Antimagier vs. Magier - läuft da etwas falsch?

  • Eisenhower

    Die Fulminictus Maschine haut mega viel Schaden raus, das tägliche Dunkelheits/visibile-Artefakt macht gegen FK/NK immun, der Transversalis kann nicht wirklich gestoppt werden und mit Aeolito schmeißt man den Gegner erstmal die Klippe herunter (und wird ihn sehr wahrscheinlich an jedem länger andauernden Zauber hindern)


    Antimagier sind die schwächsten Magier von allen und jeder normale Magier ist ihnen bei weitem überlegen (zumal er auch wenn er sich vor Magie für eine Zeit schützen kann, er keine aggressiveren Methoden hat) - wie kann das sein?


    Schilde

    Er zieht ein Gardianum? Ich hab noch x-Zauber die keine TP verursachen und den Kampf für mich entscheiden oder ich hau ihm einfach eine rein. Vermutlich hab ich auch Mal nebenbei den Gardianum hochgezogen, so hat er da nichtmal nen Vorteil.


    Er zieht ein Ablativum? Dann greif ich ihn halt evtl. 5 min nicht an oder beschieße ihn mit qs6 flim flams oder zünden den Boden um ihn herum an (das feuer ist dann nicht mehr magisch) - ist aber definitiv schonmal besser als der Gardianum


    Entschwörung von Artefakten?

    Haha, pAsp damit du einmalig im Abenteuer weiterkommst - ach du willst nicht?

    (Ja, ich finde es auch nicht gut, dass einmalige Artefakte pAsp kosten, lasst uns das aber in einem anderen Thread lassen, hier geht's um Antimagie).


    Bann

    Alle Bann-Zauber sind wirkungslos gegen sofort Zauber.

    Das ist jetztnicht so schlimm könnte man denken. Ist es jedoch.

    Transversalis, Antimagier können keine Magiekämpfe gewinnen. Irgendwann bekommt man sie schon tot.


    Ich denke hier kann man gut gegenwirken durch eine einfache Sonderregel:

    Man kann schon antimagie zaubern, wenn der Gegner noch nicht fertig gezaubert hat (man weiß was kommt und kann kontern). (Optional: Dabei benötigt man eine Magiekunde Probe erschwert um 2 falls Gesten oder 4 falls Spruch weggelassen wurde. Wenn beides weggelassen wird, benötigt man Magiesicht). Dadurch lässt sich der flüchtende Magus aufhalten.


    Durch Golem, Chimären und Untote stark verstärkt.


    Entschwörung

    Wurde durch AMAIII verbessert. Es ist dennoch nicht einfach, da man viele KR gegen ein Wesen mit intuitiver Magie und Magiesicht überleben muss.

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul

  • Zunächst sei mal zu klären was ein Antimagier sei. Ein Magier, der sich der Antimagie verschrieben hat, oder ein Magier mit antimagischen Formeln. Ersterer sollte als Experte auf seinem Gebiet außergewöhnliches leisten können, wenn ein dahergelaufener Wald- und Wiesenmagier mit einem billigen Dämonenbann einen fetten Steingolem plättet bleibt nach oben nicht mehr viel Luft für den Meister seines Fachs. DAS misfällt mir am 5er balancing.

  • Ersteres. Deinen Einwand finde ich legitim.

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul

  • Das finde ich auch passend!

    Wie gesagt ich finde auch das Antimagie stärker sein muss als andere Magie. Also stärker im Sinne das es sie sinnvoll kontern kann. Dafür fände ich z.B. sie Zonen aus DSA 4.1 gut auch wenn die dort zu teuer waren.


    Mein einziger Kritikpunkt ist wie gesagt das kontern von pASP mit zaubern die keine pASP kosten das finde ich ist ein no-go.


    In allen anderen Punkten stimme ich zu.

    Ich würde gerne mal einen antimagier spielen ich glaube das letzte mal hatte ich einen in DSA 3. Aber im Moment passt das balance nicht. Es muss möglich sein einen transversals zu unterbinden oder wenigstens mittels einer Zone zu erschweren. Ganz zu schweigen davon Kampfmagie zu erschweren.

    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Es muss möglich sein einen transversals zu unterbinden oder wenigstens mittels einer Zone zu erschweren. Ganz zu schweigen davon Kampfmagie zu erschweren.

    Entsprechenden Zauber gibt es doch schon bereits seit dem GRW und zwar den Disruptivo. Erschwert alle Arten von Zauberei um QS und mit entsprechenden Zaubererweiterungen in Reichweite QS×3 ohne Erschwernis für den Antimagier. Mit einem Ablativum bist du gegen nahezu alle Spielarten der Magie geschützt.

    Antimagier sind die schwächsten Magier von allen und jeder normale Magier ist ihnen bei weitem überlegen (zumal er auch wenn er sich vor Magie für eine Zeit schützen kann, er keine aggressiveren Methoden hat) - wie kann das sein?

    Fairerweise sollten wir uns dann an dieser Stelle vielleicht über den geringen Schadensoutput von Heil- und Hellsichtsmagiern unterhalten. Ist eben auch eine persönliche Entscheidung eines Antimagiers keine Kampfzauber zu erlernen und weniger als Argument zu sehen, dass Antimagie das Stiefkind ist, weil sie keinen Schaden macht.

    Alle Bann-Zauber sind wirkungslos gegen sofort Zauber.

    Das ist jetztnicht so schlimm könnte man denken. Ist es jedoch.

    Transversalis, Antimagier können keine Magiekämpfe gewinnen. Irgendwann bekommt man sie schon tot.

    Auch hier wieder: das ist kein Problem das Antimagier haben, weil sie Antimagier sind, sondern weil man einfach nicht jedes Problem mit Antimagie lösen kann, wie auch eben mit Heil- oder Hellsichtmagie.

    Schilde

    Er zieht ein Ablativum? Dann greif ich ihn halt evtl. 5 min nicht an oder beschieße ihn mit qs6 flim flams oder zünden den Boden um ihn herum an (das feuer ist dann nicht mehr magisch) - ist aber definitiv schonmal besser als der Gardianum

    Also einen Kampf über 5 Minuten hinausziehen? Funktioniert meiner Erfahrung nach nicht, da die meisten normalen Kämpfe in unter 20 KR vorbei sind. Wenn der Magier es fertig bringt, dass er sich so einfach von Feuer einschließen lässt hat er es verdient zu verbrennen, unabhängig davon, was für einer Magieschule er angehört. Und was die QS6 Flim Flam angeht, was macht der Antimagier in der Zeit, in der sein Gegner jede Runde zaubert? Sich ärgern, dass sein Schild ganz langsam zerstört wird? Selbst wenn er die 4 KR die Hände in den Schoß legt und darauf wartet hat der gegnerische Magier bei gleicher QS mehr AsP verblasen als der Antimagier.


    Wenn die große Schwäche der Antimagie die vehemente Ablehnung anderer Magieschulen ist trifft die Antimagie keine Schuld, sondern den Magier.

  • AlariFirefly wenn es so wäre, würde ich dir zustimmen :P

    #Unbeeindruckter Zauberwirker (FW 16, 6 AP): Der Zauberer selbst erleidet beim Zaubern innerhalb der von ihm erschaffenen Zone nur die halbe Erschwernis.

    Zudem betrachte ich ihn nicht als nicht kämpfend. Wenn jemand etwas "ist" dann meine ich, dass er die Merkmalkenntnis hat und über die QS4 hinaus geht.

    Ein Antimagier hat also QS4 Kampf-Zauber und QS6 Antimagie-Zauber (hypothetisch)
    Ein Kampf-Magier hat also QS6 Kampf-Zauber und QS4 Antimagie-Zauber.

    Dabei nehme ich an, dass man von der nicht primären Kategorie weniger (Zauber) hat.


    Fairerweise sollten wir uns dann an dieser Stelle vielleicht über den geringen Schadensoutput von Heil- und Hellsichtsmagiern unterhalten. Ist eben auch eine persönliche Entscheidung eines Antimagiers keine Kampfzauber zu erlernen und weniger als Argument zu sehen, dass Antimagie das Stiefkind ist, weil sie keinen Schaden macht.

    Ich rede ja nicht von Schadensoutput, sondern davon, in seinem Gebiet der "Anti-Magie" besser zu sein.

    Ich frage also:

    Ist der Heilmagier besser als der Bethaner Kampfmagier im heilen? Ja.

    Ist der Kampfmagier besser als der Heilmagier im kämpfen? Ja.

    Ist der Hellsichtmagier besser als der Heilmagier im hellsehen? Ja.

    Ist der Antimagier besser als der Kampfmagier im antimagieren? Nein. //antimagieren = gegen magisches vorgehen.


    Denn oft bietet es sich eher an, den Ursacher (Beschwörer der Untoten) auszuschalten und dann das Artefakt ins Meer zu schmeißen, als es zu entzaubern.
    Denn oft bietet es sich eher an, QS6 Schadenszauber und einen QS3-4 Gardianum dabei zu haben, als einen Gardianum QS6 und einen Schadenszauber QS3-4


    Ich kann verstehen, dass mein Kommentar aufrund des Wortes "aggressiveren Methoden" falsch verstanden werden kann:

    Ich hätte gerne Anti-Magie Zauber, welche einen Zauberer ausschalten (also die AsP blockieren, entziehen (magischer Raub ist im Kampf etwas langsam) usw. auch ein (vielleicht Gegner-Lokaler) Disruptivo der so funktioniert wie du es sagst, wäre eine gute Idee)

    Auch hier wieder: das ist kein Problem das Antimagier haben, weil sie Antimagier sind, sondern weil man einfach nicht jedes Problem mit Antimagie lösen kann, wie auch eben mit Heil- oder Hellsichtmagie.

    Ich würde da zustimmen, wenn es wie folgt wäre:

    Man kann auch nicht alle LeP mit Heil-Magie regenerieren. Manche LeP gehen einfach verloren.

    Man kann auch nicht jeden Hellsichtzauber ausüben. Manche Köpfe sind halt geschützt.

    Man kann auch nicht jeden Zauber mit Antimagie aufhalten. Manche Zauber sind halt Antimagieresistent.


    AlariFirefly

    Ich hoffe übrigens, dass meine manchmal etwas provokante Schreibart nicht angreifend ist (auch ich fühle mich von deiner Argumentation nicht persönlich angegriffen). Das ist einfach eher so mein Stil :)

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul

  • Also angegriffen fühle ich mich bisher noch nicht ist doch bisher eine recht sachliche Diskussion. ;)


    Und ich stimme dir zu das der Antimagier mehr können sollte aber dann muss man einfach sagen das die Zauber falsch erstellt worden sind. Bzw. Zu schwach allerdings solltest du auch nicht außer acht lassen das antimagier sich nicht nur auf anti Kampf bezieht sondern das eigentlich nur ein kleiner Teil ist und die Zerstörung von Artefakten ein noch kleinerer. Ich habe in DSA 4 z.B. auch sehr oft den illusion beenden oder Beherrschung brechen genutzt weil der Zauberer einfach nicht mehr da war oder alternativ noch nicht ausgemacht.


    Also das Feld ist ja relativ breit. Aber er hat halt aufgrund der Wahl seines Faches immer das Problem der reagierende zu sein.

    Das ist rollenspielerisch halt immer schwer weil der Meister darauf eingehen muss. Es muss also Gegner geben die Zauber nutzen für die es antimagier braucht.

    Der antikampfmagier ist ein so spezieller Fall das es für ihn vermutlich nochmal ein paar neue Lehrmeisters braucht um ihn zu stärken.

    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Natan Ich fühle mich auf keinen Fall provoziert, du hast wahrscheinlich selbst schon bemerkt, dass meine Argumentation zum Teil bewusst überzogen sind, aber solange es keinen persönlichen Angriff gibt und das war auch nicht der Fall ist jede Entwertung eines Arguments, auch wenn es von außen heftig wirkt, meiner Ansicht nach ein legitimes Diskussionsmittel, solange es eben nur der Entwertung eines Arguments dient. Sich über Tage über das gleiche schwache Argument zu unterhalten bringt einem nämlich genauso wenig, wie sich zu beleidigen. Ich empfinde dies Diskussion für meinen Teil sogar recht anregend für den Geist, alle Gedankenmust noch einmal zu überdenken. ;)


    Ich kann dir insofern zustimmen, dass es so scheint, dass Antimagie in DSA im allgemeinen und in DSA5 im speziellen eine supportive Rolle einnimmt. Aber das trifft eben auch auf manch anderes Merkmal zu, insbesondere eben Hellsicht.


    Im unmittelbaren Kampf muss ich im Beisein von gegnerischen Magiern übrigens sagen, dass ich den Antimagier dem Hellsicht- und sogar dem Heilmagier jederzeit vorziehe. Ist zwar nett zu wissen, wie die Arkanstruktur des auf einen zurasenden Ignisphaero bildet, aber darüber hinaus schützt es mich nicht davor und der Heilmagier hat im Kampf auch keine adäquaten Mittel zur Unterstützung, da er seltenst über adäquate Möglichkeiten zur schnellen Heilung verfügt und die meisten anderen Zauber, die der Heilung nun zugeschrieben sind durch den Versionswechsel so verschlechtert wurden, namentlich der Attributo, der sich nun nicht mehr eignet über kurze Zeit massiven Schaden anrichten zu können.


    Gibt es denn irgendwelche festen Paramater, an denen du fest machst, warum beispielsweise die Hellsichtmagie des Hellsichtmagiers besser ist als die Antimagie des Antimagiers? Ich kann verstehen, dass es sich manchmal so anfühlt, weil es reine Reaktionszauberei ist, aber gibt es dafür tatsächlich messbare Werte?


    Ja, bei den Artefakten sehe ich tatsächlich einen Punkt, bei dem wir Probleme haben werden auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Da sehe ich nämlich so wie es jetzt ist kein Problem. Es lohnt sich ohnehin bei den meisten Artefakten nicht wirklich, den Aufwand einer Entzauberung vorzunehmen. Viele sind nach ein paar Anwendungen unbrauchbar und die selbstladenden Artefakte sind durch den massiven Aufwand sehr selten und sollten dann eben nicht ohne größere Probleme einfach entzaubert werden können. Warum sollte ein (zugegebenermaßen begabter) Adeptus Maior dazu in der Lage sein das Artefakt einer Koryphäe der Artefaktmagie und zwei sehr kompetenten Helfern zu zerstören, ohne dass es ein kräftezehrender Prozess wäre? Warum sollten gerade in diesem Belang die Antimagier den Praioten so überlegen sein? Infinitum lasse ich hier raus, haben wir an anderer Stelle bereits diskutiert.


    Eine Sache noch zur Semantik. Immer wieder stolpere ich über Aussagen, dass Antimagie besser sein muss als alle anderen Spielarten der Magie und in nahezu gleichem Atemzug wird das Wort gebalanced verwendet. Das ist ein Paradoxon.8o

  • Besser ist da in der Tat etwas falsch formuliert. Gemeint ist aber das sie sinnvoll nutztbar sein muss um sie auch aktiv einzusetzen. Ob nun gegen kampfmagie oder andere Spielarten ist dabei erstmal egal.


    Aber bei DSA 5 kann man über die sinnhaftigkeit vieler Zauber sprechen.

    Ich bin mir z.B. bei Illusionen gerade nicht sicher aber es gibt doch quasi keine Möglichkeit mehr mehrere Sinne mit einem Zauber zu täuschen oder? Das ist für mich der schlimmste Einschnitt den ich bisher gesehen habe.

    Also außer man wirkt mehrere Zauber nacheinander einen für jeden Sinn.


    Die artefakte sind genau wie die golems halt ein Sonderfall.

    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • AlariFirefly

    Ich glaube ich habe jetzt zumindest einen Punkt verstanden, warum wir unterschiedliche Meinungen haben.


    Quote from AlariFirefly

    Gibt es denn irgendwelche festen Paramater, an denen du fest machst, warum beispielsweise die Hellsichtmagie des Hellsichtmagiers besser ist als die Antimagie des Antimagiers? Ich kann verstehen, dass es sich manchmal so anfühlt, weil es reine Reaktionszauberei ist, aber gibt es dafür tatsächlich messbare Werte?

    Der Hellsichtmagier kann seine Zauber nahezu immer nutzen; gegen Menschen und oft auch andere Wesen. Er kann seine Spieltechnische-Macht m also nahezu immer nutzen (oft auch um den Plot massiv voranzutreiben (Blick in die Gedanken usw.)


    Der Heilmagier kann ebenso seine Fähigkeiten immer anweden, da echte Helden manchmal auch einstecken müssen.


    Der Antimagier (wir hochkonzentrieren bei allen Merkmalen) ist in 90% der Fälle useless und kann nur gegen Magie etwas ausrichten. Es ist sein Anwendungsgebiet ebenso wie die Heilung des Heilers.


    Deshalb:

    Quote from AlariFirefly

    Eine Sache noch zur Semantik. Immer wieder stolpere ich über Aussagen, dass Antimagie besser sein muss als alle anderen Spielarten der Magie und in nahezu gleichem Atemzug wird das Wort gebalanced verwendet. Das ist ein Paradoxon.

    Würde ich nicht sagen. Die Spielstärke berechnet sich durch m (Macht) * t (Zeit wo nutzbar).

    Das mt von Antimagiern gegen Magie ist nahezu gleich wie das mt von Magiern gegen Antimagie und Antimagie hat sonst kein mt, während Magier haufenweise effektive mt's haben.

    Wenn meine Spieler einen Magier haben und ich schicke einen Antimagier dagegen, dann möchte ich ein "Oh, shit!" hören, es ist der direkte Konter.

    Wenn meine Spieler einen Antimagier führen und ich schicke einen Magier dagegen, dann möchte ich, dass er jetzt Mal Screentime bekommt (bekommt wr jedoch meistens nicht, wenn man es nicht bewusst ein bisschen dreht :P)

    Screentime gibt es für Antimagier fast nie (natürlich), da es sich (Artefakte) nicht lohnt sie einzusetzen (so dass ich Fälle von einmaligen Verzauberungen konstruieren muss, die keine Artefakte sind, um ihnen Screentime zu geben.


    //Es geht mir also primär darum, die High Cap anzuheben (also das echte Antimagier auch echt coole Antimagie raushauen können. Man kann dann überlegen auch die Kosten dafür steigen zu lassen, so dass es wirklich als Einstandbein zu betrachten ist (mit nur kleinen Randzaubern)

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul

  • Natan Das Argument "Plot vorantreiben" sehe ich als sehr problematisch als Argument. Magie sollte niemals Zweck zum sprengen des Plots sein und wenn der Hellsichtszauber zur Lösung beiträt muss dieses vom Meister vorab berücksichtigt worden sein. Rollenspiel ist ein wechselseitiger Prozess und ist zumindest auf DSA auf ein Miteinander ausgerichtet und nicht auf ein Gegeneinander. Der Meister ist also in der Verantwortung die Fähigkeiten, aber auch die Mängel der Charaktere zu berücksichtigen. Wenn der Antimagier also nichts zu tun hat kann man die Schuld durchaus beim Meister suchen, ganz nach der Devise: "Ich habe einen Antimagier? Dann kriegt er auch was zum Bannen.". Den Disruptivo kann ein Antimagier übrigens auch immer wirken und entfaltet auch hier wie der Hellsichtszauber seine Wirkung. Zauber sind immer situationsbedingt.


    Weil es an einer Stelle eine Schwäche gibt halte ich auch für einen schlechten Grund, eine andere Stellschraube massiv anzuziehen. "Der Antimagier kann nichts gegen den sich wegteleportierenden Magier unternehmen? Na gut, dann kann er halt Artefakte durch Handauflegung zerstören.". Im Grunde werden hier nur noch mehr Probleme geschaffen anstatt vorhandene zu lösen. Ich bin aus diesem Grund absolut dafür, dass der Antimagier Werkzeuge an die Hand bekommt, den Transversalis Magier "zurückzuziehen", quasi im Sinne einer sinnhaftig eingesetzten Konter-Reversalisierung.


    Ich könnte mir auch gut eine Einzelziel Variante des Disruptivo vorstellen: Steigerung B, Reichweite 8, aufrechterhalten, 4 AsP+2AsP/Minute (als mögliches Beispiel). Auf diese Art sind verbündete Magier nicht benachteiligt und dem oberbösen Nekromanten kann ordentlich die Suppe versalzen werden, weil der Skelettarius nun nicht mehr QS6 sondern möglicherweise nur noch QS2 hat. Alternativ könnte ich mir auch ein "Störfeld" vorstellen, das nicht Zauber erschwert, sondern teurer macht und zwar um eine Stufe. Wären das Überlegungen, mit denen wir an dieser Stelle einen Konsens schaffen könnten, ohne dass dann gleich die Artefaktmagie und Golem-/Chimärenerschaffung zum größten Witz Aventuriens gemacht werden müssen, um besseres Balancing zu schaffen?


    Eisenhower Nein, gibt leider keinen Zauber mehr, wie den Auris Nasus Ocolus, mit dem meisterhafte Illusionsmagier in der Lage waren ganze Räuberbanden in Angst und Schrecken versetzen können. Das Antimagie nur gegen Magie wirkt finde ich hier schon passend. Für andere Belange gibt es ja bereits aus anderen Bereichen Zauber, eine Doppelung von Zaubern mit unterschiedlichen Merkmalen darf hier nicht die Lösung sein.

  • Screentime gibt es für Antimagier fast nie (natürlich), da es sich (Artefakte) nicht lohnt sie einzusetzen (so dass ich Fälle von einmaligen Verzauberungen konstruieren muss, die keine Artefakte sind, um ihnen Screentime zu geben.

    Das ist aber dann ein Problem des Meisters.

    Er muss halt wie ich schon schrieb Zauberer als NPCs nutzen gegen die der Antimagier etwas machen kann.

    Und kein Problem des balancing.

    Der Kampfmagier ist in einem Social Abenteuer mit seinen zaubern auch komplett nutzlos.


    Wenn du einen Bäcker spielst kann der mit seinem Talent als Abenteurer auch wenig anfangen außer der Meister denkt sich etwas aus um ihn einzubinden.

    Es ist halt leider so das viele Meister und Abenteuer das Hauptaugenmerk auf legen.

    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Die Frage ist: wen möchtest du als reicher Pfeffersack/adliger Herrscher lieber dabei haben. Einen Kampfmagier oder einen Antimagier (nach der QS6/4 Definition oben)?

    Die Antwort ist eindeutig: einen Antimagier. Immer!

    Warum?


    Alles was der Kampfmagier kann, können zwei Bogenschützen und zwei Schildkämpfer besser und preiswerter.

    Alles was der Antimagier kann, kann niemand.

  • Mit antimagisches Sprüchen kann nur reagiert und nicht agiert werden. Ein Raub von Zauberkraft wäre aktiv. Inneraventurisch könnte das folgende Gründe haben: Ganz strenge Antimagier lehnen aktive Magie vielleicht sogar ab, weil die Ordnung gefährdet wird. Beim Antimagieren (lustige Wortschöpfung) wird hingegen praiosgefällig Ordnung wieder hergestellt.
    Wer es nicht so streng sieht, benötigt Zauber aus anderen Gebieten, um andere Magier aktiv zu schaden. Zum Plot: Der sollte sich ja nach den Fähigkeiten der SCs richten. Mit einem Perricumer begegnet man öfters Dämonen als mit einem Zorganer in der Gruppe. Hat aber mit dem Regelbalancing nichts zu tun. Der SL bedient sich aus einem Baukasten und baut (hoffentlich) entsprechend der Vorlieben seiner Spieler. Wenn die Bausteine schlecht gemacht sind, kann er sie anordnen wie er will, es wird nicht besser.

  • Ein gutes Beispiel für den situativen Kontext, indem Magie mehr oder weniger nützlich ist. Tatsächlich bekommen insbesondere Antimagier und Heilmagier besser eine Anstellung als Hofmagier, als ein reiner Kampfmagier oder gar Beherrschungsmagier.

  • Interessant, dass Antimagier hier häufig mit Magieablehnung verbunden sind. In meiner Phantasie sind Antimagier entweder Akademiker, Leibwächter oder (von mir gespielt) eher Geister-/Dämonenjäger/Detektive.

  • Antimagier sind allen anderen Magiern unter dem Aspekt allen anderen Magiern überlegen, dass es keine Antimagie gegen ihre Spielart der Magie gibt. Vorbei der Traum vom Anti-Antimagier.;(

  • Das stimmt nicht ganz.

    Der um sein Monstrum bangende Dämonologe kann z.B. in den 2 oder 4 KR, die der Antimagier für einen DÄMONENBANN benötigt, einen ABLATIVUM wirken. Höchstwahrscheinlich reicht QS 1.

    Logischer Weise muss man die Anti-Antimagie in der Antimagie suchen :-)

    Jetzt im Scriptorium: Die Kinder des 23sten Ingerimm

    Ich habe keine Macken, das sind special effects!

    Edited once, last by E.C.D. ().

  • Eisenhower

    Ich denke nicht, dass man es als Meister-Problem betrachten sollte, dass eine Person nicht effektiv in ihrem Hauptgebiet ist. Ich meine ja nicht, dass der Meister es nicht tun soll, ich meine, dass es das einfach nicht logisch gibt.

    Klar ein Bannbarer Dämon aus dem Irgendwo ist immer möglich aber irgendwann möchte man vielleicht auch mal einen Zauber bannen, doch das macht meistens keinen Sinn. In vielen Abenteuern wo Magie vorkommt ist es wichtig, dass der Anti-Magier es eben nicht aufhalten kann.

    Aber das sind Schwächen die jetzt nicht so dramatisch sind, die man als Meister in der Tat ausbügeln kann, von daher ist das geschenkt ;)


    Alrician ich rede primär über NSC's und SC's


    AlariFirefly

    Ich denke, dass das eine gute Lösung ist (also den lokalen Disruptivo), wenn man ihn auch auf Artefakte wirken kann. Der Antimagier hätte dann die Möglichkeit das Artefakt auszuschalten (bzw. den Zauber darin durch die Erschwernis) und in der Zeit gegen den Träger vorzugehen (oder eine Falle vorübergehend auszuschalten). Ich frage mich nur, ob das nicht dann zu stark gegen alle Magier ist, da es sich nicht mehr auf einen speziellen Teil bezieht.


    Halten wir mal fest:

    +Lokaler Disruptivo
    (+Lokaler Dispruptivo gegen Artefakte)
    (+Magie entzug)

    -schnelles Entschwören von Chimären, Golems und Untoten
    (-günstiges Artefakt entzaubern)


    E.C.D.

    Aber sucht man die Antimagie bei den Anti-Antimagiern vergeblich? Wo sie diese Art der Magie als Antimagie abtun und selber der Magie beiwohnen? Und nennen sich dann MagieMagie? Extra magisch mit einem Hauch Sahne oben drauf? Irgendwie denke ich, dass du der judäischen Volkfsront angehörst, wenn ich so darüber nachdenke...

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul