Kickstarter: Record of the Dragon War

  • Dirk Remmecke zeichnet hier für einen Manga/D&D-Retroklon verantwortlich. Auf beiden Gebieten ist er ausgewiesener Experte, ich kenne ihn noch aus der Spieleladen Zeit in Hannover (und Hannover spielt in den Anfängen). Das habe ich alleine aus Nostalgiegründen gebackt, da er einen Nachfolger für die Red Box kreieren will. Das Cover davon hängt bei mir als Poster über dem Monitor: https://www.orkenspalter.de/wc…6712-20180630-141014-jpg/


    https://www.kickstarter.com/pr…anga-fantasy-rpg?ref=card

  • Bin auch schon dabei! Es heisst übrigens Record of Dragon War.


    Der Titel ist mit Absicht so gewählt, denn Record of Lodoss War basierte ursprünglich auf einer D&D-Kampagne.

  • Patric ist echt ein Riesenfan der Roten Schachtel. Frage mich ob er mit Uhrwerk auch um die 5. Edition gebuhlt hat.


    Wie die meisten mag ich Manga, aber in einen EDO TRPG geht es an meinem Geschmack vorbei.

    Einige TRPGs verkaufen sich zwar vor allem wegen der Illustrationen (böse Zungen würden sagen, sogar ausschliesslich deswegen), aber es bleibt meiner Meinung nach trotzdem fraglich ob die visuelle Komponente das tragende Element in einem Spiel, dass vor allem im Kopf gespielt, sein sollte. Wird sich die Zielgruppe wirklich ein Record of Lodoss War im Kopf erträumen oder läuft bei ihnen einfach Jacksons Herr der Ringe?


    Die OSR war ja ein Kind der Zeit als TRPGs immer komplexer und simulationslastiger wurden und man sich einfach wieder auf die simplen Grundelemente zurückbesinnen wollte. Der jetzige Tend geht ja wieder zu massentauglicheren Produkten (unabhängig von D&D) mit cleveren Regeln die aber näher an Brettspielen sind und dementsprechend hat meiner Meinung nach die OSR etwas an Gewicht verloren, bzw. ist etwas weiter in seine Nische gedrängt worden. Ob der Markt mit 13th Age, DCC, Swords & Wizadry (meine Wahl) u. v. m. noch ein weiteres OSR TRPGs verkraftet, kann Uhrwerk aber bestimmt besser beurteilen.


    So wie ich persönlich das sehe soll das Produkt die Schnittmenge aus "liebt Manga" und "könnte sich vorstellen mal ein TRPG zu spielen" ansprechen. Für mich "spielt regelmässig TRPGs" und "mag Manga" eher nichts.

  • Erstens, sind doch die meisten OSR-Systeme auf Englisch, oder? Dann wird da doch Platz sein für eins auf Deutsch.


    Nicht alle OSR-Systeme sind gleich, auch wenn sie D&D als Vorbild haben. manche orientieren sich an OD&D, andere an der B/X-Version, andere wiederum an BECMI oder sogar AD&D. Und alle haben doch auch eigene Elemente.


    Der Trend zu einfacheren Regeln muss doch nicht gleich bedeuten, dass für OSR-Systeme kein Platz mehr ist. Ist es nicht so, dass sie davon profitieren können?

  • Ich werde wohl auch mein Geld investieren, wenn es die Finanzen im Januar erlauben.


    Keine Ahnung, ob es was für mich ist, aber die Idee dahinter gefällt mir, also kann ich es auch unterstützen.

  • Ich kann mit Mangas und Animés nix anfangen. Mir geht da die Kultur das Japaner einfach ab. Das ist nicht böse gemeint. Ich komm damit einfach nur nicht klar. Andererseits scheint das Spiel mit Manga und Animés halt auch gar nix zu tun zu haben ... also ... abgesehen von den Illustrationen. Die Frage ist, was macht dieses System anders/besser als zum Beispiel D&D, in das ich mich ja ordentlich eingekauft habe. Und die Trudvang Chronicles, die ja auch eher in die RIchtung gehen, stehen auch schon in meinem Regal ...


    Das System müsste also was mitbringen, was mich total überzeugt - und zwar so sehr, dass mir die Illus im Buch völlig egal sind, damit ich da investiere. Das halte ich doch für sehr unwahrscheinlich.

    Ich mache hier sauber.

  • ch kann mit Mangas und Animés nix anfangen. Mir geht da die Kultur das Japaner einfach ab. Das ist nicht böse gemeint. Ich komm damit einfach nur nicht klar. Andererseits scheint das Spiel mit Manga und Animés halt auch gar nix zu tun zu haben ... also ... abgesehen von den Illustrationen.

    Es gibt ja zwei Gründe, weshalb man sich für diese Kombination entschieden hat. Man will so die Mangas lesenden und Animes schauenden jungen Leute gewinnen. Und auch wegen Record of Lodoss War, was aber ein ziemlich untypisches Anime ist, weil es eben nicht typisch japanisch ist, sondern auf D&D basiert. Zu erst war nämlich die D&D-Kampagnen des Lodoss-Schöpfers. Die wurden zu Romanen verarbeitet auf denen die Mangas und die Animes basieren.

    Das System müsste also was mitbringen, was mich total überzeugt - und zwar so sehr, dass mir die Illus im Buch völlig egal sind, damit ich da investiere. Das halte ich doch für sehr unwahrscheinlich.

    Die Bilder dürfen also absolut grottenschlecht sein, Hauptsache die Regeln überzeugen?

  • Die Bilder dürfen also absolut grottenschlecht sein, Hauptsache die Regeln überzeugen?


    Für MICH ja. Denn mich persönlich reizt am Manga-Stil genau "gar nichts". Ob da jetzt gute oder bekackte Manga-Bilder drin sind, ist mir herzlich Wurscht ;) Mich stört diese Art Bilder sogar eher, als dass sie mich reizt. Ich wäre da vermutlich sogar noch radikaler. Wenn mich das System so RICHTIG anfixt, würd ich vermutlich die Illustrationen überkleben. Klingt krass ... aber so ist das halt. Liegt wohl auch daran, weil eine Ex-Freundin von mir extremer Japan- und Manga-Fan war und mich damit UNFASSBAR genervt hat ... 3 Jahre lang ...

    Ich mache hier sauber.

  • Die Bilder dürfen also absolut grottenschlecht sein, Hauptsache die Regeln überzeugen?


    Für MICH ja.

    OT: Ich bin bei Illustrationen sehr tolerant. Selbst DCC finde ich auf eine spezielle Art charmant.


    Der Spass hört bei mir nur auf wenn es LARP-Fotos ins Regelwerk schaffen... Das wirkt immer extrem schäbig.

    Habe es bis heute nicht über's Herz gebracht mir die dt. CoC Regelbücher physisch zuzulegen.

  • Die Bilder dürfen also absolut grottenschlecht sein, Hauptsache die Regeln überzeugen?


    Für MICH ja. Denn mich persönlich reizt am Manga-Stil genau "gar nichts". Ob da jetzt gute oder bekackte Manga-Bilder drin sind, ist mir herzlich Wurscht ;) Mich stört diese Art Bilder sogar eher, als dass sie mich reizt. Ich wäre da vermutlich sogar noch radikaler. Wenn mich das System so RICHTIG anfixt, würd ich vermutlich die Illustrationen überkleben. Klingt krass ... aber so ist das halt. Liegt wohl auch daran, weil eine Ex-Freundin von mir extremer Japan- und Manga-Fan war und mich damit UNFASSBAR genervt hat ... 3 Jahre lang ...

    Da hast Du mich jetzt falsch verstanden. Ich meinte nämlich nicht Manga-Bilder, sondern jede Art von Illustration.

    Du würdest Dir wirklich ein Regelwerk kaufen, dass aussieht, als sei es mit Schreibmaschine geschrieben und von jemanden ohne jegliches Talent illustriert worde, nur weil die Regel selbst die besten der Welt sein mögen?

    Das Auge liest schließlich mit. Deshalb hat man schließlich bei allen Rollenspielverlagen viel Geld in die Illustrationen gesteckt. Deshalb sind die Illustrationen heute in der Regel bunt. Weil sich die Bücher, so wie sie in den 1970ern veröffentlicht wurden, heute einfach nicht mehr verkaufen lassen.

  • Der Spass hört bei mir nur auf wenn es LARP-Fotos ins Regelwerk schaffen... Das wirkt immer extrem schäbig.

    Habe es bis heute nicht über's Herz gebracht mir die dt. CoC Regelbücher physisch zuzulegen.

    Da stimme ich Dir zu. Da sind aber nicht nur LARP-Fotos störend, sondern Fotos im allgemeinen, besonders dann, wenn sie zusammen mit anderen Illustrationen auftreten.

  • Da hast Du mich jetzt falsch verstanden. Ich meinte nämlich nicht Manga-Bilder, sondern jede Art von Illustration.

    Du würdest Dir wirklich ein Regelwerk kaufen, dass aussieht, als sei es mit Schreibmaschine geschrieben und von jemanden ohne jegliches Talent illustriert worde, nur weil die Regel selbst die besten der Welt sein mögen?

    Das Auge liest schließlich mit. Deshalb hat man schließlich bei allen Rollenspielverlagen viel Geld in die Illustrationen gesteckt. Deshalb sind die Illustrationen heute in der Regel bunt. Weil sich die Bücher, so wie sie in den 1970ern veröffentlicht wurden, heute einfach nicht mehr verkaufen lassen.

    Aber ja doch! Sofort. Im Endeffekt sind für mich die Illustrationen das, was am wenigsten interessiert. Wenn es nach mir ginge, wären ohnehin schon lange keine vollfarbigen Bücher mehr Usus, sondern wieder schwarz/weiß Illustrationen. Das würde den Preis wieder etwas senken und die Gewinnmargen für die Verlage sicherlich schonmal wieder etwas anheben.


    Ich brauche keine hochprofessionellen Bilder. Schön, wenn sie da sind. Aber wenn sie weg wären, wäre das für mich auch okay. Ich will den Kram ja SPIELEN und mir nicht Bilder angucken. Wenn ich Bilder angucken möchte, kauf ich mir einen Bildband ;)

    Ich mache hier sauber.

  • Im Endeffekt sind für mich die Illustrationen das, was am wenigsten interessiert.

    Sie sind aber auch das, was die Leute erst zum Kauf anregt.

  • Damit dürftest Du einer Minderheit angehören. Ist nicht bös gemeint. Die meisten Rollenspieler erwarten Illustrationen in den Regelwerken. Diese dienen einerseits der Auflockerung, andererseits dazu, die Phantasie des Lesers anzuregen. In der Regel helfen sie dabei, den Ton für das Spiel mitzugestalten.

  • Halte ich für Quark. Das gab es in der Form früher nicht und da hat das Ganze auch funktioniert. Das muss heute alles nur so alles "Bling Bling" sein, weil die Leute das über Jahre immer bekommen haben.


    Und ja natürlich gehöre ich da zu einer Minderheit. Aber die Minderheit würde imho sehr schnell wieder größer werden, wenn die Illustrationen wieder Schwarz/Weiß würden und einfach nur ein hübsches Cover drauf ist ... ich behaupte nämlich, dass das COVER verkauft ... nicht die Illustrationen im Innenteil. Die meisten Bücher sind nämlich inzwischen verschweißt und man kaum mal reingucken.

    Ich mache hier sauber.

  • OT: Ich bin bei Illustrationen sehr tolerant. Selbst DCC finde ich auf eine spezielle Art charmant

    Ich nicht. DCC fällt deswegen duchs Raster. Denn ich bin das genaue Gegenteil von Noir: Finde ich das Artwork Augenkrebs fördernd, kann das Regelwerk noch so gut sein.


    Und Nein, "früher" war es auch nicht viel anders, es sei denn, man geht wirklich in die RPG-Steinzeit zurück. Es haben sich nur die Geschmäcker evtl verändert; Elmore ist vielleicht heute nicht mehr so angesagt wie in den 80ern. Allerdings braucht imho auch keiner mehr die staubtrockenen Textwüsten wie in einigen AD&D-Produkten.

  • Doch. Früher war das sehrwohl anders. Also, ich weiß jetzt natürlich nicht, wie das bei dir persönlich war, aber der Standard war früher deutlich anders. Und man muss ja nicht gleich vom jetztigen Standard zurück in die Steinzeit ... es würde ja schon völlig ausreichen, wenn man wieder z.B. zu DSA3-Standard zurückkehren würde. Professionelles Cover. Und innen dann Illustrationen in Schwarz/Weiß und das Layout gut lesbar. Alles Vollfarbig und am besten noch makellos ... das braucht es doch wirklich nicht, um ein Spiel erträglich zu machen.


    Anders sieht es natürlich aus, wenn ich ein Buch kaufe, weil ich es als Sammlerobjekt einfach nur besitzen möchte. Dann ist es NATÜRLICH so, dass es möglichst schön aussehen soll. Keine Frage.

    Ich mache hier sauber.

  • Dann guck Dir mal alte AD&D 2nd-Sachen an. Mir ist "Scarlet Brotherhood" in Erinnerung geblieben; tolles Buch, aber Textwüste mit kaum Illustrationen.


    Niemand "braucht" Hochglanzprodukte wie Pathfinder AP oder SotDL. Und gute Bilder machen noch kein gutes Spiel (vgl. Lex Occultum). Aber Spiele wie "Tales from the Loop" leben auch von den Bildern, deswegen sollte ein angemessenes Artwork vorhanden sein, zur Auflockerung und Fördern der Vorstellungskraft.

  • Frau Kleinert

    Sorry, aber man ist schon vor über 25 Jahren dazu übergegangen, vollfarbige Bücher zu veröffentlichen. Die waren damals zwar noch nicht die Regel, weil es immer noch teurer war als ein Schwarz-Weiß-Druck auf billigerem Papier, aber es gab sie. Dabei handelte es sich meist um Regel- oder Quellenbücher und nie um Abenteuer. DSA war da ziemlich spät dran (DSA4.1-Basisregeln). Bei D&D war das schon seit 3e die Regel. Und selbst Midgard veröffentlicht seine HCs seit der aktuellen Edition (M5, 2013) nur vollfarbig. Es hat auch seine Vorteile. Man kann z.B. alte Coverillustrationen als Innenillustrationen wiederverwenden. Man muss nicht mehr darauf achten, dass die Bilder auch wirklich S&W-tauglich sind. Und es wirkt professioneller.