22 Jahre ohne Ulrich Kiesow

  • Wenn sich der Januar dem Ende entgegen neigt, jährt sich auch wieder der Tag, an dem die DSA-Welt einen der ganz Großen verloren hat. Der Schelm hat sich dieses Jahr persönlich auf den Weg gemacht, um der letzten Ruhestätte des DSA-Großmeisters einen Besuch abzustatten. Warum er dabei gar nicht allzu traurig gestimmt war, lest Ihr hier.

    Weiterlesen »

    Quelle: https://vierheldenundeinschelm…e-ohne-uirich-kiesow.html

  • Danke für die Einblicke Kai! :)

    Danke für's Lesen! Ich war jahrelang überzeugt, Ulli wäre am Niederrhein beerdigt, wo er ja auch gestorben ist. Dass er "zu Hause" in Erkrath (in der Nähe seiner damals noch lebenden Mutter) bestattet wurde, erfuhr ich erst durch Ina. Daher war es für mich Pflicht, mich mal persönlich auf den Weg zu machen und UIli zu "danken". Und Dank Inas netter Gesellschaft und meinem erstaunlich pflegeleichten Sohn ist es ein sehr schönes Erlebnis geworden. Ich hoffe, das kommt trotz des unter Schlafentzug geschriebenen Artikels irgendwie rüber.

  • Sehr zu Herzen gehender Artikel, vielen Dank Kai Frerich

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Sehr zu Herzen gehender Artikel, vielen Dank Kai Frerich

    Vielen Dank für's Lesen, schön dass so ein Artikel über längst verstorbene DSA-Autoren auch für andere Menschen interessant ist und ich nicht der einzige Mensch mit einem Faible für die DSA-Frühzeit bin.

  • Ich blicke gerne auf die DSA-Frühzeit zurück, durchaus mit nostalgischer Verklärung. Das Hobby war jung, wir Spieler waren jung, Aventurien noch voller weißer Flecken und kaum beschrieben, sodass es in praktisch jedem Abenteuer etwas zu entdecken gab. Auch wenn über 30 Jahre später manche dieser Abenteuer nicht mehr heutigen Ansprüchen genügen mögen - zumindest, wenn man sie als SL nicht überarbeitet - haben sie uns doch damals großen Spaß bereitet. Gleichzeitig kann man daran ermessen, welche Entwicklung das Genre RPG in den 35 Jahren seit der Entstehung von DSA genommen hat. Viele der prägenden Szenen, über die wir auch heute in unserer Spielgruppe, die seit 1987 besteht, noch sprechen, kommen aus den Anfangsjahren, obwohl wir heute mit Sicherheit "besser" spielen und meistern, viele neue Abenteuer "besser" sein mögen.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Ein fahrender Sänger (F.D.S.?) sang dem Hoftag das Liedelein "die Zwölfe gehen vor die Hunde, ihr Ruin in aller Munde..." und wurde für die Häresie von den hohen Herren und Damen gleich angeklagt und verhandelt. (M)ein schüchternes Elfenstimmlein sagte, man könne doch ein so schönes Lied einerseits und kunstlos vorgetragene Beleidigung der Krone andererseits nicht in einen Topf werfen, worauf hin eine aggressiv murmelnde Stille im Saal eintrat. Ich wurde sehr klein, ich war ja nur so ein Barönchen und saß dort mit der Clique in Bielefeld.

    "Eintopf!" rief da mit breitem Grinsen der bärtige Herr, nicht mehr ganz mein Semester, der mir gegenüber gerade ein Stück Butterkuchen weggemümmelt hatte. Der Saal lachte, der Sänger wurde begnadigt (denke ich, ... jedenfalls nicht gekocht) und Ulli hat tatsächlich einmal einem meiner Charaktere das Leben gerettet. Dafür und für einiges mehr: Danke.


    Vielen Dank Kai, für Deine Ge-Denk-Anstöße.

    Ich glaube das war ein toller Mann, der seine Schäfchen wirklich lieb hatte.

  • Da ich ja gerade "alles" über "irdische DSA" zusammensuche, finde ich es schön noch neue Details über U. Kiesow zu erfahren - den ich leider nie kennenlernen konnte. 22 Jahre ... danke für diese Einblicke.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Auch ich möchte mich für den Blog bedanken! Mit viel Wehmut habe ich diesen Artikel gelesen und in den schönen Erinnerungen meiner Anfangszeit zurückgedacht!

  • Gibt es einen besonderen Grund für Schreibweise von UIrich (also die Buchstaben "uirich" statt "ulrich") im Titel? Oder macht sich ein großes "I" einfach besser im Titel?


    Natürlich habe ich den Artikel trotz der Verwirrung gelesen und keine Erklärung gefunden (hoffentlich habe ich da nichts verpasst). Danke für deinen persönliche Erfahrung, die du auf diesem Wege mit uns teilst.

  • Oh, da hab ich mich wohl vertippt. Keine Ahnung, woher das kommt. Ist mir Dank serifenloser Schrift nie aufgefallen. Ich darf Dir ein gutes Auge für Details attestieren! Werde ich heute Abend korrigieren!

  • Hmm, hatte auf was spannenderes gehofft. Für Text-Suchen eine Korrektur hilfreich, ansonsten wäre es eine nette kleine Besonderheit... ;-)

  • In der URL war mir das auch aufgefallen, aber nicht, dass der Titel auch falsch ist :D

  • Sehr schöner Blogeintrag (wie immer). Mir hat ja schon deine Aktion für Ina Kramer sehr gut gefallen!

    Allgemein gefallen mir deine Würdigungen sehr.

    Weiter so!

  • Danke Schelm 🙏

    »Eines Tages wird der Namenlose auch dir ein Angebot machen, dem du nicht widerstehen kannst.«

    —ein verheißungsvolles Wispern, neuzeitlich

  • Vielen Dank für das nette Feedback. Ich habe gerade noch eine kurze Anmerkung Ina Kramers nachgetragen, die Ulli Gesundheitszustand während seiner letzten Jahre etwas genauer beschreibt:

    Quote

    Vielen Dank für das nette und unglaublich zahlreiche Feedback zu diesem Artikel. Ina Kramer hat sich heute nochmal gemeldet und ein paar Informationen ergänzt, die mir (mit meinem Talentwert in Anatomie und Heilkunde Krankheiten von jeweils -12) offensichtlich fehlten bzw. die ich falsch verstanden hatte: Der eigentliche Herzinfarkt, der ursächlich für Ulrich Kiesows Tod war, fand bereits im Sommer 1995 statt. Vermutlich war es bereits der zweite Infarkt (bereits zwei Jahre zuvor hatte er über heftige Herzschmerzen und ein Gefühl der Enge geklagt), aber diesmal war er so schwer, dass er zu einem (zumindest damals inoperablen) Herzmuskel- oder Herzbeutelaneurysma führte, das die meisten Menschen nicht lange überleben. Ulli hat es anderthalb Jahre überlebt, und wusste somit während des Schreibens von Das zerbrochene Rad bereits, dass seine Tage gezählt waren. Seine einzige Hoffnung war ein Spenderherz, dass aber leider nicht verfügbar war. Danke an Ina für diese Ergänzungen.


    Ich habe gerade in meinem Portemonnaie nachgesehen. Ja, mein Organspendeausweis ist da. Und das Kreuz ist an der richtigen Stelle!

  • Vielen Dank, Kai! Ein wirklich schöner und bewegender Artikel.

    Reicher Mann und armer Mann

    standen da und sah'n sich an.
    Und der Arme sagte bleich:
    "Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich."
    (Bertolt Brecht)