Besondere Waffen

  • Hallo ihr,


    Ich habe ne Frage bezüglich Waffenanfertigungen. Wie weit kann man da gehen? Ich würde gerne für meinen Charakter eine versteckte Klingt wie bei Assassins Creed herstellen lassen, habe aber keine Ahnung, ob das überhaupt geht oder welche Werte so eine Waffe hat. Ein Preisvorschlag wär auch ganz nett.


    Ich bedanke mich jetzt schon für eure Antworten

    LG Rotbart

  • Ich würde das über eine Waffe mit


    Waffenvorteil:

    Versteckte Klinge ohne Nebenwirkungen (also ohne -2TP) einsetzbar, auch wenn der Träger diese SF eigentlich nicht beherrscht. Der erste Angriff ist nicht durch den Attacke-Malus der Waffe erschwert. Verbergen ist um 2 erleichtert.


    Waffennachteil: Mit dieser Waffe kann man selbst mit Kreuzblock keine Zweihandwaffen, Schilde und Hiebwaffen abwehren.

    Versteckte Klinge 1w6+2 GE14 (-2/-3)


    Ist sehr schwer herzustellen und daher würde ich die Waffe nicht im freien Markt verkaufen. Über Connections kann man sie entweder durch ein Quest oder für 40D kaufen.

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul

  • Das hört sich ganz nett an. Wie würde den spontan so eine Quest aussehen? Ist das dann ein: Suche alle Bauteile und ich baue es dir oder ein Rette den Krämer, der die Verbindungen zu dieser Waffe hat ?


    Sicher, dass die AT mod so groß ist? Es lässt sich ja immerhin sehr geschmeidig angreifen (Mein Charkter hat den Vorteil Schlangenmensch) Ich weiß auch nicht, ob wenn man die Klinge schnell ein und aus fahren kann in Ring Angriffe einbauen kann

  • Regeltechnisch hat Natan da einen sehr passenden Passus aufgestellt.




    Ich möchte aber noch darauf Hinweisen das solch eine Waffe aus kampftechnischer Sicht so unglaublich wenig Sinn ergibt.

    Der Mechanismus ist fehleranfällig, vorallem wenn so wie in den Spielen damit auch geblockt werden soll. Die Befestigung am Unterarm benötigt viel Platz, wird bei einer Waffenkontrolle deutlich eher entdeckt als ein Dolch im Stiefel und der Mechanismus ist unglaublich gefährlich wenn man die Hand beim auslösen nicht richtig positioniert (verletzungen im Handgelenksbereich, Schnitt in die Arteria ulnaris bzw radialis sind potentiell tödlich).

    Der starre Aufbau der Halterung sorgt zudem dafür das man in der Handhabung eingeschränkter ist als mit einem Dolch, weder kann man die Waffe umgreifen noch die zweite Hand zur Krafterhöhung benutzen. Auch fällt die Beweglichkeit der Hand beim Ausrichten der Klinge weg, Ellbogen und Schulter bieten hier allein deutlich weniger Spielraum und die perfekte Ausrichtung ist nunmal einer der entscheidensten Punkte für die Effektivität bei einem Angriff.

    Auch der Vorteil das die Waffenhand frei ist wird nur selten einen Nutzen mit sich bringen, größere Gegenstände würden mit der versteckten Klinge kollidieren und aufgrund der überstreckten Haltung der Hand hat man eh weder Kraft, noch Beweglichkeit oder Kontrolle.

    Sollte man wirklich auf die Idee kommen mit dieser Waffe parieren zu wollen (was in den Spielen leider in aller Regelmäßigkeit passiert) wird man feststellen das aufgrund der Führung der Klinge, auf der dem Körper zugewandten Seite des Unterarms, ein Block quasi nur möglich ist wenn man den Arm nach oben reißt und oberhalb des eigenen Kopfes versucht die gegnerische Waffe zu kontaktieren, hierbei exponiert man jedoch seinen kompletten Oberkörper.

    Bei einer Durchsuchung durch die Stadtwache ist ein gewöhnlicher Dolch keine Waffe sondern ein erlaubter Gebrauchsgegenstand, diese Waffe hier ist jedoch deutlich als extrem hinterhältiges Meuchelinstrument erkennbar, auch das Verbergen unter der Kleidung sollte aufgrund der Vorrichtung und der dicken Armschiene schwerer sein als ein Dolch.


    Welchen Vorteil bietet diese Waffe nun gegenüber einem Dolch im Stiefel oder einem dessen Scheide am anderen Arm unterhalb der Kleidung angebracht wurde? Gut, er lässt sich ziehen ohne das man sich bücken muss oder die Hände aneinander führt, im Grunde ist das ziehen sogar komplett unbemerkbar bis zu dem Moment in dem die Klinge wirklich ausfährt.


    Als jemand der einige Jahre HEMA betrieben hat ist mir dieses Waffenkonzept leider ein absoluter Graus, die massiven Nachteile wiegen den minimalen Vorteil niemals auf und bei der Wahl zwischen hidden Blade und einem vergleichbaren Dolch würde ich immer zum Dolch greifen.

    Als Gamer fühlte sich die Waffe aber einfach unglaublich gut an, sie war richtig eingesetzt komplett unbemerkbar, hat niemals gestört und grad in AC Revelations als man die Hakenklinge hatte bot sich hiermit soviel potential. Realistisch betrachtet sind diese Punkte aber leider alle nicht gegeben.



    Wie klärt man das nun in Aventurien?

    Die Herstellung sollte größtenteils über Mechanik Proben laufen. Was hier produziert wird ist neuartig für Aventurien, du hältst vermutlich den einzigartigen Prototyp in Händen daher würde ich hier sogar von einer improvisierten Waffe ausgehen (dieser Nachteil lässt sich durch Verbesserungen und später einer optimierten zweiten/dritten Version abbauen).

    Als Waffenvorteil würde ich die Spontanität der Waffe unterstreichen, so könnte man einen Meuchelangriff auch dann gewähren wenn du zb friedlich an jemanden herantritts und ihm zB die Hand reichen möchtest, hier würde ich dann die Meuchelregeln aus dem Kompendium II anwenden und dem Gegner aufgrund der Überraschung keine VT gewähren. Diese Möglichkeit wäre einmalig (weil Leute die das gesehen haben sicher nicht nochmal darauf hereinfallen), Meucheln benötigt sonst ein Anschleichen. Diese Waffen verfügt beim Meucheln über einen TP Modifikator von x7 (kurze Waffen sonst x5).

    Waffennachteil sehe ich definitiv im Mechanismus, dieser kann Störungen aufweisen und ich würde einfach die Patzerwahrscheinlichkeit erhöhen, Sprich Patzer passieren nicht nur bei einer gewürfelten 20 sondern bereits bei einer 19 (oder sogar schon 18, 19 haben improvisierte Waffen ja sowieso schon).

    1W6+2 von Natan finde ich gut, Schadensschwelle GE würde ich jedoch auf 15 oder sogar 16 setzen (Beweglichkeit bringt nicht soviel wenn du den beweglichsten Teil deines Waffenarmes nicht nutzt), AT/PA -3/-5 (zusätzlich zu denen aus improvisierte Waffe, beim Meucheln AT/PA 0/0).


    So würde diese Waffe beim Meucheln deutliche Vorteile bringen, für den direkten Kampf aber realistisch schwach sein.

    Über den Weg der improvisierten Waffe schaffst du ein Entwicklungspotential und zeigst ganz deutlich das du hier etwas nie dagewesenes in Händen hältst das noch nicht seinen optimalen Zustand erreicht hat aber verbessert werden kann.

    Für den direkten Schlagabtausch ist die Waffe schlecht genug um den realistischen Nachteilen gerecht zu werden.

  • Psiren geh mir weg mit der Realität! :D da hat das Ding definitiv nichts zu suchen :)


    Rotbart der Pirat

    Ich würde die Waffe eher bei einer Meuchlergruppe erwarten. Daher könnte das Quest *für* die Meuchlergilde durchgeführt werden und die Bohnung ist diese Waffe oder (wenn man heller spielt) der Baron XYZ hat einen Drohbrief erhalten und hat nixht gezahlt. Nun gab es schon zwei Anschläge auf sein Leben und er möchte, dass ihr die Bande ausschaltet, welche danach trachtet, ihn zu begraben.

    Dabei findet sich bei einem der Gegner diese Waffe.

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul

  • Ich habe so eine Waffe einem meiner Spieler gegeben, müsste nochmal nachsehen, was die kann, also von den Werten her. Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. (Und wahrscheinlich würde ich sogar beim nächsten Mal Natan s Vorschlag als Grundlage nehmen.)

    „Knie nieder! - Sei ohne Furcht im Angesicht deiner Feinde, sei tapfer und aufrecht, auf das Gott dich lieben möge, sprich stets die Wahrheit, auch wenn dies den eigenen Tod bedeutet, beschütze die Wehrlosen, tue kein Unrecht, dies sei dein Eid (ohrfeigt Balian) Und das ist dafür, dass du ihn nicht vergisst.“ - Königreich der Himmel


  • Ich würde es einfach als einen Katar sehen mit dem Vorteil leicht zu verbergen und dem Nachteil höherer Zerbrechlichkeit oder den Nachteil mit der Patzerschance beibehalten. Je nach dem ob man mit Waffenbeschädigung spielt.


    http://www.ulisses-regelwiki.de/index.php/katar.html


    Alternativ ist es einfach eine optisch andere Veteranenhand

    http://www.ulisses-regelwiki.de/index.php/veteranenhand.html

    "Ohne DSA5 hätte es Herr der Ringe nie gegeben" - H.P.Lovecraft

    Einen Doppelkhunchomer mit alles und scharf, bitte

  • Zu DSA 3 oder 4 gab es immerhin eine Unterarmkonsturktion, die ein Doclh schleuderte (aber nicht als Fernkampfangriff, sondern um diesen zu greifen).


    Qausi war das ein "Schnellziehen" ohne SF... man musste das Messer nur fangen, ohne sich zu schneiden. Damals war das über FF oder so geregelt.


    Mit der Assasins Creed Variante bin ich noch unsicher. Eine Möglichkeit: analog zum Dolch vorgehen... aber deutlich schlechtere PA Werte, ggf. keine PA zulassen, oder andere Möglichkeit: einfach nur Meucheln mit W+2 wie mit Dolchen zu ermöglichen. und nicht den bewaffneten Kampf.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Ja danke!


    Was dort steht:

    "Bei Angriffen mit der Veteranenhand muss man die Paraden eines Bewaffneten also nicht mehr fürchten - sehr wohl aber immer noch ihre Angriffe."


    Finde ich auch sinnvoll.


    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.