[FAB] Namenloses Vergessen

  • Prolog

    Selem, im Ingerimm 1023 BF


    Es war doch wirklich zum aus der Haut fahren! Seit nunmehr fünf Tagen versuchten sie schon, Graf Hilbert von Puspereiken in Selem ausfindig zu machen, doch der berühmte Saurologe und Magier blieb wie vom Dereboden verschluckt. Wie von Rakorium Muntagonus in Khunchom empfohlen, hatten sie nach ihrer Ankunft in der Stadt zunächst die Silem-Horas-Bibliothek in den Königsgärten aufgesucht, doch der Hauptbibliothekar, Heshdan al-Azzar, wirkte genervt von ihren Fragen nach dem bekannten Gelehrten. Nein, nicht gesehen, sonst noch was? So ließ sich das wenig erbauliche Gespräch kurz und knapp zusammenfassen. Immerhin hatten sie bei ihrem unheimlichen Besuch in jenem einstigen Hort des Wissens, der nun wie die ganze Stadt dem Verfall anheimfiel, erfahren, dass Puspereiken vor einigen Tagen verschwunden ist, da er immer wieder von neugierigen Reisenden belästigt worden war. Sogar eine Wegbeschreibung hatten sie aus Heshdan herausbekommen, doch das war es auch schon.


    Das Haus in der Nähe der von Geistern besessenen Universität hatten sie als nächstes aufgesucht, doch es war verlassen und auf ihr Klopfen hin wurde ihnen nicht aufgetan. Die Nachbarn hatten nichts gesehen – oder wollten nichts gesehen haben. Sie hatten sogar durch die Fenster gespäht und nach einer versehentlich unverschlossenen Tür gesucht, doch alle Mühe war vergeblich. Als sich am nächsten Tag eine fremde Söldnertruppe in dem Anwesen eingenistet hatte, war für die Reisegemeinschaft ohnehin klar, dass der Forscher nicht mehr dort weilte.


    Von ihrem Quartier in der örtlichen Karawanserei im nördlichen Stadtteil Khajramar aus, durchstreiften sie nach und nach alle weiteren Viertel. Im Hafen wurden sie bei den verschiedenen Kontoristen vorstellig und fragten nach Puspereiken, ebenso beim Hafenmeister und im Efferdtempel mit seinem tiefschwarzen Wasserbecken und der zornigen Statue des Meeresgottes. Schnell hatten sie es aufgegeben, in den örtlichen Tavernen und Kaschemmen hilfreiche Informationen zu erhoffen, und auch Bettler, Huren und Versehrte waren ihnen nicht gewogen. In der Unterstadt verweilten sie nur sehr kurz, denn zwischen Rauschkrautsüchtigen und Verbrechern mit blitzenden Messern fielen sie schon nach wenigen Schritten zu sehr auf, so dass sie vorsorglich weiterzogen. Doch in Khajramar trafen sie am frühen Abend bereits auf geschlossene Fensterläden und Türen, lediglich der Rastullah-Tempel bot eine gewisse Gastlichkeit, doch ohne einen Gläubigen unter ihnen, verriet ihnen der ansässige Tempelvorsteher nur das Nötigste: Puspereiken? Nichts gehört, nichts gesehen.


    Der dritte Tag begann mit einem Besuch in Ch’Rys Szinth, wo sie sich unter Achaz bewegten und auf dem Markt nach Informationen suchten. Ein angesehener Saurologe hatte doch bestimmt Freunde unter den Echsen und tatsächlich, sie wurden an Bruder Chriazzl verwiesen, einen Borongeweihten im berühmt-berüchtigten Kloster der Heiligen Noiona. Doch ihr Gespräch mit dem Achaz, der sich gegen alle Widerstände in seine derzeitige Position hochgekämpft hatte, war ebenso ernüchternd, wie alle Bemühungen zuvor. Ja, er kannte Puspereiken, doch dessen Aufenthaltsort konnte auch er nicht nennen. Der zweistündige Fußmarsch zurück wurde durch den fortwährenden Misserfolg nur umso anstrengender, so dass sie sehr früh müde in ihre Betten in der Karawanserei fielen.


    Zuvor jedoch hatten sie sich einen Alternativplan zurechtgelegt für den Fall, dass ihre Nachforschungen ohne Ergebnis bleiben würden: In diesem Fall galt als nächstes Ziel Sant Ascanio, der zentrale Ort der regionalen Bedrohung, die die Charyptik erfasst hatte und deren düstere Gerüchte selbst durch die Gassen Selems waberten. Hoffnung machte den Reisenden vor allem der gemurmelte Hinweis eines Straßenjungen, dass angeblich vor wenigen Tagen eine kleine Truppe aus dem Norden die ursprüngliche Herrschaft über die horasische Kolonie wiederhergestellt hatte. Das konnte doch nur die Expedition rund um den Freiherrn von Firunwald sein, der sie sich nach ihrer Aufgabe in Selem anschließen sollten!


    Am vierten Tag wagten sie sich in die Straßen von Alt-Elem, wo sich die einstmalige Pracht der Stadt zwar sehr gut erahnen ließ, wo jedoch nunmehr der Abschaum ganz Aventuriens sein Unwesen zu treiben schien. Sie passierten, immer auf der Hut vor Überfällen und mit gelockerten Waffen in der Scheide, die verfallenen Sehenswürdigkeiten Selems: Die Halle der Letzten Geheimnisse, eine aufgegebene Magierakademie; Zylyas Laboratorium, berühmt-berüchtigt für die Menschenexperimente während der Magierkriege; sowie die Villa Herroch, den Palast des legendären und angeblich seit tausend Jahren lebenden Magiers Tubalkain. Um viele Kupferschillinge ärmer und nur wenige Informationen reicher, standen sie schließlich vor dem letzten Ziel des Tages: Dem Satuaria- und Satinavtempel. Wenn ihnen hier nicht geholfen werden würde, dann gab es nur noch die Möglichkeit einer Audienz im Palast des Großkönigs, Ghulsev XXIX.


    Sollte dieser spezielle, einzigartige Tempel ihnen einen Schritt in die richtige Richtung weisen?


    Karte von Selem

    "Wenn nicht zusammenstehen all jene, die noch verehren die Zwölf, werden Frevel und Unheiligkeit verhüllen das Licht für die Augen der Sterblichen."
    [Zweite Offenbarung von Baltrea, 1019 BF]


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  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, vierter Tag nach eurer Ankunft, früher Abend


    Eleon, Cyberian, Sandro und Azada

    Ihr steht in Alt-Elem auf einem ehemals gepflasterten, nunmehr eher aus festgetretenem Lehm bestehenden Platz vor dem einzigen Satuaria- und Satinavtempel der euch bekannten Welt. Um euch herum sind viele Gebäude verfallen, einige gar nur noch zu erahnen, doch das Tempelgebäude hat jeglichen Unbilden der Zeit getrotzt. Zwei Kuppeln überragen alle anderen Mauern und Dächer der näheren Umgebung und sind durch einen kurzen Gang verbunden, in den auch das Eingangsportal eingelassen ist. Es ist wenig los in den Gassen, die von diesem Platz abgehen, doch immer wieder werden euch aus finsteren Augen, ob menschlicher oder echsischer Natur, ebenso düstere Blicke zugeworfen. Immerhin regnet es nicht und ihr dürftet den Heimweg zur Karawanserei noch bei Tageslicht antreten können. Wenn nichts dazwischen kommt...


    Selem, im Ingerimm 1023 BF, in der Nacht nach der Ankunft der Trutz von Neersand


    Adriego und Firutin

    Eine lange Besprechung am späten Abend der Ankunft der Trutz von Neersand in Selem geht für euch in eine unerwartete Verlängerung, denn der Freiherr von Firunwald hat euch beauftragt, zusammen mit Jhi’Azl Ssitt und Ramon dafür zu sorgen, dass sich Graf Hilbert von Puspereiken für eine vertiefende Unterredung auf der Schivone einfindet. Nebel ist aufgezogen und der leichte Dauerregen macht es für euch nicht angenehmer, durch die spärlich beleuchtete Stadt hinauf in die Königsgärten zu steigen. Immerhin sind die Straßen gepflastert, wenn auch durch Unkraut und Moos durchaus glatt. Die umstehenden Gebäude haben die wechselhafte Geschichte der Stadt besser überstanden, als viele andere in den übrigen Stadtteilen, doch die Natur hat begonnen, sich auch hier Stück für Stück das zurückzuholen, was ihr einst abgetrotzt worden war.


    „Sseht, dort isst dass Hauss von Hilbert.“, wies Jhi’Azl Ssitt mit seiner Fackel auf ein zweistöckiges Gebäude auf der rechten Straßenseite hin, dessen vordere rechte Ecke von einer mächtigen Explosion weggerissen schien. Der Achaz, ein Vertrauter des Forschers, hatte sich erst vor wenigen Stunden der Expedition angeschlossen. Er trug einen bronzenen Brustpanzer und rote Bänder um die muskulösen Oberarme, doch am wunderlichsten waren seine weiße Schuppenfarbe und die vielen Narben, die seinen Körper zierten. Sein linkes Auge fehlte und die betreffende Stelle im Gesicht war wulstig vernarbt. Auf den Rücken hatte er einen Rucksack und eine gewaltige echsische Doppelaxt geworfen, die fast so groß war wie der Achaz selbst.



    "Wenn nicht zusammenstehen all jene, die noch verehren die Zwölf, werden Frevel und Unheiligkeit verhüllen das Licht für die Augen der Sterblichen."
    [Zweite Offenbarung von Baltrea, 1019 BF]


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  • Der Tempel (Anna)


    Nachdem sie den Tempel betreten und einige Opfer in einer angemessenen Menge dargebracht hat, geht Anna zu den Gebetsplätzen und widmet sich dem stummen Gebet. Was für eine verwirrende Zeit, ich bitte dich gib mir einen Hinweis. Es kann unmöglich mein Schicksal sein mit diesen Wahnsinnigen zu reisen... oder ist das ein Test? Stumm rätselt sie vor sich hin und sucht nach Antworten, bekommt dabei kaum noch etwas von ihrer Umgebung mit.

  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, im Satuaria- und Satinavtempel (Anna)


    Nach dem Betreten des Tempels und ihrer Opfergabe, konnte sich Anna entscheiden: Linkerhand, unter einer der mächtigen Kuppeln, die schon von außen Eindruck auf sie gemacht hatten, konnte sie die Statue Satinavs erkennen. Der Wächter der Zeit wurde in Selem nach echsischer Tradition als H'Ranga veehrt, einer Gottheit aus dem Pantheon der Echsenvölker. Er war hier als aufrecht gehende Hornechse dargestellt, zu deren Füßen ein verwirrendes, kaum mit Augen und Sinnen greifbares Mosaik auf die Gläubigen wartete. Ein leichtes Säuseln konnte Anna von dort hören, entschied sich aber zunächst, ihrer eigenen Göttin zu huldigen. Rechterhand fand sie daher Satuaria in Form einer riesigen hockenden Kröte vor, von Pflanzen überwuchert und einen erdig-modrigen Geruch ausströmend.

    Sie verharrte für eine ganze Weile bei der Statue ihrer Herrin und rätselte über ihre gegenwärtige Situation. Ihr kam zunächst Praiadan in den Sinn, der Praiosgeweihte, der im Verlauf der Expedition immer aggressiver und feindseliger geworden war, vor allem jenen gegenüber, die in seinen Augen wider die zwölfgöttliche Ordnung wirkten. Paradoxerweise war gerade der Praiot einem Dämon erlegen, der sich seines Verstandes bemächtigt hatte, und der - auch von ihr - exorziert werden musste. Doch das hatte die anderen aus der Führungsriege der Unternehmung, allen voran Dragomir, Rodan und Rondrik, nicht davon abgehalten, sie zu einem Schwur auf das Sonnenszepter des Wahnsinnigen zu nötigen. Je länger sie darüber nachdachte, umso mehr verstand sie, dass beide Seiten für diese Farce verantwortlich waren.


    Ihre Gedanken wanderten zu Ramon, ihrem Geliebten. Sie wusste tief in ihrem Herzen, dass er noch am leben war. Auch wenn ihr Verstand ihr einzureden gedachte, dass es für beide besser wäre, getrennte Wege zu gehen, ihr Herz sprach vehement dagegen. Doch war ihre große, nun ja, zumindest erste große Liebe wirklich Grund und Anlass genug, allen Unbill und Widerstand der Autoritäten auf sich zu nehmen? Alles in ihr schrie ja, und doch... und doch hatte sie Zweifel. Je länger sie grübelte, umso deutlicher wurde ein Rauschen hinter ihr, aus der anderen Tempelkammer. Rief da jemand ihren Namen?

    "Wenn nicht zusammenstehen all jene, die noch verehren die Zwölf, werden Frevel und Unheiligkeit verhüllen das Licht für die Augen der Sterblichen."
    [Zweite Offenbarung von Baltrea, 1019 BF]


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  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, im Satuaria- und Satinavtempel (Anna)


    Als sie das Rauschen kaum noch ignorieren konnte drehte sie sich in die Richtung des vermeintlichen Rufes, die Augen dabei zu schmalen Schlitzen geöffnet um nicht vom Licht geblendet zu werden. Hoffentlich gibt es einen guten Grund mich zu stören. Wer das wohl ist? fährt es ihr dabei durch den Kopf.

  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, im Satuaria- und Satinavtempel (Anna)


    Anna konnte in einem immer lauter werdenden Rauschen deutlich einzelne Wörter und Stimmfetzen erkennen, doch es fehlte dazu der passende Sprecher. Die anderen beiden Gäste und der Geweihte, der im Hauptgang den Boden fegte, schienen jedoch nichts von den eigentümlichen Geräuschen mitzubekommen.


    "Anna... komm... komm zu mir... komm...", war nun deutlich zu vernehmen.

    "Wenn nicht zusammenstehen all jene, die noch verehren die Zwölf, werden Frevel und Unheiligkeit verhüllen das Licht für die Augen der Sterblichen."
    [Zweite Offenbarung von Baltrea, 1019 BF]


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  • Wer bist du? Wo soll ich hingehen? Von der kaum zu identifierenden Stimme war sie sichtlich überrascht und wusste nicht recht damit umzugehen, dann richtete sich ihr Blick auf die Statue der Satuaria vor ihr und sie dachte nochmal über die gewonnen Erkentnisse nach. Wohin? sprach sie dann etwas bestimmter, eher in ihren Kopf als nach draussen gerichtet.

  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, im Satuaria- und Satinavtempel (Anna)


    "Komm... es wird Zeeeeeeiiiiiiiiitttttttt.", dringt es in deinen Verstand vor und du bist dir sicher, dass die Worte nicht von Satuaria kommen.

    "Wenn nicht zusammenstehen all jene, die noch verehren die Zwölf, werden Frevel und Unheiligkeit verhüllen das Licht für die Augen der Sterblichen."
    [Zweite Offenbarung von Baltrea, 1019 BF]


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  • Wer... Nein, Was zum Fünfgehörnten bist du? Entfährt es ihr leise ob des offensichtlich echsischen Akzentes. Was auch immer du bist, verschwinde aus meinem Kopf! Dann versucht sie das Rauschen und die echsischen Einflüsterungen zu ignorieren und setzt ein weiteres Gebet an Satuaria.

  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, im Satuaria- und Satinavtempel (Anna)


    "Anna, deine Zeit ist begrenzt.", wiederholte die Stimme, und es lief der rothaarigen Hexe eiskalt den Rücken hinab. "Verschwende sie nicht damit, das Leben einer Anderen zu leben. Lass nicht zu, dass die Meinungen anderer deine innere Stimme ersticken. Am wichtigsten ist es, dass du den Mut hast, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen. Alles andere ist nebensächlich."

    "Wenn nicht zusammenstehen all jene, die noch verehren die Zwölf, werden Frevel und Unheiligkeit verhüllen das Licht für die Augen der Sterblichen."
    [Zweite Offenbarung von Baltrea, 1019 BF]


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  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, im Satuaria- und Satinavtempel (Anna)


    Ob der Tatsache, dass sie sich nicht nur in einem Tempel der Satuaria, sondern auch des Satinav befand, mutmaßte sie natürlich schon dass es sich um diesen handeln könnte und ihr war ihre Reaktion doch etwas unangenehm, auch wenn sie das niemals zugeben würde. Immerhin musste man, besonders in diesen Zeiten, vorsichtig sein welchen Stimmen man vertraut. Das Leben einer anderen? Ganz sicher nicht! Wer, oder viel eher was auch immer da zu ihr sprach, es schien jedenfalls kein Dämon zu sein. Vielleicht gar Satinav selbst? Etwas lauter als sie vielleicht wollte sprach sie dann Das wird nicht passieren, ich bin schon immer meinen Weg gegangen und werde es auch immer! Dann fügte sie in kaum hörbaren Ton hinzu Vielleicht war ich etwas voreilig was die Expedition angeht? Mit diesen Worten kommt ihr ein leichtes lächeln auf die Lippen Ramon... haucht sie sanft und ihr war klar, dass sie ihn ganz sicher nicht wegen ein paar dämlichen Schwätzern und ihren Schwüren verlassen würde.

    Edited once, last by Alrik Kroninger: Überschrift hinzugefügt und eine Dopplung entfernt ().

  • Bei den Blicken scheint es Azada zu frösteln und so reibt sie sich über die Oberarme, um dann gleich ihr Schultertuch zurecht zu zupfen.

    Publikum und Blicke war sie normalerweise gewöhnt. Aber das hier war etwas völlig anderes, fremdes. Im Gegensatz zu ihrer Heimatstadt Rashdul glich dies hier einem wahren Alptraum. Noch einmal zieht sie ihr Tuch fester an sich und schimpft leise vor sich hin.

  • Sandro Kalando ist Maraskanischer Abstammung jedoch in Al'Anfa aufgewachsen. Er ist Anfang 30 und 180 Halbfinger groß muskulös und trotzdem Agil, er hat blaue Augen, außer Oberlippen- und Kinnbart, die auf rund 1 Finger Gestutzt und schwarz sind, ist er am Kopf Rasiert. Gekleidet ist er mit Schweren Stiefeln, Lederhose und Kusliker Lamellar (alles in Schwarz), da zum im Kontrast steht sein blutroter Umhang in dem Zentral ein schwarzer Panther ein gestickt ist. An seiner Seite trägt er ein Tuzakmesser. Seinen Korpieß hat er meist an seinem Pferd verstaut. Auf den Packtaschen seines Tralloper Riesen ist noch sein Helm befestigt schwarz gefärbt mit langem dunkelrotem Helmbusch.


    Sandro ist froh das er sein Pferd in der Karavanserei gelassen hat, hier hätte er sich nur Sorgen gemacht solange sie im Tempel sind. Er hat so schon die Augen, wie schon die Letzten Tage, mehr auf die Umgebung als auf ihr Ziel gerichtet. Langsam streift seine Hand über den Griff des Tuzakmessers an seiner Seite. "Lasst uns rein gehen, da werden wir weniger blicke auf uns ziehen."

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.

    Edited once, last by Avonasac ().

  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, im Satuaria- und Satinavtempel (Anna)


    Anna merkte, wie die Stimmen leiser wurden und sie wirkten - zufrieden. Plötzlich merkte die junge Hexe, dass sie ihre Umgebung beinahe vollständig ausgeblendet hatte, denn der zuvor fegende Geweihte stand direkt neben ihr.


    "Alles in Ordnung mit Euch, Schwester?", erkundigte sich ein älterer Mann mit buschigen, grauen Augenbrauen und einem ebenso grau durchzogenen Vollbart.


    Selem, im Ingerimm 1023 BF, vor dem Satuaria- und Satinavtempel (Eleon, Cyberian, Sandro, Azada und Curthan)


    "Ah, da seid ihr ja!", rief eine euch bekannte Stimme in eurem Rücken, als sich die ersten von euch gerade dem Tempel zuwandten. "Ich habe doch tatsächlich etwas Selemer Sauerbrot zur Stärkung auftreiben können."


    Zufrieden kauend trat Curthan zu euch, der hochgewachsene Krieger aus Winhall, der sich schon vor zwei Stunden von euch getrennt hatte, um nur mal kurz etwas zu Essen zu besorgen. Der einäugige Krieger - eine Verwundung aus der Schlacht bei Unau, wie ihr von ihm bereits mehr als einmal erfahren habt - hielt mehrere der Brote in seiner Armbeuge und schob ebendiese Körperseite vor, um euch an der mitgebrachten Stärkung teilhaben zu lassen. Als er die nervösen Blicke und Griffe an die Waffen bemerkte, erkundigte er sich schmatzend und kauend: "Ift waf?"


    Nicht zum ersten Mal wundertet ihr euch, wo er die ganzen Mahlzeiten ließ, die er jeden Tag in sich hineinschaufelte. Weder strotzte der Krieger vor übermäßig viel Energie, noch hatte er ein mehr als normales Bäuchlein mit sich herumzutragen.

    "Wenn nicht zusammenstehen all jene, die noch verehren die Zwölf, werden Frevel und Unheiligkeit verhüllen das Licht für die Augen der Sterblichen."
    [Zweite Offenbarung von Baltrea, 1019 BF]


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  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, im Satuaria- und Satinavtempel (Anna)


    Nachdem sie ihm zugenickt hatte stand sie auf und orientierte sich erst einmal neu Wie? Achso, ja. Ich war nur grade etwas weggetreten.


    Aber wie lang war ich weggetreten? Ich sollte noch einige Besorgungen für die Reise machen und dann die anderen suchen.

  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, in der Nacht nach der Ankunft der Trutz von Neersand


    Firutin war müde von all den Besprechungen und doch wollte und musste er mehr über den Verbleib von Hilbert herausfinden, und vorallem, was geschah.

    Wer in seinem Gesicht lesen kann, könnte denken dass alles gut sei und er nur etwas ruhe braucht, doch in Tat und Wahrheit brodelt es in ihm. Viele Fragen und Theorien werden aufgestellt und gleich wieder verworfen. Er zweifelt an sich selbst wie schon lange nicht mehr und Boron scheint seit längerem über ihn zu spotten, wie es sonst nur Phex zugetragen wird. Zu seinem Unmut kommt die Tatsache, dass er sein geliebtes Schwarz zurzeit nicht tragen kann, da seine Robe in viele Teile zerfetzt wurde und er nur eine Robe besass. So musste er sich Kleidung kaufen! Schon alleine der Gedanke ist absurt, doch in der Not nimmt man was man bekommt. So hüllt er sich zurzeit in einem braunen Mantel der ihn vor dem Dauerregen schützt und stapft schweigend zusammen mit Jhi’Azl Ssitt und Ramon zum Grafen.


    Beim Haus des Grafen angekommen betrachtet er das Ausmass des Schadens von aussen. Er hält inne und stützt sich auf seinen Stab. Ungläubig fährt seine freie Hand auf seine Brust, fühlt sein Amulett und sendet einen kurzen Dank an Boron, dass er dies überleben durfte. Auf die Worte von Jhi’Azl Ssitt folgt von Firutin nur ein leises, bestätigendes "mmhhmmmhh".

  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, im Satuaria- und Satinavtempel (Anna)


    Der Geweihte grinste und sagte leise: "Ein sehr inniges Gebet, sehr erfreulich, Schwester."


    Dann widmete er sich wieder seinem Besen in, nun ja, eher profaner, denn spezieller Ausführung. Anhand der Staubhäufchen konnte Anna erkennen, dass sie nicht lange im Zwiegespräch mit - nun, wem auch immer - verbracht hatte.



    Selem, im Ingerimm 1023 BF, in der Nacht nach der Ankunft der Trutz von Neersand


    Ramon Orthogez pfiff trotz aller Anspannung und der düsteren Nachrichten des vorangegangenen Abends vernehmbar durch die Zähne.


    "Da scheint Ihr fürwahr Phex an Euer Seite gehabt zu haben, Firutin. Lasst uns nachschauen, ob Puspereiken sich in dem Bereich aufhält, der von seinem Haus noch steht. Einverstanden?"


    Jhi'Azl Ssitt legte lediglich den Kopf schief, während der Südländer von Firutin zu Adriego schaute.

    "Wenn nicht zusammenstehen all jene, die noch verehren die Zwölf, werden Frevel und Unheiligkeit verhüllen das Licht für die Augen der Sterblichen."
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  • "Endlich." Azada schnappt sich dankend eines der Brote zupft sich ein Stück ab. Auf Sandros Ansage lässt sie sich nur zu gern ein. Nachdem sie sich das Stück Brot in den Mund gesteckt hatte, wandte sie sich dem Eingang des Tempels zu.


    Azada ist Anfang 20 und eine hübsche junge Frau, mit langem, dunklen Haar, welches sie unterwegs gerne in verschiedenen Frisuren zusammen hält.

    Ihr schlicht elegantes, graues Obergewandt und und der wenige Schmuck lassen sie nicht sofort als Sharisad erkennen. Die tiefblaueblaue Hose steckt in dennoch Recht robusten, wadenhohen, hübsch punzierten Stiefeln. Über den Schultern trägt sie ein ebenfalls blaues, langes Tuch, welches sie sich um die Schultern gewickelt hat.

  • "Da hat jemand das Glas ganz schön zerbrochen, wie man bei mir in Almada zu sagen pflegt." meinte Adriego beim Anblick des Hauses "Glaubt ihr das jemand zu Hause ist? Mich hätte es nach so einem Vorfall wohl eher nach einer anderen Bleibe gezogen."


    Trotzdem hatte Adriego seine Hand auf den Griff seines Rapiers gelegt und machte keine Anstalten die Gefährten zu verlassen. Unternehmenslustig blickten seine braune Augen auf die Ruine und strömten die gelassene Ruhe eines Kämpfers aus, obwohl er mit seinem halboffenen Hemd aus leichtem Stoff über der langen Lederhose nicht als "gerüstet" bezeichnet werden konnte. An seinem Ledergürtel hing gegenüber des Rapiers ein sehr kleiner runder Schild (=Buckler) unter dem die Scheide eines Dolches kaum zu sehen war. Sein halblanges schwarzes Haar war trotz der klimatischen Bedingungen Selems gut gepflegt und hatte einen samtigen Glanz.

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    "Genieße die Veränderung, denn sie wird schöner als du es dir vorstellen kannst." (unbekannte TSA-Geweihte)

    Edited 2 times, last by Jugadorez: Änderungen auf Grund der Infos in der Besprechung, die ich jetzt erst bemerkt habe. War auch der Grund warum ich erst verspätet begonnen habe ().

  • Selem, im Ingerimm 1023 BF, in/vor dem Satuaria- und Satinavtempel


    Curthan verteilte die verbliebenen Brote an die übrigen Gefährten, während sie auf das Portal des Tempels zuhielten. Feine Intarsien rahmten das alte, aber gepflegte Holz der Doppeltür ein. Wer genau hinschaute, der konnte Pflanzen erkennen, die entlang der Säulen bis zum Schlussstein der steinernen Pforte empor wuchsen. Zwar war die grüne Bemalung dem harschen Klima Selems zum Opfer gefallen, doch auch ohne diese wirkte das Bauwerk würdevoll und seinem Sinn entsprechend. Schließlich hatten sie die Tür erreicht, deren rechten Flügel der Krieger aus Winhall aufzog und sodann Azada mit einer freundlichen Geste den Vortritt ließ:

    "Nach Euch, Verehrteste."

    Selem, im Ingerimm 1023 BF, in der Nacht nach der Ankunft der Trutz von Neersand, vor dem Anwesen Hilberts von Puspereiken


    "Nicht nur Glas, fürchte ich.", entgegnete Ramon finster und hielt auf die massive Vorderpforte der Villa zu. Dabei fiel sein Blick immer wieder skeptisch hinauf zum nicht mehr vorhandenen Teil des Gebäudes im rechten Obergeschoss. Er wollte sich gar nicht ausmalen, welch ungeheure Kräfte dort gewirkt hatten. Bevor er die nur notdürftig wieder eingesetzte Tür kraftvoll aufriss, warf er noch einen skeptischen und fragenden Blick in Richtung Firutin. Das Anwesen hatte seine besten Jahre auch ohne die Implosion des Vortages schon hinter sich, zwischen den Steinen hatten sich Moose und Farne niedergelassen, dazu blätterte an vielen Stellen der Putz. Die Fenster waren geschlossen, die meisten von ihnen mit Läden vor unerwünschten Einblicken geschützt. Jene im Erdgeschoss verfügten zudem über Gitterstäbe.


    Der Blick der vier Gefährten fiel auf eine verwüstete Eingangshalle. Rechterhand endete eine steinerne Treppe im Nichts, die einstmalige Stützwand hatte sich entweder im Zuge der Implosion pulverisiert oder war in den großen Raum gestürzt, in dem sie sich nun befanden. Hinter dem Schutthaufen vor ihnen waren die Reste eines Wandteppichs und eines Sofas zu erkennen, wohingegen die einstmals filigran und kunstvoll ausgearbeitete Statue einer Echse auf den Fließen der Halle in mehrere Einzelteile zerbrochen war. Zwei Beistelltische, auf denen ebenfalls Modelle von ausgestorbenen Sauropoden, wenn auch kleiner, standen, hatten das Chaos im Raum wie durch ein Wunder nahezu unversehrt überstanden. Linkerhand führte eine Tür in den Salon der Villa Puspereikens und offenbarte den Blick auf eine Blutlache hinter dem rechten Türpfosten.


    Jhi'Azl Ssitt legte einen Augenblick den Kopf zur Seite, als sein Auge die Situation kurz erfasste, dann zischelte seine Zunge einmal um seine Nasenspitze. "Chss! Sr'ruchh? H'Sskr jirr.", raunte er finster in seiner Heimatsprache.


    "Wenn nicht zusammenstehen all jene, die noch verehren die Zwölf, werden Frevel und Unheiligkeit verhüllen das Licht für die Augen der Sterblichen."
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