Michael Masberg schreibt Schmiede des Verderbens nicht zuende

  • Unterlasse es einfach, zu versuchen, mir eine nicht formulierte Aussage anzuhängen.

    Na ja, genausowenig hat karli behauptet, den Vertrag zu kennen. Dort stand nur, das so ein Vertrag sehr branchenunüblich wären. Einer Aussage, die ich genau so sehe.


    Und selbst wenn da etwas in die Richtung drin stehen würde, ist es fraglich, ob es auch rechtskräftig wäre.


    Zu den Ablenkung – ich finde es sehr irritierend, wenn sich ein freier Mitarbeiter sich so über einen ehemaligen Kollegen äussert. Das ist ein Verhalten, das ich so nicht kenne.

  • Kennst du denn die konkreten Vertragsabsprachen? Oder konkret andere Verträge von Ulisses mit Autoren für noch zu schreibende Werke?

    Nein, natürlich nicht, denn selbst bei so genannten Standardverträgen sind einzelne Punkte zwischen Autor und Verlag individuell verhandelbar. Aber ich habe schon diverse andere gesehen, und der für diese Diskussion wesentliche Passus darin lautet i. a. sinngemäß "Der Autor liefert ein Manuskript im Umfang von XXX Seiten ab" und - falls der Verlag solche Selbstverständlichkeiten für erwähnenswert hält - ergänzt durch "im Word-Format und in Neuer Deutscher Rechtschreibung". Da steht nicht " er liefert einen originellen und vor Einfallsreichtum sprühenden Text ab". Es geht nur um Seiten. Der Verlag kann zwar in einem gewissen Rahmen Nacharbeiten verlangen oder vielleicht sogar jemanden anderes damit beauftragen, aber damit endet's dann auch. Der Autor hat seinen Teil des Vertrags erfüllt, wenn er einen Text abliefert, der ungefähr den formalen Bedingungen entspricht (und nicht allzu provokativ ist). Dann muss der Verlag auch bezahlen. Er muss es nicht, wenn der Autor gar nichts abliefert. Was wollte der Verlag auch machen? Konventionalstrafen verlangen? Ein Autor, der sich darauf einließe, wäre wirklich behämmert. Und wie gesagt: über einen bis ins letzte Komma vorhersehbaren Text könnte sich der Verlag zwar schwarzärgern, aber Genialität ist halt nicht einklagbar.

  • Tharbad

    Zeige mir bitte, wo ich da zu Michael etwas entsprechend Kritikwürdiges schreibe. Ich habe nirgendwo behauptet, die Vertragsbedingungen zu kennen, und ich spekuliere auch nicht zu den Vertragsbedingungen. Im Gegenteil, ich wende mich genau gegen solche unfundierten Spekulationen.

    Wasbkarli angeht: richtig, das hat er nicht behauptet. Ich habe auch nicht behauptet, er hätte es behauptet. Ich habe nur nachgefragt, auf welchem Wissen seine Aussage beruht, damit ich die für mich einschätzen kann.


    karli

    Danke für deine Antwort.

    Gaze no more in the bitter glass, The demons, with their subtle guile,
    Lift up before us when they pass, Or only gaze a little while;
    For there a fatal image grows, That the stormy night receives,
    Roots half hidden under snows, Broken boughs and blackened leaves.
    For all things turn to barrenness, In the dim glass the demons hold,
    The glass of outer weariness, Made when God slept in times of old. -- W. B. Yeats

  • Wenn Entscheidungen wie die, DSA5 auf mehrere Bände aufzuteilen, schwerwiegend genug sein sollten, Michael Masberg dazu zu bringen, einen Roman-Zweiteiler als letztes offizielles Werk für das System nicht mehr zu Ende zu bringen und die Fans dieser Geschichte hängen zu lassen, dann ließe mich das aber auch nur noch den Kopf schütteln.

  • Sollten wir jetzt nicht mit dem Spekulieren über Vertragsinhalte oder was andere Forenschreiber nicht geschrieben, aber vielleicht gemeint haben könnten, aufhören und zum eigentlichen Thema - sofern dazu überhaupt noch etwas Neues zu sagen ist - zurückkehren?

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Tharbad

    Dir ist aber schon die Verwendung von "wenn ... dann" aufgefallen? Ich kann ehrlicherweise nicht sehen, wo der Punkt unangemessen sein soll.

    Gaze no more in the bitter glass, The demons, with their subtle guile,
    Lift up before us when they pass, Or only gaze a little while;
    For there a fatal image grows, That the stormy night receives,
    Roots half hidden under snows, Broken boughs and blackened leaves.
    For all things turn to barrenness, In the dim glass the demons hold,
    The glass of outer weariness, Made when God slept in times of old. -- W. B. Yeats

  • Der alte Ork lehnt sich zurück, schlürft irgendeine abgestandene braune Flüssigkeit.


    Dann wirft er ein paar Kupfer hoch und wartet bis die ersten zerlumpten Gestalten herbeieilen um sich darum zu keilen....


    LEUTE: Stopt hier langsam die Diskussion (falls man das so noch nenne kann)!


    Es kommt nichts neues (nichts!) dabei heraus

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Wie lange wollt ihr eigentlich noch auf diesem Karussell fahren?

    Bis der erste fliegt ... :evil:

  • Ich will aber auch noch eine Runde mitfahren ...


    (Und die Gelegenheit nutzen um Aufzuzeigen wie Schwer die tuitsche Sprach wiegt:
    "Aber über DSA herzuziehen ist seit alveran.org doch Normalität; leider schloß dieses Mecker-Forum und seine Fans verteilten sich über alle anderen Foren - und bereiten dort schlechte Luft." (Zitat - leider von mir)

    Der Bindestrich ist zwar schön dramatisch, aber auch schön blöd! Besser - und unmißverständlicher - wäre dies gewesen:
    "Aber über DSA herzuziehen ist seit alveran.org doch Normalität; leider schloß dieses Kreative- und Mecker-Forum und seine Fans (die Guten wie die Bösen; ich gehörte hoffentlich zu den Guten) verteilten sich über alle anderen Foren. Seitdem bereiten die bekannten Meckerstimmen weiterhin dickere Luft.")


    Und das zu Zeiten des Abgasskandals.


    ... worum ging es noch mal?

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • ... worum ging es noch mal?

    Darum, dass ein freier Autor nach nicht näher genannten Differenzen mit der Redax seinen Vertrag über des zweiten Teil einer Romanreihe, die den DSA4-Metaplot abschließen sollte, aufeglöst hat und diesen Roman nicht mehr vollenden wird. Dafür zeigen einige kein Verständniss, während andere, die seine Meinung zur Entwicklung von DSA5 teilen, seine Entscheidung durchaus verstehen.

  • Es geht also um Trump, richtig? (Tschuldigung!)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Der Fall Masberg bewegt seit Tagen die DSA-Community wie ich es seit dem Erscheinen der Historia Aventurica nicht wahrgenommen habe. Michael Masberg ist zweifelsfrei ein großer DSA-Autor der jüngeren Zeit gewesen, der sich seinen Platz in den Annalen der DSA-Geschichte verdient hat. Mit ihm geht ein großer Steuermann Aventuriens von Bord. Für seine Arbeit gebührt im Respekt.

    Gleichwohl hat Masberg auch dafür gesorgt, dass nicht nur sein Werk bei DSA gebührend ist, sondern auch sein Abgang. Er schreibt auf seiner Homepage über seinen ehemaligen Auftraggeber Ulisses:

    Ich kann und möchte schlichtweg nicht mehr mit der DSA-Redaktion zusammenarbeiten. Ich habe es versucht, vielleicht zu lange, um die begonnene Erzählung abzuschließen. Es geht nicht. Ich kann die Umstände nicht ignorieren. [...]

    Aber es fühlt sich verdammt richtig und gut an, der Redaktion nichts mehr zu schulden. [...]

    Leider trifft es die Leser mehr als den Verlag.

    Als langjährigen DSA-Fan erschüttern mich solche Aussagen. Ganz wichtig: Dabei geht es mir nicht um die Hintergründe - ob diese nachvollziehbar sind oder nicht, hat - wie einige Vorredner schon zurecht darauf hingewiesen haben - weder mich noch sonst jemanden außer die Beteiligten zu interessieren - mir geht es vor allem um die Art und Weise, wie Masberg sich von DSA verabschiedet hat. Durch die oben erwähnten Aussagen hat er sich in meinen Augen für viele DSA-Fans zu einem gewissen Teil selbst diskreditiert. Werden sich Verlage in Zukunft noch trauen, vor allem mehrteilige Bänder von ihm zu veröffentlichen? Und werden Leser seine Mehrteiler gleich beim ersten Band kaufen? Mit dieser Hypothek muss Michael Masberg leben. Dafür ist er selbst verantwortlich, das hat er billigend inkauf genommen. Vielleicht wird ihm jedoch der ganze Hype um seinen Abgang auch Publicity verschaffen, die ihn für andere Verlage wiederum attraktiv macht. Zu wünschen wäre es ihm. Bleibt zu hoffen, dass er sich nicht verzockt hat.


    Ferner schreibt er auf seiner Homepage:

    Ich bin ein zu emotionaler Mensch, um einfach mit der Schulter zu zucken.

    Das ist nicht zu überlesen. Dennoch würde ich mir wünschen, dass er sich, wenn die Wogen halbwegs geglättet sind, sich öffentlich bei der Redaktion für die obigen Zeilen entschuldigt. Das wäre ein echt feiner Charakterzug.


    Was die Redaktion anbelangt, finde ich, dass Alex hier im Thread sehr souverän geantwortet hat.


    Was diese Diskussion hier im Forum betrifft - es gibt eine positive Sache, die ich diesen fast 300 Beiträgen abgewinnen kann: Ich sehe - besser gesagt lese - sehr viel Leidenschaft für DSA und Aventurien daraus. Lasst uns diese immense kreative Energie doch nutzen, um unser Hobby voranzutreiben. Die gesamte DSA-Redaktion - ob das jetzt Alex ist oder Niko oder die anderen Autoren - sie sind dort, wo sie sind, nicht weil sie in die Redaktion hineingeboren worden sind, sondern weil sie sich diese Position hart erarbeitet haben. Und auch das verdient Respekt. Wenn wir alle auch nur im Ansatz so viel in DSA investieren wie sie (und Möglichkeiten gibt es da genug, z.B. wiki, scriptorium etc.), brauchen wir uns um die Zukunft von DSA keine Sorgen zu machen. :)


  • Werden sich Verlage in Zukunft noch trauen, vor allem mehrteilige Bänder von ihm zu veröffentlichen?

    Man wird es wahrscheinlich eher machen wie bei den beiden Al'Anfa-Romanen, die - so hatte ich Heike Wolf in einem Youtube-Interview verstanden - schon beide fertig eingereicht wurden, bevor man sie veröffentlicht hat. Eine gute Sache, wie ich finde, so lange es sich nur um 2 oder 3 zusammengehörende Bände handelt. Wenn es mehr sind, dann wird es schon schwieriger.

  • Seufz.

    Das war ein lange angekündigter Abschied (Rückzug) in Raten ... die Links dazu habe ich bereits einmal gesammelt, aber jeder kann sie leicht nachlesen:

    https://www.michael-masberg.de/abstand-und-annaherung/

    ... und ruhig alles was folgt.


    Und nun laßt uns allmählich aus den Schatten treten und den Sommer genießen.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Lasst uns diese immense kreative Energie doch nutzen, um unser Hobby voranzutreiben.

    Dazu würde ich mich gerne noch äußern, der Rest des Postings ist eben eine emotionale Stellungnahme, die ich in weiten Teilen nicht teile, aber gut verstehen kann als Sichtweise.


    Die immense kreative Energie geht in deutlich unterschiedliche Richtungen und dafür hat Aventurien keinen Platz mehr. Ich z.B. würde sagen, dass ich eine enorme kreative Energie für mein privates Aventurien einsetze, um dort eine Vielzahl von Dingen einzubetten usw.. Aber davon ist nichts brauchbar für die offiziellen Geschichten, weil ich ganz andere Wege gehe. Und ich sehe wenig unterstützenswertes in dem aktuellen offiziellen Weg, denn da scheint man sich in Kleinigkeiten (Havena) und Nebensächlichkeiten (Wege der Vereinigung) mit schwankender Qualität zu verlieren, während die Dinge, die ich für sinnvoll und wichtig halte (Bearbeitung und Aufarbeitung des Sternenfalls mitsamt eines Gesamtkonzeptes) brach liegen. Ergo, kreative Energie mag da sein, aber ich sehe nicht, wo diese von der gesamten Community sinnvoll eingebracht werden kann. MIr erscheint es mehr so als wäre auch nur gewisser Input gewünscht.