich als Dompteur ausgibt, mit seinem schwarzen Panther (Vertrautentier) ohne Leine o.ä. in eine Stadt, Dorf, Wirtshaus usw. kommt.


    Ich persönlich würde davon ausgehen, dass die Stadtwache, Dorfbüttel usw. einiges dagegen hätten, wenn sich jemand mit einem solch gefährliches Tier in deren Stadt aufhalten möchte. Unabhängig davon, ob jemand behauptet das Tier ist harmlos, der macht doch nichts.



    Gruß,
    Arivor

  • Ich kenne das Problem, aber ich weiß auch nicht, was ich dagegen unternehmen soll.
    Normalerweise würde ich sagen, dass die normale Bürgerschaft die Panik kriegen würde und das Tier sofort versuchen würde anzugreifen. Und die Wachen/Garde würde das Tier sofort erschlagen, sobald es auch nur knurren würde. Aber das wäre schon fast fies, einer Hexe so schnell den Vertrauten zu klauen. Aber das ist wohl zumeist Meisterentscheid....ich bin auch am Überlegen ob das Katerlie stirbt

    "I was playing poker the other night ... with Tarot cards. I got a full house and four people died." [br]Steven Wright

  • In den Augen gerade einfach strukturierter Leute, die so ein Tier womöglich noch nie gesehen haben, wird es ein gefährliches Tier sein und eine entsprechende Sicherung fordern, also üblicherweise einen Käfig, wenn sie nicht sogar gleich der/den BegleitpersonEn den Zugang mit verbieten werden oder sich zu irgendwelchen Überreaktionemn hinreißen lassen.
    In einer Taverne, Gasthof, Pension, Wohnhaus, etc., wird sicherlich niemand eine große, gefährlich aussehende (und streng riechende) Raubkatze hineinlassen.
    Als Dompteuer mag er sagen, daß er mit dem Tier Vorführungen machen will, aber auch dann wird sicherlich keine Stadtverordnung zulassen, so ein Tier frei oder auch nur an der Leine mitgehen zu lassen und nachts auf einem Zimmer schlafen zu lassen.


    Da es ein Vertrautentier ist, würde ich sagen, daß der Hexer stets ohne Panther in eine Stadt gehen wird, daß der Panther draußen bleibt in siucherer Entferung und auch nicht nachts an der Stadtmauer oder durch Vororte streifen wird.

  • Dies alles sehe ich sehr ähnlich. Bloß tue ich mir auch schwer damit den Panther über den Jordan zu schicken.


    In wie weit lassen sich die natürlichen Instinkte eines Raubtieres überhaupt unterdrücken bzw. ausschalten? Auch wenn es ein Vertrautentier Ist, ist es an für sich nicht auch eine Frage der Zeit wann die tickende Zeitbombe mal explodiert? Die ureigenen Instinkte des Tieres mal durchkommen und nur mal für wenige Sekunden ihrem Trieb nachkommt und mit anderen Menschen mal etwas spielt?


    Ich bin auch äußerst unzufrieden mit der Situation. Ich möchte nach Möglichkeit auch nicht die undankbare Aufgabe haben, als Meister mich des Tieres zu entledigen bzw. im ständig Steine in den Weg zu legen, bzgl. Meisterwillkür. Allerdings, wie bereits geschrieben, bin ich bisher eurer Meinung das ein solches Tier in der Zivilisation auf arge Probleme stößt. Mal schauen welche interessanten Meinungen womöglich hinzukommen werden.


    Dabei kommt wir gerade noch eine Frage auf. In wie fern gibt es eigentlich Rassismus in Aventurien? Der Hexer ist farbiger.

  • Panther = mächtiger Vertrauter. Man gebe ihm nen ordentlichen Charismawert, werfe einen Blick auf die Lion Cereals-Werbung, und schon weiß man, wie es aussehen wird:
    Die Hexe kommt mit dem Panther herein, der ein wenig um ihre Beine streicht, alles verstummt und blickt entsetzt abwartend den Panther an. Die Luft ist zum reißen gespannt - und bleibt es auch, wenn nichts besonderes weiteres geschieht. Man muss schon extrem viel Mut aufbringen, um soetwas zu sagen wie: "Hey, sie Verrückter mit der Waffe, legen sie bitte die Waffe weg!" Da werden die meisten Leute eher abwarten und beten, dass ihnen nichts geschieht.
    Und mit der Zeit gewöhnt man sich zumindest ein bisschen dran, oder denkt: Endlich sind sie weg. Einen Gardisten hinterher schicken? Wer würde schon freiwillig den Panther verfolgen?

  • In Südaventurien (also ich meine gaaaanz südlich) wird er entweder sofort weiterverkauft oder nur als niedere Lebensform angesehen, denn soweit ich weiß, ist man trotz der feindlichen Ansicht den Skalvenhaltern Al'Anfas gegenüber Farbigen in Brabak nicht umbedingt wohlgesonnen.
    Und je weiter nördlich, um so seltener ist das arme Vieh (und damit meine ich nicht die Katze). Und je seltener etwas ist, umso misstrauischer ist man. Logisch, oder? also kannst du davon ausgehen, dass der Hexer angefeindet wird oder gar angegriffen. Kann auch gut sein, dass er einfach nur angestaunt wird und damit dumm angestarrt...kommt darauf an, man sieht es dann ja. Aber freundlich oder ganz normal wird man nicht reagieren

    "I was playing poker the other night ... with Tarot cards. I got a full house and four people died." [br]Steven Wright

  • In einem übersichtlichen Dorfe mag es so ausgehen , wie Nick Nack es beschreibt.
    In einer Stadt hingegen nicht. Schon gar nicht , wenn dort ein Praiostempel für " Ruhe und Ordnung " sorgt .
    Große Tiere darf man mitbringen , ja . Aber nur im Käfig .
    Sobald die Menschen panisch reagieren ( und bei einem Panther würden sie das tun , zumal die wenigsten bisher einen zu Gesicht bekamen ) schaltet sich die " Obrigkeit " ein .


    Also : Rate deinem Hexer ( der dazu noch schwarz ist , was nicht gerade zur Beruhigung der Bevölkerung beiträgt ) sein Tier immer außerhalb der Stadt zu lassen . Falls er es nicht tut , kannst du ja mal ihn aus einer Stadt vertreiben lassen ( lass ihm einen Fluchtweg offen........).

    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

  • Gerade an Toren großer Städte stehen Gardisten, die konsequent Waffen ab einer bestimmten Größe einsammeln und für die Dauer des Aufenthalts des Besitzers verwahren. Solche Leute werden nicht vor Angst erstarren, wenn eine große Raubkatze des Weges darherkomt.
    Und in einer Dorfgemeinschaft braucht bloß jemand den Lynchmob wecken angesichts der unbekannten, schwarzen Kreatur.

  • Moins,


    Als Meister von zwei Gruppen hätte ich mal eine ganz dumme und zugleich doch sehr grundlegende Frage, die ich in vielen Threads schon gerne gestellt hätte.


    Warum schaft ihr euch als Meister überhaupt erst solche Zwickmühlen ????


    Wenn ihr die Chars mit euren Spielern zusammen entwickelt oder wenigstens Vorgaben gebt, könntet ihr euch solche Dinger doch echt vom Halse halten.


    Aber um auch meinen Beitrag zu leisten : Lass das Tier einfach in keine Stadt; an einer Stadtwache käme so ein gefährliches Pärchen nie vorbei. Entweder die Hexe bleibt mit dem Tier draußen oder müsste es in Verwahrung sperren lassen, was sie natürlich nie täte.


    Tolorion

  • In irgendeinem DSA Roman kommt auch eine Hexe vor, die eine etwas größere Raubkatze zu ihrem Vertrautentier erwählt hat. Die, soweit ich mich erinnern kann hat einen Gepard oder so und es kommt zum Glück nicht vor, das die beiden eine Stadt betreten.
    Dementsprechend halte dich an die Empfehlungen der anderen und schick sie weg bevor deine Gruppe eine Stadt betritt. Auch ein Tier hat eigene Interessen und seine Instinkte kann es nun mal nicht immer unterdrücken, womit es ja hoffentlich auch in deiner Gruppe und hier speziell deinem Hexer nicht andauernd um die Füße rumschleicht sondern sich sonstwo herumtreibt.

  • Quote

    In irgendeinem DSA Roman kommt auch eine Hexe vor, die eine etwas größere Raubkatze zu ihrem Vertrautentier erwählt hat. Die, soweit ich mich erinnern kann hat einen Gepard oder so und es kommt zum Glück nicht vor, das die beiden eine Stadt betreten.


    Ähh, das ist Quatsch. Die Person heißt Mara ay Samra und ist die Großwesirin von Aranien und betritt mit ihrem Vertrauten, dem Geparden Shiko durchaus Städte. Romane: Der Sphärenschlüssel/Blutrosen von Jörg Raddatz und Heike Kamaris. Siehe auch GA, S.241.
    Die Reaktionen auf die Beiden sind natürlich sehr unterschiedlich und man bringt ihnen einen gewissen Respekt entgegen. Sowohl dem Tier als auch der Besitzerin, der wohl engsten Vertrauten des Königspaares von Aranien.


    Daraus sollte man aber bitte nicht ableiten, das heder dahergelaufene Hinz und Kuntz das auch darf, wobei ich solche Tiere in Südaventurien eher zulassen würde, als z.B. im Mittelreich und in Nord/Westaventurien. In Form eines Zirkustieres wäre eine solche Begegnung durchaus möglich, allerdings werden auch die Leute des fahrenden Volkes es sich i.d.R. nicht erlauben, diese Tiere frei rumlaufen zu lassen (und seien sie noch so zahm). Einfach aus folgenden Gründen:
    a ) Tier könnte aus Versehen getötet werden
    b ) Tier könnte sich (aus Versehen) doch dazu entschließen, ein anderes Tier/einen Menschen anzufallen
    c ) Der/Die Herrscher der Stadt könnte sich daraufhin entschließen, solches Volk nicht mehr in die Stadt zu lassen (günstigster Fall) oder den Besitzer direkt zu Verurteilen (durchaus ungünstiger)

  • Und falls die Hexe das nicht von alleine merkt, kannst du ja ihren Vertrauten irgendwo die Kontrolle verlieren und ein vor ihm fliehendes Huhn reißen lassen. Dann muss die Hexe schnell Schadensersatz leisten oder die Flucht ergreifen und wirxd sich ab dann wohl vorsichtiger verhalten, wenn es gilt ihren Parder mit in eine Stadt zu nehmen.

  • Zum Gepard: ist im Süden etwas anders, da Parder/Geparden dort durchaus als zahme Tiere gehalten werden. (So zahm man so ein Tier eben nennen kann, versteht sich) Zumal ein Gepard auch kleiner als ein Panther ist.


    Ein Vertrautentier kann man natürlich nicht mit einem "normalen" Tier dieser Gattung vergleichen, wenngleich die Instinkte auch diese Tiere im Griff haben, und ein Vertrautentier manchmal arg auf die Loyalitätsprobe gestellt wird, ob dem Instinkt oder der Hexe Folge geleistet werden soll. Wenn es darauf ankommt, so sollte sich ein Hexenvertrautentier beherrschen können, wenn die Hexe z.B. befiehlt, dass das Tier draußen bleiben soll und in einiger Entfernung warten soll.
    Immer kann es nicht glimpflich enden, und es kann vorkommen, dass die Hexe im Dorf plötzlich erlebt, wie ein panischer BAuer von einemMonster berichtet, sodass die HExe schnell dafür sorgen muss, dass ihr Vertrauter in SIcherheit kommt, ohne selbst dabei aufzufallen.

    While the Wicked staind confounded
    call me with thy saints surrounded




  • @morgenstern
    Aranien ist Hexen und dementsprechend auch ihren Vertrauten gegenüber sowieso sehr aufgeschlossen. Sie haben dort wohl sogar einen höheren Status als Magier.


    Generell sollte jede Hexe, und auch jeder Hexer, aber seinen, hoffentlich, gesunden Menschenverstand einschalten, bevor ein Machtvoller Vertrauter mit in eine Stadt genommen wird. Das kann übrigens auch für normale Vertraute gelten, vor allem wenn man unauffällig sein möchte. Eine Kröte oder Spinne kann die Hexe sicher verstecken, aber schon eine Katze die einer Person überallhin folgt kann Aufsehen erregen. Ich nehme mal an, daß aventurische Katzen ebenso ortsgebunden wie irdische sind, im Gegensatz zu Hunden, die personenbezogen sind. Wenn also eine Hexe/Hexer nicht begreifen will, daß ein gewisses Maß an Vorsicht angebracht ist, könnte ein kleiner (konsequenzloser) Denkzettel sicher nicht schlecht sein. Gleich den Vertrauten zu töten halte ich allerdings für unklug, da Hexen dann sehr leicht verbittert und böse werden.

  • Quote

    @morgenstern
    Aranien ist Hexen und dementsprechend auch ihren Vertrauten gegenüber sowieso sehr aufgeschlossen. Sie haben dort wohl sogar einen höheren Status als Magier.


    rate mal, woran das bei einem matriachat liegen könnte... :mrgreen:

  • Was ich mich angesichts dieser Thematik frage ist: 'Warum um alles in der Welt erwählt sich eine Hexe einen Panther als Vertrauten???' Wesenszug der meisten Hexen ist die Heimlichtuerei. Wieso sollte sie (er) also ein Tier wählen, dass allerorts für Aufsehen, wenn nicht gar für eine ausgewachsene Panik sorgt (mal ganz abgesehen davon, dass 'die Fremde mit der schwarzen Bestie' grade in kleineren Orten noch wochenlang das Ortsgespräch sein wird)??? Die Hexe könnte gleich mit einer Signalleuchte über ihrem Kopf herumlaufen.


    Darüber hinaus ist der Vertraute ist in gewisser Weise 'Dienstbote' der Hexe, um Feinde auszuspionieren, ihr seine Fähigkeiten zu leihen oder Flüche zu überbringen. In keinem dieser Punkte wäre ein Panter besser geeignet, als die herkömmlichen Vertrautenarten - im Gegenteil.


    Hinzu kommt, dass er irgendwie versorgt werden muss. Im Gegensatz zu einer normalen Katze wird er sich nicht mit ein paar Mäusen zufrieden geben ;). Ständig ausreichend Fleisch aufzutreiben ist aufwendig und teuer - angesichts der Menge, die so ein Tier braucht.


    Was also bringt ein Panther einer Hexe - außer Scherereien???

    Es gibt mehr, als nur eine Wahrheit.

  • Tja, vielleicht weil der Panther ein edles Tier ist und die Besitzerin nicht frei von Stolz und ich denke die/der Spieler/in ebenso, oder weil er einfach nur bessere Werte hat (P.?)

  • Bessere Werte...??? (*lol) Mal abgesehen davon, dass es dann das stupideste Powergaming wäre, wofür sollten diese 'besseren' Werte denn gut sein? Seine Aufgaben als Vertrauter kann er deswegen bestimmt nicht besser erfüllen...


    Was das 'edle Tier' angeht.... Das mag für einen Waldmenschen vielleicht zutreffen (aber unter denen finden sich wohl keine Hexen ;) ) In den Augen der restlichen Aventurier ist es wohl eher eine blutrünstige Bestie, die viele lieber tot als lebendig - oder eben hinter dicken Gittern - sähen.

    Es gibt mehr, als nur eine Wahrheit.

  • ich habe auch schon mal einen Hexer zum Besten gegeben und hatte vom Meister die Wahl zwischen einer normalen Katze und einer Raubkatze (zB Panther) ... ich habe mich damals auch für die gewöhnliche entschieden, obwohl ein scharzer Panther durchaus auch seinen Reiz gehabt hätte :lach:

  • Genaugenommen wählt sich nicht die Hexe ihren Vertrauten, sondern der Vertraute die Hexe. Und auch wenn die meisten Hexen versuchen unauffällig zu sein, gilt das nicht für alle. Nur ein Spieler der eine auffällige Hexe spielt, muß eben mit den Konsequenzen rechnen.


    @morgenstern
    Ja, so ein Matriachat ist klasse. Rate mal wo meine Schöne der Nacht herkommt? ;)