Weitere Meinungen zur Wege der Vereinigungen Debatte

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    Es ist das Thema in allen Kanälen der DSA-Welt zur Zeit: Die Debatte rund um Wege der Vereinigungen. Vor einigen Tagen schrieb der Riesländer eine Analyse (wir berichteten). Nach dem Statement von Ulisses-Spiele schloss sich Michael Masberg nun mit einem Blogeintrag an und veröffentlichte seinen Blick auf eben dieses Statement. Die Kontroverse um Wege der Vereinigungen, […]

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  • Dafür jetzt mal einen Account erstellt, weil schweigend mitlesen kann man da nicht mehr.

    Und Herr Masberg deaktiviert die Kommentare unter seinem eigenen Post ja, um sich Kritik nicht stellen zu müssen.


    Ich finde es absolut ekelhaft, wie er aus seiner subjektiven Hassmeinung gegenüber dem Verlag nun diese aufrichtige und kompromissbereite Stellungnahme zerpflückt, nur um noch einmal nachzutreten und Öl ins Feuer zu gießen.


    Früher war er mal einer der ganz Großen, aber so scheint es nur, als wäre er tief gefallen.

  • Das Problem ist doch, dass das Statement, wie man eigentlich sehr gut herauslesen kann, gar keine Annahme von Kritik beinhaltet und auch keine Kompromisse aufweist.


    Ich sehe auch nicht, was dies mit Michael Masberg persönlich zu tun hat, viel mehr bin ich ihm durchaus dankbar, dass er die Formulierungen unter die Lupe genommen hat, denn das Statement ist in der Tat nicht sonderlich reflektiert, sondern mehr Zeugnis davon, dass man sich mehr als Opfer, denn als Kritiknehmer versteht.


    Darin liegt ohnehin auch die große Problematik der gesamten Debatte. Sie wird nicht auf Basis von Argumenten geführt, sondern auf Basis von Persönlichkeiten. Wenn ein Text kritisiert wird, ist dies kein persönlicher Angriff, wenn eine Tabelle kritisiert wird, ist das keine Bewertung der Persönlichkeit des Menschen, der diese Tabelle gemacht hat. Es ist Sachkritik und der sollte man sich sachlich stellen. Das tut Ulisses hier aber auch nicht. Und das kommt sehr gut heraus.


    In diesem Fall wird sehr viel weniger auf die eigentliche Ursache der Kritik eingegangen ("male gaze"-Einstellung, Reproduktion von Vorurteilen mit rassistischer Prägung etc. pp.) sondern viel mehr der Blick darauf gerichtet, sich angegriffen zu fühlen, unberechtigterweise wohlgemerkt. Dabei geht es nicht um die Personen dahinter und nicht mal um den Verlag per se (vielleicht Michael aber schon, denn er hat andere Einblicke und auch andere Erfahrungen), sondern es geht um Texte und Argumente, sachliche unemotionale Argumente.


    Personen zum Gegenstand der Diskussion zu machen anstatt die Argumente, macht es so schwer irgendeine Form von sinnvollem Diskurs zu führen.

  • Ich finde es absolut ekelhaft, wie er aus seiner subjektiven Hassmeinung gegenüber dem Verlag nun diese aufrichtige und kompromissbereite Stellungnahme zerpflückt, nur um noch einmal nachzutreten und Öl ins Feuer zu gießen.

    Ich weiß nicht, was du unter einer aufrichtigen und kompromissbereiten Stellungsnahme verstehst. Aber ich finde die Stellungsvornahme nicht sehr weit gehend.


    Das bestimmte Inhalt nicht, wirklichen nicht gehen, kann man nicht abtun, mit "nicht ausreichend reflektiert". Wenn die Autoren und die Redaktion und die Firmenleitung dazu nicht in der Lage sind, dann müssen sie jemand hohlen, der das kann. Und ja, durch solche Patzer hat man auch die Arbeit von "vielen Autoren" mitzerstört.


    Und die Vorstellung des Bandes von der Demorunde war höchstreichend peinlich. Da hat man das Gefühl, da agieren ein paar Vierzehnjährigen https://www.youtube.com/watch?…zhDEU&t=30s&frags=pl%2Cwn


    Und der Vergleich mit 50 Shades of Grey ist jenseits von guten und bösen. Das Buch wurde explizit kritisiert, das der Inhalt nicht sane & consensual ist, und in der Hinsicht auch straffällige Handlungen enthält. Das will sich als Ulisses als Vorbild nehmen? Als ein Verlag, der hat keine "erotischen" epubs veröffentlichen, sondern eher Fantasierollenspiel für Jugendliche und Erwachsene. Es gibt schon ein Grund, warum alle aus der Branche in dem Zusammenhang das Fantasie besonders betonen …


    Aber schön, das sie eingesehen haben, das es wirklich berechtigte Kritik hagelt und sie jetzt ausbessern. Scheinbar ist Kritik sinnvoll, und kein nachtreten.

  • Ich frage mich bloss, ob diese Publikation jetzt wirklich die ganze Kontroverse wert ist.

    Diejenigen, die Detailregeln für sowas benötigen, sind wohl auch in der Lage, sie sich selbst auszudenken, zumal die Regeln ja offenbar auch mehr als "Scherz" gedacht waren. Und einige der offenbar interessanten Hintergrundinformationen hätten sich wohl auch woanders unterbringen lassen. Klar, das Produkt hat einiges an Umsatz generiert aber das Havena-Crowdfounding hat doch beinahe soviel eingebracht mit einem Produkt, dass wohl für fast alle interessant oder zumindest legitim sein sollte. Bei einem solchen Thema ist doch die Auseinandersetzung schon von Beginn weg abzusehen und ich weiss nicht, ob es das für einen ausgedehnten Aprilscherz auch wert ist.

  • Ich hatte so gehofft, dass nicht mehr nachgetreten würde, sondern die ganze Sache jetzt langsam aber sicher mal langsam ausrollt... X/
    Es sind mittlerweile wirklich alle Argumente ausgetauscht und Ulisses hat ebenfalls reagiert.


    Dass die natürlich nicht in Sack und Asche gehen und soviel Selbstachtung haben sich nicht jeden Schuh anzuziehen ist doch klar. Es war ein Missverständnis und das wurde eingeräumt.


    Was wird jetzt noch erwartet? Wie kann jetzt noch angemessen reagiert werden, dass wirklich alle zufrieden sind? Soll Alex Spohr erst noch nackig durch Limburg getrieben werden, während hinter ihm ne strenge Nonne mit nem Glöckchen herläuft und "Schande!" ruft?

  • Irgendwie bin ich müde. Kennt ihr das? Irgendwie gibt es zu dem Thema nichts mehr zu sagen.


    Wäre alles den ok gewesen, wenn man allen aventurischen Rassen, welche ein bisschen größer sind als der Rest (Thorwaller, Trollzacker, Gjarlsker...) bzw. einen KO- oder KK-Bonus als Vorteil im Rassenpaket haben (gibts nicht mehr in DSA 5 oder?) auch einen Bonus auf den Döngel bekommen?


    Da hat man bei dem Buch daneben gelangt, mit Ansage ins Klo gegriffen und nicht schnell genug wieder losgelassen, schon klar. Aber jetzt gleich mit rassistischen Vorturteilen, Sexismus und REEEEEEEEEEEEEEEK loszugeifern - gehts noch?


    Es geht vielen so, dass sie mit dem Weg, den Ulisses und die Redaktion eingeschlagen haben, ganz und gar nicht mehr einverstanden sind. Ich bin es auch nicht. Jetzt haben sie sich mal was geleistet, was man wirklich ankreiden kann - diese unsagbare Penis-Tabelle - und das schein mir ein gefundenes Fressen für alle Kritiker zu sein, die jetzt endlich mal eine Kerbe gefunden haben, an der sie sich abarbeiten können.

    Bei Michael Masberg und Mike Krzywik-Groß vermute ich mal, dass die ihre guten Gründe drumherum haben, aber das WdV ist hier in meinen Augen nur der Tropfen, der dass Faß zum Überlaufen gebracht hat. Aber was weiß ich schon.


    Für mich hat das WdV niemals den April-Scherz-Charakter abgeworfen. Das muss schon witzig im Büro gewesen sein, wenn auch dem letzten Zweifler durch die ganzen Geldbündel, welche die Community nach ihnen warf, klar geworden ist, dass sie das Ding jetzt doch machen müssen. So muss sich auch Trump nach der Wahl gefühlt haben - oder Mr Garrison.


    Why can't we have nice things? Für mich ist es nervig, dass so ein Grampf produziert wird, richtig traurig aber, dass es wohl mehr als genug Fans gibt, die das auch haben wollen. Hätte ich als Autor das Gefühl, dass der Verlag und die Community in die Richtung wollen, in die es eben geht, dann wäre ich auch gegangen.

    Schatten - wie du möcht' ich tanzen zwischen Licht und Dunkelheit
    Täuscher - lehr' mich zu verbinden Wahrheit und Lüge
    Spieler - durch dich erhalt' ich, was mein ist - Alles und Nichts

  • Was wird jetzt noch erwartet? Wie kann jetzt noch angemessen reagiert werden, dass wirklich alle zufrieden sind? Soll Alex Spohr erst noch nackig durch Limburg getrieben werden, während hinter ihm ne strenge Nonne mit nem Glöckchen herläuft und "Schande!" ruft?

    Ehrlich gesagt, ich hätte mir von dem Statement mehr Selbstreflexion erhofft und mehr Eingehen auf die inhaltliche Kritik, anstatt den Rückzug in die Opferrolle und die Bestärkung des eigenen Kurses. Aber genau dieser Punkt, dass man das Gefühl habe es ginge nicht um Argumente sondern um Personen, die sich bloßstellen müssten, zeigt deutlich, dass die Argumente selbst nicht nachvollzogen worden sind.


    Man hat eingeräumt bei der Penistabelle einem Klischee aufgesessen zu sein, aber man hat kein Wort darüber verloren, dass Waldmenschen Paarungsriten haben und das sie so schlecht wegkommen in der sexuellen Darstellung. Man hat das Problem auf Personen projiziert und nicht auf Inhalte, das ist der eigentliche Knackpunkt. Ich habe in einem anderen Forum mich an einem Beispiel versucht, was man in der Tat hätte besser machen können, aus meiner Sichtweise heraus und was eigentlich der Punkt ist.


  • Was wird jetzt noch erwartet? Wie kann jetzt noch angemessen reagiert werden, dass wirklich alle zufrieden sind? Soll Alex Spohr erst noch nackig durch Limburg getrieben werden, während hinter ihm ne strenge Nonne mit nem Glöckchen herläuft und "Schande!" ruft?


    Wir wissen, wie das ausgegangen ist? :D

    "Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders als man glaubt." Wilhelm Busch

  • Ffür mich ist die gesamte Diskussion um WdV und auch der Abgang von langjährigen freien Mitarbeitern (bisher zwei, aber wieviele werden da noch folgen?) ein Zeichen dafür, dass sich bei DSA, innerhalb der Redax und wohl auch bei Ulisses selbst dringend etwas ändern muss. Denn, wenn sich nichts ändert, könnte dies nun wirklich der Anfang vom Ende von DSA sein.

  • Ffür mich ist die gesamte Diskussion um WdV und auch der Abgang von langjährigen freien Mitarbeitern (bisher zwei, aber wieviele werden da noch folgen?) ein Zeichen dafür, dass sich bei DSA, innerhalb der Redax und wohl auch bei Ulisses selbst dringend etwas ändern muss. Denn, wenn sich nichts ändert, könnte dies nun wirklich der Anfang vom Ende von DSA sein.

    Das Ende von DSA wird wohl keiner von uns erleben. ;) Was passiert denn, rein theoretisch, wenn die Lizenz den Bach runter geht und keiner mehr was verkauft und kauft? Also ich habe soviel Kampagnenmaterial, dass es bereits jetzt für die nächsten 30 Jahre reicht. Und mit selbstproduziertem Zeug wird es nicht weniger. Haben schon ganz andere Spiele überlebt, die nicht mehr supportet wurden. Als Vampire: Masquerade damals durch Requiem ersetzt wurde, haben die sturen Spieler*innen einfach weiter gespielt, bis es halt wieder aufgelegt wurde. Papier ist geduldig. ;)

  • Das Ende von DSA wird wohl keiner von uns erleben. ;) Was passiert denn, rein theoretisch, wenn die Lizenz den Bach runter geht und keiner mehr was verkauft und kauft? Also ich habe soviel Kampagnenmaterial, dass es bereits jetzt für die nächsten 30 Jahre reicht. Und mit selbstproduziertem Zeug wird es nicht weniger. Haben schon ganz andere Spiele überlebt, die nicht mehr supportet wurden. Als Vampire: Masquerade damals durch Requiem ersetzt wurde, haben die sturen Spieler*innen einfach weiter gespielt, bis es halt wieder aufgelegt wurde. Papier ist geduldig. ;)

    Überlegt doch mal, was passieren würde, wenn Ulisses DSA einstellt und niemand sonst DSA übernimmt. Stillstand im Metaplot, keine neuen Abenteuer und Quellenbücher, keine Regelupdates etc. Dann ergeht es DSA so wie vielen anderen Rollenspielen, die eigentlich nur noch von den Fans am Leben erhalten, aber nicht mehr produziert werden.

  • Mich irritiert die Diskussion total. Ich bin fraglos einer der im Leben nicht wegschaut, aber dsa war für mich immer „nicht Primärwelt“. Eine fantasiewelt zum träumen, spielen und anders sein.

    Für mich war WdV ein schmuddeliger Witz über den ich mich geärgert habe, weil er Kapazitäten für Produkte abgezogen hat die mir persönlich besser gefallen. Ich fand die Präsentationen zum fremdschämen. Gebackt habe ich es übrigens trotzdem (Sammlerwut und so).

    Inzwischen ist der Ärger verraucht. Das was nun nachkommt ist einerseits schade (dsa Autoren ziehen von dannen) andererseits für mich in der Schärfe aber überzogen.

    Ich habe den Eindruck WdV muss nun Exemplarisch für eine generalkritik herhalten.

    Nicht mein Thema.

    »Eines Tages wird der Namenlose auch dir ein Angebot machen, dem du nicht widerstehen kannst.«

    —ein verheißungsvolles Wispern, neuzeitlich

    Einmal editiert, zuletzt von Morgel ()

  • Mir tut es gerade deshalb weh, weil ich die Kritik im Grundsatz ja durchaus verstehe und teile, die Würfeltabelle über sexuelle Bräuche der Waldmenschen ist ein dummer Witz der komplett daneben gegriffen war und so nie im Buch hätte landen dürfen.


    Aber dass solche Äußerungen wie sie jetzt nunmal gerade von Masberg getroffen werden nicht dazu dienen einen Diskurs anzuregen sondern dem einfach nur der Geschmack des persönlichen Nachtretens anhängt liegt halt ebenso auf der Hand, dass man mit sowas nur dafür sorgt dass die Wagenburg enger geschlossen wird wirkt in dem Fall halt nicht wie ein ungewollter Nebeneffekt, sondern genau nach dem was mit dem Umgangston bezweckt werden soll, und das ärgert mich gehörig weil damit berechtigte Kritik entwertet da einem ganz anderen persönlichen Ziel untergeordnet wird.

  • Für mich ist WdV ein Zeichen dafür, dass bei DSA, der Redax und/oder Ulisses selbst irgendetwas total falschläuft. WdV ist nicht das Erste und auch nicht das letzte überflüssige DSA-Produkt, aber wahrscheinlich das, welches den meisten Schaden angerichtet hat. Und deshalb, lieber orkenspalter , hatte mein Beitrag über das Ende von DSA sehr viel mit WdV zu tun.

  • Zwei Autoren sind gegangen, der eine nicht nur aufgrund von WdV. Dies wurde ausreichend kommuniziert. Ulisses hat nun eine Stellungnahme veröffentlicht. Sie werden an dem Produkt festhalten und entfernen eine Tabelle, soweit ich es richtig gelesen habe. Das scheint aber einigen nicht zu reichen und der bunte Reigen geht weiter. Da werden tatsächlich die Bilder gezählt, auf denen man weibliche und männliche Brustwarzen findet ... Es tut mir Leid, ich kann da nur noch den Kopf schütteln.