Der erste Tag

  • "Absichtlich ja sowieso nicht. Anfangs habe ich ja aufgepasst, weil es den Leuten aus meiner Mannschaft wichtig war, dass den Feen nichts passiert, aber ich hab sie ja auch wirklich lieb gewonnen", sagt Eilif, die jetzt zwar nicht die Ehrfurcht hat, wie sie so vielen Alberniern zu eigen ist, aber sich zumindest sicher nicht bewusst schlecht verhalten würde. "Aber dann wäre es vermutlich am besten, wenn ihr mir da beizeiten auch noch mal ein paar Dinge erzählst. Honig allein wird ja vermutlich nicht reichen", meint sie dann zwinkernd, wobei sich ein paar Fältchen um ihre blauen Augen bilden. "Ich lass es sonst mal auf mich zukommen. Ein Fluss ist ja auch noch was anderes, als wenn man über das Land reist." meint sie dann wieder ernster.

  • "Nein, Honig allein tut es nicht", lächelt Nial. "Farindel hat deutlich mehr ihrer Gesetze erlassen, als es übliche Traditionen in etwa dem Gundelwald gibt. Dir werden sie im Einzelnen auch noch bekannt gemacht, natürlich. Der Tommel selber gehört auch nicht zu Farindels Reich, aber fließt an vielen Stellen nah dran vorbei."

  • "Und da gibt es dann vermutlich hier auch ähnlich viele Feen, Biestinger und Necker, wie ich es vom Gundelwald kenne?" fragt Eilif mal nach. "Aber das wird dann ja schon noch irgendwie alles werden. Wie lebt ihr euch denn sonst hier bisher so ein? Im Vergleich zu Zelten und Gasthäusern hast … habt ihr euch ja schon mal ordentlich verbessert."

  • "Vielleicht nicht unbedingt im Tommel, sondern erst weiter im Farindel hinein. Aber ich schätze ihn als das größte Refugium von Feenwesen auf unserem Kontinent ein", erwidert Nial, um dann auf die anderen Fragen zu antworten: "Ein Verbesserung ist das schon. Aber kein Reisen mehr, viel Verantwortung und trotz Verwalter und Berater bleiben eine Menge Arbeit mit Büchern, auch wenn die schon viel machen. Andere Pflichten, die den direkten Kontakt mit den Winhallern beinhalten, liegen mir da mehr." Sie blickt kurz nachdenklich drein. "Es hat alles Vorzüge und Nachteile."

    Jetzt hat sie nicht mehr die finanziellen Engpässe, die sie so viele Götterläufe lang gehabt hatte. Keine Toten in den Schlachten mehr zu beklagen. Aber mit dem neuen Titel und Rang gehen viele Dinge mit einher, mit denen sie sich zuvor nur wenig hatte befassen müssen. Aber nun kann sie sich auf andere Art um Menschen kümmern.

  • "Ich lasse mich da mal überraschen. Extra in so einen Feenwald würde ich ja nicht gehen, aber Necker sieht man ja doch immer mal wieder in den Flüssen", meint Eilif und nickt verstehend bei ein paar von Nials Pflichten. Hört sich sterbenslangweilig an... "Kann ich gut verstehen. Mit diesem Bücherkram könnte ich auch wirklich weniger anfangen, auch wenn ein bisschen mehr jetzt wohl auch sein muss", meint sie den Kopf hin und herwiegend. "Ich hoff zumindest, dass … ihr immer noch etwas Zeit für die Dinge findest, die … ihr gerne macht", meint Eilif, atmet einmal tief durch und erhebt sich dann wieder. "Aber dann will ich euch auch mal nicht länger aufhalten. Sagt mir nur wann ich mich genau melden soll und ich werde dann da sein. Und würde mich auch freuen, wenn wir vielleicht noch mal nicht nur über die Arbeit demnächst reden können."

  • Nial lächelt, als Eilif äußert, dass sie mit Buchhaltung wenig anfangen kann, aber vielleicht doch damit beginnen muss.

    Als die Thorwalerin aufsteht, tut sie das auch "Gerne", erwidert sie, und: "Das werde ich tun. Wir sehen uns, Eilif." Sie streckt die Hand zur Verabschiedung aus.