Brainstorming - gewerbliche Pferdezucht und Pferdehaltung

  • Schönen Markttag liebes Forum!



    Ich bin derzeit auf der Suche nach Informationen bezüglich der gewerblichen Pferdezucht und -haltung in indirekter Spielerhand.



    [Background: Die Gruppe besitzt seit etwa zwei Götterläufen (nach der Aarenstein-Kampagne) ein Landhaus im Horasreich. Ein Spieler macht händlerische Karriere im Import-/Exportgeschäft (aventurienweite, selbstständig laufende Firma), der almadaner Kavallerist bzw. ehem. Stallbursche eines nominierten Gestüts hat vor, eine eigene Pferdezucht hochzuziehen. Die Gruppe steht bei etwa 9k AP)



    Was fielen in etwa für Kosten an?


    Was muss ggf. bedacht werden?


    Habt ihr Vorschläge von Meister- bzw. Spielerseite? Muss nicht unbedingt regelkonform sein, Ich freu mich über jedliche Anregungen :)




    Phexische Grüße! :heart:

  • ich bin etwas verwirrt von dem Konzept ^^" da ich eher reisende Helden mir vorstelle anstatt säßhafte? Wie ist es dazu gekommen?


    Haben die "Helden" genügend Personal? Was ist mit laufenden Kosten? Woher kommt das Futter?


    Was denkt der Meister über Überfälle und Unglücke? Kann es gesichert und versorgt werden?




    ((Anbei DSA ist kein WirtschaftSimulation. Also nicht dazu ausgelegt, Wirtschaftskriseläufe existieren eigentlich nicht, genau wie sinnvolle "Vertriebsrechte". Wenn ihr aber ein Wirtschaftssystem gehausregelt bekommt immer her damit ^^))

  • Es geht nicht darum hier ne wirtschaftssim aufzuziehen sondern um der gruppe ein zweites Standbein zu schaffen, ein drittes, wenn man die mafiöse Firma des Hesindegeweihten mitzählt. :D

    Haben die "Helden" genügend Personal? Was ist mit laufenden Kosten? Woher kommt das Futter?


    Was denkt der Meister über Überfälle und Unglücke? Kann es gesichert und versorgt werden?

    Exakt da such ich ja nach Ausgestaltungsvorschläge für Spieler und Meister. Ich bin mit der realen Pferdezucht gut vertraut, in der Aventurischen jedoch absolut ahnungslos :'D

  • Willkommen auf dem Orki, Schokotatze. :)


    Es braucht einiges an Land mit vielen Weiden und Reitplätzen, auf denen die Pferde geritten werden können.

    Weiden brauchen Zäune.

    Es braucht Stallungen. Hengste werden von Statuten separiert, Stuten mit Fohlen stehen meist auch separat. Das kann vermutlich unter einem Dach sein, aber halt mit angemessenen Trennungen dazwischen, oder aber es gibt jeweils eigene Stallungen.

    Dazu muss eine große Futterkammer her. Heuböden (oder eine Scheune), Sattelkammer mit allem, was man braucht (Halfter, Trensen, Sättel, Satteldecken, Longen, Putzzeug, etc.).

    Es braucht Zuchtpferde. Vor allem Sturen, aber auch ein oder zwei Deckhengste. Die wollen gut ausgesucht werden (herum reisen, oder jemanden herumreisen lassen).

    Stallburschen und wenigstens einen professionellen Zureiter braucht es. Vermutlich auch einen Verwalter (Buchhalter), wenn man das nicht selber machen kann oder möchte.

    Der ständige Unterhalt von Pferden (Futter, alle 4-6 Wochen Hufschmied und neue Eisen, mal ein Arzt und Medizin, Streu, etc.), Bezahlung der Angestellten, Instandhaltung der Gebäude.


    Das Wissen darum, dass Stuten nicht das ganze Jahr über rossig sind, es bis zur Geburt des Fohlens dauert und dieses erst einige Jahre ausgebildet und versorgt werden muss, bevor es verkauft werden kann und damit Geld bringt.

    Das Geld, eine Zucht jahrelang zu betreiben, bevor überhaupt angefangen werden kann, Geld damit zu verdienen.


    Es braucht vor allem Geld auf Jahre für sehr viele laufende Kosten und Anschaffungskosten, eben auch viel Zeit.


    Man könnte sich analog zu den Vorgaben, wie das mit den Einnahmen und Ausgaben als Lehnsherr funktioniert, sich ein eigenes Programm entwerfen, nehme ich an, um konkrete Einschätzungen von Einnahmen und Ausgaben zu bekommen.


    Ist das benötigte Startgeld nicht vorhanden, wären Schulden machen wohl einer Option.

    Gehören zum Landhaus ausreichend Ländereien?

  • Jede Menge Geschäftspartner:

    - Bauern für die Lieferung von Hafer und Heu zur Winterfütterung

    - Grundbesitzer zur Pacht von Koppeln,Weiden und Wasserrechte

    - Sattler zur Produktion von Sättel und Zaumzeug

    - Hufschmiede

    - Pferdehändler

    - Tiermediziner (Vasenmeister zur Entsorgung toter Pferde)

    - Stallburschen/Mägte zum täglichen Betrieb des Hofes

    - Händler für sonstigen Betriebsbedarf von der Satteldecke über das Brot der Hofangestelten bis zur Schreibfeder

    - Sicherheitsdienst zur Abwehr lästiger Konkurrenten und Pferdediebe

    - Adel/Armee als zahlungskräftige Stammkunden

    - Bauhandwerker zur Instandhaltung von Gebäuden und Einfriedungen

    - Advokaten (falls die Armee Kriegsbedingte die Pferde beschlagnahmt und um Entschädigung geklagt weder muss)


    Wahrscheinlich will das Gestüt ein eigenes Brandzeichen. Dieses könnte bei der Rahjakirche (Pferdezucht) registriert sein. Dieses erfordert dann wiederum diverse Gebühren.

    Edited once, last by Alteclere: Ergänzungen ().

  • Ein Spieler macht händlerische Karriere im Import-/Exportgeschäft (aventurienweite, selbstständig laufende Firma)

    wenn man die mafiöse Firma des Hesindegeweihten mitzählt

    ... wie läuft denn sowas bitte selbstständig, während man Karriere macht / nicht noch ein Verlustgeschäft hat? Je mafiöser das Konstrukt, desto mehr versuchen sich doch alle "aventurienweiten" Zwischenleute in die eigene Tasche zu wirtschaften.


    Wenn ihr das als "läuft halt" handwedelt, könnt ihr dasselbe doch auch mit der Pferdezucht machen.

  • Ojee, wo fang ich nur an. Und ich war grad mal 15h weg. ich habe das alte Foren-Feeling vermisst! X3


    Als allererstes, danke für eure Antworten!


    Ist das benötigte Startgeld nicht vorhanden, wären Schulden machen wohl einer Option.

    Gehören zum Landhaus ausreichend Ländereien?

    Sagen wir mal, es ist soweit abgelegen, dass dort in unserer Abwesenheit eine Irhibaalslilie wachsen konnte ohnedass uns die Inquisition auf den Pelz gerückt ist. Mittlerweile gibts aber auch entsprechend Angestellte im Haus.


    ... wie läuft denn sowas bitte selbstständig, während man Karriere macht / nicht noch ein Verlustgeschäft hat? Je mafiöser das Konstrukt, desto mehr versuchen sich doch alle "aventurienweiten" Zwischenleute in die eigene Tasche zu wirtschaften.

    Er sammelt während der Abenteuer Geschäftskontakte und bekommt zwischen den ABs die Zeit, sich um die Geschäfte zu kümmern. Und mafiös in dem Sinne dass durchaus mal Hehlerware, Gifte und ähnliches den Besitzer wechselt. Eigentlich müsste er n Fuchs sein... :'D


    Willkommen auf dem Orki, Schokotatze. :)

    Vielen Dank! >3<

  • Grundsätzliches zu Pferden (auch zur Zucht) steht im Zoobotanica oder den Vorgänger-Boxen.

    Bereits in der Kreaturen-Box steht bei den Pferden etwas zur täglichen Verpflegung je Pferdeart, etwas zum Abrichten und Zureiten und Länge der jeweiligen Ausbildung. Grundwissen also (auf S.30-33).

    Die SH Königreich Almada (das Land der Pferde) geht kurz auf das Pferd und Zuchtrechte ein (S.77).

    Tiefer in die Pferdezucht greift das Zoobotanica, S.23-26. Besonders S.26 geht auf "Pferdezucht der Helden" kurz ein; "Ein Gestüt bedarf einiges an Grundbesitz ...", Lagerflächen und Personal - und natürlich Pferde.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ich würde dir raten eine kurze mathematische Kalkulation zu machen. Zu überlegen, wie viel sie damit verdienen sollen und wie hoch die wahrscheinlichkeit für Fehlschläge sein soll.


    Dann mach eine Tabelle:

    I(nvestition) | S(chutz) | G(ewinn) | R(isiko)

    I bedingt S G R

    S bedingt R

    Bsp.: Bei I 10€ benötigt es S 4€ (Sicherheitsleute, Rechtsberater, Notare, bla), wenn man da spart, wird R deutlich größer.


    Generell:

    I*P=S

    S*Z=R

    I*K=G


    Um R greifbarer zu machen: Standart : 1w20 falls [20-X, 20] = Fehlschlag (Verlust) + noch ein Wurf falls [20-X, 20] = kritischer Fehlschlag (kompletter Verlust) + noch ein Wurf falls [20-X, 20] = RIP (niedergebrannt z.B.)

    X ist eine Verschiebung die sich aus eingespartem Schutz ableitet.


    Der Trick ist die Investition auf logische Elemente aufzuteilen und somit den Spielern eine "echte" Umgebung zu geben, die dann für den Meister einfach mathematisch läuft.


    Vorteil:

    Du löst sich von all den Problemen, die entstehen können, wenn sie tatsächlich Ahnung von Pferdezucht haben. Sie fragen nach einem Bla? Gib ihnen dafür einen Preis und rechne ihn in die Investition :) sie wollen nicht für Schutz zahlen? Auch Steuern sind Schutz. Schützen vor gierigen Steuereintreibern ;)


    --

    Nicht definierte Variablen sind fixe Werte, die empirisch bestimmt werden sollten.


    [x,a] ist ein Intervall von x nach a, wobei x und a in dem Intervall liegen.

  • Zwei Zitate aus dem Zoobotanica (S.26):

    "Ein gutes Pferd bei einem namhaften Züchter zu kaufen, ist immer noch billiger, als eines selbst aus einer eigenen Stute zu ziehen, aufzupäppeln und auszubilden. ... Durchaus realistisch betrachtet kommt auf sieben schlechtere Fohlen nur ein hervorragendes."


    Aber in Aventurien werden sowie vermehrt Arbeitsgaule benötigt ...

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Durchaus realistisch betrachtet kommt auf sieben schlechtere Fohlen nur ein hervorragendes."

    Na was meint ihr denn, wieso es in nahezu jeder Herberge, in welche die Helden kommen, Braten gibt? :evil:



    Und weswegen Pferdezuchten in der Regel relativgroß sind ^^

  • Hm, Pferdewurst - ist das im Sinne Rahjas? Egal, darum geht's hier ja wohl nicht.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Wie immer denke ich weniger simulationistisch als vielmehr narrativ. ^^'


    Man kann doch wunderbare Abenteueraufhänger drumrumspinnen.

    - Man will weit weg ein gutes Zuchtpferd kaufen und muss viel Geld dort hin transportieren. Und das Tier heil nach Hause bekommen.

    - Ein unorthodoxe Rahjagruppierung fordert eine bessere (teurere) Behandlung der Tiere.

    - Ein Sponsor stellt sich als nervtötender als gedacht heraus und muss regelmässig unterhalten werden.

    - Ein alter Feind intrigiert und streut Gerüchte.

    - Patriotrische Horasiaten boykottieren die Zucht des Almadaners.

    - Eine seltsames Kraut breitet sich auf der Weide aus und macht die Pferde krank.

    - Wenn man ein Rennen gewinnt, könnte man zum Kaiserlichen Hoflieferanten werden. Aber die Konkurrenten spielen unfair.

    - Arme Wanderarbeiter hoffen auf Anstellung. Wen behält man und wen schickt man weg?

    ...