Horasreich, MIttelreich - Wer braucht ne Pause und wer auf die Mütze ?

Orkenspalter Downloads - Rezensionswettbewerb
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  • Eine Schwächung des Horasreiches kommt mir nicht in die Tüte. Arivor wurde bereits ausgelöscht und einen Bürgerkrieg mit mehreren zerstörten Orten gab es dort auch schon... inkl mehreren Toten der Familie Firdayon. Dann hat das Mittelreich den Frieden gebrochen und ist in die Grafschaft Bomed eingefallen (auf Antrieb von Selindian Hal). Der Kriegstreiber war da das Mittelreich.

    ich habe das Gefühl, dass das die „Fanboys“ des (viel zu großen) Mittelreiches einen Konflikt im Horasreich herbeischreiben wollen. Alles aufgrund von persönlicher Vorlieben... Bitte zeigt mir mal in OFFIZIELLEN Quellen auf, wo zum Beispiel etwas von einem Konflikt der Zwerge mit dem Horaskaiser steht.

    Das Mittelreich dagegen wurde seit 10 Jahren mit zahllosen Siegen beschenkt...

    Na dann schauen wir uns doch mal ein wenig in der Historie um und ziehen ein paar Vergleiche.


    Seit der Zeit Kaiser Hals ist das Mittelreich wenn auch mit Unterbrechungen, auf dem absteigenden Ast und muß kämpfen, um den Machtverlust zumindest einzugrenzen. Das sieht dann ungefähr so aus:

    1010 BF: Kaiser Hal verschwindet.

    1010-1011 BF: Answinkrise, Spaltung des Adels und bürgerkriegsähnliche Zustände

    1010-1013 BF: Dritter Orkensturm: Einfall der Orks in Weiden und Greifenfurt, sie können erst vor Gareth besiegt werden.

    1019-1021: Borbaradkrise: Weite Teile Tobriens (und Maraskans, wenn man das zählen möchte) gehen verloren, dazu Warunk und Teile Beilunks und Darpatiens Diese Gebiete bleiben auch nach dem Ende Borbarads außerreichisch (das wird gleich noch wichtig !)

    1022 BF: Blutnacht von Rommilys: Bürgerkriegsähnliche Gemetzel in Darpatien

    1022 BF: Zweite Weidener Unruhen: Putschversuch gegen die Herzogin mißlingt

    1022-1026: Heptarchenkriege: Kampf gegen die Heptarchen, wobei sich territorial nicht viel ändert, ein bißchen Blutmühle, sozusagen.

    1027-1028: Jahr des Feuers: Teile Gareths und Wehrheim zerstört, Reichsarmee so gut wie zerschlagen, Wildermark entsteht Ochsenbluter Urkunde schwächt Zentralmacht der Kaiserin und stärkt Provinzherren.

    1027-1032: Albernia-Nordmarken-Konflikt: Unabhängigkeitsbestrebungen, Bürgerkrieg und Schwächung der Zentralgewalt.

    1028-1034 BF: Zwei Kaiser im Reich: Unabhängigkeitsbestrebungen Almadas unter Selindian Hal II.


    Die 'zahllosen Siege' der letzten 10 Jahre sind die (micht einmal vollkommen erfolgreichen) Versuche des Reiches, den Status Quo ante vor Borbarad wieder zu erreichen und selber zu überleben, zumindest Maraskan muß seit Borbarad aber als verloren betrachtet werden, und die Zentralmacht wird immer weiter aufgelöst.


    Sehen wir uns nun das Horasreich einmal an:


    1010 BF: Amene III. bricht den Kusliker Frieden, stellt die Tributzahlungen nach Gareth ein und proklamiert das Horasreich.

    1011 BF: Amene Horas fügt ihrem Machtbereich die Zyklopeninseln hinzu, die sich vom Mittelreich lossagen.

    1012 BF. Das Horasreich annektiert die Waldinseln und erobert Drol, Amene Horas wird Königin von Drol.

    1018 BF: Kalman von Farsid übernimmt Phecanostein und greift das almadanische Eslamsberge an, wird aber von Josmine von Bregelsaum zurückgeschlagen.

    1018 BF-1019 BF: Roter Tod in Drol und Chababien.

    HES 1019 BF: Blutkonvent zu Arivor: Stärkung des Hauses Firdayon, Haus Galahan wird entmachtet.

    RON 1020 BF: Shafir übernimmt Wacht über den Karfunkel des Wurms von Chababien, verlangt und erhält Aldare Firdayon zur Braut.

    TRA 1020 BF: Der Zug der Edlen formiert sich auf eigene Initiative hin.

    TRA 1020 BF: Vertag von Oberfels: Das Horaasreich nutzt zu seinem Vorteil aus aus, daß das Mittelreich mit dem Rücken zur Wand steht.

    Wir erinnern uns: Der Angriff auf Eslamsberge, der zur politischen Verschärfung nicht unsignifikant beitrug, wurde von einem Horasier angefangen.


    Das Horasreich setzt durch, daß die Horasproklamation rechtens ist.

    Das Horasreich setzt durch, daß man diplomatisch mit kleineren Fürsten direkt verhandeln kann, ohne über Gareth gehen zu müssen.

    Das Horasreich setzt durch, daß die Ansprüche Cusimo von Garlischgrötz' auf die Grafschaft Phecadien geprüft werden.

    Das Horasreich setzt durch, daß Amene Horas als rechtmäßige Königin Drols anerkannt wird.

    Das Horasreich setzt durch, daß der Treueschwur der Zyklopeninseln an Amene weder lehnsbruch noch Verrat, und auf alle zeiten gültig sein soll.

    Das Horasreich bekennt sich zum Kampf gegen Borbarad und sagt Truppen zu. Der Zug der Edlen, der wie wir uns erinnern, ohne Zutun der Obrigkeit entstanden ist, wird im Nachgang als erste entsprechende Einheit verrechnet, ein Regiment Horaslegion darüber hinaus zugesagt.

    Das Horasreich schließt einen zwölfjährigen Frieden mit dem Mittelreich und zahlt für jedes volle Jahr dieses Friedens 5000 Horasdor.

    1022 BF: Verstimmungen mit Andergast, als ein Galahan dort König wird, demnoch über ihn liebfeldische Einflüsse am Hof, die von den Andergastern eher abgelehnt werden.

    1022-1026 BF: Horasreich-Thorwal-Konflikt: Das Horasreich verwüstet Thorwal, annektiert die Olportsteine, verliert dafür für einige Zeit die Waldinseln und fügt den Thorwalern auf See immer wieder Niederlagen zu. Das Staatsgebiet des LF bleibt so ziemlich verschont, ein weißer Frieden folgt, das mit den Horasiern verbündete Nostria ist nach dem erneuten Verlust der Gebiete bis zum Ingval und Kendrars der große Verlierer.

    1026 BF: Rastafan II. von Chababien fällt mit mehreren hundert Stammeskriegern in Chababien ein und brennt Wobran nieder.

    PRA 1027 BF: Goldene Allianz gegen Al'Anfa mit Trahelien, Brabak und Sylla

    PRA 1029 BF: Josmena von Bregelsaum schwört Selidian Hal die Treue und bittet ihn um Waffenhilfe, ihre Ansprüche auf den Grafentitel von Bomed gegen den Herzog von Grangor durchzusetzen.

    RON 1029 BF: Almadaner marschieren in Yaquirien ein, Selindian Hal erklärt sich zum Protektor Yaquiriens. Die Almadaner werden bei Morte Folnor besiegt, der Yaquirbruch fällt ins Chaos und zerfällt in die Herrschaften der Taifados.

    EFF 1030 BF: Khadan Firdayon wird Khadan II. Horas und König des Lieblichen Feldes.

    PHE 1030 BF: Schlacht in der Straße von Sylla: Schiffe der Goldenen Allianz in Al'Anfanischen Hinterhalt aufgerieben

    PER 1031: Schlacht von Phrygaios: Al'Anfaner erleiden schwere Verluste gegen Horasier.

    RAH 1032 BF: Yaquir-Moratorium: Horasreich hält sich aus dem Konflikt in Almada heraus, erhält dafür noch zu spezifizierende Entschädigungszahlungen.


    Was den Krieg der Drachen angeht, muß ich zugeben, daß es da doch mehr Plünderungen etc. gab, als mir im Gedächtnis geblieben waren, demnoch möchte ich hier kurz zitieren, was mich dazu bringt, den Krieg der Drachen nicht als ernstzunehmenden Bürgerkrieg zu sehen, wenn man es as written spielt:


    'Wie (...) ausgeführt, ist der horasische Thronfolgekrieg kein Bürgerkrieg, sondern eine umfassende Adelsfehde. (...) Ebensowenig liegt es im Interesse der Prätendenten, ihr Erbe, das sie durch den Krieg zu erlangen suchen, in Mitleidenschaft zu ziehen. Also sollten sich die Schäden für die nicht kämpfende Bevölkerung in Grenzen halten. ' Hinter dem Thron, S. 21


    'Keineswegs entstehen im Horasreich Verwüstungen, die den im Mittelreich durch das Jahr des Fuers angerichteten vergleichbar wären. (...) Bemühen Sie sich im Spiel, die Unterschiede zu verdeutlichen. Zeigen sie auf, wie lokal begrenzt die Zerstörungen und extremen Gefahren sind, und kontrastieren sie dies mit echten Erfolgen der Helden und Eindrücken aus vom Kriegsgeschick unberührten Gegenden.' Ebd, S. 31


    Konstatieren wir also: Das Horasreich hat sich im Kielwasser des Verschwinden Kaiser Hals zunehmend gestärkt und gerade auch in der alten Horas-Box wird deutlich, daß Amene Horas einen starken und vor allem auch sehr stark zentralisierten Staat geschaffen hat, der jetzt in der Fehde der Drachen ein bißchen wieder aufgeweicht wurde, aber an sich immer noch fortbesteht (Was man sich bei den Republiken gedacht hat, wird mir wohl stets ein Rätsel bleiben). Die zentrale Machtposition oder territoriale Integrität des Horasreiches ist in den letzten 30 Jahren kaum ernstzunehmend (!) angegriffen worden, sieht man von den Galahanisten und dem Roten Tod einmal ab.


    Während also das Mittelreich sozusagen darum kämpft, seine territoriale und staatliche Verfasstheit einigermaßen zu bewahren, war beides nebenan nie wirklich ernsthaft gefährdet und die Rückschau liest sich als Chronik eines steten Aufstieges, wenn auch oftmals zu Lasten der Verbündeten und der Peripherie. Ganz ehrlich, ich mag das Horasreich (in seiner alten Form, das Reich des Horas ist nunmal, eh, Geschmackssache), aber so langsam fühlt man sich wie der Nordmärker Aventuriens. Ich bin da immer ein wenig bei der alten Queen Mum, die ihrerzeit sagte, sie freue sich, daß der Buckingham Palace auch bombardiert woirden sei, jetzt könne sie dem East End wieder in die Augen sehen. Etwas Ähnliches wünsche ich mir für das Horasreich, denn ganz ehrlich ? Wenn man immer gewinnt, auch wenn man offiziell verliert, und man immer so viel besser ist als alle anderen...Handel ist besser, Technik ist besser, Flotte und Armee sind besser, Bildung ist besser... Wo ist da der Spaß ? Mich ödet sowas eher an.


    Deshalb ja, ich finde, das Horasreich braucht mal eine auf die Nuß, und zwar nicht mal so mit dem Gummihammer ein bißchen angedeutet, sondern richtig. Und deshalb finde ich auch, daß das Mittelreich mal ne Pause kriegen sollte und ebenso, daß das Dümmste, was man tun kann, wäre, das Mittelreich zu zerschlagen, am Besten noch 'damit Helden wieder was zu tun haben'. Ich bin der Scheiß-Meister, wenn die Helden was zu tun haben sollen, dann kriegen sie was zu tun, dafür muß ich nicht ein ganzes verdammtes Reich destabilisieren.


    Was die Quellen zu dem Konflikt Zwerge-Horaskaiser angeht: Die gibt es nicht, und das ist eben das Problem !


    Da gibt es generell nichts. Zwerge und Drachen... ist ein Spannungsfeld, zumindest in den konservativeren Gebieten könnte man da mißtrauisch werden. Der Horas ist ein Magier, ein Halbdrache, schottet sich vom Volk eher ab. Keiner weiß, wie mächtig er ist, ob er wirklich selber das Sagen hat oder nur ein Sprachrohr für seinen Vater ist, der ihn kontrollieren könnte. Keiner weiß, ob der überhaupt noprmal alltert oder doch ziemlich lange regiert. Die letzte Magierin auf dem Thron war Hela-Horas. Manche mögen auch kritisch sehen, daß die Firdayons als altes Geschlecht eines Drachentöters sich jetzt mit einem eingelassen haben. Man mag auch kritisch beäugen, daß die Mutter des Horas nicht nur Magisterin der Magister, sondern auch Nummer 1 der Schwesternschaft der Mada ist, und ihre Geliebte Nummer 2 ist. Die Erzwissensbewahrer in Silas haben während der Drachenfehde prophezeiht: '(...)Erst wenn die Chimäre nicht mehr an den Grundfesten des Reiches nagt, kann die Saat der Schlange aufgehen.' Da wäre so viel KOnfliktmaterial, mit dem man auch im offiziellen Aventurien viel Großes machen könnte, so viel Großes !


    Aber all das interessiert nach der Quellenlage keine Sau.


    RdH läßt sich nur darüber aus, wie toll alle den Horas finden und daß er das Land so groß, geradezu fantastisch groß, machen wird. Von einer, gar organisierten, oder sich organisierenden Opposition gegen das Ding da auf dem Stuhl ist nirgendwo die Rede. Selbst der Gegenwind, den er für sein Toleranzedikt bekommen hat, hatte den Beigeschmack von 'Die Traditionalisten und die verknöcherten Kirchenfürsten haben sich dagegengestellt, aber eigentlich ist Toleranz ja super, so super...' Und deshalb finde ich, der Metaplot sollte das Horasreich nochmal bedenken, denn letztenendes ist es ja dasselbe Argument wie bei denen, die das Mittelreich zerschlagen wollen: Wenns zu gut läuft, ist es ja langweilig, da haben Helden nicht so richtig was zu tun... Oder etwa nicht ?

  • Eine tolle Auflistung, die du da erstellt hast, ?

    Aber warte euch mal ab, bevor du dich derart in Kritik übst. Die RSH und weitere Entwicklungen des Horasreichs stehen ja noch aus ...

  • Ich stimme dir weitgehend zu, das Horasreich könnte einen Dämpfer vertragen, schon um auszugleichen, dass man hier Renaissance und Mittelalter Grenze an Grenze steckt.

    Ich erinnere mich noch gut daran, als ich (es müsste in der DA 4 RSH zu Al Anfa gewesen sein), las, dass die Al Anfanern den Horasiern bei der Erforschung des Südsternhimmels etwas voraus seien. Ansonsten werden die Horasier immer als weitgehend überlegen geschildert (Grund: s. oben, mit dem OT - Hinweis, dass die Überlegenheit in allem durch Renaissance irdisch nicht haltbar ist).

    Was könnte man also tun?

    Republikanische Bewegungen im Inneren, ausgehend etwa von Belhanka, vielleicht gepaart mit Ilaristen (in der Aranien RSH gab es Hinweise über Ilaristen im Horasreich) und / oder Neoborbaradianern. Nandus, Aves und Tsakirche hätten da auch noch ein Wörtchen mitzureden.

    Eine waschechte Adelsopposition gegen die Clique um den Horas. Das Toleranzedikt würde sich da anbieten.

    Herzog Cusimo von Grangorien, der seine eigene Suppe kocht (s. RSH Siebenwindküste).
    Aufstände auf den Zyklopeninseln

    Einfälle von Novadis (gehen immer)

    Eine ordentliche Seeniederlage gegen die Al Anfaner (hier dürfte man OT gerne mal auf die irdischen Niederländisch-Britischen Seekriege schauen, was die gesellschaftlichen Rückwirkungen angeht)

    Ärger in den Kolonien, hier würde sich eine abreißende Verbindung nach Uthuria anbieten (und nebenbei IT entschuldigen, warum die Redaktion diesen Kontinent erst einmal nicht bearbeitet) - fällt der Uhturiahandel aus, wir sein ein großes Heulen und Zähneklappern in Grangor und anderswo.

    Eine ordentliche und anständige Seuche in den Städten.


    Da wäre auf jeden Fall was los. Aber wie groß der Dämpfer sein soll, weiß ich nicht - ein JdF für das Horasreich brauche ich persönlich nicht. Einer bis zwei der obrigen Punkte denke ich, reichen aus.

  • Ach, betrachten wir doch mal nur die letzten 10 Jahre, wie ich zuvor geschrieben habe - also ab 1032 BF:


    Chronik:

    Erfolge:

    • Ende des Albernia-Nordmarken-Konflikts und der albernischen Unabhängigkeit
    • Befreiung Warunks, Vernichtung des Omegatherions, Erlösung Emers
    • Tod von Selindian Hal, Ende des Gegenkaisertums
    • Tod des Machtpolitikers Jast Gorsam, Ende der nordmärkischen hegemonialen Bestrebungen
    • Befriedung und Rückeroberung der Wildermark
    • Befreiung fast ganz Tobriens
    • Ende des Nekromantenrats und von Haffax

    Abenteuer die das Mittelreich stärken:

    • Donner und Sturm
    • Posaunenhall
    • Am seidenen Faden
    • Bunte Scherben
    • Von eigenen Gnaden
    • Mit wehenden Bannern
    • Der Mondenkaiser
    • Ein Stein im Nebel
    • Die verlorenen Lande

    Wenn man weiter zurückgeht, gab es auch schon früher Erfolge des Mittelreiches. Befreiung der Grafschaft Misamund, Verdichtung von Xeraan, Aufhebung der Belagerung von Beilunk, Omlad kommt zurück an das MR etc.


    Beim Horasreich vergisst du die völlige Zerstörung Arivors, die anscheinend niemand bekümmert (im Vergleich zum Foren-Shitstorms nach der Auslöschung Wehrheims).


    Und die alte Box „Fürsten, Händler, Intriganten würde schon sehr lange geretcont.

  • Ich habe absichtlich weiter ausgeholt, weil die 'nachgeworfenen Erfolge' nichts als eine Revision der Schwächung der Zeit davor sind, die aber ausgeklammert sind, weil sie 'netterweise' vor 1032 liegen. Auf dem Stand von 1032 ohne Vorwissen, sieht das super aus, klar, aber das zeigt eben nicht, daß das auch alles davor verloren ging und man sich nur unter ziemlichen Opfern gerade mal so das meiste, das man verloren hat, wieder zurückgeholt hat. Meiner Meinung nach eine unzulässige Verkürzung, die die Perspektive schon ein wenig verdreht.

    - Die Wildermark war vorher Darpatien, verlorengegangen im Jahr des Feuers.
    - Warunk ist noch unter Borbarad verlorengegangen, auch das hat man sich nur wiedergeholt.
    - Fast (!) ganz Tobrien ebenso.
    - Das Ende des Gegenkaisertums stellt so gesehen den Status quo ante gerade mal so wieder her, Schwächungen der kaiserlichen Position, etwa durch die Ochsenbluter Urkunde spielen bei dir keine Rolle.
    - Von der Vernichtung des Herzes des Omegatherions (andere Teile bestehen fort !) und des Nekromantenrats haben kosmisch ja alle was. Dafür ist der Donnersturm halt weg.

    Alles in allem wirkt das ein bißchen wie einen Schwindsüchtigen kurz vor dem Abkratzen neben einen Typen mit erhöhter Temperatur zu stellen und zu konstatieren, weil der Schwindsüchtigen sich ab t=0 schneller erholt als der andere, der vielleicht ein oder zwei Grad zulegt, sei letzterer schlechter dran.

    Arivor habe ich nicht vergessen, können wir aber gerne mit Wehrheim aufrechnen, wenn du magst.

    Addendum: Die Firdayons an sich haben eigentlich nur Salkya und Amene verloren. Salkyas Kinder sind dynastisch keine Firdayons, weil aus morganatischer Ehe, und die restlichen Ausfälle verteilen sich auf Firdayon-Bethanas (Erzherzog Haakan, seine Tochter Rondriga und sein Sohn Tolman) und die kompletten Firdayon-Baliriis (Graf Deriago tot, Gräfin Sarahjana und ihre Kinder Denderan und Isora spielen im offiziellen Aventurien keine Rolle mehr, die Kinder werden als mögliche Heldenfiguren angeboten). So ein großer Aderlaß ist das nicht so richtig.

    ROMANES EUNT DOMUS !

    Edited 2 times, last by Renard ().

  • Asl Chronist kann ich nur sagen, wer alleien Schlaschten zählt, übersieht die Schatten im Hintergrund - und passend dazu gab es mal ein Abenteuer mit einem ähnlichen Titel. Das HR mag nach Außenm stabil aussehen ... nein, denn gerade im Thronfolgerkrieg kamne die verschiedenen Konflikte an ide Oberfläche. Gut, das HR wurde nciht so ausgeblutet wie das MR seit der 1000 Oger in Tobrien, aber gelitten hat das Land schon - ist ja auch kleiner als das MR. Die Frage ist, würde das HR noch stehen hätte es die gleichen Katastrophen wie das MR erlebt ... vermutlich nicht. Und der letzte bürgerkrieg wurde von einem Drachen (!) beendet - nicht durch "gesunden Menschenverstand". Und wie nach jedem Bürgerkrieg brodelt es unter der ach-wie-sind-doch-alles-Freunde-Oberfläche.


    Wehrheim ... häh ... diese angeblich ach so wichtige Stadt, die nie ein eignes Abenteuer bekam - und selbst in einem Roman langweilig rüber kommt. Arivor hingegen besitzt Gesichchte!


    Wenn das HR unbedingt mal einen auf die Rübe bekommen sollte - dann womit niemand rechnet. Kein Krieg, kein böser Drache, keine Myranoische Invasionsflotte, keine räubernden Thorwal-Piraten usw. sondenr ein Naturschauspiel wie wir es auf Erden vor einigen Jahren erleben mußten: Eine gewalitge Sturmflut! Ausgelöst durch den Streit der Meerrsgötter, durch das Zusammenbrechen des Efferdswalls, oder weil ein großer Stern eingeschlagen hat. Die Zyklopeninsel wären davon stark, sämtliche Küstenregionen ebenso betroffen, die wichtige Flotte wäre fast völlig ausgelöscht (nix mit Uthuria mehr) ... Chaos und Zerströung na dne Küsten - und sicherlich die Frage: Warum ihr Götter? Oder war es Swafnir?

    Jedenfalls, so etwas ähnliches ereignete sich einst im Mittelmeer - auf Kreta.


    PS: Ich finde Wir haben eine Pause vom MR verdient. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Zakkarus, ich denke eher, das Mittelreich hat eine Pause von uns verdient, wenn da die ganzen Helden immer die Welt retten wollen, ist da immer gleich Sack und Asche ! XD

    Ich würde mir ja schon wünschen, daß die ganzen Konflikte die in der Fehde hochgekocht sind, mal aufgegriffen werden, das würde ja schon reichen.

  • Die RSH und weitere Entwicklungen des Horasreichs stehen ja noch aus ...

    Es wäre aber schade, wenn da große Änderungen rückwirkend gesetzt werden würden. Wenn aber nichts passiert, wird es weiter wie gehabt glänzend und modern und ohne innere Konflikte dastehen.


    Befriedung und Rückeroberung der Wildermark
    Befreiung fast ganz Tobriens
    Ende des Nekromantenrats und von Haffax

    Das ist aber kein glänzender Sieg. Das hat (viel) zu lange gedauert, es zurückzuerobern und Verlusten, dazu ist das Land noch immer dämionisch pervertiert und da leben Menschen, die ein "normales" Leben und die mittelreichische Lebensweise gar nicht kennen, weil sie auf pervertiertem Land geboren wurden und gelernt haben, die Erzdämonen anzubeten.

    Es wird lange dauern und immense Ressourcen kosten, das irgendwie wieder zu brauchbarem Land zu machen, und womöglich ist da viel für immer oder sehr lange irreparabel.


    Nur weil irgendwelche Dinge nun nach langer Zeit und unter hohen Kosten geschafft wurden, wird ja nicht sofort alles gut. In Albernia sind nicht alle damit glücklich, und in Tobrien und Umgebung haben sie noch auf Jahrzehnte auch magische und dämonische Probleme neben vielen profanen.


    Das Horasreich dagegen hat fast einen Krieg mit einem MR angefangen, das selber im Krieg gegen die borbardianische Invasion stand (statt die Gefahr zu erkennen und gleich zu helfen) und hat sich in all der Zeit nie mit einem Krieg auf seinem Boden herumschlagen müssen (der Thronfolgekrieg, wie oben zu lesen, ist ja nicht als Bürgerkrieg zu betrachten, sondern als ausgeweitete Adelsfehde mit eher wenig Verlusten und Einbußen bei der Bevölkerung, kein Verlust und Schaden an Land, schon gar nicht über Jahrzehnte und sich dann damit konfrontiert sehend, was man nun mit Land und Leuten macht).

    Die Seeschlacht gegen Al'Anfa durfte das Horasreich dann auch noch gewinnen.

    Ja, Arivor wurde zerstört, aber Tiefhusen ebenso, und das MR hat durch Ogerzug, Orkeinfall (2x), Borbarad, Kampf gegen die Schwarzen Lande, Rückeroberung der Schwarzen Lande viel mehr verloren.

  • Renard


    Und wenn du noch weiter zurückgehst, war einmal fast ganz Aventurien Teil des Mittelreichs...


    Aber die letzten zehn Jahre waren doch geil, für diejenigen, die das Mittelreich schätzen/präferieren. Sie konnten offizielle Abenteuer erleben, bei denen das MR ein Erfolg nach dem anderen erleben kann. Das gab es in diesem Umfang und Dichte für keine andere Region Aventuriens! Mich wundert schon etwas, dass da bei einigen keine Zufriedenheit aufkommt.


    Überdies sollte man sich vielleicht mal überlegen, wieso initial des MR geschwächt wurde. Denn es ist aufgrund seiner Größe, seiner Ressourcen und Bevölkerungszahl bereits in der Anfangszeit von DSA völlig falsch konzipiert worden. Es ist ein (potentiell) übermächtiger Staat, der leider viele mögliche Plots verhindert.


    Schattenkatze


    Das Horasreich wurde vom Mittelreich angegriffen. Ist das nicht bekannt? Jasmina von Bregelsaum hat mithilfe von Selindian Hal zahlreiche Leben von Horasiern auf dem Gewissen... Konsequenzen für das Mittelreich gleich Null. Stattdessen versinkt der Yaquirbruch auf Jahre in Chaos und Anarchie. Das war eine zweite Wildermark.


    Und es ist falsch den Krieg der Drachen als Fehde zu bezeichnen. Pertakis wurde ausradiert, Bomed und weitere Städte in starke Mitleidenschaft gezogen. Offenbar haben sich die Autoren selbst nicht an die Vorgaben aus HdT gehalten.


    [infobox]Schattenkatze: Zwei kurzzeitige Beiträge hintereinander sind nicht gestattet. Bitte die Editierfunktion nutzen.[/infobox]

    Edited once, last by Gast: Ein Beitrag von Waldemar mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Wenn zwei Gruppen sich bekämpfen, Städte belagert, erobert, teils geplündert und Schlachten geschlagen werden, ist das kein Bürgerkieg - oh, dann hat ja Answin doch Recht mit der Verleugnung. ;)

    Zudem war es ein "durchgeknallter Graf", der 1018 BF die Grenzfeste angriff - und dabei starb. Ein halbes Jahr später brach die Rote Keuche aus. Da Kaiserin Amene schwieg, sich im HR laute Gruppierung bildeten die vom alten Glanze träumten, ja von einem starken Kaisertum, wagte man von einer drohenden Kriegsgefahr zu sprechen - da oft schon in der Vergangenheit ein Adelstreit sich ausbreitet tat. (Bote 61).


    Ja, das MR hat verloren - und holte es sich jetzt Stück für Stück zurück - auch ein Zeichen von Stärke ... oder übereifer.


    Trotzdem, nun zu sagen, das MR hat lanmg genug gelitten, und muß das HR bluten wäre lächerlich. Dank Borbarad sind beide Länder Bündnispartner. Dank dem Horas konnte ein Splitter zerstört werden. Und genau diesem Horas stehen manche Adlige feindlich gegenüber ... es brodelt unter der Oberfläche.


    Ergänzung: Die Lieblingsregion ist das mR, gefolgt von dne umliegenden Ländern (Bornland, Nostriandergast, HR, Almada), und gefühlt spielt DSA auch zu 2/3 nur dort. Je weiter wir nach Norden oder Süden (Al'Anfa ist eine Insel für sich) reisen, um so seltener stoßen wir auf Abenteuer - kennt jemand Riva? Ein großes Ereingis um das HR würde automatisch den Blick dorthin wenden - also tauschen wir nur das MR gegen das HR aus, wei es vor kurzem mit dem Bornland (TRK) passierte. Aktion brauchten dringend die Regionen die viel zu lange im Dornröschenschlaf liegen, und dies betrifft auch das Svelltland (ja, wurde im HW-Abenteuer (!) aufgegriffen) und Thorwal (das mal eine recht aktive Region war).

    Gut, ich gebe zu das ich die aktuellen Entwicklungen seiot 1040 BF im Boten nur ma Rande verfolge ... bin erst bei AB152. Kann mich also auch irren - aber was die letztern Abenteuer angeht ... wie wurde denn der Sternenfall in der Khomregion aufgernommen?)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

    Edited once, last by zakkarus ().

  • Was die Quellen zu dem Konflikt Zwerge-Horaskaiser angeht: Die gibt es nicht, und das ist eben das Problem !

    Da hat halt noch keiner offiziell dran gedacht...


    Und wer braucht auf die Mütze?
    THORWAL >:D

    Never Trust A Smiling Gamemaster

  • Ganz genau, man trifft oder übernimmt Setzungen, die dann nicht berücksichtigt werden, und wundert sich dann, warum Leser auf 'komische Ideen' kommen, weil die die alten Setzungen im Kopf haben.

    Ansonsten: Pertakis wird schwer in Mitleidenschaft gezogen, Parsek wird ausradiert. Und den Yaquirbruch mit der Wildermark zu vergleichen, halte ich für arg übertrieben. Immerhin geht es im Yaquirbruch 'zivilisiert' zu und es zeichnet sich ein gemeinsames Miteinander ab. Zitat DSA wiki:

    "Trotz chaotischer Zustände war die Gegend im Gegensatz zur Wildermark kultiviert. Es entwickelte sich zwischen Almadanis, Novadis und Horasiern eine von Respekt und Toleranz geprägte Kultur, die sich im Ehrbegriff der Taifados niederschlägt."

    Oh, und bis 1037 BF hat man die Kiste auch wieder befriedet.

    ROMANES EUNT DOMUS !

    Edited once, last by Renard ().

  • Hinter dem Wort "kultiviert" verbirgt sich Ehre - und die hat schon manchen Krieg angefangen ... zudem ist/war (?) die Taifas-Region ähnlich wie das HR ein im Untergrund brodelndes Feuer - ganz im Gegensatz zur Wildermakr, da wurde offen gekämpft.

    Das ist ja das fatale, das oberflächlich gesehen Kämpfe eher wahrgenommen werden als der sich langsam aufbauende Zorn in Form von Intrigen - sagt man ja Frauen (falsche Schlange) und Männer (brutaler Barabar) nach.

    Und ähnlcih sehe ich auch den "Frieden" im MR, der echt ist, da man seinen Feind (die Heptarchen) gemeisam - unter Rohaja! - bezwang, während der "Frieden" im HR nur ein Patt ist - der von einem Drachen erzwungen wurde.

    Hust ... Deutschland war nach WW1 auch ähm befriedet ... was sozusagen automatish zu WW2 führte. Die französische Revolution köpfte den Feind (=Adel), trat an die Spitze und bekam Napoleon ... usw. Geschichtlich gesehen entscheidet erst der Umgang mit dem Sieg wohin die Reise geht, und manchmal habe ich das Gefühl das Detuschland & Frankreich pater für HR vs. MR stehen - immerhin gingen beide aus dme Großreich von Karlchen hervor. Achja, das Liebliche Feld ist länger verloren gegangen als die MR-Ostküste ... und wagte sich Kaiserreich zu nennen ... jetzt wo der Osten befriedet ist nehmen wir uns den Westen vor, jawohl! ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Das Horasreich wurde vom Mittelreich angegriffen.

    Nicht während der Borbarad-Invasion, wie Renard schon angeführt hatte, und auch ich erwähnte. Da waren es die Horasier, die über die Grenze huschten, weshalb die beiden Reiche kurz vor einem Krieg standen (für das MR wäre es ein Zweifrontenkrieg gewesen, weil ja für alle Welt bekannt und ersichtlich gerade Dämonen- und Untotenhorden durch Tobrien marschierten, was für das Horasreich aber kein Grund war, Unterstützung anzubieten - die kam erst mit dem Friedensvertrag von Weidleth).


    Und wenn du noch weiter zurückgehst, war einmal fast ganz Aventurien Teil des Mittelreichs...

    Wenn man weit genug zurückgeht, hat das Mittelreich, das Neue Reich, sich aus dem Alten Reich verselbständigt.


    Und es ist falsch den Krieg der Drachen als Fehde zu bezeichnen.

    Dies wiederum liest sich so nicht:

    'Wie (...) ausgeführt, ist der horasische Thronfolgekrieg kein Bürgerkrieg, sondern eine umfassende Adelsfehde. (...) Ebensowenig liegt es im Interesse der Prätendenten, ihr Erbe, das sie durch den Krieg zu erlangen suchen, in Mitleidenschaft zu ziehen. Also sollten sich die Schäden für die nicht kämpfende Bevölkerung in Grenzen halten. ' Hinter dem Thron, S. 21


    Trotzdem, nun zu sagen, das MR hat lanmg genug gelitten, und muß das HR bluten wäre lächerlich.

    Ich für meinen Teil sehe nicht, wo das Horasreich bluten muss. Allerdings sehe ich eher wichtige Schauplätze für Abenteuer und Bewegungen in der Geschichte in anderen Ländern als im MR, das in der Tat Schauplatz vieler auch militärischer Ereignisse war. Ich finde es insgesamt nur passend und auch nötig, dass andere Regionen Teil der "lebendigen Geschichte" werden. Ob das nun das Horasreich ist oder die Tulamidenlande oder die Waldinseln, ist mir recht egal. Es müssen für meinen Geschmack auch keine militärischen (Groß-)Ereignisse werden.


    Da hat halt noch keiner offiziell dran gedacht...

    Ich lese aber schon seit OT Jahren von der Kritik, dass es inneraventurisch da keine Kritik, Bedenken oder mögliche Konflikte gibt. "Vergessen" ist das dann nicht mehr, wenn schon nicht erst seit Monaten darauf hingewiesen wird.


    Und wer braucht auf die Mütze?
    THORWAL >:D

    Wie im anderen Faden angemerkt wurde: Aus ganz persönlicher Neigung möchte ich dies ja unbedingt unterstützen, aber da die nächste RSH Thorwal mit beinhaltet, ist es unwahrscheinlich, dass die RSH rauskommt und innerhalb der nächsten wenigen OT-Jahre sich dann in Thorwal etwas tut, was den beschriebenen Zustand grundlegend ändert.


    "Frieden" im HR nur ein Patt ist - der von einem Drachen erzwungen wurde.

    Den aber alle toll finden und als neuen Heilsbringer empfinden.

  • Napoleon wuirde auch als "Heilbringer" geifeiert ... aber wie du richtig schreibst, laßt es im HR und gern MR - ebenso Bornland unter der Unterfläche garen, wie es lange Zeit in Merdiana passierte - was schließlich zum Umsturz in Al'Anfa führte - die verlorene Seescchlacht gegen HR war da nur noch der Funke für die Zündschnur gewesen. Und uns endlich mal Regionen anschauen, die zwar im Boten und JB behandelt wurden - wie die Khom - , aber in Abenteuern kaum berresit worden sind. Gefühlt passiert im gesamten Norden - also von Riva bis Paavi - gar nichts ... Dunkelelfen, toll ... Khom und Zhe'Tha nach Außen hin ruhig, Brabak ein neues Königshaus (was laut Boten 2012 die Region "verändert") und dann Al'Anfa, als wenn Meridina nur aus diesne beiden Kleinregionen besteht. Hey, Sternenfall über ganz Dere - aber die blöden Waldmenschen feiern weiter, ebenso die Elfen in den Salamandersteinen, die Trolle in dne Bergen und die Zwerge bekommen in ihren Stollen eh nichts mit.

    Also, laßt mal ein bis zwei Generationen der MR, HR und Bornlands es etwas friedlicher angehen! Unter dem Friedenskaiser Hal (17 Jahre) gab es nur einen Feldzug gegen Maraskan und die 1000-Ogerschlacht! Und wenn sich die Thorwaler und Horasier nicht gerade prügeln, passiert an der Westküste scheinbar gar nichts.

    Alle (?) sprechen os oft von einem Zeitsprung - laßt dann mal 10 Jahre keine Katastrophen über das mR, HR und Bornland regnen, sondern haut den anderen Randregionen und -inseln, anderen Völkern (u.a Trolle und Orks) was um die Ohren. Und dann ist wieder Zeit für die "Ernte".


    Kurz noch einmal etwas zum Hintergrund der Kiregsgefahr zw. HR und MR: Weder Amene noch Brin wollten einen Krieg. Nur die Unruhe im HR und die Gefahr eines Umsturz beobachtete das MR mit Sorge, denn würden solche Wirrköpfe, wie Graf K., der im Alleingang die Grenzefeste angriff, an die Macht kommen (hallo Trump), könnte dies evtl. zum Krieg führen - weswegen auch im Boten die Frage stand, ob Amene krank sei. Am Ende führten aber alle diplomatische Beziehungen zu einem Friedensvertrag. Das die Umbruchsbefürchtungen nicht unbegründet waren, zeigte das Chaos das nach Amenes Tod ausbrach.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

    Edited once, last by zakkarus ().

  • Äußerlich glänzt das Horasreich. Andererseits ist dieses Reich auch wie kaum ein anderes für Korruption, Ämterkauf, Intrigen und weitere Makel bekannt. Dies wären imho brauchbare Schwächen, das Reich selbst wird sein größter Feind. Äußere Feinde müssen bloß auf einen günstige Augenblick warten und nicht gleich ein zweiter Borbarad sein.


    Den neuen Horas sehe ich kritisch. Einerseits gefällt mir die komplette Halbdrachengeschichte grundlegend nicht, erinnert ein wenig zwei Stufen über an Nahema im Kettenhemd, andererseits wäre der perfekte Kaiser auch aus erzählerischer Sicht sehr dröge. Eine finstere Drachenverschwörung und dunkle Kenntnisse aus ferner Vergangenheit, am besten mit Blick auf das Karmakorthäon, Kampf gegen den Namenlosen, Drachengottkaiser usw., erschiene mir zu plump, ein aventurischer Imperator, der in Praios’ Namen auf dem Weg zum Großreich in Aventurien herumhitlert, wäre nicht wesentlich besser.

    Vermutlich wird das Ganze eher auf eine Konfrontation mit Al’Anfa hinauslaufen, dass zuvor erst einmal den kompletten Süden aufräumt und unter seiner Krone vereint. Klarer Nachteil wäre der Verlust der südaventurischen Vielfalt, da am Ende alles Al’Anfa wäre. Doch zum einen scheint "Weil einfach einfach einfach ist!" das DSA5-Motto schlechthin zu sein und zum anderen würden die aktuellen Autoren auch mit sprunghaften Erholungen und Wiederherstellung des alten Settings kein Problem mit der Glaubwürdigkeit sehen.


    Das Mittelreich sollte hingegen eine Weile verschont bleiben. Weshalb das Ding überhaupt noch existiert, ein vielerorts praktisch verseuchtes und entvölkertes Reich, im Krieg ausgeblutet und gerade auch der Menschen im leistungsfähigen Alter beraubt, bleibt ein Rätsel. Ein, zwei Jahre reichen schlicht nicht, um die Bevölkerung mit Menschen zwischen 18 und 35 Jahren neu aufzufüllen, Missernten auszugleichen, neue politische Ordnung zu schaffen, dämonische Umtriebe auszurotten, vernichtete Städte wieder aufzubauen usw.; das dauert eher 30 oder 40 Jahre, selbst mit Magie und Wunder min. 20 Jahre.

  • Nicht zu vergessen, dass das MR noch unter Hal auch seine Kornkammer Aranien verloren hat. Also insgesamt wurde das MR schon reichlich zusammengestutzt.

    "Schick doch die Maraskaner, die werden wiedergeboren"

    Ausspruch Helme Haffax bei der Eroberung Medenas im Efferd 1029 BF

  • Khom, Liebliches Feld, Maraskan, Aranien - die Spur zieht sich hin beim Mittelreich, der größte (von der Landmasse her) war eisnt das LF und gestern Tobrien. Aranien hätte auch zum Krieg kommen können - ebenso mit dem Bornland (immerhin verschwand dort der Kaiser - was nachträglich bedauert wurde, das man uas dme Thema nichts gemacht hat). Und kurz vor Hals Verschwinden brodelte es auch mit den Thorwalern.

    Also langweilig wurdes nie im Mittelreich ... aber so wurde es ja auch 1985 erschaffen: "Jedermann weiß, daß das Reich unter der Führung Hal wieder einmal eienr dunklen Epoche entgegnesteuert. Die Verwaltung ist korrupt, das Heer schwach und kaum in der Lage gegen die vordringenden Orks zu bestehen. In weitne Teilen des Reiches herrscht Anarchie und Chaos ... Schlußsatz: Ein düsterer Schatten schedint über der Zukunft Aventuriens zu liegen." (Zeit für Helden! müßte jetzt da noch stehen.)

    Die DSA-Schöpfer erkannten das in einem stabilen Reich kein klassisches Heldentum zu gewinnen ist - siehe Xena. Trotzdem blühte das MR unter Hal auf - gerade wegen einiger Helden? Den Fehler machten dei Regionalspielhifen, die mit jeder neuen Version "modernes Denken" einführten, was zur KGIA und das recht moderen Horasreich führte, während aber andere Regionen nicht diesen Entwicklungsschub mitmachen konnten/durften.

    Wenn ich denke das man im Computerspiel "Schicksalklinge" fast jeden Ort Thorwals aufsuchen konnte, und wie wenige ich davon im PnP bisher besichtigten durfte, während manche Orte im HR und MR zigmal beschrieben sind, zerigt für mich das der Fokus - wie eisnt versprochen - endlich auf andere Gebiete gezogen werden sollte ... immer spielen wir ja in einer lebendigen Gesichichte - und wollen z.B. nicht nachlesen was in den letzten 10-20 Jahren um und in Riva passiert ist.

    Sorry, bin leicht vom Thema weggerudert.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Ich lese aber schon seit OT Jahren von der Kritik, dass es inneraventurisch da keine Kritik, Bedenken oder mögliche Konflikte gibt. "Vergessen" ist das dann nicht mehr, wenn schon nicht erst seit Monaten darauf hingewiesen wird.

    Echt?
    Ich hab die Idee rst vor relativ kurzem gehört. Wusste nicht, dass die so alt ist.

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