[DSA 4.1]: Unter Barbaren - Marbos Rabe

  • Karianna kaut gerade einen Löffel Reis und versucht herauszufinden was gena uder Koch zum würzen verwendet hat, als der Kommandant die Oijaniha erwähnt. Plötzlich werden ihre Augen weit und sie verschluckt sich in ihrem bemühen den Reis schnell hinunter zu würgen. "Tachika-Ha." Sie braucht einen Augenblick um hustend zu Atem zu kommen. "Wir sie so nennen. Stinktiere. Weil sie sie essen." Sie zögert einen Augenblick. "Mit euch." Sie deutet mit dem Löffel grob in Richtung der nicht mohischen Teilnehmer der Expedition. "Sie werden nicht glücklich sein." Sie lässt den Kopf sinken und presst die Stirn auf die Tischplatte und seufzt.


  • Mhanach hört dem Kommandanten aufmerksam zu, das Essen vergessen vor sich auf dem Tisch. Kariannas Worte lassen ihn die Brauen in die Höhe ziehen.

    "Ein Stamm, der von den anderen Moha verachtet wird und seinerseits nichts mit Nicht-Waldmenschen anfangen kann? Verstehe ich das richtig? ...Und was bedeutet Kun-Kau-Peh?"

  • Am Eingang zu der Kommandantur macht es Noiona und gibt dem bereitstehenden Wachmann statt ihrer Waffen gleich den gesamten Rucksack in die Hand. Das geht einfacher und schneller, als Bogen und Köcher abzumachen - und hat darüber hinaus den Vorzug, dass sie ihr Gepäck los ist.


    Der Duft nach den südländischen, so gut wie heimatlichen Gewürzen ist ihr lieb und teuer. Sie folgt der Gruppe unauffällig, nimmt genauso Platz und hält ihre Finger zu einem stummen Segen kurz in den Dampf, der über ihrer Schale mit dem Reis und dem würzigen Hühnercurry aufsteigt.

    Der erste Bissen lässt ihr das Wasser im Mund zusammenlaufen. Oh ja, es gibt so viel mehr Gewürze als Salz aus dem Meer und Khunchomer Pfeffer.

    Ob Kariannas Verhalten verharrt ihr Löffel in der Luft. Langsam sinkt er auf den Reis zurück. Kun-Kau-Peh... dieser Name stand zumindest nicht in dem Textteil von Bastan Munter.

  • Bei der Erwähnung der Oijaniha verzieht auch Hapu das Gesicht. Doch die viel größere Schreckensnachricht scheinen die Worte Kun-Kau-Peh zu sein. Sein Gesichtsausdruck wechselt von plötzlicher Erkenntnis über Unglaube in eine ähnliche Resignation wie Karianna.

    "Tal von Spinne Geist.", antwortet er Mhanach tonlos, bevor er den Kopf schüttelt. 'Sie würden niemals verstehen, was diese Tal so gefährlich macht..'

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Der Waldmensch legt die Hände zusammen: "Beides. Heiligtum, bewacht von Tachika-Ha. Oijaniha, wie ihr sagt. Nur für Pilger. Wir keine Pilger."

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Alean hört schweigend zu, ist sich aber auch nicht so ganz schlüssig, was er jetzt von dem halten soll, was die Waldmenschen da so von sich geben. Er kennt dieses Kun-Kau-Peh nicht und die Übersetzung sagt ihm nichts. Außerdem hatte der Kommandant bei dieser ungeplanten Entwicklung des Gesprächs noch keine Gelegenheit, seine Frage zu beantworten.

    ‘Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?’ he asked.
    Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.’

    [quote]
    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • Sofern das Thema um das Ziel der Expedition etwas an Fahrt verliert, schluckt Osorio und trinkt etwas Wasser. "Die mögen alles, von guten Werkzeugen bis hin zu bunten Perlen oder Schmuck. Manche sind voll auf Süßigkeiten fixiert und wiederum andere mögen blonde Haarestränen. Je heller das Haar, desto mehr lieben die es. Perlmutt könnte was für die sein, die kommen ja nie ans Wasser.", meint er dann zu Alean, egal wer ihm zuhort und wer nicht.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • "Ja, nun, das ist gut. Dann sind wir ja vorbereitet." erwidert Alean lächelnd, wenn es auch ob der Diskussion am Tisch etwas überfragt wirkt.

    ‘Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?’ he asked.
    Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.’

    [quote]
    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • "Ich stürze mich ungern unvorbereitet in irgendwelche geisterbewachten Heiligtümer..." Mhanach presst die Fingerspitzen aufeinander und überlegt.

    "Und mir erschließt sich derzeit nicht, warum ihr glaubt, dass wir dazu gezwungen sind. Der Kommandant sagte, das Gebiet wird von diesen Tachika-Ha kontrolliert. Offensichtlich lassen sie sich für entsprechendes Entgeld als Führer anheuern, sind also nicht per se feindselig. Wie kommt ihr darauf, das unsere Reise uns ausgerechnet durch ihr heiliges Tal führt?"

  • Karianna hebt den Kopf wieder und schielt Mhanach aus halb zugekniffenen Augen von der seite an. "Schicksal? Du glaubst daran? Ja? Nein? Ich schon." Sie fährt sich einmal mit der Hand durchs Gesicht, wie um schlechte Gedanken fort zu wischen, dann isst sie noch einen Löffel Reis. Der ist schließlich wirklich gut und ihn kalt werden zu lassen wäre eine Verschwendung. Dann fährt sie fort. "Die Wegbeschreibung. Sie macht mich denken, wir gehen nach Kun-Kau-Peh. Gibt es dort andere Dinge? Ich kenne sie nicht."

  • `An das Schicksal? Nein, ich glaube nicht daran, aber das macht nichts, denn bedauerlicherweise glaubt es an mich...´


    "Wir verhandeln. Wenn es soweit ist", entgegnet der Magister ruhig. "Drei Teilnehmer dieses kleinen Ausflugs sind des Mohischen mächtig, da wird doch hoffentlich irgendeine Form von Kommunikation zustandekommen."


    Mhanach schaut in die Runde. "Wer besorgt den Schnick Schnack? Muscheln? Süßigkeiten? Haare?" Der Magier wendet sich an Noiona. "Oder möchtest du in der Sache aushelfen?" Er nimmt vielsagend eine der eigenen wirren Strähnen zwischen die Finger.

  • "Nun in meiner Erfahurng muss man nur herausfinden, was sie wollen. Jeder hat seinen Preis oder etwas was man ihm gutes tun kann, damit er einem hilft. Das dürfte ja hier nicht anders sein. Oder ist das etwas Unmögliches, dass sie uns durchlassen, denn dann sollten wir feqzische Wege überlegen."

    Fear cuts deeper than swords.

  • Nein sie verstehen es wirklich nicht... Frustriert schüttelt Hapu den Kopf: "Durch Tal durch? Ok. Doch Wegbeschreibung ist für

    Kun-Kau-Peh

    . Das nicht ok. Für euch. Für uns?", er deutet auf sich und Karianna, "Möglich, aber nicht einfach so."

    Dann wendet er sich an Noiana: "Nein und ja. Spinne ist real. Und sehr groß. Aber hat Kontakt zu Tapam. Und anderen Geistern. Sie spinnt...", ihm scheint das Wort zu fehlen, also zwirbelt einen unsichtbaren Faden in die Luft, "Für Leben."

    Das Leben ist ein Spiel!

    Edited once, last by LeCicero: Noianas Frage überlesen ().

  • Karianna seufzt und nickt um Hapus letzte Worte zu unterstreichen. "Ein Dorf der Ainoiha. Wir sollten versuchen es zu finden. Schamane und Älteste. Sie kennen Tayas besser. Wenn es einen Weg gibt der Geister und Stämme nicht erzürnt. Sie kennen ihn. Hoffentlich."


    Sie schnaubt in einer Mischung aus Frust und Erheiterung. "Wie euch ohne böses Blut an Ziel bringen. Antwort auf Frage. Könnte guter Grund für Pilgerreise zu Kun-Kau-Peh sein. Große Geister. Sie wüssten Antworten."

  • Nach einem langen Blick auf Hapu aus ihren fahlen Augen wendet sich Noiona zunächst Mhanach mit feierlicher Miene zu: "Das tue ich. Billig, wenig zu tragen, wächst nach. Und wenn du mir den Schnitt ruinierst, kann ich sie mir in Al'Anfa immer noch abrasieren lassen."


    Damit zurück zu ihrem Wortwechsel mit dem mohischen Speerkämpfer, in den sie über einen Blick auch Karianna miteinbezieht. Für das Wort Geist gab es alleine schon im Garethischen Sprachraum viele Bedeutungen, vom menschlichen Bewusstsein über die Seelen Verstorbener bis hin zu elementaren Wesenheiten. Und nun stand da auch noch die kulturelle und sprachliche Grenze der mohischen Sichtweise auf Dere in diesem Wust an Zuschreibungen und machte alles noch unübersichtlicher. Eine Herausforderung an die Sprache. Sehr schön.

    "Ja, die Spinnenseide hängt an ihr wie silberne Fäden und ihr Gefolge sind Spinnen in Unzahl.", entgegnet sie leise. "Es ist gut, wenn wir die Weisen der Anoiha fragen. Ist Kun-Kau-Peh denn im Gebiet der Anoiha?"

  • "Die Anoiha findet man aber kaum. Die verstecken sich besser als jede Ratte im Keller. Die Shokubunga verstehen dahingehend wenigstens noch unsere Sprache. Vielleicht sind die leichter zu finden.", meint der Kommandant. Er hört natürlich interessiert zu. "Wenn jemand weiß, wie man mit den Anoiha kontakt aufnimmt, dann sind es diese Halbwilden."

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Die Antwort der Boroni bezüglich ihrer hellen Haare kommt für Mhanach nicht unerwartet. Die Nonchalance, mit der sie sich auf seinen Vorschlag einlässt, hingegen schon. Das scheint ihm zu imponieren, denn er nickt ihr annerkennend zu und widmet sich dann seinem Essen.


    Als der Kommandant sich mit einer Erklärung zu Wort meldet, sieht Mhanach wieder auf.


    "Das alles ist etwas kompliziert, aber wenigstens nicht völlig hoffnungslos. Zusammengefasst: Unsere Moha-Begleiter scheinen überzeugt zu sein, dass wir auf unserem Weg ein heiliges Tal betreten müssen, dass von den Oijaniha bewacht wird und Heimat einer Geisterspinne sein soll." Letzteres sagt er wertneutral, als sei er bereit an die Existenz dieses Wesens zu glauben, bis er eines Besseren belehrt wird.

    "Um keine Tabus zu brechen, sollten wir zuvor zu den Ältesten der Anoiha, die wir aber nur finden, wenn wir uns auf die Shokubunga einlassen. Von denen es vorhin hieß, sie seien kaum besser als Straßendiebe."


    Er sieht in die Runde. "Dann ist unser Vorgehen klar. Wir suchen zunächst die Shokubunga und lösen dann ein Problem nach dem anderen."


    `Phexgefällig, Borongefällig oder wem auch immer gefällig...´




  • "Naja ihr könnt auch die Anoihas suchen, aber denen kann man Wochen in ihren Bergwäldern nachjagen ohne sie zu finden."

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.