[DSA 4.1]: Unter Barbaren - Marbos Rabe

  • `Diese Boroni gefällt mir. Ein wenig monochrom vielleicht, aber zumindest ist sie nicht auf den Mund gefallen... Allerdings schickt sie uns ins Bett wie Kinder. Da gehen sie hin, meine Hoffnungen ...auf ein Freudenfest zur Feier unseres glorreichen Nicht-Gefressen-Werdens... Schade, dass die Löwen so rücksichtslos waren mitsamt ihrer Köpfe davonzulaufen. Die throphäenliebenden Anoihas werden arg enttäuscht sein... ´

  • Und sobald die Anspannung abfällt merkt man doch recht schnell, wie müde man nach dem Tag des Marschierens ist, nach dem Kampf, der heißen Sonne und des schier endlosen Wartens. Boron ergreift langsam Besitz vom Körper und lässt die Arme schwer werden, das Denken langsamer. Egal wie lange man noch bei den Shokubunga sitzt und isst und trinkt, bald schon wird man wieder aufstehen müssen, und um den neuen Tag in aller Frische angehen zu können, betritt man auf kurz oder lang auch die Lehmhütte/n.

    Einfache Rundbauten mit Kuhfellen ausgelegt. Eine kleine Feuerstelle in der Mitte und Luftlöcher seitlich im Dach. Hier gibt es ein paar primitive Werkzeuge, Kleidung in einem geflochtenen Korb und einen großen Mörser zum Stampfen der Hirse. Es ist in jeder Hütte genug Platz für sieben Personen, aber das Gepäck passt dann nicht mehr. Ein Aufteilen der Reisenden und des Gepäcks erscheint sinnvoll. Amato beordert Reto und Khorra in je eine der Hütten als quasi Wache. Wer bei Khorra schläft hat nachts einen permanenten Schweißgeruch in der Nase - und unablässiges schnarchen in den Ohren. Reto ist da, trotz seines Zynismus, ein angenehmerer Zeitgenosse. Er redet nicht viel, nur wenn er angesprochen wird und dann möglichst knapp und kurz. Er stammt eben aus dem Militär. Amato entzündet noch etwas Weihrauch und betet zu Marbo, Boron und Bishdariel für eine ruhige nd erholsame Nacht.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Mit diesen Worten verabschiedet sich Hapu aus der Runde ums Feuer. An einer der Lehmhütten angekommen nimmt er eine trübe Flüssigkeit aus einer etwas unförmigen Tonflasche zu sich. "Hilft nach Kampf.", erklärt er auf eventuelle Nachfrage. Dann geht er zu Reto in die Hütte. Dem schweigsamen Krieger fühlt er sich nicht nur wegen dessen besserer Hygiene verbunden sondern ist auch von dessen Kampffertigkeiten beeindruckt gewesen. Ein Weißer, der ihm das Leben rettet, Shokubunga, die ihn freundlich aufnehmen und nun auch noch eine extrem Weiße die außerordentlich gut mit Pfeil und Bogen umgehen kann und ein geschickter weißer Kämpfer. Seid er seinen Stamm verlassen hatte, musste sich Hapu an eine Menge neue Dinge gewöhnen und einige seiner bisherigen Auffassungen hinterfragen.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Mhanach ist müde, doch er hat keinerlei Bedürfnis nach der Enge und Intimität der Lehmhütten, nach Marbo, Boron oder Bishdariel... Er fischt die Pfeife und den Beutel mit Ilmenblatt aus seinem Rucksack, wirft ihn dann mitsamt dem Gepäck von Karianna in eine der Hütten und schlendert durch das Dorf davon. Bald ist er in der Dunkelheit zwischen den Hütten verschwunden.

  • Alean ringt sich zu einem Nicken in Richtung ihrer Gastgeberin durch - er will ja nicht völlig unhöflich sein, auch wenn seine Laune gerade alles andere als gut ist -, stellt die Schale mit dem undefinierbaren Brei beiseite, den er kaum angerührt hat, und zieht sich mit seinem Gepäck in eine der Hütten zurück in der Hoffnung, dort ein wenig Ruhe und Frieden zu finden, um ungestört meditieren und dann vielleicht sogar ein bisschen schlafen zu können.

    ‘Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?’ he asked.
    Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.’

    [quote]
    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • Am Feuer


    Ihre Frage nach dem Schlafplatz hat die Runde gesprengt. Das war nicht ihre Intention, aber sie merkt auch, dass sie alle den ganzen Tag unter der unbarmherzig brennenden Praiosscheibe mit Gepäck auf dem Rücken gelaufen sind und danach auch noch von wilden Löwinnen angegriffen wurden. Was keine körperlichen Spuren in Noionas weißer Haut hinterlassen hat, hat sie trotzdem innerlich angestrengt.


    Ein Nicken da, ein Nicken dort, sehr elaboriert verabschiedet sich Noiona nicht. Mit einem langen Blick zu dem Schamanen sucht sie seine Nähe und seine Aufmerksamkeit.

    "Sei gegrüßt.", richtet sie sich in seiner Muttersprache an ihn. "Sprechen du... mein Sprache?"

  • Ximena bedankt sich auch noch bei der Häuptlingsfrau. "Habt Dank für eure Gastfreundschaft."


    Dann such sie sich einen Platz in einer der Hütten, wenn es geht nicht mit Khorra oder Mhanach, aber man nimmet was man bekommen kann. Wer bei ihr in der Hütte schläft, kann och sehen, wie unter ihrer Kopfrolle auch noch ein Dolch platziert wird, bevor sie schlussendlich erschöpft in Bishdariels Arme sinkt.

    Fear cuts deeper than swords.

  • Der Schamane schaut misstrauisch zu der schneeweißen Frau. Dieses wandelnde, mit haut bezogene und bemalte Skelett nickt. "Wenig, aber gut zu hören. Sagen was will, Geisterfrau."

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Am Feuer


    Nun gut, es gibt sich nichts - er kann wohl ungefähr so gut Garethi wie sie selbst Mohisch. Sie fährt in ihrer Sprache fort. Bevor sie ihr Anliegen allerdings vorbringt, lenkt die Anrede des ausgezehrten Mannes ihre Gedanken in eine andere Richtung. "Kennst du andere... Priester wie mich?" Sie deutet auf ihre Kutte, ihren Anhänger mit dem Halbrund des Boronrades. ...oder ist es wegen meinem Fluch?

  • Lange starrt der Schamane die Priesterin an und hat keinerlei Scheu, in ihre Augen - ihre Seele - zu blicken. "Keiner so weiß wie du. Aber tragen Stoff wie du. Nur gesehen, nicht geredet.", sagt er mit einer Stimme im Übergangston zwischen Reden und Flüstern.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Erstaunlich, wie er sie ansieht. Den meisten Menschen ist es nicht bewusst, aber ihren direkten Blick meiden die allermeisten, weil ihr Aussehen sie einschüchtert. Er nicht.

    Noiona nimmt seine Bestätigung mit einem Aufwärtsnicken entgegen. Zwischen Vey und den Gipfeln des Regengebirges gibt es also immer noch Schwestern und Brüder in Boron, die sich missionarischen Aufgaben widmen.

    "Was ist die Spinne in deinem Glauben? Welche Stärken hat sie, was sagt ihr über sie?"

  • Der Schamane überlegt kurz, offenbar darüber, wie viel er preisgeben möchte und soll. "Du besser fragen Take-Ca, Schamane in Kun-Kau-Peh.", ist dann seine ausweichende Antwort. Er hat wohl großen Respekt vor seinen Gesetzen, die ihm seine Kultur auferlegt.


    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Es ist das Zeichen für Pilger, hat Makuya gesagt. Wir kommen nur mit dem Spinnen-Luola in das Tal. Die Wegbeschreibung von ihr klingt eher danach, als ob ich dieses Zeichen bereits tragen müsste, um in dieses Tal zu gelangen und diesen Schamenen... oder diese Schamanin... zu fragen., rekapituliert Noiona.


    "Ist es gut? Schlecht?", macht sie einen zweiten Anlauf.

  • Der Schamane kratzt sich etwas alte Haut von seiner fleckigen Stirn. Er ist hage rund etwas größer als Noiona und im Vergleich unglaublich unansehnlich. "Hmmm... Nicht schlecht. Keke sind Zeichen für gut und Leben; Frieden.", meint er dann. Dann setzt er sich auf eine kleine Bank und massiert sich ein wenig die Oberschenkel. "Du keine Angst vor Keke müssen."

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Karianna lässt sich am Feuer noch etwas Zeit und gesellt sich dann zu Noiona und dem Schamanen. So wie sie dabei ihre Bewegungen, vor allem die der Beine, auf das Nötigste reduziert, ist es kaum zu übersehen, dass ihre Verletzungen ihr trotz der Verbände zu schaffen machen. "Angst nicht. Respekt schon."


  • Sie gestattet sich ein kleines Lächeln, das ihre Erleichterung widerspiegelt, bei der Antwort des Schamanen. Es gefriert etwas, als er seiner Körper...pflege direkt neben ihr nachgeht. Das Hinzukommen Kariannas ist eine willkommene Ablenkung. Und sie hört sie ihren Namen sagen, oder zumindest das, was die dunkelhäutige Kämpferin dafür hält. "No-Joh-Na.", sagt sie leise und mit Blick zu Karianna.

  • Der alte Schamane blinzelt etwas und wischt sich etwas aus dem Auge, was vermutlich grade hineingeflogen ist. Er beugt sich vor und riecht an Karianna, als wenn er damit den Zustzand oder das Gemüt der Geister aufnehmen kann. Dann schaut er nochmal zur Priesterin. Unergründlich versucht er den aktuellen Sachverhalt in einklang mit seiner Weltsicht zu bringen. Dann schnalzt er mit der Zunge. Dann schaut er im Schein des Feuers die verbundenen Wunden an. Nur vom Ansehen des Verbandes wird er nicht schlauer, aber es sieht aus, als wüsste er was er da macht. Auch riecht er hier an jedem Verband.


    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.