Unterschied zwischen 4.1 und 5.0

  • zakkarus Sorry, ich will und ich bin auch der Falsche um einen Glaubenskrieg zu führen. Lag nicht in meinem Interesse.

    Mit Schmidt Spiele gebe ich dir recht. Aber die sind nicht wegen DSA kaputt gegangen.

    Ich wollte nur mal draufhinweisen das bei DSA 4 so ziemlich garnichts geglänzt hat, am Anfang. Deshalb kam ja auch relativ schnell 4.1, sonst wäre es das wahrscheinlich schon gewesen. Ich bin vor 4.1 ausgestiegen und hab lieber mein gewohntes DSA3 gespielt. Bei DSA5 habe ich, derzeit, nicht das Gefühl die ganzen 3er Sachen nochmals auszukramen...


    Jetzt aber zurück zur Überschrift..

    Mir gefallen die Illustrationen bei DSA5 deutlich besser wie bei den voraus gegangen Editionen.

    Und vor allem:

    Endlich kann man sich Helden jenseits von Kultur- und Berufs(Charakter-)Klassen erstellen.

    Wenn ich da so mitlese nutzen das aber ziemlich wenige Leute, warum?

    Überführte, kleptomanische Witze-Diebin

    Edited once, last by Phexgeschwind ().

  • Offen gesagt verstehe ich nicht, was du "in seinem Sinne fortgeführt" meinst. Jedes RPG muss ein wenig mit der Zeit gehen, sich weiterentwickeln und verändern. Ich kenne (fast) kein System, dass dies nicht durchmacht. Heute könnte man im überschwemmten Markt mit einem DSA3 keinen Blumentopf mehr gewinnen. Da ich DSA4 komplett ausgelassen (ok... habe Drakensang gespielt) und damit gut 20 Jahre DSA "verpasst" habe, fällt es mir vielleicht nicht auf - aber für mich war die Umstellung von DSA3 auf DSA5 überhaupt kein Problem und auch die Welt schien sich für mich jetzt gefühlt nicht dramatisch verändert zu haben. Sie basiert noch immer auf denselben Grundannahmen, Magier fühlen sich noch genauso an. Einzig die Kämpfe sind schneller geworden (gut!) und Geweihte haben nun ein funktionierendes Karmal-System (den Vergleich mit "Karmal-Zauberern" finde ich irreführend).


    Von welchem Gefühl sprichst du also? Mir scheint es eher nostalgisch-verklärte Ablehnung von DSA5 zu sein :-/.


    Back 2 topic: Nach allem, was ich in den verschiedenen Foren gelesen habe, besteht der Hauptunterschied zwischen DSA4.1 und DSA5 darin, das DSA5 systematisch-logischer, aber auch kleinteiliger ist, und zudem das Powerlevel bei Standard-Einstiegsfiguren geringer ist. Man kann das mögen, oder auch nicht. Ich würde mich als Neuling gar nicht auf die Diskussion einlassen und mit DSA5 einsteigen, da man hier besser "mitwachsen" kann. Umgekehrt kann ich jeden verstehen, der einen Umstieg nicht mitmacht, auch wenn das schade ist. Dieses Problem gibt es aber bei fast jedem System inzwischen (selbst bei DnD5 gibt es immer noch eine Spaltung zwischen DnD5 und Pathfinder/3.x, auch wenn sich hier DnD5 als Klassenprimus durchgesetzt hat).

  • Warum ist es „schade“, wenn jemand den Umstieg auf die jeweils neuesten Regeledition nicht mitmacht? Außerhalb von Cons begegnen sich die Spieler der verschiedenen Gruppen und Editionen doch gar nicht? Ich (DSA4.1) kann wunderbar mit meinem Bruder (DSA3) über DSA diskutieren. Ein- bis zweimal im Jahr spielen wir auch zusammen, das klappt sogar mit gemischten DSA3/4 Gruppen, wenn der jeweilige Meister gut handwedeln kann und sich die Gruppe darauf einlässt.

    Mich störte bei DSA3 die Würfelei bei der Steigerung sowie die fehlende Flexibilität bei der Magie. Bei DSA4 die Begrenzung bei LE (AE/KE), sowie die dadurch geringer gewordene Spreizung zwischen unerfahrenen und Superhelden. Per Hausregel ließ sich das recht einfach lösen. DSA5 ist vermutlich nicht schlechter als DSA 4.1, bietet für unsere Gruppe allerdings keine erkennbaren, für uns relevanten Vorteile, deshalb steigen wir nicht um (Altersstarrsinn obendrein? ?).

    Spaß in Aventurien und anderswo auf Dere haben wir genauso wie die DSA3 Gruppe meines Bruders oder die DSA5 Gruppe einer Freundin (die gelegentlich mit uns DSA4.1 spielt). Im Laufe der Jahre ist mir das Regelwerk immer unwichtiger geworden, Metaplot und Welt interessieren mich viel mehr, beide sind ja zum Glück editionsunabhängig.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Warum ist es „schade“, wenn jemand den Umstieg auf die jeweils neuesten Regeledition nicht mitmacht? Außerhalb von Cons begegnen sich die Spieler der verschiedenen Gruppen und Editionen doch gar nicht? Ich (DSA4.1) kann wunderbar mit meinem Bruder (DSA3) über DSA diskutieren. Ein- bis zweimal im Jahr spielen wir auch zusammen, das klappt sogar mit gemischten DSA3/4 Gruppen, wenn der jeweilige Meister gut handwedeln kann und sich die Gruppe darauf einlässt.

    Schade ist, dass in meinen aktuellen Gruppen kein einziger (!) ehemaliger DSA4 oder gar DSA3-Spieler vertreten ist - dafür aber ausschließlich Neulinge (auch toll!). In meinem Bekanntenkreis spielt kein ehemaliger DSA4.1-Spieler heute DSA5. Mit beiden würde ich gerne DSA5 spielen, aber beide wehren sich gegen das "neue" DSA - hauptsächlich aus Bequemlichkeitsgründen, wie mir scheint. Und da geht es nicht ums Handwedeln, es ist eher etwas grundsätzliches. Mir selbst hingegen graut es vor der "Masse" in DSA4.1 und einem Regelwerk, dass nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist (bei aller teils berechtigter Kritik an DSA5). :-/


    Vor diesem Hintergrund darf es dann niemanden verwundern, wenn sich DSA nun anders entwickelt, als es viele alteingesessene Spieler kennen/lieben gelernt haben. Mit fehlt somit als Nicht-Conner der Austausch mit "alten Hasen". Daher schade...

  • Roumorz Wahrscheinlich geht es deinen Bekannten ähnlich wie mir und meiner Gruppe: DSA5 bietet für uns keinen Mehrwert, mit unserer hausgeregelten Version von DSA4.1 sind wir zufrieden, warum also umsteigen? Zumal einige der Kritikpunkte an DSA4.1 für uns wenig oder gar nicht relevant sind, z.B. die von vielen für zu kompliziert gehaltene SC-Erstellung. Ich spiele seit über 30 Jahren DSA und führe ~10 SC, da ist es für mich unwichtig, wie lange die Erstellung eines SC dauert, bzw. inwiefern sich die Editionen darin unterscheiden. Mittels http://heldenblatt.ch/ geht das bei DSA4.1 zudem recht schnell, die nicht perfekt ausbalancierten Pakete haben uns nie gestört, Geweihte fanden wir spätestens seit DSA3.5 "spielbar" usw.

    DSA4 war ein recht großer Sprung im Vergleich zu DSA3, da waren die Vor- und Nachteile der beiden Systeme deutlich erkennbar. Vielleicht ist DSA5 DSA4.1 zu ähnlich, ich sehe zumindest keine große Innovation, auch wenn sehr viele Details geändert wurden? DSA1/2/3/4 bedeuteten jeweils eine neue Generation Rollenspiel, DSA5 gehört für mich - trotz aller Änderungen gegenüber DSA4 - zur gleichen Generation wie DSA4.

    Ich habe die Seitenzahlen nicht verglichen, aber ist das komplette DSA5 RGW denn soviel dünner als die essentiellen Wegebände bei DSA4.1? Ist es wirklich weniger komplex, wenn man mit den Fokusregeln spielt? Die Fülle der Regelfragen hier auf dem Orki lässt mich daran zweifeln, dass DSA5 wirklich "einfacher" als DSA4.1 ist, den Einstieg vielleicht ausgenommen. Selbst wenn es so sein sollte, bedeutete die Umstellung auf DSA5 für die alten DSA4 Hasen einen beträchtlichen Aufwand - die Zeit stecke ich lieber ins Rollenspiel. Andere fanden die Änderungen durch DSA5 aber so überzeugend, dass sie eben genau das - Umstieg auf DSA5 - gemacht haben; es gibt mMn kein allgemeingültiges "richtig oder falsch" dabei.

    Letztlich ist es Geschmackssache, mit welcher Edition man spielt, Hauptsache man hat Spaß mit DSA - es gibt ja keine Rollenspielpolizei, die darauf achtet, dass man die aktuelle Edition benutzt. Nach Aventurien darf man reisen, egal, ob mit DSA1/2/3/4 oder DSA5 "Plakette".

    ;)

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Also so aus dem "Bauchgefühl" heraus würde ich DSA5.0 nehmen, wenn wir neu mit DSA anfangen würden (und in der av. Gegenwart spielen würden). Hätte ich alles von 4.1, würde ich erst wechseln (oder drüber nachdenken), wenn DSA5 "konsolidiert" gesamt verfügbar wäre (wobei ich bei DSA5 noch "das" Killerfeature vermisse, für den Wechsel von den uralten Edt. raus war das für mich zB das Kaufsystem). Einzige Ausnahme wäre, wenn ich in der av. Vergangenheit anfange (also so Hal-Zeit+), dann wäre das zu überdenken, wegen der schieren Masse an alten ABs, ob man nicht mit 4.x anfängt. Für Neueinsteiger ist DSA5.0 sich grundsätzlich OK.


    Wenn ich mir aber generell anschaue was so am internationalen Markt an Pen&Paper RPGs verfügbar ist, dann sind 90%+ aller Systeme 4-5 Regelbände, 5 Abenteuer und 2 Hintergrundbände. Da tritt die Stärke von DSA mE voll heraus, da gibt es Unmengen an Abenteuer (und die sind nicht auf 20 Settings verteilt, sondern spielen fast alle in Aventurien) und Regionalbeschreibungen tw. sogar bis zum letzten Weiler hinunter. Das ist eigentlich die Stärke von DSA und da sind dann letztlich die Regeleditionen egal. Deswegen stelle ich mir bei einer neuen Gruppe immer erst die Frage in welcher Zeit man zum Spielen beginnt (welche Ereignisse will ich nachspielen), die Frage nach der Regeledition ist *eine* der weiteren Fragen.

  • (Hintergrund: ich spiele in der gleichen Runde wie Eisvogel)


    Ich habe mit DSA2 angefangen. Ich habe DSA3 begrüßt, trotz der Steigerungs-Würfelorgien, ich habe DSA4 übersprungen und bin mit DSA4.1-HR und dem erwähnten Heldenblatt umgestiegen.

    Letztlich empfand ich jeden Umstieg als Gewinn, obwohl ich immer noch nicht jede 4.1-Kampfregel verinnerlicht habe und daher manchmal vergesse.


    Bei der Lektüre des DSA5-Regelwerks hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, dass die Autoren mir etwas wegnehmen wollen, was für mich Spielspaß bedeutet.

    Erfahrungen und Steigerungen sind neuerdings Pfui und müssen massiv gekürzt werden. Hohe Werte (bei Helden mit 40k-50k DSA4-AP nicht selten) sind erst recht Pfui - nein, da mache ich nicht mit.


    Trotzdem habe ich als Meister kein Problem mit 5er-SC in meiner Runde, ebensowenig wie mit 3ern.

    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort!

  • Bei der Lektüre des DSA5-Regelwerks hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, dass die Autoren mir etwas wegnehmen wollen, was für mich Spielspaß bedeutet.

    Erfahrungen und Steigerungen sind neuerdings Pfui und müssen massiv gekürzt werden. Hohe Werte (bei Helden mit 40k-50k DSA4-AP nicht selten) sind erst recht Pfui - nein, da mache ich nicht mit.

    Markus Plötz hat es mal passend ausgedrückt: "Wenn euch eine Regel nicht passt, lasst sie weg oder passt sie an. Es ist euer DSA." (aus dem Gedächtnis zitiert)


    DSA 5 bietet darüberhinaus schon Regeln für höherstufige Charaktere. So kann man zu Beginn nicht auf der Stufe "erfahren", sondern z.B. auf der Stufe "brilliant" oder "legendär" starten und hat bis zu 2100 AP zur Verfügung. Das wird im GRW von DSA5 ausdrücklich angeboten. Zudem heben wir in unserer Gruppe einfach die AP-Vergabe an, da wir Kaufabenteuer meist auch noch ergänzen und erweitern. So spielen wir z.B. die Reisen zu einer Stadt zu Abenteuerbeginn meist sehr intensiv aus. Da das vom AB selten abgedeckt wird, bietet sich eine weitere AP-Vergabe an.


    Es ist übrigens sogar möglich Eigenschaftswerte/Talente/Zauber/Liturgien nach der Heldenerschaffung bis zu einem Wert von 25 zu steigern. Die Kostentabellen hierfür sind jedenfalls schon im GRW enthalten. Klar, dass ist ziemlich teuer und nicht immer angeraten. Dass man aber generell keine hochstufigen Chraktere bei DSA5 "möchte", sehe ich so nicht.


    Ich respktiere selbstverständlich deine Meinung. Wenn du lieber DSA4.X spielst, ist das doch völlig in Ordnung. Jeder DSA-Spieler ist einer mehr für unser gemeinsames Hobby Rollenspiel. Ich kann jedoch deine Kritik an DSA5 nur bedingt teilen.