gehärtete Kriegspfeile und Armatrutz

  • Wenn ich gehärtete Kriegspfeile einsetze, wird laut dem AA der Rüstungsschutz des Opfers halbiert. Gilt diese Regelung nur für profane Rüstungen oder auch für magischen Schutz wie bspw. einen Armatrutz?

  • Gibt es dazu auch einen Regelbeleg? Bei Kettenbrecherpfeilen steht es deutlich dabei, bei den gehärteten Kriegspfeilen leider nicht (zumindest im AA).

  • Ernstgemeinte Frage: warum sollten da andere Regeln gelten? Wie sollten rein profane Pfeile Magie besser durchschlagen?

  • Wenn ich gehärtete Kriegspfeile einsetze, wird laut dem AA der Rüstungsschutz des Opfers halbiert. Gilt diese Regelung nur für profane Rüstungen oder auch für magischen Schutz wie bspw. einen Armatrutz?

    Nur für rein profane Rüstung natürlich.

    Gibt es dazu auch einen Regelbeleg? Bei Kettenbrecherpfeilen steht es deutlich dabei, bei den gehärteten Kriegspfeilen leider nicht (zumindest im AA).

    Ja, dazu gibt es eine Regelstelle:

    Quote from Wege des Schwerts, S. 128

    Pfeil- und Bolzenspitzen

    [...]

    ? [...] Kriegspfeile [...]: bleibt ein solcher Pfeil im Opfer stecken ([...]), verursacht er pro KR, in der sich das Opfer heftig bewegt 1W3 SP(A) und einen Punkt Erschöpfung. Bewegt sich das Opfer nur langsam, gilt der Schaden pro Spielrunde. Können entweder gewaltsam entfernt werden (KK-Probe, 1W6+2 SP) oder mit Heilkunde Wunden: 1W6–2. Sie sind nicht wiederverwendbar.

    ? Gegen gehärtete Kriegspfeile [...] wird zusätzlich zum obigen Schadensmodus der RS des Opfers halbiert; nicht wiederverwendbar. Gehärtete Pfeile (Preis x4) ohne Widerhaken, die speziell als Rüstungsknacker ausgelegt sind, halbieren einfach nur den RS des Opfers.

    [...]

    Da von „Rüstungsknackern“ gesprochen wird, die nur den Rüstschutz halbieren, gehe ich davon aus, dass ausschließlich profane Rüstungen betroffen sind. Wenn profane Rüstung zusammen mit einem Armatrutz eingesetzt wird, würde ich zuerst den Rüstschutz aus dem Armatrutz anrechnen und nur etwaigen Überschussschaden auf die profane Rüstung durchkommen lassen, deren Rüstschutz dann aber halbiert wäre.

  • Wenn profane Rüstung zusammen mit einem Armatrutz eingesetzt wird, würde ich zuerst den Rüstschutz aus dem Armatrutz anrechnen und nur etwaigen Überschussschaden auf die profane Rüstung durchkommen lassen, deren Rüstschutz dann aber halbiert wäre.

    genau andersrum würde ich sagen, da der Armatrutz auf deiner Haut liegt und die Rüstung meistens über der Haut.

  • genau andersrum würde ich sagen, da der Armatrutz auf deiner Haut liegt und die Rüstung meistens über der Haut.

    Beschrieben wird die Wirkung als:

    Quote from Liber Cantiones (HC), S. 28

    Die Zaubernde erhält eine (zusätzliche) ‘stählerne Haut’, die ihren natürlichen Rüstungsschutz erhöht.

    Es gibt zwei Möglichkeiten das auszulegen:

    • Rüstschutz wirkt ausschließlich auf den Körper, sodass bei Treffern die profane Rüstung abgenutzt wird.
    • Rüstschutz wirkt auf die erweiterte Aura (s. „Unsichtbarer Jäger“), sodass bei Treffern erst der Armatrutz durchdrungen werden muss.

    IMHO ist es elfischer, wenn der Armatrutz die äußerste Rüstungsschicht darstellt, aber die Beschreibung legt eher nahe, dass der Armatrutz die innerste Rüstungsschicht darstellt.

  • Ob der Armatrutz unter oder über einer getragenen Rüstung liegt, sollte für die Schadensberechnung keinen Unterschied machen. Abseits von Fluff und wenn ich nichts übersehen habe, wird das erst bei der Frage nach Rüstungsabnutzung relevant.


    Ernstgemeinte Frage: warum sollten da andere Regeln gelten? Wie sollten rein profane Pfeile Magie besser durchschlagen?

    Um auf diese Frage zurückzukommen: LC ssagt, dass der Zaubernde eine (zusätzliche) 'stählerne Haut' erhält. Ich bin mir jetzt nicht sicher, warum das zusätzlich in Klammern steht, das suggeriert für mich zumindest, dass der Zauber auch mal auf die bereits vorhandene Haut wirkt - oder ist das ein Konstrukt für den Fall, dass der Zauber auf ein Wesen ohne Haut gewirkt wird?


    Dass gehärtete Pfeile auf profane Rüstungen wirken, ist eindeutig. Ich würde auch sagen, dass die RS-Reduktion auch im Falle eines natürlichen RS wie z.B. bei Orks oder Bären wirkt. Denn die widerstandsfähige Haut/Fell/wasauchimmer ist vom Material her gesehen nichts anderes als eine (noch irgendwie lebende) Lederrüstung.


    Wenn der Armatrutz nun keine zusätzliche Schutzschicht aufbaut, sondern durch das Eigenschafts-Merkmal nur den bestehenden natürlichen RS modifiziert (bei Menschen bekanntlich 0), dann lässt sich auch leicht argumentieren, dass die gehärteten Pfeile diesen ebenfalls reduzieren.

  • Der Text ist eher dafür da um anzudeuten, dass der ARMATRUTZ direkt auf der Haut liegt.

  • Die Formulierung "natürlicher RS" ist äußerst ungünstig gewählt. Einerseits wirkt er gegen SP von Kleintieren (das steht in der Zauberbeschreibung) und auch gegen einen Todesstoß (WDS S. 65 wird die Rüstung (nicht jedoch natürlicher RS) ignoriert), RAW jedoch nicht gegen den gezielten Stich (WDS S. 62

    Erstens wird seine Rüstung ignoriert (Trefferpunkte sind also automatisch auch Schadenspunkte, auch gegen natürlichen RS)).


    Gegen den gezielten Biss (Tierangriff WDS S. 113 müsste er dann wieder nutzlos sein, denn er stammt nicht von einem Tier (o.g. Ausnahme) "das SP statt TP" verursacht). Dann gibt es noch diverse Waffen, die ebenfalls RS ignorieren können (wie die Pfeile) oder ihn anderweitig umgehen (wie der Panzerbrecher) und die ebenfalls keinen Unterschied beim RS machen. Spätestens bei Zaubern wie dem Eiskälte (LCD S. 79) steht man vor dem nächsten Problem (da gibt es überhaupt keine Angaben mehr zur Art des "zusätzlichen RS").


    DSA typisches Chaos eben und sicherlich gibt es noch viel mehr nicht beispielhaft genannte Sonderfälle.


    Wer RAW spielt muss sich daran natürlich halten und mit den Folgen leben. Wenn der Pfeil den RS pauschal halbiert, dann halbiert er den RS (auch vom Armatrutz oder Eisekälte). Kleintiere prallen jedoch ab (da Sonderregel) und auch bei den anderen Angriffen folgt man streng den Regeln (gezielter Stich geht ungehindert durch, der Todesstoß nicht...).

  • Nach der Beschreibung des Regeltextes zu gehärteten Pfeilen wird nicht zwischen der Art des RS unterschieden. RAW gilt dem entsprechend, dass die Halbierung auch auf magischen und geweihte Rüstung wirkt. Inhaltlich würde ich das ebenso sehen. Die halbierung des RS soll ausdrücken, dass der härtere Pfeil Rüstungen besser durchdringt. Dieser Aspekt wird auf eine festere Haut genauso zutreffen, wie auf eine normale Rüstung. Anders sieht das bei Schadensregelungen, wie zum Beispiel Insekten oder dem Gezielten STich (DSA4.1) aus. Da wird durch die Wirkungsweise der RS einmal umgangen, was bei der 100% Flächenabdeckung des Armatrutz nicht möglich ist. Hier ergibt es SInn inhaltlich zwischen RS des Armatrutz und einer Rüstung zu unterscheiden.

  • Sorcerer

    Added the Label DSA 4.1