Wenn der Magierstab weg ist

  • [infobox]EDIT Schattenkatze: Dieses Thema wurde aus den Kleinigkeiten ausgegliedert.[/infobox]


    Ich hab mal die Suchfunktion benutzt, aber nichts gefunden. Auch sonst finde ich zu dem Thema keine einheitlichen Antworten:


    Und zwar ist meine Frage, was ein Magier machen kann, dessen Stab gestohlen wurde. Der Stab hat noch keinen Apport drauf und ist mehr oder weniger unwiederbringlich fort.

    Im WdZ steht, dass ein Magier immer nur an einen Stab gebunden sein kann, aber reicht es hier jetzt, einfach einen neuen Stab zu binden und dann wird der alte wieder ein normaler Stecken?


    Wie behandelt ihr das bei euch?

  • In dem Fall: Epic Fail. Ein Magier der den Stab verliert hat in der Regel echt Pech, denn es geht halt nicht eifnach so mal ein neuer. Der alte muss schon entzaubert sein, damit das klappt. Aber wer entzaubert einen Stab, der einfach gefunden wird? Das wäre mehr als Glück im Unglück. Richtig schlimm ist es, wenn der Magier noch Artefaktgebunden ist... Allerdings würde ich da mittels starkem Oculus ein astrales Band zum Stab erkennen lassen.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.


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    Soldier: "Surrender or be annihilated!"

    Commanding Officer: "They want to surrender?"

    Soldier: "No Sir, they want us to surrender..."

    Commanding Officer: "NUTS!"


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    'Ich stimme nicht mit dem überein, was du sagst. Aber ich werde bis zum Tod dafür kämpfen, dass du es sagen darfst.' - Voltaire.

  • Wenn man auch nur ansatzweise weiß, wo der Zauberstab ist, dann sucht man sich jemanden, der den Gefunden! ordentlich kann. Damit sollte sich der Zauberstab finden lassen. Wenn der dann in Pardonas Schatzkammer oder unter dem Efferdswall liegt, dann hat man halt Pech und kommt als Erzmagus wieder, oder gar nicht.


    Achja es gibt zwar keine festen Regeln, aber da Bindung des Stabes kein antimagisches Ritual ist, sollte es nicht in der Lage sein eine alte Bindung aufzuheben und sollte deswegen fehlschlagen.

  • Von der Logik handhaben wir es so, dass der Magier einen neuen Stab verzaubert und der Alte dadurch seine Bindung verliert.


    Stäbe verlieren, so die Satzung nach dem Tot des Magiers nach einer Zeit X ihre Magische Kraft... auch einfach ohne Antizauber. Ich würde das als Fluff handwedeln.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Stäbe verlieren, so die Satzung nach dem Tot des Magiers nach einer Zeit X ihre Magische Kraft... auch einfach ohne Antizauber. Ich würde das als Fluff handwedeln.

    ja, weil die andere Seite der Verbindung (der Magier) nicht mehr da ist und der Stab somit quasi an nix gebunden ist. Ich bin mir recht sicher, dass RAW der Magier, der sich seinen Stab klauen lässt schlicht am A.... ist.

  • Ich würde dem Spieler dann als Meister allerdings eine Möglichkeiten bieten den Stab wieder zu erlangen.

    Da kann man ein gutes Abenteuer draus machen oder es in ein anderes einbinden.

  • Ich weiß gerade nicht, ob dies in DSA4 wiederholt wurde, doch in DSA3 galt noch, dass ein Stab ein Jahr und ein Tag nach dem Tod seines Besitzers alle magischen Kräfte verliert und dies ebenso der Zeitraum war, den ein Magier räumlich getrennt von seinem alten Stab verbringen musste, um die Bindung soweit zu lösen, dass er einen neuen Binden kann, womit der alte Stab gleichsam alle Kräfte verliert.

  • Den zweite Aspekt, Verlust der Bindung durch andauernde räumliche Trennung, erinnere ich nicht, wo steht das Aristeas ?

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Dies steht z.B. im Compendium Salamandris auf Seite 60: "[…] Es ist jedoch möglich, bei Verlust einen neuen Stab zu erschaffen, selbst wenn der alte Stab nicht vernichtet wurde, sondern nur deutlich langfristig dem Zugriff des Magiers entzogen wurde." Ob die räumliche Trennung die Bindung nur soweit schwächt, dass die Bindung eines neuen Stabes möglich wird, oder die Bindung komplett verloren geht, steht dort zwar nicht, doch spätestens nach erfolgreicher Bindung eines neuen Stabes sollte die Bindung zum alten Stab gebrochen sein, da stets nur ein Stab an eine Person gebunden sein kann.

    Wo die Dauer von einem Jahr und einen Tag zu finden ist, konnte ich gerade nicht rekonstruieren. Allerdings kommt MWW auf Seite 81 dieser Aussage zumindest nahe: "Ist der Magus, dessen Stab man besitzt, sogar verstorben, so wird der Stab im Laufe eines Jahres und eines Tages nach dem Tod des Besitzers sogar wieder zerbrechlich und sollte höchstens noch als Trophäe Verwendung finden.".

  • Ja, 1 Jahr und 1 Tag nach Tod des Magiers ist klar. Aber solange er lebt, ist in 4.1 - neben Sachen wie Drachenodem oder direkt in den Schlund werfen - ein DESTRUCTIBO notwendig, um die Bindung zu vernichten, bevor ein neuer Stab gebunden werden kann.

  • Quote

    neben Sachen wie Drachenodem oder direkt in den Schlund werfen

    "Ich liebe den Geruch von Napalm Schmelzenden Magiern am Morgen" :D

    der Zauber "Gefunden" ist die beste Chance auf Rettung, analog einfach eine Sekte gründen und sterben, dann mittels Ritual einen neuen Körper erschaffen lassen und die Seele dank dämonischen Wirkens und unzähliger Seelen-Opfer in diesen Körper zurückholen ... irgend so ein Borbarad hat das mal gemacht ... sicherlich hatte er auch einfach nur seinen Stab verloren ohne Apport^^

  • Ja, 1 Jahr und 1 Tag nach Tod des Magiers ist klar. Aber solange er lebt, ist in 4.1 - neben Sachen wie Drachenodem oder direkt in den Schlund werfen - ein DESTRUCTIBO notwendig, um die Bindung zu vernichten, bevor ein neuer Stab gebunden werden kann.

    Streng genommen ist selbst die Setzung des Nachlassens der Magie 1 Jahr und 1 Tag nach dem Tod des Magiers DSA4.0 und nicht DSA4.1, zumindest wüsste ich nicht, wo diese Stelle in DSA4.1 wiederholt wurde.



    Ansonsten gibt es durchaus noch mehr Möglichkeiten, an einen verlorenen Stab zu gelangen, z.B. den Suchdienst vieler Dämonen oder die besondere Wahrnehmung der Elementarwesen usw. Außerdem sollte sich das magische Band zwischen Magier und Stab auch magisch, d.h. mit Hilfe von Hellsichtsmagie wahrnehmen und verfolgen lassen. Wobei ich nicht davon ausgehe, dass solch ein Band nur durch Zerstörung des Stabes oder Tod des Magiers getrennt werden kann, z.B. sollte die Unterbringung im Haupttempel des Praios, massive Wände aus Koschbasalt, Aufenthalt in anderen Dimensionen/Sphären usw. zumindest eine kurzfristige Trennung ermöglichen.

  • Ich hab weiter nachgelesen und tatsächlich im Basisregelwerk beim 1. Stabzauber eine eindeutige Textstelle gefunden, die im WdZ so nicht wiederholt wird (Warum?):


    "... da die Bindung eine permanente Wirkung hat, die nur mit der Zerstörung des Stabes oder dem Tod des Magiers endet."


    In Kombination mit der Tatsache, dass man nur mit einem einzigen Stab verbunden sein kann, heißt das RAW "keine Zweitstäbe, verlorener oder geklauter Stab = Arschkarte".

  • Anders ausgedrückt, wechselt die Setzung von Edition zu Edition. Am wichtigsten scheint mir jedoch die Frage zu sein, ob die Runde ihrem Magier tatsächlich sein essentielles Kernartefakt dauerhaft nehmen möchte oder nicht.

  • Ich bezweifel, dass die Setzung von Edition zu Edition wechselt.

    Nur die Texte ändern sich, ich bin mir ziemlich sicher, dass das in jeder Edition so gelten sollte ^^

  • Wir handhaben es so, dass man sich nicht nur an einen neuen Stab binden kann, sondern sogar die alten Zauber übertragen kann. Sprich man muss nur den permanenten AsP für die Bindung des Stabes bezahlen, wenn man sich einen neuen Stab anlegt. Ist der alte Stab verloren, müssen halt die Zauber alle neu in den neuen Stab gesprochen werden mit entsprechenden kosten.

    Mit der Bindung an einen neuen Stab geht die zum alten entsprechend verloren.

    Alles andere finde ich ziemlich unsinnig, und gerade wenn man mal einen neuen Stab bauen möchte mit ein paar coolen Ideen und besonderen Materialien, dann stehen einem die offiziellen Regelungen ziemlich im Weg rum.

    Along the shore the cloud waves break,

    The twin suns sink behind the lake,
    The shadows lengthen
    In Carcosa.

  • Eine Übernahme der Stabzauber auf den neuen Stab geht laut RAW nicht.

    Ein neuer Stab aus besonderem Material, persönlicher Waffe etc. erfordert damit natürlich alles neu zu bezahlen , also permanente Asp für Bindung , Astralpunktekosten für die Applikation des Stabzaubers etc.

    Das finde ich aber auch richtig so und überhaupt nicht unsinnig. Der Stab stellt für den Magier auch einen Teil seiner selbst dar und ein bloßer Tausch wäre da wirklich zu einfach. Ich würde das in "meinem" DSA auch blöd finden, wenn alle Magier mit Arkanium/Endurium (oder anderem tollen Material) dazu persönlichem angefertigten Zauberstab mit am besten noch maximalen Boni rumlaufen, wenn das so einfach wäre. Derjenige der das jedoch hat, hat auch dafür einiges eben an Aufwand betrieben und alles nochmals bezahlt - und trägt vielleicht die Schmach seinen alten Zauberstab verloren zu haben und trauert dem vielleicht sogar nach.

  • Wenn eine Hexe auf die Idee kommen würde ihren Vertrauten durch einen neuen cooleren und besseren zu ersetzen und dann meint das es doch total praktisch wäre, das die gelernten Zauber und tricks des Begleiters, am besten noch seine gesammelten Erinnerungen und Loyalität auf den neuen Vertrauten übergehen beim Vertrautenbindungsritual, dann würde ich ihr/ihm "nen Vogel zeigen" als Meister ... als Mitspieler zwar auch, aber hätte keine direkte Entscheidungsgewalt.

    Es ist immerhin eine sehr persönliche Bindung zwischen Magier und seinem Stab als auch Hexen und ihren Vertrauten, das ist nicht einfach nur eine neues Schwert oder eine neue Rüstung, das ist teil der eigenen Existenz, des eigenen Selbstverständnisses, analog den Ritualgegenständen und Fetischen der Schamanen und animisten, oder den Iamas der Elfen, das ist nicht nur ein Gegenstand den man ablegt wenn er unbequem oder nutzlos (weniger cool als die selbst gewählte neue alternative) wird.

    Geweihte tauschen auch nicht einfach ihre Weihewaffe gegen eine neue, bessere Waffe aus und lassen diese dann Weihen (sie können sie Segnen lassen wenn notwendig, und auch gerne hauptsächlich nutzen im Kampf), nein, sie nutzen dann eventuell im Kampf das neue schöne Stück todbringender Handwerkkunst, aber ihre Weihewaffe bleibt teil ihrer Ausrüstung ihrer Rituale und ihres Selbstverständnisses, wenn dies der Rondrakamm ist, der dir bei deiner Ordination/Schwertleite übergeben wurde und du den Namen der Waffe erfahren hast, dann bleibt dies für immer diese besondere Waffe. Sollte sie zerstört oder verloren gehen, dann kauft man sich nicht einfach was neues und macht so weiter als sei nichts geschehen (es sei denn man hat massive psychologische oder neurologische Störungen -> der Charakter hat, nicht unbedingt der Spieler <- ... kann ja sein, das man diesen Aspekt im Charakterdesign bespielen will ... jede Runde hat andere Ziele und Regeln des Zusammenspiels).


    Verlust ist eine starke Emotion und Antreibskraft für Charakter und Geschichte, dies sollte man entweder Nutzen (Narativ, Plot, Charakterentwicklung) oder versuchen zu vermeiden, wenn man als SL dies nicht thematisieren will. In beiden Fällen ist es kontraproduktiv, wenn man einfach "altes Zeug" durch "neues Zeug" ersetzen kann und macht, ohne das es emotionale Verbindung zum Gegenstand gibt, und gerade die genannten Beispiele, und darunter auch im besonderen der Magierstab sind starke Kandidaten für sowohl innerweltlich logische, regelseitig gesetzte und menschlich nachvollziehbare Objekte mit hoher emotionaler Verbindung zum Charakter.

  • Tigerayax und Caldrin Arberdan ich verstehe eure Sichtweise durchaus und sehe eure Punkte gegen die von mir beschriebene Hausregel, wie sie bei uns praktiziert wird. Ich muss an der Stelle sagen, das mir DSA einfach zu verregelt ist, wenn man sich an so Sachen wie der Bindungsdauer des Zauberstabes so aufarbeiten kann.

    Verschiedene Spieler versprechen sich unterschiedliches vom Spiel: Manch einer ist glücklich, wenn es immer höher/weiter/schneller mit dem Charakter geht, dem dann auch das nachtrauern nach einem solchen Schwert oder Artefakt nicht so recht gelingt.

    Generell finde ich es schwierig, das mit der Persönichen Bindung so ernst zu nehmen, weil man seinen Stab oder die Weihewaffe ja in der Regel aus dem luftleeren Raum beim generieren erhält. Eigentlich sollte jede Weihe bei einem Geweihten und z.B. die Erschaffung des Zauberstabes beim Magier ausgespielt werden - für mich leidet DAS ein bisschen unter Entmysifizierung, weil bei vielen Helden die Prägenden Ergeinisse im Grunde vor dem eigentlichen Start ins Spielen anfangen.

    Ist übrigens auch ein Trent bei D&D, Fähigkeiten und Dinge, die man eingentlich eh bekommen würde, Rollenspieltechnisch zu unterfüttern.


    Meiner Meinung nach hängt das halt stark am Spielstil. Wenn man sich nicht di Zeit nimmt, z.B. die Neubindung eines Stabes oder den Verlust eines Weiheschwertes auszuspielen, sondern der Fokus auf dem erleben von Abenteuern liegt, dann würde ich mir oder einem Mitspieler die segensreiche Würfelorgie druch ein halbes dutzend Stabzauber über mehrere Ingame-Monate eigentlich lieber ersparen.

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