Dämon als SC ?

  • Hallo zusammen,


    wir starten in unserer Pathfinder Gruppe bald ein neues Abenteur und unser SL hat uns den Tipp gegeben, dass wir Charaktere ausprobieren sollten, welche sich halt ein bischen von dem klassischen Krieger, Magier, Schurke, Heiler und den typischen Rassen Mensch, Zwerg, Elf, Ork abgrenzen. Er selbst hat gesagt, dass er offen für alles ist und hat auch kein Problem damit, wenn wir die Regeln etwas freier auslegen. Ich bin jetzt auf die Idee gekommen, einen Dämon als Charakter zu nehmen, genauer einen Balor (SL ist n riesiger Herr der Ringe Fan und einer seiner Lieblingsstellen sind die Mienen von Moria). Das Problem an der Sache ist, dass unsere Charaktere auf Level 1 anfangen. Ich kenn die Werte des Balors aus dem Kreaturenbuch, aber da hat dieser den Level 20. Kann man diese Werte dann einfach runter rechnen ? Und wie sieht dann das Maß für Rettungswürfe bei der Levelprogression aus ? Dazu kommt dann noch folgendes: Dämonen sind ja Externare. Diese haben einen Trefferwürfel von 1W10. Wie verhält sich das, wenn man eine Klasse wählt ? Richten sich die Fertigkeiten, Trefferwürfel etc. dann nach der Rasse oder der Klasse ? Und wie verhält sich das mit den zauberähnlichen Fertigkeiten ? Diese scheinen ja irgendwie an die Balor-Unterrasse gebunden zu sein. Dazu steht ja das Externare mit allem einfachen und Kriegswaffen geübt sind, so wie mit allen Rüstungen die angegeben sind. Ein Balor kann offenbar keine Rüstung oder Schilde nutzen, daher die Frage wie kommt die RK zustande ? Oder hat er einfach einen Rassenbonus auf die RK ?


    Ich hoffe, dass es hier einge erfahrene Spieler gibt, die mir dazu Tipps geben können.

  • mmmmh.... ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass das funktioniert.

    Ein Balor ist nicht Level 20, er ist HG20. Das heisst drastisch vereinfacht: der durchschnittliche Balor ist eine durchschnittliche Herausforderung für eine durchschnittliche Level 20 Gruppe. Es gibt stärkere und schwächere Balors, aber es liegt im Wesen der Dämonen, dass ihre Stärke definiert, was sie sind. Ein Dämon der nicht irgendwo um HG20 herum ist, kann nunmal kein Balor sein. Wenn du en Balor auf HG 1 Runterrechnest, hast du keinen Balor mehr, sondern ein Quasit mit ner Peitsche.


    Auch wäre es unglaublich schwer einen Balor in einer Party zu spielen, die aus irgend etwas anderem als Balors besteht. Balors sind wie alle Dämonenwesen aus reinem elementarem Chaotisch Bösem. Anders als Charaktere die einfach nur ein Chaotisch Böses Alignment haben, kann ein Dämon sich nicht gegen sein Alignment entscheiden. Es gibt keinen Handlungsbogen bei dem ein Dämon doch irgendwann Respekt, Loyalität, ja vielleicht sogar Freundschaft für andere Wesen empfindet. (ja, ich weiss, es gibt diese eine Ausnahme in der Lore... aber dieser eine Dämon hat zu Desna gebetet und sie hat ihn erhört.... Divine intervention ist immer ein Spezialfall). Oder anders gesagt: Selbst wenn ihr eine böse Gruppe spielt, wird es nicht wahnsinnig lange gehen, bis ihr euch entweder gegenseitig umbringt, oder ihr euch einfach trennt, weil die Risiken den Nutzen übersteigen.

    ich weiss nicht, ob du dir das Video angeschaut hast zum 'SC wird zum Dämon'. Der Beschriebene Pfad klappt einfach nicht für einen Level 1 Charakter. Du brauchst Zugang zum Book of the Damned oder einem mächtigen Dämon. Das ist allein eine mittlere Kampagne... die Rituale ihrerseits brauchen einiges an Macht... und um am Ende ein Balor zu werden, musst du schon 20 TWs haben.

    Muss es denn umbedingt etwas Voll-Dämonisches sein? Würde es ein Tiefling oder Halb-Dämon nicht auch tun?

    My diplomacy equals roll for initiative.

    Edited once, last by Lucio ().

  • Man kann versuchen, einen Balor so zusammenzustutzen, dass er in eine Gruppe Lv 1 passt, aber ... da ist dann außer etwas Optik nichts mehr vom Balor übrig.


    Externar-Trefferwürfel mit allem, was dazugehört ersetzen quasi Klassenstufen. Du kannst dir das etwa so corstellen als hätte der Standardbalor X Level in der Klasse Externar. Das heißt, wenn du irgenwann auf hohen Stufen den Standard-Balor erreichen willst, wirst du keine Klasse und keinerlei Klassenfähigkeiten haben - genau wie der Standard-Balor.


    Zauberähnliche Fähigkeiten, natürliche RK, Eigenschaftsboni usw. wären Rasseeigenschaften. Würde ich aber für Lv1 trotzdem praktisch ausnamslos streichen und nur schrittweise verfügbar machen, falls du tatsächlich später Externartrefferwürfel statt Klassenstufen wählst. Alles andere wäre arg unbalanciert. Vermutlich müsste man sogar, wie damals in Savage Races, tote Level einführen, in denen du gar nichts bekommst.


    Insgesamt : Lass es lieber.

  • Also:

    Wenn euer SL etwas freier ist, dann könnte es schon gehen:

    Wenn auch naja ...


    Ein Balor funktioniert einfach nicht, auch wenn man seine Trefferwürfel auf 1 setzt sind seine Sonderfähigleiten viel zu mächtig

    Und nimmt man die weg, dann bleibt vom Balor nicht mehr übrig als das Aussehen

    Plus

    Der größte Spaß (mMn) beim Charakterbauen ist eben genau das, das Bauen

    Ein Balor hingegen schreibt dir alles vor, irgendwie langweilig



    Also wie jetzt?

    Es gibt Schablonen, darunter die Schablone für einen Halb-Balor (in einem Dämonen ausbauregelwerk) die erhöht den HG der Basiskretur um +2 wenn ich mich nicht irre.


    So du startest also zB als Krieger (NICHT Kämpfer) Stufe 1 und diese Schablone

    Damit ist dein SC HG bei 1

    (HG einer NSC klasse = Stufe -2; HG einer SC Klasse = Stufe -1;

    HG einer SC Klasse mit vollen schätzen = Stufe)


    Da die Schätze auf der Stufe noch irrelevant sind, hätte ein menschlicher KÄM 1 einen HG von 1/2


    Du wärst also (solange du auf jegliche Ausrüstung wie Waffen und Rüstung, mit ausnahem von Kleidung) verzichtest nicht viel mächtiger als ein normaler SC


    Du startest allerdings auch mit den Werten einen NSC, also 15 oder 10 Punkte (siehe zB NSC Kompendium)

    Das stört dich zwar weniger weil die Schablone dir eh einen Bonus auf ein paar Werte gibt aber trotzdem.



    Du wirst noch immer (zumindest am Anfang) mächtiger sein als normale SC (der HG von Schablonen auf niedrigen Stufen funktioniert nur so lala)

    Aber jedes Mal wenn die anderen (bzw. Ein normaler SC) eine Stufe aufsteigt, deine Schablone Dir aber einen HG geben würde, bekommst du keine Stufe)


    Du kannst nach der ersten Stufe als NSC Köasse (Adept/Bürger/Krieger), diese gegen einen passende SC klasse (Krieger zu Kämpfer/Barbar tauschen anstatt weiter die NSC klasse aufzuleveln


    Also statt von Halb Balor Krieger 1 zu Halb Balor Krieger 2 würdest du zu Halb Balor Kämpfer 1 werden.





    So damit wäre der Anfang einmal geregelt

    Iich würde dir desweiteren einen HXM-Dämonenblutlinie empfehlen, einfach weils passt

    Und als Volk vielleicht einen Tiefling mit dämonischer Abstimmung (siehe das schon einen verwendetet englische d20pfsrd)

    Wie viel Dämonenblut bzw wie dicker desto besser passt es einfach für einen Balor




    So zum weiteren Verlauf, es gibt ja den Drachenjünger als Prestigklasse

    An den angelehnt könnte man einen „Balorjünger“ als klasse bauen

    Voraussetzung:

    Abyssich, spontane Grad 1 Zauber und wenn er ne Blutlinie hat dann die dämonische.


    Und dann Fähigkeiten wie Drachenschwingen/Drachenblut/Drachenbiss/Drachengestalt etc einfach anpassen



    Was bekommt man damit?

    Eine Halb-Balor, der durch viel dämonisches Balor Blut einem Balor zum verwechseln ähnlich sieht bzw schon fast vollblütiger einer ist

    Eine Prestigklasse die einem nach und nach die Fähigkeien eines wahren Balor verleiht, sowie ein paar Zaubergrade, was auch zu einem Balor passt.


    Trotzdem kann man noch völlig frei über seine Talente verfügen, der GAB ist ein bisschen niedriger als der einen normalen Balors (dafür hat man allerdings Zauber) und für einen SC nachher wirklich gute Flat Attribute


    Alternativ kann man Zaubergrade der Prestigklasse auch gegen Talente eintauschen

    Da Zauber eigentlich viel mächtiger sein als einzelne Talente stört das Balancingtechnisch keinen, könnte aber zur Vervollständigung des Konzepts passen.

    EPAS -Einheit zur Prävention der Ausnutzung von Spielmechaniken

  • Wow. Ich hätte nicht gedacht dass es so schnell Antworten gibt und dann auch noch hilfreiche. Danke dafür schon mal.


    Also, was das mit dem Chaotisch Böse angeht, was Lucio geschrieben hat, die Hintergrundgeschichte geht ungefähr so: Der Balor wurde durch irgendwas (muss ich mir noch ausdenken) aus seinem Reich im Abyss vertrieben und ist auf der materiellen Welt gestrandet. Zudem hat er auch n guten Teil seiner Stärke verloren. Das erste was er macht, war halt sich ne Tarnung als Sterblicher zuzulegen. Das alles wäre ein par 100 Jahre her. Von diesem Zeitpunkt in der Vergangenheit bis zur Gegenwart, wo ja auch die Kampagne beginnt, hatte er dann die Vorzüge der materiellen Welt kennen gelernt (Alkohol, Frauen, etc...).


    Dann hätte der Charakter keine Waffen und Rüstungen könnte er ja sowieso nicht nehmen. Das was Satinavian geschrieben hat mit dem, das man die Fähigkeiten nach und nach verfügbar macht klingt auch interessant.


    Was das Balancing angeht: Wir besprechen in der Gruppe auch viele Ideen, darunter auch solche Geschichten. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass wenn ein Charakter entsprechende Vorteile hat, dann sollte er auch Nachteile haben um das ganze wieder auszugleichen. So müsste dieser Charakter also immer darauf achten, dass seine Tarnung nicht auffliegt, weil sonst sämtliche guten und rechtschaffenen Kreaturen an ihm dran kleben würden.


    Vielleicht können die erfahrenen Leute mit diesen Zusatzinformationen was anfangen. Falls nicht, nochmals vielen dank für eure Hilfe und eure Ideen.

  • Naja, im Abyss gibt es auch Alkohol (und was für welchen!), Frauen (und was für welche!) etc. Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Ein Balor ist ein Wesen aus reinem Chaotischem Bösen... er ist eine Naturgewalt, er kann nicht anders als die Unterwerfung und Zerstörung von allem zu suchen, was sein Auge erblickt und anders als ein Sukubus geht er dabei auch nicht besonders subtil oder rafiniert vor sondern vertraut auf rohe Gewalt. Und wenn du das nicht so spielen willst, dann spielst du auch keinen Balor, sondern ein Charakter der aus irgend einem Grund wie ein Balor aussieht und die Kräfte von einem Balor hat, aber nicht einen Charakter, der ein Balor ist...

    My diplomacy equals roll for initiative.

  • Wie gesagt, ich würde eher einen SC spielen der nach und nach zu einem Balor wird


    Man beginnt Stufe 1 halt ganz unten und arbeitet sich dann nach oben (quasi man erarbeitet sich seine eigentliche Vorstellung eines Charakters erst)



    Zum Chaotisch Bösem

    Ein reiner wahrer Balor, ist genau das was Lucio geschrieben hat

    Man kann zwar als SC auch einen RG Balor spielen, aber naja ...

    DAS zu erklären ist noch schwerer als einen RG roten Drachen zu erklären.


    Ansonsten kann ein Charakter der eben erst zu einem Balor wird (durch Klassenstufen zB) seine Gewinnung im Laufe des Spieles anpassen und sich somit entwickeln

    Damit könnte man auch gut einen CB Charakter konstruieren der in seine Umgebung hineinpasst und nicht sofort alles und jeden gegen sich aufbringt.

    EPAS -Einheit zur Prävention der Ausnutzung von Spielmechaniken

  • Ich hab das alles jetzt mal mit unserem SL besprochen. Er findet die Idee von meinem Charakter wirklich gut. Laut ihm würde so viel Dynamik ins Spiel kommen, im Sinne von ich muss aufpassen was ich sage, mache oder wie ich zu bestimmten Gefahren stehe. Das gleiche gilt für die ,, Rassenfähigkeiten``. Zudem muss ich aufpassen, da die Aura des Balors von Zauberkundigen entdeckt werden kann. Einige Dialoge würden so auch viel interessanter werden. Was GAB, Fertigkeiten etc. angeht solle ich mich nach den Vorgaben des Balors richten und die dann normal von Rang 1 hoch leveln. Bei Rettungswürfen soll ich mich nach der Vorgabe der Externare richten. Und meine RK soll halt nicht standardmäßig auf 36 sein,aber das war klar. Dann hat er noch was gesagt wo ich nicht ganz hintersteige. Er sagte mir, dass ich, aufgrund meiner Hintergrundgeschichte, einen Balorfürsten spielen solle. Ich dachte die Balor sind die Fürsten, die andere Dämonen befehligen. Wo liegt da jetzt der Unterschied ?


    Was das Balancing allgemein angeht, da sagte er das dieser Charakter auch nicht viel schlimmer sei als ein Magier mit 20 Intelligenz, wenn ich das oben geschriebene beachte.

  • Ein Balor ist ein Fürst unter Dämonen, ein Balorfürst ist ein Fürst unter Balors... du bist 3/4 auf dem Weg nem wahren Dämonenfürst, einer minderen Gottheit. mmmmh... wie genau versteckst du, dass du viereinhalb meter gross bist? Eine der wenigen Dinge die Balors nicht können, ist ihre Form zu verwandeln.

    Ein Int 20 Magier 1 kannst du nicht im Ansatz mit nem Balor vergleichen... ein Int 20 Magier 1 kann keine anderen Balors beschwören, hat keine 'at will' Teleportation, ist nicht Immun gegen das halbe Schadensspektrum und hat resistenz gegen die andere Hälfte, hat keine Zauberresistenz und keine Schadensreduktion... ich seh um ehrlich zu sein nicht, wieso du je verstecken würdest, dass du ein Balor bist, auch wenn deine HPs und deine RK etwas tiefer sind, du kannst immernoch relativ locker die durchschnittliche Menschensiedlung auslöschen, wenn sie dir nicht genau gibt, was du haben willst.

    Zum Chaotisch Bösem

    Ein reiner wahrer Balor, ist genau das was Lucio geschrieben hat

    Man kann zwar als SC auch einen RG Balor spielen, aber naja ...

    DAS zu erklären ist noch schwerer als einen RG roten Drachen zu erklären.


    Ich denke, mit Drachen ist das nicht so ne Sache, sie stammen nicht aus einer der äusseren Ebenen, sie sind nicht das Resultat einer moralischen Verwerfung im Prime Material, sie haben einen freien Willen und als solchen ist ein Guter Chromatischer Drache lediglich ungewöhnlich aber sicher nicht unmöglich...


    Wesen aus den äusseren Ebenen hingegen können das nicht so ohne weiteres... dass eine Beispiel das es gibt ist Arueshalae aus Wrath of the Righteous zeigt uns eigentlich wie extrem schwer sowas ist.

    Vielleicht ist es Denkbar, dass ein Balor, nachdem er miterlebt hat, wie sich tausende von Paladinen Furchtlos in den sicheren Tod stürzten, er darin eine Kraft sieht, welche er nicht versteht und sie sich zu eigen machen möchte. Er richtet sich an die Göttin Iomedea 'Lehre mich die Tapferkeit!'. Überrascht, vermutet zunächst eine List, sieht dann aber auch eine grosse Chance. Sie entscheidet sich ihm Tapferkeit beizubringen, aber auch all die anderen Konzepte, die damit verbunden sind, wie Aufopferungsbereitschaft, Loyalität, Ritterlichkeit... Dieses Wisssen lässt den Balor erkennen, was für eine Abscheuliche Existenz er bisher gelebt hat und verschreibt sein Leben selbst diesen Werten... und nach einem langen und schwierigen Prozess gibt es ihn tatsächlich, den RG Balor-Paladin, beschützer der Schwachen, Rächer der Enterbten... Aber das ist das Ende eines Charakterbogens und nicht am Anfang.... (also am Ende der Geschichte des Charakters, nicht am Ende vom Heldendokuments).


    Für die Geschichte von nem Dämonen, der halt in unserer Welt feststeckt, wäre ein 'Dämonengefäss' doch auch eine Option... der 'Geist' des Balors lebt in einem Menschlichen Körper, bis er wieder mächtig genug ist, einen eigenen Körper zu beanspruchen... müsste man die Klasse etwas andpassen, dass man sie auch auf Level 1 spielen kann...


    naja, sorry, wenn ich etwas negativ rüberkomme, am ende ist es euer tisch und ihr müsst spass haben, also nehmt nicht zu ernst, was ich sage :)


    My diplomacy equals roll for initiative.

  • Ein Balor ist ein Monster mit 20 TW. Als HG 20-Kreatur soll er als Herausforderung für eine "durchschnittliche" vierköpfige Heldengruppe dienen. Für 4 SC der 20. Stufe wäre er eine durchschnittliche Herausforderung, für 3 SC der 20. Stufe eine Gefahr und mit 2 SC der 20. Stufe wischt er wahrscheinlich den Boden auf, wenn sie nicht glücklich würfeln. Ein SC der 23. Stufe könnte im Kampf Sterblicher gegen Dämon vielleicht ein Unentschieden herausschlagen (sie stürzen also beide zusammen von der Burgmauer in den sicheren Tod oder so).
    Direkt als Charakter eignet sich so ein Viech meines Erachtens nur, wenn auch der Rest in einer ähnlichen Liga spielt, vielleicht bei einem One-Shot, bei dem eine Rotte mächtiger Scheusal eine Welt erobern oder einen gemeinsamen Gegner angehen will - als Chaotisch Böses Monster ist so ein Balor nicht wirklich der Teamplayer, d.h. entweder peitscht er die anderen ein oder hat von einem noch mächtigeren Dämon die Anweisung, sich mal zusammenzureißen.
    Den Balor runterzuskalieren auf eine 1 TW-Kreatur mit Kräften, die einem SC der 1. Stufe vergleichbar sind, dürfte alles andere als einfach werden und definitiv nicht die Erwartungen erfüllen. - Der schaut dann nur noch aus wie ein Balor, kann aber von einem Goblin mit einem guten Treffer mit Pfeil und Bogen umgeschossen werden.
    Als "dämonisches" Spielervölkchen gibt es die Tieflinge. Und ein Tiefling kann auch einen Dämon in der Ahnenreihe habe - ich rate eher zu diesem Ansatz. Vielleicht kommunizierte der dämonische Ahne ja mit dem Sprößling und stellt ihm einen Teil seiner Macht zur Verfügung, damit der Junior sich für seine Ziele einspannen lässt - hier würde sich die Klasse der Hexe oder des Mystikers empfehlen.

    Pathfinder-Team

  • P.S.: Ich glaube, wenn der SL sagt, dass ihr ruhig mal von den gängigen Klischees (grummeliger Zwergenkämpfer, elfischer Waldläufer mit perfekten Haaren, weiser alter Magier usw.) abweichen könnt, meint er wahrscheinlich nichts derart Extremes, dass er dafür erstmal ein eigenes Quellenbuch schreiben müsste...

    Pathfinder-Team

  • Vielleicht ist es Denkbar, dass ein Balor, nachdem er miterlebt hat, wie sich tausende von Paladinen Furchtlos in den sicheren Tod stürzten, er darin eine Kraft sieht, welche er nicht versteht und sie sich zu eigen machen möchte. Er richtet sich an die Göttin Iomedea 'Lehre mich die Tapferkeit!'. Überrascht, vermutet zunächst eine List, sieht dann aber auch eine grosse Chance. Sie entscheidet sich ihm Tapferkeit beizubringen, aber auch all die anderen Konzepte, die damit verbunden sind, wie Aufopferungsbereitschaft, Loyalität, Ritterlichkeit... Dieses Wisssen lässt den Balor erkennen, was für eine Abscheuliche Existenz er bisher gelebt hat und verschreibt sein Leben selbst diesen Werten... und nach einem langen und schwierigen Prozess gibt es ihn tatsächlich, den RG Balor-Paladin, beschützer der Schwachen, Rächer der Enterbten... Aber das ist das Ende eines Charakterbogens und nicht am Anfang.... (also am Ende der Geschichte des Charakters, nicht am Ende vom Heldendokuments).

    Mir ist klar, dass es bei weitem nicht der Regelfall ist.

    Es geht nur darum, für Spieler ist so eine Gesinnung eher irrelevant.

    Da man eben immer eine Möglichkeit findet eine Story zu kreieren, die jegliche Gesinnung zulässt.


    Und im Falle eines Balors würde ich ihn zB sogar schon im Verlauf einer Backgroundstory RG werden lassen, WENN er dazu alles einbüßt.

    Das würde in etwa dem entprechen was der Fragesteller haben will.

    Das ist einer der wenigen Ausnahmen was überladene epische Backgroundstorys angeht.


    Indem man eben nicht den ohm ine Gott ich hab so viel erlebt und bin so toll Faktor nimmt sondern den.

    Ich war einmal tolll und die Story erklärt wie ich gefallen bin, sodass ich jetzt wieder "Stufe 1" bin.


    Ein Balor:

    Quote

    Ein Balor ist 4,20 m groß und wiegt 4.500 Pfund. Nur die grausamsten sterblichen Seelen können die Entstehung eines Balors auslösen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Dämonen braucht es oft viele Seelen mächtiger Bösewichte, um die Geburt eines neuen Balor einzuleiten.

    Man könnte also erzählen wie dieser Balor mit seinem Gewissen gerungen hat und ihm somit zwar nicht sein Körper aber einige seiner Fähigkeiten verlassen haben,.

    Verzweifelt und voller Angst dass seine anderen Dämonen seine Schwäche entdecken, zog er sich zurück, doch sein Gewissen wurde nicht weniger.

    Und so weiter und so weiter (und ja warum das Gewissen das ist erfordert noch mal gut eine 100 Wörter gute Erklärung) und shclussenldich blieb nur eine Seele übrig


    1.) Der mMn komsche unbalancde langweilige Weg:.

    Diese beseitzt zwar noch das Aussehen eine Balors, aber nichts mehr von seiner Macht.

    Eine Externarer mit 1 TW, allen dazugehörigen Werten, stark verminderte bzw gar keinen AF's/ ÜF's/ ZF's,

    der sich (welche Gesinnung auch immer dem Spieler vorschwebt) wieder auf dem einen oder anderen Weg (stichwort Gesinnung) seine Macht zurückerlangen will.


    2.) Der von mir preferierte Weg, weil balancder und Variantenreicher

    Die Seel wird in einen Tieflingskörper verbannt (dämonisches Blut) und bekommt am Anfang oder mit der Zeit die Schablone Halb Balor.

    Und dann je nach Klasse, ich finde HXM (mit der Dämonischen Blutlinie) passt da am besten, steigt man ganz normal auf.

    Mit zB einer hausgeregelten Variante des Drachenjüngers, damit man sich eben wirklich ganz auf den Balor spezialiesieren kann.

    (Unter anderem Flammender Körper, dauerhaft unmagisch Groß, das originale Aussehen etc)



    Bei beiden beginnt man nicht als Balor, das steht außer Frage sowas ist für eine Stufe 1 Gruppe auch undenkbar.

    Aber beides würde sich mit ein bisschen Balancing Beachtung dann doch ganz gut ausgehen.

    Das man dann auch wirklich zu einem richtigen Balor wird.

    Und weil der Balorfürst erwähnt wurde, also ein Balor mit ein paar SC Stufen (zB HXM), dass würde sich quasi vor allem bei 2.) nahtlos kombinieren lassen.


    Man sollte aber bedenken, dass man dann locker einen Stufe 25 SC vor sich hat. und der Rest der Gruppe gleichziehen sollte.



    Für 4 SC der 20. Stufe wäre er eine durchschnittliche Herausforderung, für 3 SC der 20. Stufe eine Gefahr und mit 2 SC der 20. Stufe wischt er wahrscheinlich den Boden auf, wenn sie nicht glücklich würfeln

    Ist es nicht so, dass ein SC STufe 20 gegen eine HG 20er Monster eine 50% Chance hat?

    Ja nach Monster und ja nach Klasse natürlich.

    Aber ein SC hat doch einen HG in Höhe seiner Stufe (wenn sein Equip passt), womit es dann HG 20 VS HG 20 wäre, was (in etwa) zu einem 50/50 resultat führen würde.


    Kommt natürlich sehr auf die Bauweise drauf an (ein einzelner gut gebauter Stufe 20 PAL hat whs eher weniger Probleme mit einem Balor)


    Ein Int 20 Magier 1 kannst du nicht im Ansatz mit nem Balor vergleichen... ein Int 20 Magier 1 kann keine anderen Balors beschwören, hat keine 'at will' Teleportation, ist nicht Immun gegen das halbe Schadensspektrum und hat resistenz gegen die andere Hälfte, hat keine Zauberresistenz und keine Schadensreduktion... ich seh um ehrlich zu sein nicht, wieso du je verstecken würdest, dass du ein Balor bist, auch wenn deine HPs und deine RK etwas tiefer sind, du kannst immernoch relativ locker die durchschnittliche Menschensiedlung auslöschen, wenn sie dir nicht genau gibt, was du haben willst.

    Hier stimme ich Lucio komplett zu:

    Einen MAG mit IN 20 (was zwar Powergaming wäre, aber was bei weitem nicht undenkbar ist auf Stufe 1)

    mit so etwas zu vergleichen zeigt von einem eher minder erfahrenem Balancing Gefühl (nichts gegen deinen SL)

    Man kann den "Balor" auf jeden HG heben (einfach Werte an Monster erschaffen an den HG anpassen)

    Aber dann ist es eben nur noch eine Hülle eines Balors mit den Werten und den Fähigkeiten eines Ponys


    Nicht das was man möchte.

    Will man die Fähigkeiten Stufe 1 behalten, ist das Blancingtechnisch nicht möglich.

    Das Angriffspotenzial seiner Fähigkeiten ist zu groß, will man das mit fehlender defensive auf niedrigen Stufen ausgleichen, dann stirbt er beim ersten Treffer.

    Nimmt man im das Angriffspotenzial weg nimmt man seine ikonischen Fähigkeiten weg.

    ODER man gibt ihm eine solche Menge an willkürlichen SL Mali hinein, dass er balanced ist, dass man sich mit der "fairen" Progression nicht mehr auskennt.

    und das ganze ein Art und eine Menge von Arbeit wird, die die Mühe nicht wert ist.


    Und bei keinem spielst du das was du eigenlich spielen willst, eben weil das nicht geht.




    Wirklich, Spiel keinen Balor, spiel auf einen Balor hin.

    Das geht, sogar gut, vor allem wenn man eigene Sachen mache nkann.

    Aber damit beginnen geht sich einfach nicht aus, darauf hinzuspielen (wie gesagt auf die eine oder andere Variante geht fast ohne gröbere Probleme)

    EPAS -Einheit zur Prävention der Ausnutzung von Spielmechaniken

  • Also sowas als Oneshot ok, kann man mal machen, aber dann müssen alle HG20 Monster als Charakter spielen.


    Insgesamt denke ich man wird wenig spas dran haben. Man kann keine fertigen Abenteuer damit spielen, das ist viel zu mächtig.

    Der SL muss sich definitiv alles selber ausdenken und nach 2 Spieleabend kloppt ihr euch mit Dämonenprinzen und Göttern weil alles andere zu schwach ist.


    Ich vermute mal eher dein SL meinte ihr könnt euch in den Ausbauregeln Klassen und Völker austoben. Das passt dann auch zu den Kaufabenteuern und ist von der Stärke her vergleichbar mit den normalen Charakteren.

  • Ok ich hätte nicht gedacht, dass meine Frage immer noch so viele Leute anzieht. Daher erstmal ein Dankeschön an alle die hier seid meinem letzten Post noch geantwortet haben. Mein SL hat mir ein Word-Dokument geschickt, mit eiener Liste für die Levelprogression, Volksmerkmalen ? usw. Was die Erfahrung meines SLs angeht, da weiß ich nur das er das n paar Jahre länger macht als der Rest der Gruppe. Generell scheint er die Idee gut zu finden, da er mir sagte: Zitat: Ich bin gespannt wie du einen ehemals hochrangigen, jetzt gefallenen Dämon spielst, mit der Persönlichkeit eines betrunkenen Jack Sparrows.

    Für alle die es interessiert versuche ich hier das Dokument zu posten.Experiment mit einem Balor als SC..docx

    Ich hoffe das funktioniert mit dem Hochladen. Ich habe mir aber auch schon einen anderen Charakter gemacht und das dem SL auch gesagt.

    Noch 2 generelle Informationen. 1. Wir spielen mit einigen Hausregeln, welche generell jeden Charakter, SC sowie NSC, stärker machen. Zum Beispiel haben wir uns darauf geeinigt, das Zauber über Abklingzeiten verfügen und nach dieser Zeit wieder genutzt werden können, ohne das man erst 8 Stunden rasten muss. Die Abklingzeit beträgt den Grad des Zaubers in Runden. Das gilt für uns, wie auch für Gegner.

    2. Es gibt auch einige neue Klassen seitens des SLs. Bei eiener hat man einen Drachen als Pet, welcher alle 3 Level oder so um eine Größenkategorie bzw. Art zunimmt und die gleichen Werte hat wie die Drachen im Buch.

    Daher ist das mit dem Balancing bei uns generell etwas anders.


    Danke nochmal an Alle die mir hier geantwortet haben.

  • Ok das sollte vil erwähnt werden.

    In einem Homebrew Setting, dass mir erlaubt als High Level HXM ca JEDE Runde einen Grad 9 Zauber und einen schnelle Grad 4 Zauber zu wirken,

    ist das Balancing etwas völlig anderes.


    Hier einen MAG mit IN 20 als Referenz für irgendwas nehmen ist schon eher komisch,

    Immerhin wäre das im normalen Balancing kein Problem, in eurem Setting also noch viel weniger.


    Klar das hier ein normaler Balor viel schwächer ist als in einem normalen Pathfinder Setting.

    Dann kann man seine ikonischen Fähigkeiten auch ohne Probleme anpassen, immerhin ist das Machtniveau ein völlig anders.

    Ohne die Fähigkeiten mitzunehmen, wäre er sogar vil zu schwach.



    Auf Stufe 20 mit einem Balorfürsten (HG 21-25 je nach Orignal Fürst) gleichgesetzt zu werden, erweitert auch die Möglichkeiten einen Balor zu spielen.



    Zum Dokument ansich ist nett und in eurem Balancing Verhalten vil sogar okay

    (gibt ein zwei Sachen die es mMn nur speziell tauglich machen, aber das ist für eine Spezielle Kampagne in einem speziellen Blancingsytem ja egal)

    Da red ich auch nicht hinein, weil das euer Balcning ist, da hat ein Ausenstehender nur wenig Chancen etwas Sinnvolles beitzutragen.

    EPAS -Einheit zur Prävention der Ausnutzung von Spielmechaniken

  • Ja, da stimme ihc ju-mo zu, das ist was ganz anderes, ich ging davon aus ihr wollt diese Chars innerhalb der ansonsten ganz normalen Golarion Abenteuer spielen.

    aber so ist das ja eher was Richtung Pathfinder Super-Heros :)


    Du kannst ja gerne mal berichten ob das dann beim Spiel alles gepasst hat oder ob doch was vom Balancing her aus dem Ruder gelaufen ist.


    Ich selbst hab auch schon Monstergruppen und High Level Gruppen mit spezial Setting gespielt. Wir machen das ganz gerne mal zwischen Weihnachten und Neujahr für 1-2 Spieltage.

    Da Hatten wir schon Drachengruppen oder einfach mal einen Level 20 Char aufgestellt. In den letzten Jahren sind wir aber auch dabei eher so Richtung HG 15/16 Monster zurück gegangen, weil wir halt festgestellt haben das bei (wir ändern da sonst nix und nehmen die ganz normalen Pathfinder Regeln) HG20+ (Die Drachen hatten 25) einfach kaum sinnvolle oder nachvollziehbaren Gegner drin sind.


    Seit den neueren Monsterhandbücher kann ich mir aber auch mal eine Uralte Drachen mit Charakterklassen vs einen großen Alten, die hatten meine ich HG 36 oder so, vorstellen. Aber danach ist dann aber ende weil da ist nichts mehr was man erreichen könnte.

  • Aber danach ist dann aber ende weil da ist nichts mehr was man erreichen könnte.

    Naja.


    Spielt man zB ohne Legendenregeln (bzw ohne Legendenstufen) dafür aber mit dem Metamagischen Talent Legendäre Zauberversion (Grad +5),

    ist der Höchstgrad den man gerne hätte bei 14 (legendärer Wunsch zB),

    Mit der Hausregeln, dass man selbst verbesserte Versionen benutzen kann (Graderhöhung = Anzahl der sonst notwendigen Llegendenkräfte)

    kommt man zB bei verbesserter legendärer Wunsch (9 + 5 + 3]) = 17

    Grad 16 Zauber bekomme ich auf Stufe (wenn wir die Originalprogression nehmen also: Grad 10 für MAG/KLE auf Stufe 19 und HXM etc auf Stufe 20)

    Auf Stufe 33/35.

    Will ich das ganze Schnell machen, dann kommen noch einmal 4 Grade bzw 8 Stufen dazu, womit wir bei Stufe 41/42 sind.


    Wenn ich dazu noch ein paar andere metamagische Talente packen will, ist kommt man sogar drüber.

    Alternativ kann man einfach mächtigere Versionen schon bekannter Zauber erstellen (hier reichen aber mMn die legendären Versionen)



    SC können also "sinnvoll" hochgelevelt werden.


    Gegner kann man immer mit einer der unzähligen Schablonen oder Klassenstufen versorgen um den HG anzupassen.

    Drachen könnten zB über ihre normale Altersprogressionstabelle hinausaltern, indem man diese Tabelle fortführt.



    Gegner findet man immer und damit auch ein "Oh er will die Welt vernichten, wo sind die Helden die ihn aufhalten können"

    Allerdings passt sowas eher weniger in die Welt von PF (ab HG 26 ist man quasi ein Gott und mit HG 21-25 ist man am Weg dorthin)

    Und damit wird es halt schwer einen HG 36 Gegner zu rechtfertigen, weil selbst unter Dämonenherrschern wäre der extrem mächtig.

    (die abgedruckten bekannten sind ja eben im Bereich von 26-30, 37 ist da doch deutlich aus der Norm)


    Heißt es geht nur, wenn man die Welt von PF dahingehend ein bisschen biegt (nicht die Reglen, nur das Setting)

    Dann funktioniert es aber sicher bis in sehr hohe Stufen.


    Mir persönlich ist es dann aber auch too much.

    Legendenstufen reizen für mich als Spieler und als SL schon die stark die Grenzen aus, von dem was ich haben möchte.


    Du kannst ja gerne mal berichten ob das dann beim Spiel alles gepasst hat oder ob doch was vom Balancing her aus dem Ruder gelaufen ist.

    Das mit vil einer konkretteren Liste der von euch verwendeten Hausregeln (damit man es besser abschätzen kann)

    wäre wirklich ganz nett und zumindest für mich sehr interessant :)

    EPAS -Einheit zur Prävention der Ausnutzung von Spielmechaniken