Tiergestalt bei Geweihten - skaliert nicht?

  • Psiren

    Wenn ihr das in eurer Runde so handhaben wollt, dann fällt zumindest der halbe Schaden bei der Parade weg. Ich würde jedoch vermuten, dass Du damit außerhalb eurer Runde eher selten auf die gleiche Auslegung triffst. Das gleiche würde ich für Deine Auslegung der 2 Aktionen vermuten. Tiere bekommen bestimmt nicht mehr Zeit zur Verfügung als humanoide Kämpfer und an der Geschwindigkeit kann es auch nicht liegen, denn kein Tier bewegt sich im Kampf doppelt so schnell wie ein Mensch (ausgenommen was Spitzengeschwindigkeiten im Laufen und Angriffe bei wesentlich geringerem Gewicht betrifft). Panther können mit ihren Pranken schnell zuschlagen, ohne Frage, aber ein professioneller Kämpfer kann in seiner Reaktion da durchaus mithalten. Würde es sich bei der Frage nur um die göttlichen Verwandlungen handeln, könnte ich mir vorstellen, dass es durch göttliche Kraft passt, aber da die gleiche Beschreibung bei profanen Tieren zu finden ist, halte ich es nicht für zutreffend. RAW scheinst Du erneut Recht zu haben. RAI bleibt diese Auslegung wohl auf wenige Gruppen beschränkt, würde ich vermuten. Rein für den Kampf, auf welchen sich meine Aussage bezog, würde ich dennoch annehmen, dass es die eher schlechten Kampfwerte nicht ausgleicht.

    Edited once, last by Scoon ().

  • Deine Reichweite ist kurz, was Deine PA gegenüber den meisten Waffen noch einmal schwächt.

    Sry, das kann ich nicht so stehen lassen, auch wenn es in diesem Thema wohl nur noch bedingt mit dem Thema zu tun hat.

    [...]

    Gegen Kurz Mittel Lang
    Kurz
    keine Nachteile
    -2 AT für kurz -4 AT für kurz
    Mittel -2 AT für kurz
    keine Nachteile
    -2 AT für mittel
    Lang -4 AT für kurz -2 AT für mittel
    keine Nachteile

    [...]

    Es gibt bei den Waffenreichweiten nur Abzüge auf die AT, nicht auf Verteidigungswerte.

    (Bei beengter Umgebung sind die Abzüge auf AT und PA vorhanden.)

  • Wir spielen es übrigens ähnlich wie Psiren also geblockte Tiere erhalten keinen Schaden und 2 Aktionen sind echte 2 Aktionen. Dabei werden diese nicht für 2x Laufen benutzt (aber nicht weil wir das ausgeschlossen haben, sondern weil laufen bei uns nicht richtig ausgespielt wird). 2 Liturgien, Hit&Run usw. würde ich erlauben. Es gibt Dämonen, bei denen dabei steht, dass die Aktionen nur für den Kampf gehen.


    Ich möchte an dieser Stelle, falls Diskussionsbedarf besteht, vorschlagen einen neuen Thread zu öffnen und eine mögliche Steigerung von Kampfwerten diskutieren. Denn die Diskussion, ob das überhaupt gerechtfertigt ist, finde ich nicht ergiebig, da unsere Meinungen alle klar sind.


    Die Tierkampfdiskussion ist auch eine andere eigentlich, auch wenn ich mich dort auch schuldig gemacht habe :)

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul

  • Angreifen-laufen-angreifen geht nicht, weil du eine Aktion zum Lösen nach der ersten Attacke brauchst. Du kannst angreifen-lösen-laufen und damit außer Reichweite, und danach wieder laufen-laufen-angreifen - was ein ziemlich bescheuerter Kampf wäre.


    Generell: wenn ein Geweihter sich in eine Tierform verwandeln kann, deren Zweck Kämpfen ist (Löwe/Panther/Eisbär), dann braucht er auch entsprechende Werte, sonst ist das lachhaft. Wenn sich ein Perainegeweihter in einen Kranich verwandelt, kann er flliegen. Da muss er nicht mit AT 18 und TP 2W6+3 attackieren. Aber wenn die Gestalt, die durch die Ritualdauer eh schon krass eingeschränkt ist, im Kampf auch noch annähernd nutzlos ist, was soll das dann?

  • Vielleicht noch einmal über den Sinn nachdenken.

    Ein Kampfgeweihter hat und kann hoffentlich alles, was den Kampf begünstigt; das braucht kein tierisches Betterfight. Nackt und waffenlos in die Katakomben geworfen ändert sich das vielleicht.

    Die meisten anderen Tierformen haben andere Tierfähigkeiten (oft fliegen, Schwimmen, 'hindurchschlüpfen') - und sei es nur GS Katzen, Fuchs, Pferd)

    Ein Eisbär übrigens ist nicht nur ein passabler Kämpfer, sondern auch Läufer, Schwimmer, Spürbär und notfalls wenigstens für einige Stunden Kälteschutz.


    Zu Kampffragen (IMHO)

    - >1 Aktion meint stets nur 1 Aktion plus x zusätzliche Angriffe. 2 Aktionen: x=1

    - VW ist keine PA, verteidigende Tiere blocken nicht und erleiden deshalb keinen Schaden

    - Tierische Angriffe sind keinen Raufenattacken und eine geglückte PA bedeutet keinen Schaden.

    Jetzt im Scriptorium: Die Kinder des 23sten Ingerimm

    Ich habe keine Macken, das sind special effects!

    Edited once, last by E.C.D. ().

  • Tiro

    Da hast Du vollkommen Recht. Die AT und nicht die PA geht durch die geringe Reichweite runter.


    @Topic

    Mal eine Frage an diejenigen, welche parierten AT von nicht Menschen keinen halben Schaden folgen lassen. Ist das bei euch ein Balancingelement oder habt irh einen logischen Grund, warum Menschen halben Schaden nehmen und andere Wesen nicht? Ich werde das auf jeden Fall mal bei der Redax anfragen.

  • Ob das wirklich @Topic ist? Ich hatte letztens schon vorgeschlagen, einfach einen neuen Thread dafür zu öffnen.


    Du kämpfst gegen Tiere anders als gegen Menschen. Du greifst "zweimal an" und parrierst nicht mehr. Daher würde ich die Parade mit einem gezielten Schlag in die Luft gleichsetzen, der den Angriff des Tieres verhindert. Primär spiele in wir es so, weil das für uns RAI und RAW ist, wegen den oben von anderen genannten Gründen.


    Ich vermute, dass es ein balancing Grund ist (wie macht ihr das bei einem Dämon, der keine Klinge führt? Wie bei einem Elementar? Immer halber waffenschaden? Mag ich nicht)

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    Zhanduka el’Zul

  • Natan

    RAW sagt ja nun aber genau das Gegenteil aus, dass Du keinen Schaden bei Deiner PA am Tier verursachst. Die Frage nach der Regelung bei Tieren und Dämonen ist natürlich berechtigt. Bisher ging ich immer intuitiv davon aus, dass durch die fehlende Anatomie kein Schade entsteht, aber das ist natürlich so, genau so wenig geregelt. In DSA4.1 gab es zumindest die explizite Angabe bei Tieren, das diese bei parierter AT halben Schaden erleiden. Das scheint es in DSA5 nicht mehr zu geben.

  • war kurz 25min im RL, sorry für Nichtbeachtung der letzten 2 Einträge ;-)

    @Topic

    Mal eine Frage an diejenigen, welche parierten AT von nicht Menschen keinen halben Schaden folgen lassen. Ist das bei euch ein Balancingelement oder habt irh einen logischen Grund, warum Menschen halben Schaden nehmen und andere Wesen nicht? Ich werde das auf jeden Fall mal bei der Redax anfragen.

    Von nicht-Humanoiden ;-)


    Ich betrachte AT und PA grundsätzlich nicht als Schlag und Abwehr(schlag) sondern nur als Intention +/- gute Gelegenheit vs +/- Vereiteln der guten Gelegenheit. Bei z.B. einem Ringer und einem Umschlingowürg sind das unterschiedliche Mechanismen: der Ringer würde die Gefahr des Rapiers durchaus einberechnen, Reichweite-Mali erleiden und der Verteidiger mit der Waffe würde auch mit hoher Wahrscheinlichkeit seine Waffe einsetzen, um den Ringer von der Schwachsinnigkeit seines Griffansatzes zu überzeugen. Je primitiver aber der Angreifer ist, umso weniger interessiert er sich für potentielle Treffer und sogar für tatsächliche Treffer. In Anerkennung dieses Umstandes ist eine Waffenverteidigung ebenfalls abnehmend hilfreich - einem angreifenden Feuerschleimi würde man schließlich ganz sicher lieber ausweichen, als eine Spitze oder Schneide irgendwo in den orangenen Wackelpudding zu stecken.

    Gleichzeitig ist bei einer beidseitig schneidenden und spitzen Waffe die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Verteidiger damit Schaden anrichtet, bei einem Stab ist die Wahrscheinlichkeit hingegen nur marginal. Eine Qualle mit Raufen angreifen müsste ungefährlich sein, bei einer Feuerqualle nur mit Handschuh, bei einem Stachelschwein mit festem Handschuh RS>2 ... hachje...


    Zwischen all diesen Nuancen muss man Kompromisse finden, und die kann jeder nach Belieben formulieren!

    Ich lese allerdings aus den Regeln - und sehe für mich keine Notwendigkeit für eine Hausregel - , dass sich diese Schäden im Kampf zweier Kulturschaffender immer niederschlagen, während sie im 'kampffertigkeitsfreien' Kampf der Tiere nie verwendet werden. (Weil der Mechanismus bei Raufen beschrieben ist, und weil Tiere nicht raufen.)

    Mit der gleichen Logik erleiden die Tiere keine Erschwernis auf die 2., 3. und 4. Verteidigung, weil sie gar nicht mit Fokus auf hereinschneiende Angriffe überfordert werden können - dazu bräuchten sie ein Verständnis der Lage.

    Es ist also keine zwingende Logik, zwingend logisch müsste diese Frage bei jeder Gegnerkonstellation vom SL entschieden werden! Es ist ein glückliches Leben im Kompromiss.

    Jetzt im Scriptorium: Die Kinder des 23sten Ingerimm

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  • nem Stachelschwein mit festem Handschuh RS>2 ... hachje...

    Man sollte das Stachelschwein trotz der RAW Vorteile auch im Kampf nicht waffenlos von hinten angreifen...

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Wahrscheinlich habe ich intuitiv einfach gleich die Regelung aus DSA4.1 übernommen. Logisch halte ich es tatsächlich für sinnvoller die Regelung für den waffenlosen Kampf auch auf Tiere zu übertragen. Balancingtechnisch könnten einige Tiere durchaus einen Boost vertragen. Ein Bär sollte, ohne entsprechende Waffe (Stangenwaffe(Speer)), immer eine tödliche Bedrohung darstellen.

  • Ich verstehe nicht?

    Waffenlose Regeln Sorte Raufen würden die Tiere schwächen:

    -3 bei jeder weiteren Verteidigung, PA-Schaden einerseits und 1/2 PA-Schaden andererseits

  • Das waren zwei Aussagen. Einmal die Aussage, dass ich logisch keinen Unterschied sehe, wenn eine Wolfstatze oder eine Menschenhand auf eine Klinge trifft. Zum anderen, das Tiere teilweise einen Boost vertragen können. Ein großer Bär rennt, dank seiner Masse/Stärke, durch fast alle Verteidigungen einfach durch.

  • Dafür gibt es ja zum Glück mittlerweile die Tiersonderfertigkeiten


    Viele davon sind von Allgemeinen-oder Kampf Sonderfertigkeiten abgeleitet und können in Absprache mit dem Meister auf die Tiergestalt angepasst werden!

    Sturmangriff als Mensch = Überrennen als Firunsbär


    Oder euer Meister machts wie ich und lässt euch einfach eure Angriffe beschrieben und sucht sich die passende KSF heraus... denn warum sollte ein Tier mit der Intelligenz eines Menschen nicht sowas wie Anspringen und Verbeißen beherrschen!?

    Ich kämpfe nicht mehr, ich beobachte die Bienen!

                                                                   - Der Engel Kastiel

                                                                      (Supernatural Staffel 7 Folge 21)

  • Sturmkind

    Hausregeln kann man alles. Ich ging davon aus, dass wir hierbei darüber reden, was die offiziellen Regeln hergeben, nicht darüber, wie man am Spieltisch damit umgeht. Ich würde mich mal aus dem Fenster lehnen und behaupten realistisch gesehen hat man ohne eine Langwaffe (Speer etc.) und der richtigen Technik (Auflaufen lassen) gegen einen Bär im 1:1 kaum eine Chance. Die enorme Masse und Geschwindigkeit lassen kaum mehr als eine AT gegen diesen zu und reichen meist nicht aus, um ihn außer Gefecht zu setzen. Ist der Bär erst mal an Dir dran, hast Du keine Chance mehr. Das können die Regeln nicht abbilden. Ist ja aber auch eine Fantasywelt.