Aventurische Tiergefährten

  • Mir hat auch nichts gefehlt. Goldfische, Vogelspinnen und ähnliches Gekröse würden ja auch ziemlich in die Ecke des Unterhosen-Gags aus der Rüstkammer fallen.

    An das Lektorat übrigens ein dickes Plus! Mir sind zwar noch ein paar Sachen aufgefallen, aber das ist alles kein Weltuntergang. Nur die Grafik mit Kernregelwerk und Quellenband fand ich sehr amüsant. :D

  • Bei der Rabattaktion habe ich auch zugeschlagen, aber leider noch nicht die Zeit gefunden/genommen, mich intensiv mit dem Produkt zu beschäftigen.

    So gut mir die (angesehenen) Tierbeschreibungen gefallen haben, so habe ich aber meine Probleme mit ein paar Punkten:

    • Loyalitätsregeln für die tierischen Begleiter (Kapitel "Abrichten und Dressieren S. 98 bzw S. 103 direkt)
      Diese scheinen mir aus Aventurisches Kompendium II entnommen zu sein (mein damalige Bemerkung/Kritik zu Loyalität), wobei kleine Anpassungen vorgenommen wurden ("Gelungene Probe..." und Erklärung zur "Verrechnung von Krit/Patzer"). Ganz Eindeutig finde ich die Regeln da immer noch nicht beschrieben, auch wenn ich vermutlich die angedachte Regel nun erahne ...
      (und mir zumindest bisher nicht wirklich gefällt; bin eher für eine AP-Kostenlose Verrechnung wie auch bei Kulturschaffenden keine AP-Kosten bei der Einstellung anfallen, wobei da auch keine Loyalitätsproben anfallen)
      Da aber ein wenig etwas angepasst wurde, bin ich doch enttäuscht, dass hier nicht mehr am Text korrigiert wurde oder auch die Aufsätze noch einmal korrigiert wurden.
    • Ich wundere mich immer noch, warum Äffchen als Tragetiere ausgebildet werden können. Ich komme da bei einer Traglast von 1 bis 2 Stein. Das würde ich nicht als schwere Last bezeichnen... [Berechnung: Äffchen Gewicht ca. 10 Stein / 100 * 10 = 1 Stein]
      Selbst durch den Bonus von Vertrautentieren und +2 KK durch den Aufsatz würde es noch nicht so viel höher werden. Wenn man nun das Äffchen noch mästet und weiterhin KK steigert werden wohl trotzdem keine großen Lasten zusammenkommen. Im Aventurischen Kompendium lautete der Eintrag noch Affe, worunter ich dann größere Affenarten vermutet hätte - zu denen allerdings keine Werte bisher gibt.
    • Vertrautentiere
      Hier sind nur die Hexenvertrautentiere genannt und hätte nach Aventurische Magie III auch die beiden Geoden-Vertrautentiere erhofft oder eben "Vertrautentiere der Hexen" als Überschrift (oder so ähnlich). Kleinigkeit, aber nachdem auch da wiederholt die zu dem Vertrautentrick Tiersinne die Angaben vergessen wurden zu notieren, hatte ich bei der Namensgebung darauf gehofft und bin enttäuscht worden. Auch finde ich es schade, dass nicht zumindest für die üblichen Vertrautentiere der Hexen bei den Tieren vorgestellt wurden (und dafür die Wiederholung der kleinen Werte-Kasten verzichtet wurde).
      Ähnliches gilt da auch für die Vertrautentricks, nachdem ein paar wenige aus Aventurische Magie II wiederholt werden. Warum die paar? (Mir sind da keine Änderungen aufgefallen, die es zu einem Errata machen würde...) Andererseits freue ich mich aber die neuen Vertrautentricks.

    So ein wenig Meckern für ein Produkt, dass ich aber generell so beim ersten stöbern gut finde und die Tierwelt schön erweitert, auf die die Helden treffen können.


  • Moin,


    also ich muss auch sagen das mir der Band sehr positiv aufgefallen ist. Es gab für mich wieder so einige Momente wo ich dachte DSA5 ist viel besser als sein Ruf (Also der Ruf unter den Leuten die ich kenne die nicht erst mit DSA 5 angefangen haben. Diese "Altspieler" sind doch in großer Mehrheit vorsichtig ausgedrückt sehr skeptisch gegenüber DSA5.) Irgendwie komme ich nicht umhin DSA 5 gerade mit irischem Whiskey zu vergleichen. Über den sagen die Iren selber

    "Bester Whiskey der Welt, schlechtestes Marketing der Welt" ;)


    Aber zurück zum Band. Mir hat auch nichts gefehlt und besonders nicht vermisst habe ich Möglichkeiten/Baukasten wie man aus allem möglichen Gekröse Hexenvertrauten zusammenschustern kann. Die Liste der gewöhnlichen Vertrautentiere ist geblieben und die der besonderen ist um mMn passende und spannende (Stichwort Einsiedlerkrebs) erweitert worden.

    Dabei mal eine Frage...ich steh gerade total auf dem Schlauch und finde auf wiki aventurica nix und auch nicht per Google suche.

    Was zum Geier ist ein "Aye-Aye"?

  • Ein Aye-Aye ist ein Fingertier aus der Familie der Lemuren.

    Hat mir gerade Google gesagt.

    Wie soll ich denn wissen was ich denke, bevor ich gehört habe was ich sage?

  • Auf dem ersten Blick bin ich von dem Band doch sehr enttäuscht. Aufgrund der Ankündigung, die Vertrauten wären auch drin, habe ich mich auf verschiedene Katzen-, Äffchen-, Raben-, Eulen-, Schlangen-, Kröten- und Spinnenarten gefreut. Also auf die Abbildungen von diesen, um dann später die passende Spielkarte auswählen zu können. Drin sind leider nur verschiedene Katzenarten.


    Ich kann mir zwar jetzt ein individuelles Pferd oder einen individuellen Hund auswählen, aber leider keinen individuellen Raben oder individuelle Eule. Es wäre auch eine gute Gelegenheit für neue Fantasy-Spezies von z.B. Raben gewesen – für machtvolle Vertraute.


    Nach Magie 3 (wegen fehlenden Gildenmagiern und Ahnenblut-Vorteilen) die zweite große Enttäuschung. Da wären zwei getrennte Bände vielleicht besser gewesen.

  • Kamele? Oder zählt das unter Exot?

    Machen Schlangen nicht nur als Vertrautentier Sinn? :) Als "normaler" Begleiter kann ich mir eine Schlange jedenfalls schwer vorstellen.

    Meine unmagische Schlangentänzerin hat eine Schlange dabei. Sheynucha heißt sie.

    I ♡ Yakuban.

  • Kamele?

    Es gibt das Kamel als eines der Tiere, falls das die Frage ist. Aber keine Unterarten.


    Ich persönlich finde den Band gut. Hund, Katzen und Pferde/Esel sind nun mal die gebräuchlichsten Heldenbegleiter, von daher bin ich zufrieden. Auch die Exoten sind mMn gut gewählt, meine Gruppe wird es freuen zu erfahren, dass sie nicht die einzigen sind, die über Wollnashörner nachgedacht haben.

    „Knie nieder! - Sei ohne Furcht im Angesicht deiner Feinde, sei tapfer und aufrecht, auf das Gott dich lieben möge, sprich stets die Wahrheit, auch wenn dies den eigenen Tod bedeutet, beschütze die Wehrlosen, tue kein Unrecht, dies sei dein Eid (ohrfeigt Balian) Und das ist dafür, dass du ihn nicht vergisst.“ - Königreich der Himmel


  • "Neben diesen typischen Heldengefährten und -begegnungen fällt der Blick dieser Spielhilfe aber ebenso auf [...] die verschiedenen Vertrautentiere der Hexenschwesternschaften." (Aventurische Tiergefährten, Ulisses 2019, Klappentext)


    Kann mich Mythos nur anschließen. Auch ich hätte mir eine komplette bzw. abschließende Auflistung von vielerlei Vertrautentieren in diesem Band gewünscht. So bedarf es wohl eines Extrabandes (Aventurische Tiergefährten 2?). Das ist natürlich nur meine ganz eigene Meinung - vielleicht hatte ich einfach eine zu hohe Erwartungshaltung. Ach und wo ich schon mal am meckern bin: Warum ist das abgebildete Schwein durchgängig rosa und kein Buntes Hausschwein? Ja, von mir aus hätte es insgesamt mehr Artenvielfalt sein dürfen. Hätte dafür auch gerne 39,95 € bezahlt ;)


    Zumindest gibt es jetzt zusätzliche Vertrautentricks - zwar aufgeteilt auf mittlerweile 3 Bücher, aber derartige Kritik hat ja schon einen Bart bis unter die Fußsohlen. Hat ja auch was für sich, weiterhin (falls jemand ehemaliger 4.1-Spieler ist) Rollenspielsitzungen mit etwas Krafttraining (sprich Bücherschleppen) zu verbinden. Anachronistische PDF-KostverächterInnen tun somit wenigstens etwas für ihre Gesundheit.


    EDIT

    Insgesamt finde ich den Band jedoch ziemlich putzig. Und Tiere gehen bei mir immer. Alles gut :thumbup:Wann kommt noch mal der zweite Teil?

    "In den Rachen der Drachen hexen die Echsen!"
    getreulich gehört auf den Hesinde-Disputen 1030 BF

  • Die Vertrauten bezog sich wohl auf die alternativen Vertrautentiere der verschiedenen Hexenrichtungen (da gibt es eine kleine Tabelle auf S.116).


    Eine Schlangenhexe kann z.B. auch einen Salamander haben, eine Katzenhexe einen Pfau usw. Es sind jeweils 3 alternativ Tiere angegeben.

  • An einem Aventurische Tiergefährten 2 hätte ich prinzipiell nichts auszusetzen, allerdings frage ich mich schon, ob Unterrassen von Spinnen, Schlangen und Kamelen eine ausreichend große Zielgruppe haben. Sowas wäre m.E. in Bestiarien besser aufgehoben.

  • Ich denke auch das unterschiedliche Spinnen/Schlangen/etc so marginal unterschiedlich sind das da keine eigenen Kästen für nötig sind. Spinne ist Spinne, schlange ist Schlange, Rabe ist Rabe. Durch AP kann da jeder individualisieren wie er will um den quergescheckten maraskanischen Kreischköhler zu basteln.

    "Ohne DSA5 hätte es Herr der Ringe nie gegeben" - H.P.Lovecraft

    Einen Doppelkhunchomer mit alles und scharf, bitte

  • Ich denke auch das unterschiedliche Spinnen/Schlangen/etc so marginal unterschiedlich sind das da keine eigenen Kästen für nötig sind

    Also ob, Boa, kleine Natter oder Kobra bzw Hausspinne, Tarantel oder Trichterspinne sind für mich nicht nur marginale Unterschiede...

  • Rabe muss eben nicht Rabe sein! Wozu ist DSA eine Fantasywelt? Es könnte z.B. einen adlergroßen Raubraben geben. Oder einen Leichengiftraben. Oder neben dem Boronsraben auch den weißen Marboraben. Die letzteren könnten gleiche Werte haben, aber Bilder sollte es geben.

  • Meine kurze Antwort: Guter Band, aber ohne große Neuzugänge bei den Tieren gegenüber dem, was bisher aus Aventurien bekannt war. Schade, dass einige Varianten für alternative Vertrautentiere wie Salamander nicht im Band beschrieben werden.

    Lange Antwort: siehe hier.

  • Das gute alte Hippogriff! Bastrabuns Bann lässt grüßen ... i like!!

    »Eines Tages wird der Namenlose auch dir ein Angebot machen, dem du nicht widerstehen kannst.«

    —ein verheißungsvolles Wispern, neuzeitlich

  • Wir haben uns den Band spontan gekauft, da sich ein Held der Gruppe einen Welpen zugelegt hat. Nach erstem Durchblättern und kurzen Querlesen des Regelteils sind wir sehr enttäuscht. Hier passt einiges vorne und hinten nicht bzw. widerspricht sich selbst offenkundig. Leider sind die Regeln noch nicht vollständig in der Regelwiki, sodass ich nicht alles verlinken kann. Ich hoffe aber wirklich, dass ich hier etwas grundlegendes übersehe.


    1. Kosten von Ausbildungsaufsätzen

    Vorab: Die "Ausbildungsaufsätze" (qualifizierte Ausbildungen, etwa zum Rennpferd oder Jagdfalken) kosten zwischen 80 und 138 AP und werden sinnvollerweise vom Tier bezahlt, nicht vom Helden (s. 100, REgelwiki). Tiere erhalten nach Standardregeln nur 10% der AP-Menge, die Helden während ihrer Abenteuer erhalten (S.98/99). Das Verrechnen mit angesparten Alt-AP ist nicht vorgesehen. Tierbegleiter dagegen erhalten nach einer Optionalregel die gleiche Menge wie Vertrautentiere der Hexen, also 25%. Dabei handelt es sich um Tiere, die als "Gefährte" eines Helden fungieren, also intensiv in das Abenteuer eingebunden und/oder regelmäßig beschmußt werden.

    Beide Werte sind dennoch deutlich zu niedrig: Streng nach Regeln kann es in Aventurien keine ausgebildeten Tiere geben.

    • Hütehund:
      Der Aufsatz kostet 112 AP.Je nachdem, ob sich das Tier als Begleiter qualifiziert oder nicht (hier bestimmt), muss der zugehörige ausbildende Hirte im Ausbildungszeitraum entweder 448 (oder sogar 1120) neue AP sammeln. Zum Vergleich: das Sammeln von 400 AP katapultiert einen Helden vom Erfahrungsstatus "Durchschnitt" auf den Status "Meisterlich". Will man anschließend noch einen zweiten Hund ausbilden, so ist man mit weiteren 400 AP irgendwo zwischen "brillant" und "legendär". Wobei die Aufzucht zweier Hunde theoretisch parallelisiert werden kann.
    • Orkischer Kriegshund
      Die Ausbildung zum "Kampftier" kostet locker 138 AP, wobei sich die Meute geprügelter orkischer Köter eher nicht als "Gefährte" qualifiziert. Der Ausbilder-Ork muss also mit dem Hund im Schlepptau 1380 AP (also das Zehnfache) verdient haben, um den Ausbildungsaufsatz zu bezahlen. Das genügt, um selbst einen mit minimal-AP gestarteten Helden instantan auf den Legendenstatus zu katapultieren und noch 180 AP übrig zu haben. Was hat der Ork mit Wuffi im Schlepptau gemacht? Alle sieben Gezeichneten erschlagen? Alle bisherigen DSA5-Abenteuer drei mal gespielt? Kein Wunder, dass es im Orkland kaum noch Drachen gibt.
    • Ein ganz normales Maultier
      Die Ausbildung zum Reittier kostet 80 AP. Selbst, wenn der Bauer sich auf Schritt und Tritt von dem Vieh "begleiten" lässt, sind das immerhin 320 AP. Lustig ist allerdings, dass Pferde nach der Ausbildung zum Reittier noch eine zweite Ausbildung (Rennpferd, Schlachtross, Zugtier...) erhalten sollen.
      Aber man stelle sich mal vor, ein Bauer bildet parallel mehrere Pferde zu Ackergäulen aus, ohne überall die Regeln für Vertrautentiere zu bemühen. Also einfach Standardtiere nach Standardregeln. Dann setzt das das für ein Trage- oder Zugtier den Gewinn von (80+120)x10 = 2000 AP voraus.

    2. Konsistenz

    Aber um den absehbaren Konter vorweg zu nehmen: ja, die Redaktion hat auch realisiert, dass diese Regeln (wörtlich) "frustrierend" sein können und daher einen Kasten mit Optionalregeln eingebaut (S.99). Die oben verwendeten 25% AP für Begleiter sind bereits optional, eigentlich sollten es immer 10% sein. Das wird auch noch explizit als realistisch dargestellt.

    Noch optionaler wird hier angeboten, einfach alles zu ignorieren und stattdessen dem Tier irgendwelche AP für das Abenteuer zu geben. Halt ungefähr das, was der Held bekommt, gerne aber auch mehr oder weniger. Ist ja auch egal, macht doch was ihr wollt...

    Schön ist auch der Kasten "Tiere bei der Heldenerschaffung" (S.98): hier heißt es, dass man sich (natürlich nach Meisterentscheid) bei der Generierung einfach ein Tier mit den passenden Fähigkeiten/Ausbildungsstufen/Tricks aussuchen soll, dass die dafür benötigten AP dann einfach hat. Prinzipiell finde ich es zwar gut, dass ein bei der Generierung gekaufter Jagdhund dann auch offiziell ein Jagdhund ist, das sprengt aber wirklich den gesamten Kontext. Und der Preis des Tieres ist mir unklar, siehe unten.


    3. Preise von Ausbildungsaufsätzen

    Gut, dann ist es unseren Helden eben nicht möglich, selbst einen Ackergaul auszubilden. Sind ja noch Anfänger. Und wir alle wissen, dass man trotz gegenteiliger Bemühungen NSCs nicht über die für Helden gedachten Generierungsregeln darstellen kann, die obigen Ausführungen treffen für Bauernhof-Eselchen und Goblin-Reitschweine vielleicht also gar nicht zu. Wie auch immer die NSCs es anstellen, es gibt in Aventurien ausgebildete Tiere und die kann man kaufen: jeder Ausbildungsaufsatz (oder erlernte Trick) erhöht den Preis eines Tieres auf dem Viehmarkt um das Zehnfache des AP-Werts in Silbertalern (s. 93).

    Das ist zwar angesichts der oben aufgezeigten Schwierigkeiten bei der Aufzucht eine lächerliche Kleinigkeit, dennoch erscheinen mir die Preise damit deutlich zu hoch:

    Ein Hütehund kostet damit *mindestens* 112 Dukaten - zusätzlich zu dem, was das Tier als solches per Liste ohnehin kostet (der Grundpreis eines Hundes liegt je nach Rasse zwischen 2 und 220 Silber, das ist schon ok). An dieser Stelle sollte man das Buch eigentlich reklamieren. Aber nicht bevor man man sich daran erinnert, dass "Prachtexemplare" (hübsches Fell oder gut zur Zucht) grundsätzlich das 2-5fache kosten. Hier ist die Lesart nicht ganz klar, ich gehe aber mal davon aus, dass dieser Faktor nur auf den Grundpreis angerechnet wird.


    4. Preise von Pferden gegenüber dem GRW

    Vergleichnen wir die Preise von Reitpferden mit denen des Grundregelwerks. Sie sollten eigentlich konstant sein und sich durch ein neues Regelwerk nicht ändern. Da im GRW nur von einem "Pferd" gesprochen wurde nehme ich an, dass es sich um einen Warunker handelt - das verbreitetste Standardtier überhaupt, außerdem stimmt der Basispreis überein. Mit den alten DSA4-Preisen sollte man sowieso nichts mehr vergleichen, das geht schon in Ordnung.

    • Laut Grundregelwerk (S.381) kostet ein nicht ausgebildetes "Pferd" 750 ST. Ein ausgebildetes Pferd kostet 20% mehr (dann 900 ST) und ein Schlachtross kostet "das Doppelte", also 1500 ST.
    • Laut Aventurische Tiergefährten (S.93) kostet ein nicht ausgebildeter Warunker 720 ST, ein ausgebildeter Warunker 900 ST und ein "erfahrenes Reittier mit einem weiteren Ausbildungsaufsatz" kostet MINDESTENS 60% mehr, also 1440 ST. Aber was heißt schon "mindestens"? Das ist wohl eher der Faktor für den Ackergaul, nicht für das stolze Streitross. Errechnet man die Kosten für ein "Kampftier" über die vom Züchter investierten AP (siehe oben), so kommt man auf 2280 ST.

    Das Schlachtross ist also plötzlich um 780 ST teurer als nach GRW, was den Kosten eines zweiten, nicht ausgebildeten Pferds entspricht, bzw. einer Inflation von 52%. Und das explizit ohne eine teure Pferderasse zu wählen.

    Außerdem gefällt mir grundsätzlich nicht, dass ein Streitross hier unzureichend als "Kampftier" abgebildet werden muss und dabei so sinnvolle Hunde-Tricks wie "Aus", "Fass" und "Fass II" erlernt, während Sonderfertigkeiten wie Niederreiten oder Sturmangriff weiterhin von den AP des Helden gezahlt werden. Das ist ein grundlegender Bruch im Regeldesign und eine vergebene Chance, Regeln für Tiere zu vereinheitlichen.


    5. Loyalität
    Die Regel widerspricht sich selbst im Wortlaut:

    • "Tierische Begleiter [...] bekommen aber einen eigenen AP-Vorrat, mit dem ihre Loyalität gesteigert sowie Ausbildungsaufsätze und Tricks erworben werden können." (S. 98 unten)
    • "Tierische Begleiter bekommen eigene AP [...]. Damit können sie ihre Eigenschaften und Talente, aber auch LE, AT und VW nach den gleichen Regeln wie Helden steigern." (S. 98/99)
    • "Der FW in Loyalität kann nur verbessert werden, wenn [...] so kann die Heldin AP zum Steigern des Loyalitätswerts ausgeben (nicht das Tier)" (S.103)
    • "Bei der Heldenerschaffung kann die Loyalität eines Tieres ohne Probe durch AP des Helden gesteigert werden" (S.103)
    • Dazu gibt es auf S.103 einen Kasten, der regelt, dass man seine AP zurück bekommt, wenn das Tier einen nicht mehr mag...

    Dieser explizite Widerspruch tauchte so offenbar schon im Kompendium im selben Wortlaut auf und hat es somit durch mindestens zwei Lektorate und in die Regelwiki geschafft, ohne dass das irgendjemand aufgefallen wäre. Grundsätzlich ist es auch ok, dass nicht das Tier zahlen muss, immerhin kann es gegenüber mehreren Herrchen loyal sein (und es hat ja eh nicht genug AP). Es stört mich jedoch grundlegend, dass für soziale Beziehungen AP ausgegeben werden müssen. Wenn mein Held sich mit einem NSC anfreundet zahle ich ja auch keine AP - und bekomme im Gegenzug auch keine, wenn ich mich bei irgendwelchen Leuten unbeliebt mache.

  • Du vergisst die Optionalregel, dass Tiere auch ihren eigenen (vollen) AP-Pool haben können, wie Helden. Wer möchte kann Tieren in seinen Gruppen ganz regelkonform für Abenteuer auch einfach volle AP geben, wie sie Helden bekommen. Wir benutzen die 1/4 Regel für Helden. Das erscheint mir am sinnvollsten, da ein Held der jetzt nicht unbedingt vom Beruf Tierbändiger ist, nicht 24/7 Zeit und Lust hat sich mit seinem Tier zu beschäftigen.

  • Du vergisst die Optionalregel, dass Tiere auch ihren eigenen (vollen) AP-Pool haben können, wie Helden.

    Nein, das steht unter Punkt 2.

    Im Endeffekt ist der Redaktion hier wohl aufgefallen, dass die gesamten AP-Regeln auf gut Deutsch für die Tonne sind, weshalb hier noch einmal explizit darauf hingewiesen wird, dass natürlich jeder Meister so viele AP vergeben kann wie er es in seiner Gruppe für richtig hält.

    Irgendwo im GRW steht übrigens auch, dass (selbstverständlich) alles gehausregelt werden kann. So gesehen ist von offizieller Seite aus auch alles abgesegnet. Das spricht dann aber auch nicht gerade für die eigentlichen Regeln, die stets die Grundlage einer Diskussion sein müssten.


    Wie die obigen Rechenbeispiele zeigen kommt aber auch die von euch genutzte Optionalregel mit 25% inneraventurisch nicht hin. Oder kosten Hütehunde bei euch 122 Dukaten und die Ausbildung eines Ackergauls dauert ein ganzes Abenteurerleben lang?

  • Das mit dem Preisen wird noch abstruser wenn du ein nicht ausgebildetes Tier kaufst und das dann ausbilden lässt.

    Dazu gibt es hier schon einiges interessantes: Kosten Beilunker Pony als Packtier


    Im Prinzip hast du leider Recht. Das Buch ist ok für Werte und gut für Bilder aber der komplette Block mit Preisen/Ausbildung/Züchten ist extrem schlecht durchdacht, widerspricht dem Grundregelwerk und sich selbst und ist nur dann halbwegs sinnvoll einzusetzen wenn man sich einigt das als Grundregel die Tiere die gleichen AP wie die Helden bekommen. Sonst hätte man die Ausbildungsaufsätze auch gleich nur in Dukaten reinschreiben können denn mit 10% 120AP und mehr zu verdienen da ist der Hund vermutlich schon hohen Alter angekommen bis er ordentlich hüten oder jagen und ein paar Tricks kann. Denn dafür kann man schon mal diverse Heldenjahre brauchen.


    Man kann nur darauf hoffen das die Redaktion das komplette Kapitel nochmal anfasst und dann als Errata neu bringt.


    Und auch mit der 1/4 Regel sind 138 AP am Ende 552 AP dann noch ein paar Tricks also 600-700 AP die der Held braucht damit sein Hund ausgebildet ist.

    Für die Ausbildung des Westwinddrachens ist das bestimmt ok aber für den Hund?????

    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

    Edited once, last by Eisenhower ().

  • Im kleinen Rahmen ist es schon beim Hexenvertrauten im Grundregelwerk ersichtlich: 25% der AP nach spielbeginn, d.H. eine Hexedie mit 900 AP anfängt hat einen Vertrauten mit 50 AP Vorsprung gegenüber einer Hexe die mit 1.100 AP startet.


    Mögliche Lösungen für das AP-Problem:

    1. Tiere haben immer 10/25% der Gesamt-AP des Helden, gegal wann sie zum Charakter stoßen. Optionalregel: Tiere können bei der Erschaffung mit den AP ins negative gehen, falls der Aufsatz zu teuer ist.
    2. Durch Tierkunde Proben können beim Tier QS AP generiert werden (bis zum maximum von 25% des Besitzers). Eine Erfolgsprobe braucht 8 Stunden. Zum erlernen vom Reitaufsatz darf auch auf Reiten oder Fliegen geprobt werden,je nachdem ob esein Land- Oder Flugtier ist.
    3. Man kombiniert die ersten beiden Methoden. Vertraute haben immer 25% des AP Werts, alle anderen Tiere 10%. Durch Tierkunde können den Nicht-Vertrauten Tiere die fehlenden 15% nach und Nach beigebracht werden.

    Beispiel 1: Der Bauer mit seinen 900 AP kauft einen neuen Hund. Direkt kann er für 90AP Fähigkeiten beibringen.Wenn er sich sehr intensiv mit den Tier beschäftigen mag, kann er die AP auf 225 steigern, dass würde aber insgesamt 135 QS erfordern (Wahrscheinlich wäre ein Faktor bei umwandlung QS in AP sinnvoll).

    Beispiel 2: Ein SC kauft vom erfahrenen Pferdeausbilder ein Kriegsross. Die Aufsätze kosten 218 AP, also mit genug Training machbar für den NSC. Der SC hat aktuell 1.400 AP, damit "sein" Pferd nun 140 AP - 218 AP = -78 AP. Um demGaul noch neue Tricks beibringen zu können muss der SC/die Gruppe einiges an Zeit investieren.



    Mögliche Lösung für das Loyalitätsproblem:

    • Das Tier hat eine maximal Loyalität von 0 (WIldtier) oder 4 (domestiziert), der Wert läßt sich nach Spalte B über AP des Tieres steigern.
    • Gegenüber einzelnen "Zielen" (NSCs/SC/Andere Tiergefährten) hat das Tier einen individuellen Loyalitätswert. Dieser startet bei 0 und läßt sich durch passende Proben auf Tierkunde, Reiten, Fliegen, Betören oder Einschüchtern um 1 steigern. Die Individuelle Loyalität kann nicht höher sein als der FW Loyalität. Die Steigerung von +1 erfolgt nach 10-QS Stunden beschäftigung mit dem Tier, der Zeitraum muss nicht am Stück sein, darf aber auch nicht mehr als individelle Loyalität +1 Tage unterbrochen werden.
    • Miserfolge senken die individuelle Loyalität sofort um 1.
    • Kritische Erfolge und Patzer erhöhen/senken die individuelle Loyalität um 1W3+1. Individuelle Loyalität kann nicht unter 0 fallen.
    • Individuelle Loyalität kostet keine AP (und setzt bei Miserfolgen auch keine frei).
    • Ein Tier kann maximal so viele einzelne individuelle Loyalitäten besitzen, wie der KL-Wert des Tieres entspricht.