Antiker W20

  • Es gab/gibt auch andere Spiele als Rollenspiele , die mit W20 gespielt werden ...
    Ich persönlich kenne eines , das eigentlich dem Würfelpoker recht ähnlich ist ...


    Finde es allerdings beachtlich , denn das würde ja heißen ,das in Aventurien vielleicht auch W20 geben würden ... und das heisst ich könnte mit einem W20 auswürfeln , wie gut mein Char den W20 wirft ( Ob Aventurier Rollenspiele spielen :) ? :iek:

  • klar werden in aventurien rollenspiele gespielt: so eher in richtung cyberpunk. einen seltsame welt, wo leute in pferdelosen kutschen reisen, wo städte bis in den himmel wachsen und bilder in einem glaskasten immer wechseln und ferne orte und ereignisse zeigen. archetypen sind: schüler, student(wahlweise bwl, medizin und informatik), verwaltungsangestellter, polizist, etc... finanzbeamte sind allerdings reine nscs - da ist man sich in aventurien weitgehend einig - und gehören somit nicht in spielerhand! :mrgreen:


    kennt jemand noch diese lustige szene aus "simon the sorcerer 2" in der kleinen holzhütte über dem goblin-lager, wo man ne limo-flasche organisieren musste? :wink:

  • Turajin , Turajin , wo du auch überall rumklickst .....tz tz tz.


    Nein , Rollenspiele waren bei den ollen Römern nur im Bordell üblich . Dann aber als LARP.
    Mit den W 20 spielten sie tabletops wie :
    " Die Eroberung Karthagos " oder " Wer hat Angst vor Hanibal " .


    Nein , jetzt im Ernst . Weiß jemand wozu dieser Würfel diente ?
    Historiker wo seid ihr ?

    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

  • Also da steht ja "Lot Title A ROMAN GLASS GAMING DIE " (...dice...?). Das würde irgendwelche Götter- oder Geistersachen außschliessen, denn ich denke mal das die das schon richtig erkannt haben.
    Jedenfalls gab es Würfelspiele wie zB Poker, dass ja in der ein oder anderen Form schon uralt ist, genau wie gewisse Kartenspiele. Da die ältesten bekannten Würfel aber W6 sind, schätze ich das Spiel, wofür dieser w20 genutzt wurde, als recht kompliziert ein. Ausserdem ist der Würfel sauber und sorgfältig gearbeitet, was nicht für ein Bauern oder Hirtenspiel spricht.


    Naja, vieleicht war es den Römern auch zu blöd, immer den Zehnten in der Reihe zu töten. Desshalb habe sei 20er-Reihen gemacht und gewürfelt.... :lach:


    Auf jeden Fall beeindruckend!!

  • och:


    "Several polyhedra in various materials with similar symbols are known from the Roman period. Modern scholarship has not yet established the game for which these dice were used. "


    Also schon mal Zahlen :lol:

  • also wenn die für das ding nicht so verdammt viel kohle haben wollten, würd er wich wirklich interessieren...

  • Wirklich, wäre der nicht so teuer, würde der glatt seinen Weg in meinen Würfelbecher finden. Der sieht nähmlich mit den ganzen Symbolen, den super abgenutzen Ecken und Kanten verdammt urig aus.
    Vieleicht erkennt ja jemand die Marklücke und stellt Repliken solcher Würfel her. Würfel aus Metall oder Stein wären auch sehr schon. (Immer diese Plastiwüfel ist ja auch nicht das wahre.)
    Obwohl ich glaube, wenn ich mal richtig danach suche, finde ich sowas auch irgentwo.

  • Quote

    also wenn die für das ding nicht so verdammt viel kohle haben wollten, würd er wich wirklich interessieren...


    Ziemlich genau der selbe Gedanke ging auch mir durch den Kopf, als ich das teil gesehen habe....

  • Quote

    Wirklich, wäre der nicht so teuer, würde der glatt seinen Weg in meinen Würfelbecher finden.


    banause! aber so ein antikes schätzchen fänd ich wirklich überaus interssant.
    ihr könnt ja mal für mich zusammenlegen, ist ja immerhin bald weihnachten :mrgreen:

  • Das wünsche ich mir erstmal von Onkel Weihnachtsmann. Der soll sich mal was einfallen lassen, :lol: ...


    Aber wo gerade die Plastikwürfel erwähnt wurden. Sind bei Euch irgendwelche "aussergewöhnlichen" Würfel im Umlauf?


    Würde mich mal interressieren, denn ich habe einen w6 aus Knochen (mit so schön langezogenen Ecken) und 2 w6 die durch einen Stift wie Räder aneinandergekoppelt sind (und so einen 2w6 ergeben) von meinem Grossvater geerbt. :cool2:

  • Quote

    2 w6 die durch einen Stift wie Räder aneinandergekoppelt sind (und so einen 2w6 ergeben)


    Hmm, so wie ich ihn mir vorstelle, ist das eher ein 2w4.... die Seiten, durch die die Achsen gehen, können ja nicht oben landen...

  • Nein,
    jeder einzelne w6 ist nicht so wie unsere Gewöhnlichen, sondern wie ein Rad, an dessen Aussenseite 6 Flächen sind. Und von diesen Rädern sind 2 durch einen Stift verbunden, der jetzt ja funktioniert wie eine Achse :cool2:

  • Richtig seltsame Würfel haben wir nicht, bei uns in der Familie gibt es aber nen Skatspiel mit Durchschuss aus dem Krieg.


    @W20
    Ich tippe auf ein römisches Fantasy-RPG. Vielleicht haben die eine vergangene Epoche (Bronzezeit) als Vorbild genommen, nen bischn Fantasy reingepunscht und das dann "Das sehr dunkle Sehorgan" genannt. Hat sich wegen des Namens leider nicht verkauft.

  • Quote

    "Das sehr dunkle Sehorgan"


    Vielleicht eher:
    "Oculi Nigra" - klingt eigendlich gar nicht so schlecht.




    Für eine lateinische Übersetzung von "D&D" (Dragons=Draconis, aber bei Dungeons bin ich mir nicht sicher, was das im lateinischen heißen könnte...) fehlen mir die Kenntnisse.

  • Quote

    Für eine lateinische Übersetzung von "D&D" (Dragons=Draconis, aber bei Dungeons bin ich mir nicht sicher, was das im lateinischen heißen könnte...) fehlen mir die Kenntnisse.


    hmm... cava(?) für höhle/keller?

  • Hmmm.... also vielleicht "Cava et Draconis"? Klingt eigendlich nicht schlecht....

  • für dungeons könnte man Tullianum nehmen. Das war ein Teil des der Katakomben des römischen Staatsgefängniss, und ist vom Sinn her das typische Dungeon gewesen, so dass das Wort später verallgemeinert wurde.

  • Zu Würfeln aus Stein und Metall:


    Passt verdammt gut auf eure Tische auf. Ein Freund von mir ist Hobby-Schlosser und hat Metallwürfel hergestellt. So cool Edelstahlwürfel aussehen, sie hauen doch Macken in alle möglichen Tische, wenn man sie nicht sehr rund schleift, was beim W6 noch ganz gut geht, beim W20 aber eine Menge arbeit bedeutet....

  • Wer sich für antike Spiele interessiert, dem empfehle ich ein populärwissenschaftliches Werk von Marco Fitta, Spiele und Spielzeug in der Antike (Theiss-Verlag, 1998). Ist aber wirklich nur was für Laien!