How To Metaplot

  • Da im anderen Thread ja schon eine eindeutige Meldung der Moderation kam:

    Wir, die Moderation, fordern ein letztes Mal auf themenspezifisch zu posten - oder die Beiträge in passende Threads zu posten. Sollte die Diskussion weiterhin abschweifen, werden wir den Thread für eine gewisse Zeit schließen. Dies birgt den Effekt, dass wir weniger Moderationsaufwand haben (der, trotz mehrmaliger Aufforderung beim Thema zu bleiben, recht hoch für diesen Thread ist) und gibt euch Gelegenheit, über diesen Thread hinaus zu schauen und passende Threads für eure Posts zu finden.

    und danach:

    Das wäre mir persönlich viel zu redundant. Der Metaplot kann über Abenteuer, RSH und Botenartikel aufgebaut und entwickelt werden. Dazu nochmal eine regelmäßige Zusammenfassung fände ich ziemlich unnötig.

    Wenn künftig für die Fortschreibung auch jahresbücher erscheinen fände ich das auch cool. Aber erst wenn die RSHs und wesentlichen Stränge auf einem fortgeschritteneren Status sind. So war es ja bei dsa 4.1 auch, als man damit die Jahre 1035-37 behandelte

    gepostet wurde:

    Wie wäre es, wenn wir reine Ideen: "Wie wird der Metaplot" hier lassen >> Metaplot-Spekulationsthread

    Und, Ideen: Wie sollte Metaplot gemacht werden, was ist zu beachten, was ist noch offen >> hier diskutieren.


    Die primäre Frage im Metaplot-Spekulationsthread ist:

    Was meint ihr, passiert als nächstes? Was bringt die Zukunft mit sich? Welche Meisterperson wird eine größere Rolle spielen, welche eine geringere?

    Haut einfach mal raus, was euch so einfällt!

    Hier ist die primäre Frage:

    Was ist zu beachten, was ist noch offen, wo gibt es einfach Dinge die zu diskutieren sind.

    Wir diskutieren hier also auf Meta-Ebene. Nicht was passiert, sondern warum und wie es passiert ist relevant. Ich bin gespannt :)


    As always: Wenn dieser Thread nicht im Sinn der Moderation ist, bitte einfach diesen Faden schließen :) dann hab ich fehl-interpretiert.

  • Gute Idee mit der Trennung:

    Also, was sollte passieren, auf ner Meta-Ebene?

    Egal was, bitte nicht "mehr vom Gleichen".
    Ich brauch weder Orkensturm 4.0, Borbarad 2.0 (oder 3.0, wenn man Jahr des Feuers dazuzählt), Pyrdacor 2.0 und schon ganricht Phileason Part II, elecrtic boogaloo.
    (Da hatte ich echt Angst, dass die Sternenträger so wird).

    Ich brauch nicht immer den riesigen Kontinent umspannenden Plot.
    Ich brauch auch nicht immer den total mystischen Götterplot, der im Hintergrund abläuft.
    Der KANN eine Rolle spielen, aber ich hätte mag es auch gerne, wenn man sieht, dass in Aventurien auch profane Menschen mit profanen Problemem leben.

  • Ich glaube die beste Lösung ist viele kleine Plots zu starten und das Karmakorthäon wirklich vor zu bereiten. Denn der Einwand, dass momentan bekannte, aktive Personen fehlen, sehe ich durchaus als berechtigt.


    Was man jetzt braucht sind viele kleine Abenteuer von denen man nicht denkt, dass sie später auf wundersame Weise in einen großen Metaplot fallen, der dann erst zu Tage kommt, wenn die relevanten Personen bekannt und erlebt sind. Ich fände es blöd Metaplot zu betreiben, ohne dass man sich in die Rollen hinein versetzen kann.


    Will heißen:

    Die Pläne des Aikars sollten weiter voran gebracht werden, ins Horasreich sollte etwas Bewegung kommen und das Karmakorthäon sollte als ganzes durch Geweihtenabenteuer im Ganzen angespielt werden (ohne dass große Erfolge errungen werden, sondern nur einzelne Phänomene untersucht). Dadurch könnte man realisieren, dass am Ende diese Phänomene ineinander Übergreifen.


    Das Ausarbeiten und Erleben von neuen, wichtigen Charakteren halte ich für deutlich wichtiger als schnell Aktion reinzubringen.

  • Ja genau, langsame Entwicklungen, noch nichts großes - aber halt auch Abenteuer bei denen die Personen nicht nur Bauern sind, sondern klar wird, dass die später noch von Bedeutung sind. Viele Abenteuer, die 2-Sterne bei der lebendigen Geschichte haben. Hier entflieht mal der Anführer eines Namenlosenkultes, der später noch verwendet wird. Dort dreht sich das Abenteuer darum, einen Streit zwischen Shinxir- und Rondranhängern zu schlichten. Ein Abenteuer in dem man (mal mit erfahreneren/angesehenern Helden, dass vermisse ich auch ein bisschen) dem neuen Hauptmann xy hilft, seine Truppe in Außenposten qz wieder auf die Spur zu bringen, nachdem der alte aus Unfähigkeit gefeuert wurde, und so der wichtige Grenzposten seine Aufgaben vernachlässigt hat.
    Dann vielleicht auch mal ein 3-Sterne Abenteuer, in dem man wichtige Umwälzungen/Intrigen etc. am Hof der Kaiserin/des Horas mitbekommt.


    Dazu Vorstellungen von später mal wichtigen, aber noch kaum beschriebenen Personen in den RSH bei den Meisterinformationen, die der Meister dann nach Belieben den Spielern vorführen kann. Auch das Auftauchen solcher relevanten Personen in Abenteuern, die eigentlich überhaupt nichts mit dem Metaplot zu tun haben, aber hier kann man ihnen schon mal begegnen.
    Vielleicht können die Helden auch ein Attentat auf eine vermeintlich unwichtige Person verhindern, oder es stellt sich erst in einem anderen Abenteuer heraus, was das eigentlich zu bedeuten hat. (Ich denke hier an Schrecken aus der Tiefe und den dazugehörigen Roman, wobei statt dem Roman natürlich ein zweites AB gemeint ist). Und und und. Das ist so die Richtung, die ich anstreben würde.

  • Ich glaube, wenn es noch absehbare Konsequenzen für die Spielwelt hat, sind es mehr als 2 Sterne.
    Und so was müsste halt wirklich von langer Hand geplant sein.

    Naja, drei Punkte ist schon "Das Abenteuer ist stark in den Metaplot eingebunden [...] Offizielle Meisterpersonen spielen eine wichtige Rolle und das Abenteuer hat einen an Ort und Zeit festgemachten Handlungsablauf, der nur schwer zu ändern ist."

    Zwei heißt: "...leichte Bezüge zum Metaplot...offizielle Meisterpersonen treten [eventuell] auf"


    Und ich hätte gerne mehr zwei Sterne Abenteuer: Es ist nicht unbedingt wichtig, was genau passiert, aber die Personen dort sind durchaus wichtig für den weiteren Verlauf. In anderen offiziellen Publikationen würde mMn bei einem 2. Sterne AB halt stehen "Alrik der Zweite half in dieser Zeit auch, die aufstrebenden Kulte des Namenlosen einzudämmen" und die Helden haben dem halt geholfen, dass zu machen, aber es wird nie wieder spezifisch erwähnt, d.h., dass einzige was in dem Abenteuer geschehen sein muss, ist dass es zwischen 1040 und 1043BF geschah, Alrik der Zweite es überlebt hat und ein Namenlosenkult vorgekommen ist. nichts wirklich spezifisch und als Meister kann man sich sehr leicht an diese Vorgaben halten und wird nicht in den Konflikt mit dem Metaplot Abenteuer kommen, wenn der Kult z.B. weiter lebt.

    Bei einem drei-Sterne Abenteuer ist dann halt schon ein genauerer Handlungsablauf wichtig, vielleicht wird hier eine Feindschaft zwischen Namenlosergweihte Balrik und Alrik dem Zweiten etabliert, die beide überleben, außerdem muss es genau am 3. Peraine 1043 stattfinden, damit es nicht mit dem nächsten AB kollidiert, in dem Balrik Anhänger in Al´Anfa anheuert. Und später wird im Boten berichtet, wie heldenhaft der Kampf doch war...


    Aber naja, wenn es drei-Sterne sind, ist es auch ok - ich würde mir nur mehr in Richtung zwei Sterne gehende ABs wünschen und weniger in Richtung vier Sterne.
    Und das Problem mit dem ganzen ist auf jeden Fall, dass es viel Planung und Recherche erfordert und auch dann erst noch geschrieben werden muss, es ist sicher nicht einfach.

  • Was wäre beim "Metaplotbauen" zu beachten?

    ich fange mal gaaanz allgemein an:

    der Metaplot soll SCs erlauben zu Helden zu werden

    langfristige Antagonisten und komplexe Zusammenhänge aufweisen

    Auswirkungen auf die Spielwelt haben

    Aventurien aber nicht grundlegend verändern

    plausibel sein

    Bezug zum Sternenfall und der Heldenzeit nehmen

    nervige Wiederholungen von Handlungen und Handelnden vermeiden

    interessante noch nicht verbrauchte Themen/Kulturen/Personen in den Vordergrund bringen

    sich "gut" in die Geschichte Aventuriens einfügen

    nicht (mehr) gefallende Ingame Setzungen zum Positiven verändern

    der Geschmack der Spielerschaft treffen

    einen spannenden und daher schwer vorhersehbaren Ausgang haben

  • Ich würde den Metaplot aus den RSH weitestgehend raushalten, sonst bekommt man das Problem, dass ich schon bei SR5 hatte: die Quellenbücher in der falschen Reihenfolge gekauft und man steht wie der Ochs vorm Berg. Da wurde einfach der Metaplot von QB zu QB weitergeführt, und wenn du nicht die richtigen QB hattest, konntest die mit zentralen Elementen des QB nichts anfangen ( ich hab damals z.B. das GRW gehabt und die Spielhilfe zu Deutschland gekauft. Leider wurde da ein wichtiger Metaplotbestandteil aufgegriffen, der im GRW nicht mal erwähnt wurde, sondern in Abenteuern und ähnlichem geschaffen wurde mit Fokus auf die Staaten... für die SR-Kenner: KFS)

  • Ich finde die Idee gar nicht so schlecht. Sich erst einmal auf Figuren zu konzentrieren. Wieder mehr "Stars" und Persönlichkeiten zu haben. Figuren, die einfach präsenter sind. Anscheinend immer wieder auftauchen. Dabei können sie sich auch teilweise zu Antagonisten entwickeln bis hin zu Erzrivalen und Oberschurken.

    Dafür benötigt man keine epischen Umwälzungen, vermeidet also bewusst Orkensturm die xte und Borbarads Schwippschwager.


    Vermutlich benötigt man dafür mehr Geschichten, die lokal eingeschränkt ablaufen. Vielleicht sowas wie eine Havena Reihe, Geschichten aus dem Horasreich, etc. Also die "Soap" zu einer bestimmten Region. Mit wiederkehrenden Figuren.


    Für die eigene Gruppe ist das einfach zu machen. Für die offiziellen Veröffentlichungen stell ich mir das schon schwieriger vor. Es könnte bedeuten Fokusregionen zu entwickeln. z.B. analog zur Heldenwerkreihe eine eigene Reihe Heldenwerk Albernia.

  • plausibel sein

    Was plausibel ist, variiert ja durchaus individuell

    der Geschmack der Spielerschaft treffen

    Es gibt nicht "den" Geschmack, denn Geschmacksempfinden ist mindestens ist mindestens so variabel wie Plausibilität, wenn nicht sogar mehr.


    Ich für meinen Teil fände es wünschenswert, die vergessenen (oder gefühlt vergessenen) SC entweder abtreten zu lassen, oder wieder einzubinden. Einige sind eigentlich schon viel zu alt (Puschinske ist 130, Savertin wird auch nächstens 100, Atherion ist erst an die 70, der hat noch Zeit^^), um noch da zu sein, und sind auch nicht mehr aufgegriffen worden.

    Auch der Aikar hängt seit Jahrzehnten mit seinem großen Plan in der Warteschleife, ohne Voran zu kommen, kurz kam mal was in "Firuns Flüstern" und davor in "Orkengold", aber das eine ist von 2014, das andere von 2010, und vor wenigen Jahren war auf einer RatCon mal Wiederaufnahme angekündigt worden, aber umgesetzt wurde davon auch nicht so viel. Einen Aikar mit Splitter finde ich tatsächlich als einen Umstand, der bedeutsam ist, und viel hergeben kann, und keinesfalls unbeachtet bleiben sollte.

    Auch bei vielen anderen NSC wurden mal Zukunftsoptionen gesetzt, aber nie zu Ende geführt.


    Nun kann man nicht um jeden solcher NSC ein AB stricken, und oft sind sie es gut möglich auch gar nicht wert (persönlicher Geschmack halt, wen man spannend findet, und was man mit wem machen kann), aber sei es nur, dass mal in einem Boten oder RSH mal geklärt wird, was mit denen ist. Ewig weiter leben lassen, ohne dass es offenbar von Relevanz oder Interesse oder Bedeutung ist, ständig weiter zu leben, finde ich immer schade, und merkwürdig obendrein. Wenn sie nicht benutzt werden, können sie auch sterben, oder bei jüngeren in Rente gehen lassen und neue NSC gezielt aufbauen (die nicht super-dubi ganz besonders sind, wie etwa Atherion oder Savertin). Einige NSC sind ja nun wirklich echte DSA-Altlasten.



    Für mich z.B. wäre auch ein neues Schwert der Schwerter interessant und auch notwendig. Bibernell von Hengisford ist derzeitig 74. Obendrein kam mir ihre Wahl auch nur von vorn herein wie ein Lückenfüller vor, damit Zeit ist, ein neues, zukünftiges SdS aufzubauen, damit das nächste nicht aus blauem Himmel aufploppt, OT der Spielerschaft unbekannt ist, man IT aber weiß, dass es eine angesehene Geweihte ist.

    Zumal ich eine derzeitige Mystikerin der Rondrakirche eigentlich interessant und ungewöhnlich genug finde, dass ich mich frage, wie sich das auf den Schwertbund auswirkt.



    Also in Kürze: Für mich wäre es notwendig, mit viele der alten (in doppelter Hinsicht) NSC mal aufzuräumen und einige Zöpfe abzuschneiden.

    Schließlich gäbe es damit auch weniger eigentlich bedeutsamer NSC zu beachten.



    Auch der Sternenfall sollte weiter integriert werden. Göttliches Wirken geht anders, Städte werden zerstört, Sternbilder verändern sich ... Aventurien läuft weiter wie gehabt. Und seit geraumer Zeit ist an dann plötzlich nichts mehr geschehen. Auch dies scheint inneraventurisch niemanden in Unruhe zu versetzen (weil ja alles ruhig ist).


    Die Ist-Situation sollte ausgebaut und weiter geführt werden.

    Großereignisse der Art, wie sie schon mal da waren, würden meinen Geschmack ebenfalls nicht treffen.

  • Ewig weiter leben lassen, ohne dass es offenbar von Relevanz oder Interesse oder Bedeutung ist, ständig weiter zu leben, finde ich immer schade, und merkwürdig obendrein. Wenn sie nicht benutzt werden, können sie auch sterben, oder bei jüngeren in Rente gehen lassen und neue NSC gezielt aufbauen (die nicht super-dubi ganz besonders sind, wie etwa Atherion oder Savertin). Einige NSC sind ja nun wirklich echte DSA-Altlasten.

    Das ist ein, so weit ich weiß, auch in de Redax bekanntes Problem.
    Nur fehlt wohl die Kapazität, da wirklich was zu machen, außer eben mal nem Botenartikel.

    Dazu kommt, dass viele Altspieler an diesen NSCs hängen und Sturm laufen würden, wenn die "mal so nebenher" das Zeitliche segnen würden - oder überhaupt.

  • Drei Hauptkriterien für mich, was Teile eines Metaplots gut macht:

    -Unvorhersagbarkeit

    -Nachvollziehbarkeit

    -Plausibilität


    Das erste ist hier das wichtigste aus Perspektive des verfolgenden Spielers. Ohne überraschende Wendungen und Erkenntnisse sowohl für Teilnehmemende Helden wie auch beobachtende Spieler geht kaum ein guter Plot, und schon gar kein Meta-Plot, der sich ja subtil im Hintergrund aufbauen soll.

    Erschwerend für Autoren, oder auch Spielleiter die ihre eigenen "Metaplots" am Tisch verfolgen (die sich teils über Jahre entwickelt haben), kommt hier natürlich eines hinzu:

    In dem Moment, wo sich der Meta-Plot entspinnt und Resultate zeigt, wird er zumindest teilweise vom Metaplot zum Plot (zumindest wenn man von meiner Maxime ausgeht, die den Spielern meist eher Gestaltungsmöglichkeit als Ohnmacht erlaubt).

    Im Praxisbeispiel:

    Wenn meine Spieler am Garether Hof Kaiser Hals spielen, und Kanzler von Rabenmund intrigiert dort für mehr Macht, ist das ein Metaplot.

    Wenn Answin in die offene Rebellion tritt, die Krone beansprucht und den Thronsaal besetzt, ist das ein Plot -selbst wenn die Spieler echte Brins sind und versuchen, das zu ignorieren, um stattdessen Kriegshelden zu sein und nur ihren Job ordentlich zu machen.


    Deswegen ist es auch schwer möglich mit Abenteuerbänden Metaplot zu machen- wenn man dem üblichen Schema X folgt, bei dem die Helden am Ende des Bandes oder auch der Kampagne die meisten Fäden entworren, die Bösewichte gestellt und die Gegend befriedet haben, ist das Thema ja zumindest meist für sich abgeschlossen.

    Beispiel Answin: Natürlich hätte es auch einen großangelegten AB-Band geben können, der idealerweise Agenten beider Seiten angesprochen hätte, usw.

    Das hätte aber auch geheißen, Alternativszenarien einzuplanen, die einerseits die Gefahr von Railroading beinhalten ("Tut mir leid, Freunde, aber all euren Bemühungen zum Trotz kehrt Brin zurück, Answin wird gestürzt und alles feiert"), andererseits eben den Metaplot zum Plot gemacht- findige Helden hätten dann ja schon damals auf die Selinde-Statue stoßen können müssen, beispielsweise.


    Damit zum zweiten Teil, der Nachvollziehbarkeit.

    Wie schon eben eingeleitet, ist es das, wo langfristig sich aufbauende (Meta-)plots wirklich scheinen können.

    Um beim Answin-Beispiel zu bleiben, besseres werd ich eh nicht finden: Natürlich kann ich als erfahrener SL einen Kanzler und einen Hofmagier an jedem Hof irgendeines Kaisers platzieren, die mit- und gegeneinander intrigieren, und ich werde vermutlich in der Lage sein, das so auszutüfteln, dass meinen Spielern immer wieder mal die Kinne runterklappen, wenn sie rausfinden, wer warum wann mit wem und so weiter. Oder sie sich wie Genies fühlen, weil sie es ja eh gewusst haben.

    Ein Metaplot an der Hand erlaubt mir als SL allerdings einiges mehr in dieser Beziehung- und die Kinne klappen gleich doppelt so weit, wenn sich dann bei Recherchen herausstellt, das bereits vor Jahren im Boten Andeutungen oder Meldungen von "verdächtigen Einzeltaten" gemacht wurden, die, mit heutiger Kenntnis betrachtet, auf einmal Sinn in einem größeren Zusammenhang ergeben (I'm looking at you, Borbi).

    Könnte diesen Punkt noch endlos ausführen, aber ich denke, wer soweit gelesen hat, wird wohl wissen, worauf ich hinauswill.

    Im Nachhinein betrachtet kann man sagen- wenn die Communities und Spieler nicht diskutieren, wer denn gerade was macht, sondern wer unmöglich was gewesen sein kann (da der- oder diejenige ja ein Alibi aus anderer Quelle für Teitpunkt X hat) macht's der Metaplot richtig.

    So können dann eben auch ermittelnde Helden ->nachvollziehen, was im Laufe einer Affäre alles passiert ist, oder zumindest Teile davon.

    Geht alles auch innerhalb eines geschlossenen ABs, keine Frage, ist dann allerdings einfach weniger bombastisch (selbst wenn es nur um den Posten des Oberhofküchenmeisters gehen sollte).


    Und zuguter letzt, weil man es erwähnen muss:

    Gerade bei Meta-Plots, die sich über lange Zeit entwickeln sollen, muss es ein bisschen Sinn machen.

    Bauernhorde, die sich aus Wut sammelt und den Sturz der Obrigkeit mit Taten angeht? Kann man bringen, würde aber schnell von irgendwem niedergeknüppelt. Alrik der Bauernkaiser lässt sich also schlecht aufbauen.

    Mächtiger Kanzler mit theoretischem Thronfolgeanspruch und schwindender Loyalität, der jahrelang damit durchkommt, seinem Herrn ebenso gegen- wie zuzuarbeiten? Schon eher.

    Natürlich gilt auch hier, eine gut erzählte Geschichte, selbst wenn sie surreal wirken mag, schlägt das plausible, aber langweilige Drama immer, und ein spannender Alrik bringt mehr Plot (und Metaplot) als ein langweiliger Kanzler. Aber letzteren Vorwurf kann man Answin zumindest ja kaum machen.

    Die Geschichte zeigt allerdings, dass die Community hier flexibel ist.

    Und natürlich auch die bereits oben erwähnte dringliche Frage der Nachvollziehbarkeit- aus heutiger Sicht mit MI betrachtet, wundert sich niemand mehr, das Kaiser Hal Hinz und Kuntz mit Adelstiteln bedacht hat, war "der" Kaiser doch umgeben von einer eher disloyalen Adelskaballe, und hatte gleichzeitig eine Persönlichkeitsstruktur, die es (später im JdF auch für damalige Junghelden) eben nachvollziehbar gemacht hat, dass der Charakter versucht hat, die Freundschaft wahlloser Fremder zu erringen, durch das, was man eben selbst zu bieten hat- Land und Titel.

    Man kann alles überleben, sogar ein paar Elfen- und Thorwalerbarone ^^


    P.S.

    Zum Thema Alt-NSCs:

    Hier eben das Problem der Unvorhersagbarkeit. Für Puschinske braucht es keinen Plot mehr (wenn, dann einen, der erklärt, wie er weiterlebt).

    Da kann man höchstens noch den Botenartikel "Spektabilität Puschinske friedlich entschlafen im Alter von angeblich 131" bringen. Und da wird sich keiner wundern. War ja überfällig :D

    "Knock, Knock!"

    "Who's there?"

    "No idea! That's how far I knew the joke!"

  • Dazu kommt, dass viele Altspieler an diesen NSCs hängen und Sturm laufen würden, wenn die "mal so nebenher" das Zeitliche segnen würden - oder überhaupt.

    Es sind schon viele andere, teilweise weitaus bekanntere NSC gestorben, sei es im Boten-Artikel oder im AB. Einfach weiter leben (und nie mal erwähnt werden) kann es auch nicht sein, weil das weder "mag ich" bedient, noch dann tatsächlich plausibel ist, (unbedeutend) immer weiter zu leben und noch in allem gut beisammen zu sein.

    Zumal die Zahl derjenigen Spieler, die z.B. Puschinske noch kennen, auch mit seinem Alter abnehmen dürften.


    Natürlich ist man damit ebenso bei der Frage des Geschmacks, denn was die einen gut finden, findet der zweite ganz schlecht und dem Dritten ist es egal, weil es ihn nicht interessiert.


    Da kann man höchstens noch den Botenartikel "Spektabilität Puschinske friedlich entschlafen im Alter von angeblich 131" bringen. Und da wird sich keiner wundern. War ja überfällig :D

    Dann auch gleich mit dem Verweis, wer als neue Kandidaten für den Posten als Spektabilität in Frage kommt, oder wer gleich bestimmt wurde, damit die Akademie in 5 Jahren nicht noch immer ohne Spektabilität ist.

    So eine kurze Erwähnung reicht aber durchaus völlig, wie ich oben schon schrieb, reicht auch durchaus eine Erwähnung völlig. Bei dem einen oder anderen mag auch mehr passend sein. Aber wenn man zu jedem NSC, der seit vielen Jahren nicht mehr bedient wurde (und eigentlich schon doch so langsam über die Lebenszeit hinaus alt ist und dies nicht als Plot verwendet wird) ein AB machen würde, würde das ziemlich viele AB erordern.

    Vorteil: Man hat wahlweise weniger "bedeutende" (und sei es namhaft für die Spieler, denn genügend Akademien haben Spektabilitäten, die OT auch keiner kennt) NSC und damit weniger Personal, bei dem drauf gewartet wird, dass sie was tun, oder kann eigene NSC zielgerichtet für bestimmte Plots aufbauen.

  • . Ohne überraschende Wendungen und Erkenntnisse sowohl für Teilnehmemende Helden wie auch beobachtende Spieler geht kaum ein guter Plot, und schon gar kein Meta-Plot, der sich ja subtil im Hintergrund aufbauen soll.

    Irgendwie finde ich, dass "überraschende Wendungen" und "subtil im Hintergrund" sich widersprechen.
    Überraschende Wendungen sind eigentlich nie subtil, sonst wären sie nicht überraschend...

    Und natürlich auch die bereits oben erwähnte dringliche Frage der Nachvollziehbarkeit- aus heutiger Sicht mit MI betrachtet, wundert sich niemand mehr, das Kaiser Hal Hinz und Kuntz mit Adelstiteln bedacht hat, war "der" Kaiser doch umgeben von einer eher disloyalen Adelskaballe, und hatte gleichzeitig eine Persönlichkeitsstruktur, die es (später im JdF auch für damalige Junghelden) eben nachvollziehbar gemacht hat, dass der Charakter versucht hat, die Freundschaft wahlloser Fremder zu erringen, durch das, was man eben selbst zu bieten hat- Land und Titel.

    Naja, hier hatte man halt den Vorteil, das DSA im Grunde damit angefangen hat. Man hat Hal nicht IG aufbauen müssen sondern konnte ihn und seinen ganzen Hofstaat OT schreiben und einfach so platzieren. Das würde heute nicht mehr gehen, weil die Welt nunmal so gesetzt ist wie sie ist.
    Und da sie mehr oder weniger in Echtzeit verläuft, würde es auch ca. 18 Jahre oder so dauern, würde man jetzt einen Charakter einführen wollen (es sei denn, man nimmt irgendeinen komplett unbedeuten Adelsspross).


    Es sind schon viele andere, teilweise weitaus bekanntere NSC gestorben, sei es im Boten-Artikel oder im AB. Einfach weiter leben (und nie mal erwähnt werden) kann es auch nicht sein, weil das weder "mag ich" bedient, noch dann tatsächlich plausibel ist, (unbedeutend) immer weiter zu leben und noch in allem gut beisammen zu sein.

    Zumal die Zahl derjenigen Spieler, die z.B. Puschinske noch kennen, auch mit seinem Alter abnehmen dürften.

    Das ist schon richtig, aber so weit ich weiß hat z.B. beim alten Jast kaum einer gesagt "woa endlich ist der weg, und auch noch so elegant gelöst" (außer die ganzen Albernia-Fanatiker vielleicht ;) )

    Aber ja, weg müssen sie alle langsam...

  • Das ist schon richtig, aber so weit ich weiß hat z.B. beim alten Jast kaum einer gesagt "woa endlich ist der weg, und auch noch so elegant gelöst"

    "Elegant gelöst" habe ich nicht gedacht oder gesagt, aber gut fand ich es in der Tat, dass der weg war. :D Das war für mich auch einer der "geht so gar nicht-NSC".


    Man hat Hal nicht IG aufbauen müssen sondern konnte ihn und seinen ganzen Hofstaat OT schreiben und einfach so platzieren.

    Ja, und jedes Mal anders, wie man ihn gerade brauchte, was eben auch nicht mittelfristig gedacht war, oder wirklich konsequent.

    Das wäre aber schön, wenn man mal vorausschauende Setzungen (intern) machen wir, um so einige rote Plotfäden zu initiieren und weiter auszuarbeiten im laufe der Zeit, und sich dann nicht jeder was eigenes ausdenkt.

    Das geht natürlich nur, so lange eine Redaktion hält und mit neuen Leuten werden andere Ideen kommen, und andere Schwerpunkte und andere "Lobbys" für Regionen, Plotfäden und NSC.

  • Das war für mich auch einer der "geht so gar nicht-NSC".

    Für mich auch nicht, und so schlecht fand ich es auch nicht gelöst.
    Aber ich hab mit den Nordmarken auch echt wenig am Hut, also...

    Ja, und jedes Mal anders, wie man ihn gerade brauchte, was eben auch nicht mittelfristig gedacht war, oder wirklich konsequent.

    Das wäre aber schön, wenn man mal vorausschauende Setzungen (intern) machen wir, um so einige rote Plotfäden zu initiieren und weiter auszuarbeiten im laufe der Zeit, und sich dann nicht jeder was eigenes ausdenkt.

    Das geht natürlich nur, so lange eine Redaktion hält und mit neuen Leuten werden andere Ideen kommen, und andere Schwerpunkte und andere "Lobbys" für Regionen, Plotfäden und NSC.

    Ja, aber das ist leider ein riesiger Aufwand. Vor allem, wenn es dann noch ein kontinentumspannender (oder sogar dereumspannender) Konflikt sein soll. Da hat leider keine Redaktion der Welt wirklich die Kapazität für.

    Ich mein, sowas machen die Geheimdienste der Staaten die ganze Zeit, und auch die werden dauernd von der echten Welt überrascht...