Die Entsprungene Braut

  • Glurgs schaut noch einmal unschlüssig hin und her und folgt letztendlich doch seiner Vernunft und damit den anderen. Vielleicht würde man den Kaiserhörnchen ja später noch einmal über den Weg laufen.

  • "Hoh, Junge, langsam", spricht Jonas Pinky zu und zügelt den flotten Schrittgang seines Schecken etwas. "Wir sind hier nicht allein." Und das möchte er auch nicht werden.

    Da! Er hebt den Kopf und stellt sich in den Steigbügeln auf, um besser sehen zu können. Elstern, da ist er sich sicher. Dann hört er aber auch etwas, aus einer anderen Richtung. Verflixt, das ist aber auch ein hin und her hier!

    Er zügelt Pinky komplett, bis die anderen aufgeschlossen sind. "Dort hinten sind Elstern!" Er zeigt in die Richtung, in die sie zuerst gegangen sind, bevor abgebogen wurde, nach Norden, und dann in die entgegengesetzte Richtung. "Und dort ... hört ihr das?"

  • Feruzef seufzt und sieht in beide Richtungen. "Ich glaube wir sollten uns jetzt einfach für eine Richtung entscheiden und nicht jetzt schon im Kreis laufen.... Was hast du denn gehört?"

    Fear cuts deeper than swords.

  • "Es quietscht ... und scheppert," bestätigt Ilke. "Hörst Du das nicht?" fragt sie Feruzef. Um die Elstern kümmert sich Ilke nicht. Sie sucht eindeutig verschwundene Bräute von stinkreichen Junkern und keine verschwundenen Eier von armen Kleindrachen. "Ich schau mal um die Ecke," sagt Ilke dann mutig...., schleicht sich an die Ecke und lugt aus den Augenwinkeln herum, wenn sie an Pinky vorbeikommt.....

  • Jonas lenkt Pinky natürlich gerne mit einem Schenkel druck zur Seite, sollten sie tatsächlich im Wege stehen. Währendessen schaut er nach den Elstern und wohin die fliegen, und versucht das scheppernde Geräusch, das er hört, einzuordnen.

  • "Ja, das schon, aber hier ist doch an jeder Ecke irgendwas..." gibt er zu. "Schauen wir nach, wer weiß, was wir finden.."

    Fear cuts deeper than swords.

  • Um die Ecke geschaut, sieht Ilke Folgendes:


    Noch gut zehn Schritt weit von der Ecke entfernt, wo Ilke steht, schwankt scheppernd ein seltsamer Ritter auf sie zu. Gerüstet mit einer rostigen Plattenrüstung, einen verbeulten Helm auf dem Kopf. Ein Schwert ist bedrohlich, wenngleich etwas wacklig, auf die Ecke gerichtet, hinter der Ilke und ihre Gefährten warten. Merkwürdig ist nur, dass der Ritter etwas klein geraten ist. Genaugenommen hat er nämlich keine Beine ... Taumelnd, schwankend, halb, bewaffnet, scheppert diese seltsame Gestalt näher. Mit dem Schwert ist sicher nicht gut Kirschen essen.

  • Feruzef runzelt bei dem Anblick die Stirn und schaut dann, dass ihr Ritter oder Ilke vor ihm ist. "Ähmm, das sieht nicht freundlich aus.."

    Fear cuts deeper than swords.

  • Neugierig wie Nolle nun einmal ist sieht er ebenfalls um die Ecke. "Woah! Wasn das für einer? Hee, Ilke, pass bloß auf." Instinktiv geht er etwas zur Seite, um Abstand zur rostigen Gestalt zu gewinnen und gleichzeitig zu testen, ob sie dann die Richtung ändert, um ihn selbst anzupeilen oder weiter auf das Pferd zugeht.

  • "Ein halber Ritter? Wo sind denn seine Beine?" entfährt es Ilke, die zurückprallt und schon einmal ihren Rapier und den Linkhanddolch zieht. Da sie nicht weiss, ob Jonas auch alles gesehen hat, ruft sie ihm zu: "Da kommt ein Ritter in Rüstung und mit Schwert auf uns zu, aber ohne Beine." Was passiert hier gerade?

  • Glurgs, der immer noch ganz hinten steht, reckt einmal mehr den Hals und ist auf die Beschreibungen seiner Mithelden angewiesen. Die dann auch prompt zielsicher die Situation beschreiben. "Ein Ritter ohne Beine? Die sollen wir bestimmt suchen!", ist sein scharfsinniger Kommentar zu der Beobachtung. Immerhin geht hier alles mögliche verloren: Bräute, Eier, warum nicht auch Beine? Man könnte die Augen ja mal offen halten.

  • "Der will glaub ich nicht, dass wir seine Beine suchen.... der will uns mit seinem Schwert angreifen...." korrigiert Ilke nach hinten auch noch Glurgs, wenn sie schon dabei ist.

  • Die Elstern kreisen gut zwanzig Schritt nördlich von euch über den hohen Hecken, wie Jonas mit einem Blick feststellen kann. Wie man da hinkommt? Eine gute Frage. Erst einmal ist da dieser merkwürdige Halbritter. Der biegt jetzt scheppernd um die Ecke, hinter der ihr alle steht. Die Gestalt schwankt und wankt. "Achtung, Kurve!" und "Passt doch auf!" quietscht es hell aus der rostigen Rüstung. Der Haufen Rost gerät in Schieflage nach rechts ... taumelt ... und fällt polternd, krachend, scheppernd und unter ohrenbetäubendem Geklirr zu Boden. Aus dem Harnisch schießen unvermittelt drei kleine pelzige Wesen und geben Fersengeld. Zurück bleibt irgend etwas in dem verbeulten Helm, der hektisch im Kreis herumläuft.

  • "Da waren Ratten drin oder so," stellt Nolle überflüssigerweise fest. Vorsichtig nähert er auch dem Helm, in dem wohl noch ein nähert steckt, und stupst ihn mit dem Fuß an.

  • Der Rennhelm bleibt stehen, und aus ihm kommt ein hell protestierendes "He! Rüpel! Unhold! Banause! Ich bin oberster Weile der königlichen Waldgarde! Frechheit!", als Nolle gegen den Helm stupst.

  • Jonas ist hin und her gerissen, den Elstern nachzuschauen, und in die andere Richtung, aufgrund der vielfältigen Reaktionen auf das, was dort auszumachen sein soll.

    "Ein was?!", entfährt es Jonas nach Ilkes Erklärung.

    Da kommt dieser halbe Ritter auch schon lautstark um die Ecke ... und zerfällt in Einzelteile, aus denen Verschiedenes rausflitzt, aber nicht alles, wie der kreiselnde und schimpfende Helm nahelegt.

    Jonas' Unterkiefer setzt sich mal wieder nach unten in Bewegung, bevor er ihn schnell wieder in seine angestammte Position schiebt.

    "Hallo, dann komm doch mal raus!", ruft er nach unten.

  • Als es poltert und kracht, schiebt sich auch Glurgs neugierig weiter vor und tritt ebenfalls an den Helm heran, während Nolle ihn anstupst und Jonas ihn anspricht. Schließlich hockt er sich hin. "Kadett Glurgs bittet um die Erlaubnis, Sie befreien zu dürfen, Herr Oberst!", imitiert er eine militärische Sprechweise und hebt dann vorsichtig den Helm etwas hoch.

  • Schweigen aus dem Helm. Was auch immer da drin ist, denkt nach oder versucht zu erkennen, wer oder was da spricht. "Nur Weibel, Kadett Glurgs. Aber Erlaubnis erteilt. Wenigstens einer mit Verstand!" Das Ziehen gestaltet sich schwieriger als erwartet und wird aus dem Helm mit Ächzen, Stöhnen und Keuchen begleitet, bis sich ein verstrubbeltes Pelztierchen zeigt: Eine gut spannlange Kreatur mit dichtem gelbbraunen Fell, die entfernt wie eine Mischung aus Hörnchen und Murmeltier aussieht (bitte Probe auf Tierkunde +3, um das Tierchen zu identifizieren).


    Sobald es heraus ist, ordnet es zuerst seine Haare, um wieder manierlich auszuschauen und euch alle, die da vor ihm stehen, streng anzuschauen. Erst einmal schaut er sich suchen um. "Wo ist denn Kadett Gluckermaul?" fragt der kleine Kerl mit gesträubten Schnurrhaaren.