Satuaria - Aspekte/-Liturgien, Hexenvermehrung und Hexer

  • Ich habe mal eine Frage zu Satuaria:


    In Aventurien scheinen es ja mehrheitlich die Hexen zu sein, die den Satuaria-Kult am leben erhalten. Zumindest laut dem wiki aventurica entspricht Satuaria der Göttin Zatura. In „Verschworene Gemeinschaften“ wird allerdings erwähnt, das es


    Achtung Meisterinfo


    eine Ei-Hexe namens Saranya Marbohauch gibt, die über die Primärliturgie für Satuaria verfügt und es wird ein wenig angedeutet, das damit irgendwas passieren könnte mal, aber wenn dann wohl erst „in ferner Zukunft“.


    Ich fand den Plot ganz nett, und hatte angefangen zu überlegen, wie eine solche Satuaria-Priesterschaft aussehen könnte, gerade kn Form von Liturgien. Das Myranor-Götterbuch nennt bei Zatura aber vor allem Heil-liturgien und Dinge, die Aventurisch eher mit Peraine assoziiert werden. Gut, heilung vllt auch Tsa bissl. Ich sehe aber weder eine klare Übereinstimmung zu Tsa (mit der die ja mal eine einzige Göttin gewesen sein soll) noch eine klare Abtrennung von Peraine. Und ich habe auch schwierigkeiten, beide mit den Hexen zu verbinden. Für Tsa sind die Hexen mit ihren Flüchen und teils dämonischen einflüssen eigentlich zu düster, gerade so Spinnenhexen usw (die aber normal ja auch an Satuaria glauben so wie ichs verstehe) und Peraine seh ich da auch höchstens in Anteilen.


    Was irgendwie da auch ein bischen reinspielt ist für mich die Frage, wie Hexen eigentlich zu neuen kleinen Hexen kommen? Man kann sich das so Amazonenartig denken vllt, aber da normal die Zauberer-rate ja recht gering ist müssten Hexen entweder duzende Kinder kriegen oder wie Druiden kinder klauen, was ich weniger passend fänd oder eben, was ja dann wieder was sehr besonderes wäre, hätten hexen als einzige Menschen eine massiv höhere chance, zauberfähige Nachkommen zu produzieren. Oder aber, und das ist so ein bissl die Verbindung der beiden Themen, man nimmt an, das sich *irgendwie* die Karmale Kraft der früheren Satuaria-Priesterinnen in die Zauberkraft der Hexen wandelte, und dabei eben diese besondere Fähigkeit entstand, den Magiefunken auf die eigenen Kinder zu übertragen und durch die Lehren über Satuaria zu entwickeln. Das würde auch ein wenig erklären, warum die Hexen so stark an ihrem Glauben festhalten, obwohl es null Wunder gibt und das in einer Welt, in der die Existenz zumindest gewisser Götter absolut evident ist. Selbst Rastullah hat sich ja irgendwann wenigstens einmal offen gezeigt/offenbart, auch wenner seit dem niemandem Wunder gewährt, zumindest nicht nach Geweihten-Regeln.


    Die Fragen sind also wie könnten Liturgien zu Satuaria aussehen, also der nicht Tsa/Peraine-artige Anteil davon? Wiso haben Hexen soviele magische Kinder oder wo kommen die sonst her? Hat das eine mit dem anderen etwas zu tun? Wann, denkt ihr, könnte die Story um Marbohauch „aktiv“ werden (offiziell)?


    Wohl ja sicher nicht Götter 2, klang eher nach „eine beliebige zukünftige Edition“, andererseits ist ja gerade Karmakortheon und die Plätze in Alveran werden vllt neu verteilt. Auch wenns bisher mehr drauf hinauszulaufen scheint, das es nur bissl bangen geben soll, bevor die altbekannten Götter sich durchsetzen am Ende.

    Einmal editiert, zuletzt von Sano ()

  • Für hexturien (also mein Aventurien) habe ich es mir so zu recht gelegt, dass alle aventurischen Hexen auf ihren ersten Hexentreffen also bei ihrer Einführung in die Gesellschaft der Hexen als vollwertiges Mitglied etwa 0,15 Karmapunkte von Satuaria erhalten. Damit steht einem Zirkel, der aus mindestens sieben Hexen besteht, ein Karmapunkt zur Verfügung. Mit diesem können sie eine Menge anstellen wie in die Flugsalbe stecken, damit sie wirklich funktioniert und sie niemand einfach nach brauen kann oder gemeinsam eine Art Fruchtbarkeits-Ritual durchführen, um bei einer Hexe bis zu ihrer nächsten Monatsblutung die Chance auf die Zeugung eines Magie begabten Kindes zu erhöhen. Wenn also eine Hexe Mutter werden möchte, meldet sie sich beim Zirkel und man macht gemeinsam ein außerordentliches Hexentreffen, um mit dunkler Wonne und Karma die Göttin um eine Hexentochter zu bitten. Natürlich braucht es in den nächsten Wochen noch einen Mann um schwanger zu werden (oder man bringt den Mann gleich zum Treffen mit), aber das erklärt bei uns zumindest die Häufigkeit der Magiebegabung recht passend und lässt genauso noch Spielraum, dass es nicht immer so laufen muss.


    Den nicht Peraine/Tsa Teil der Satuaria Verehrung findet man in Rahja: Leidenschaft, Gefühle, Begierde, Tanz, Vereinigung, Jugend auch Weiblichkeit. Einer meiner Hexen-SC sieht die Verehrung von Peraine/Tsa/Rahja auch als eine Teilaspekt Verehrung der Satuaria. Wer sich mal der dunklen Wonne auf einem Hexentreffen hingeben hat findet dort genügend Glauben und 'übernatürliche' Erfahrung an seine Göttin.


    Auf Myranor findet man Satu auf Era'Sumu, deren Zauberpriesterinnen auch über Fluchmagie verfügen. Gegenüber 'Tsa' erklärt man es so, dass man seine Kinder schließlich vor bösen Leute schützen muss. Da kann man als Mutter doch sehr unfreundlich werden.


    Auf Aventurien bekommen die Achaz noch Karma von Satuaria. Also die Dame hat bestimmt Karma zu vergeben, nur die aventurischen Hexen wissen nicht so genau wie sie das kriegen.

    I ♡ Yakuban.

  • Nach meiner Einschätzung ist der wesentliche Unterschied zwischen Peraine und Saturia die Sicht auf das Verhältnis Mensch zu Umwelt. Peraine(Aspekt Fleiß) repräsentiert das ' Macht euch die Erde umtertan', Saturia ist demgegenüber die Göttin der unbeherrschten 'Mutter Natur' der der Mensch klein gegenübersteht. Daher halte ich Persönlichen wie den Ackersegen nicht für Satirische geeignet. Der Saturiagläubige sucht die Übereinstimmung und nicht die Überformung der Natur.

  • Ich hoffe natürlich auf noch weitere Einschätzungen, danke an die bisherigen Antworter. Aber um jetzt nicht 10 Hexen-Threads zu machen erlaube ich mir malmdas Thema um „Hexer“ zu erweitern. Weil ich überlege einen zu spielen bzw arbeite ihn gerade aus. Mein erster DSA-Held seit grob 25 Jahren fast nur (DSA) meistern (Yay).


    Vielen in und um Hexen scheinen mir sehr auf eben die mehrheitlich weibliche Hexenschaft ausgelegt zu sein. Auch Stuaria mit Fruchtbarkeit ist ja schon (denk ich mir so als Kerl) ne eher weibliche Sache oder hat für Frauen einen höheren Stellenwert (oder auch umgekehrt, Frauen für die Fruchtbarkeit/Fortpflanzung ;)). Jetzt suche ich natürlich nach einer sagen wir mal männlichen Interpretation. Ich möchte möglichst nahe dran bleiben nicht mein komplett eigenes Ding machen, aber auch nicht so tun als wär das kein unterschied. Angefangen eben mit den Aspekten von Satuaria, die sich mehr für Männer eignen (von mir aus dem Klischee-Mann näherliegen, der ich nunmal bin). Wiki-Aventurica nennt da Jagd. Das war sonen anfang, da ich einen Hexenjäger-jäger spielen möchte, der seinen Beschützerinstinkt auslebt einerseits und andererseits hofft, seine Schwestern, wo man ja als Hexer durchaus auch sehr kritisch betrachtet wird und nicht wirklich mitreden kann quasi, für sich mehr einzunehmen und sich als nützlich zu erweisen für den Zirkel und die Schwedternschaft (schon der Name grenzt einen ja quasi aus) ;)

    Aber auch bei Vertrautentieren fand ich bisher nur den Hinweis auf Geoden, die gern Falken haben als Vertrauten. Vllt hat ja da jemand eine nette Idee. Ich kam noch auf Wolf, den Westwinddrachen den ich vorschlug hat der Meister leider abgelehnt;))

  • Sano

    Hat den Titel des Themas von „Satuaria - Geweihte Myranor und Aventurien und Hexenvermehrung“ zu „Satuaria - Aspekte/-Liturgien, Hexenvermehrung und Hexer“ geändert.
  • Vllt hat ja da jemand eine nette Idee.

    Eulen! Immer Eulen! :D (Je nach Edition passt vieleicht auch ne Schädeleule in den AP-Pool)

    Respekt heißt, davon auszugehen, dass


    ich meinem Gegenüber nichts unterstelle.


    ich mein Gegenüber nicht beleidige.


    ich mir die Zeit nehme, die andere Position nachzuvollziehen.


    Oder siehe Verhaltensregeln.

  • Bisher (DSA2-4) war es so das die Hexen Saturia als Tochter Sumu verehren, aber nicht wie eine Göttin. Das Wissen Saturia als Göttin ist längst vergessen worden ... auch wenn manche Hexe eine Verbindung zur ultechischen Göttin erkennen mögen. Weswegen ja Hexen Maige benutzen und keine Priesterinnen sind. Im CS waren zu DSA3 viele Gedanken zu dne Hexen zusammengetragen worden, nur ein Bruchteil wurde leider (!) in DSA4 auifgenommen ... und hätte später im geplanten Hexenband neu aufgegriffen werden sollen.

    Nun ist es an DSA5 die vielen Musaiksteine zusammenzutragen. ;)


    PS: Viele Fragen zu den Hexen, u.a. Eigeboren etc. waren zu CS (DSA3.5) beantwortet ...

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Nach meiner Einschätzung ist der wesentliche Unterschied zwischen Peraine und Saturia die Sicht auf das Verhältnis Mensch zu Umwelt. Peraine(Aspekt Fleiß) repräsentiert das ' Macht euch die Erde umtertan', Saturia ist demgegenüber die Göttin der unbeherrschten 'Mutter Natur' der der Mensch klein gegenübersteht. Daher halte ich Persönlichen wie den Ackersegen nicht für Satirische geeignet. Der Saturiagläubige sucht die Übereinstimmung und nicht die Überformung der Natur.

    Das stimmt jetzt nicht ganz. Ja, Peraine mag harte Arbeit, und die Natur zu bewirtschaften ist ein Kernaspekt. Aber "sich die Erde untertan machen" ist etwas weit hergeholt, denn die Erde an sich ist Peraine ebenfalls heilig. Raubbau an der Natur ist ganz böse in deren Augen. Die pure Existenz von Theriak beispielsweise ist der höchste Peraine-Frevel, denn es ist die Essenz des Lebens, welches der Erde gewaltsam geraubt wurde. Auch wenn Peraine mit Tsa und Rahja zu den "Guten Göttinnen" gehört, können die da verdammt militant werden.

  • Peraine ist erst einmal die Göttin des Ackerbaus, die Göttin der Ähren, des Obstes etc. So wie die Römer, Griechen und die German die Erntegöttinnen kannten. Zudem kennt Peraine isch in der Kräuterkunde aus. Sie ist also eine Göttin, die den Menschen das Wissen über die lebensnotwenidgen Schätze des Erdbodens und seiner Gewächse brachte. Ebenso weiß jeder gute Bauer, wenn er sein Acker überarbeitet, leidet der Boden = keine Ernte.


    Saturia ist dagegen komplizierter, denn sie ist eher eine Verkörperung der wilden Naturkräfte.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Bezüglich der möglichen Satuaria-Liturgien: In Wege der Götter wurde für Ssad'Huarr, die echsische Satuaria, damals eine Kombination aus Zsahh- und Peraine-Liturgien und hexischen Zaubern der Kategorien Fruchtbarkeit, Heilung und Zerfall vorgeschlagen. In den Dunklen Zeiten funktionierten die Satuaria geweihten Erdruferinnen zwar anders, aber die dort für sie zur Auswahl stehenden Aspekte sind: Leben, Erde, Geburt, Gefühle, Jugend, Heilung, Gift, Fruchtbarkeit, Weiblichkeit, Tiere, Jagd, Krankheit, belebte Natur und Vereinigung.


    Auch meine Hexensegen können vielleicht als Inspiration dienen oder schon vorhandene Zauber, Liturgien, Rituale hexischer oder anderer Traditionen (geweihter wie magischer), die zu den gewählten Aspekten Satuarias passen.


    Da die Zwölfgötter im Regelwerk S. 10 als Kurzbeschreibung jeweils 3 Aspekte zugewiesen bekommen hatten, hatte ich dies für eine ungefähre Eingrenzung und Themensetzung im Rahmen der Hexensegen ebenfalls getan. Außerdem fehlte es mir bisher. Dabei hatte ich die Auswahl anhand der (auch weiter oben) genannten Aspekte in der Dunklen-Zeiten-Box (und Wiki Aventurica) getroffen. Meine Auswahl ist am Ende auf Tiere, Gefühle und Erde gefallen, da sie mir die prägendsten schienen bzw. andere als durchaus als Teilaspekte der Gewählten. Zudem dürften sie aus meiner Sicht bei beiden Geschlechtern funktionieren und durchaus auch bei Kulturen, wo Satuaria auch abseits der Hexen eine gewisse Bedeutung geniesst. Außerdem wollte ich möglichst keine Dopplung mit den Kurzaspektbeschreibungen der Zwölfgötter, damit jeder seinen Kern hat, auch wenn sie sich in den weiteren Bereichen dann durchaus überlappen können. Andere können natürlich eine andere Auswahl treffen.


    Ansonsten würde ich mich durchaus über ein Wiederaufgreifen des ausgelegten Plotfadens rund um den Zirkel des Abendrots freuen. Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben.

  • Tsst, hatte die Spielhilfe im Oktober nach Veröffentlichung gesehen und beim Scriptoriumsspiegel sogar aufgeführt, dann aber beim Linsen in die Vorschau, ob Satuaria auch dabei ist, diese doch glatt übersprungen. Huppsala... :blush:

  • Ahem, in Myranor gibt es seit "Ewigkeiten" Wundedr im Namen Saturias ... und früher hatten die sogenanntne Halbgötter (u.a. Nandus) fast nur die Wundedr ihrer "Eltern" zu Verfügung. Ähnlichkeiten bei manchen Wundern verschiedener Götter sind uach keine Seltenheit.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Naja die Myranische Zatura, die ja angeblich das selbe ist wie Satuaria, hat eine Liturgie: Dreifacher Saatsegen und die so besonders Satuaria-gläubigen Hexen Aventuriens haben den Fluch Kornfäule.


    Ich sehe da schon gewisse widersprüche...

  • Das ist nichts anderes als wenn peraine dich verflucht, weil du jeden Storch und Kranken im Dorf tötest 😅 nur das es Hexen eventuell gibt, die den Zauber inflationär benutzen

    Per noctem ad lucem.
    Durch die Nacht zum Licht.
    ____


    Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?