Finesse: Kurzschwert + Schild

Orkenspalter Infokanal via Telegram
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  • Moin zusammen.


    Erster Post... gleich ne Regelfrage ;-)

    Ich (Anfänger) spiele derzeit einen Paladin mit einem vielseitigen Langschwert. Da mein Charakter, Erasmus, in Zukunft sich jedoch vermehrt auf sein Schild verlassen wird - überlege ich beim nächsten Händler das Schwert zu ersetzen.


    Eigentlich finde ich nicht wirkliche eine Alternative – mal von der jeweiligen Schadensart abgesehen. Aber, nun bin ich über ein Kurzschwert gestolpert (nur sinnbildlich, zum Glück).


    Dann habe ich zwar keine Option mehr für die Beidhändigkeit. Aber das Kurzschwert hat Finesse (GRW 148) d.h. ich kann meinen Stärkemodifikator zu Angriffs- und Schadenswurf dazu addieren.


    Ein Kurzschwert verursacht 1W6 Stichschaden. Wenn ich meinen Modifikator (in diesem Fall Stärke 4) dazu zähle macht es 1W10.

    Sehe ich das richtig? Oder mache ich 1W6 + 4?


    Wie berechne ich dann den Angriffswurf?

    Attribut (Stärke 4) + Übungsbonus (2) + Finessebonus (Stärke 4) oder nur Attribut (Stärke 4) + Übungsbonus (2)?

    Vielen Dank

  • Also der Angriffswurf errechnet sich aus Attribut + Übungsbonus. Die Eigenschaft Finesse erlaubt es dir nur als Attribut anstatt Stärke auch Geschicklichkeit zu verwenden.


    Der Schaden deiner Waffe errechnet sich aus dem angegebenen Würfel (beim Kurzschwert 1D6) + den passenden Attributsmodifikator (also bei einer Finesse Waffe Stärke oder Geschicklichkeit)


    Zu beachten ist, dass du sowohl beim Angriffs als auch beim Schadenswurf den gleichen Attributsmodifikator verwendest, also entweder beide Male Stärke oder beide Male Geschicklichkeit.


    Bei deinem Kurzschwert wäre dann dein Angriffswurf 1D20+6 und dein Schadenswurf 1D6+4, wenn du den Stärkemodifikator verwendest.


    Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen


    Gruß Schiefi

  • Wenn man auf Stärke geht, ja. Aber Du solltest am besten drei Waffen besitzen, eine für jeden Schadenstyp, da es Gegner gibt, die gegen bestimmte Schadenstypen resistent, wenn nicht sogar immun, sind.

  • Sorry, aber dies stimmt nicht. Magische Waffen heben keine Resistenzen oder Immunitäten gegen Schadensarten auf (außer es wird explizit in den Werten angegeben).

  • Was ich am liebsten dabeihabe wenn ich (stärkebasierte) Paladine Spiele ist:
    - Ein paar Wurfspeere
    - Langschwert und Schild

    - Ein zweihändiger Hammer

    Langschwert und Schild ist der Standartmodus. Man verwendet das im DUngeon um mit den kleineren Encounters fertig zu werden ohne all zu viele Resourcen zu verbrauchen.
    Wenn du aber das Böse antriffst, dass du niedersrecken willst, dann ist es Zeit für den Hammer. Das ist der Punkt wo man sagt: Vergiss resource management, ich lass jetzt einfach alles los, was mein Paladin hat. Zitiere Ezekiel 25:17, benutze Great Weapon FIghting Style um all die D8er neu zu würfeln and strike down with great vengeance and furious anger!
    Und die Wurfspeere sind halt wirklich für den Fall dass du mal einfach nicht in den Nahkampf kommst, sie sind stärkebasiert, man kann sie mit Schild einsetzen und sie machen Stichschaden, perfekte ergänzung.

    Natürlich kann man auch ein Kriegshammer und ein Großschwert verwenden anstatt Langschwert und Zweihändiger Hammer für den gleichen Effekt, ist natürlich geschmacksache...

    Und wenn dein Paladin einer kleinen Rasse angehört, auf den Dueling Stylwe geht oder einen Geschicklichkeitsbasierten ansatz wählt sieht es natürlich wieder anders aus.

    My diplomacy equals roll for initiative.

  • Wenn man auf Stärke geht, ja. Aber Du solltest am besten drei Waffen besitzen, eine für jeden Schadenstyp, da es Gegner gibt, die gegen bestimmte Schadenstypen resistent, wenn nicht sogar immun, sind.

    Da ich noch am Anfang stehe, war mir das zwar bewusst, aber nicht die Wichtigkeit... Es fühlt sich für mich einfach richtiger an "die eine Waffe" zu tragen, der man vielleicht irgendwann mal sogar einen Namen gegeben hat, als je nach Gegnertyp durch zu wechseln. – Abwarten, wie sich alles so entwickelt. Im ersten Schritt werde ich mal bei Schild und Schwert bleiben - und ja, Wurfspeere habe ich ebenfalls dabei.


    Danke dir. Ich werde das mit dem zweihändigen Hammer mal im Hinterkopf behalten, gerade auch weil aktuell noch alle Gegner schneller wieder im Unterreich verschwinden, als ich bei ihnen bin... ;-)

  • Sorry, Lucio , aber gerade beim Paladin (aber auch beim Kämpfer, Waldläufer, Barden (College of Swords)) ist es Sinnvoll, sich auf einen Kampfstil zu konzentrieren. Great Weapon Fighting als Kampfstil zu nehmen und dann hauptsächlich mit Langschwert und Schild zu kämpfen, ist in meinen Auge reine Verschwendung. Wenn Dein Paladin wirklich mit einem Schild kämpfen soll, wäre Protection die sinnvollere Wahl, aber dann sollte er auf den Maul verzichten. Wenn er wirklich mit Deinen Waffenmix in den Kampf ziehen will, wäre Defense sinvoller. Willst Du aber wirklich bei Great Weapon Fighting bleiben, wären mehrere zweihändige Waffen sinvoller.


    Selbst ein Paladin aus einer kleinen Rasse, kann von Great Weapon Fighting profitieren, es gibt schließlich genug vielseitige Waffen, die alle von ihnen zweihändig geführt werden können.


    EDIT:

    Da ich noch am Anfang stehe, war mir das zwar bewusst, aber nicht die Wichtigkeit... Es fühlt sich für mich einfach richtiger an "die eine Waffe" zu tragen, der man vielleicht irgendwann mal sogar einen Namen gegeben hat, als je nach Gegnertyp durch zu wechseln. – Abwarten, wie sich alles so entwickelt. Im ersten Schritt werde ich mal bei Schild und Schwert bleiben - und ja, Wurfspeere habe ich ebenfalls dabei.

    Wenn Du das erste Mal gegen Ockergelee oder sogar Schwarzpudding gekämpft hast, bist Du froh, wenn Du eine stumpfe Waffe dabei hast. Diese Schleime sind nämlich gegen Hiebschaden immun. Außerdem sind Stumpfe Waffen sehr nützlich gegen Skelett.

    Danke dir. Ich werde das mit dem zweihändigen Hammer mal im Hinterkopf behalten, gerade auch weil aktuell noch alle Gegner schneller wieder im Unterreich verschwinden, als ich bei ihnen bin... ;-)

    Würde ich nicht machen. Du kämpfst hauptsächlich Langschwert und Schild. Folglich wäre die Wahl von Great Weapon Fighting auf Stufe 2 reine Verschwendung, weil Du deren Vorzüge kaum nutzen kannst. Wenn es Dir darum geht, die anderen Gruppenmitglieder zu schützen, wäre Protection nützlich., weil Du damit auf Kosten Deiner Reaktion den Angriff auf einen Gefährten in Deiner Nähe (5 ft. = 1,5m) mit einem Nachteil belegst. Ansonsten kann ich dann nur noch Defense empfehlen, da dadurch Deine RK um 1 steigt (solange Du eine Rüstung trägst). Willst Du aber wirklich Great Weapon Fighting nehmen, solltest Du aber auf den Schild verzichten und das Langschwert zweihändig führen (oder gleich zum Großschwert greifen).

  • Sorry, Lucio , aber gerade beim Paladin (aber auch beim Kämpfer, Waldläufer, Barden (College of Swords)) ist es Sinnvoll, sich auf einen Kampfstil zu konzentrieren. Great Weapon Fighting als Kampfstil zu nehmen und dann hauptsächlich mit Langschwert und Schild zu kämpfen, ist in meinen Auge reine Verschwendung. Wenn Dein Paladin wirklich mit einem Schild kämpfen soll, wäre Protection die sinnvollere Wahl, aber dann sollte er auf den Maul verzichten. Wenn er wirklich mit Deinen Waffenmix in den Kampf ziehen will, wäre Defense sinvoller. Willst Du aber wirklich bei Great Weapon Fighting bleiben, wären mehrere zweihändige Waffen sinvoller.


    Selbst ein Paladin aus einer kleinen Rasse, kann von Great Weapon Fighting profitieren, es gibt schließlich genug vielseitige Waffen, die alle von ihnen zweihändig geführt werden können.



    Das ist nicht falsch. Ich komm halt von der Logik 'Style over Crunch'. Ich denke die Paladine, die ich spiele haben ihre Sternstunde im Bosskampf, weil Divine Smite ist nunmal vervorragend geeignet für sowas. Divine Smite hat eine herausragende Synergie mit Great Weapon Fighting und wenn man noch irgendwie Heavy Weapon Master mit in den Mix bringt, macht man kurzen Prozess. Da find ichs dann halt OK, im Rest vom Dungeon ein wenig auf Sparflamme zu laufen und meinen Mitspielern etwas mehr Spotlight zu gönnen. Und irgendwodurch denke ich auch, dass es Sinn macht, dass man gegen en Goblin mit ner anderen Waffe kämpft als gegen einen Oger, aber mechanisch belohnt DnD schon eine Spezialisierung, das kann man nicht Abstreiten.

    Und natürlich kann man Paladine auch anders Spielen. Der Aufopfernde Paladin, der seine Gefährten um jeden Preis schützt und mit Protection und später vielleicht noch Sentinel auffährt? Absolut völlig episch. Defense und Duelling machen mechanisch auch sehr viel Sinn, aber es sind die weniger coolen Optionen imho.

    Mmmh ich bin echt nicht sicher ob sich das Great Weapon fighting lohnt für kleine Rassen... Mit der Maul oder dem Greatsword wirst du in zwei Drittel aller Fälle vom Reroll profitieren, bei ner Versataile Weapon nur in einem Fall von fünf. Das ist schon ein recht massiver Unterschied.

    My diplomacy equals roll for initiative.

  • Lucio

    Ja, es ist eine legitime Spielweise, aber keine, die man einem D&D-Anfänger vorschlagen sollte. Außerdem ist es nicht wirklich Style ocer Crunch, denn sonst würdest Du keinen Maul verwenden. Bei Style over Crunch verwendet man nie die effektivste Waffe, Rüstung etc. oder Kombination von Waffen und Fähigkeiten. Man benutzt Kombinationen, die vielleicht super aussehen, aber regeltechnisch eigentlich kaum etwas bringen. Und ein Maul mit Great Weapon Fighting ist schon ziemlich effektiv!


    Great Weapon Fighting lohnt sich immer, denn nicht alle zweihändigen Waffen machen 2W6 Schaden. Der Kampfstab macht zweihändig 1W8 Schaden, die Großaxt hingegen 1W12. In diesem Fall sind vielseitige Waffen wie Kampfstab oder Speer effektiver als schwere zweihändige Waffen. Außerdem kann man damit jeden Würfel eines Angriffs mit einer zweihändigen Waffe erneut werfen, nicht nur den Basisschaden. Also auch den Bonus-W4 durch den Zauber Vergrößern.