Die Zukunft von DSA

  • Guten Morgen,


    Meine Frage mag vielleicht - gerade als Neuling - etwas seltsam klingen.


    Aber ich habe mir die Frage gestellt welche Zukunft DSA haben wird.

    Ich meine damit, vor 2 Jahren ist eine neue (die 5. Edition) erschienen.

    Und voraussichtlich wird es wohl noch ein paar Jahre dauern bis diese vollständig erschienen ist.


    Aber was passiert danach?

    Soll dann wieder eine neue (6. Edition) erscheinen?


    Klar verändert sich alles, aber wenn man sich das so vorstellt ist es ein endloses im Kreis drehen. Dann erscheint irgendwann die 6. Edition und dann braucht es wieder Jahre bis diese erschienen ist. Bis zu einer 7. Edition.

  • Das kommt darauf an, ob die 6. Edition abwärts kompatibel sein wird. Vorher wird aber, vermutlich, (in so 15 Jahren oder so) erst eine Art DSA 5.1 rauskommen, in der einige Dinge begradigt, angepasst und sonst überarbeitet werden. Und die vielleicht auch die Wege-Bände von 4.1 imitiert.

    Respekt heißt, davon auszugehen, dass


    ich meinem Gegenüber nichts unterstelle.


    ich mein Gegenüber nicht beleidige.


    ich mir die Zeit nehme, die andere Position nachzuvollziehen.


    Oder siehe Verhaltensregeln.

  • Und genau das meine ich: es läuft im Grunde immer darauf hinaus, dass das bestehende System angepasst/erneuert oder was weiß ich wird.

    Das hat zur Konsequenz, dass man dann nie zu einem Schluss kommt.

    Denn ein endliches Regelwerk könnte man ja sehr wohl schaffen, da die fortlaufende Geschichte von Aventurien ja davon unberührt bleiben würde.

  • Könnte man. Auch die Autoindustrie könnte Autos wesentlich nachhaltiger bauen. Nur was verkauft man dem Kunden denn in paar Jahren dann? Was verkauft eine Firma wie Ulisses dann? Die Abenteuer und Regionalspielhilfen müssten massiv teurer werden um den Wegfall der Erlöse aus den Regelbänden zu kompensieren. Des weiteren setzt jeder Spieler unterschiedliche Präferenzen und ein Regelwerk wird kaum alle abdecken können. Sieht man ja auch sehr deutlich an den immer wieder aufkeimenden Editionskriegen.

    Oder an den zigtausenden Hausregeln die in vielen Gruppe Anwendung finden.

    Siehst reiten Du, jene neune? Die finster und verloren sind.


    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,

    ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.


  • Alsace Unser Hobby ist nicht statisch und auch noch nicht völlig "erforscht". Wenn man sich die bisherige Entwicklung ansieht, dann reflektierten die DSA-Editionen auch die allgemeine Entwicklung der RPG. Beispiele: Talentsystem, Vor-/Nachteile, Kaufsystem, Bücher vs. Boxen, Abschaffung GP usw. Insofern gehe ich davon aus, dass es auch in Zukunft neue Editionen geben wird, wenn relevante Innovationen im RPG-Universum auftauchen.

    Außerdem gibt es natürlich betriebswirtschaftliche Überlegungen: immer wieder ist zu lesen, dass sich RGW gut verkaufen. Man kann eine neue Edition auch dazu nutzen, neue Käuferschichten anzusprechen, mit DSA5 scheint das ja gelungen zu sein.

    Bei DSA5 bietet es sich mMn an, wenn das RGW komplett erschienen ist und nach dem Sammeln weiterer Spielerfahrungen, einen "Update" ("DSA5.1") zu veröffentlichen um sowohl manche Dinge inhaltlich zu optimieren, als auch eine Übersichtlichkeit des Gesamt-RGW zu erreichen ("Wege Bände").

    Auch wenn ich bzw. meine Gruppe keinen Grund sieht, (jetzt) zu DSA5 zu wechseln, wie an anderer Stelle erläutert, stehe ich neuen Editionen grundsätzlich positiv gegenüber. Wenn der Rhythmus der Editionswechsel sich an der Laufzeit von DSA4/4.1 orientiert, dann kann ich da auch als Konsument wirtschaftlich mitgehen.

    Jedem Spieler ist es außerdem selbst überlassen, ob er den Editionswechsel mitmacht. Es gibt keine Rollenspielpolizei, die überprüft, ob man die aktuelle Version benutzt. Viele Gruppen spielen heute noch DSA3 und haben vermutlich genauso viel Spaß in Aventurien, wie das DSA4 oder DSA5 Gruppen haben. Den Metaplot - so man diesen denn nutzen will - kann man mit jeder Edition bespielen, alte und neue Abenteuer lassen sich mit jeder Edition nutzen, wenn man bereit ist, ein wenig Arbeit zu investieren usw.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Denn ein endliches Regelwerk könnte man ja sehr wohl schaffen, da die fortlaufende Geschichte von Aventurien ja davon unberührt bleiben würde.

    Ja das wär möglich, aber nicht im Sinne eines wirtschaftlich operierenden Unternehmens. Wenn man an jede Gruppe über 10 Jahre verteilt diverse Regel-, Regional- und Sonderbände verkaufen kann ist das besser als nur einmal und dann nur noch die Abenteuer.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Mir scheint, das Hauptargument ist die betriebswirtschaftliche Sicht von Ulisses.
    Und genau das ist für mich der Knackpunkt.
    Ich behaupte, dass wenn das Hauptziel bei Rollenspielprodukten lediglich die Gewinnmaximierung ist, kann ja auch nie was richtig gutes dabei heraus kommen.
    Ich muss auch zugeben, dass es mich persönlich sehr frustrieren würde bei einem Herzblutprojekt mitzuarbeiten und ich gezielt nur einen Teil meiner Ideen einbringen darf, weil der Rest für spätere Veröffentlichungen bzw. Jahre aufgespart werden muss.
    Nun will ich hier keine Diskussion über Kapitalismuskritik beginnen, aber ist in der Argumentation trotzdem ein Fakt für mich.

  • Und genau das meine ich: es läuft im Grunde immer darauf hinaus, dass das bestehende System angepasst/erneuert oder was weiß ich wird.

    Das hat zur Konsequenz, dass man dann nie zu einem Schluss kommt.

    Schon richtig aber kennst du ein System wo das anders wäre? D&D hat 3.5 Pathfinder 2.0, World of Darkness ist auch schon bei Edition 3, usw.


    ich mache es so - ich schaue mir neue Editionen an und bleibe bei der die mir am Besten gefällt. Bei DSA siehts so aus als würde icha uch die nächsten 20 Jahre bei 4.1 bleiben und nur evtl ein wenig Hausregeln um das was mir an DSA5 gefällt einzubauen. Auch die Welt werde ich in meiner Runde anders weiter entwickeln als das offizielle Aventurien genauso wie in meinem Vampire Setting Gehenna nie passiert ist und nie passieren wird und die Clans schön bleiben wie sie immer waren.


    Nimm dir das was dir von DSA gefällt und mach das Beste draus. Wenn gescheite ABs rauskommen kauf ich die und passe die regeltechnisch an 4.1 an. Fertig.


    Ich behaupte, dass wenn das Hauptziel bei Rollenspielprodukten lediglich dieGewinnmaximierung ist, kann ja auch nie was richtig gutes dabei heraus kommen.

    ich behaupte, wenn was Anderes dein Ziel ist, wirds dich nicht lange genug geben das was gescheites dabei raus kommt. Die traurige Wahrheit ist, dass Geld wichtig ist um das Produkt zu entwickeln und zu verbessern, wenn man die Gehälter der Leute nicht mehr zahlen kann war es das.


    Ich vergleiche zur Gaming Industrie - ja sicher wir alle hassen EA. Aber ohne EA gäbe es einige der besten Spiele nicht, denn ohne die finanziellen Mittel die EA hat wären die Sachen nie ans Licht der Welt gekommen und ohne EA als Retter kleiner Studios wären viele Studios heute gar nicht mehr da. Natürlich macht EA auch viel Mist und hat auch schon erfolgreiche Serien (Mass Effect hust) ruiniert weil sie völlig idiotische Anforderungen verlangen und den Entwicklern nicht genug Zeit geben, aber ohne EA wäre Mass Effect gar nicht passiert - nicht der Katastrophale 4. Teil aber auch nicht die genialen ersten 3 Teile.


    Aber ich stimme dir insofern zu, dass man NIE vergessen darf was das Produkt groß gemacht hat. Siehe Battlefield 5 Disaster...wenn man um neue Kunden anzusprechen auf die Alten scheisst, dann braucht man sich nicht wundern wenn man bald gar keine Kundschaft mehr hat.


    Und das ist meine Befürchtung bei DSA 5. ich sehe hier eine gefährliche Entwicklung Richtung D&D. Alles vereinfachen, simplifizieren, Abspecken, Fanasylastiger machen. Nur...wenn ich etwas wie D&D spielen will....spiel ich D&D. Wenn ich DSA Spiele will ich aber DSA spielen.


    ist das besser als nur einmal und dann nur noch die Abenteuer.

    Aber ist das so? Mir scheint um ein AB zu schreiben ist weniger Recherche und Abreit nötig als ein RW zu schreiben oder einen Regionalband. ich weiß es nicht genau aber mir scheint als Laie, dass sich ein AB leichter und schneller schreibt als ein RW oder ein RB und das so der Kosten / Nutzenfaktor zu Gunsten der ABs steht. Jedenfalls hat DSA auch immer massiv ABs produziert und wenn sie gute ABs schreiben bin ich als Kunde viel eher geneigt mir ständig neue ABs zu kaufen (oder Romane) als neue Regelwerke.

    Jetzt bei DSA 5 bin ich nicht gewillt mir Regelwerke zu kaufen, aber durchaus neue ABs zu erwerben sofern sie gut sind (Rezensionen, Kumpels fragen)

  • Regelwerke verkaufen sich viel, viel, viel besser als Abenteuer. Daher sind Verlage sozusagen gezwungen, regelmässig neue Editionen herauszubringen.

    Und da DSA5 gut läuft, werden wir also auch die nächsten Jahre Abenteuer bekommen. :)


    Wie Eisvogel sehe ich neue Editionen aber auch nicht negativ. Es gibt viele spannende, neue Konzepte, von denen es bestimmt einige in die Mainstream-Rollenspiele schaffen und das Spiel bereichern. Beispiele: Player Empowerment, Erzählrechte, Schlachtenregeln ala Savage World, Reiseregeln ala The One Ring, narrative Würfel...

  • Klar verändert sich alles, aber wenn man sich das so vorstellt ist es ein endloses im Kreis drehen. Dann erscheint irgendwann die 6. Edition und dann braucht es wieder Jahre bis diese erschienen ist. Bis zu einer 7. Edition.

    Über die (möglichen) Gründe dieses Verfahrens habe andere ja bereits berichtet.


    Immerhin gibt es bei den meisten Rollenspielen Versionen, die stabil sind und sich nicht mehr verändern: nämlich jede nicht mehr aktuelle. Zudem spricht nichts dagegen, sich eine Art Inner-Aventurisches Update mit dem Basis-Hintergrundband der folgenden Editionen zu besorgen. Okay, das ist sicher nicht perfekt und dürfte an einigen Stellen kratzen, doch mit ein bisschen Augen zudrücken geht auch das.


    Richtig schwierig wird es, wenn du a) eine abgeschlossene Relgeversion, b) ein top-aktuelles Aventurien und c) ein präzise und detailliertes Mapping zwischen Regeln und Welt haben willst.

    Huldvoll winkend


    ---Jan van Leyden

  • Mir scheint, das Hauptargument ist die betriebswirtschaftliche Sicht von Ulisses.
    Und genau das ist für mich der Knackpunkt.
    Ich behaupte, dass wenn das Hauptziel bei Rollenspielprodukten lediglich die Gewinnmaximierung ist, kann ja auch nie was richtig gutes dabei heraus kommen.
    Ich muss auch zugeben, dass es mich persönlich sehr frustrieren würde bei einem Herzblutprojekt mitzuarbeiten und ich gezielt nur einen Teil meiner Ideen einbringen darf, weil der Rest für spätere Veröffentlichungen bzw. Jahre aufgespart werden muss.
    Nun will ich hier keine Diskussion über Kapitalismuskritik beginnen, aber ist in der Argumentation trotzdem ein Fakt für mich.

    Das sehe ich nicht so: betriebswirtschaftliche Gründe spielen zwar mit Sicherheit eine Rolle bei der Überlegung, ein neues RGW herauszubringen - wie sollte es auch anders sein? - DSA4 oder DSA5 hätten aber 1984 oder 1990 nicht veröffentlicht werden können, weil es manche Konzepte schlichtweg noch nicht gab oder sich noch nicht durchgesetzt hatten. Genauso erwarte ich, dass es um 2030 (dann wäre DSA6 "fällig") neue Ideen in der RPG-Welt gibt, die dann - sofern es DSA noch gibt - umgesetzt werden. Kein Verlag wird neue, gute Ideen 10 oder mehr Jahre hinausschieben.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Ich behaupte, dass wenn das Hauptziel bei Rollenspielprodukten lediglich dieGewinnmaximierung ist, kann ja auch nie was richtig gutes dabei heraus kommen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob das so generell stimmt.


    Fast alle Kinofilme werden mit Blick aufs Gewinnerzielen hergestellt (zumindest von Seiten der Studios, würde vielleicht den Verlagen entsprechen). Trotzdem gibt es unheimlich gute Filme aus großen Studios. Prinzipiell versucht man es immer, so "gut" wie möglich zu machen, denn gute Dinge verkaufen sich besser. Qualität und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht automatisch aus, auch wenn sie nicht immer Hand in Hand gehen. Man nehme mal die LOTR-Reihe als Beispiel.


    Ich glaube, die Vorstellung, dass "wirklich Gutes" nur von hungernden und mittellosen Idealisten hergestellt werden kann, ist ein Klischee, das nur wenig mit der Wirklichkeit zu tun hat.


    Außerdem ist die Wirtschaftlichkeit zwar eine Voraussetzung, dass die Verlage weiter existieren, also notwendig, aber das schließt ja trotzdem nicht aus, dass die Leute, die daran beteiligt sind, eine eigene Leidenschaft für die Materie mit bringen. Und alleine schon deswegen versuchen, es so gut wie möglich zu machen. Zumal der Verlag und die Autoren ja auch nicht immer deckungsgleich sind (dass es überhaupt eine Überschneidung gibt, ist im publizierenden Gewerbe sogar eher ungewöhnlich).


    Das heißt: Der Verlag hat als notwendiges Ziel die Gewinnmaximierung, aber nicht unbedingt ausschließlich. Und die Autoren selbst sind in der Tat oft Idealisten, die aus Liebe zur Materie schreiben, und nicht gut bezahlt werden, haben also oft nur die Qualität als Ziel, und gar nicht das Geld.

  • Aber ist das so? Mir scheint um ein AB zu schreiben ist weniger Recherche und Abreit nötig als ein RW zu schreiben oder einen Regionalband. ich weiß es nicht genau aber mir scheint als Laie, dass sich ein AB leichter und schneller schreibt als ein RW oder ein RB und das so der Kosten / Nutzenfaktor zu Gunsten der ABs steht. Jedenfalls hat DSA auch immer massiv ABs produziert und wenn sie gute ABs schreiben bin ich als Kunde viel eher geneigt mir ständig neue ABs zu kaufen (oder Romane) als neue Regelwerke.

    Jetzt bei DSA 5 bin ich nicht gewillt mir Regelwerke zu kaufen, aber durchaus neue ABs zu erwerben sofern sie gut sind (Rezensionen, Kumpels fragen)


    Hmm interessante Sichtweise.


    Bei uns ist es so: Pro Gruppe: 1 AB ist max. 1 mal vorhanden (nicht jedes AB wird gekauft/ gespielt, dazu fehlt uns leider die Zeit). Regelwerke sind unterschiedlich oft vorhanden: Beginnend bei 4-5 mal (GRW, Almanach) über 2-3 mal (Kompendium 1, AM 1) bis hin zu 1 mal (AM 3 bisher).

    Auch Regionalbäde kauft nicht jeder sondern nur max. 1er aus der Gruppe.

    Bei DSA 4.0 war es noch deutlich mehr... fast jeder hatte alle Boxen, dass es daran liegt, dass damals kein wiki vorhanden war und man alles offline nachlesen musste.


    Daher denke ich dass Aufwand / Nutzen Verhältnis von neuen Regeln vergleichbar sind. Leider merkt man auch hier teilweise, dass der Aufwand durch Copy-paste reduziert wurde.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • @ Eisvogel


    Zitat

    Genauso erwarte ich, dass es um 2030 (dann wäre DSA6 "fällig") neue Ideen in der RPG-Welt gibt, die dann - sofern es DSA noch gibt - umgesetzt werden.


    Genau das ist für mich die Frage.

    Was genau soll das denn sein?

    Klar, Aventurien ändert sich natürlich immer und es gibt noch 1000e Möglichkeiten wie man die Hintergrundgeschichte bis ins Unendliche ausschmücken kann.

    Aber das meine ich auch nicht.


    DSA ist für mich ein Pen and Paper-Rollenspiel, das in erster Linie am Tisch stattfindet (von larp spreche ich jetzt nicht). Und wenn die Technik nicht irgendwann so weit ist, dass man Aventurien (und seine Wesen, Kreaturen etc.) per Hologramm am Tisch simulieren kann (was ich mir durchaus vorstellen könnte, dass das irgendwann möglich ist!), wird sich daran erst mal auch nichts ändern, dass man schlicht Würfel, Papier und Stift braucht. Also heißt, das Grundprinzip bleibt immer gleich.

  • dass damals kein wiki vorhanden war und man alles offline nachlesen musste.

    das ist aber der wichtige Punkt der gerade auch Gamestop das Genick bricht. Wir sind digitalisiert und wenn man alle Regeln kostenlos Online nachschlagen kann....wozu kauft irgendwer noch Regelwerke?

  • das ist aber der wichtige Punkt der gerade auch Gamestop das Genick bricht. Wir sind digitalisiert und wenn man alle Regeln kostenlos Online nachschlagen kann....wozu kauft irgendwer noch Regelwerke?

    Tja Schade. Wirklich!

    Das ist der Nachteil der digitalen Gesellschaft... Ich hoffe nur, das Printmedien nicht langfristig zugunsten von Tabletts und E-readern verschwinden.. wär schade drum.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Ich hoffe nur, das Printmedien nicht langfristig zugunsten von Tabletts und E-readern verschwinden

    ich denke wie Gamestop müsste man mit der Zeit gehen und sich umstellen. Warum so schweineviel Geld für Farbdrucke und teure Illus ausgeben wenn man auf PDF Verkäufe umsteigen kann und agr nichts drucken muss? Spart viel Geld, der Verkauf wird einfacher, Wiederverkauf durch Flohmärkte fällt aus...und gerade da sehe ich die Stärke in der Produktion von ABs. Um das was das AB gut macht zu bekommen MUSS ich es kaufen das wird so in keiner Wiki stehen

  • Mir scheint, das Hauptargument ist die betriebswirtschaftliche Sicht von Ulisses.

    Ja. Ulisses ist ein Unternehmen und alle herkömmlichen Unternehmensformen haben das Ziel etwas zu verdiene.

    Dabei sind evtl. Interessen des Arbeitsgebers als Weg vorgegeben.

    Und genau das ist für mich der Knackpunkt.
    Ich behaupte, dass wenn das Hauptziel bei Rollenspielprodukten lediglich die Gewinnmaximierung ist, kann ja auch nie was richtig gutes dabei heraus kommen.

    Warum soll dabei nichts Gutes herauskommen?


    Fast alles was du heute in den Händen hast, Hightech bis Lowtech ist durch den Ansatz Geldverdienen entstanden.

    Ab einer gewissen Gewinnmaximierung würde ich deine Meinung unterstützen, als Beispiel möchte ich hier EA mit Lootboxen nennen.

    Dabei wird das Spiel eingegrenzt um weiteren Gewinn zu erhalten (dass es eigentlich Glückspiel und deshalb verboten gehört ist ein anderes Thema) und schadet somit dem Gesamtwerk.


    Diese Wege mag Ulisses evtl. durch die Aufteilung in z.B. Magie I, Magie II, Magie III, usw. auch auf Ihre Weiße verfolgen.

    Hier wäre ich aktuell noch bereit den Standpunkt zu vertreten, dass Sie dadurch auch besseren Inhalt produzieren.

    Wobei ich insbesondere bei Magie III für diese Stellungnahme meine Hand nicht ins Feuer legen würde.


    Ich muss auch zugeben, dass es mich persönlich sehr frustrieren würde bei einem Herzblutprojekt mitzuarbeiten und ich gezielt nur einen Teil meiner Ideen einbringen darf, weil der Rest für spätere Veröffentlichungen bzw. Jahre aufgespart werden muss.

    Nun will ich hier keine Diskussion über Kapitalismuskritik beginnen, aber ist in der Argumentation trotzdem ein Fakt für mich.

    Du hast aber auch nur begrenztes Personal, wodurch Thematiken und Abläufe eingehalten werden müssen.

    Wenn du heute in einer Firma arbeitest, dann darfst du dein Herzblut auch nicht 100% in ein Thema einarbeiten.


    dass damals kein wiki vorhanden war und man alles offline nachlesen musste.

    das ist aber der wichtige Punkt der gerade auch Gamestop das Genick bricht. Wir sind digitalisiert und wenn man alle Regeln kostenlos Online nachschlagen kann....wozu kauft irgendwer noch Regelwerke?

    Genau dabei sollte der Hersteller ansetzten. Wie kann ich z.B. als Gamestop einen Vorteil gegenüber den Digitalen Markt erhalten, Promos?, Fluff, usw... der Reiz sollte einfach geweckt werden dies zu tun. Nebenbei bin ich kein Fan von Digital, weil eine digitale Ware für mich nichts ist. Kann ich nicht weiterverkaufen, Ist immer erhältlich, nicht lokal, usw... Denke dies hängt aber stark vom Geschmack ab.


    Für Ulisses würde ich mir wünschen, dass die PDF mit dem Buch erworben wird. (andere sind doch auch dazu in der Lage).

  • Das mit der PDF zum Buch geht glaube ich nicht mehr nach deutschem Recht, wegen Buchpreisbindung oder so. Hatte Markus mal erwähnt, meine ich.

    Respekt heißt, davon auszugehen, dass


    ich meinem Gegenüber nichts unterstelle.


    ich mein Gegenüber nicht beleidige.


    ich mir die Zeit nehme, die andere Position nachzuvollziehen.


    Oder siehe Verhaltensregeln.

  • Für Ulisses würde ich mir wünschen, dass die PDF mit dem Buch erworben wird. (andere sind doch auch dazu in der Lage).

    Gäbe es nur nicht seit noch nicht allzulanger Zeit in Deutschland (Steuer-)Gesetze, die genau das extrem erschweren...

    Davor war das ja schließlich auch möglich (z. B. 1. Auflage des DSA5-GRW (in allen drei Print-Varianten), Namenlose Nacht (4.1)), aber seitdem Bücher nach wie vor unter den ermäßigten MwSt-Satz fallen und e-Books/PDFs nicht mehr, ist dieses Geschäftsmodell (Print+Digital-Bundels) nahezu zerstört worden und nur noch im Rahmen von Crowdfundings möglich.