Achaz in Gareth

  • Schon mal was von Mobbing am Arbeitsplatz gehört? ^^ Und jeder Abschluss wird auch universell anerkannt. Und christlichen amerikanischen Predigern werden in Deutschland natürlich auch problemlos Kirchendistrikte unterstellt. [Realwelt off] Und die Puniner Boronkirche erkennt natürlich die Al'Anfanische Boronkirche genauso als gleichwertig an. [Sarkasmus off]

    Du magst lästern, aber ja, innerhalb derselben Kirche passiert genau das. Auch realweltlich. Ständig. Natürlich nicht zwischen verschiedenen Kirchen, selbst wenn man aus demselben Ort kommt.

    Zitat

    Mal im Ernst, er mag vielleicht ein ordiniertes Mitglied der Kirche sein, aber deswegen wird er noch lange nicht zwingend als mehr als die Greifenkatzen im Praiostempel anerkannt werden. Geschweige denn respektiert und in Schutz genommen, wenn man zugibt, dass er ein denkendes fühlendes Wesen ist und eine Weihe empfangen hat.

    Jeder Geweihte ist vom Gott selbst geprüft und für würdig gefunden. Das Ergebnis der Prüfung in Frage zu stellen, heißt, den Gott selbst in Frage zu stellen. Mobbing kann es natürlich trotzdem geben, aber die Privilegien eines Geweihten müssen gewahrt wersen ebenso wie der Schutz der einem solchen zusteht.

    Und nein, das ist gar nicht so irrelevant für Achaz in Gareth. Tatsächlich wäre eine Weihe und der Status als Geweihter und Kirchenmitglied einer der möglichen Wege, einen Achaz im zentralen Mittelreich gesellschaftsfähig zu machen und was anderes als einen Gaukler oder Wilden darzustellen.

  • Ein Achaz-Priester ist kein menschlicher Geweihter ... er würde sich kaum so kleiden etc. In den Augen der Menschen ist er in erster Linie ein Monster ... für gebildete Menschen ein Achaz ... für Novadis totes Fleisch ... für Thorwaler und Zwerge Drachengezücht.

    Nur ein Ork hätte noch schlechtere Überlebungschancen.

    Auch wenn Aventurien nicht das Mittelalter ist - es wurden Menschen schon wegen Hexerei verbrannt ... ohne echte Magie. Nur weil die anderen aus Aberglauben und Angst jemanden die Schuld für schlechte Ernten etc. geben konnten ... oder ein gräßliches Monster mit Schuppen. ;)

    So würde man es in meinen Aventurien sehen, egal ob NSC oder SC. Au0ßer im tiefen Süden, Achaz geben gute Skalven ab. :)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Ein Achaz-Priester ist kein menschlicher Geweihter ... er würde sich kaum so kleiden etc. In den Augen der Menschen ist er in erster Linie ein Monster ... für gebildete Menschen ein Achaz ... für Novadis totes Fleisch ... für Thorwaler und Zwerge Drachengezücht.

    Wir reden nicht von einem Achaz der Priester eines der Echsengötter ist, sondern einem, der einer der zwölfgöttlichen Kirchen angehört. Natürlich würde der sich genau so kleiden, wie es nunmal Vorschrift ist. Meinst du etwa, der Praios geweihte Achaz aus Hot-Atem trägt nicht rot, gelb weiß mit Sonnerszepter und zwei Sphärenkugeln ? Natürlich tut er das.
    Und wenn ein paar Zwerge oder Thorwaler trotzdem zu Gewalt greifen wollen, nun, es gibt immer noch Platz am Galgen oder auf dem Scheiterhaufen für solche Angriffe auf die Götterdiener.

  • Warum sollte ein Achaz - der bereits in Furcht vor seinen Göttern lebt - menschliche Götter (Peraine, Travia, Tsa?) anflehen?

    Im tiefen Süden verehren sie ihre alten Götter, in anderen Regionen - wie wir aus Phileasson wissen - genauso. Die wenigen Orkland-Achaz mögen eine Ausnahme sein ... nur ein fanatischer (alt-DSA) Geweihter käme auf die Idee Achaz zum wahren Glauben zu erziehen.

    Es gibt bereits ein guten Abenteuerband, der gut darstellt, wie schwer der Umgang mit Exoten ist.

    Richtig, bei den Yetis lebt(e) eine Travia-Geweihtin - aber sie lebte dort und erzog keine Yeti zum Geweihten. Achaz sind ähnlich na ihren Lebensraum - und ihr Volk - gebunden. Da muß es schon eine verzweifelte Seele sein, die es in die Welt der Menschen "flüchten" läßt und alles achazische aufgibt. Dies wäre dann ein Geweihter im Achazkostüm (Elfen würden badoc sagen), aber ein echter Achaz-Priester.


    Aber dies ist meine - nach aventurischen Hintergrund abgestimmte - Auslegung.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Viele Achaz leben in Städten mit Menschen und haben keine Achazkultur. Warum sollten sie dem alten Glauben folgen ?

    Man muss da auch nicht "alles achazische" aufgeben, sondern lebt halt im Achazviertel von z.B. Khefu, ist dort geschlüft und seit der letzten Häutung vollwertiger Bürger gewesen und teilt die Kultur der Stadt. Die Stammesachaz scheinen dann als primitive Wilde, biologisch gleich, aber vom Verhalten fremder als die Menschen, in deren Nähe man aufgewachsen ist.


    Es gibt nicht "Die Achaz-Kultur" mit "Achaz-Lebensweise". es gibt die Stämme, die sich untereinander unterscheiden wie Waldmenschenstämme es untereinander tun. Es gibt die archaischen Echsenstädte, die mit den Stammesachaz so viel gemein haben wie die Mohas mit den Al'Anfanern. Und diese Städte sind alle Stadtstaaten mit ihrer jeweils eigenen Kultur. Und dann gibt es haufenweise Mischstädte, in denen Menschen und Achaz seit über Tausend Jahren zusammenleben und ihre eigene, gemeinsame, geteilte Kultur entwickelt haben. Das sind mehrheitlich Städte, die schon immer von Echsen besiedelt waren und in denen sich dann Menschen niedergelassen haben. Und auch diese Städte sind verschieden voneinander.


    Ein Beispiel dafür ist dieser offizielle Seelsorger der Noioniten


    Chriazzl


    Das ist ein Boronpriester in einem Boronorden. Der Boron in der Form verehrt, die bei Menschen üblich ist und nicht in der Form als V'Sar wie in abgelegenen Echsentempeln. Weil das die Form ist, die in der Mischstadt, in deren Nähe er (diesmal) geschlüpft ist, verehrt wird. Und natürlich behandelt er als Seelsorger auch, wenn nicht gar vorwiegend, Menschen. Ohne dass das jemand seltsam findet.

    Andere Götter in der selben Stadt werden stattdessen in ihrer echsischen Form verehrt. Keiner kommt auf die Idee, einen neuen Al'Mhamoud oder Atvarya-Tempel zu bauen, wo es doch einen großen, mächtigen und prestigeträchtigen Ssad'Huarr und Ssad'Nav Tempel gibt.

  • Chriazzl ist ein extremer Sonderfall.

    Ich seh auch nicht, das ein Achaz sich in irgend einer Weise den Zwölfgöttern annähert, ausser in anerzogener Furcht. Für ihn werden es auch H'Ranga sein, die Verehrung die Menschen ihnen entgegenbringen wird er für wahnsinnig und selbstmörderisch halten. Im äußersten Fall wird er die parallelen zwischen Zssahh/Tsa und H'Szinth/Hesinde erkennen und die Menschen dann für noch verrückter halten, da er weiß, was für grausame Wesen sie da verehren.

    Davon ab, ich hab den Achaz im Mittelreich gespielt und es ging eigentlich sehr gut. Da waren aber auch Gruppenintern keine Probleme vorhanden, wahrgenommen wurde er meistens als maskottchen der Gruppe und die Thorwaler die sich berufen fühlten die Welt von Hrangargezücht zu befreien hatten meistens nur ein paar Kampfrunden Zeit ihre Entscheidung zu bereuen. Die Problematik mit dem Klima wurde vom Meister mittels Magie gelöst, da ursprünglich gar nicht geplant war die Gruppe so weit Nördlich einzusetzen, aber der meister uns da unbedingt haben wollte. (letzteren Punkt sehe ich für Achaz aus dem Süden als einzig großes Hindernis. Bei Orklandachaz könnte man evtl argumentieren, das Gareth mildere Winter als das Orkland hat und daher ein kompletter Winterschlaf nicht nötig... mit dem meister zu klären)

    tl;dr: Meiner Meinung nach geht es, sollte aber nur gemacht werden wenn es zu 100% ins Konzept von Meister und Gruppe passt. Aber Finger weg von Geweihten, denn das macht Flufftechnisch kaum Sinn.

    Wir verfolgen im Grunde dasselbe Ziel:


    Ich möchte euch nicht töten und Ihr möchtet nicht tot sein.


    Handelt entsprechend.