Naturchar mit Einfluss von Feen

  • Den zwölfen zum Gruße,


    Ich bin gerade dabei einen Geweihten zu erstellen welcher sich auch gut in der Natur auskennt. Daher viel meine Wahl auf Firun und seine Tochter Ifirn. Bei Firun kommt eigentlich nir die Variante Hüter der Jagd in frage da der andere doch ein Eigenbrodler ist. Leider hätte ich bei diesem Charkonzept dann ganz gerne etwas mehr mystik, allerdings steh ich diesbezüglich gerade etwas auf dem Schlauch.


    Hatte mir erst überlegt einen Geweihten von den Zyklopeninseln zu erstellen am besten mit Feenfreund und Webkunst und ähnliche Stoffbezogene Handwerkstalente in denen er mit Feenhaare mitarbeitet. Allerdings sind da keine Ifirngeweihten möglich und der Firunglaube laut Beschreibung selten vorhanden. Allerdings beim HdJ ist es eine der möglichen Vorraussetzungen (Fehler oder gewollt?). Nostria wäre noch möglich aber das Bornland mag ich nicht als Herkunftsland (auch zu wenig Metawissen diesbezüglich.).


    Wie könnte ich eine der Zwei Geweihten noch mystischer darstellen (ohne Prophezeien!)? Enttückung ist irgendwann selbstverständlich aber das alleine reicht mir noch nicht. Würde ihn auch gerne offener gegenüber den anderen Göttern darstellen. Fischfang mittels Efferdbart zb aber auch tolerant gegenüber den Nivesen und den Himmelswölfen.


    Was gibts denn noch für passende möglichkeiten so einen Charakter mystischer darzustellen mit den oben genannten Einschränkungen?


    Danke euch schonmal.

  • Ich würde tatsächlich, Eigenbrötler hin oder her, die Wanderer als die Mystiker unter den Firuni sehen: In Der Wildnis den Willen Firuns ergründen, das klingt schon sehr nach Mystiker, ebenso, dass laut Vademecum die Liturgie Prohezeien bei ihnen zu finden ist, und bei den HdJ diese kaum. Auch Tiergestalt oder Visionssuche würde ich an Liturgien mit dazu nehmen.


    Mystiker sind ja eher diejenigen, die die Nähe zur Gottheit suchen, auf körprerlichem wie spirituellem Wege, und versuchen, dieser näher zu kommen und ihren Wille näher zu ergründen.

    Da würde für den Ansatz keinen zu bodenständigen Charakter nehmen.

  • Klar dies sind die typischen Mystiker aber da gibts doch noch sicher andere Varianten davon. Ein zwergischer Zahlenmystiker ist ja auch nicht geweiht. Wobei so ein Char sicher auch schnell nervig werden könnte für die anderen in der Gruppe ...


    Aber den Willen der Götter erforschen mittels extremer Entrückung ist ja auch für manche Götter nicht so einfach. Bei Hesinde wärs leicht einfach Alchimie betreiben das Artefakt beschwören was die Tränke in ihre Bestandteile zerlegt. Daraus neue Tränke brauen verdünnen und wieder zerlegen. Dann Meditieren mittels Alchimieanalysen und ähnliches. Dadurch hat man einen Power Loop und erzeugt Entrückung und Alchimie ist eh Mirakel+ Talent... aber bringt einen dies wirklich näher an seine Gottheit wenn man sich nur mit einer Sache beschäftigt?

  • Man kann als Hesinde-Geweihter auch mathematische Aufgaben lösen, oder sonstige Forschungen auf Wissensgebieten betreiben. Kein Geweihter ist darauf beschränkt, nur eine Sache zu machen, um so Entrückung zu halten oder der Gottheit nahe sein zu wollen.


    Zahlenmystiker heißen so, sind eine Gelehrtenprofession, die die Zukunft anhand von Zahlen und Gleichungen ergründen wollen, der allgemeinen Beschreibung nach in WdH hat das nichts mit Religion, Glauben oder Angrosch nahe sein oder dessen Willen ergründen wollen zu tun. Demnach haben die eher nichts unmittelbar mit der religiösen Definition eines Mystikers zu tun.


    Entrückung stärkt das Gefühl der Verbundenheit zur Entrückung. In WdG, S, 243-245 gibt es recht schöne Beschreibungen, wie sich das auswirkt/auswirken kann.


    Es ist ja nicht so, dass ein HdJ kein Mystiker sein kann, sie scheinen da wenn auch auch eher selten zu sein (ganz davon abgesehen, dass es in der Firun-Kirche zumindest unter der Bezeichnung es Mystiker nicht zu geben scheint, jedenfalls finde ich keine Beschreibungen diesbezüglich, außer dass die Wanderer diese meinem Verständnis nach zuv sein scheinen, ohne dass der Begriff auf sie angewendet wird).


    Zumindest würde ich bei einem Firuni keinen Mystikertouch darin sehen, zu weben. Als Hobby das zu machen, warum nicht, ebenso steht eine gewisse Autarkheit jedem Firuni gut an, also sich selber sein Essen oder Kleidung ver- und bearbeiten können und für ein trockenes Dach über dem Kopf sorgen zu können. Aber das ebenso wie eine Offenheit gegenüber anderen Religionen steht meinem Verständnis nach nicht in direktem Bezug zu Mystiker oder nicht.



    Insgesamt dürfte man Firumn halt schon näher sein, wenn man sich allein in der Wildnis behaupten muss, statt einen Adligen anzuhalten, welche Gesetze sein Jagdtrupp auf dem eigenen Land einzuhalten habe.

    Vielleicht ist ja das der Grund, weshalb Dein HdJ auszieht? Um eben auch diese Seite Firuns kennenzulernen und zu ergründen, weil er dabei auch sich selber ergründen möchte? So kann ja die Mystik oder der Mystiker noch kommen, in dem sic der Geweihte aufmacht, überhaupt erst mehr über sich und seinen Gott zu lernen?

  • Als Spieler eines Mystiker-Firuni kann ich da vielleicht reingrätschen.

    Mit einem Firuni oder Ifirni (hm, das klingt komisch) ist es total einfach auf die Mystiker-Schiene zu gehen, alles was du machst zieht sich da hin.

    Am wichtigsten ist aber der SL der dich darin unterstützt und das fördert. Um einen Mystiker zu spielen musst du eine Gruppe/ Kampagne haben, die sich um Götter und Glauben dreht, wo du Zeichen, Geschehnisse und Erfahrungen deuten und interpretieren darfst und der SL darauf auch eingeht.

  • Ja da müsste dann auch eigentlich der Meister eingreifen um so Loops zu unterbinden. Finde da unterscheidet sich dann auch bisschen der Crunch vom Fluff.


    Das die Zahlenmystiker nichts mit Religion zu tun haben ist auch klar. Aner beschränkt sich die Mystik eines Geweihten wirklich nur mit seiner Religion? Klar sind diese von der Gottheit "auserwäht" oder fühlen sich berufen. Immerhin ist dies ja nichts was so über Nacht passiert und man will sich weihen lassen.


    Vielleicht ist das Wort mystik dann auch eher das flasche Wort dafür. Das man Firuns willen eher allein erforscht, sich abhärtet, seine Heiligtümer aufsucht (die Reisen überleben auch nicht alle) und seine Schwächen bekämpft. Allerdings wird keiner solch eine Reise antreten wenn man selber weiss das man es nicht überleben wird. Firun ist ja nicht dumm oder törricht. Firun würde auch nicht wollen das man alleine einen Drachen besiegt. Da wird man dann auch nicht Beistand von Firun erwarten dürfen weil es so oder do Selbstmord ist. Allgemein ist es schwierig Beistand von Firun zu erwarten. Immerhin ist dies ja auch ein Zeichen von Schwäche in vielen Situationen.


    Ich will ihm etwas "magisches" geben ohne das er wirklich ein Magier oder Viertelzauberer ist. Dschinngeboren find ich auch etwas sehr übertrieben und selbst bei nem Eis-Dschinn müsste man dies erstmal passend erklären. Die anderen Elemente für einen Firun/Ifirn geweihten. Vorallem für gewisse Gegenden.


    Darum dann der Gedanke mit den Feen. Mit Feen hatten meine Charaktere bisher nie wirklich zu tun. Mit Kobolden schon öfters aber ein spaßiger Koboldfreund sind beide Geweihte für mich nicht. Natürlich haben Feen keinen Firunglauben sondern eher Tsa, Efferd, Aves und Simia. Aber solche Geweihten finde ich jetzt nicht so berauschend. Efferd wäre zwar noch irgendwie "cool" aber nicht gerade der beste Naturchar. Allerdings ist das Feuerverbot nicht gerade so toll auf Reisen. Aber zurück zum Thema.


    Nivesen scheinen auch eine gewisse Verbindung zu Feen zu haben. Allerdings gibt es dort erst richtige Geweihte mit der großen Weihe. Und die Schamanenregeln sind auch nicht unbedingt die besten. Zudem würd mir auch grad keine richtige Geschichte einfallen warum ein Nivesenschamane unterwegs ist und weg von seiner Sippe.


    Ich ändere mal den Titel dann mal zu einem etwas passenderem ;)

  • chilledkroete

    Changed the title of the thread from “mehr Mystik für meinen Geweihten” to “Naturchar mit Einfluss von Feen”.
  • Feen-Kulte sind den Geweihten meist eher ein Dorn im Auge. Ein Geweihter mit enger Bindung zu Feen wäre daher schon durchaus etwas Ungewöhnliches.


    Vielleicht ist Mystiker das falsche oder zu ungenaue Wort, denn ich zumindest ich denke dabei an die kirchlichen Mystiker, und Du dann ein (etwas) anderes mystisch, das mehr in Richtung Besonderes oder geheimnisvolles geht.


    In Bezug auf Feen und ganz abseits von Firun, aber ganz bei Feen und ansonsten ohne Magie: So etwas wie ein Feen-Ritter vielleicht, der in Diensten einer Holden steht (offiziell gibt es die Ritter in Diensten Pandlarils)? So ein Ritter kann ja auch als zweites Standbein die Natur-Schiene fahren.

    Als vielleicht auch mystisch zu betrachtenden Charakter mit viel Natur, und wieder ohne Firun und auch ohne Feen fiele mir auch der Tierkrieger ein, aber so einen spielst Du ja schon, wäre also nichts Neues. Auch wenn es einer mit Feenfreund sein könnte.


    Nivesen haben ihren Bezug zu (Natur)Geistern. Dass da Feen in deren Glaubenskreis oder Lebensraum eine große Rolle spielen, wüsste ich so jetzt nicht.

    Aber ich kann mir vorstellen, dass ein Firuni nach Firuns Willen und Wirken bei Nivesen, Gjalsker und/oder Fjarninger sucht (und sogar fündig werden würde).

  • Naja ausser bei Tsa glaub aber die sind eh allgemein sehr Patriotisch.


    Ja habe auch rausgefunden das Mystiker eine eigene Bezeichnung für einige Geweihte sind die die Taten und ähnliches ihrer Götter erforschen wollen.


    Ne Tierkrieger sind mir von der Religion und Weltanschauung und alles gerade zu exotisch. Will schon was "mittelreichisches". Aber die Feenritter hören sich interessant an dafür. Wo finde ich denn mehr darüber? Vermutlich in den RSH von Andergast, Bornland und Zyklopeninseln(okay da wohl am wenigsten.)


    Waren nicht die Nivesen die Rasse die noch am ehesten von den Feen akzeptiert wurde weil sie angeblich die ersten Bewohner sind?

  • Das sind die "Ritter des Alten Weges": https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Ritter_des_Alten_Weges, weitere wenige Quellen stehen darin.

    Im Grunde ist das ein Ritter (gleich ob alten Schlags der der unmodifizierte), der in Diensten Pandlarils steht. Es ist also keine eigene Professionsvariante.


    Es wurde zu Alveran-Zeiten auch ein inoffizielles Solo-AB geschrieben, "Ritter alten Weges", in dem der Ritter-Charakter zu einem Ritter in Diensten Pandlarils werden kann. Ich habe das allerdings nie selber gelesen. und kann daher keine Einschätzung zu abgeben. Es findet sich (außer auf meiner Festplatte im Zweifelsfall) im Downloadbereich der Weiden-Seite: http://www.alte-site.herzogtum-weiden.net/download.htm.


    Meines Erachtens nach kann man auch eine andere namhafte und mächtige, "mystische" Holde nehmen. Meine 7G-Ritterin etwa war eine Ritterin Fanrindels, weil sie Albernierin ist.

  • Ja die hab ich auch gefunden als ich nach Feen-Ritter dann nun gesucht habe. Also könnte theoretisch aus fast jedem Char solch ein Ritter werden, da es ja in dem Baukasten keinen passenden Bausatz gibt. Immerhin sind die Professionen ja eh immer nur das was sie vor ihrem abenteuerleben gemacht haben.


    Danke für den Link den schaue ich mir später mal durch.


    Namenhaftr Feen gibt es ja ein paar. Mit DSA5 wurden ja auch die Feenpakte eingeführt und die Wald- und Wasser-Ritter welche ja auch bisschen in diese Richtung gehen.

  • Wobei ich bei einem Fee-Ritter schon einen Ritter vermuten würde, wenn man sich so vorstellt (und selbstdefiniert), sonst stünde man in den Diensten. Es ist ja inneraventurisch schon definiert, was ein Ritter ist.

  • Der Beschreibung und so hört es sich irgendwie aber eher nach einem Minne an als nach einem richtigen Ritter. Wobei das eine das andere nicht unbedingt ausschliesst.


    Wobei die Zyklopeninseln doch eher kaum Ritter haben werden aber genug Feen

  • Der Feenritter bestreitet seine Abenteuer nicht für seinen Lehnsherrn oder seine Geliebte sondern für "seine" Fee. Gerade deswegen ist er ein waschechter Ritter, was natürlich Kampf, Minne und Turney mit einschließt. Gerade so ein Feenritter des Farindelwaldes oder der Weidenschen Auen ist wohl besonders der Natur zugetan und fröhnt der firungefälligen Jagd sowie der mystischen Betrachtungsweise der Natur.

  • Naja Minne bezieht sich ja nicht nur auf Geliebte sondern allgemein auch aufs Rittertum, ähnlich wie Artus für die Holde im See.